Beiträge von Jahnas

    Lieber Ulli im Elsass,


    meine aufrichtige Hochachtung und Respekt für all Deine Beiträge, die - in welcher Weise auch immer - immenses Vergnügen bereiten und nicht selten auch erstaunen. Deine Abhandlungen, Hinweise oder Erörterungen machen einfach Lust "auf mehr" und animieren zumindest zum Nachdenken an. Allerdings ist es Dein Verdienst, daß ich beim Namen Harnoncourt sofort denken muß: "dieser Tempobolzer!":D
    Auch wenn es nicht möglich sein wird, alle 10000 Beiträge lesen zhu können, ist es mir immer willkommen, zu den verschiedensten Themen Deine Meinung zu erfahren.


    So schließe ich mich den zahlreichen Gratulanten vor mir gerne an und wünsche Dir, daß der Strickstrumpf immer prall gefüllt sein möge, und mir noch etliche Beiträge von Dir. Und selbstredend BITTE um die Erweiterung des einmaligen und exklusiven Wörterbuches!
    Darauf stoße ich jetzt mit einer Flasche wunderbaren Blaufränkischen aus dem Burgenland an!


    LG
    Jahnas:jubel:

    Zitat

    Original von severina
    Ja, Austria, das haben wir jetzt davon, weil wir gestern auf Edwins zartes Gemüt Rücksicht genommen und uns so brav zurückgehalten haben :D Aber beim nächsten Mal gibt's kein Pardon, da zücke ich mein verbales Florett!!!!!! 8)8)
    lg Severina :hello:


    Dem Himmel sei Dank, die dunkelsten Wolken verziehen sich langsam; gestern war noch sein Getränk in Gefahr!8o Das gibt doch Hoffnung, und vielleicht bewirkt dieser "kleine Aufschub", daß sogar Edwin seine Meinung über AN mit der Zeit grundlegend ändert?:pfeif:


    LG Jahnas

    An alle, die die letzte Mitteilung des Konzerthauses noch nicht gelesen hätten:


    der für den 10.Juni vorgesehene Liederabend von Rolando Villazon mit Daniel Barenboim wurde wegen gesundheitlichen Problemen von RV auf die Saison 2007/08 verschoben.
    Was schon seit längerer Zeit gemunkelt bzw. befürchtet wurde, ist eingetreten; da kann man nur bedauernd zur Kenntnis nehmen, daß RV trotz aller Dementis offenbar gröbere Probleme hat und eine längere Auszeit benötigt.


    Das geplante Konzert mit Schumanns "Dichterliebe", Franz Liszts "Petrarcasonetten" und vier Liedern von Henri Duparc wurde mit großem Interesse erwartet, unso mehr wird auch die neueste Absage bedauert. Ich persönlich hoffe aufrichtig auf eine Wiederkehr von RV, nach gründlicher Erholungsphase mit seinem gewohnten Charisma.


    Ich weiß, für die vielen begeisterten Konzerthausbesucher ist diese Nachricht nicht wirklich neu, aber alle anderen Rolando-Fans interessieren sich auch sicher für seinen Zustand, der zur Zeit leider Grund zur Sorge gibt.


    LG
    Jahnas


    Hallo, liebe Musika,


    leider kam ich in letzter Zeit seltener dazu, die Operettenthreads zu lesen, heute war wieder mal soweit. Dabei muß man sich gar nicht zu sehr in die Materie vertiefen um zu sehen, wie leidenschaftlich und mit welchem Sachverstand Sie die Operetten lieben und auch aktiv pflegen. Wenn diese wunderbare Musik in (hoffentlich) nicht allzu ferner Zukunft wieder die ihr zustehende Bedeutung bekommt und auch eine (noch) breitere Öffentlichkeit in deren Genuß kommt, wird das sicher auch an Ihren Bemühungen liegen.


    Deswegen hoffe ich, Sie nehmen mir als Wiener und leidenschaftlichem Oper- und Operettenfan nicht übel, wenn ich an dieser Stelle auf ein sehr verbreitetes, aber deswegen nicht weniger irreführendes Mißverständnis aufmerksam mache, und zwar auf die Schreibweise von Straus usw.


    Oscar Straus Ein Walzertraum
    Richard Strauss Rosenkavalier, Daphne
    Johann Strauß (Sohn) Wiener Blut, Fledermaus, Zigeunerbaron


    Leider scheint es so zu sein, daß die Rechtschreibreform einige, früher recht bedeutsame, Unterschiede verwischt, was jammerschade ist:(, doch können wir noch mit vereinten Kräften dem entgegenwirken;) ?


    Jedenfalls hoffe ich auch - mit vielen anderen engagierten Musikliebhabern - daß eine Fortsetzung der recht gut angelaufenen neuen Programmplanung an der Volksoper stattfindet, und Direktor Meyer genug Zeit und Ausdauer haben wird, diese auch in Taten umzusetzen. Und dann wäre es eine Freude für mich, vielleicht einmal mit Ihnen in Wien bei einem dieser Vorstellungen Bekanntschaft machen zu können.


    Bis dahin liebe Grüße und weitere Erfolge in Ihren Bemühungen um- und für die Operette wünscht
    Jahnas

    Zitat

    Original von Siegfried


    Das war jüngst die Züricher KdN, welche aus der Kälte (Kühlschrank) kam und nach dort auch wieder -Gott sei es gedankt- entfleuchte.


    Hallo, Siegfried, hallo Herbert,
    um Elena Mosuc kennenzulernen war die bewußte Zauberflöte-Übertragung aus Zürich die denkbar schlechteste Gelegenheit. Sie wurde zwar einigermaßen gelobt, ich war aber ehrlich gesagt sehr enttäuscht von ihren Ungenauigkeiten, zumal ich sie in etlichen Live-Auftritten nur begeistert erleben konnte. (In Zürich waren aber auch andere Größen durchaus nicht in "Form ihres Lebens"!).
    Im Saison 2005/2006 3x in der WSO als Elvira, in 2006 als Gilda, und in 2006 in Verona als anbetungswürdige Micaela - ich gerate in Schwelgen. Sollte sie tatsächlich in Wien wieder auftreten, bin ich sicher wieder dabei.


    Übrigens ist gerade am 15.Mai (diese Woche) eine Kurzserie (4 Vorstellungen) Lucia in der WSO zu Ende gegangen, leider nicht mit viel Lorbeeren beladen. Davon konnte ich bei dreien dabeisein.DAS Ereignis war dabei Edita Gruberova, die speziell bei der letzten Vorstellung zu einer perfekten, absolut beeindruckenden Darstellung gefunden hat, obwohl sie nicht den "hysterischen" Wahnsinnstil der Callas vertritt sondern eher den abdriftenden, leidenden, lyrischen aber trotzdem mitreißenden, und oftmals würde ich einigen an Jahren viel jüngeren Sängerinnen ihre klare, kräftige junge Stimme mit den mühelos perlenden Koloraturen nur wünschen. Sie ist für mich heute eine der wenigen wirklichen Lucias unserer Tage (ohne eine Wertung vornehmen zu wollen, oder andere Sängerinnen irgendwie klassifizieren zu wollen).
    LG Jahnas


    Hallo, belcantofan,
    da bin ich aber jetzt erstaunt, denn diese Künstlerin wurde in den letzten Jahrzehnten kaum wo genannt. Das ist doch die großartige indianerstämmige Sängerin mit den 5 Oktaven? Es ist wohl an die 40 Jahre her, daß ich das letzte mal eine Platte von ihr hören konnte, das war in Ungarn bei Bekannten, daher weiß ich auch nicht mehr, was für eine Aufnahme das war. Jedenfalls war es grandios.


    LG Jahnas


    Leider sucht man derzeit im WSO-Spielplan sehr lange, doch vergeblich. Aber in der Volksoper ist Hänsel und Gretel ein Dauerbrenner, am sichersten jeweils im Dezember, aber auch mal zwischendurch gibt es Aufführungen. Wie schon an einer anderen Stelle geschrieben, finde ich persönlich keinen Zugang zum Stück, da ich die Lieder als Kinderlieder kennengelernt und bis heute Schwierigkeiten damit habe, "das ganze" als Oper zu sehen. Doch als ein erster Schritt in die Welt des Musiktheaters paßt es sicher.


    LG Jahnas

    Da ich zufällig gerade wieder Lohengrin (Video, Bayreuth 1991) sehe/höre, kommt bei mir im Moment an erster Stelle: 2.Akt, Ortrud/Elsa, Ortrud: "Rachende Götter. . ." (G.Schnaut, großartig)


    Don Carlo, Szene Philipp/Großinquisitor, Kerkerszene Posa/Carlo, Posas Tod
    La Traviata: "Parigi, o cara. . ." jedesmal feuchte Augen
    Tristan und Isolde: "Sink hernieder, Nacht der Liebe. ."


    stellvertretend für so viele andere.


    LG Jahnas

    Ich habe auch "absagen" gehört. Und dann nochmals: ich bin gewöhnt, abzusagen.
    Aber jetzt habe ich endlich:rolleyes: einen Grund, die Videoaufnahme nochmals anzuschauen und extra auf diese Stelle zu konzentrieren!
    Danke für den "Anstoß".:]


    LG Jahans

    Zitat

    Original von severina
    Hach Alviano, ist das schön, dass es noch jemanden gibt, der kein Computergenie ist! :D Ich glaub immer, ich bin die Einzige, die zu dämlich ist zum Bildereinstellen und den anderen Spielereien. (Bevor du mir jetzt den Fehdehandschuh zuwirfst: Ich halte dich natürlich NICHT für dämlich! ;) )
    Botha als Teletubbie - da musste ich auch herzlich lachen! Leider werde ich im nächsten Jahr nur allzu oft die Gelegenheit haben, Teletubbie live zu bewundern, außer ich suche mir ein anderes Hobby.... :wacky:
    lg Severina :hello:


    Liebe severina, tu das nicht! Ich bin sicher, es gingen Dir viele schöne Stunden und Erlebnisse verloren. Und wenn wir schon beim Thema "häßliche Bühnenbilder und Kostüme" sind, da ist gerade der Lohengrin und JB DAS Beispiel par excellence. Wenn schon die Gestalt sich nicht ändern läßt, DIESE Kleidung und DIESE furchtbare Haarpracht gelten schon nicht mehr als einfallslos, für mich ist das eine böswillige FeindesaktX( ! (Und jetzt komme aber niemand mit der Bemerkung, bei DEM kann man sowieso nichts ausrichten8) ).
    Sonst zähle wohl auch ich zu der erlauchten Runde derer, die kein Bild hier einstellen können, sonst hätte ich sicher das Bühnenbild von Le Willi hier platziert, die nicht nur häßlich sondern auch höchst lächerlich war. da half auch alles Erklärung über die Absichten und Auffassung gar nichts.


    GiselherHH
    Dein Beispiel von Wotan/Seattle ist echt köstlich, wobei auch noch die Sorglosigkeit in der Darstellung ersichtlich wird, auch wenn genau das recht oft "verbrochen" wird und streng genommen nicht wirklich hierher gehört: die Augenbinde. Die hat ganz einfach LINKS zu sein, das geht aus der Vorgeschichte klar heraus! Wotan hat niemals sein rechtes Augenlicht geopfert, nicht einmal für Fricka!:boese2:


    LG Jahnas

    Hallo,


    natürlich habe auch ich sofort nach Einstellung isn www das erste Programm der Aera Meyer studiert. Wie es halt so ist bei Direktorenwechseln, wird auch hier zumindest ein Teil der Neuproduktionen noch unter Berger geplant und im letzten Jahr von Meyer mit Berger gemeinsam verwirklicht worden sein. (Es wäre wiederum schon interessant zu wissen, wie so eine "schleifende Übergabe" wirklich funktioniert, wie weit der künftige Direktor beim scheidenden mitwirkt, mitgestaltet oder eher nur ein Jahr lang Zeit hat zu beobachten? Sicher kennt sich hier jemand damit besser aus, vielleicht aus eigener Erfahrung, und kann etwas darüber erzählen, soweit möglich?)


    Nachdem aber in der Vergangenheit vieles zum Nachteil der Volksoper passiert ist wie verfehlte Programmpolitik, falsche oder gar keine Pflege der mitwirkenden Künstler - Sänger wie Chor und Orchester - muß man auch sehen, daß es in den letzten Jahren sehr wohl Anstrengungen in die richtige Richtung gibt. Sicher greift sowas nur langsam, das liegt auf der Hand. Aber daß das sogenannte "Volksopernpublikum" (mein Gott, klingt das arrogantX( , wird aber immer wieder erwähnt) gute Aufführungen schätzen und honorieren kann, sah man wohl bei den Meistersingern, Martha, Freischütz, Cage aux Folles. Noch immer gibt es größere Schwierigkeiten, Operetten gut zu besetzen und spielen, aber auch hier kann man engagierte Aufführungen erleben.


    Aus dieser sicht gibt das neue Programm Grund zu Freude. So wird von Offenbach sowohl
    Orpheus in der Unterwelt, als auch
    Hoffmans Erzählungen aufgeführt.
    Tiefland von d'Albert - kenne ich noch nicht, wird sicher interessant.
    Barbier von Sevilla - sogar recht gute Besetzung, Bedenken habe ich nur bei Almaviva, Bothmer habe ich bis jetzt noch nicht in guter Erinnerung.
    My fair Lady gibt es wieder - die Besetzung liest sich sehr gut, nur eine Lisa gibt es bis jetzt noch nicht.


    Auf jeden Fall ist eine gute Richtung vorgegeben, es gibt einen Silberstreif in Sachen Volsoper.
    Natürlich wird es da für einen begeisterten Opernbesucher dann immer schwieriger, Termine zu planen;) , aber wenn nur das unser größtes Problem bleibt. . .


    LG Jahnas

    Zitat

    Original von severina
    Lieber Jahnas, klar, die Botha-Fans haben Grund zum Jubeln, wir haben heute schon überlegt, ob im nächsten Jahr der Gustav-Mahler-Saal in Johan-Botha-Saal umbenannt werden wird ;)
    Aber hast schon Recht, auch für unsereins gibt's ein paar ganz nette Sachen :] . Aaaaber ;(;(;(;(
    lg Severina :hello:


    Liebe Severina,


    wenn das gelingt, gehe ich für Dich mal zu einer Vorstellung Deiner Wahl (Florez?) um Karten anstehen. Versprochen!:yes:


    LG Jahnas

    Hallo an alle!


    Also, ich verstehe Euch alle soooo gut mit Euren (enttäuschten?) Hoffnungen, Erwartungen, usw. Aber ehrlich: trauern wir (jammern wir) nicht auf einem verdammt hohen Niveau? Was wiederum doch für die WSO spricht?


    Auch wenn immer wieder manche Hoffnungen unerfüllt bleiben - auch für mich - aber ich freue mich sehr über ( ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder richtige Reihenfolge im Programm):


    Norma mit Gruberova, Garanca, J.Cura (konzertant)
    Walküre mit Nina Stemme, J.Botha, Uusitalo
    Tosca mit J.Botha, F.Struckmann (auf Hörsitzen)
    Fidelio mit J.Botha, F.Struckmann
    Pique Dame mit Anja Silja, N.Shicoff
    Meistersinger mit J.Botha, F.Struckmann, R.Merbeth (Thielemann)
    Cavalleria mit P.Seiffert
    Pagliacci mit J.Cura
    La forza de. destino mit N.Stemme, Carlos Alvarez, S.Licitra


    Wie gesagt, das ist nur ein kleiner Auszug. Doch kann man sicher auf einige eindrucksvolle Abende hoffen:yes: .


    LG Jahnas

    Opernbesuche sind für mich sehr wichtig, sozusagen unabdingbar. Wenngleich ich/wir sehr wohl auch Konzerte und auch Kammermusikkonzerte besuchen, liegt das Hauptgewicht am Live-Opernerlebnis.
    Meistens sitze ich am Tag der Programmbekanntgabe (Pressekonferenz) schon am PC, bewaffnet mit einem (Termin-)Kalender und bestelle für alle in Frage kommenden Vorstellungen die Karten. Diese sind auch nur in Ausnahmefällen teurer als 10 Euro, in dieser Hinsicht kann in Wien tatsächlich (fast) jeder einen Besuch in der Oper leisten.


    Die Beweggründe für die Auswahl sind verschieden, Neuproduktionen sind ein muß - wenn möglich einige male, um nicht nur aufgrund der Premiere beurteilen zu müssen. Aber auch bei Repertoirstücken gibt es immer wieder interessante und hervorragende Besetzungen, da muss ich auch dabei sein:] . Jedenfalls kann diese Atmosphäre durch nichts ersetzt werden, auch wenn die Retorte manchmal ganz eindeutige Vorteile bieten kann. Und so kommen schon so im Durchschnitt 2-3 Abende in der Woche zsamm. . .


    LG Jahnas

    Nachdem für mich konservativ nicht unbedingt mit Zuckerbäckerinszenierung gleichzusetzen heißt, und gute moderne Inszenierung auch nichts mit dem landläufig als Regietheater genanntes Phänomen zu tun haben muß, plädiere ich für
    EGAL, im Zweifelsfall aber KONSERVATIV.


    LG Jahnas

    Zitat

    Original von Edwin Baumgartner


    Gerade die Mielitz schafft es ja immer wieder, ihn halbwegs zum Spielen zu motivieren. Es ist nämlich meiner Meinung nach eine Sache der Motivierung. Ist halt bequemer, sich hinzustellen und schön zu singen als auch noch spielen zu müssen. Nur sollte ein derartiges Spiel-Verweigern, wie es Botha in der Regel betreibt, im heutigen Musiktheater nicht mehr vorkommen.
    :hello:


    Hallo,
    nach einer kleinen Nachdenkpause muß ich gestehen, soooo weit voneinander stehen unsere Meinungen ja gar nicht. Vielleicht bin ich nur eher bereit, seine "Darstellungen" nicht so rational-analytisch zu bewerten wie bei anderen. Das ist es, was sich nicht wirklich erklären läßt. . .
    Aber ein Jammer wäre es schon, IHN nur mehr konzertant zu hören. So selten?! Dann hoffe ich lieber auf Wunder.:pfeif:


    LG Jahnas

    Zitat

    Original von Edwin Baumgartner
    Hallo Severina,


    Nicht nur bei Dir... :D
    :hello:


    Hallo Alviano, Edwin, Severina,


    ich gebe mich hiermit als bekennender Botha-Fan zu erkennen. Und nachdem hier über unbeliebte Sänger diskutiert werden soll und das vor allem aufgrund der sängerischen Leistung, finde ich schade, daß bei Johan Botha schon wieder nur sein Äußeres und seine unbestreitbare "Standfestigkeit" vorgebracht werden. Unter allen gemeinsamen Arbeiten zwischen Ch.Mielitz und J.Botha ist Parsifal die noch am wenigsten peinlich für JB. Othello und auch Meistersinger (Volksoper) steht bei mir hart an der Grenze zum "unfreundlichen Akt" Botha gegenüber, da er fast der Lächerlichkeit preisgegeben wird. Was mich wundert, ist, wieso J.Botha sich das alles eigentlich gefallen läßt, diese "Personenführung" und auch Ausstattung. Daß das alles nicht hingenommen werden muß, hat P.Seiffert bei Lohengrin bewiesen (Regie B.Kosky), er hat die unsägliche Haarpracht verweigert.


    Doch nachdem ich sicher in Sachen Botha "auf ein Ohr taub" bin8) , wäre mir Eure Meinung über ihn sicher eine Hilfe, meinen Horizont in Sachen Argumentation zu erweitern.


    Jetzt aber freue ich mich schon mächtig auf seinen Apollo am 4.Mai in Daphne:jubel: .


    LG Jahnas


    Ich weiß, bin etwas "hinten nach" mit diesem Beitrag, aber erst jetzt kam ich mit dem Nachlesen bis hierher.

    Hallo Severina, hallo Roland,


    leider war ich bis jetzt offline, daher erst jetzt die kurze Antwort auf den Berkenfield-Einsatz.
    Kurz, denn Severina die Frage perfekt und ausführlich beantwortet hat, alles kann ich nur unterstreichen.
    Der Unterschied in der Darstellung der Berkenfield von Juliette Mars zu Janina Baechle ist sehr markant, schon allein in der äußeren Erscheinung wie auch in der Auffassung der Rolle: Frau Mars erscheint eher echauffiert, fast hysterisch, bei J.Baechle kommt das komisch Dünkelhafte eher lustig rüber.


    Ja, wenn mir und meiner Begleitung das Stehen nicht so schwer fallen täte, würden wir auch sicher um die Karten anstehen. Daher wünsche ich Severina neidlos aber mit etwas Wehmut viel Spaß und Genuß bei den weiteren Terminen


    LG Jahnas:hello:

    Hallo zusammen!


    Gestern hat es sich sowas wie eine Sternstunde in der WSO ereignet. Wunderbar ist es, miterleben zu können, daß es immer wieder Steigerung möglich ist, wie auch diesmal.


    Schon bei der Premiere konnte das Pub likum eigentlich nur jubeln, doch erweist es sich immer wieder, daß Kritiken, die allein über die Premiere berichten und daraus "allgemeingültige Bewertungen" abgeben, nicht ganz stichhaltig sein können. Die Gründe sind vielfältig und ich denke, die sind hier allen einleuchtend.


    Gestern also, bei der 3. Aufführung in Serie, gab es die nötige Lockerheit sowohl beim Orchester wie auch bei den Sängern, und fantastische Leistungen. Frau Dessay hatte zwar anfänglich eine etwas belegte Stimme, die aber bald überwunden war und die herrlich leuchtenden und leicht gesungenen Koloraturen haben zu Recht Begeisterung ausgelöst.


    Und dann kam Florez und "Ah mes Amis" :jubel: . Und diesmal MUSSTE wiederholt werden - 18 hohe C hintereinander, mit dieser strahlenden Sicherheit und Mühelosigkeit. . :jubel: :jubel: :jubel:


    Jedenfalls, ein denkwürdiger Abend (leider die letzte Aufführung für mich - keine Karten mehr bekommen;( )


    LG Jahnas


    PS: bitte um Nachsicht, wenn nicht auch alle anderen Mitwirkenden wie auch der der Dirigent Hr. Abel gesondert erwähnt wurden, verdient hätten sie es alle.

    Auch im Nachhinein allen nochmals schöne Feiertage!


    In Sachen Osterei erwiesen sich die Arme des Taminoforums als recht lang;) . Die Anregung für ein passendes geschenk für einen Operbegeisterten wie mich holte meine "Nebenbei-Mitleserin" aus einem Thread (welche, weiß ich nicht mehr genau), wo über die Memoiren des Sir Rudolf Bing berichtet wurde: 5000 Abende in der Oper. Gesucht, gefunden, und ich hatte echte Freude damit. Das Durchstöbern folgt demnächst.


    Mein Ei war wieder eine eigene CD-Zusammenstellung, ein direkter Vergleich verschiedener Tenöre auf Grund einiger Arien wie Nessun dorma, Una furtiva lagrima, E lucevan le stelle, etc. Die Liste der Sänger reicht von Gigli, Lanza, Schmidt, Wunderlich bis di Stefano, Völker, Cura, Botha u.a.
    Nichts für Unterhaltung nebenbei, aber recht interessant die Unterschiede in der Interpretation zu hören (mal von der sehr unterschiedlicher Aufnahmequalität abgesehen).


    LG Jahnas

    Hallo, Siegfried,


    natürlich hast Du recht, Lohengrin singt nicht italienisch, aber ich meinte auch die Musik und nicht den Originaltext. Aber genau um diese Stelle gings.


    LG Jahnas

    Hallo zusammen,


    also den poetischesten aber auch erotischesten Schleiertanz sah ich in Innsbruck am Landestheater, in der Inszenierung von Brigitte Fassbaender. Salome tanzte auch da nicht selbst sondern hat den schon sehr angespannten Herodes recht lasziv becirct, während ein professioneller Tänzer (ein Mann!) absolut gekonnt getanzt - und gestript hat.


    Hört sich eigenartig, vielleicht auch skurril an, doch war diese Szene absolut mitreißend.:yes:


    LG Jahnas


    Na mindestens! Außer Du hast "Insiderkenntisse":pfeif:


    Gruß Jahnas

    Hallo,


    hier ist schon mehrmals über Verdis Kenntnisse einiger Wagner-Oper geschrieben worden.


    Ganz auffällig ist das für mich in Don Carlo, 4.Akt, Arie der Eboli - wenn das mal nicht von Lohengrin entlehnt worden ist, nämlich der Hochzeitszug Elsas zur Münster. Jedesmal reißt`s mich. . .


    LG Jahnas


    P.S.: ich möchte aber keines von beiden missen!!!:hello:

    Hallo, Tastenwolf,


    ich muß gestehen, daß ich bei der Definition von Katzenmusik laut Deiner Fragestellung nicht wirklich sicher bin. Ist doch Katzenmusik landläufig eher was unangenehmes, nervendes?


    Wenn ich aber die darauffolgenden Beiträge betrachte, ist Katzenmusik eher lustig/lustvoll, vielleicht nicht hochdramatisch, aber auf jeden Fall gerne gehört?


    Aber vielleicht sieht das ein praktizierender Musiker etwas anders und differenzierter?


    LG
    Jahnas

    Hallo, Joschi,
    das ist wohl eine "Nona"-Frage:D ?


    Padre:


    lieber Padre, da sind wir wohl schon zwei dieser festen Meinung, daß hier Wien eine übermächtige Position einnimmt. Es gibt sicher keine andere Stadt, und mit noch so viel musikalischer Vergangenheit und Gegenwart, die durch alle Zeiten die Musik, die Komponisten wie vortragenden Künstler so angezogen und beflügelt hätten. Und nachdem auch die Förderer/Mäzene sich bevorzugt in/um Wien aufgehalten haben, schon wegen dem Kaiserhaus, lag das ja auf der Hand.
    Viele andere Städte zogen natürlich auch viele der besten Künstler an, so z.B. Paris, Florenz, Prag, etc., aber sicher nicht so langanhaltend, so nahtlos durch all die Jahrhunderte bis in die Gegenwart und so durch alle Kunstrichtungen.


    Ich nehme diesen kleinen Anfall an Lokalpatriotismus:pfeif: allerdings zum Anlaß, all die anderen wunderbaren Stätten der Musik nach und nach kennen zu lernen, je nach Zeit-, Gesundheit- und Budgetmöglichkeiten, da hoffe ich auf viele Anregungen!


    LG Jahnas

    Zitat

    Original von Mozi
    hallo,


    ileider hab ich nicht viel von horowitz und Co mitbekommen,
    wie war er so "drauf"?
    wie waren die superstars der anderen musikrichtung so "drauf"?


    i


    Hallo, Mozi,


    zunächst einmal willkommen bei Tamino! Und wieder ein junger, aufstrebender Musiker, ich rechne mir viel Freude mit Deinen Beiträgen aus (sowie mit denen der "übrigen" auch:yes: )


    Zu Deiner Überlegung aber: ich denke, er war (sia waren) gar nicht so "drauf". Viel eher könnte der Fall sein, daß diese Ausnahmekünstlern in erster Linie ihrer Begabung bewußt sind, von ihrer Linie überzeugt sind, und nicht darüber nachdenken, wie vielen Musikhörern wohl ihre Art, ihr Stil gefallen könnte.
    Das ist - denke ich - sowieso eher hinderlich bei der Entfaltung der eigenen Persönlichkeit, nachdem schon bei viel unkomplizierteren Themen als klassische Musik nur schwer möglich ist, viele Geschmäcker und Altersklassen zufrieden zu stellen. Natürlich drängt die innere Überzeugung auch ans Tages(-Podiums)licht, und Anerkennung und Verständnis stärkt wohl das Selbstvertrauen. Doch muß ein Künstler zumindest für den Moment sich der Hörerschaft erfreuen, die ihm sofort folgen kann und darauf vertrauen, daß auch andere "Gruppen" folgen werden.


    Außerdem sehe ich da kein großes Unglück dabei, wenn das augenblickliche Publikum auf den ersten Blick nicht überwiegend jugendlich ist (wie definiert man das überhaupt in diesem Fall?). Abgesehen davon, daß ich persönlich Statistiken nicht voll vertraue - auch wenn die Zahlen schon Stimmen, aber die Auslegung läßt da sehr viel Spielraum! Persönliche Erfahrung habe ich da eher von den (zahlreichen) Opernbesuchen, und da kann ich die Ansicht über zu wenige junge Besucher nicht teilen. Im Gegenteil, selbst bei "schwereren" Stücken fallen mir immer mehr junge - und wirklich junge - Menschen auf, und das gibt mir wirklich Grund zu Optimismus. Keine Frage, es sind ganz grobe Versäumnisse in der Musikerziehung passiert, bzw. wurde zu viel Zugeständnisse an den "Zeitgeist" gemacht, jetzt rächt sich das. Aber, wie gesagt, es gibt eine Entwicklung in die "richtige" Richtung.


    Abschließend wünsche ich Dir viel Erfolg bei Deinen Studien, mit Deiner Musik. Versuche bitte nicht, "cool" zu sein, es wird genug junge Leute auch Deiner Altersklasse geben, die Dir folgen können. Aber willst Du wirklich nur für junge Menschen musizieren? Und was ist mit uns, reiferem Semester:D )?


    Spaß beiseite, viel Glück, und viel Freude beim Forum!
    LG
    Jahnas

    Hallo,


    wirklich interessant das Studium der unterschiedlichsten Vorlieben der Forumsteilnehmer,
    gibt aber auch viel Anlaß zum Nachdenken.
    Eingeschlafen bin ich auch noch nie, auch noch nie vorzeitig eine Aufführung verlassen - dazu
    bin ich zu neugierig wie`s weitergeht, und ob es doch noch schlimmer kommen könnte :stumm: .


    Meine Negativfavoriten also:


    1. Moses und Aron
    2. Peter Grimes
    3. Wozzeck
    Habe diese alle besucht und mich bemüht, einen Zugang zu finden, aber außer einer
    ehrlichen Anerkennung der sängerischen Leistungen blieb leider nichts haften.


    4. La Boheme: obwohl oft gesehen, bleiben für mich speziell die Szenen im Dachzimmer
    mit den Studentenfreunden endlos lang und langweilig.


    5. Hänsel und Gretl: weil ich all diese Lieder als Kinderlieder gelernt und gesungen habe,
    fehlt mir das Begreifen des Stückes als Oper.:O


    Und zu guter letzt auch eine Wandlung, die dieses Jahr im Januar mit mir und meiner Begleitung
    passiert ist: Le nozze di Figaro in der WSO, mit Simon Keenlyside als Almaviva und Erwin Schrott
    als Figaro. Seitdem weiß ich auch, wie lustvoll diese Oper eigentlich ist.
    Wer weiß, vielleicht passieren solche Sternstunden der Bekehrung noch öfters;)


    LG Jahnas

    Eine sehr schwere Entscheidung, auch bei mir nur eine "Momentaufnahme" möglich.
    Allerdings beim 1.Platz gibt es keinen Zweifel:


    1. Lohengrin / Wagner
    2. Walküre / Wagner
    3. Der fliegende Holländer / Wagner
    4. Rosenkavalier / Strauss
    5. Aida / Verdi
    6. Rigoletto / Verdi
    7. Lucia di Lammermoor / Donizetti
    8. Cavalleria rusticana / Mascagni
    9. Norma / Bellini
    10. Der Freischütz / Weber
    11. Salome / Strauss
    12. Fidelio / Beethoven


    und Il trovatore, Don Carlo, Elektra, Ariadne auf Naxos, Parsifal, und . . . .


    LG Jahnas


    Hallo,


    dem muß und kann ich mich nur anschließen. Aber nachdem zweimal durcheinandergebracht (doppelt gemoppelt), kommt sowas hoffentlich nicht mehr vor (sollte eigentlich nicht).:D


    LG Jahnas