Beiträge von Belkanta

    Hallo,


    nach meiner Meinung ist es auch Kunst, die Talente, die jemand in die Wiege gelegt worden sind, so an andere weitergeben zu können, dass sie Freude daran haben.


    Insofern kann diese Kunst dazu beitragen, nicht nur Kommunikation zu bewirken, sondern sehr viel mehr für andere Menschen zu tun.


    Ich schreibe das nicht nur so, sondern aus eigener Erfahrung.


    Viele Grüße
    :hello:
    Belkanta

    gerade in einem Kalenderblatt gefunden:


    Staatsoper Wien 1983.
    Am 25. Juni 1983 wurde an der Wiener Staatsoper "La Bohème" von Giacomo Puccini gegeben. In den Titelpartien: Placido Domingo und Mirella Freni.


    Nach Ende des zweiten Aktes drohte der totale Eklat, denn Dirigent Giuseppe Patané hatte sich aufs Heftigste mit dem Orchester zerstritten und weigerte sich, weiterzudirigieren. Als Streikbrecher betätigte sich Konzertmeister Erich Binder, der den dritten und vierten Akt pannenfrei über die Bühne brachte.


    Das Publikum war außer sich vor Begeisterung und rief die Stars 83 mal vor den Vorhang. Die Applausorgie kam schließlich auf Spielfilmlänge: 90 Minuten. Wie Maestro Patané den Enthusiasmus aufgenommen hat, ist nicht überliefert.

    Hallo, :pfeif:


    es gibt für mich einen Wandel im Geschmack - ob ich das will oder nicht. Zum einen hat natürlich, wenn man so will, die gesangliche Umwelt für mich Einfluss. Zum anderen ist es aber auch so, dass ich mich auf einmal mehr dem zuwende, für das meine Singstimme geeignet ist. Das ist auch die Operette, meist die deutsche oder österreichische Operette und ich kann gar nicht dagegen an.


    Um auf die Singstimmen zu kommen: So nach und nach zählen für mich die schmalen, leichten, fast überirdisch schön klingenden Stimmen mehr als die vollen, sehr warmen (Obwohl Placido Domingos Stimme für mich noch immer schön und vor allem warm klingt.).


    Neulich hatte ich Gelegenheit, bei einem Lieder- und Arienkonzert von Gesangsstudentinnen einer Musikhochschule zuzuhören. Gleich die erste Stimme, ein schmaler Sopran mit fast sphärischem Klang hat mich sehr beeindruckt. Die nachfolgenden, technisch unglaublich gekonnt klingenden Lieder und die Stimmen dazu waren für mich irgendwie nicht so hochwertig - aber das ist wohl mein Zeitgeschmack.


    Schaden kann es bestimmt nichts, sich selbst von Zeit zu Zeit klarzumachen, das man sich vielleicht nicht so dem jeweiligen Modegeschmack angleichen darf. Aber wahrscheinlich ist davor niemand gefeit.


    Viele Grüße :hello:


    Belkanta

    Hallo miteinander,


    es geht zwar hier um die Definition von vibrato und tremolo, aber als Sängerin möchte ich dazu doch etwas über den direkten Klang schreiben.


    Ein vibrato gibt einem Ton oder mehreren Tönen Schönheit, nimmt Glattes, kalt Wirkendes. Es kann sogar vermitteln, dass Gesang sehr von Herzen kommt. Das tremolo vermittelt, ich nenne es einmal so, unbedarften Zuhörern (also Nichtwissenden zur Gesangstechnik) zunächst einmal ein unangenehmes Gefühl, es ist fast Abwehr, oft auch unbewusst. Das richtige Maß zu finden, vielleicht sogar zwischen Beidem, ist nicht so leicht. Ich finde, nicht nur ungenügende Stütze bringt zu viel Flackern im Ton, es kann auch sein, das nervlicher Stress vorliegt, der zu großen Tonschwankungen bringt.


    Singen ist für mich viel zu sehr auch im Unterbewusstsein angesiedelt, als dass mir genaue Definitionen da weiterhelfen würden. Natürlich, Erlernen der richtigen Technik gehört dazu - dann ist es, finde ich, möglich, automatisch Stimmschönheit voll einzusetzen.


    Aber das alles ist nur meine Ansicht, mein Aspekt. Sicherlich gibt es noch ganz andere Sichtweisen dazu.


    Viele Grüße und ein schönes Wochenende


    Belkanta

    Hallo allerseits, :hello:


    ab und zu begleite ich mit meinem Piano-Akkordeon einen Chor. Es ist ein Hobby-Chor, in dem ältere Menschen singen. Ich mache das seit vielen Jahren. Im Lauf der Zeit wird mir immer mehr bewusst, wie sehr ich durch meine Begleitung Einfluss auf das Sing-Geschehen nehmen kann. In einem Bücherei-Buch über das Arbeiten mit einem Chor habe ich vor längerer Zeit gelesen, dass es vor allem bei neuen Liedern hilfreich ist, wenn es sinngemäß passt, deutlich abzusetzen und durch Betonung und auch Geschwindigkeitswechsel einen Endpunkt zu setzen. Das hilft den Sängern, einfacher zum nächsten Betonten im Lied überzugehen.


    Es ist vielleicht von Nutzen, wenn ich hier beschreibe, dass wir Volkslieder und Evergreens singen. Viele sehr alte Volkslieder sind für Neulinge gar nicht so einfach wiederzugeben, das gilt wohl für Evergreens gleichermaßen. Auf jeden Fall, musikalische Hilfen während der Begleitung zu geben, ist mir viel wert, wir kommen dann besser zurecht miteinander. Außerdem geht auch das musikalische Lenken einfach - ohne viel Worte und trotzdem ziemlich durchgreifend. Dafür ist das Akkordeon wohl prädestiniert, kann es sich doch schon von den Lautstärke-Möglichkeiten her sehr gut durchsetzen.


    Mit dem Spielen der Bässe dabei bin ich mitunter sehr gerne zurückhaltend, sie stören manchesmal, sie setzen aber durchaus gute Akzente (auch ein dezentes Schleifenlassen bringt einmal sehr gute Effekte). Auch über das mehrstimmige Tastenspiel habe ich mir schon viele Gedanken gemacht. Es wirkt ohne Zweifel gehaltvoll. Es kommt aber auch auf die Liedpartien an und zartes Einstimmiges wirkt nicht selten sehr pointiert.


    Und jetzt bin ich gespannt, ob es hier jemanden gibt, der ähnliche oder ganz andere Erfahrungen macht oder gemacht hat. Es muss nicht unbedingt mit Hilfe eines Akkordeons sein - obwohl mich eine andere fachbezogene Meinung dazu überaus interessieren würde. Vielleicht bringt ihr Leser, die ihr dabei völlig unbeteiligt seit, aber auch einen neuen Denkaspekt für mich, das wäre nicht schlecht.


    Viele Grüße


    :pfeif:


    Belkanta

    Hallo Thomas,


    danke schön! Inzwischen habe ich noch in einem meiner Liederbücher gefunden: Worte und Weise sind von Werner Gneist; aus "Bruder Singer".


    Schade, dass dieses Lied viel zu wenige Leute kennen - diese Erfahrung mache ich immer wieder, denn auch die Melodie finde ich sehr schön.


    Viele Grüße
    Belkanta

    "Es tagt, der Sonne Morgenstrahl" geht noch weiter:


    Wem nicht geschenkt ein Stimmelein, zu singen froh und frei,
    mischt doch darum sein Lob darein mit Gaben mancherlei
    und stimmt auf seine Art mit ein, wie schön der Morgen sei.


    Zuletzt erschwingt sich flammengleich mit Stimmen laut und leis
    aus Wald und Feld, aus Bach und Teich, aus aller Schöpfung Kreis
    ein Morgenchor, an Freude reich, zu Gottes Lob und Preis.


    Leider weiß ich nicht, von wem diese Worte sind - des öfteren singe ich sehr gerne dieses Lied für andere Menschen.


    Einen schönen Morgen wünsche ich euch allen! :hello:
    Belkanta

    Hallo allerseits, :yes:


    Musik ist nach meiner Meinung Medizin und Schmerztherapie - ich weiß es sogar, weil ich es selbst oft genug miterlebe.


    Allerdings kann ich das nur als Laie beurteilen, nicht aus der Sicht von beruflichen Musiktherapeuten. Aber aus Foren über Musiktherapie weiß ich, dass sogar in manchen, wenn auch sehr begrenzten Fällen, die Krankenkassen in Deutschland zumindest einen Kostenanteil übernehmen - also ist das durchaus ernst zu nehmen.


    Aber zurück zu mir: So oft schon habe ich in Pflegeheimen, in denen ich musikalisch tätig bin, miterlebt, was Musik bewirken kann. Sehr oft werden Schmerzen, so lange sie noch einigermaßen erträglich sind, verdrängt und sogar vergessen. Und Medizin ist Musik allemal - sind die Menschen doch nach Zuhören und auch Mitmachen hinterher deutlich seelisch aufgerichtet, ohne dass ein richtiges Medikament nötig ist.


    Und da das Mitsingen auch das Selbstbewusstsein ungeheuer stärken kann (in dem Bewusstsein "Ich kann das noch, und wie gut!", ist jedes Musikmachen, ob mit Instrument oder der eigenen Singstimme, sowieso ein sehr guter Faktor.


    Für mich selbst ist die Musik oft genug eine riesengroße Hilfe. Gerade bei seelischen Tiefs und sogar bei körperlichen Schmerzen lenkt sie mich ab oder verändert meine Stimmung sehr ins Positive. Ohne Musik könnte ich nicht leben!


    Ein schönes Wochenende wünsche ich euch noch - voller Musik!
    Belkanta

    Hallo allerseits,


    ich mag Cembalo-Klänge. Allerdings nur dort, wo sie hinpassen - sei es von der Umgebung her oder musikalisch gesehen.


    Es ist für mich sowieso interessant, alte Instrumentenklänge zu hören. Das kann das musikalische Gehör doch nur schulen, aufgeschlossen zuzuhören und gerade die alten Klänge aufzunehmen. Wie sonst sollte sich ein Vergleich zu Neuerem ermöglichen lassen!


    Freundliche Grüße
    Belkanta

    Hallo allerseits,


    des öfteren habe ich miterlebt, dass Musikhörende fast so etwas wie Gänsehaut bekommen. Ich vermute, dass das keine vegetative Fehlsteuerung ist - ganz im Gegenteil. Sehr sensible Menschen empfinden nach meiner Ansicht sehr viel mehr als andere und sie reagieren deshalb vielleicht eher mit Gänsehaut. Große Sensibilität mag manchesmal nicht unbedingt positiv sein; aber beim Mitempfinden von Musik können so Hörende, denke ich, mehr genießen, als andere.


    Freundliche Sonntagsgrüße
    Belkanta

    Hallo ihr alle, :hello:


    gerade habe ich gelesen, dass aus Anlass von 400 Jahre Oper die "European Opera Days" veranstaltet werden. Hier ist der Link dazu:


    http://www.operadays.eu/de/


    Eventuell steht in der Tagespresse, welche Veranstaltungen die heimischen Opern bieten. In Nürnberg gibt es verschiedene Angebote für morgen im Staatstheater Nürnberg.


    Viele Grüße und ein schönes Wochenende
    Belkanta

    Hallo,


    es gibt ein Wiegenlied von Carl Maria von Weber:


    Schlaf, Herzenssöhnchen


    Schlaf, Herzenssöhnchen, mein Liebling bist du!
    Schließe die blauen Guckäugelein zu;
    alles ist ruhig, ist still wie im Grab;
    schlaf nur, ich wehre die Fliegen dir ab.


    Jetzt noch, mein Püppchen, ist goldene Zeit,
    später, ach später ists nimmer wie heut',
    stellen einst Sorgen um's Lager sich her,
    Herzchen, da schläft sich's so ruhig nicht mehr.


    Engel vom Himmel, so lieblich wie du,
    schweben um's Bettchen und lächeln dir zu;
    später zwar steigen sie auch noch herab,
    aber sie trocknen nur Tränen dir ab.


    Schlaf, Herzenssöhnchen! Und kommt gleich die Nacht,
    sitzt deine Mutter am Bettchen und wacht;
    sei es so spät auch und sei es so früh,
    Mutterlieb, Herzchen, entschlummert doch nie.


    Außerdem finde ich auch eine Volksweise mit dem Text von Wilhelm Hey sehr schön: "Weißt du, wieviel Sternlein stehen".


    Viele Grüße
    Belkanta

    Hallo, :hello:


    mein Avatar soll meine Liebe zur Stadt Nürnberg demonstrieren: Es ist ein Ölbild, das das Heilig-Geist-Spital zeigt.Gemalt hat das Bild mein Großvater und ich mag diese Ansicht sehr.


    Viele Grüße
    Belkanta

    "Die Kunst ist eine Vermittlerin des Unaussprechlichen."


    Das betrifft sicherlich auch die musikalische und genauso Kunst zum Ansehen.


    Diese Worte von Goethe haben mich sehr nachdenklich gemacht - vielleicht geht euch das auch so.


    Ein schönes Wochenende :hello:
    Belkanta

    Hallo Blondchen, hallo Mezzo,


    das Mendelssohn-Duett "Ich wollt, meine Lieb ergösse sich all in ein einzig Wort..." habe ich im Duett Sopran/Mezzosopran gesungen und ich finde es sehr schön - ich kann es nur empfehlen.


    Viele Grüße
    Belkanta

    Hallo,


    als Hobbymalerin würde ich schon auch gerne hier schreiben, kann zu Ölmalerei allerdings nur eine Erzählung beitragen. Denn ich male und zeichne gerne meist mit Aquarellfarben, die nach meiner Meinung Transparenz sehr schön zur Geltung kommen lassen gegenüber den Ölmalereien.


    Doch zu meiner Erzählung: Während meiner Kinderzeit konnte ich oft meinem Großvater, einem Maler, zusehen, wie er ein Bild mit Ölmalerei gestaltete. Ich tat das zwar auf Zehenspitzen, weil ich noch kaum über die Tischkante sehen konnte, aber ich fand das ungeheuer spannend. Ich werde auch nie die Erklärung vergessen, dass bei Ölmalerei im Gegensatz zu Aquarellmalerei von Dunkel nach Hell gearbeitet wird. Und die Hinweise darauf, dass bei Aquarellen das Weiß nicht unbedingt gezeichnet wird, sondern die weiße Papierfarbe durchscheinen soll.


    Für mich ist Malen, der Umgang mit Farben, wie Musik. Es gibt sicherlich viele Hobbymaler unter den Musikern hier, denn die Gebiete finde ich, sind sehr verwandt.


    Meine Aquarelle sind keine großen Kunstwerke, aber sie drücken für mich selbst sehr viel aus. Es ist meist Harmonie - so wie ich harmonische Klänge in der Musik sehr mag.


    Das waren Gedanken über Malerei. Ich hoffe, sie sind hier in diesem Forum willkommen. Es fällt mir noch etwas ein: Durch Malen, aber auch durch Musizieren werden Sinne sehr geschärft. Einmal ist es ein aufmerksamerer Blick für Schönes oder Zeichenswertes, zum anderen bringt die Musik besondere Aufmerksamkeit beim Zuhören.


    Viele Grüße
    Belkanta