Beiträge von Norbert

    Bei mir gibt's frühen Beethoven und noch früheren CPE Bach:


    Ludwig van Beethoven (1770-1827)

    Symphonien Nr.1 & 2

    Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788)

    Symphonien F-Dur Wq. 175 & G-Dur Wq. 183 Nr. 4

    Akademie für Alte Musik Berlin, Bernhard Forck

    Harmonia Mundi, 2020

    Ich höre gerade:


    César Franck (1822-1890)

    Symphonie d-moll

    +Symphonische Variationen f. Klavier & Orchester (2); Le Chasseur maudit

    Leonard Pennario(2), Boston Symphony Orchestra, Boston Pops Orchestra(2), Charles Munch, Arthur Fiedler(2)

    RCA, 1957/63

    Ich wechsele nach Frankreich:


    Camille Saint-Saens (1835-1921)

    Symphonische Dichtungen Nr.1-4

    (Le Rouet d'Omphale, Phaéton, Danse macabre, La Jeunesse d'Hercule)

    +Marche héroique op. 34; Sarabande op. 93 Nr. 1; Rigaudon op. 93 Nr. 2

    Orchestre National de Lille, Jun Märkl

    Naxos, 2016

    Ich verstehe kein Wort :hahahaha: Aber ich mag die Melodik, schwedische Lieder haben da etwas ganz eigenes :love:

    Stimmt. Gerade klangmelodisch haben mich die Lieder beeindruckt. Was auch immer dort gesungen wurde hörte sich gut an. ;) :thumbup:

    Ich habe inzwischen auch die Sinfonie gehört. Es ist ein tonsprachlich frühromantisches, durchaus gefälliges Werk, das allerdings keinen bleibenden "Aha"-Effekt bei mir hinterlassen hat. Vielleicht ändert sich der Eindruck, wenn ich die Sinfonie ein zweites Mal gehört habe.


    Weiter geht's bei mir mit:



    Charles Villiers Stanford (1852-1924)

    Symphonie Nr.3 "Irische"

    +Irish Rhapsody Nr. 5

    Ulster Orchestra, Vernon Handley

    Chandos, 1986

    -einigermaßen gelungen sind Passagen des 3. Satzes, wo ein wenig Sinn für Dramatik aufkommt, aber ansonsten empfinde ich gepflegte Langeweile in dieser Aufnahme eines Werkes, in dem um so viel Emotionen geht. Aufgehorcht habe ich lediglich in einigen Stellen des 1. und 4. Satzes, in denen die Hörner mit Vibrato spielen, aber ansonsten werde ich diese Aufnahme gleich zweimal gehört haben, zum ersten und letzten Mal. Es bleibt halt zu viel an der Oberfläche.

    Es stimmt, lieber Joseph, die "Annullierte" Sinfonie ist Jordi Savall sehr gut gelungen und auch die 5. Sinfonie mit Philippe Herreweghe ist in meinen Ohren ebenfalls empfehlenswert mit einer hervorragenden Orchesterbalance, einer ausgesprochen stimmigen Tempowahl und einer "musikalischen" Herangehensweise, der den großen Atem nie aus den Augen verliert, aber auch kein Detail "verschluckt".

    Originalklang-Aufnahmen gibt es bei Bruckner bisher erstaunlich wenige:




    Fehlen welche?

    Oh ja, lieber Joseph, zumindest die erste und meine liebste:


    -meines Wissens die erste "hippe Aufnahme" von 1996, aufgenommen September 1995


    -in dieser Aufnahme meine ich den Unterschied zwischen "modern" und "hip" (ich weiß, sehr verallgemeinernd ;) ) am stärksten zu hören und liebe diese Einspielung wegen des Schwungs, der Farbigkeit in den Orchesterfarben. Ein wahres "keckes Beserl".

    Wenn es nach mir geht: Karajan streichen, dafür Blomstedt an die zweite Stelle setzen, nach Jochum (keiner hat die Neunte so verstanden wie Eugen), und auf Platz drei Wand.

    Lieber Orffeus,


    in der Subjektivität, im Ausdruck und in der Freiheit der Tempowahl empfinde ich ibs. die Berliner Aufnahme der 9. mit Eugen Jochum als "ganz großes Kino". Ihm ebenbürtig in der Subjektivität und in der Verwendung von Rubati ist Stanislav Skrowaczewski, der einen fast identischen Interpretationsansatz verwendete:



    Auch er entwickelt "ein großes Drama", auch er bevorzugt in den ersten beiden Sätzen recht schnelle Tempi, während er sich im Adagio recht viel Zeit lässt. Wem Eugen Jochums Ansatz zusagt, der wird mit Sicherheit auch von Stanislaw Skrowaczewski begeistert sein. Ich bin es. ;)

    Beim Werbepartner ab dem 11.09., per Stream seit letzten Freitag erhältlich:



    Dmitri Schostakowitsch (1906-1975)

    Symphonie Nr.7 "Leningrad"

    San Diego Symphony Orchestra, Rafael Payare

    Delos, 2025


    -so "plüschig", so wenig dramatisch, emotional, habe ich den Kopfsatz der Sinfonie selten gehört. Das mag auch am entfernten Klangbild liegen, aber ich hoffe, dass in den verbleibenden Sätzen mehr Spannung aufgebaut wird...

    Vielen Dank, die Herren. Da scheint es ja zumindest drei Bruckner-Liebhaber im Forum zu geben. Ich plane natürlich auch die Heras-Casado-Aufnahmen zu berücksichtigen, aber so wie ich gehört habe, gelten die Symphonien-Einspielungen von Günter Wand, Herbert von Karajan und Eugen Jochum weithin als Referenz. Da kommt man wohl nicht daran vorbei. Sehen das die Herren genauso?

    Lieber Gregor,


    ob man die genannten Einspielungen zwingend benötigt ist -wie so häufig- auch eine Geschmacksfrage. Günter Wand war einer der berühmtesten Bruckner Dirigenten der späten 1970er bis zu seinem Tod 2002. Wenn man sich seine Gesamtaufnahme



    zulegt, macht man mit Sicherheit nichts verkehrt.


    Herbert von Karajan polarisiert wie kaum ein anderen Dirigent, auch bei seinen Bruckner Aufnahmen. Teleton schwört auf seine Gesamtaufnahme


    ,


    ich persönlich kann mit vielen Interpretationen in der Gesamtaufnahme wegen des stellenweise gleißenden Klangbilds ("chromium heaven") nicht viel anfangen mit der Ausnahme der 6. Sinfonie, die zwar sehr klangschön interpretiert worden ist, aber ohne den "chromium heaven". Einzelne frühe bzw. späte Aufnahmen hingegen schätze ich sehr.



    Eugen Jochum hat Bruckners Sinfonien zweimal aufgenommen:



    Seine Interpretationen sind durch eine große Freiheit in der Tempowahl und eine große Expressivität im Ausdruck gekennzeichnet. In vielen Einspielungen verwendet er gerne Accelerandi und Ritardandi, die ich, wie auch Christian B, manchmal problematisch finde (ibs. in der 8. Sinfonie), aber die 4. und die 9. Sinfonie mit den Berliner Philharmonikern sind für mich "Monumente", ganz großartige Aufnahmen.


    Auch ich würde zu Herbert Blomstedt



    tendieren. Es sind Aufnahmen, die sehr ausgewogen gestaltet sind, ähnlich wie bei Günter Wand, aber Herbert Blomstedt hatte das bessere Orchester und, gerade im Hinblick auf Pablo Heras-Casado vielleicht von Interesse, verwendete bei den Sinfonien 1-3 die von Bruckner komponierte Erstfassungen. Auch Pablo Heras-Casado lässt die 3. Sinfonie in der Erstfassung von 1873 spielen, während alle anderen Dirigenten die geläufige dirtte Fassung von 1889 einspielten.


    Das zum einfachen Einstieg. ;)


    Gerade bei Bruckner ist die "Referenzfrage" noch schwieriger zu beantworten als ohnehin, denn bei Vergleichen müssen immer auch die verschiedenen Fassungen beachtet werden.

    Zum musikalischen Tagesabschluss höre ich eine Neuerscheinung:


    Robert Schumann (1810-1856)

    Das Paradies und die Peri op.50

    Lina Johnson, Johanna Falkinger, Marianne Beate Kielland, Kieran Carrel, Nicolas Brooymans, La Capella Nacional de Catalunya, Le Concert des Nations, Jordi Savall

    Alla Vox, 2025

    Vielen Dank, die Herren. Da scheint es ja zumindest drei Bruckner-Liebhaber im Forum zu geben. Ich plane natürlich auch die Heras-Casado-Aufnahmen zu berücksichtigen, aber so wie ich gehört habe, gelten die Symphonien-Einspielungen von Günter Wand, Herbert von Karajan und Eugen Jochum weithin als Referenz. Da kommt man wohl nicht daran vorbei. Sehen das die Herren genauso?

    Ein weites Feld, lieber Gregor, aber leider nicht zwingend in diesem Thread.


    Ich suche morgen einen geeigneten heraus und verschiebe die letzten Beiträge dorthin oder mache einen neuen auf. Die Aussagen von Orffeus und Christian B reizen zur Antwort... ;)

    Vielen Dank, die Herren. Da scheint es ja zumindest drei Bruckner-Liebhaber im Forum zu geben. Ich plane natürlich auch die Heras-Casado-Aufnahmen zu berücksichtigen, aber so wie ich gehört habe, gelten die Symphonien-Einspielungen von Günter Wand, Herbert von Karajan und Eugen Jochum weithin als Referenz. Da kommt man wohl nicht daran vorbei. Sehen das die Herren genauso?

    Ein weites Feld, lieber Gregor, aber leider nicht zwingend in diesem Thread.


    Ich suche morgen einen geeigneten heraus und verschiebe die letzten Beiträge dorthin oder mache einen neuen auf. Die Aussagen von Orffeus und Christian B reizen zur Antwort... ;)

    Obwohl es hier in dem sehr gelungenen Beitrag von Orffeus in erster Linie um den Opernkomponisten Ermanno Wolf-Ferrari geht, ist mein mit Abstand liebstes Werk das Violinkonzert, 1943 geschrieben für die Violinistin Guila Bustabo "in Bewunderung" und 1944 von ihr und den Münchner Philharmonikern unter Oswald Kabasta uraufgeführt.

    Es ist ein Werk voller Melodiosität, Virtuosität, Lyrik, Wärme, in seiner Tonalität scheinbar komplett aus der Zeit gefallen. Beim WDR gibt es eine Werkeinführung, auf youtube ist es zu hören:



    Der Werbepartner listet immerhin vier Aufnahmen, die noch erhältlich und allesamt sehr hörenswert sind:



    Lieber Gregor, die Frage ist leider sehr schwer zu beantworten.

    Wenn Du mit Bruckner bisher nicht viel anfangen kannst/konntest, dann dürfte Pablo Heras-Casado daran wahrscheinlich nicht viel ändern, denn er erfindet Bruckner nicht neu, sondern lässt ihn bei den beiden Sinfonien auf Originalinstrumenten spielen. Zum Te Deum kann ich leider nichts sagen, da ich die Aufnahme (noch) nicht kenne.

    Auf der anderen Seite habe ich persönlich es erlebt, dass mir eine bestimmte Interpretation den Blick auf eine bestimmte Sinfonie geebnet hat.


    Zu den beiden Sinfonien ist anzumerken, dass Pablo Heras-Casado bei der 3. Sinfonie die weniger geläufige Erstfassung von 1873 eingespielt hat, während es bei der 4. die bekannte, fast immer aufgeführte und eingespielte zweite Fassung von 1878 mit Finale von 1880 ist.


    Im nicht ganz passenden Vergleich gefällt mir die Interpretation der 3. Sinfonie besser, weil Pablo Heras-Casado hier "ursprünglicher", "ungefilteter", "rauer" zu Werke geht als bei der 4. Die 3. klingt "revolutionärer", aber als Werk an sich ist die 4. Sinfonie eingängiger und "leichter" zu hören.


    Youtube hilft weiter:



    Ich hoffe, ich konnte ein wenig helfen...

    Zum Glück, lieber Fiesco, schließt die eine sehr gute Aufnahme die andere ja nicht aus. Dass Dir die Aufnahme mit John Nelson so gut gefällt heißt ja noch lange nicht, dass die Einspielung mit Kent Nagano keine gute (mehr) wäre.

    Ich kann allerdings nachvollziehen, dass Dir die Aufnahme mit John Nelson besonders am Herzen liegt, wenn Du sie live gehört hast.


    Gerade geht bei mir



    Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)

    Klavierkonzerte Nr.15 & 16

    +Rondo für Klavier & Orchester KV 382

    Ronald Brautigam, Die Kölner Akademie, Michael Alexander Willens

    BIS, 2013


    zu Ende, und da mir "La Damnation de Faust" heute Vormittag als Werk und in der Interpretation mit Kent Nagano so gut gefallen hat, höre ich jetzt, auch zum Vergleich,



    Hector Berlioz (1803-1869)

    La Damnation de Faust

    Joyce DiDonato, Michael Spyres, Nicolas Courjal, Alexandre Duhamel, Orchestre Philharmonique de Strasbourg, John Nelson

    Erato, 2019