Beiträge von Joseph II.

    State Symphony Orchestra of the DPRK

    Das State Symphony Orchestra of the Democratic People's Republic of Korea (SSO; korean. 조선국립교향악단) ist das nordkoreanische Staatsorchester mit Sitz in Pjöngjang.


    Das Orchester wurde 1946 als Central Symphony Orchestra gegründet und 1947 dem Staatlichen Kunsttheater inkorporiert. 1956 wurde es wieder unabhängig. 1969 erfolgte die Zusammenlegung mit dem bisher eigenständigen (North) Korean Arts Film Studio Orchestra. Seine heutige Form erhielt es 1980. Ab den 1970er Jahren trat es verstärkt auch als Opernorchester in Erscheinung.


    Im August 2000 trat das SSO zum ersten Mal nach dem Koreakrieg in Seoul auf. Ein für 2008 geplantes Gastspiel in Großbritannien (u.a. in der Royal Festival Hall) scheiterte infolge der Finanzkrise.


    Das SSO bedient primär nordkoreanisches Repertoire, spielte allerdings einige ausländische Werke in seiner offiziellen CD-Reihe klassischer Musik ein, darunter Schostakowitschs "Leningrader Sinfonie".


    Chefdirigenten/Musikdirektoren:


    Kim Ki-duk (1946-Mitte/Ende 1950er)

    Heo Jae-bok (Mitte/Ende 1950er-1969)

    Kim Byong-hwa (1969-2007)

    Chang Yong-sik (2007-2023)

    Chae Joo-hyeok (seit 2023)


    hq720.jpg?sqp=-oaymwEhCK4FEIIDSFryq4qpAxMIARUAAAAAGAElAADIQj0AgKJD&rs=AOn4CLBAiUf9vFoQWkhrOjbRde2WvFm60g

    Bucheon Philharmonic Orchestra

    Das Bucheon Philharmonic Orchestra (BPO; korean. 부천 필하모닉 오케스트라) ist ein südkoreanisches Sinfonieorchester mit Sitz in Bucheon, Provinz Gyeonggi-do.


    Die Orchestergründung erfolgte im Jahre 1988.


    Hauptspielstätte ist die Bucheon Arts Centre (BAC) Concert Hall.


    Chefdirigenten/Musikdirektoren:


    Seo Hoon (1988)

    Lim Hun-joung (1988-2014)

    Park Young-min (2015-2020)

    Chang Yun-seong (2021-2023)

    Adrien Perruchon (seit 2025)


    rs=w:600,h:300,cg:true rs=w:600,h:300,cg:true


    rs=w:600,h:300,cg:true rs=w:600,h:300,cg:true

    KBS Symphony Orchestra

    Das KBS Symphony Orchestra (korean. KBS 교향악단) ist ein südkoreanisches Sinfonieorchester mit Sitz in Seoul.


    Das Orchester wurde 1956 als Sinfonieorchester des (Süd-)Koreanischen Rundfunks (KBS) gegründet. Zwischen 1969 und 1981 firmierte es vorübergehend als National Symphony Orchestra of Korea, bevor es wieder zum alten Namen zurückkehrte. Auslandstourneen führten nach Südostasien, Japan, in die Vereinigten Staaten und nach China. 2000 und 2002 kam es zu gemeinsamen Auftritten mit dem nordkoreanischen Staatsorchester in Seoul und Pjöngjang.


    Das KBS Symphony Orchestra bespielt die KBS Hall und das Seoul Arts Center.


    Chefdirigenten/Musikdirektoren:


    Im Won-sik (1956-1971)

    Hong Yeon-taek (1971-1981)

    Won Gyeong-su (1986-1988)

    Othmar Mága (1992-1996)

    Chung Myung-whun (1999-2004, 1. Amtszeit)

    Hahm Shin-ik (2010-2012)

    Yoel Levi (2014-2019)

    Pietari Inkinen (2022-2024)

    Chung Myung-whun (seit 2026, 2. Amtszeit)


    t1ftr7w5gl4ga_300.jpg


    g94kurdo4nm3b_300.jpg

    Seoul Philharmonic Orchestra

    Das Seoul Philharmonic Orchestra (SPO; korean. 서울시립교향악단) ist ein südkoreanisches Sinfonieorchester mit Sitz in Seoul.


    Das Orchester wurde im Jahre 1945 gegründet und ist somit der älteste Klangkörper Koreas. Ab 1965 unternahm es Auslandstourneen, so nach Japan, Südostasien, in die USA, nach Europa und China.


    Es hat seine Spielstätte im Seoul Arts Center.


    Chefdirigenten/Musikdirektoren:


    Kim Saeng-ryeo (1948-1961)

    Kim Man-bok (1961-1969)

    Won Gyeong-su (1970-1971, 1. Amtszeit)

    Jeong Jae-dong (1974-1990)

    Park Eun-sung (1990-1991)

    Won Gyeong-su (1994-1996, 2. Amtszeit)

    Mark Ermler (2000-2002)

    Kwak Seung (2003)

    Chung Myung-whun (2005-2015)

    Thierry Fischer (2017-2020, Erster Gastdirigent)

    Osmo Vänskä (2020-2022)

    Jaap van Zweden (seit 2024)


    z9oxnmvs934qb_300.jpg wsqzd3yj3z1yc_300.jpg

    Korean National Symphony Orchestra

    Das Korean National Symphony Orchestra (KNSO; korean. 국립심포니오케스트라) ist ein südkoreanisches Sinfonieorchester mit Sitz in Seoul.


    Das Orchester wurde 1985 als Korean Symphony Orchestra gegründet, war zunächst ein privater Klangkörper und wurde 1989 von der südkoreanischen Regierung genehmigt. Im Jahre 2022 wurde es zum Nationalorchester erhoben und trägt seither den heutigen Namen.


    Es hat seinen Sitz im Seoul Arts Center.


    Chefdirigenten/Musikdirektoren:


    Hong Yeon-taek (1985-2001)

    Kim Min (2003-2007)

    Park Eun-sung (2007-2011)

    Choi Hee-joon (2011-2014)

    Lim Hun-joung (2014-2018)

    Jeong Ji-yong (2018-2022)

    David Reiland (2022-2025)

    Roberto Abbado (seit 2026)


    0002894815463_300.jpg hogcbpq5tcw5b_300.jpg


    x6qr9zlsgerha_300.jpg

    Vietnam National Symphony Orchestra

    Das Vietnam National Symphony Orchestra (VNSO; vietn. Dàn nhạc giao hưởng Việt Nam) ist das führende vietnamesische Sinfonieorchester mit Sitz in Hanoi.


    Die Wurzeln des Orchesters reichen zurück bis ins Jahr 1959. In seiner heutigen Form existiert es seit 1984 durch Erlass des vietnamesischen Kulturministeriums. Das VNSO absolvierte Gasttourneen in China, Laos, Thailand, Japan, Russland und den USA. Zudem fungiert es als Orchester des Hanoi Opera House.


    Chefdirigenten/Musikdirektoren:


    Yoshikazu Fukumura (1990er)

    Colin Metters (1997-2001)

    Honna Tetsuji (seit 2009, davor bereits seit 2001 künstlerischer Berater)


    81+jJHfWJEL._SL300_.jpg 300x300-000000-80-0-0.jpg

    Aus heutiger Sicht bedauerlich ist auch, dass die amerikanische Phase des Dirigenten Josef Krips, die von 1954 bis 1970 währte, diskographisch kaum dokumentiert ist. Er hat sowohl in Buffalo als auch in San Francisco keine offiziellen Einspielungen gemacht, was gerade in letzterem Falle doch verwundert. Unter seinem Nachfolger Seiji Ozawa setzte dann nach 1970 nämlich eine recht intensive Aufnahmetätigkeit mit dem San Francisco Symphony (SFS) ein (DG und Philips). Wenn ich mich aber recht entsinne, hatte Krips selbst Bedenken, ob die damalige Orchesterqualität des SFS für Schallplattenaufnahmen ausreiche, woran man seinen hohen Qualitätstandard erahnen kann. Freilich müsste es Rundfunkmitschnitte aus dieser Zeit geben.

    Evergreen Symphony Orchestra

    Das Evergreen Symphony Orchestra (ESO; chin. 長榮交響樂團) ist ein taiwanisches Sinfonieorchester mit Sitz in Taipeh.


    Das Orchester wurde 2001 durch die Chang Yung-fa Foundation gegründet. Seit 2004 tritt es auch im Ausland auf. Es erlangte in den letzten Jahren durch rege Aufnahmetätigkeit für das Label cpo internationale Bekanntheit.


    Chefdirigenten/Musikdirektoren:


    Lim Kek-tjiang (2002-2004)

    Wang Ya-hui (2004-2006)

    Gernot Schmalfuss (2007-2023, seit 2024 Ehrendirigent)


    Das habe ich vor einigen Tagen bei mir auch festgestellt - und versucht Abhilfe zu schaffen -so gut wie möglich

    Eines dieser Resultate lag bis vor einigen Minuten im Player:

    Es handelt sich um Live Aufnahmen mit den Wiener Symphonikern, 1972 aus Bregenz, aufgezeichnet vom ORF

    Die Tontechnik ist ausgezeichnet, die Interpretation fulminant

    Genauso habe ich diese Aufnahme von Schuberts "Großer" in Erinnerung. Künstlerisch überzeugend in allen Details, klanglich ein Musterbeispiel für die Güte gelungener Rundfunkproduktionen. Persönlich gab ich dieser ORF-Aufnahme seinerzeit den Vorzug gegenüber der Decca-Studioeinspielung aus London, von der sie in Sachen Bekanntheitsgrad bei Weitem überstrahlt wird.


    Der von Orfeo veröffentlichte Strauss und Schubert wurde am 8. August 1972 in der Stadthalle Bregenz im Rahmen der Bregenzer Festspiele 1972 aufgezeichnet. Am Beginn des Konzerts stand übrigens Haydns Sinfonie "mit dem Paukenschlag", die sich folglich im ORF-Archiv befinden dürfte. Bei den vorhergehenden Bregenzer Festspielen 1971 schnitt der ORF ebenfalls in Stereo mit. Das exakt ein Jahr zuvor gegebene Konzert aus der Bregenzer Herz-Jesu-Kirche mit Schuberts 2. Sinfonie und Bruckners 8. Sinfonie, wiederum mit den Wiener Symphonikern, erschien auf dem Label Vibrato (2-VLL 150). Gemäß abruckner.com (wo man die Aufnahme beziehen kann) wählte Krips die bereits damals kaum mehr gebräuchliche Fassung 1892 Bruckner/Schalk, Edition Haslinger-Schlesinger-Lienau.


    ppsz6s5b.jpg

    Taipei Philharmonic Orchestra

    Das Taipei Philharmonic Orchestra (TPO; chin. 台北愛樂管弦樂團) ist ein taiwanisches Sinfonieorchester mit Sitz in Taipeh.


    Das Orchester wurde 1985 von enthusiastischen Musikern als Taipei Sinfonietta gegründet. Der US-amerikanische Dirigent Henry Mazer, der erste Orchesterleiter, der 15 Jahre lang Assistent Sir Georg Soltis beim Chicago Symphony Orchestra gewesen war, prägte den Klangkörper nachhaltig. Seit 1991 firmiert das Orchester unter dem heutigen Namen.


    Chefdirigenten/Musikdirektoren:


    Henry Mazer (1985-2001)

    Lin Tien-chi (seit 2020)


    3614597242742_300.jpg 3614597243312_300.jpg


    3614597245514_300.jpg 3614597243244_300.jpg

    Taipei Symphony Orchestra

    Das Taipei Symphony Orchestra (TSO; chin. 台北市立交響樂團) ist ein taiwanisches Sinfonieorchester mit Sitz in Taipeh.


    Die Orchestergründung erfolgte 1969. Sukzessive entwickelte sich das TSO zu einem der führenden Orchester des Landes. In den letzten beiden Jahrzehnten wurde das TSO von europäischen Orchesterleitern geführt.


    Chefdirigenten/Musikdirektoren:


    Teng Chang-kuo (1969-1973)

    Chen Tun-chu (1973-1986)

    Felix Chen (1986-2003)

    András Ligeti (2005-2007)

    Martin Fischer-Dieskau (2008-2011)

    Gilbert Varga (2013-2018)

    Eliahu Inbal (2019-2022)

    Alexander Liebreich (seit 2026)


    idtaf02k7y37b_300.jpg ioys7dpepu5uc_300.jpg


    vnv2c9vqs8l6b_300.jpg

    National Symphony Orchestra (Taiwan Philharmonic)

    Das National Symphony Orchestra (NSO; chin. 國家交響樂團), im Ausland meist Taiwan Philharmonic (chin. 台灣愛樂), ist ein taiwanisches Sinfonieorchester mit Sitz in Taipeh.


    Das Orchester wurde 1986 als experimenteller Klangkörper dreier taiwanischer Universitäten ins Leben gerufen. 1994 wurde es zum National Concert Hall Symphony Orchestra und firmiert seit 2002 schließlich unter der heutigen Namensgebung.


    Chefdirigenten/Musikdirektoren:


    Gerard Akoka (1986-1990)

    Urs Schneider (1991-1992)

    Hsu Chang-huei (1994)

    Chang Da-sheng (1995-1997)

    Jahja Ling (1998-2001)

    Chien Wen-pin (2001-2007)

    Günther Herbig (2008-2010, künstlerischer Berater)

    Lu Shao-chia (2010-2021)

    Jun Märkl (seit 2022, künstlerischer Berater bereits seit 2021)


    x8g4fe64ck4xa_300.jpg tuzrhz52msm1b_300.jpg

    National Taiwan Symphony Orchestra

    Das National Taiwan Symphony Orchestra (NTSO; chin. 國立臺灣交響樂團) ist ein taiwanisches Sinfonieorchester mit Sitz in Taipeh.


    Das Orchester wurde 1945 gegründet und stellt somit den ältesten Klangkörper der Republik China auf Taiwan dar. Seit 1999 trägt es die heutige Bezeichnung und untersteht seit 2012 dem taiwanischen Kulturministerium.


    Chefdirigenten/Musikdirektoren:


    Lan Shui (seit 2019, Erster Gastdirigent)


    4710776785662_300.jpg

    China National Center for the Performing Arts Orchestra

    Das China National Center for the Performing Arts Orchestra (China NCPA Orchestra; chin. 国家大剧院管弦乐团) ist ein chinesisches Sinfonieorchester mit Sitz in Peking.


    Das Orchester wurde 2010 als Klangkörper des 2007 eröffneten National Center for the Performing Arts (NCPA) im Stadtbezirk Xicheng von Peking ins Leben gerufen. Das NCPA (Spitzname "The Boiled Egg") beherbergt sowohl das Chinesische Nationaltheater als auch die Chinesische Nationaloper. Neben dem assoziierten China NCPA Chorus fungiert das Orchester als Residenzorchester für dortige Opern- und Ballettproduktionen. So zeichnete es u.a. verantwortlich für Aufführungen von "Turandot", "Tosca", "Il barbiere di Siviglia", "Lohengrin", "Aida", "Otello" und "Nabucco". Auch im sinfonischen Bereich zählt es zu den führenden chinesischen Orchestern. Unter Chefdirigent Lü Jia wurde etwa ein kompletter Zyklus der neun Sinfonien von Bruckner eingespielt.


    Chefdirigenten/Musikdirektoren:


    Chen Zuohuang (2010-2012, seither Ehrendirigent)

    Lü Jia (seit 2012)


    tn98vyy60ptnb_300.jpg tx8gzgujk3vjb_300.jpg


    300x300-000000-80-0-0.jpg 300x300-000000-80-0-0.jpg


    300x300-000000-80-0-0.jpg 300x300-000000-80-0-0.jpg


    500px-National_Centre_for_the_Performing_Arts.jpg


    960px-National_Centre_for_the_Performing_Arts_and_Great_Hall_of_the_People.jpg

    Zhu Jian'er (1922-2017)

    Sinfonie Nr. 3 op. 29 "Tibet" (1988)


    I. Das geheimnisvolle Land

    II. Der Yarlung-Tsangpo-Fluss

    III. Die Stadt des Sonnenscheins


    Zhu Jian'er muss zu den progressivsten chinesischen Komponisten gerechnet werden. Seine musikalische Ausbildung absolvierte er, wie viele junge chinesische Tonsetzer seiner Generation, in der Sowjetunion, wo er zwischen 1955 und 1960 am Moskauer Konservatorium studierte. Die frühen Werke aus dieser Zeit (die Festouvertüre op. 10 von 1958 und die Sinfonie-Kantate "Heroische Gedichte" op. 14 nach Mao Zedong von 1959/60) sind eindeutig im Stil des sozialistischen Realismus gehalten. Nach der Kulturrevolution wählte er einen ungleich moderneren Tonfall, der bis an die Grenzen des von der Partei Geduldeten ging. Erst relativ spät wandte er sich der eigentlichen Sinfonik zu. Zwischen 1986 und 1999 entstanden zehn Sinfonien, von denen besonders die Sinfonie Nr. 3 mit dem Titel "Tibet" brisantes Terrain betrat. Das Werk wurde nach eingehender Beschäftigung mit Tibet, dem "Dach der Welt", und seiner Kultur im April 1988 vollendet. Die Uraufführung fand am 15. Mai 1988 beim 13. Shanghai Spring Music Festival mit dem Shanghai Symphony Orchestra unter Chen Xieyang statt. Der 20-minütige Kopfsatz behandelt die mysteriöse Atmosphäre in Tibet. Der zehnminütige zweite Satz ist dem Yarlung Tsangpo gewidmet, dem am höchsten verlaufenden Fluss der Welt (auf 4.000 Metern). Das 14-minütige Finale schließlich widmet sich Tibets Hauptstadt Lhasa.


    51NN3X0gwmL._SL300_.jpg


    Shanghai Symphony Orchestra

    Dirigent: Chen Xieyang

    Aufnahme: 1995

    (SMPH)


    Einspielung:


    LTgyMTguanBlZw.jpeg


    Die China Record Corporation (CRC; chin. 中国唱片总公司) ist die älteste und größte Schallplattengesellschaft der Volksrepublik China und fungiert als offizielles Staatslabel. Ihr Vorläufer, die Greater China Record Company, wurde bereits 1917 ins Leben gerufen. Nach Gründung der VR erfolgte 1949 die Verstaatlichung und 1950 die Umbenennung in People's Record Factory. 1958 wurde die China Record Company etabliert. 1982 verschmolzen die China Record Company, die China Record Factory und die China Record Distribution Company zur CRC. 2017 erfolgte die Umbenennung in China Record Group Co., Ltd.


    Der Katalog der CRC umfasst traditionelle chinesische Musik, klassische Musik und Volksmusik aus über einem Jahrtausend chinesischer Musikgeschichte. Die ersten Einspielungen reichen bis in die 1910er Jahre zurück und sind die ältesten bekannten Aufnahmen aus China.


    NDgtMjk3NS5wbmc.jpeg MDItMzgwMy5qcGVn.jpeg


    lp_selections-from-the-works-of-nieh-er_nie-er-ian-inghai-zhongguo-zhongguo-zho_0000.jp2&id=lp_selections-from-the-works-of-nieh-er_nie-er-ian-inghai-zhongguo-zhongguo-zho&scale=16&rotate=0&scale=16&rotate=0 lp_huangha_yinzhong-yinzhong-yinzhong_0000.jp2&id=lp_huangha_yinzhong-yinzhong-yinzhong&scale=16&rotate=0&scale=16&rotate=0 lp_forward-along-the-socialist-road_national-instruments-orchestra-of-the-c_0000.jp2&id=lp_forward-along-the-socialist-road_national-instruments-orchestra-of-the-c&scale=16&rotate=0&scale=16&rotate=0


    lp_shachiapang_china-peking-opera-troupe_1_0000.jp2&id=lp_shachiapang_china-peking-opera-troupe_1&scale=16&rotate=0&scale=16&rotate=0 lp_red-detachment-of-women_orchestra-of-the-china-ballet-troupe_1_0000.jp2&id=lp_red-detachment-of-women_orchestra-of-the-china-ballet-troupe_1&scale=16&rotate=0&scale=16&rotate=0


    Sinfonie C-Dur RWV A7. Ziemlich beeindruckend. Es gibt davon offenbar bisher aber unverständlicherweise keine Einspielung, daher muss dieses (erstaunlich überzeugende) computergenerierte Beispiel herhalten.


    "Die Sinfonie C-Dur entstand um 1785 in Wallerstein. Die Besetzung ist 2 Flöten, 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Fagotte, 4 Hörner, 2 Trompeten, Pauke, 2 Violinen, 2 Violas, Violoncello und Kontrabaß.


    Es ist die einzige Sinfonie von Antonio Rosetti, welche mit 4 Hörnern (2 in G, 2 in C) besetzt ist."


    https://www.corno.de/shop/de/orchester/rom264.html

    Ding Shan-de (1911-1995)

    Sinfonie "Der Lange Marsch" op. 16 (1959-62)


    I. Aufbruch auf dem Weg

    II. Die Rote Armee, Liebling der verschiedenen Nationalitäten

    III. Blitzangriff auf die Luding-Brücke

    IV. Über Gebirge und durchs Grasland

    V. Triumphale Zusammenführung


    dn99n4e6h4kib_300.jpg

    abprjv791s1wb_300.jpg


    Die monumentale, mehr als einstündige Sinfonie "Der Lange Marsch" in fünf Sätzen von Ding Shan-de wurde 1962 nach drei Jahren Komposition abgeschlossen. Mit ihr setzte er dem legendären Langen Marsch Mao Zedongs von 1934/35 ein musikalisches Denkmal. Damals gelang es den Kommunisten in einem so brillanten wie allerdings auch verlustreichen Schachzug, der Einkreisung durch die nationalistischen Truppen Chiang Kai-sheks zu entgehen, wodurch der Fortbestand der Kommunistischen Partei Chinas abgesichert wurde. Ding Shan-de besuchte zwischen dem Winter 1958 und dem Frühjahr 1959 Jiangxi, Guangxi, Guizhou, Sichuan und weitere Provinzen, um die Marschroute aus eigener Anschauung nachvollziehen zu können.


    Seit ihrer Uraufführung ist die Sinfonie "Der Lange Marsch" fest im chinesischen Konzertrepertoire verankert. Die erste Einspielung erfolgte 1963 durch das Shanghai Symphony Orchestra unter Huang Yijun (China Record Corporation). Marco Polo besorgte nicht weniger als drei Aufnahmen: 1978 mit dem Nagoya Philharmonic Orchestra unter Lim Kek-tjiang, 1983 mit dem Hong Kong Philharmonic Orchestra unter Yoshikazu Fukumura sowie 1994 mit dem Slowakischen Rundfunk-Sinfonieorchester unter Long Yu, dem Enkel des Komponisten. Letzterer legte 2016 mit dem Shanghai Symphony Orchestra zudem eine Live-Aufnahme vor (Shanghai Music Publishing House, später auch auf DG). Daneben existiert eine weitere Studioproduktion mit dem Russian Philharmonic Orchestra unter Mak Ka-lok von 1995 (Hugo) und eine dritte Aufnahme des Shanghai Symphony Orchestra unter Chen Xieyang von 1987 (China Record Corporation).


    Einspielung DG, 1. Satz:


    Ma Sicong (1912-1987)

    Sinfonie Nr. 2 (1958/59)


    Ma Sicong wurde zunächst vor allem als Violinist berühmt und galt in China als "König der Geiger". Nach Gründung der Volksrepublik wurde er Präsident des Zentralen Musikkonservatoriums in Peking. 1958 saß er in der Jury des ersten Internationalen Tschaikowski-Wettbewerbs in Moskau. Im Zuge der Kulturrevolution zunehmend angefeindet, entkam er Anfang 1967 mit seiner Familie nach Hongkong und erhielt anschließend Asyl in den USA. Der chinesische Haftbefehl gegen ihn wegen Hochverrats wurde erst im Jahre 1985 aufgehoben. Innerhalb der chinesischen Sinfonik kommt ihm eine wichtige Bedeutung zu, da er 1941/42 die erste chinesische Sinfonie überhaupt komponierte (Einspielung steht aus). Seine Sinfonie Nr. 2 entstand in den Jahren 1958/59 und gelangte im Juli 1961 unter seiner Stabführung zur Uraufführung. Das dreisätzige, etwa halbstündige Werk behandelt die Chinesische Rote Armee, die in dieser Form zwischen 1928 und 1937 bestand.



    Shanghai Philharmonic Orchestra

    Dirigent: Cao Peng

    Aufnahme: 1993

    (Marco Polo)


    Einspielung:


    Haiying Li (geb. 1954)

    Sinfonisches Epos "Unser Sun Yat-sen" (2016)

    Gewidmet dem 150. Geburtstag von Sun Yat-sen (1866-1925), dem ersten Präsidenten der Republik China (1912)


    I. Ouvertüre: "Unser Sun Yat-sen"

    II. Teil 1: Heimatstadt und das Meer (1866-1894)

    III. Teil 2: Die Revolution von 1911 (1895-1911)

    IV. Teil 3: Die Morgendämmerung der Republik (1912-1925)

    V. Finale: "Unser Sun Yat-sen, unser chinesischer Traum"


    8.570622.jpg


    Solisten: Qifang Fei, Chuanliang Wang, Guodong Feng, Yulin Chen, Ziling Lao


    China Broadcast Children's Choir of National Radio

    The Choir of the Department of Vocal Studies, Xinghai Conservatory of Music


    Guangzhou Symphony Orchestra

    Dirigent: Haiying Li


    Aufnahme: 2018 (Naxos)


    Im Schlusschor heißt es u.a.:


    "Das alte China, die uralte Kultur, die uralten Legenden.

    Der mächtige Jangtse, der sanft dahinfließende Gelbe Fluss, der Zhumulangma Feng [Mount Everest], der majestätischste Berg der Welt.

    Wann wird der mächtige Löwe des Ostens langsam erwachen?

    Die chinesische Nation bricht zu einer neuen Ära auf.

    Fünftausend Jahre chinesischer Zivilisation, die Stürme überstanden und unzählige Triumphe errungen hat.

    Strahlendes China, strahlende Zivilisation mit einer strahlenden Zukunft.

    Eine blühende Nation, ein wiedererstarktes Volk, ein gemeinsames Schicksal.

    Alle Menschen singen gemeinsam, um den chinesischen Traum zu verwirklichen."


    Einspielung Finale:



    Am 24.04. erscheint weiterer Sibelius aus Göteborg unter Rouvali: Violinkonzert (Ava Bahari) und "Lemminkäinen"-Suite.



    Ab 29.05. zudem eine Neuerscheinung aus Rotterdam unter Shani: Dvoráks "Neue Welt"-Sinfonie und Johan Wagenaars selten gespielte Konzertouvertüre "Cyrano de Bergerac".

    Eine diskographische Kuriosität, nichtsdestoweniger sehr hörenswert ist seine Aufnahme der Beethoven-Sinfonien mit dem London Symphony Orchestra, die auf CD in einer berühmt-berüchtigten "Keksdose" veröffentlicht wurde - ich habe das gute Stück.

    Lieber hasiewicz, danke für die Erinnerung an Kripsens Beethoven-Zyklus.

    Als er erstmals herauskam, war er - gemessen an der Entstehungszeit - eine HiFi-Produktion des US-Labels Everest (Aufnahme: Walthamstow Assembly Hall, London, 11.-13., 15.-16. & 18.-27. Jänner 1960). Die Einspielungen wurden auf 35-mm-Magnetfilm festgehalten. In Europa scheint dieser Zyklus aber nicht offiziell vertrieben worden zu sein, wodurch er nahezu unbemerkt blieb.


    NC02NzczLmpwZWc.jpeg


    Auf CD war er in den 1990er Jahren in einer 5-Disc-Box zu erstehen.


    NzItODE4OS5qcGVn.jpeg


    Mittlerweile sind diese Einspielungen in Hi-Res 24-Bit/192 kHz bei diversen Anbietern (z.B. Qobuz) zu haben.


    oaegkd7ghaxzr_600.jpg

    Die sehr empfehlenswerte Sterling-CD übernahm zwei Rundfunkproduktionen aus der ehemaligen DDR, die heute im Deutschen Rundfunkarchiv liegen. "Fono Forum" leistete sich bei seiner (sehr positiv ausgefallenen) Rezension im Jahre 2003 allerdings einen Fauxpas, indem von "RIAS-Tonmeistern" und vom "ehemalige[n] Fricsay-Orchester" gesprochen wird. Beides ist falsch und eine Verwechslung mit dem im Westteil der Stadt sitzenden Radio-Symphonie-Orchester Berlin (vormals RIAS-Symphonie-Orchester). Es spielt nämlich das Berliner Rundfunk-Sinfonie-Orchester aus Berlin, Hauptstadt der DDR. Bereits der Aufnahmeort, das Funkhaus Nalepastraße, belegt dies.


    Capriccio setzt die Einspielung von Orchesterwerken Paul Büttners erfreulicherweise fort. Am 3. April soll die oben gezeigte Aufnahme der 3. und 4. Sinfonie erscheinen. Es zeichnet verantwortlich das RSO Berlin unter Christopher Ward. Somit gibt es nach sechs Jahrzehnten eine Neueinspielung der Vierten. Die Spielzeiten bei Ward legen nahe, dass er im Scherzo sämtliche Wiederholungen beachtet. Die Dritte feiert ihre CD-Premiere. Damit steht nur noch die Sinfonie Nr. 1 aus.

    Die Witwe des Dirigenten, Harrietta Krips, geb. Baronin von Procházka, hat ihn übrigens um über 40 Jahre überlebt. Die Todesanzeige datiert auf den 12. Jänner 2015.


    "Josef Krips war dreimal verheiratet. Seine erste, aus Aussig stammende Ehefrau, Maria Heller, geborene Rotsch, ehelichte er 1925. Sie starb 1930 bei einem Verkehrsunfall. Im Jahr 1947 gab er Maria(nne) Weinlinger, geborene Willheim, das Ja-Wort. Sie starb 1969 an Krebs. In dritter Ehe, die 1969 geschlossen wurde, war Krips mit Harrietta von Procházka (1938–2015) verheiratet, die bereits für ihn, gleichsam als seine rechte Hand, gearbeitet hatte. Harrietta Krips hielt nach dem Tod ihres Mannes, der am 13. Oktober 1974 in Genf einer Lungenkrebserkrankung erlag, das Andenken an ihn hoch, hütete und vermehrte dessen Nachlass in einzigartiger Weise. Alle drei Verbindungen blieben kinderlos." (Wien Geschichte Wiki)


    Die Ouvertüre zu Verdis Oper "La forza del destino". Ein seltenes Tondokument aus Krips' Zeit beim Buffalo Philharmonic Orchestra aus dem Jahre 1957, bereits in erstaunlich gutem Stereo. Die Amerikaner waren seinerzeit führend bei ersten Zweikanaltonaufnahmen im Konzertbetrieb. Das räumliche Klangbild übertrifft manche dumpfe Studioproduktion aus jenen Tagen. Ich meine, danach wurde Mahlers 1. Sinfonie gegeben. Zwei Werke, die Krips m.W. nicht kommerziell eingespielt hat.

    Hier wird eine Debatte, die vor vierzig Jahren aktuell war, wieder aufgewärmt.

    Dieser Thread datiert auch bereits auf 2009. Die große Wende weg von dem, was als "modernes Regietheater" gilt, ist in den letzten 17 Jahren erkennbar nicht eingetreten. Nichts deutet darauf hin, dass sich daran grundsätzlich etwas ändern wird. Die von manchen leise gehegte Hoffnung, mit einem politischen Schwenk gen rechts täte sich in dieser Hinsicht etwas, lässt sich offenbar nicht recht belegen.


    Eine für meine Begriffe sehr gelungene Live-Darbietung von Beethovens 5. Sinfonie von einem späten Gastspiel von Josef Krips beim Los Angeles Philharmonic Orchestra aus dem Jahre 1970. Seine Zeit in den USA (er erwähnt Amerika ja auch in dem interessanten Interview im vorigen Beitrag) geht bei uns häufig komplett unter. Zwischen 1954 und 1963 war er Chefdirigent in Buffalo (Bundesstaat New York) und von 1963 bis 1970 in San Francisco.