Beiträge von Joseph II.

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    Trọng Bằng
    "Der Rückkehrer brachte uns Freude", Sinfonische Dichtung, gewidmet Hồ Chí Minh

    "Das Spinnlied", vietnamesisches Volkslied der Provinz Bắc Ninh (Bearbeitung: Trần Mạnh Hùng)


    Vietnam National Symphony Orchestra

    Dirigent: Tetsuji Honna


    Aufnahme: Symphony Hall, Osaka, 18. Juli 2018, & Suntory Hall, Tokio, 20. Juli 2018






    Sinfonik aus Vietnam.

    Warschauer Philharmonie

    Das Sinfonieorchester der Nationalphilharmonie Warschau (poln. Orkiestra Symfoniczna Filharmonii Narodowej), häufig abgekürzt Warschauer Philharmonie, ist ein polnisches Sinfonieorchester mit Sitz in Warschau.


    Die Orchestergründung erfolgte im Jahre 1901 im Zuge der Eröffnung der neu errichteten Nationalphilharmonie in der polnischen Hauptstadt Warschau. Die Wiedereröffnung der im Zweiten Weltkrieg 1944 zerstörten Nationalphilharmonie konnte 1955 stattfinden. Zwischen 1945 und 1989 erfolgten Einspielungen hauptsächlich für das polnische Staatslabel Polskie Nagrania Muza, daneben auch für Eterna, Telefunken und Philips. Über 120 Gastspiele führten die Warschauer Philharmonie bisher auf fünf Kontinente.


    Hauptspielstätte ist die Nationalphilharmonie Warschau.


    Chefdirigenten:


    Emil Młynarski (1901-1905)

    Zygmunt Noskowski (1906-1908)

    Henryk Melcer-Szczawiński (1908-1909)

    Grzegorz Fitelberg (1909-1911)

    Zdzisław Birnbaum (1911-1914 und 1916-1918)

    Roman Chojnacki (1918-1938)

    Józef Ozimiński (1938-1939)

    Olgierd Straszyński (1945-1946)

    Andrzej Panufnik (1946-1947)

    Jan Adam Maklakiewicz (1947-1948)

    Witold Rudziński (1948-1949)

    Władysław Raczkowski (1949-1950)

    Witold Rowicki (1950-1955 und 1958-1977)

    Bohdan Wodiczko (1955-1958)

    Kazimierz Kord (1977-2001)

    Antoni Wit (2002-2013)

    Jacek Kaspszyk (2013-2019)

    Andrey Boreyko (2019-2024)

    Krzysztof Urbański (seit 2024)


    Karajans Breitwandsound finde ich auch in der späten Aufnahme (mit Wiederholung im Kopfsatz) schwer erträglich. Mehr als den ersten Satz habe ich nicht geschafft.

    Ich nehme an, Du beziehst Dich auf diese Einspielung, auf die ich jetzt auch erst im Zuge der neuerlichen Beschäftigung gestoßen bin:



    Aufnahme: Philharmonie, Berlin, 2/1987 (Nr. 29), 9/1987 (Nr. 39)


    J. Matzner im Musikmarkt Nr. 15 v. 1. 8. 1988: »Der späte Karajan musiziert ganz gelassen ebenmäßig, enthält sich jeglicher Gewaltsamkeit und erreicht in langsamen Sätzen eine anrührende Introvertiertheit.«


    Erschienen 1988 im Jahr des 80. Geburtstages des Dirigenten, muss es eine der letzten Studioproduktionen Karajans mit den Berliner Philharmonikern sein. Seine vorherigen Einspielungen von KV 543: Wiener Philharmoniker 1949 (EMI), Philharmonia Orchestra 1955 (EMI), Berliner Philharmoniker 1970 (EMI), Berliner Philharmoniker 1975 (DG).

    Orchester des Tschechischen Nationaltheaters Prag

    Das Orchester des Tschechischen Nationaltheaters Prag (tschech. Orchestr Národního divadla), internat. Prague National Theatre Orchestra, ist ein tschechisches (ehemals tschechoslowakisches) Sinfonieorchester mit Sitz in Prag.


    Das Orchester ist der älteste noch aktive Klangkörper in Tschechien, dessen Wurzeln in der Zeit des Prager Interimstheaters (1862-1881/83) liegen. Bedřich Smetana war in den Jahren zwischen 1866 und 1874 federführend bei der Etablierung eines festen Opernorchesters. Die Eröffnung des Nationaltheaters erfolgte 1881, doch führte ein schwerer Brand im selben Jahr zu einer Verzögerung und zweiten Eröffnung 1883. Das Orchester zeichnete veranwortlich für die Premiere zahlreicher Opern und sinfonischer Werke von Smetana, Dvořák, Janáček und Martinů. Das 1886/87 erbaute Neue Deutsche Theater (so bezeichnet 1888-1939, danach Deutsches Opernhaus Prag 1939-1945, Theater des 5. Mai 1945-1949, Smetana-Theater 1949-1992, Staatsoper Prag seit 1992) wurde 2012 dem Nationaltheater eingegliedert; sie sind seither eine Institution.


    Spielstätte ist - selbstredend - das Prager Nationaltheater.


    Chefdirigenten:


    Adolf Čech (1881-1900)

    Karel Kovařovic (1900-1920)

    Otakar Ostrčil (1920-1935)

    Václav Talich (1935-1945)

    Jaroslav Krombholc (1948-1953 und 1961-1968)

    Zdeněk Chalabala (1953-1955 und 1959-1961)

    Bohumil Gregor (1955-1958 und 1970-1977)

    Zdeněk Košler (1979-1985 und 1988-1991)

    František Vajnar (1985-1987)

    Oliver Dohnányi (1992-1995 und 2003-2007)

    Jaroslav Kyzlink (2012-2013 und 2016-2022)

    Robert Jindra (2013-2014 und seit 2022)


    Ad Giulini (Sony):

    möchte ich natürlich auch hören - deshalb habe ich sei gebraucht bei medimops bestellt 8.49 plus 4 Euro Versand. Zustand "sehr gut"

    Ich denke, das wird kein Fehlkauf. Der gealterte italienische Maestro verleiht dem Werk Noblesse und Grandeur, was schon vor gut 30 Jahren eine Ausnahme war.


    Zwei Rezensionen, die kurz nach dem Erscheinen der CD verfasst worden sind, möchte ich auszugsweise zitieren:


    "Die Interpretation besitzt eine elfenhafte Anmut, wie man sie sonst nur von Mendelssohns Scherzi kennt. [...] Der erste Satz hat eine Intensität, Spannung und Dramatik, die man in Aufführungen der Sinfonie selten findet." (Tom Godell, classical.net, 1995)


    "Eine zarte, lyrische 39. Sinfonie mit klanggewaltigen Berliner Philharmonikern [...] eine warme und sanfte Phrasierung (heutzutage keine Selbstverständlichkeit) und sorgfältige Detailarbeit." (Timothy Mangan, "Los Angeles Times", 1993)

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    Wladimir Toka
    Sinfonie Nr. 2 "Taiga"
    Choreographische Suite "Jugend"
    Konzertwalzer
    "Duruja", Romanze für Stimme und Orchester


    Karina Chowalyg, Sopran


    Sibirisches Staatliches Sinfonieorchester

    Dirigent: Michail Mosenkow


    Aufnahme: Juli 2022



    Schöne Entdeckung, wieder einmal Melodia. Wladimir Toka (1942-2008) stammte aus Kysyl, der Hauptstadt der ehemaligen Tuwinischen Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik, südlich Sibiriens. Nie gehört? Tuwa hat eine bewegte Geschichte, war Teil der ehemaligen Äußeren Mongolei, die sich 1911 vom Kaiserreich China abspaltete und zur heutigen Mongolei wurde. 1921 wiederum kam es zur Abspaltung Tuwas von der Mongolei. 1944 schloss sich das Land der Sowjetunion an. Im November 1991 erklärte es sich abermals für unabhängig, schloss sich aber im März 1992 dann doch der Russischen Föderation an, zu der es bis heute gehört. Gut anhörbare, weitestgehend tonale Musik mit folkloristischem Anstrich in der Gemengelage Russland/Mongolei/China.

    Prager Sinfoniker

    Die Prager Sinfoniker (tschech. Symfonický orchestr hlavního města Prahy FOK; internat. auch Prague Symphony Orchestra, PSO) ist ein tschechisches (ehemals tschechoslowakisches) Sinfonieorchester mit Sitz in Prag.


    Seine Wurzeln gehen zurück bis ins Jahr 1934. Es trat als FOK-Orchester (Orchestr F.O.K.; Abkürzung für ""Film-Opera-Koncert"") in Erscheinung. Zunächst betätigte man sich vor allem als Film- und Rundfunkorchester. 1952 wurde es zum offiziellen Klangkörper der Hauptstadt Prag, behielt aber das Kürzel FOK als Anhängsel bei und heißt seither Sinfonieorchester der Hauptstadt Prag FOK, im Deutschen meist abgekürzt als Prager Sinfoniker oder Prager Sinfonieorchester.


    Die Hauptspielstätte befindet sich im Prager Gemeindehaus mit dem berühmten Smetana-Saal.


    Chefdirigenten:


    Rudolf Pekárek (1934-1942)

    Václav Smetáček (1942-1972)

    Ladislav Slovák (1972-1976)

    Jindřich Rohan (1976-1977)

    Jiří Bělohlávek (1977-1989)

    Petr Altrichter (1990-1992)

    Martin Turnovský (1992-1995)

    Gaetano Delogu (1995-1998)

    Serge Baudo (2001-2006)

    Jiří Kout (2006-2013)

    Muhai Tang (2013-2014)

    Pietari Inkinen (2015-2020)

    Tomáš Brauner (2020-2025)

    Tomáš Netopil (seit 2025)


    Sinfonieorchester der Tschechischen Rundfunks

    Das Sinfonieorchester der Tschechischen Rundfunks (tschech. Symfonický orchestr Českého rozhlasu, SOČR; internat. auch Prague Radio Symphony Orchestra, PRSO) ist ein tschechisches (ehemals tschechoslowakisches) Sinfonieorchester mit Sitz in Prag.


    Die Wurzeln liegen im 1926 gegründeten Radiojournal-Orchester. Zeitweise gab es sogar zwei Orchester, die dem Rundfunk zugeordnet waren: Das Sinfonieorchester des Tschechoslowakischen Rundfunks sowie das Prager Radio-Orchester. Letzteres wurde 1964 aufgelöst. Mit Ende der ČSSR 1992 firmiert es seit 1. Jänner 1993 als Sinfonieorchester des Tschechischen Rundfunks.


    Die Hauptspielstätte befindet sich im Rudolfinum (1948-1989 Haus der Künstler) in Prag.


    Chefdirigenten:


    Jožka Charvát (1927-1945)

    Josef Hrnčíř (1946)

    Karel Ančerl (1947-1950)

    Alois Klíma (1952-1971)

    Jaroslav Krombholc (1975-1981)

    František Vajnar (1982-1985)

    Vladimír Válek (1985-2011)

    Ondrej Lenárd (2011-2017)

    Alexander Liebreich (2018-2022)

    Petr Popelka (seit 2022)


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    Tschechische Philharmonie

    Die Tschechische Philharmonie (tschech. Česká filharmonie) ist ein tschechisches (ehemals tschechoslowakisches) Sinfonieorchester mit Sitz in Prag.


    Die Orchestergeschichte beginnt im Jahre 1896. Bis 1901 war die Tschechische Philharmonie noch nicht völlig unabhängig vom Prager Nationaltheater. Die internationale Bekanntheit setzte während der Amtszeit von Václav Talich ein, unter dem 1929 auch die erste Schallplatteneinspielung des Orchesters gemacht wurde. Seit langem gilt die Tschechische Philharmonie als einer der führenden Klangkörper weltweit.


    Hauptspielstätte ist das Rudolfinum in Prag (zwischen 1948 und 1989 Dům umělců, Haus der Künstler, genannt).


    Chefdirigenten:


    Ludvík Čelanský (1901-1902)

    Vilém Zemánek (1903-1918)

    Václav Talich (1919-1931 und 1933-1941)

    Rafael Kubelík (1942-1948)

    Karel Šejna (1950)

    Karel Ančerl (1950-1968)

    Václav Neumann (1968-1990)

    Jiří Bělohlávek (1990-1992, 1. Amtszeit)

    Gerd Albrecht (1993-1996)

    Vladimír Válek (1996-1998)

    Wladimir Aschkenasi (1998-2003)

    Zdeněk Mácal (2003-2007)

    Eliahu Inbal (2009-2012)

    Jiří Bělohlávek (2012-2017, 2. Amtszeit)

    Semjon Bytschkow (seit 2018)

    Jakub Hrůša (ab 2028, designiert)


    wenn man die Beschreibung der DVD-Box ansieht kommt man auch zu dem Eindruck es handele sich bei der Aufführung der Sinfonie Nr. 4 um die Frühfassung op.47

    Tatsächlich wird aber auch bei Gergiev in Moskau die (für meine Begriffe weit vorzuziehende) Fassung op.112 gespielt.

    Vielen lieben Dank für die Aufklärung! Mittlerweile bin ich zur selben Erkenntnis gelangt, dass op. 112 die eindeutig überlegene Fassung der 4. Sinfonie darstellt. Prokofjew rückt das zuvor kompakte Werk in die Nähe der 5. und 6. Sinfonie, die zeitnah entstanden sind, was man bereits anhand der Opuszahlen 100 und 111 erahnen kann. Damit geht eine Art Monumentalisierung einher und könnte man die Zweitfassung der 4. Sinfonie m.E. durchaus als Schwesterwerk von Nr. 5 und 6 betrachten. Dass sie gerade im Vergleich zur Fünften so arg im Schatten steht, hat sie m.M.n. nicht verdient.

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    Berliner Philharmoniker

    Dirigent: Carlo Maria Giulini

    Aufnahme: Jesus-Christus-Kirche, Berlin-Dahlem, 19. & 20. März 1992 (Sony)


    Streaming sei Dank, auf diese ungewöhnliche Einspielung gestoßen und soeben mit Gewinn zu Ende gehört. Majestätisch die Zeitmaße (13:03 - 10:08 - 4:29 - 6:31), überhaupt ungewohnt großmächtig und erhaben im Gestus. Auf alle Fälle eine besondere, nicht alltägliche Hörerfahrung.

    Wenn ich das recht sehe (Google Books erlaubt leider keine Vollansicht), wurde KV 543 Anfang des 19. Jahrhunderts tatsächlich irrtümlich für Mozarts letzte Sinfonie gehalten. Der Beiname "Schwanengesang" dürfte darauf zurückgehen, wurde dann aber recht bald als "gänzlich verfehlt" sowie dem Werkcharakter zuwider erachtet und spätestens seit der musikwissenschaftlichen Erkenntnis, dass es keineswegs die letzte ist, verworfen.

    Ganz so drastisch sehe ich das nicht, besonders der Kopfsatz sagt mir schon sehr zu.

    Genauso geht es mir. Der erste Satz ist eindeutig mein liebster dieser Sinfonie. Der Beiname "Schwanengesang", der im romantischen 19. Jahrhundert zeitweise in Gebrauch war, konnte sich für KV 543 nicht durchsetzen. Das im Kopfsatz vermittelte Gewicht hält nicht bis zum Finale durch.


    Eine von mir favorisierte Einspielung stammt ebenfalls aus der "Steinzeit der Stereophonie", ist interpretatorisch nach wie vor in sich schlüssig und war seinerzeit wohl eine der naheliegendsten Alternativen zu Böhm:



    Columbia Symphony Orchestra

    Dirigent: Bruno Walter

    Aufnahme: American Legion Hall, Hollywood, Los Angeles, 20. & 23. Februar 1960 (CBS)


    Um 1960 gab es an frühen Stereo-Aufnahmen mindestens noch Fricsay mit den Wiener Symphonikern (DG, 1960), Keilberth mit den Bamberger Symphonikern (Telefunken, 1955 [sic]) und Colin Davis mit dem London Symphony Orchestra (Philips, 1961); letzterer beachtet die Wiederholung im Kopfsatz.


    Natürlich ist die 4te auch für mich das Highlight, wobei ich die Unterschiede der verschiedenen Fassungen nicht kenne. Sind sie wirklich so signifikant?

    Ich meine schon. Die Erstfassung ist viel kammermusikalischer, die Zweitfassung "großorchestraler". Die Wüllner-Edition (Hybridfassung) schwächt das Kammermusikalische ab, behält aber die ungemein bezwingenden Stellen der Erstfassung bei, die Schumann später getilgt hat. Nochmal die Leinsdorf-Aufnahme zur Hand (wohl die einzige kommerzielle des Zwitters). Herrlich etwa die Streicher bei 28:38 ff. oder das schmetternde Blech bei 29:01 ff. und 29:21 ff. Das ist in der Zweitfassung anders instrumentiert.

    Bei mir steht auch heute noch die Sinfonie Nr. 4 ganz oben. Der Zweitfassung von 1851 würde ich, wie Clara Schumann, den Vorzug geben, wenngleich auch die von Johannes Brahms zeitlebens favorisierte Erstfassung von 1841 ihre Meriten hat. Genau genommen gibt es noch eine hybride dritte Mischfassung von 1891, die der Dirigent Franz Wüllner auf Brahmsens Anregung vornahm und die seinerzeit in Druck ging. Verkürzt gesagt, ist das die Erstfassung mit an die Zweitfassung gemahnenden Veränderungen hinsichtlich Artikulation, Phrasierung und Dynamik. Jahrzehnte lang galt die Wüllnersche Edition dann als die authentische Erstfassung und wurde als solche anfänglich auch noch ohne explizite Kenntlichmachung der Eingriffe eingespielt (z.B. Bour, Leinsdorf). Seit der Originalklangbewegung ist sie sozusagen verschüttgegangen. Hier Leinsdorf mit der Erstfassung, Edition Wüllner, ab 24:30 (davor Proben).


    Die Reihenfolge der anderen Sinfonien wäre auch noch wie 2012, also 2 - 3 - 1 und dahinter die mir mittlerweile bekannte "Zwickauer".

    Da ist also erst einmal von der CD die Rede und es wird eine Schlussfolgerung gemacht: Dass bei dieser einen CD zufällig nur die LP veröffentlicht wurde und nicht die CD, sei nicht zufällig, sondern stehe für einen allgemeinen Trend (das Wort "zunehmend", von mir hervorgehoben). Wer kann hier also nicht richtig lesen? :P

    Das ist der nächste Absatz und nicht der Satz zuvor. Dort, also davor, sprach ich von "Trend", bezogen auf die Langspielplatte (LP) alias Vinyl. Dies wurde dann irreführend zitiert, was ich so nicht stehen lassen kann. :no:


    Dass die CD als Medium per se zunehmend auf der Strecke bleibt, ist hinreichend (auch von anderen Mitgliedern) belegt worden. Nichts anderes wurde behauptet.


    Ende der Diskussion.

    Richtig lesen und korrekt zitieren hilft zuweilen. Wörtlich schrieb ich tatsächlich, dass ich letzteren Trend, also die zunehmende LP-Renaissance, nicht kommentieren wolle. In diesem Satz war kein Wort von der CD. Weiterhin schrieb ich ganz allgemein, dass die CD zunehmend das Nachsehen habe. Genau das belegen die von astewes vorgelegten Statistiken. Die muss man natürlich auch lesen können. Insofern ist die Diskussion wirklich langsam ermüdend.


    P.S. 250 g Milka-Schokolade kosten bei Aldi Süd aktuell nicht 99 Cent, sondern EUR 4,99. So viel zur Faktentreue. Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich.

    Lieber Jakobus , DG ist, wie Decca Records und Philips Records, seit 1998 Teil von Universal Music. Umgangssprachlich tut man noch häufig so, als handle es sich um unabhängige Einzellabels.


    Danke, lieber astewes , für die Zahlen, die an anderer Stelle durch Dich schon detailliert zur Kenntnisnahme gebracht wurden. Die klassische CD hat nicht zuletzt einen Nachteil hinsichtlich der Auflösung (16-Bit/44.1 kHz) gegenüber Hi-Res, wie auch schon mannigfaltig ausgeführt und belegt wurde. Die sprichwörtliche "CD-Qualität" ist heute zum absoluten Minimalqualitätsstandard im Streaming- und Download-Bereich geworden, da mp3 und andere verlustbehaftete Formate zumindest im Klassikbereich de facto passé sind. Und Vinyl kann man theoretisch ja auch sehr hochauflösend rippen, so dass der Output dem Standard einer gewöhnlichen CD überlegen ist.

    Universal Music setzt offenbar verstärkt auf Streaming/Download und LP. Letzteren Trend lasse ich mal unkommentiert.


    Die nachfolgende LP-Veröffentlichung, die für 17. Juli angekündigt ist, kann digital bereits seit einer Woche gehört werden. Auf eine CD-Version wartet man (Stand heute) vergebens. Wer braucht die andererseits auch noch, wenn man Hi-Res haben kann. Oder eben Vinyl. Modern und anachronistisch. Die Compact Disc bleibt als Zwischending zunehmend auf der Strecke.


    "Etikettenschwindel beim Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker?"

    https://backstageclassical.com…orence-price-nur-benutzt/


    In den USA ist es schon seit längerem Thema, nun erreicht es zunehmend auch uns: Der beim heurigen Wiener Neujahrskonzert unter Yannick Nézet-Séguin gespielte "Rainbow Waltz" in der Orchestrierung von Wolfgang Dörner hat offenbar wenig mit dem originalen Klavierwerk von Florence Price zu tun, wie Fachleute mokieren.


    "Die Partitur und das Manuskript von Price sind ein vollkommen anderes Werk", so auch der Komponist Alexander Strauch gegenüber "BackstageClassical". Der ORF verweist auf Anfrage an die Wiener Philharmoniker, die nun bejahen, dass das Original und die Orchestrierung nicht identisch seien. Der Arrangeur Dörner schweigt bislang dazu, genauso Sony Classical. Jenseits des Atlantiks preschte das Philadelphia Orchestra, das seit 2012 von Nézet-Séguin geleitet wird, nun vor und kündigte an, 2027 eine neue, diesmal werkgetreue Orchesterfassung präsentieren zu wollen.

    Orchestre Symphonique de la RTBF

    Das Orchestre Symphonique de la RTBF (Sinfonieorchester des Belgischen Rundfunks) war ein belgisches Sinfonieorchester mit Sitz in Brüssel.


    Die Ursprünge eines Belgischen Rundfunkorchesters gehen zurück bis ins Jahr 1935, als das Grand Orchestre Symphonique de l'INR-NIR ins Leben gerufen wurde. 1960 mutierte es zum Grand Orchestre Symphonique de la RTB-BRT. 1978 entstand schließlich das Nouvel Orchestre Symphonique de la RTBF und nahm 1985 den zuletzt gültigen Namen an. Seine Auflösung erfolgte im Zuge von Sparmaßnahmen im Jahre 1991.


    Die Spielstätte befand sich im Studio 4 des Funkhauses an der Place Flagey, Brüssel.


    Chefdirigenten/Musikdirektoren:


    Franz André (1935-1958)

    Daniel Sternefeld (1958-1970)

    Irwin Hoffman (1973-1976)

    Edgard Doneux (1978-1984)

    Alfred Walter (1984-1987)

    André Vandernoot (1987-1991)


    Brussels Philharmonic

    Das Brussels Philharmonic ist ein belgisches Sinfonieorchester mit Sitz in Brüssel.


    1935 wurde es als Studioorchester des Belgischen Rundfunks gegründet und firmierte als Groot Symfonie-Orkest. 1998 wurde es unabhängig und nahm den Namen VRT Radio Orkest (Flemish Radio Orkest) an. Seit 2008 führt es schließlich die bis heute gültige Bezeichnung Brussels Philharmonic.


    Die Hauptspielstätte befindet sich im Studio 4 des Funkhauses, Place Eugène Flagey, in Brüssel.


    Chefdirigenten/Musikdirektoren:


    Fernand Terby (1978-1988)

    Alexander Rahbari (1988-1996)

    Frank Shipway (1996-2001)

    Yoel Levi (2001-2007)

    Michel Tabachnik (2008-2015)

    Stéphane Denève (2015-2022)

    Kazushi Ōno (seit 2022)


    Antwerp Symphony Orchestra

    Das Antwerp Symphony Orchestra ist ein belgisches Sinfonieorchester mit Sitz in Antwerpen.


    1955 erfolgte die Gründung unter der Bezeichnung De Philharmonie. Diese änderte sich 1983 in De Philharmonie van Vlaanderen und 1985 in Koninklijk Filharmonisch Orkest van Vlaanderen. Zwischen 2002 und 2017 galt die Bezeichnung Koninklijke Filharmonie van Vlaanderen / Royal Flemish Philharmonic. Seither wird der Name Antwerp Symphony Orchestra verwendet.


    Das Orchester hat vier reguläre Spielstätten: Königin-Elisabeth-Saal, Antwerpen; Paleis voor Schone Kunsten, Brüssel; Concertgebouw, Brügge; Muziekcentrum De Bijloke, Gent.


    Chefdirigenten/Musikdirektoren:


    Eduard Flipse (1959-1970)

    Enrique Jorda (1970-1975)

    André Vandernoot (1975-1983)

    Emil Tchakarov (1983-1986)

    Günter Neuhold (1986-1991)

    Muhai Tang (1991-1995)

    Grant Llewellyn (1995-1998)

    Philippe Herreweghe (1998-2002)

    Daniele Callegari (2002-2008)

    Jaap van Zweden (2008-2011)

    Edo de Waart (2011-2016)

    Elim Chan (2019-2024)

    Marc Albrecht (ab 2026, designiert)


    Orchestre Philharmonique Royal de Liège

    Das Orchestre Philharmonique Royal de Liège ist ein belgisches Sinfonieorchester mit Sitz in Liège (Lüttich).


    Die Orchestergründung erfolgte im Jahre 1960 als Orchestre de Liège. 1983 wechselte die Bezeichnung zu Orchestre Philharmonique de Liège. Die Erhebung zum königlichen Klangkörper fand 2010 statt; seither führt es den Namen Orchestre Philharmonique Royal de Liège.


    Hauptspielstätte ist die Salle Philharmonique de Liège.


    Chefdirigenten/Musikdirektoren:


    Fernand Quinet (1960-1964)

    Manuel Rosenthal (1964-1967)

    Paul Strauss (1967-1977)

    Pierre Bartholomée (1977-1999)

    Louis Langrée (2001-2006)

    Pascal Rophé (2006-2009)

    François-Xavier Roth (2009-2010)

    Christian Arming (2011-2019)

    Gergely Madaras (2019-2025)

    Lionel Bringuier (seit 2025)


    Wang Danhong (geb. 1981)

    Sinfonie "Das Licht des Geistes" (2021)

    Anlässlich der Feierlichkeiten zum 100. Jahrestag der Gründung der Kommunistischen Partei Chinas


    I. Suche nach der Wahrheit

    II. Das Monument

    III. Die Reise

    IV. Ode an das Licht


    Die Sinfonie der Komponistin Wang Danhong setzte sich bei einem Komponistenwettbewerb anlässlich der Jahrhundertfeier der KPCh durch. Uraufgeführt wurde das Werk unter Beteiligung von sechs Orchestern unter Leitung des Dirigenten Zhang Guoyong am 4. Mai 2021 im National Centre for the Performing Arts in Peking. Die Studioeinspielung wurde von Naxos später mit denselben Orchestern für den chinesischen Markt produziert. Insgesamt wird der Tonfall von Satz zu Satz gemäßigter, als würde das anfängliche Chaos schließlich gänzlich überwunden. Der Kopfsatz (zwölfeinhalb Minuten) reizt die Grenzen der Tonalität aus und geht nahtlos in den etwas weniger exaltierten zweiten Satz über (etwa elfminütig). Der dritte und längste Satz (knapp 16-minütig) hat einen deutlich dramatischeren Charakter. Erstmals taucht die Melodie des Liedes "Ohne die Kommunistische Partei gäbe es kein Neues China" (1943/50) auf. Der Finalsatz (acht Minuten) beginnt lyrisch und mündet in der Coda mit separater Blechbläsergruppe hymnenartig in eine plakative, wie in Stein gemeißelte Darbietung der Melodie des besagten Liedes. Nach Aussage der Komponistin stehe das Werk für den triumphalen Abschluss einer historischen Ära und solle die Hoffnung auf eine strahlende Zukunft zum Ausdruck bringen.


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    Sichuan Symphony Orchestra

    Shenzhen Symphony Orchestra

    Tianjin Symphony Orchestra

    Qingdao Symphony Orchestra

    Harbin Symphony Orchestra

    Wuhan Philharmonic Orchestra

    Dirigent: Lin Daye


    Aufnahme: 2023

    (Naxos)


    Eine Live-Aufführung lässt sich auf der Website von China Central Television (CCTV) komplett abrufen:


    https://tv.cctv.cn/2024/07/03/…0cvsJNIpgIMfx240703.shtml

    Philippine Philharmonic Orchestra

    Das Philippine Philharmonic Orchestra (PPO) ist ein philippinisches Sinfonieorchester mit Sitz in Pasay, Metropolitan Manila.


    Das Orchester wurde 1973 als CCP Philharmonic, als Orchester des Cultural Center of the Philippines, ins Leben gerufen. Ab 1979 wurde der Klangkörper reorganisiert und nahm 1982 den heute gebräuchlichen Namen Philippine Philharmonic Orchestra an.


    Gasttourneen führten das PPO nach Japan, Thailand, in die USA und nach Europa.


    Die Hauptspielstätte befindet sich im National Theater im Cultural Center of the Philippines Complex, Manila.


    Chefdirigenten:


    Luis Valencia (1973-1979)

    Oscar Yatco (1979-1996)

    Ruggero Barbieri (1996-2004)

    Eugene Castillo (2004-2008)

    Olivier Ochanine (2010-2016)

    Yoshikazu Fukumura (2016-2021)

    Grzegorz Nowak (seit 2023)


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    Jean Sibelius
    "Nächtlicher Ritt und Sonnenaufgang" op. 55

    "Lemminkäinen und die Mädchen auf der Insel" op. 22/1


    Toronto Symphony Orchestra
    Dirigent: Jukka-Pekka Saraste


    Aufnahme: Massey Hall, Toronto, September 1998







    Durch die kanadischen Orchester heute zufällig auf diese mir bis dato komplett unbekannte Einspielung gestoßen.

    Immer nur Mainstream empfände ich persönlich als einigermaßen fad. Es birgt auch die Gefahr eines In-sich-Erstarrens. Alles dreht sich dann nur noch um die wenigen ganz Großen und ihre wichtigsten Schöpfungen, die man sich in der (mindestens) dutzendsten Aufnahme wie zur Selbstbestätigung zu Gemüte führt. Gut, dass dieses Forum von Anbeginn auch auch dem Randständigeren Raum einräumte, seien es die Komponisten der sogenannten zweiten oder dritten Reihe oder jenen aus Ländern, die man hinsichtlich klassischer Musik gar nicht auf dem Schirm hatte. Viele sehen es anders, haben ihre wenigen Steckenpferde, brauchen keinen erweiterten Horizont und sind trotzdem glücklich damit, was natürlich legitim ist. Mir wäre das auf Dauer zu wenig.