Beiträge von heldenbariton

    Lieber Frank, das mit "schlecht" in Sachen Windgassen meine ich im Hinblick auf seinen Stimmtyp, denn ich bin der Ansicht, das er ke i n
    Heldentenor, sondern ein von der Anlage lyrischer Tenor war, der sich hochschraubte..
    Knappertsbusch hörte ihn und sprach gegenüber den Wagner-Brüdern von dem "Krawattltenor" (in Bezug auf den 51-er "Parsifal").


    Wie gesagt, die 66-er Aufnahme habe ich natürlich auch (Nilsson !!).


    Gruss Heldenbariton

    Es fällt mir schwer einer Aufnahme meiner Wagner-Lieblingsoper die Krone aufzusetzen;


    Ligendza-Wenkoff-Moll/C.Kleiber,Scala,1978
    Flagstad-Suthaus-Greindl (leider)/Furtwängler 1952
    Mödl-Vinay-Weber/Karajan,Bayreuth,1952
    Grob-Prandl-Lorenz-S.Nilsson/de Sabata, Scala 1951


    _wenn Windgassen den Tristan trotz unzureichender Stimme wenigstens
    gestaltet hätte, wäre die Aufnahme ein Ereignis geworden, dank Nilsson und Waechter ist sie es.


    Gruss Heldenbariton

    Ich,ausgebildeter Bassbariton, glaube,dass aufgrund der negativen, d.h.
    der "bösen" Charaktere, die die tieferen Stimmen oft zu interpretieren haben, das Augenmerk vieler Hörer dadurch auf Sopran und Tenor gelenkt wird.


    Was die Namen grosser Vertreter des tieferen und tiefen Stimmfaches angeht, gibt es einige, die der Vergessenheit entrissen werden sollten, z.B. John Forssell (Björlings Lehrer);was Theo Adam angeht, kann man geteilter Meinung sein, jedoch als Sachs ist er hervorragend gewesen (habe ihn mehrere Male in dieser Partie erlebt).


    Der neuseeländische Bass Oscar Natzke (1907-51) IST AUF CD kaum präsent(in Anthologien bei HAfG zu hören); eine hervorragend geführte Stimme, die die Wiederentdeckung lohnt.


    Gruss Heldenbariton

    Hallo Theophilus,
    auch ich habe diese Aufnahme, die zeigt, was Ensemblearbeit war...
    du hast die sehr gut interpretierende Marianne Schech und den hervorragenden Franz Völker erwähnt, jedoch nicht den grossartigen Friedrich Dalberg als Hunding,der,das ist meine Meinung neben Emanuel List der beste Hunding auf LP/CD ist.


    Gruss Heldenbariton

    DER FLIEGENDE HOLLÄNDER/BUENOS AIRES,1936 mit FRED DESTAL/MARJORIE LAWRENCE/ALEXANDER KIPNIS-FRITZ BUSCH;


    ich habe mir die Aufnahme in erster Linie wegen des zu Unrecht vergessenen Interpreten der Titelpartie gekauft: hervorragend, ebenso die SENTA;KIPNIS ist etwas blass, aber nicht schlecht.Die übrigen Solisten halten das sehr gute Niveau der Aufnahme. Busch spricht für sich. :yes:GRUSS HELDENBARITON

    Eine Aufnahme, die ich allen Björling-Fans ans Herz lege:
    "La Traviata"/Hjördis Schymberg/Björling/Conny Molin in den Hauptpartien unter Leitung von Herbert Sandberg(Stockholm 1939):
    Trotz der schwedischen Sprache und dank der Interpreten m e i n e
    "Traviata" für die einsame Insel.


    Gruss Heldenbariton

    Ich möchte hier im Forum an den großen Bassbariton Michael Bohnen erinnern, der am 26.4.1965 in Berlin starb.
    Seine Karriere spielte sich in Berlin, Wien und auch in New York ab...
    Wer von euch hat Aufnahmen dieses Sängers und schreibt mir ?


    Gruss Heldenbariton

    Das Problem liegt meiner Meinung nach in der Tatsache begründet, das viele Sänger, die nicht das Material für solche Partien wie "Tristan" haben,aber aus welchen Gründen auch immer im schweren , falschen Fach zu Hause sind. Gibt es heute noch Heldentenöre vom Schlag eines Lorenz,Suthaus,Wenkoff..?


    Gruss Heldenbariton

    Meine Traviata für die einsame Insel:
    Jussi Björling/Hjördis Schymberg/Conny Molin/Dir.:Sandberg (Stockholm 1939): Obwohl in schwedischer Sprache gesungen, ist diese Traviata
    für Kenner und Liebhaber ein Muss!!!
    Hören!!!


    Gruss Guido

    Hallo Theophilus,
    Stimme braucht man zum Singen generell;was die von mir geschätzten
    Balladen dieses zu Unrecht vergessenen Meisters angeht, kann ich aus meiner Erfahrung als Sänger sagen, dass diese Balladen vor allem,wie jedes Kunstlied, aber hier im besonderen grosses Einfuhlungsvermögen
    dem Sänger abverlangen, wenn sie nicht verkitscht "rüberkommen" sollen.
    Gruss Guido :yes:

    Mozarts "Zauberflöte" gehört zu den Opern, die unter einem miserablen (DIALOGE) Text zu leiden haben, was auch die hervorragende Komposition nicht vergessen machen kann.Was den "Papageno" angeht, so ist er kein Einfalltspinsel, wie ihn vielleicht Schikaneder sah, sondern ein naturverbundener und vor allem empfindsamer Mensch, der auch ohne Tamino sein Weg gehen würde.Ausserdem hat er Humor, den seine Mitstreiter oft vermissen lassen.Das ist mein, auf der Bühne selbst erlebter Erfahrungswert, da ich diese, oft auch musikalisch unterschätzte Partie, schon oft gesungen habe.


    Gruss Guido

    Es ist leider so, das in Bayreuth die Gäste mehr Aufsehen erregen als die (am Radio überprüfbaren) Sängerleistungen;z.B. ist mir unverständlich,
    das Herr Tomlinson den Holländer singen muß, obwohl seine stimmlichen
    Mittel (Höhe!!) fur diese Partie in keiner Weise ausreichen. Frau Dugger vibriert sich durch die Senta...auch ein Orchester kann die Sängerleistungen nicht vergessen machen.
    Ausserdem fehlt Bayreuth ein Leiter, der was von Sängern versteht, aber solange der senile Verbrecher das Ruder führt ...schlimmer gehts nimmer.Wenn das mein Lieblingskomponist erleben könnte..armes Bayreuth.


    Gruss Guido

    Diese, oft belächelte, was das Thema angeht, meisterhaft komponierte Oper gehört, wie im Forum schon angesprochen, zu den Opern, bei denen die Fassungen Rätsel aufgeben..
    meine Favoriten:Simoneau/Alarie/London-Schaenen,RAI 1959
    Tucker/Peters/Singher-Monteux,MET 1955
    Gedda/Schwarzkopf/Blanc,Cluytens,PARIS 1964


    Gruss Guido

    Toll, das sich jemand an diesen grossartigen Sänger erinnert,dessen Stimme man nur noch "konserviert" hören kann.
    Ich habe ihn als Filippo, Marke,Daland,Osmin,Sarastro erleben dürfen und war immer gefesselt von seiner stimmlichen Ausdruckskraft, die jede Partie zum Erlebnis werden ließ. Er strahlte auch menschlich das gewisse Etwas aus, was mir aus persönlichem Erleben am Bühnenausgang unvergesslich bleibt.


    Gruss Guido

    Wie gut,dass die Geschmäcker verschieden sind; Freni ist, was die Wiener Aufführung von 1963 angeht einfach ideal zu nennen...
    auch Renata Tebaldi soll nicht außer acht gelassen werden.
    Wenn "Boheme" in deutscher Sprache ist Trude Eipperle (München,1940) erwähnens-u.vor allem hörenswert, ebenso Alfons Fügel als Rudolf.


    Gruss Guido

    Meine Favoriten:
    Marko Rothmüller, der sein Emigrantenschicksal gestalterisch und vor allem musikalisch glaubhaft macht, o h n e in Pathosc und Weinerlichkeit zu verfallen,


    Hotter (1943) AUF DER Höhe seiner Kunst
    Peter Anders (1945); auch hier spielt dieZeit mit
    Fischer-Dieskau (1965)


    Gruss Guido

    Der "Parsifal" unter KNA, Bayreuth 1962 gehört zu den meiner Meinung nach besten Aufnahmen des Werkes;was soll das dumme Gerede von knödelnden Sängern (Hotter sang halt leider zu nasal);einen ausdrucksstärkeren Amfortas als George London habe ich, bis auf Hans Reinmar und Rolando Panerai in keiner anderen Aufnahme hören klönnen.


    Gruss Guido

    Empfehlung von mir:
    Met, 1959/Rysanek,Gari,Thebom, Merrill, Hines Uhde,Arroyo;Dir.:Cleva


    Hermann Uhde singt den "Großinquisitor" nicht, ER IST EINER.
    Der hervorragende Jerome Hines hat gegen ihn einen schweren Stand,
    so dass deutlich wird, wer in Spanien anno 1560 die Macht hatte.


    Hört euch die Aufnahme an !!
    Hier meine weiteren Aufnahmen:


    Rigal-Barbieri-Björling-Merrill-Siepi-Hines/Stiedry (N.Y. 1950)
    Stella-Nicolai-Filipeschi-Gobbi-Christoff-Neri/Santini (Roma 1954)
    Jurinac-Simionato-Fernandi-Bastianini-Siepi-Stefanoni/Karajan (Salzbg. 1958)
    Stella-Cossotto-Labò-Bastianini-Christoff-Vinco/Santini (Milano 1961)
    Tebaldi-Bumbry-Bergonzi-FiDi-Ghiaurov-Talvela/Solti (London 1965)
    Caballé-Verrett-Domingo-Milnes-Raimondi-Foiani/Giulini (London 1970)
    Freni-Baltsa-Carreras-Cappuccilli-Ghiaurov-Raimondi/Karajan (Berlin 1978)
    Freni-Baltsa-Moldoveanu-Bruson-Ghiaurov-Stamm/Molinari-Pradelli (Berlin 1981)


    Gruß Heldenbariton