Beiträge von m-mueller

    Johannes Brahms, Streich-Sextett No. 1, Op. 18: I. Andante Ma Moderato, gespielt von einem Gitarren-Trio (Guitar-Trio 1+2)



    Ein interessantes Unterfangen, ein als Sextett komponiertes Stück mit einem Trio aufzuführen. Meiner Meinung nach ist das auch nicht so richtig gelungen, wie zu erwarten fehlen etliche Verästelungen des Originals. Selbst der Charakter der Musik erscheint mir nicht wirklich getroffen, die großartigen dramatischen Momente des Sextetts (weshalb Botschafter Sarek in Tränen ausbricht, siehe Star Trek, The Next Generation) werden hier beinahe untergebügelt.

    Noch etwas strikterer Flow mit dem Großmeister Julian Bream, siehe Beitrag 496 - allerdings kann die Aufnahmetechnik von vor ca. 30 Jahren nicht mit moderener Technik mithalten, deshalb ist die Version von Gvaneta Betaneli mein Favorit.

    In Beitrag 656 wurde eine Interpretation von BWV 1000 (Fuge g-moll) vorgestellt, die keinen guten Flow aufwies - hier dasselbe Stück, diesmal im Flow - und es hört sich gleich sehr viel besser an.


    Johann Sebastian Bach, Fuge in a-Moll (eigentlich g-moll) BWV 1000 - Gvaneta Betaneli


    Das zeigt vielmehr den Unterschied zwischen Stockhausen und Ferneyhough: Stockhausen kommt dem Interpreten entgegen mit dem Ziel einer möglichst genauen Ausführung, Ferneyhough möchte den Interpreten überfordern und aus der Abweichung vom Notentext einen Gewinn erzielen.

    bei den vorgestellten Stücken bin ich überfordert mit der Aufgabe, zu erkennen, wo der Interpret möglicherweise überfordert war. Zudem: wie erzielt man durch die Abweichung vom Notentext einen Gewinn?

    Orlando Gibbons, Nunc Dimittis



    - in remembrance and gratitude for the reign of Her Majesty Queen Elizabeth II -



    Lord, now lettest thou thy servant depart in peace;
    according to thy word;
    For mine eyes have seen thy salvation,
    Which thou hast prepared before the face of all people,
    To be a light to lighten the Gentiles,
    and to be the glory of they people Israel.

    Glory to the Father, and to the Son, and to the Holy Ghost: As it was in the beginning, is now and ever shall be, world without end. Amen.

    Ich finde das folgende Stück für Sextett großartig:

    Johannes Brahms, String Sextett Nr. 1, 2. Satz - Guarnetri String Quartet, Beaux Arts Trio



    oder


    Violins: Frederik Øland & Rune Tonsgaard Sørensen
    Violas: WenXiao Zheng & Asbjørn Nørgaard
    Cellos: Thorleif Thedéen & Fredrik Sjölin


    phantastische Melodie (wird bei Star Trek, 2nd Generation, Staffel 3, Botschafter Sarek, verwendet)

    Lieber Helmut,

    das freut mich ungemein, daß Dir der Thread ab und zu ein bißchen Freude bereitet.

    Ich betrachte das als Verpflichtung, weiterhin nach guten (neuen) Stücken zu suchen.

    Lieber Helmut, mir gefallen beide Versionen, das Gitarrensextett, weil es so viele Nuancen und Klangfarben bietet, der Einzelkämpfer, weil er tatsächlich mehr verdichtet, verinnerlichter ist und man sich vielleicht noch mehr in die Musik fallen lassen kann.

    Heute, am Tag 2 nach Themse-Else, haben meine Frau und ich den Abend in rememberance and devotion verbracht, indem wir das BBC-Programm eingeschaltet und nochmal (wir haben alle Folgen von The Crown gesehen) in der Flut älterer und neuerer Bilder gebadet haben, die dieser absolutely outstanding person versuchten gerecht zu werden.


    Ich bin sicherlich kein Monarchist, die Aristokraten mögen gehen wohin auch immer, solange es the dark side of the moon ist, aber HM E II R war eine eigene Klasse in Bezug auf Authentizität und dem Willen, ihrem Volk zu dienen. Normalerweise sind wohl Aristo- auch Kleptokraten - Lizzie II war sicherlich auch nicht gänzlich verarmt, aber es scheint, als ob sie in ihren seventy years of service to her people deutlich mehr Nutzen gestiftet als Kosten verursacht hat.


    Im Zuge der Bilderflut wurde mehrfach die Krönung gezeigt, und natürlich ertönten damals die Coronation Anthems von Händel, resp. Handel, der 1727 englischer Staatsbürger wurde, und diese Anthems zur Krönung von George II, die ebenfalls 1727 stattfand, komponiert hat.


    Bei der Rückschau auf die Krönung E II R´s (gehört jetzt hier der Deppen-Akzent rein oder nicht??) hörte man nur das erste Stück (die Reihenfolge hat sich über die Zeit verändert), nämlich Zadok the Priest.


    Da es keinen eigenen Thread für die vier Coronation Anthems gibt (zumindest habe ich keinen gefunden), ist es sicherlich an der Zeit, sie detaillierter darzustellen, zumal sie vermutlich auch zur Inthronisation von Charles III (God save the King) erklingen werden.


    Natürlich gibt es einen eigenen Wikipedia-Artikel dazu, den ich hier sinnvollerweise, und wie es gute Sitte ist, nicht abschreiben, sondern nur verlinken möchte: https://en.wikipedia.org/wiki/Coronation_anthem


    Und es gibt bei youtube einige gute Versionen.


    Welche sind die Euren??

    Heinrich Schütz, Die Himmel erzählen die Ehre Gottes



    Ich finde es sehr gut, aber Freund Dr. Pingel hat bestimmt das eine oder andere zu bemerken...