Beiträge von allegro_assai

    Zitat von MO

    Die ventillose Naturtrompete ist etwas für Könner ihres Faches. Krisztian Kovats beherrscht das Instrument meisterhaft. Er wird begleitet von L'arpa festante, Christoph Hesse, Rien Voskuilen. Sie machen uns mit Konzerten vor der Einführung der Ventiltrompete vertraut.

    Mit der Erfindung der Ventile Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die
    Welt der Chromatik für Blechblasinstrumente erschlossen: aus Naturhorn
    und Barocktrompete des 17. und 18. Jahrhunderts wurden uneingeschränkt
    chromatisch zu spielende Instrumente.


    Eine Anthologie über 200 Jahre von Trompeten mit Ventilen - es ist ein
    klingendes Musikinstrumentenmuseum - findet sich auf der Aufnahme

    "200 Jahre Ventile Con Variazioni".

    mit Werken von Josef Kail, Joseph Forestier, Wassily Brandt, Oskar Böhme,
    Alexander Goedicke, Frigyes Hidas, Jacques-François Gallay, François Georges,
    Auguste Dauvernè, Johann Strauss II (Junior), Carl Höhne und anderen


    Krisztián Kováts bläst auf historischen Trompeten, Kornetten und
    Flügelhörnern, Yukie Togashi begleitet auf Hammerklavier und Konzertflügel.

    Der Musikwissenschafteler und Trompetensolist Edwar Tarr (1936 - 2020)
    erläutert im 100seitigen CD Booklet die Klangbeispiele, das verwendete
    Instrumentarium und die ersten Interpreten und Komponisten für die
    Ventiltrompete.


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    87. Geburtstag von Vinko Globokar (Posaunist und Komponist)


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    https://de.wikipedia.org/wiki/Vinko_Globokar
    https://www.ricordi.com/de-DE/…ers/G/Globokar-Vinko.aspx

    Vinko Globokar wurde am 7. Juli 1934 in Anderny / Frankreich geboren. Vom 13. bis zum 21. Lebensjahr lebte Globokar in Ljubljana (Slowenien), wo er als Jazzmusiker debütierte. Danach studierte er Posaune am Conservatoire in Paris (Diplom in den Fächern Posaune und Kammermusik), Komposition und Dirigieren bei René Leibowitz und Kontrapunkt bei André Hodeir. Er war auch Schüler von Luciano Berio.


    Globokar war der Solist zahlreicher Uraufführungen von Werken für Posaune von Luciano Berio, Mauricio Kagel, Karlheinz Stockhausen, René Leibowitz, Louis Andriessen, Toru Takemitsu, Jürg Wyttenbach und anderen.


    Eigene Werke wurden unter seiner Leitung unter anderem vom Orchester des Westdeutschen Rundfunks, den Orchestern von Radio France, Radio Helsinki und Radio Ljubljana sowie den Philharmonischen Orchestern Warschau und Jerusalem aufgeführt.


    Von 1967 bis 1976 war Vinko Globokar Professor an der Musikhochschule Köln. Er gehörte zu den Gründern der 1969 entstandenen Gruppe für Improvisation „New Phonic Art“ und war 1973 bis 1979 Leiter der Abteilung Instrumental- und Vokalforschung am Institut de Recherche et de Coordination Acoustique/Musique (IRCAM) in Paris. Von 1983 bis 1999 arbeitete er als Lehrer und Dirigent für Musik des 20. Jahrhunderts mit dem Orchestra Giovanile Italiana di Fiesole (Florenz). Im Jahr 2003 wurde er zum Ehrenmitglied der ISCM (IGNM) ernannt.


    Vinko Globokar lebt in Paris.

    63. Geburtstag von Michala Petri (dänische Blockflötistin)

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    Michala Petri begann im Alter von drei Jahren mit dem Blockflötenspiel und
    war mit fünf Jahren erstmals im dänischen Rundfunk zu hören. Ihr Debüt
    als Konzertsolistin fand 1969 in der Tivoli Concert Hall statt, dem Jahr, in
    dem sie ihr Studium bei Professor Ferdinand Conrad an der Hochschule
    für Musik, Theater und Medien Hannover
    begann. Seitdem
    unternahm sie ausgedehnte Tourneen durch Europa, Nordamerika, Israel,
    Australien und den Fernen Osten und konzertierte mit Musikern wie
    Pinchas Zukerman, James Galway, Joshua Bell, Maurice André, Keith Jarrett,
    Gidon Kremer und Claudio Abbado sowie als Solistin mit vielen großen
    Kammer- und Sinfonieorchestern der Welt.


    Links:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Michala_Petri
    https://www.highresaudio.com/e…7419ca2dbb4/michala-petri


    1964 – 57. Todestag von Pierre Monteux (Dirigent)

    Links:
    https://www.jpc.de
    https://de.wikipedia.org/wiki/Pierre_Monteux




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    • Bach: Konzert für 2 Violinen & Orchester BWV 1043
      +Beethoven: Symphonie Nr. 3
      +Berlioz: Benvenuto Cellini-Ouvertüre; Symphonie Fantastique
      +Brahms: Symphonie Nr. 2; Klavierkonzert Nr. 1; Violinkonzert; Haydn-Variationen op. 56a
      +Debussy: La Mer; Nocturnes
      +Dvorak: Symphonie Nr. 7
      +Elgar: Enigma Variations op. 36
      +Franck: Symphonie d-moll
      +Ibert: Escales
      +Mozart: Klavierkonzert Nr. 18
      +Ravel: La Valse
      +Saint-Saens: Havanaise op. 83
      +Scriabin: Le Poeme de l'extase op. 54
      +Strawinsky: Le Sacre du Printemps
      +Tschaikowsky: Dornröschen (Ausz. )
    • Künstler: Leonid Kogan, Henryk Szeryng, Lili Kraus, Yehudi Menuhin, George Enescu, London Symphony Orchestra, Boston Symphony Orchestra, Concertgebouw Orchestra, San Francisco Symphony Orchestra, Chicago Symphony Orchestra, Orchestre Symphonique de Paris, Wiener Philharmoniker, Pierre Monteux

    "Soeur Sourire - Die singende Nonne"

    Soeur Sourire, qui a tué la voix de Dieu? F, 2021


    Unter dem Namen Sœur Sourire - "Schwester des Lächelns" - besang die
    junge Ordensfrau Jeanne-Paule Marie Deckers Anfang der 60iger Jahre in
    Belgien und Frankreich den heiligen Dominikus. Sie verdrängte Elvis Presley
    und die Beatles von der Chartspitze, ihrem sensationellen Erfolg
    folgte ein dramatisches Schicksal.


    Filmbiografie "Soeur Sourire - Die singende Nonne"

    Deutsche Erstausstrahlung: 19.07.2021, 22:15, arte

    Zitat von Stimmenliebhaber

    1906 – 115. Geburtstag von Pierre Fournier (Cellist)

    Pierre Fournier, französischer Cellist (* 24.06.1906, Paris, + 8. 01.1986, Genf)

    Poliomyelitis. Im Volksmund: Kinderlähmung. Als ihn 1915 die Krankheit befiel,
    war es vorbei mit dem Klavierunterricht. Er hatte nicht mehr genug Gefühl in
    den Beinen, um das Pedal richtig treten zu können. Pierre Fournier wechselte
    das Instrument. Er spielte Cello. Und das so gut, dass er am Konservatorium
    in Paris studierte. Als er mit nur 17 Jahren seinen Abschluss bereits in der
    Tasche hatte, galt er schnell als Frankreichs neuer Stern am Cellohimmel.
    Mit seinem warmen, fließenden Ton wurde er zum "Aristokraten unter
    den Cellisten". Autor: Christoph Vratz


    Links:

    http://www.cello.org/cnc/fournier.htm

    https://www1.wdr.de/mediathek/…list-geburtstag--100.html

    https://de.wikipedia.org/wiki/Pierre_Fournier
    https://www.discogs.com





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    Zitat von Stimmenliebhaber

    1973 – 48. Geburtstag von Jörg Widmann (Komponist und Klarinettist)

    Jörg Widmann, * 19. Juni 1973 München, ist ein deutscher Klarinettist, Dirigent
    und Komponist.


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    L2R: Jörg Widmann, Serge Nakariakov

    Für den Trompetensolisten Serge Nakariakov kompononierte Jörg Widmann
    ad absurdum - Konzertstück für Trompete und kleines Orchester
    - eine fast bis zur Unspielbarkeit virtuose Hetzjagd. Lassen Sie sich überraschen,
    wie das Rennen ausgeht.


    Links:

    fb

    https://www.joergwidmann.com/


    1734 – 287. Geburtstag von Johann Ernst Altenburg (Trompeter und Komponist)


    Johann Ernst Altenburg stammte aus einer musikalischen Familie.

    Sein Vater war herzoglich weißenfelsischer Kammertrompeter und

    ein Nachfahre des Theologen und Komponisten Michael Altenburg.

    Er sorgte dafür, dass sein Sohn eine Ausbildung als Trompeter in der

    „Cameradschaft“ der Hof- und Feldtrompeter am Hof von

    Sachsen-Weißenfels erhielt, die dieser im April 1752 erfolgreich

    beendete.


    Da Johann Ernst Altenburg zunächst keine Anstellung als

    Musiker fand, übernahm er eine Tätigkeit als Stallschreiber und

    Korrespondent beim königlich polnischen Stallmeister von Porzig in

    Weißenfels. 1756 wurde er Schüler des Merseburger Domorganisten

    Johann Theodor Römhild und nach dessen Tod vom Naumburger

    Stadtorganisten und Bach-Schüler Johann Christoph Altnikol

    unterwiesen. Während des Siebenjährigen Kriegs verdingte sich

    Johann Ernst Altenburg als Feldtrompeter und führte jahrelang ein

    unstetes Leben, ehe er 1766 zu seiner inzwischen verwitweten

    Mutter nach Weißenfels zurückkehrte.


    1767 trat er das Amt des Organisten in Landsberg bei Halle/Saale und
    zwei Jahre später in Bitterfeld an, welches er bis zu seiner schweren
    Erkrankung 1795 innehatte. Der spärlichen biografischen Überlieferung
    zufolge erwies sich Johann Ernst Altenburg als eigenwillig und streitbar.
    Für die Französische Revolution hegte er Sympathien. Wie das
    Sterberegister der Bitterfelder Stadtkirche vermerkt, starb
    Johann Ernst Altenburg völlig verarmt.



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    Johann Ernst Altenburg: Versuch einer Anleitung zur heroisch-musikalischen
    Trompeter- und Pauker-Kunst, Halle 1795,

    Links:
    https://www.loc.gov/item/11027706/
    https://saebi.isgv.de/biografi…rnst_Altenburg_(1734-1801)

    Zitat von Stimmenliebhaber

    1910 – 111. Geburtstag von Carmine Coppola (Komponist)

    Carmine Coppola, am 11. Juni 1910 in Manhattan geboren, war Musiker und
    Komponist.

    Er studierte Flöte an der Juilliard School of Music und der Manhattan School of Music.
    Carmine Coppola spielte als erster Flötist bei der Detroit Symphony, als sein Sohn
    Francis geboren wurde, und in der gleichen Position bei der NBC Symphony in
    New York. Coppola spielte und arrangierte Musik für das Orchester der
    Radio City Music Hall und dirigierte Broadway-Musicals wie "Kismet" und
    "Once Upon a Mattress".


    Sein Sohn Francis holte ihn dann nach Hollywood, wo er zunächst mit ihm bei der
    Verfilmung des Broadway-Musicals "Finian's Rainbow" zusammenarbeitete. Er vertonte
    auch die Filme "Apocalypse Now", "The Outsiders", "Gardens of Stone",
    "The Godfather" sowie dessen erste Fortsetzung und "The Black Stallion".
    Seinen vielleicht größten Weltruhm erlangte er jedoch 1981, als er 3 1/2 Stunden
    Musik für die Neuverfilmung des französischen Stummfilmepos "Napoleon"
    durch seinen Sohn schrieb.

    Zitat: "Ich hatte immer das Gefühl, dass die Öffentlichkeit meine Musik
    nicht gehört hat, bis ich anfing, ein wenig für die Filme zu schreiben."


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    1766 – 255. Geburtstag von Anton Weidinger (Trompeter)


    Gegen Ende des 18. Jahrhunderts konstruierte der Wiener Trompeter Anton Weidinger,

    (* 9.6.1766 Wien, † 20.9.1852 Wien), eine „organisierte Trompete“ mit Klappen,
    mittels derer sich in allen Lagen chromatische Töne erzeugen lassen. Dies war
    ein erster grosser Schritt zur Chromatisierung der Blechblasinstrumente.

    Anton Weidinger hat die beiden wichtigsten Trompetenkonzerte der
    Klassik auf einer Klappentrompete uraufgeführt:

    Joseph Haydn - Konzert für Trompete und Orchester Es-Dur (Hob.VIIe:1) (UA 1800)
    Johann Nepomuk Hummel - Trompetenkonzert in E-dur (UA 1804).


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    1951 – 70. Geburtstag von Bonnie Tyler (Rocksängerin)

    Bonnie Tyler ist eine britische Pop- und Rocksängerin mit Reibeisenstimme.
    Der Durchbruch gelang ihr in den 1970er Jahren mit Lost in France und
    It’s a Heartache. In den 1980er Jahren folgten Hits wie Total Eclipse of
    the Heart und Holding Out for a Hero.

    Heute feiert die Rocksängerin ihren 70. Geburtstag


    2019 – 2. Todestag von Arthur Frackenpohl (Komponist)

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    Arthur Frackenpohl (1924-2019) wurde in Irvington, New Jersey, geboren.
    Ausgebildet vor allem an der Eastman School of Music (BA, MA) und der
    McGill University (DM), studierte er auch Komposition in Tanglewood 1948
    bei Darius Milhaud und in Fontainebleau 1950 bei Nadia Boulanger.
    Von 1949 bis zu seiner Pensionierung 1985 war er Mitglied des Lehrkörpers
    an der Crane School of Music an der State University of New York in Potsdam.


    Während seiner Lehrtätigkeit unterrichtete er Komposition, Orchestrierung,
    Theorie und Klavier. Frackenpohls über 400 Instrumental- und Vokalkompositionen
    und Arrangements wurden bei vielen führenden Verlagen veröffentlicht.
    Eine besondere Affinität hatte er zur Blechbläser-Kammermusik, und eine Reihe
    seiner Kompositionen in diesen Gattungen sind in das Standardrepertoire
    eingegangen. Frackenpohls Bearbeitungen klassischer Werke sind auch
    auf mehreren Alben der Canadian Brass zu hören.

    Links:
    https://lorenz.com/composers-a…posers/arthur-frackenpohl
    https://alchetron.com/Arthur-Frackenpohl

    Hier das A. Frackenpohl Arrangement von Contrapunctus I aus "Kunst der Fuge"


    1671 – 350. Geburtstag von Giuseppe Aldrovandini (Kapellmeister und Komponist)

    Giuseppe Antonio Vincenzo Aldrovandini, * 8. Juni 1671 Bologna; † 9. Februar 1708 Bologna,
    war ein italienischer Kapellmeister und Komponist des Barock.


    Giuseppe Aldrovandini studierte an der Accademia Filarmonica in Bologna unter Giacomo Antonio Perti. Er wurde 1701 zum Principe der Accademia gewählt. Ab etwa 1702 war er „maestro di cappella“ des Herzogs von Mantua und später Maestro der „Accademia del Santo Spirito“ in Ferrara.



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    Zitat von Stimmenliebhaber

    1914 – 107. Geburtstag von Lucien Thévet (Hornist)


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    Sein Vater, Eugène Thévet, ein exzellenter Amateurmusiker (Cornet à pistons),
    führte ihn im Alter von 6 Jahren in verschiedene Blasinstrumente ein, und schnell ist es
    das Horn, das er bevorzugt. Schon in jungen Jahren tritt er mit seinem Vater als Solist
    in lokalen Vereinen auf, unter anderem mit dem Orchester der Philharmonischen
    Gesellschaft von Beauvais. 1933 wurde er am Conservatoire National de Musique de Paris
    in der Klasse von Fernand Reine aufgenommen und erhielt im Juni 1937 seinen
    ersten Preis für Horn in der Klasse von Edouard Vuillermoz.


    Lucien Thévets Karriere begann im Mai 1937 beim Radio-Sinfonieorchester von Paris,
    wo er in den Wettbewerb um die Position des Solohorns aufgenommen wurde, eine
    Position, die er bis 1941 innehatte. 1938 wurde er zum Solo-Hornist im Orchester
    der Société des Concerts du Conservatoire ernannt, eine Position, die er bis 1967
    innehatte. 1941 wird Lucien Thévet als Solohornist in das Orchester des
    Théâtre National de l'Opéra de Paris aufgenommen, eine Position, die er bis 1974
    nicht mehr verlassen wird. Mit diesen beiden Orchestern spielte Lucien Thévet
    unter der Leitung dieser Dirigenten: Charles Munch, André Cluytens, Paul Paray,
    Pierre Dervaux, Serge Baudo, Carl Schuricht, Georges Prêtre, Wilhelm Furtwängler
    usw... Neben zahlreichen Konzerten und Aufnahmen in Frankreich nahm er an
    mehreren Tourneen und Festivals sowohl in Frankreich als auch in Europa teil
    (Aix-en-Provence, Edinburgh zum Beispiel) 1950 wurde Lucien Thévet zum
    ersten Pablo Casals Festival in Prades eingeladen, wo er unter der Leitung
    von Pablo Casals das Brandenburgische Konzert Nr. 1 von Bach spielte
    und aufnahm.

    An der Pariser Oper spielte Lucien Thévet zwölfmal den Siegfriedruf mit
    solchem Erfolg, dass ihm der berühmte Wagner-Dirigent Hans Knappertsbusch
    ein Engagement bei den Bayreuther Festspielen anbot, das er jedoch ablehnte.
    Charles Munch bot ihm die Position des Solo-Horns beim Boston Symphony
    Orchestra an, aber Thévet lehnte ebenfalls ab.


    1945 spielt Lucien Thévet zum ersten Mal in Frankreich die Serenade für
    Tenor, Horn und Orchester von Benjamin Britten in Anwesenheit des eigens
    aus England angereisten Komponisten und mit dem britischen Tenor
    Peter Pears. 1950 gab Lucien Thévet die französische Erstaufführung des
    zweiten Konzerts von Richard Strauss.

    1964 tourte das Orchestre de la Société des Concerts durch Japan mit
    dem Ziel, die französische Musik bekannt zu machen. Unter der Leitung
    von André Cluytens führte Lucien Thévet u.a. Maurice Ravels
    Pavane pour une infante défunte auf.


    Parallel zu seiner Orchestertätigkeit trat Lucien Thévet häufig als Solist auf:
    ab 1941 als Solist der Société Nationale de Musique und ab 1951 als Solist
    der Jeunesses musicales de France. Mit den Jeunesses musicales de France
    tourte er bis 1955 mit 120 Kammermusikkonzerten durch Frankreich und
    Nordafrika. Seit 1941 führte er, begleitet von verschiedenen Orchestern,
    in 35 Konzerten die vier Mozart-Konzerte auf.


    Lucien Thévet, der als einer der bedeutendsten Hornisten des
    20. Jahrhunderts gilt, war stets ein glühender Verfechter der
    französischen Hornschule. Sein Stil beinhaltete Vibrato, wie es für
    die französische Schule typisch war.


    Im Alter von 93 Jahren verstarb Lucien Thévet am 30. Juni 2007
    und wurde in seiner Geburtsstadt Beauvais beigesetzt.


    Links:

    https://hornsociety.org/ihs-people/honoraries/92-lucien-thevet-1914-2007
    discogs



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    Zitat von Stimmenliebhaber

    1960 – 61. Geburtstag von Frits Damrow (Trompeter)


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    Frits Damrow begann seine musikalische Laufbahn als er als 21-jähriger Musikstudent
    am Maastrichts Conservatorium zum Solotrompeter des Radio Symphonie Orchester
    der Niederlande berufen wurde. Nach 9 Jahren wechselte er zum berühmten
    Koninklijk Concertgebouw Orkest in Amsterdam, wo er von 1991 bis 2010
    dessen Solotrompeter war. Ausserdem war er Hauptfach-Trompetenlehrer am
    “Conservatorium van Amsterdam” von 1993 bis 2010.


    Als Solist hat Frits Damrow mit folgenden Orchestern gespielt: das Concertgebouw Orchester, Symfoniëtta Amsterdam, das Kammerorchester Rotterdam, das Italian Chamber Orchestra, das Nationalorchester von Litouwen in Vilnius, Slovak Symfoniëtta, das Orchestra Filharmonica von Transilvania und das Buchan Symphonieorchester von Seoul.

    Als Kammermusiker spielte er in verschiedenen Ensemblen wie die Amsterdamse Bachsolisten, das Nederlands Blasersensemble, die Ebony Band und das Concertgebouw Blechbläserquintet und Blechbläserensemble.


    Seit 2009 ist Frits Damrow Professor für Trompete and der Zürcher Hochschule der Künste.


    Links:

    http://fritsdamrow.info/de/

    https://de.wikipedia.org/wiki/Frits_Damrow

    fb


    1971 - 50. Geburtstag von Catherine Gordeladze (Pianistin)


    Catherine Gordeladze beherrscht als Pianistin die klassische Musikliteratur. Ob Scarlatti, Hadyn oder Chopin, von Johann Strauss bis Maurice Ravel – sie brilliert mit einem wunderbaren Anschlag und einer unglaublichen Virtuosität. Ob heiter ausgelassen, oder in elegischer Melancholie, die deutsch-georgische Musikerin mit Lehrauftrag an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main führt sicher und beeindruckend durch ein breites Repertoire.

    Dabei hat die in Tiflis geborene Künstlerin schon früh begonnen Klavier zu spielen. Aus einer Architektenfamilie stammend galt sie als Wunderkind, das mit sieben Jahren seinen ersten Orchesterauftritt hatte und mit zehn den ersten Klavierabend gab.


    Catherine Gordeladze konzertiert auf nationalen und internationalen Konzertpodien,

    sie unterrichtet an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main

    sowie an der Kalaidos FH Zürich, und sie gibt Master Classes.


    Heute feiert Catherine Gordeladze den 50. Geburtstag!

    Links:
    https://www.catherinegordeladze.de/
    https://de.wikipedia.org/wiki/Catherine_Gordeladze






    Zitat von Stimmenliebhaber

    1973 – 48. Todestag von Hans Schmidt-Isserstedt (Dirigent)

    "Als der Krieg zu Ende war, saß ich mit meiner kleinen Familie bei einem
    Bauern in der Elbmarsch. Ich wusste nicht, ob ich jemals wieder geholt würde",
    erzählt Hans Schmidt-Isserstedt, doch dann standen eines Tages ein paar
    Offiziere von der englischen Besatzungsmacht vor der Tür: "Sie fragten
    mich, ob ich ein Orchester fürs Radio in Hamburg aufbauen wolle."
    Die Antwort fiel ihm leicht. Schmidt-Isserstedt, damals 45 Jahre alt, wollte.
    Also durchstreifte er die Gefangenenlager in Norddeutschland und
    suchte Musiker für sein Orchester zusammen. "Das Resultat war,
    dass wir tatsächlich im November '45 bereits unser erstes öffentliches
    Konzert geben konnten - in der Musikhalle."


    Der neu gegründete Klangkörper, der zunächst Sinfonieorchester von
    Radio Hamburg und bis 1956 NWDR-Sinfonieorchester hieß, erspielte
    sich schon bald ein internationales Renommee. "Wichtig waren zwei
    Englandreisen und zwei Parisreisen, die uns in den Vergleich mit allen
    großen internationalen Orchestern brachten", beschreibt
    Schmidt-Isserstedt den Weg zum Erfolg. Außerdem gastierten das
    NDR Sinfonieorchester und sein Chefdirigent 1961 zwölf Tage
    in der Sowjetunion - als erstes westliches Orchester überhaupt
    nach dem Zweiten Weltkrieg.


    Heute vor 48 Jahren verstarb Hans Schmidt-Isserstedt in Holm, Krs. Pinneberg

    Links:

    https://www.ndr.de/orchester_c…schmidtisserstedt102.html

    https://dasorchester.de/artikel/hans-schmidt-isserstedt/

    https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Schmidt-Isserstedt
    https://www.discogs.com


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    Rübsaat, Hubert: Hans Schmidt-Isserstedt

    Hg. von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Buccerius, mit CDVerlag/Label: Ellert & Richter, Hamburg 2009





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    Zitat von Stimmenliebhaber

    1969 – 52. Geburtstag von Ryan Anthony (Trompeter)

    Ryan Anthony war ein amerikanischer Trompeter, der vor allem für seine
    Leistungen als Mitglied von Canadian Brass und seine Rolle als Solotrompeter
    im Dallas Symphony Orchestra bekannt war. Er starb am 23. Juni 2020
    nach einem achtjährigen Kampf gegen Krebs.


    Als Ryan Anthony die 2012 die Krebsdiagnose erhielt, war Ryans Ziel, lange
    genug zu überleben, um zu sehen, wie seine Kinder, damals gerade 6 und
    11 Jahre alt, die High School abschließen. Aber weil er so gut auf seine
    Behandlung angesprochen hat, wagen Ryan und Niki es, auf mehr zu hoffen.
    Während seiner Transplantation wurde Ryan mit Anrufen von
    Trompetern aus der ganzen Welt überschüttet. Alle fragten, was sie tun
    könnten, um zu helfen, und Ryan fing scherzhaft an zu sagen:
    "Wir werden alle ein Konzert spielen, wenn ich wieder gesund bin,
    und wir werden es Cancer Blows" nennen. Als die Wochen vergingen,
    wurde aus einem Scherz ein echtes Event mit einer beeindruckenden
    Gästeliste. Bald erkannten Ryan & Niki, dass die Veranstaltung mehr
    als nur etwas zum Spaß sein könnte, sondern dazu dienen könnte,
    Bewusstsein und Geld zu sammeln, um die Forschung voranzutreiben,
    die dazu geholfen hat, ihrer Familie eine Hoffnung für eine
    Zukunft zu geben.


    Bei den ersten CancerBlows-Konzerten im März 2015 traten neben
    Sandoval und Severinsen auch Mitglieder der Canadian Brass und
    des Dallas Symphony Orchestra auf. Es wurden über 1 Million Dollar
    für verschiedene Krebshilfsorganisationen gesammelt.


    Links:

    https://www.sandiegouniontribu…funds-for-cancer-research


    https://www.cancerblows.com



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    1958 – 63. Geburtstag von Ivor Bolton (Dirigent)

    Vielen gilt Ivor Bolton als einer der besten Barock-Interpreten, tatsächlich
    aber ist er auch ein aufregender Deuter der Sinfonien von Anton Bruckner,
    wie dies seine Bruckner-Einspielungen mit dem Mozarteum-Orchester
    Salzburg belegen.

    Geboren wurde Bolton am 17. Mai 1958 in Blackrod, Lancashire, England. Er
    studierte an der Universität Cambridge, am Royal College of Music und beim
    National Opera Studio in London. 1984 gründete er die St. James’s Baroque
    Players, von 1992 bis 1997 war er Musikdirektor der Glyndebourne
    Touring Opera und von 1994 bis 1996 Chefdirigent des
    Scottish Chamber Orchestra.

    Seit 1994 arbeitet er mit der Bayerischen Staatsoper zusammen und hat dort
    zahlreiche Neuproduktionen dirigiert. Als Gastdirigent war er bei den Festspielen
    in Glyndebourne, in Aix-en-Provence, beim Maggio Musicale Fiorentino und
    seit 2000 regelmäßig auch in Salzburg zu erleben. In seiner Zeit als Chefdirigent
    des Mozarteum-Orchesters Salzburg von 2004 bis 2015/16 entstand eine
    umfangreiche Diskografie, die auch jene vielgelobte Bruckner-Serie enthält.
    Mit Gründung des Dresdner Festspielorchesters wurde Ivor Bolton dessen
    Chefdirigent. Seit 2015 ist er Musikdirektor am Teatro Real in Madrid,
    sowie seit der Saison 2016/17 Chefdirigent beim Sinfonieorchester Basel.

    Links:
    http://www.klassik-heute.com
    S.a. Tamino forum thread Ivor Bolton

    Zitat

    1921 – 100. Geburtstag von Dennis Brain (Hornist)


    Brain war Spross einer Londoner Hornistenfamilie. Sein Vater und sein
    Onkel waren ebenso Berufshornisten wie deren Vater. Er zeigte schon
    mit drei Jahren Interesse am Waldhorn, erhielt jedoch zunächst
    Musikstunden auf dem Klavier, später auf der Orgel.
    Ab 1936 studierte er bei seinem Vater an der Royal Academy of Music
    sowie Klavier bei Max Pirani und Orgel beim G. D. Cunningham. Während des
    Zweiten Weltkrieges war er Solohornist in der Royal Air Force Central Band,
    nach dem Krieg im Philadelphia Orchestra, im Royal Philharmonic und
    im Philharmonia Orchestra. Daneben war er ein gesuchter Hornist für
    Kammermusik.


    Dennis Brain war ein Autonarr und Liebhaber historischer Autos:
    bei Proben lagen schon mal Autozeitschriften auf seinem Pult.
    Er kam tragischerweise bei einem Autounfall ums Leben,
    am 1. September 1957 fuhr er mit seinem Triumph TR2 von
    einem Auftritt mit dem Brain Wind Quintet beim Edinburgh
    Festival zurück nach London (380 Meilen). In Hatfield,
    17 Meilen von zu Hause, verunglückte er tödlich.



    Innerhalb einer Woche nach dem Tod des Hornisten hatte
    Francis Poulenc, der zu dieser Zeit Großbritannien besuchte,
    eine Elégie für Denis Brain geschrieben.


    Benjamin Britten schrieb nach dem Unfall:
    „… ein Künstler mit der einzigartigen Kombination der großartigen
    technischen Beherrschung seines Instrumentes, großer Musikalität,
    des lebhaften und intelligenten Interesses an der Musik aller Art,
    eines wunderbaren Temperaments und einer liebenswerten
    Persönlichkeit, wurde uns geraubt.“

    1909971_48152074818_3457_n.jpg?_nc_cat=111&ccb=1-3&_nc_sid=d2e176&_nc_ohc=RAIfAuw-0VYAX-zD1Tk&_nc_ht=scontent-muc2-1.xx&oh=3ee1ca586d61d4021edb42d64192d05f&oe=60C71E38


    "Adagio et Allegro" - Robert Schumann

    Dennis Brain, horn. Gerald Moore, piano.




    Mozart Horn Concerto No.4 n E flat major K 495

    Allegro moderato - Romanza Andante - Rondo Allegro

    Dennis Brain, Horn

    Philharmonia Orchestra

    Herbert von Karajan, Dirigent


    Zitat von Harald Kral

    Sie galt als Massstäbe setzend in Sachen Liszt-Interpretationen. Nun ist «Madame Liszt», die französische Pianistin France Clidat, laut französischen Pressemeldungen im Alter von 79 Jahren verstorben. Die in Nantes geborene Pianistin studierte bei Lazare Lévy, Emil Gilels und Lelia Gousseau und machte 1956 mit dem Gewinn des Budapester Liszt-Wettbewerbs international auf sich aufmerksam.


    Für eine Gesamteinspielung von Liszts Werken auf 26 Schallplatten erhielt sie den Preis der ungarischen Académie du disque. Daneben nahm sie unter anderem auch Werke von Rachmaninow, Chopin und Landowski auf sowie das Gesamtwerk Saties. (cf)

    2012 – 9. Todestag von France Clidat (Pianistin)


    Die französische Pianistin France Clidat, berühmt für ihre Einspielung der Werke
    von Franz Liszt, ist heute vor 9 Jahren verstorben.

    Geboren am 29. November 1932 in Nantes, studierte France Clidat Klavier am Pariser
    Conservatoire bei Maurice Hewitt und Lazare-Lévy. Ausgestattet mit dem
    Liszt-Preis, den sie 1956 in Budapest erhielt, gab sie mehr als 2.700 Konzerte

    in der ganzen Welt und nahm etwa vierzig Alben, davon 26 mit Werken
    von Liszt (s.o. Harald Kral).


    Links:
    https://en.wikipedia.org/wiki/France_Clidat