Beiträge von Joseph II.

    Ich finde es aber nicht so wichtig , ob das das jetzt die beste Tosca ist oder nicht - klanglich gibt es bestimmt bessere. Aber wie sie auch diese Figur von innen heraus gestaltet und ihr Ausdruck verleiht, darin ist sie dann doch ziemlich einmalig.

    Ich mag zu einer Minderheit gehören, doch gefiel mir die spätere Einspielung der "Tosca" mit der Callas unter Georges Prêtre von 1964 schon immer besser. Nun bin ich viel zu wenig Callas-Kenner, um die gesanglichen Defizite im Vergleich zu 1953 minutiös festzustellen, aber empfinde ich ihre Darbietung hochemotional und fesselnd. Auch Tito Gobbis Interpretation des Scarpia kommt mir '64 ausgefeilter vor als '53; in der alten Aufnahme mutet mir das etwas arg eindimensional an. Bergonzi wird man nüchtern betrachtet zweifellos zu den großen Rolleninterpreten zählen können. Und dann das Dirigat. So sehr de Sabata auch immer über den grünen Klee gelobt wird: Prêtre ist mehr mein Fall. Die netten Spezialeffekte der späteren Produktion tun ihr Übriges zum Gesamtbild. Vom Klang ganz zu schweigen. Kein Remastering hat es geschafft, die '53er Aufnahme gut klingen zu lassen. Das ist und bleibt dumpfes Mono, was kein Remastering beheben wird. Man kann es sich natürlich schönreden. Die '64er Aufnahme gibt es mittlerweile exzellent remastert in 24-Bit/96 kHz. Im Gegensatz zur Vorgängerin ergibt das hier auch wirklich Sinn.


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    China Philharmonic Orchestra

    Das China Philharmonic Orchestra (CPO; chin. 中国爱乐乐团) ist ein chinesisches Sinfonieorchester mit Sitz in Peking.


    Die Gründung des CPO erfolgte im Jahre 2000, als es aus dem bisherigen China Broadcasting Symphony Orchestra hervorging.


    Seinen Sitz hat das CPO in der Beijing Concert Hall.


    Chefdirigenten/Musikdirektoren:


    Long Yu (seit 2000)


    China National Symphony Orchestra

    Das China National Symphony Orchestra (CNSO; chin. 中国国家交响乐团) ist das chinesische Nationalorchester mit Sitz in Peking.


    Das Orchester wurde 1956 als Central Philharmonic Orchestra of China gegründet. Seit einer Restrukturierung im Jahre 1996 firmiert es unter dem heutigen Namen als China National Symphony Orchestra.


    Obwohl im Zuge der Kulturrevolution westliche Musik ab 1966 zunächst als "dekadent" gebrandmarkt worden war, präsentierte Chefdirigent Li Delun Beethovens 5. Sinfonie anlässlich des 150. Todestages des Komponisten 1977 in einem Konzert mit dem Orchester, was den Bann der westlichen Klassik innerhalb der Volksrepublik China nach einem Jahrzehnt brach.


    Die Hauptspielstätte des CNSO befindet sich in der Beijing Concert Hall.


    Chefdirigenten/Musikdirektoren:


    Li Delun (1957-1996)

    Chen Zuohang (1996-2000)

    Muhai Tang (2000-2001)

    Shao En (2006-2010)

    Michel Plasson (seit 2010)


    Durch dieses wiederbelebte Thema bin ich nach längerem abermals auf eine Einspielung gekommen, die hier noch mit keinem Wort erwähnt wurde und deren bloße Existenz vermutlich selbst ausgewiesenen Kennern des "Don Carlos" weitgehend unbekannt geblieben ist. Die Rede ist von der Studioproduktion der sowjetischen Melodia aus dem Jahre 1964, die unter Leitung des begnadeten bulgarischen Operndirigenten Assen Naidenow (1899-1995) zustande kam. Dieser war zwischen 1945 und 1961 Chefdirigent der Bulgarischen Nationaloper Sofia, wurde dann in den Ruhestand geschickt und betätigte sich in der Folge als Gastdirigent in der Sowjetunion, wo er von 1962 bis 1965 einige Aufnahmen verantwortete. Am Moskauer Bolschoi-Theater übertrug man ihm in der Spielzeit 1963/64 den "Don Carlos", der ein solch großartiger Erfolg wurde, dass man kurzerhand eine Studioaufnahme in Angriff nahm. Infolgedessen kehrte der bereits abgeschriebene Naidenow 1965 triumphal nach Sofia zurück, wo ihm abermals die musikalische Oberaufsicht über die dortige Staatsoper übertragen wurde, die er dann noch einmal bis zum Erreichen seines Achtzigsten im Jahre 1979 versah. Danach ernannte man ihn zum Ehrenpräsidenten des Opernhauses. Hochbetagt und hochangesehen starb Naidenow zwei Tage vor Vollendung seines 96. Lebensjahres. Mit dem "Don Carlos" verband ihn eine besondere Liebe. Er dirigierte ihn zum ersten Mal bereits 1936 und noch 1980 mit Nikolai Gjaurow und Mirella Freni.


    Die genannte Einspielung wurde glücklicherweise bereits in Stereo produziert und bietet eine exzellente Besetzung aus der goldenen Zeit des Bolschoi auf. Dass sie auf Russisch gesungen ist, muss man zeittypisch einordnen, als die jeweilige Landessprache noch eine wesentlich stärkere Rolle spielte. Künstlerisch tut es der Einspielung m.E. keinen Abbruch, auch wenn man sich stellenweise atmosphärisch ein wenig an "Boris Godunow" erinnert fühlt. Gespielt wird zwar die vieraktige Fassung, interessanterweise aber mit der vollständigen Ballettmusik. Für den Sammler erschwerend, gab es offenbar nur diese einzige stereophone Auflage aus dem Jahre 1965 und keine spätere Veröffentlichung auf CD. Womöglich wird dieses Desiderat aber beizeiten noch behoben, was angesichts der Umtriebigkeit von Melodia in jüngster Zeit nicht ausgeschlossen erscheint.


    Giuseppe Verdi

    DON CARLOS

    In russischer Sprache


    Don Carlos — Surab Andshaparidse

    Elisabeth von Valois — Tamara Milaschkina

    Philipp II. — Iwan Petrow

    Der Graf von Lerma — Nikolai Sacharow

    Der Großinquisitor — Waleri Jaroslawzew

    Fürstin Eboli — Irina Archipowa

    Rodrigo, Markgraf von Posa — Wladimir Walaitis

    Tebaldo — Marija Swesdina

    Ein Mönch — Waleri Jaroslawzew


    Chor und Orchester des Bolschoi-Theaters der UdSSR

    Dirigent: Assen Naidenow


    Aufnahme: 1964


    LP Melodia Stereo C 0933-40 (1965)


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    Macao Orchestra

    Das Macao Orchestra (tlw. auch Macau Orchestra; chin. 澳門樂團, port. Orquestra de Macau) ist ein chinesisches Orchester mit Sitz in der Sonderverwaltungszone Macau.


    Das Orchester wurde 1983 als Macao Chamber Orchestra gegründet, durchlief mehrere Phasen und etablierte sich schließlich 2003 als professioneller Klangkörper mit der heutigen Bezeichnung Macao Orchestra.


    Die Hauptspielstätte des Orchesters befindet sich im Macao Cultural Centre.


    Chefdirigenten/Musikdirektoren:


    Doming Lam (1984-1988)

    Veiga Jardim (1988-1995)

    Yuan Fang (1995-2001)

    Shao En (2001-2008)

    Lü Jia (2008-2022)

    Lio Kuokman (seit 2023)


    Hong Kong Philharmonic Orchestra

    Das Hong Kong Philharmonic Orchestra (HKPO; chin. 香港管弦樂團) ist ein chinesisches Sinfonieorchester mit Sitz in der Sonderverwaltungszone Hongkong.


    Seine Wurzeln liegen im 1947 gegründeten und aus Amateuren bestehenden Sino-British Orchestra. 1957 erfolgte die Umbenennung in Hong Kong Philharmonic Orchestra und 1974 schließlich mit Unterstützung der Verwaltung der britischen Kronkolonie die Umwandlung in einen professionellen Klangkörper.


    1986, also elf Jahre vor der Wiedervereinigung, unternahm das HKPO seine erste Gastspielreise in die Volksrepublik China. 1995 führte eine Tournee in die Vereinigten Staaten, 2003 erstmals nach Europa (UK, Irland, Frankreich).


    Ab 1978 erfolgten erste Tonaufnahmen (Philips). Von den 1980er Jahren an spielte das Orchester für die Label HK Records und Marco Polo (Naxos) ein. Zwischen 2015 und 2018 zeichnete das HKPO für die erste Einspielung von Wagners "Rings des Nibelungen" in China verantwortlich.


    Der Sitz des HKPO befindet sich im Hong Kong Cultural Centre.


    Chefdirigenten/Musikdirektoren:


    Solomon Bard (1947-1953)

    Arrigo Foa (1953-1969)

    Lim Kek-Tjiang (1969-1975)

    Hans Günther Mommer (1975-1978)

    Ling Tung (1979-1981)

    Kenneth Schermerhorn (1984-1989)

    David Atherton (1989-2000, danach Ehrendirigent bis 2009)

    Samuel Wong (2003-2003/05)

    Edo de Waart (2004-2012)

    Jaap van Zweden (2012-2024)

    Tarmo Peltokoski (designiert, ab 2026)


    Shanghai Philharmonic Orchestra

    Das Shanghai Philharmonic Orchestra (SPO; chin. 上海爱乐乐团) ist ein chinesisches Sinfonieorchester mit Sitz in Shanghai.


    Die Wurzeln des SPO liegen im 1950 gegründeten Shanghai Broadcasting Orchestra und im 1956 gegründeten Shanghai Film Orchestra. 1996 erfolgte die Fusion beider Klangkörper zum Shanghai Radio Symphony Orchestra und 2004 schließlich die Umbenennung in Shanghai Philharmonic Orchestra.


    Der Sitz des Orchesters befindet sich in der Shanghai Philharmonic Hall.


    Chefdirigenten/Musikdirektoren:


    Yongyan Hu (1996-2004)

    Zuohang Chen (2004-2008)

    Muhai Tang (seit 2009)


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    Shanghai Symphony Orchestra

    Das Shanghai Symphony Orchestra (SSO; chin. 上海交响乐团) ist ein chinesisches Sinfonieorchester mit Sitz in Shanghai.


    Die Ursprünge das SSO gehen zurück bis ins Jahr 1879, als die Shanghai Public Band ins Leben gerufen wurde. 1907 fanden die ersten wirklichen Konzerte mit Orchestermusik statt. 1922 erfolgte die Umbenennung in Shanghai Municipal Council Symphony Orchestra. Während der japanischen Besatzung wurde das Orchester 1942 in Shanghai Music Association Symphony Orchestra umbenannt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges erhielt es die Bezeichnung Shanghai Municipal Symphony Orchestra. Nach Gründung der Volksrepublik China firmierte es als Shanghai People's Symphony Orchestra. Seit 1956 trägt es den heutigen Namen Shanghai Symphony Orchestra. Infolge der Kulturrevolution wurde Chefdirigent Huang Yijun, der erste Chinese in diesem Amt, 1967 abgesetzt und erst 1978 neuerlich bestellt.


    Zu den Höhepunkten in der Geschichte des Orchesters gehört die chinesische Erstaufführung von Beethovens Sinfonie Nr. 9 - allerdings ohne das Chorfinale - anlässlich des 100. Todestages des Komponisten im März 1927. Am 14. April 1936 erfolgte schließlich die erste vollständige Aufführung des Werkes in China.


    Die Spielstätte des SSO befindet sich in der Shanghai Symphony Hall.


    Chefdirigenten/Musikdirektoren:


    Jean Rémusat (1879-1907)

    Rudolf Buck (1907-1919)

    Mario Paci (1919-1942)

    Arrigo Foa (1942-1945)

    Huang Yijun (1953-1967 und 1978-1984)

    Xieyang Chen (1984-2006)

    Long Yu (seit 2009)


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    Ding Shan-de

    Sinfonie "Der Lange Marsch"


    Slowakisches Rundfunk-Sinfonieorchester

    Dirigent: Yu Long


    Aufnahme: 1994






    Naxos hat das monumentale, fünfsätzige Werk von 1962 nicht weniger als dreimal eingespielt. Die hier vorliegende Aufnahme wurde vom Komponisten Ding Shan-de (1911-1995) selbst als vollauf geglückt bezeichnet. Es geht um Maos legendären "Langen Marsch" (1934/35) während des Chinesischen Bürgerkrieges.

    Kuijken ist für mich irgendwie so das Synonym für HIP, wie es mir gar nicht zusagen will. Die solistischen Chöre verdienen dort kaum die Bezeichnung. Welche Kantate ich über die Jahre auch so verglich, die Kuijkensche Darbietung landete bei mir zuverlässig ganz weit hinten. Wenn modernes HIP bei Bach, dann lieber bspw. Suzuki, Gardiner, Koopman oder Herreweghe.

    Diese Entwicklung wundert mich eigentlich nicht. Die große Zeit der Internetforen liegt offenbar hinter uns und ist auch in anderen Bereichen als der klassischen Musik seit Jahren zu beobachten. Wie viele Foren in den unterschiedlichsten Bereichen siechen heute dahin oder sind sogar eingestellt worden. Vor 15-20 Jahren war auch hier viel mehr los. Ob es deswegen gehaltvoller und gesitteter zuging, steht auf einem anderen Blatt. Zumindest teilweise dürfte am Niedergang der Forenlandschaft die zunehmende Schwierigkeit liegen, jüngere Mitdiskutanten zu gewinnen, wie das vor zwei Jahrzehnten noch gelang. Aufgrund modernerer Formate mutet es denjenigen wohl auch als verstaubt an. Aber auch aus der für die Klassik vielleicht relevanteren Gruppe derjenigen mittleren Alters (ca. 35-65) scheint der Pool mittlerweile endlich. Die noch Älteren, die in ihrem Leben noch in keinem Internetforum waren und es nun trotzdem versuchen, scheinen mitunter überfordert (jüngst gab es einen solchen Fall, der sogar zum Wiederausstieg führte). Die Alteingesessenen, seit zehn, 15 oder mehr Jahren Aktiven, von denen es nominell noch zahlreiche gibt, finden wohl häufig, dass zu diesem und jenem Thema ohnehin bereits alles gesagt sei. Gerade deswegen sind Impulse durch Neuzugänge eine Art Lebensader und sollten nicht versiegen.

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    Franz Schubert

    Sinfonie Nr. 8 h-Moll D 759 "Unvollendete"

    Musik zum Schauspiel "Rosamunde" D 797: Entr'acte Nr. 1 & Ballettmusik Nr. 2

    Ouvertüre zum Melodram "Die Zauberharfe" D 644


    Staatliches Sinfonieorchester Moskau

    Dirigentin: Weronika Dudarowa


    Aufnahme: 1976 (D 759, D 797), 1985 (D 644)






    Anlässlich des 110. Geburtstages der wichtigsten sowjetischen Dirigentin bringt Melodia diese digitale Veröffentlichung begrüßenswerterweise auf den Markt.

    Ausgerechnet die New Yorker Met, die angeblich keinerlei Regietheater im Repertoire hat und hauptsächlich von konservativen Mäzenen finanziert wird, kämpft also mit rückläufigen Zuschauerzahlen, muss einsparen, Gehälter kürzen und sogar Entlassungen vornehmen. Je nach Quelle beträgt die Auslastung in den letzten Jahren nur mehr ca. 72-77 %. Dagegen erreichen die "regietheaterverseuchten" Opernhäuser in Wien und München Spitzenwerte. Und die sollen sich jetzt ernsthaft eher am New Yorker Modell orientieren?

    Wenn man die Kunst den BVLern übergibt, werden wir vor jedem Haus Touristen-Busse haben mit den Leuten, die nicht im geringsten sich für Musik interessieren. Oder ähnliches…

    Das ist zumindest in Wien doch schon seit Jahr(zehnt)en ohnehin der Fall. Touristen, die einfach mal in der Staatsoper gewesen sein wollen. Die machen ein Gros des Umsatzes aus. Was läuft, ist relativ einerlei; wie es inszeniert wird, noch mehr.

    Betrachten wir die Sache einmal nüchtern. Wieso sollte ein Haus wie die Wiener Staatsoper mit über 99 % Auslastung (so auch die aktuellen Zahlen) sein Inszenierungskonzept ernsthaft überdenken? Das Regietheater hat erkennbar zu keinem Einbruch geführt. Diese Form der Opernregie kann man zwar kritisch sehen, realistischerweise wird sich daran aber nichts ändern. Der Thread, der jetzt ins 17. Jahr geht, unterstreicht diese Beobachtung. Zudem ist ein Großteil der schärfsten Kritiker des Regietheaters für die Entscheidungsträger irrelevant, da er - was auch hier häufig betont wird - ohnehin nicht (mehr) in die Oper geht.

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    Sergej Prokofjew

    Russische Ouvertüre op. 72

    Sinfonie Nr. 2 d-Moll op. 40


    Sinfonieorchester des Ministeriums für Kultur der UdSSR

    Dirigent: Gennadi Roshdestwenski


    Aufnahme: Großer Saal des Moskauer Konservatoriums, 3. Jänner 1991







    Teil 1 dieses Jubiläumskonzerts. Roshdestwenski hat op. 40 erstaunlich häufig dirigiert. So u.a. auch bei den Proms 1966, beim SWF 1970 und in New York 1979.

    Mir bleibt zusätzlich auch noch der Sinn des Verbs "verhören" im gegebenen Kontext verborgen. Es scheint aber etwas ganz Wesentliches und Eindeutiges im Rahmen der Selbsteinschätzung des betreffenden Kollegen zu sein.

    D'accord. Bei so viel Prokofjew-Expertise muss der Kollege wohl zu seinem (Vor-)Urteil kommen. Gegenbeispiele zum vermeintlichen Krach: Romanze aus "Lieutenant Kijé", Lied von Alexander Newski aus gleichnamigem Oratorium, Arie des Rostow aus der Oper "Krieg und Frieden".

    Er ist in der Regel KEIN Künstler

    Mein Standpunkt: Ebenso wie Komponist, Librettist, Dirigent, Orchestermitglieder & Sänger ist auch der Regisseur ein Künstler, denn ebenso wie die Umsetzung der Noten, ist auch die Umsetzung der Regie künstlerische Arbeit.

    Laut Duden gibt es zwei Bedeutungen von "Künstler":


    Künstler, der

    Bedeutungen (2)

    1. männliche Person, die [berufsmäßig] Kunstwerke hervorbringt oder darstellend, aufführend interpretiert

    2. männliche Person, die auf einem Gebiet über besondere Fähigkeiten verfügt


    Jeder Regisseur erfüllt per definitionem 1. Ob er auch 2. erfüllt, ist dann schon subjektiv.

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    Michael Praetorius

    "Terpsichore, Musarum Aoniarum Quinta. Darinnen Allerley Frantzösische Däntze und Lieder" (1612)


    Traditerra


    Aufnahme: Moskau, Jänner/Februar 2025









    Herausgegeben A°. Dni. M.DC.XII., bey Regirung weylandt des Allerdurchleuchtigsten, Großmächtigsten Fürsten und Herrn, Herrn Matthiæ, Römischen Kaysern, auch in Germanien, zu Hungern, Böheimb &c. Königens, Ertzherzogens zu Oesterreich &c. &c., seligen Angedenkens.


    Die neueste Veröffentlichung von Melodia, diesmal Alte Musik in HIP.

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    "Lebewohl, meine Konkubine" (1993)


    "Er ist eines der wichtigsten Werke des chinesischen Kinos der Regisseure der fünften Generation. Dieser Film schildert die Umbrüche der chinesischen Geschichte im 20. Jahrhundert. Im Wesentlichen geht es um zwei Stars der chinesischen Oper und eine Frau, die zwischen die beiden gerät."


    Wirklich sehr gelungen und episch, umfasst die Zeit in China von 1924 bis 1977, von der Republik wenige Jahre nach dem Kaiserreich über die japanische Besatzung und die kommunistische Machtübernahme bis kurz nach der Kulturrevolution.