Beiträge von Jonathan Feller

    Hallo,


    von Rubinstein gibt es zwei Boxen mit unterschiedlichem (?) Inhalt:




    So wie es scheint sind auf der ersten (mit 11 CD's) auch die Klavierkonzerte drauf, auf der Original Jacket Collection (10 CD's) dagegen nicht.
    JPC gibt bei beiden als Datum 1946-1967 an, in den einzelnen Trackbezeichnungen steht aber für die 11 CD-Box "1991 Remastered" und für die 10 CD-Box "1999 Remastered", bei den Balladen und Scherzi sogar "2004 Remastered" offenbar für eine SACD-Ausgabe.


    Kann jemand sagen ob tatsächlich die gesamte Ausgabe nach 1991 nochmal neu "gemasterd" wurde und wenn ja, ob es in der Qualität Unterschiede zum älteren Mastering gibt?


    Viele Grüße,
    Jonathan

    Beim deutschen Amazon zahlt man auch nur 20 Euro. Allerdings erst ab 13 Juni. In Frankreich anscheinend schon ab 24 April zu haben. Gibt es denn schon stimmen zur Interpretation?





    Gerade im Thread zu den Brahms-Cellosonaten bin ich über die Einspielung von Bylsma gestolpert. Bei JPC gibt es sie zur Zeit in einem 11 CD Set für 20 Euro. Sollte man also nicht nur die Brahms-Sonaten wollen, ist man hier gut beraten, sofern einen die Interpretationen interessieren...


    Gruß,
    Jonathan

    Johannes Roehl


    Ich dagegen kann die Kremer-Box ausdrücklich empfehlen. Die Interpretation insbesondere der zweiten Schumann-Sonate zählt für mich zu den wichtigsten Musikaufnahmen überhaupt. Hier gelingt Kremer und Argerich ein absolut einmaliges musikalisches Zusammenspiel.
    Der Brahms ist sicherlich außergewöhnlich interpretiert, sehr intellektuell und feinfühlig und wie gesagt teilweise extrem langsam, sicher nicht die Standart-Referenzaufnahme, aber für mich ebenfalls eine hochinteressante, alternative Lesart.
    Ich mag einfach die Art wie Kremer Bartok spielt und habe außerdem nicht allzu viele Vergleichsmöglichkeiten, aber verkehrt liegt man hier auch nicht.


    Von den anderen Sachen hat mir besonders die Busoni-Sonate sehr gefallen.
    Zur Einschätzung meiner Empfehlung sei gesagt das ich die Beethoven-Sonaten mit Kremer und Argerich als moderne Referenzeinspielung betrachte.


    Viele Grüße,
    Jonathan

    Zitat

    Original von pt_concours


    Dazu erzählt S.Richter:
    "... Die Umstände seines Todes waren jedoch schrecklich. Vor einer Tournee war er zu einer Kontrolluntersuchung ins Krankenhaus gegangen. Man gab ihm eine Spritze, und drei Minuten später war er tot. Das war in der Kreml-Klinik. Man sagt, dass die Ärtze dort nach politischen Profil ausgesucht werden. So kam es , dass sie aus Unfähigkeit sich in der Spritze geirrt und ihn getötet haben."


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    8o Das war mir total unbekannt. Wo kann man das nachlesen?

    Zitat

    Tatsächlich würde auch ich gerne, wenn ich ein bestimmtes Stück höre, sagen können: „Oh, Es-Dur.“ Kann ich aber nicht. Threads wie „Welches ist eure Lieblingstonart“ bleiben mir verschlossen.


    Mach dir da mal keine große Hoffnung. Ein absolutes Gehör hat man, oder man hat es nicht. Wirklich lernen kann man das nicht...
    Viel wichtiger ist aber vermutlich sowieso die relative und nicht die absolute Tonhöhe. Und hier kann man einiges durch Gehörbildung lernen. Allerdings ist das Programm ja wirklich ziemlich teuer zu sein, gut also das man es vorher kostenlos testen darf.
    Gibt es Erfahrungen mit anderen Programmen?



    Hallo,


    jetzt kann ich meinerseits dir zustimmen. Die Inszenierung ist wirklich gemäßigt, mir war allerdings einiges einfach zu plakativ, besonders im Hinblick auf die zweite Gralsspeisung (im dritten Akt) oder auch Kundry. Es gibt aber auch wirklich geniale, beeindruckende Szenen (auf die Inszenierung bezogen).
    Also wie Bernd sagt: Auch für konservative Operngänger gut zu ertragen :)


    Zu Nagano wolle ich noch erwähnen dass er relativ rasche Tempi vorgibt, damit aber meinem Empfinden nach trotzdem der Weite und "Langsamkeit" des Parsifals gerechter werden kann als einige Kollegen (ich denke hier an die CD-Produktion mit Barenboim), die scheinbar um jeden Preis langsamer als Knappertsbusch sein wollen.


    Viele Grüße,
    Jonathan

    @Felipe II.


    Der Orchesterpart letztes Jahr war eine der besten Wagner-Aufführungen die ich je gehört habe (Dirigent Kent Nagano), die Sänger dagegen sehr unterschiedlich, wirklich überzeugen konnte mich John Tomlinson als Gurnemanz, der allerdings dieses Jahr nicht dabei zu sein scheint.
    Die Inszenierung (Peter Konwitschny) ist auszuhalten aber sicher streitbar, sollte dich jedoch nicht davon abhalten dir selbst ein Bild zu machen.


    Vielen Grüße,
    Jonathan

    Sehr interessant ist in diesem Zusammenhang der Essay "C.Ph.E. Bach und L.V. Beethoven - zwei Originalgenies" von Peter Rummenhöller, zu finden in der Bärenreiter-Werkeinführung zu den 9 Sinfonien Beethovens.


    Dort kann man lesen:
    "Der Begriff der Genialität in der Kunst wie in der Wissenschaft zielt auf einen Bereich, der den Anteil von Irrationalität am Schaffungsprozeß trivialisiert. Diese Irrationalisierung wie Trivialisierung ist unlösbar mit der Kulturokkupation des Bürgertums am Ende des 18. Jahrhunderts verbunden."
    (Die 9 Sinfonien Beethovens, Renate Ulm(Hg.), Bärenreiter 2005)


    Gruß,
    Jonathan

    Der Solti-Ring hat meiner Meinung nach in der Tat das Problem, das man nach dem Rheingold mit George London die drei "Hauptteile" des Werks mit Hotter als Wotan nicht so richtig genießen kann. Man trauert hier dann fast zwangsläufig dem Rheingold nach, das eine Ahnung gibt was aus der gesamten Produktion hätte werden können...
    Trotzdem ist der Solti-Ring bedenkenlos als Referenz-Aufnahme zu nennen.


    Viele Grüße,
    Jonathan