Beiträge von Sakow

    Zitat

    Daher möchte ich nur kurz auf die Frage eingehen ob Harnoncourt lediglich "bekannt" oder in der Tat "berühmt" ist.


    Es kann doch wohl nicht ein Pro- Kontra- Argument sein, wie berühmt er ist?
    Ansonsten; auf RTL wird zurzeit der neue 'SuperStar' von Deutschland gecasted. Dürfte ja dann auch mächtig Konkurrenz geben, denn der wird sicher sehr berühmt. Und darum ist er ganz bestimmt ein Meister der Musik, denn wer berühmt ist, ist auch gut... :pfeif:


    Ich bin übrigens kein Mensch, der der Meinung ist, Musik müsse nur so klingen, wie sie zu jener Zeit klang - dafür mag ich alleine HIP zu wenig. Wenn jemand neue/moderne Arten der Interpretation z.B. mag, spricht nix dagegen - Geschmäcker eben. Aber wenn ganz sachlich über Stil und Interpretation diskutiert wird, muss man die eigene Meinung hinten anstellen, und auch seine Verehrungen. Ich bin darum derselben Meinung wie Ulli und dem Lullisten.


    Achja; und aus meiner persönlichen Sicht bin ich ebenfalls nicht von Herrn Harnoncourt überzeugt, nur Ausnahmebedingt.


    :hello:


    C.

    Ich wünsche ebenfalls allen Taminos und Paminas eine frohe Weihnachten. Eine besinnliche, eine nahe und eine glückliche Weihnachten.
    Für mich ist jeder Adventskalender Symbol für die entstehung von den allseits bekannten "Vorweihnachtsgefühlen", um sich auf Weihnachten einzustellen und zu freuen. Jeder hat da seine eigenen Methode, die einen bekommen das wenn es draußen schneit, andere wenn sie Plätzschen backen, wieder andere wenn sie ihren Adventskalender nach und nach auffuttern... usw. Manche auch bei all diesen Dingen. ;)


    Ist nicht immer so 'einfach' bei all dem Stress und vielleicht schlechten Lebenslage überhaupt ein Gefühl für Weihnachten zu entwickeln. In meinem letzten Adventstürchen erzählte ich ja, dass es eigentlich immer schwerer wird, je mehr man Realität gegen Fantasie austauscht.
    Aber am Ende bleibt an Weihnachten, was möglicherweise hoch unbemerkt den Rest vom Jahr irgendwie einfach da ist: Menschlichkeit und Liebe.


    An Weihnachten zeigen so viele Menschen ungewöhnlich viel davon. Ich würde mich zwar wünschen, dass es auch in den anderen 11 Monaten so umgänglich und besinnlich unter den Menschen zugehen könnte, bin aber trotzdem schon sehr glücklich, für diese heilige Zeit, in der das meistens zu funktionieren scheint. :)


    In diesem Sinne; frohe Weihnachten.


    :hello:



    C.

    Weihnachten wie damals
    Lied für Chor und Orchester



    Liebe Taminos,


    gegenteilig zu meinem letzten Türchen kommt nun ein Thema, welches die meisten hoffentlich mit angenehmen und schönen Erinnerungen empfinden; nämlich um Weihnachten wie man es als Kind empfunden hat.


    Meine Erinnerungen zeigen mir da einen für mich riesigen geschmückten Weihnachtsbaum mit Wunderkerzen dran, darunter viele bunte Geschenke, ein Festessen von Mutti gezaubert, ein Papa der mit die Kamera förmlich vor die Nase hält, mein Bruder der meine Begeisterungen teilt und ein anderer der sich daran freut, dass wir Spaß an den Geschenken haben.


    Das besondere daran ist, dass es damals soooo einfach war glücklich zu sein. Die Geschenke haben einen so begeistert, das man am liebsten mit ihnen eingeschlafen wäre, die Athmosphäre so heilig dass man sich rundum geborgen fühlte und die Familie so gestärkt, dass man damals noch glaubte Streit könne sie niemals heimsuchen.
    Bei mir zumindest war es so. Naivität, ja. Aber es war eben eine so schöne Zeit. Die Erinnerung jedenfalls halte ich in Ehren, ebenso wie einige wenige Fotos davon.


    An manchen Weihnachten heute denk ich oft „Wie Schade, dass kein Weihnachten mehr das ich erlebe so intensiv sein kann.“ Das liegt daran weil ich nun weiß, dass es kein Christkind gibt, dass ich weiß wie menschlich und darum üblich Streit ist (auch an Weihnachten…), weil die Geschenke einen nurnoch selten überraschen –da man sich ohnehin alles selbst kaufen kann usw…


    Ich komponierte anlässlich dieses Türchens ein Lied, welches davon erzählt. Es erzählt von dem damaligen Weihnachten, aber auch von der Sehnsucht die ich eben manchmal empfinde, wenn ich dran denke. Vielleicht verbirgt sich auch dahinter ein wenig der Wunsch, nochmal für ein Tag Kind sein zu wollen?
    Ich hoffe jedenfalls mir ergeht es nicht als einzige so, und hoffe ebenso, dass euch so manches davon ganz bekannt vorkommt.


    Viel Vergnügen beim Anhören!
    >>>Download<<<



    Technische Info:
    Erstmal wichtig; Die ORGEL soll der CHOR sein. Das ist deswegen wichtig, weil die Bläser zwischendurch mal die Melodie übernehmen. (Das Chorgeräusch selbst fand ich unpassend, zumal dass ab und an klingt wie eine Schafsherde im Dauerlauf…)
    Die Noten sind bei dem Download auch dabei, damit man u.a. den Text mitlesen kann.
    Man könnte vielleicht noch erwähnen, dass aus mir noch unbekannten Gründen die Orchestersimulation bei Takt 50/51 versagt, und förmlich macht was sie will. Das fällt zwar nicht auf, aber es zerstört den Übergang. Kurzum; es ärgert MICH sehr. :P
    Weiterer (mich sehr ärgernder) Mangel ist, dass sich "Sopran", "Tenor" und "Bass" nicht beschriften liesen, und darum so unschön (fast modern) als "Choir" 1-3 in der Partitur stehen. :angry: :motz:
    Wer sonstige Fehler findet, darf sie behalten.


    Der Text:
    Weihnachten als Kind.
    Weihnachten wie damals.
    Ich vermisse dies Gefühl.
    Erinn’re mich daran.
    Man war glücklich und geborgen.
    Dies ist Weihnachten.
    Liebe schenken und bekommen.
    Weihnachten als Kind war seelig.


    Schön ist die Erinnerung.
    Weihnachten als Kind.
    Weihnachten wie damals.



    C.


    :hello:


    PS: Ja, der Text ist von mir. Und jaaa, ich weiß, dass ich kein geborener Dichter bin. :D

    10KB sind nebenbei erwähnt SEHR SEHR SEHR wenig. Es ist verdammt schwer ein so kleines Bild bei hinreichender (optischer) Qualität zu belassen, gleichzeitig die Größe des Bildes aber runterzuschrauben. KB verringern: Das geht - man ahnt es schon - nur indem man die Qualität oder die Größe reduziert. Da die Größe bei den Vorgaben aber noch bei etwa 70KB ist bleibt diese also unangerührt. Was dabei rauskommt sieht man in etwa an meinem derzeitigen Avatar.


    Ich werd wohl auch Januar 2010 wieder wechseln, denn ich bin da nicht so ganz zufrieden - mit dem Bild davor klappte das schon besser (warum weiß ich leider selbst nicht so genau, Bildbearbeitung ist ne Kunst für sich scheint mir :D).


    Naja, vielleicht wird einfach beim nächsten Avatar auch bei mir irgend ein Komponisten oder Interpretenportrait herhalten müssen, mal sehen. Sich selbst als Avatar finde ich aber irgendwie persönlicher.


    Ich bin aber übrigens FÜR Avatarwechsel, jedes Jahr einen Wechsel find ich nicht schlimm - wenn nicht sogar GUT. Denn Menschen ändern sich, jeder von uns hat einen sich veränderten Geschmack und sich verändernde Ansichten. Wenn der Avatar [so ein bisschen] uns selbst wiedergeben soll, kann es ja auch hier vorkommen, dass das nicht mehr so ganz aktuell ist. Vor 2 Jahren hätte ich noch ein Portrait von Friedrich Gulda bei mir für passend empfunden. Seit knapp einer Woche wäre eines von Mackerras angebrachter... :pfeif:


    :hello:



    C.

    Ich würde dann Mozis 21stes Klavierkonzert C-Dur KV467 wählen, allerdings mehr oder weniger nur wegen dem ersten Satz - wenns nach meiner Meinung ginge. Da man diesen Thread aber distanziert angehen muss können die anderen 2 Sätze ebenso dazu gehören - dieser Komponist macht ja bekanntlich keine Fehler. :P


    Weitere Plätze kann ich nicht vergeben, dafür bin ich nicht sachlich genug... :pfeif:



    C.

    Ich hoffe es ist nicht verwerflich, wenn ich dann trotzdem mir die Übersetzung anlese... Man sollte zwar bei nem frisch gebackenen Schulabsolventen erwarten, dass er diese Sprache aus dem FF beherrscht, aber an irgendwelchen Ecken hapert es dann doch. Ich werde aber beides lesen, dann dürfte es sich ganz gut ergänzen?


    :hello:

    Zitat

    Original von Steffen_P
    Ich bin eher dem buddhistsichen Glauben zugewandt. Insofern ist für mich die Adventszeit, Weihnachten und alle andere christlichen Feiertege im Jahr nichts weiter als eine Zeit der Einkehr zu mir selbst und meinen Gefühlen, ohne allerdings den Respekt vor der christlichen Religion zu verlieren.


    Für uns Christen ist diese Zeit auch eher jene, in der man einfach mal ein bisschen mehr auf die Menschlichkeit und auf die Liebe fokusiert. Zumindest denke ich in der Zeit nicht laufend an Jesus Christus (ohne jetzt ketzerisch wirken zu wollen :D), sondern vielmehr an die Bedeutung von Weihnachten für die Menschen und einen selbst.
    Und genau deshalb ist Weihnachten so besonders schön, wenn man es mit Menschen verbringt die einem viel bedeuten. Und genau deshalb ist Weihnachten so besonders frustrierend und eigentlich auch traurig, wenn man es alleine verbringt.


    Das ist ja auch mehr oder weniger irgendwie in meinem "Türchen" enthalten.


    :hello:


    C.

    Weihnachten
    Das nicht immer fröhliche Fest



    Liebe Taminos,
    man ist sich allgemein darüber einig, dass Weihnachten das Fest der Liebe ist. Wer wünscht sich nicht, an diesem Tag mit den Menschen die man liebt verbringen zu können und ihnen eine Freude zu machen?
    Dass dies aber nicht immer so ist weiß wohl auch jeder – leider. Ich will mit diesem Türchen keine Schwermut verbreiten (Oder etwa doch? :D ) sondern eine Geschichte von meinem Weihnachten 2008 erzählen…


    Und zwar war Weihnachten 2008 fast exakt ein Monat nach meinem Umzug von Hamburg hierher nach Mainz.
    Zwar ist mir der Ort hier und die Menschen nicht völlig fremd, da ich hier immerhin 10 Jahre schonmal lebte, aber in den 8 Jahren in Hamburg hatte ich keinen einzigen Kontakt mehr aus meiner Schulzeit gehabt. Das lag vorallem daran, dass ich damals (Es betrifft eigentlich nur meine Grundschulzeit) so ruhig und schüchtern war, dass man sich vermutlich fragen würde ob der Junge von damals und ich wirklich derselbe ist.
    Jedenfalls kannte ich von den damaligen Freunden und Klassenkameraden keinen mehr. Alles was in der Nähe war, war meine Verwandschaft, die ich in den letzten Jahren vllt einmal im Jahr sah, meinen Bruder (bei dem selbiges gilt) und natürlich meine Eltern – mit und wegen ihnen zog ich schließlich hierher.
    Außerdem wohnte ab da mein Exfreund in der Nähe. Das ist deswegen so pikant, weil in der Zeit während der Beziehung satte 600km zwischen uns lagen, und fortan nurnoch ungefähr 7km. Auch da lag ein Funke Hoffnung jemanden zu haben den man mal eben treffen könnte – denn schließlich waren es jetzt meine Freunde, die 600km weiter nördlich wohnten. Zu dem Irrtum dieser Hoffnung später mehr.
    In Hamburg hatte ich ein halbes Jahr Schule hinter mir, deren Sinn darin lag mein Zeugnis nochmal aufzumöbeln. Diese Schulform gibt es hier aber nicht, wurde mir höflich mitgeteilt. Ergo war das halbe Jahr für umsonst. Man bot mir natürlich an nächstes Jahr auf Gymnasium zu gehen, vorausgesetzt ich erweise mich als würdig… (Später entschied ich mich übrigens gegen die Schule, aber die Aussicht war damals trotzdem ernüchternd).


    Als der Umzug nach wenigen Tagen getan war, merkte ich schnell, dass da was fehlte; Internet. Natürlich dachte da keiner dran, weil man das Internet an sich ja noch als ziemlich unwichtige Sache ansieht. Schnell sollte aber klar werden, dass das Internet neben dem Telefon die einzige Möglichkeit der Kommunikation war – zumal ich von den meisten keine Telefonnummer hatte oder irgendwie fand.
    Meine Zeit verbrachte ich daher meistens mit Komponieren. Zu keinem Zeitpunkt komponierte ich bisher so viele Werke in so kurzer Zeit wie zu jener Zeit. Das merkwürdige ist, dass das Komponierte DAMALS als fröhlich und daher tröstend empfand. Heute finde ich die Werke allesamt mit einem tragischen, fast schon hinterfragenden Akzent versehen. Als Beispiel könnte man die Weihnachtssinfonie erwähnen, unter deren Partitur ich sogar schrieb, dass man kein nächstenliebendes Gezwitscher erwarten sollte… :D


    Mit diesen Aussichten, kein Mensch in der Nähe, keine Möglichkeit die Außenwelt zu kontaktieren und irgendwie im eigenen Haus gefangen zu sein kam Weihnachten Näher. Einsamkeit als treuer Begleiter und eine fast Manieartige Schaffensphase, die einer Depression sehr nahe kommt – schlaflose Nächte, in der über alles nachgedacht wurde was man sich nur fragen kann.


    Durch meinen Bruder bekam ich dann die Möglichkeit ab und zu mal kurz ins Internet zu gehen um Mails zu lesen etc. So konnte ich mich imerhin auch bei Tamino mal abmelden.
    Im Internet fand ich dann wenig Trost:
    Mein Exfreund zeigte sich von seiner besten Seite, als er mir mitteilte dass er weder Lust noch Zeit hat sich zu treffen (Homosexualität ist übrigens in einem Dorf wie diesem ohnehin eine Schandtat, darum durfte ich darüber natürlich auch nirgends ein Wort verlieren…), ein ehemaliger und damals sehr guter Freund (dachte ich zumindest) kündigte mir die Freundschaft, weil seine Freundin Eifersüchtig auf mich war (warum auch immer), und noch ein paar weitere Schicksalschläge, die ich allesamt auf ihre Art fürchterlich war. Okay, jetzt kommt doch ein wenig Schwermut; jeder Schlag tat auf seine Weise mir ziemlich weh. Sogar ein Tag vor Weihnachten bekam ich noch einen Anruf, mit einer Nachricht die mich normalerweise vermutlich ziemlich erschüttert hatte. Es perlte aber eher an mir ab, nach dem Motto „Auf die eine Nachricht kommt es dann auch nicht mehr an…“


    So, und dann kam Weihnachten im Kreise der Verwandschaft. Und Silvester. An beiden Tagen hab ich mich dermaßen mit Wein zugeschüttet, dass ich in dem Alkohol getrost behaupten kann glücklich gewesen zu sein – manchmal ist der böse Alkohol eben doch zu etwas Nütze. ;)



    Es schien wirklich alles Unglück nur auf diese heilige Zeit gewartet zu haben. Bis hierhin wirkt dieser Beitrag sicher wie ein Alptraum. Aber nun kommt das wichtigste, die Botschaft die ich eigentlich mit der Geschichte verdeutlichen will:


    Während all dieser Zeit gab es trotzdem Menschen die mit diesen sehr eingeschränkten Mitteln versuchten als Freunde irgendwie da zu sein. Da gab es lange Mails, auf die ich sehr lange Mails zurückschrieb. Mails die sich ganz mir widmeten. Da gab es kleine SMS die zeigten, dass an mich gedachte wurde – auch wenn ich mir dessen vielleicht nicht bewusst war. Da gab es Packete die mit der Post kamen, mit überraschendem Inhalt. Und einen Anruf an den ich mich gerade erinnerte, der von einer Telefonzelle aus geführt wurde und trotzdem eine halbe Stunde ging – es war verrückt, aber so erfuhr ich etwas aus meiner zweiten Heimat bei Hamburg.
    Und DIESE kleinen Dinge waren es, die in all dieser scheußlichen Zeit wie Balsam auf der Seele lagen, denn ich kann getrost behaupten, für sie Nächsenliebe noch etwas Selbstverständliches ist. [Und natürlich tat mir auch so manche Musik sehr gut, z.B. „Ave Verum“ KV 618]. Ich weiß nicht wie oft man solch eine Zeit hat. Für mich war es das zweite Mal, denn als ich von Mainz nach Hamburg zog war ich ebenso alleine. Das war sogar noch schlimmer, denn damals gab es wirklich KEINEN den man da oben kannte. Nur meine Familie, und die hatten alle dasselbe Problem wie ich. Nur war ich damals wie gesagt ohnehin gerne alleine, darum war der Unterschied gar nicht so schlimm zu dem Zeitpunkt vor dem Umzug. Das war bei dem letzten Umzug anders, denn in den 8 Jahren in Hamburg lernte ich erst den Wert einer Freundschaft kennen, oder der der Liebe.



    Ich weiche ab…
    Zurück zu 2008. Diese Dinge waren es jedenfalls, die einen Funken Hoffnung über die Zeit legten und sie irgendwo doch erträglicher machten als sie war. Nach Weihnachten ging dieser Schatten dann ruckartig weg, wie die Dunkelheit durch die Sonne. Ich lernte Menschen in der Nähe kennen, das Internet wurde repariert, der Frühling kam und ich lernte sogar jemanden kennen, mit dem ich auf sämtlichen Punkten so auf einer Wellenlänge war, dass man sich von Anfang an verstand, als wäre man schon immer befreundet gewesen.


    Denke ich heute an diese Zeit zurück, durchzuckt mich nicht mehr das Gefühl dieser Einsamkeit. Sondern ich erfreue mich immer wieder aufs Neue, über die Menschen die damals einfach da waren, so gut es ging. Das ist das Gefühl der Freundschaft und der Liebe der Freundschaft. Und damit schließe ich übrigens meine Familie mit ein. Sie versuchten auch mir die Zeit damals erträglich zu machen, nur war ich damals nichtmal in der Lage zu erkennen, dass sie es taten…


    Ich liebe meine Freunde. Keinen so, dass man es in eine Begrifflichkeit reinzwängen könnte und irgendwie umschreiben könnte. Jeden anders. Und es sind oft kleine und banale Dinge, die ich mir in Bezug auf viele Menschen merke und nie vergesse. Und dazu zählen auch viele Dinge, aus dieser Zeit.
    In diesem Sinne wünsche ich allen eine fröhliche Weihnachtszeit, auch denen, die in dieser Zeit einsam sind. Das Glück lächelt einen nicht immer an, aber es schaut einem oft zu. ;)



    :hello:


    C.

    Auch bei mir kam heute ein Sinterklaas-Geschenk an. Und ich untertreibe nicht; die Musik - vielmehr die Interpretation - macht mich sehr glücklich. Den Dirigenten Sie Charles Mackerras kannte ich bisher nur vom Namen. Hätte ich gewusst, dass er meinen Geschmack SO genau trifft hätte ich ihn vermutlich schon eher favoritisiert. Die Einspielungen Mozarts Sinfonien sind einfach GROßARTIG! :jubel: :jubel: :jubel:
    Und endlich mal jemand der den Sinfonien Feuer unterm Hintern macht. :P




    Inzwischen hab ich schon die Hälfte gehört... Einfach fantastisch. Von Mackerras werde ich demnächst mir mit Sicherheit mehr zulegen. =)
    Und Tausend Dank an die 2 lieben Freunde die es ermöglichten, dass ich es heute hören kann!


    :hello:



    C.

    01. Dezember = musicophil
    02. Dezember =
    03. Dezember =
    04. Dezember = Thomas Pape
    05. Dezember =
    06. Dezember =
    07. Dezember = Sakow
    08. Dezember =
    09. Dezember =
    10. Dezember = Kopiroska
    11. Dezember =
    12. Dezember = Operngernhörer
    13. Dezember = musica
    14. Dezember =
    15. Dezember =
    16. Dezember = Christian Biskup
    17. Dezember =
    18. Dezember = Peter Grimes
    19. Dezember = Sakow
    20. Dezember = Basti
    21. Dezember =
    22. Dezember =
    23. Dezember = Liebestraum
    24. Dezember = musicophil


    Könnte sein, dass ich das am 7ten aus äh...geschäftlichen Gründen doch nicht einhalten kann, aber ich bleibe vorerst optimistisch.



    C.

    01. Dezember =
    02. Dezember =
    03. Dezember =
    04. Dezember =
    05. Dezember =
    06. Dezember =
    07. Dezember =
    08. Dezember =
    09. Dezember =
    10. Dezember =
    11. Dezember =
    12. Dezember =
    13. Dezember = musica
    14. Dezember =
    15. Dezember =
    16. Dezember =
    17. Dezember =
    18. Dezember = Peter Grimes
    19. Dezember = Sakow
    20. Dezember =Basti
    21. Dezember =
    22. Dezember =
    23. Dezember = Liebestraum
    24. Dezember =

    Zitat

    Original von Ulli
    und deswegen zu meinen heißgeliebten - gehören die Menuette aus Mozarts Streichquartett F-Dur KV 590 (...)


    Seit Freitag geht mir das Menuett auch nicht mehr aus dem Kopf. Langsam find ich allgemein Gefallen an Strechquartetten.
    Dieses Menuett ist jedenfalls sehr geil. :jubel:



    C.

    Zitat

    Original von Ulli


    ?( ?( ?(


    Adagio C ist meines Wissens nicht als besonders schnell zu betrachten... :pfeif:


    Hab ich nicht nachgeschaut, ergo;
    Wusst ich nicht, ich hab einfach mal darauf vertraut was DU mir sagtest, weil du mir damals verklickern wolltest Mozart würde diese Adagio ja viiiiiel schneller spielen als ich es mir anhören würde... :P
    Ich soll doch wohl nicht aufhören die blind zu vertrauen? 8o8)



    :hello:

    Ich muss trotz der Anregung bei Karl Böhm bleiben. Er dirigiert den Mozart eben so wie ich ihn hören will, das ist alles.
    Manchmal hat das mit Mozarts Vorgaben sogar wenig am Hut, so würde ich den Adagio-Anfang von Mozarts Prager Sinfonie niemals so schnell spielen lassen, wie ihn Mozart vorschrieb. :pfeif:


    Karl Böhm trifft eben MEISTENS (bzw. am meisten) bei mir ins Schwarze - zumindest mit den Aufnahmen die ich bisher von ihm kenne.



    :hello:

    Zitat

    Original von Alfred_Schmidt
    Die Moldau ist vermutlich ein Musikstück, daß sich einem erst in "reiferen "Jahren erschließt.


    Och, ich mag die Moldau jetzt schon. :D
    Obgleich Romantik - Smetana gehört zu den wenigen Komponisten aus dieser Epoche die ich wirklich gerne höre.
    Und zudem war die Moldau einer meiner ersten Berührungen mit der Klassik, weil es das einzige klassische Werk ist, welches mein Vater wirklich liebt.
    Eine gelungene sinfonische Dichtung, mit sehr vielen Überraschungen und Ideen.


    C.

    Zitat

    Original von Travinius
    Filmmusik ist häufig instrumental und eine Brücke zwischen den Welten (über Filmmusik kann man auch manchen Pop-Hörer 'einfangen').


    Was aber auch wiederum daran liegt, dass die Leute den Film kennen, und so auf die Filmmusik gebracht werden - denn sie müssen sie sich schließlich anhören wenn sie den Film gucken wollen.
    Alfred hat hierbei ja schon KV 467 erwähnt, das auf einmal ganz begehrenswert war... die Noten haben sich aber durch den Film nicht verändert. :rolleyes:


    C.

    Zitat

    Original von Thomas Pape
    Für die Hemmschwelle sorgen glaube ich die Klassikliebhaber selber. Viele meinen, durch ihre Leidenschaft etwas Besseres zu sein.


    (...)


    Viele freuen sich aber leider daran, allein im Elfenbeinturm zu sein.


    Das Gefühl hatte ich bei den MENSCHEN nie. Als hier in Tamino kam konnte jeder an meinen Beiträgen sehr schnell feststellen, dass ich absoluter Hör-Anfänger war, nannte die Werke sogar noch "Lied", weil ich das aus der Pop-Welt meiner (trotzdem damals schon ungeliebten) Altersgenossen her kannte.
    Und trotzdem wurde ich deswegen eher zuvorkommend, als abweisend behandelt. Nie wurde ich so behandelt, als könnte ich nicht mitreden.


    Und nicht zuletzt konnte ich durch den Prozess der letzten Jahre beobachten, wie schwer es eigentlich ist in die Klassik einzutauchen. Das fängt damit an seinen Stil in der Klassik zu finden. Die meisten glauben ja "Klassik? Ist doch alles eine Suppe. Mozart, Wagner und so..." Dass sich die Romantiker und die Wiener Klassiker aber fast gar nicht stilmäßig berühren ist kaum einem bewusst.
    Ebensowenig, dass "Romantik" nicht wirklich bedeutet, dass es sich hier nur um romantische Musik handelt, und "Wiener Klassik" nicht wirklich was mit kitschiger Effekthascherei zu tun hat.
    Kurzum; Es herrscht eine absolute Unwissenheit bei den Nicht-Klassikhörern, und DEM müsste man eigentlich abhelfen.


    Und da gebe ich dir, lieber Thomas, recht; da ist die Klassikwelt einfach zu abgeschottet und eigen. Herblassung findet da statt, wo die Grenze zu den Hörern der "Unterhaltungsmusik" greifbar nah ist, weil die Klassikwelt sich für diese Menschen symbolisch abschottet - sei es auch nur durch eine Verweigerung Klassik bei eben diesem Publikum zu spielen. Dabei würden sicher viele eine Leidenschaft in sich entdecken, für Bereiche aus der Klassik. Aber die Leute kennen eben nur die berühmtesen Sachen, und in der Regel - so traurig das klingt - verdanken wir das bisschen Wissen den Klingeltönen der Handys.


    Aber in einem muss ich dir auch Recht geben: Ich schätze mich sehr glücklich, in diesem Elfenbeinturm zu sein. Allerdings ist das nicht ganz richtig, denn ich bin ja nicht alleine.
    Ich bin in einer Minderheit, was zusätlich abschreckt, wie Ulli ja schon sagte. Nur die wenigsten haben den Willen nur das zu tun was sie wirklich wollen, unabhängig davon was andere davon finden. In der Schule spielen die Altersgenossen da eine große Rolle, in anderen Bereichen (also nicht nur der Musik) sind es z.B. die Eltern.
    Warum das so ist versteh ICH nicht, was aber daran liegt dass ich schon immer tue was ich WIRKLICH will, und mich damit nicht selten auch zu Seiten der Minderheit zählen darf. Dabei entscheidet man ja selbst dabei sehr wenig. Musikgeschmack, den hat man halt.
    Und ich kann z.B. auch ganz gelassen behaupten, dass mir die moderne Pop-Musik nix gibt und mir nicht gefällt, denn ich hab sie mir ja angehört. Sehr viel sogar. Manches gefällt mir sogar.
    Die Pop-Hörer können das aber in der Regel nicht von der Klassik behaupten. Sie kennen sie halt nicht/kaum. Unwissenheit... :pfeif:


    C.

    Johannes Roehl : Stimmt, aber es ist auch sehr verständlich. Die jungen Künstler haben eine bessere Chance auf Erfolg, wenn sie Mozart, Beethoven, Vivaldi, Brahms usw. spielen, statt Werke jener Komponisten die sich nicht allgemeiner Beliebtheit erfreuen, sondern eher den kleinen Kreis Freude bereiten - und Klassikhörer sind schließlich ohnehin ein kleiner Kreis.


    Ich kann für mich sprechen; Violinkonzerte langweilen mich sehr schnell. Warum?? Das weiß ich selbst nichtmal so genau. Liegt es wohlmöglich an den Werken die ich bisher vernahm, oder liegt es doch daran dass die Violine als SoloInstrument mich langweilt?
    Nichtmal die Konzerte von Mozart gehen mir wirklich nahe (eigentlich so richtig Dankbar bin ich nur für Werke, wo unklar ist ob sie wirklich von ihm sind (?(), oder wo ein Klavier oder eine Viola noch vorhanden ist).


    Aber es hat nix mit Mozart zu tun. Selbst bei Beethoven würde ich die Klavierkonzerte vorziehen.
    Ein Klavier ist anbei erwähnt aber in meinen Augen ohnehin das idealste Konzertinstrument, denn man kann es ausreizen wie 3 Soloinstrumente anderer Art. Vielleicht auch der Grund, warum Werke mit mehreren Streichinstrumenten mir mehr zusagt? Weil eines alleine langweilig ist bzw. komplett auf das Orchester angewiesen ist und ohne nicht glänzen kann?
    Ich weiß es nicht. Aber das Phänomen, welches Alfred anspricht, trifft bei mir zumindest (meistens) zu.



    C.

    Aber warum denn nicht?
    Der MP3-Player kommt immer dann zum Einsatz, wenn die Anlage ausfällt. Sieht halt doch ein bisschen blöd aus, wenn man seine Anlage mit in die Stadt nimmt...


    Ich benutz den mp3p. zurzeit meistens zum Joggen. Das reicht meistens genau für einen Kopfsatz eines Klavierkonzertes. :D
    Ansonsten wie gesagt für in die Stadt. U-Bahn Fahrten machen so auch mehr Sinn.
    Ein bisschen Extraherb; iim Schulunterricht. :untertauch:


    Den Eipott ( :baeh01:) würde ich mir nie zulegen, für das Geld könnte man ja soooo viele CD's kaufen... :faint:



    C.

    Ehrlichgesagt halte ich überhaupt nichts von Spaß in der Musik. Musik soll mich rühren.
    Wenn ich lachen will, erzähl ich Witze. Aber nie würde ich Musik dazu verwenden. Reine lustige Musik würde mich zudem auch langweilen. Daran hab ich kein Interesse.


    Ab und an passiert es aber, dass es Stellen gibt die mich auf irgendeine Weise zum schmuntzeln bringen. Ich erinnere mich da spontan an eine Kadenz eines Klavierkonzertes, bei dem der Tremolo so spontan kam, dass es witzig klang.
    Prozentual - um an den Threadtitel anzuschließen - würde ich sagen:
    Spaßfaktor vllt 5...



    C.

    Ich dirigiere sowieso jedes Stück automatisch mit den Händen, wenn ich es höre. (Ein Glück also, dass ich immer mein Zimmer vorher abschließe, Intimitäten gehören schließlich fast nur einem alleine und Musik hören IST eine Intimität).
    ABER was wirklich mal liebend gerne dirigieren würde, wäre Mozarts Sinfonie g-moll KV 550, das Werk beschäftigt mich schließlich schon solange ich Mozart kenne und überrascht mich doch immer wieder.


    PS: Natürlich KEIN HIP-Orchester. :untertauch:

    Zitat

    Original von Detlef
    Übrigens Deine Links sind abgelaufen ;(


    Eine Eigenart von Chip - vermutlich um sich abzusichern.
    Ist aber kein Problem. Man findet die Programme direkt, indem man bei Google den Namen des Programms eintippt und direkt dahinter "Chip". Dann kommt man direkt dahin.
    Beispiel:
    "No 23 Chip"


    ;)


    (Chip ist übrigens nur die Downloadseite. Ich empfehle sie, weil sie sehr zuverlässig und sicher ist. Virengeprüft noch dazu.


    Zitat


    Kein Wunder. Der Mensch heißt ja auch Haydn.


    Und ohne deinen Beitrag hätte natürlich kein Mensch gewusst, wen ich meine, gell? :baeh01:

    Haydenliebhaber sollten diese Woche nicht verpassen, dass seine Sinfonie No. 103 in Es-Dur (Die mit dem Paukenwirbel :beatnik:) diese Woche zum Download zur Verfügung steht.


    Nurnoch 4 Tage.




    [SIZE=7]Eine weitere Sinfonie Haydens, dir mir nichts tat.[/SIZE] :baby:



    :hello:



    C.

    Mir gehts es so ziemlich genauso wie Ulli.
    Es ist ein Hin und Her von Vorfreude und Enttäuschung. Als ich das erste Mal die Fuge "Amen" aus Mozis Requiem hörte, welches Süßmayr ja einfach wegließ, freute ich mich wie ein kleines Kind als ich es bekam, und ärgerte mich als es nach 21 Sekunden schon vorbei war. :hahahaha: :angry:


    Mir geht es bei Fragmenten des geliebten Komponisten in erster Linie dabei so, dass ich mich ihm irgentwie näher und vertrauter fühle, als bei den vollendeten Werken.
    Warum das so ist, kann ich nicht sagen. Vielleicht weil man das unvollendete Werk als eine Art Schwäche ansieht, aber wohlwissend, dass es vollendet ein mächtiges Werk WÄRE? Wäre ein Ansatz einer Vermutung.


    Oder aber, weil man dem Komponisten sogar mal böse sein kann, weil er so dreist war das Werk nicht zu vollenden. :D
    Bei Todefällen trifft das nicht zu, aber die meisten Fragmente entstehen ja zu Lebzeiten. Wenn Geld Schuld dran war, frag ich mich auch oft wo denn so der Wert der Musik für den Komponisten steht, wenn er (nicht selten geniale) Werke abbricht, weil es nicht mehr bezahlt wird...


    C.