Ich wollte hier eine kleine Übersicht geben.
Zunächst die Bitrate. Bei Mp3 - Audiofiles ist dieser Zusatz angegeben. Bei Mp3 320 kbps VBR handelt es sich somit um eine sehr gute Kompression. Das File ist dann auch wesentlich größer als bei normaler Kompression.
Die Bitrate gibt den Platzverbrauch in Kilobit pro Sekunde an (kurz kbit/s oder kbps) und bestimmt demzufolge auch die Dateigröße. Allerdings ist die Bitrate kein Kriterium für die Qualität einer Audiodatei, auf welche Faktoren wie das verwendete Format und dessen Einstellungen sowie die Methode der CD-Extraktion einen viel größeren Einfluss haben.
Man spricht meistens von niedrigen (unter 128 kbps), mittleren (128 bis 192 kbps) und hohen (> 192 kbps) Bitraten. Meiner Meinung sollte eine ein Audioformat mindestens über 192 kbps verfügen, es sei denn es handelt sich um Hörspiele oder vergleichbares.
CBR (konstante Bitrate)
Man spricht von einer konstanten Bitrate, wenn die Speicherplatzverteilung über die gesamte Datei hinweg konstant ist, jeder Stelle also der gleiche Speicher zugewiesen wurde. Aufgrund der Tatsache, dass darunter die Qualität leidet, bieten moderne Codecs kaum oder keine CBR-Modi an.
VBR (variable Bitrate)
Wesentlich fortgeschrittener und zu bevorzugen sind variable Bitraten. Dadurch wird es dem Encoder möglich, jeder Stelle soviel Speicherplatz wie nötig zuzuordnen, denn diese Größe schwankt mit der Komplexität der zu encodierenden Musik. Man kann sich als Beispiel den Unterschied zwischen ruhiger Musik mit wenigen Instrumenten und dynamischer Musik mit vielen verschiedenen Klangereignissen zum selben Zeitpunkt vorstellen. Um Erstere in transparenter Qualität zu speichern reicht eine niedrige Bitrate aus. Im CBR-Modus würde man diesen Stellen mehr Speicher als eigentlich nötig zuordnen, und damit Platz verschwenden, was ja letztendlich gegen das Ziel der Kompression spricht. Dieser Speicher fehlt dann eben an komplexeren Stellen, auch hier kann der Encoder im VBR-Modus die Bitrate soweit erhöhen wie nötig. VBR ist der Bitratenmodus, der die beste Qualität liefert.
ABR (durchschnittliche Bitrate)
Dieser Modus ist gewissermaßen eine Mischung aus beiden und liegt qualitativ in der Mitte. Ziel ist es, die durchschnittliche Bitrate eines Tracks so nah wie möglich an einer vorgegebenen Größe zu halten. Da auch hier Engpässe ähnlich wie bei CBR auftreten können und die Bitrate innerhalb der Datei relativ nah an der durchschnittlichen Bitrate bleibt, bietet der VBR-Modus eine höhere Qualität. ABR ist nur dann interessant, wenn eine bestimmte Dateigröße erreicht werden muss, ansonsten sollte man im Interesse der Qualität VBR benutzen.
APE
Es gibt eigentlich nur ein Format wenn man in verlustfreien Hörgenuss kommen will. Das Monkey's Audio oder LPAC (*.ape). Natürlich kann man die CD einfach auf die Festplatte kopieren. Jedoch benötigt eine Minute in CD Qualität mit WAV (PCM) etwa 10 MB Speicherplatz, den man auch im Zeitalter der immer größer werdenden Festplatten nicht so gerne hergibt. Monkey's Audio im Idealfall eine Kompression von 2:1. Überlicherweise beträgt die Größe 75% des Originals, wobei die Kompression stark vom jeweiligen Musikstück abhängt. Monkey's Audio und LPAC sind populäre Formate zur verlustfreien Kompression von WAV (PCM) Dateien, z.B. digitalisierten Originalaufnahmen aus dem Tonstudio (zur Archivierung oder späteren Nachbearbeitung). Die Tonqualität ist immer identisch mit dem Original und Prüfsummen fördern beschädigte Dateien zutage. Für beide Codecs gibt es Plugins für alle gängigen Ausioplayer, die das direkte Abspielen der komprimierten Datei ermöglichen. Dabei hat die komprimierte Datei sogar einige Vorteile gegenüber der Original Wave Datei: -kleiner (bis zu 50% bei normaler Musik) -Tonqualität identisch mit dem Original
-Prüfsummen (falls die Datei fehlerhaft ist bleibt es nicht unbemerkt) - sehr niedrige CPU -Last beim Abspielen -einfaches Komprimieren / Dekomprimieren ohne jeglichen Qualitätsverlust. Eine Audio Cd hat in *ape ungefähr eine Größe von 240 MB. Wie ich finde ein guter Kompromiss.