Beiträge von Norbert

    Ich höre gerade den Finalsatz der 8. Sinfonie. dirigiert von Philippe Herreweghe:



    Auch wenn morgen noch die 9. Sinfonie ansteht, erlaube ich mir als vorzeitiges Fazit, dass ich mich zurecht auf diese Box gefreut habe. Sie ist für mich ein Highlight des Beethoven Jahres 2020. Unterschiedliche Dirigenten aus unterschiedlichen Jahrzehnten mit unterschiedlichen Interpretationsansätzen eint die Spielfreude, die sie dem stets hervorragenden Orchester angedeihen lassen und die Vermeidung jeglicher bequemer Routine. Jede Sinfonie zählt mit zu den besten, inspiriertesten Live-Aufnahmen, die ich kenne, leider mit einigen Abstrichen im Kopfsatz der 6. Sinfonie, in der Roger Norrington zu wenig "Atmosphäre" durch ein zu schnelles Tempo aufkommen lässt und bei der es im "Gewitter" und im Finalsatz bei den Pauken zu stark "knallt".


    Aber ansonsten: :thumbup::thumbup::thumbup:

    Welch Zufall...


    Beethoven mit Zinman habe ich eben auch gehört und zwar die 1. Sinfonie:



    Das war eine sehr schöne, frische Interpretation, längst nicht so "seelenlos" wie seine Studioaufnahme. Jetzt erklingt die älteste Aufnahme aus dieser Box und zwar die 2. Sinfonie, dirigiert von Leonard Bernstein vom 08.03.1978.

    Lieber Nemorino,


    vielen Dank für die Benennung Deiner Favoriten der wunderbaren Missa Solemnis. Das Werk hatte ich mir auch vorgenommen, aber erst einmal will ich nächste Woche endlich meine liebsten Aufnahmen der 9. Sinfonie vorstellen...


    Es stimmt, Karl Böhm ließ sich mit ca. 88 Minuten viel Zeit für seine Interpretation der Missa Solemnis. Fast genau so lange benötigte Carlo Maria Giulini


    ,


    aber Nicolaus Harnoncort überbot mit einer Spielzeit von ca. 95 Minuten beide ohne weiteres:



    Auch wenn sich der Maestro zwischen den Sätzen zumindest einmal eine längere Pause genehmigte, dürfte er netto 90 Minuten locker überschritten haben, was allerdings in keiner Sekunde zu Lasten der musikalischen Qualität ging. Im Gegenteil, wenige Konzerte dieses Werkes haben mich so sehr berührt wie dieses.

    Es stimmt, lieber Joseph, als ich vor einigen Tagen meine erste Aufnahme mit Takashi Asahina hörte


    ,


    fühlte ich mich spontan an die großartige Aufnahme mit Carlo Maria Giulini erinnert.



    Beide Dirigenten bevorzugten gemäßigte Tempi und betonten die "Größe" der Musik, namentlich im zweiten Satz, dem Marica funebre. An Klemperer dachte ich zwar nicht sofort, aber in Bezug auf die "Strenge", die "Ernsthaftigkeit" im Musizieren passt der Vergleich aber durchaus.


    Zur "Eroica" passen auch durchaus eher langsamere Tempi. Diese Sinfonie ist "mehr" als "nur" das (relative) Beachten der Metronomangaben. Im Gegenteil bei vielen "hippen" oder "hip-orientierten" Einspielungen wirkt die Sinfonie zu "leichtgewichtig". Die 4. Sinfonie, auch da stimme ich Dir zu, hat einen anderen Charakter. Sie ist ein eher (für Beethoven-Verhältnisse) fröhlich-beschwingtes Werk. Zu langsame Tempi bremsen die Sinfonie zu sehr,"beschweren" sie eher als dass sie einen Hörgewinn brächten.

    Für knappe 10 € (+2,99 € Porto) habe ich mir gegönnt:



    Bisher kenne ich nur Beethovens 9. mit Konwitschny. Eine erhabene, "große", mit gemäßigten Tempi versehene Aufnahme. Ich bin auf die anderen Einspielungen gespannt...


    Der erste Satz von Schumanns 1. Sinfonie gefällt mir schon einmal seht gut. Detailreich und spielfreudig. Erstaunlich gut auch die Klangqualität der Aufnahme von 1960/61.

    Hm, eigentlich sollte diese Neuaufnahme quasi ein Pflichtkauf für mich sein, aber u.a. Deine Worte, lieber Joseph, lassen mich schwanken, denn Thielemann hat es bisher in etlichen Aufnahmen, die ich von ihm besitze, nicht im Ansatz geschafft, mich mehr als einigermaßen zu überzeugen.


    Also führe ich mir als nächstes die schon angesprochene Aufnahme aus Dresden zu Gemüte und schau dann mal weiter...


    Bei dem Preis konnte ich nicht widerstehen, lieber Joseph.


    Die Tempi sind sehr gemessen (20'22'', 18'27'', 6'52'' und 13'10''), aber Asahina verstand es, sie mit Spannung zu versehen. Insbesondere der "Trauermarsch" ist herausragend gut gelungen mit großen Steigerungen und tiefer Empfindung.

    Schau an, lieber Rolo, wieder einmal haben wir den gleichen Gedanken.


    Derzeit befindet sich in meinem CD-Spieler:



    -"aufgeheizter", ich bin fast schon geneigt zu schreiben "aggressiver" lässt sich die Sinfonie kaum spielen. Tennstedt treibt der Sinfonie gründliche allen "deutschen Michel" aus. Das Prchester hat im ersten Satz im Blech schon arge Anlaufschwierigkeiten, aber unterm Strich höre ich die Aufnahme sehr gerne.

    Auf der Homepage der Bamberger Symphoniker ist eine ONLINE-PETITION: "WIR SIND DAS PUBLIKUM!" gestartet worden. Dort heißt es:


    Zitat

    Die Stiftung für internationale Orchesterprojekte der Bamberger Symphoniker hat, stellvertretend für die Abonnenten, Freundes- und Förderkreise der deutschen Orchester, Konzerthäuser, Opern und Theater, eine Online-Petition erstellt, um die Wiederöffnung der Konzerthäuser und Theater im Dezember mit 50-70% der Saalkapazität zu fordern. Das Ziel ist, möglichst viele Abonnenten und Publikum aus ganz Deutschland zur Unterzeichnung zu bewegen und so eine relevante Zahl an Unterstützern zu erreichen.


    Der direkte Link zur Petition findet sich hier.

    Ich hab's heute mit Bruckner und zwar speziell mit der 2. Sinfonie.


    Nach einer beim Werbepartner nicht zu findenden fantastischen Aufnahme mit Christoph Eschenbach und dem Houston Symphony Orchestra von 1996 folgte



    Gerade verklang diese wunderbar transparente Einspielung



    Heute Nachmittag werde ich hören



    So macht Einseitigkeit Freude... ;)

    Am 20.11. erscheint:



    Alleine schon wegen der 7. Sinfonie mit Carlos Kleiber ist das für mich ein "Pflichtkauf", aber auch der Rest der Gesamtaufnahme liest sich sehr interessant. Antal Dorati als Beethoven Dirigent ist mir bisher unbekannt.


    Künstler: Concertgebouw Orchestra, David Zinman (Nr. 1 / 2010), Leonard Bernstein (Nr. 2 / 1978), Nikolaus Harnoncourt (Nr. 3 / 1988), Herbert Blomstedt (Nr. 4 / 2003), Mariss Jansons (Nr. 5 / 2008), Roger Norrington (Nr. 6 ( 2004), Carlos Kleiber (Nr. 7 / 1993), Philippe Herreweghe (Nr. 8 / 2003), Antal Dorati (Nr. 9 / 1985)

    Derzeit im CD-Spieler:



    -eine sehr empfehlenswerte Aufnahme: Die zu selten zu hörende Sinfonie Nr. 6 wird hier sehr kraft- und schwungvoll gespielt, auch die mir vorher unbekannte Ouvertüre zu "Selma Sedlák" gefällt mir sehr gut.


    Die Gesamtaufnahme der Sinfonie scheint mir ein großer Wurf zu werden. Schon die 5. Sinfonie, eingespielt mit Inkinens Amtsvorgänger Karel Mark Chichon hat bei mir einen sehr guten Eindruck hinerlassen:



    Hm, jetzt, da ich es schreibe... Ich glaube, die CD werde ich als nächste hören...

    Lieber Bertarido,


    ich besitze die Aufnahmen mit dem NHK SO, dem NDR SO und den B Ph und kann alle drei bedenkenlos empfehlen. In allen drei Aufnahmen interpretiert Günter Wand sehr "kraftvoll", eher in der Vorwegnahme eines Bruckner als in der Nachfolge eines Haydn oder Mozart.


    Auch wenn sich alle drei Aufnahmen nicht grundlegend voneinander unterscheiden, würde ich entweder die mit "seinem" NDR SO favorisieren (es ist deutlich anzuhören, wie gut sich Dirigent und Orchester verstanden) oder die mit dem NHK SO (wegen der attraktiven Kopplung mit Bruckners 8. Sinfonie).


    Tontechnisch habe ich nichts gravierend negatives in Erinnerung, wenngleich ich anmerken muss, dass ich die CDs lange nicht mehr gehört habe.

    Lieber Klassikfan,


    das Einfügen eines Bildlinks funktioniert nur noch über JPC, da Amazon kein Werbepartner mehr ist.


    Bei JPC suchst Du Dir die Bestellnr., fügst diese zwischen "[jpc]" und "[/jpc]" (ohne Klammern) ein und das war es fast. Wahrscheinlich wird es bei copy and paste notwendig sein, die Schriftgröße der Bestellnr. anzupassen.


    Bei JPC habe ich die Exton-Aufnahme nicht gefunden, aber eine andere, die identisch sein könnte:


    Lieber Willi,


    ich bin auf Deine Höreindrücke gespannt und auch darauf, in wieweit sie sich mit meinen decken.


    Ich hatte mir die Sinfonien einmal angehört und bin vom Gesamtergebnis insgesamt sehr angetan. Das Highlight stellt für mich die "Eroica" dar, die ich zu den besten "konventionellen" Aufnahmen der Sinfonie zählen möchte. Die Tempowahl aller Sinfonien ist gut gelungen, mit leichten Abstrichen im zweiten Satz der "Pastorale", bei dem mir die "Szene am Bach" zu schnell ,zu "fahrig"-verhuscht, leichtgewichtig geriet.

    Bei der ansonsten hervorragenden 9. Sinfonie gibt es die fast schon obligaten Abstriche bei den Solisten, aber das alles demnächst detaillierter.


    Fazit: Da die Box günstig erhältlich ist, attestiere ich ihr ein sehr gutes Preis-, Leistungsverhältnis.