Beiträge von keith63

    Meine Opernklassiker:


    1. Fidelio
    2. Norma
    3. Otello
    4. Le Nozze di Figaro
    5. Lohengrin
    6. Tristan und Isolde
    7. Der Fliegende Holländer
    8. Boris Godunov
    9. Il Puritani
    10. Il Trovatore
    11. Cleopatra & Cesare
    12. La Damnation de Faust


    Bis dann.

    Hier meine Lieblingssänger 1/2007:


    1a. Jussi Björling
    1b. Richard Tucker
    1c. Giacomo Lauri-Volpi
    4. Feruccio Tagliavini
    5. Wolfgang Windgassen
    6. Ettore Bastianini
    7. Alexander Kipnis
    8. Josef Metternich
    9. Carlo Bergonzi
    10. Mark Reizen (Habe aber nur eine Gesamtaufnahme!)


    Max Lorenz, Ernst Häfliger, Tito Gobbi und Kurt Moll passen nur momentan nicht herein.


    Enrico Caruso nicht benannt...außer Konkurrenz, auch aus Mangel an Gesamtaufnahmen.


    Ein bißchen Tenorlastig. Aber so ist es.


    Bis dann.

    Wenn ich 10 Dirigenten nennen müßte, welche ich am liebsten höre...Ferenc Fricsay wäre immer unten den ersten 5 dabei.


    Meines Erachtens setzte sich Ferenc Fricsay vom Dirigierstil bzw. in der Interpretation von anderen Dirigenten (Krauss, Furtwängler, Klemperer, Knappertsbusch etc.) „erfrischend“ ab. Bis zu seiner Krankheit pflegte er schlankere, zügigere und durchsichtigere Interpretationen (ähnlich Toscaninis, Szells etc.). Ein „Interpretationsstil“ der sich mittlerweile – bis auf Ausnahmen – heute durchgesetzt hat.


    Neben seiner Einspielung der Moldau, der Beethoven-Symphonien und der Bartók-Klavierkonzerte mit Géza Anda möchte ich hier zwei – bereits erwähnte – Opernaufnahmen besonders herausstellen.


    Richard Wagner
    Der Fliegende Holländer
    RIAS-Symphonie-Orchester Berlin
    RIAS Kammerchor
    Metternich (!), Greindl, Kupper, Windgassen (!), Haefliger (!) u. a.
    1952
    Für mich die beste Holländer-Aufnahme. Wundesbares Dirigat: Zügig und kraftvoll zugleich, keine Längen, nie langweilig. Man höre nur Josef Metternich: „Die Frist ist um...“.


    und


    Ludwig van Beethoven
    Fidelio
    Orchester der Bayerischen Staatsoper
    Chor der Bayerischen Staatsoper
    Engen, Fischer-Diskau, Häfliger, Rysanek u. a.
    1958
    Trotz der mäßigen Dialoge; auch hier: Die beste Fidelio-Aufnahme. Wenn es auch in Teilaspekten noch bessere (Gesangs-)Leistungen gibt...In der Gesamtheit – wie erwähnt – die beste Aufnahme.


    Bis dann.

    Diese Interpreten sind mir unbekannt:


    9 Billy, Bertrand de
    13 Brunner, Eduard Klar
    16 Carmignola, Giuliano
    23 Engerer, Brigitte
    38 Hamelin, Marc-Andre
    41 Henck, Herbert
    43 Hewitt, Angela
    50 Kehrer, Rudolf
    52 Kliegel, Maria
    54 Kopatchinskaja, Patricia
    56 Kühmeier, Genia
    78 Pluhar, Christina
    81 Portal, Michel
    87 Say, Fazil
    92 Schornsheim, Christine
    95 Staier, Andreas
    104 Wilson, Roland


    Kann es sein, daß in der Gesamtliste verhältnismäßig viele Pianisten sind?


    Bis dann.

    Domenico Cimarosa halte ich für unterschätzt. Leider gibt es nicht allzu viele Operneinspielungen von ihm. Die oben angeführte Werkauswahl bestätigt dieses. Man kann nur hoffen, daß sich künftig einige Dirigenten und Plattenfirmen damit befassen; genügend hervorragende Belcanto-Sänger- und Sängerinnen für den verzierten Gesang gibt es ja mittlerweile.


    Ich möchte auf die Aufnahme "Il Matrimonio Segreto" hinweisen:
    Dirigent: Manno Wolf-Ferrari
    Orchester: Orchestra Stabile Del Maggio Musicale Fiorentino
    Ensemble: Sesto Bruscantini, Alda Noni, Ornella Rovera, Giulietta Simionato, Cesare Valletti (!).
    Aufnahme: 30.07.1950


    Plattenfirma: Cantus Classic
    (Leider habe ich noch nicht herausbekommen, wie die CD-Cover einkopiert werden.)


    Für diese frühe Aufnahme ist sie technisch erstaunlich gut. Am Preis kann ich mich nicht mehr erinnern, müßte aber unter 10,00 Euro liegen.


    Als Hörbeispiel möchte ich nur auf die Arie von Cesare Valletti 2. CD Track 6 hinweisen; "Pria che spunti in ciel l'aurora". Was für eine Arie...Was für eine Stimme...Ein großer lyrischer Tenor und zu unrecht nicht genügend gewürdigt, auch wenn es Aufnahmen zusammen mit Maria Callas gibt (Bellini; La Sonnambula; Bernstein).


    Leider ist die CD - wie bei Cantus fast üblich - ohne Libretto ausgestattet.


    Bis dann.

    Ich habe verschiedene Aufnahmen des Holländers.


    Meines Erachtens kommt in diesem thread die Aufnahme unter Fricsay von 1952 zu kurz. Wenn ich mich nicht verzählt und verlesen habe, finde ich lediglich einen Mitstreiter, welcher diesen Holländer erwähnt.


    Fricsay dirigiert fulminant, drängend - anders als z. B. Klemperer: M. E. zu langsame Tempi - wie fast immer. ("Nein ich werde mich daran nicht gewöhnen...Herr Klemperer seelig").


    Der Holländer von Josef Metternich ist der beste, welchen ich im CD-Schrank habe. Diese Energie, diese Ausladung; das alles mit einer sehr guten Höhe (siehe "Die Frist ist um...")....Für mich 'unschlagbar'.


    Gleichgutes gilt für den Erik von Wolfgang Windgassen (siehe "Mein Herz voll Treue").


    Der Daland Josef Greindls ist mir allerdings etwas zu ungenau und rauh, für diese Rolle ziehe ich Karl Ridderbusch in der Böhm-Aufnahme von 1971 vor.


    Auch ein Kurt Moll sang diese Rolle präziser. Aus diesem Grund habe ich mir eine der wohl letzten "Moll-Opernauftritte" in Hamburg angehört. Er sang den Daland in einer konventionellen, aber auch unaufregenden Inszenierung. Das kultivierte Singen beherrschte er immer noch.


    Bis dann.

    Was sollte Oper leisten:


    Oper sollte Interesse wecken, Spannung erzeugen und zum Nachdenken anregen.


    Sie sollte großartige Musik darbieten, große Stimmen hörbar machen, überzeugende schauspielerische Leistungen (in einer schlüssigen Inszenierung) zeigen und dadurch im bestem Sinne unterhalten, ob als Drama, Tragödie oder Komödie.


    Ziel sollte es sein, daß der Zuhörer bzw. Zuschauer für den Zeitraum der Vorstellung in den Bann des Werkes gezogen wird und es im wünschenswerten Fall zur Identifikation mit dem Geschehenen auf der Bühne kommt, so daß sich das Gefühl einstellt, die Zeit möge nicht vergehen.


    Bis dann.

    Für mich gibt es keine (Opern-)Sängerinnen oder (Opern-)Sänger, die ich "haße".


    Von den meisten, welche bis jetzt genannt worden sind, kann ich ein Gefühl wie "Haß" nicht erzeugen oder verspüren, selbst wenn ich ihren Gesang nicht schätze.


    Ungemach und Schmerz erobert mein Ohr allerdings, wenn ich Sänger oder Schauspieler wie Lotti etc. ungewollt ertragen muß (im Kaufhaus etc.)...auch wenn dieser kein Opernsänger ist.


    Aber auch ein Großer (nach Leistungen aus den 60er Jahren) wie Pavarotti erzeugt mit Liedern oder Arien aus den 80er-Jahren oder 90er-Jahren Schmerz.


    Bis dann.

    Am 11.03.2007 war ich in der Hamburger Staatsoper:


    Verdi: Otello
    Dirigentin: Simone Young


    Inszenierung: August Everding


    Zum Thema...:
    Früher hatten mir derart konservative und in diesem Fall extrem statische Inszenierungen gefallen. Aber an diesem Abend fand ich diese fade. (Hier an dieser Stelle ohne Beurteilung des Orchesters, der Dirigentin und der stimmlichen Leistungen..)


    Dagegen war die vormals gesehene moderne Inszenierung des Lohengrin (ebenfalls an der Hamburger Staatsoper) - Konwitschny inszenierte - grandios, spannend und aufregend. Ich werde diesen Lohengrin nie vergessen.


    Ebenso seine (Konwitschnys) Inszenierung des Don Carlos...Klasse. Großes Theater.


    Mein (momentanes) Fazit in Kurzform:


    Mir ist beides recht: Modern oder klassisch-konservativ. Aber stimmig muß es sein. [Was "stimmig" bedeutet...Ich muß mir darüber noch schriftreife Gedanken machen...].
    Allerdings sollte die Inszenierung nicht das sängerische Leistungsvermögen der Interpreten überfordern. Zu viel sportliche Unternehmung des Sängers oder der Sängerin können gegebenfalls schaden.
    Außerdem sollte die individuelle Symbolik des Regisseurs nicht überhand nehmen. Bei einigen modernen Inszenierungen scheint mir das übertrieben zu sein. Ich möchte nicht den Abend lang rätseln: "Was will mir der Mann/die Frau damit sagen...". So weit möchte ich vom eigentlichem, dem 'Gesang im Gesamtkontext' nicht abgelenkt werden.
    Provokation allein ist kein Inszenierungsgrund! Anregen zum Nachdenken...Ja.
    Aber stets sollte auch gelten: Was hat der Librettist und insb. der Komponist sagen, ausdrücken, meinen wollen.


    Bis dann.

    Ich war am 11.03.2007 in Hamburg in der Staatsoper:


    Gespielt: Verdi, Otello:
    Dirigentin: Simone Young
    (Eine alte) Inszenierung: August Everding


    Otello: Franco Farina
    Jago: Marco Vratogna
    Desdemona wurde gesungen von Alexia Voulgaridou.


    Kann mir jemand vielleicht Wissenswertes über diese Sopranistin mitteilen. Auch persönliche Meinungen bzw. Einschätzungen...


    Ich kenne diese Sängerin leider nicht. Habe diese zum erstem Mal gesehen und gehört. Ich fand sie sehr gut. Insbesondere ihre piano und pianissimo-Passagen waren phänomenal.


    Bis dann,

    Meine Favoriten bei den Operneinspielungen sind:


    1. Le nozze di Figarro - Erich Kleiber 1955
    Nr. 1 weil bei dieser Aufnahme alles stimmt!
    * Werk an sich
    * Orchester
    * Secco-Rezitative
    * Sänger/Sängerinnen: Arien wie Ensemble-Nummern
    * Dirigat (Esprit und Inspiration)
    * Aufnahmetechnik (Für Technikpuristen: Zumindest für 1955)
    * Gesamteindruck


    Ohne Reihenfolge:
    - Fidelio - Ferenc Fricsay 1958 (trotz der mäßigen Dialoge)
    - Tannhäuser - Wolfgang Sawallisch 1962
    - Lohengrin - Erich Leinsdorf 1966
    - Tristan und Isolde - Karl Böhm 1966
    (oder: Tristan und Isolde - Wilhelm Furtwängler 1953)
    - Der Ring des Nibelungen - Karl Böhm 1967
    (oder: - Der Ring des Nibelungen - Georg Solti 1958-1964)
    - Der Fliegende Holländer - Ferenc Fricsay 1952
    - Norma - Tullio Serafin 1961 (aber die 55er ist ebenfalls sehr gut!)
    - Il Puritani - Tullio Serafin 1953
    - La Damnation de Faust - Igor Markevitch 1958
    - Attila – Giuseppe Sinopoli 1980
    - Rigoletto - Antonio Questa 1954
    - Il Trovatore - Tullio Serafin 1963
    (oder: - Il Trovatore - Renato Cellini 1952)
    - Aida - Tullio Serafin 1956
    - Otello - Arturo Toscanini 1947
    - Cleopatra & Cesare - René Jacobs 1996
    - Giulio Cesare - René Jacobs 1990
    -Boris Godunow - Issay Dobrowen 1952
    (oder: Boris Godunow – Nikolai Golovanov 1948)
    - I Pagliacci - Renato Cellini 1953


    Bis dann!

    Ich habe 30 verschiedene "Fidelio-" bzw. "Leonoren-" Einspielungen. Die mit Fricsay, Haefliger, Engen, Fischer-Diskau, Frick u. a. halte ich insgesamt immer noch für die beste Aufnahme - auch gerade wegen Haefliger, trotz Bernstein-Kollo, Klemperer-Vickers, Karajan-Vickers etc.


    Da ich Ferenc Fricsay besonders schätze und Ernst Haefliger sein bevorzugter lyrischer deutschsprachiger Tenor war (zu Recht), ertönt die Stimme Haefligers jede Woche mehrmals in meiner Wohnung.


    Durch Haefligers exquisites Buch habe ich auch viel über die Theorie des Gesangs gelernt ("Die Kunst des Gesangs. Geschichte – Technik – Repertoire"). Das Buch kann ich nur empfehlen.


    Bis dann,


    "Gott! Welch Dunkel hier! ..."

    Meines Wissens nach:


    Liszt bevorzugte:
    Berlioz, Paganini, Chopin. Achtete aber auch die Musik Mendelssohn-Bartholdys.


    Brahms bevorzugte:
    Bach, Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert, und J. Strauß j., Interesse zeigte er an der Musik von Grieg und DvoYák.
    (Das Vehältnis zur Musik Wagners war zwiespältig. Brahms galt als ausgezeichneter Kenner der wagnerischen Musik. Ebenso Abstand zur Musik Liszts und Wolfs).


    Schumann bevorzugte:
    Mendelssohn, Schubert, Bach und Beethoven.
    (Aber Abstand zur Musik Liszts).


    Chopin bevorzugte:
    Bach, Mozart und Bellini.


    Beethoven bevorzugte:
    Cherubini u. a.


    Mussorgski bevorzugte:
    Verdi.


    Wolf bevorzugte:
    Wagner und Liszt.
    (Von Brahms hielt er gar nichts! "Auf der Folterbank erzeugte Produkte").


    Tschaikowski bevorzugte:
    Mozart
    (Abstand zur Musik Brahms und Wagners. Aber auch die Musik Bachs, Händels und Beethovens erregte nicht sein übermäßiges Wohlwollen. "Ich verbeuge mich vor der Größe mancher seiner Werke, aber ich liebe Beethoven nicht").


    Chabrier bevorzugte:
    Berlioz, Wagner und Meyerbeer.


    Leider kann ich die Textquellen im einzelnen nicht mehr benennen...
    Bis dann,