Beiträge von Norbert

    Moin zusammen,


    mein musikalischer Tag beginnt mit:



    Ein hervorragender Beginn. Die Leichtigkeit, mit der Gidon Kremer den technisch schwierigen Violinpart bewältigt, ist erstaunlich. Er wird kongenial von Riccardo Muti und den Berliner Philharmonikern begleitet.


    Zum Glück hat sich die damalige EMI entschieden, Berglunds wesentlich stärkere, intensivere Aufnahme mit dem Bournemouth Symphony Orchestra beizusteuern, so das einem weiteren unbeschwerten Hörgenuss nichts im Wege steht...

    Mein musikalischer Tag startet mit dem Komponisten, mit dem der gestrige endete, nämlich mit Emil Nikolaus von Reznicek:



    Später werde ich mir die anderen beiden, noch nicht gehörten, Sinfonien zu Gemüte führen:



    Den Komponisten stilistisch zu beschreiben, ist sehr schwer, denn jedes seiner Werke klingt "vollkommen anders". Er wird als "musikalisches Chamäleon" bezeichnet und damit, wie ich finde, sehr gut charakterisiert.


    Seine Musik ist tonal, manchmal spätromantisch, oft ironisch (so auch der Titel der 2. Sinfonie), manchmal expressionistisch, gerne mal virtuos... Es gibt viel zu entdecken, und langweilig wird es mir mit ihm nie.

    Ich bleibe Herrn Bruckner treu und höre derzeit die 9. Sinfonie in einer wuchtigen, von der ersten Sekunde an wenig "freundlichen", aber sehr faszinierenden, fast schon morbiden Interpretation:



    Und weil ich gerade so schön in Fahrt bin, gönne ich mir als nächstes:



    Über 92 Minuten benötigt Fabio Luisi für die Urfassung. 92 Minuten voller Spannung und Wucht...

    Moin zusammen,


    mein musikalischer Morgen beginnt mit:



    In der Produktbeschreibung heißt es


    Zitat

    Die meisten Brucknerianer würden nicht unbedingt behaupten, daß die Zweite Symphonie des Komponisten eines seiner Meisterwerke wäre. Eschenbach dirigiert sie jedoch, als wäre sie eine seiner Lieblingssymphonien. Er hält den manchmal etwas weitschweifigen ersten Satz in Bewegung, ohne ihn zu überstürzen, präsentiert das Adagio in ergreifender Weise, hebt im Scherzo mobilisierende Rhythmen hervor und macht schließlich im Finale genau das, was er auch im ersten Satz gemacht hat -- er hält es in Bewegung.


    Dem ist nichts hinzuzufügen. Zusammen mit der vollkommen konträren Aufnahme mit Hans Zender ist das meine Lieblingsaufnahme dieser von mir sehr geschätzten frühen Bruckner-Sinfonie.

    Glückwunsch, rolo, auf die nächsten 10.000. :thumbup:


    Ich hätte den 10.000. lieber mit einer der beiden Aufnahmen gefeiert:


    oder


    denn die finde ich wesentlich spannender als die späte Digitalaufnahme, aber ich hoffe, dir hat die CD gefallen.



    Vorhin aus dem Briefkasten gefischt und erstmals in den CD-Spieler gelegt:



    -Die Mendelssohn Aufnahme kenne ich schon, die ist "ganz nett", aber deswegen habe ich mir die CD nicht gekauft. Sehr gespannt bin ich auf Soltis Interpretation der Schostakowitsch Sinfonie. Zu diesem Komponisten hat er (leider) erst sehr spät gefunden und konnte (ebenso leider) nicht alle Sinfonien einspielen.

    Den Herrn Bantock hatte ich mir auch schon zu Gemüte geführt und zwar hatte ich mich durch sämtliche CDs gehört, die ich mit ihm besitze (immerhin zwei ;) )



    Nächsten Monat werde ich mir wohl die Box mit den Orchesterwerken zulegen:



    Derzeit höre ich diese ausgesprochen gelungene Bruckner-Aufnahme:


    Ich höre mich seit Wochen sukzessive durch diese Box



    und gerade verklingt das Violinkonzert, das Ormandy 1958 mit Isaac Stern aufnahm.


    Normalerweise ist es nicht mein favorisiertes Werk von Tschaikowsky, weil es zu häufig auf oberflächliche Virtuosität angelegt ist. Nicht aber hier. Isaac Stern vermeidet jegliche Sentimentalität und lässt seine enormen technischen Fähigkeiten "aus sich selbst heraus" wirken. Ormandy erweist sich als kundiger Begleiter, weiß aber auch Akzente im Orchesterpart zu setzen.


    Eine "Klassiker"-Aufnahme, die zudem, gemessen am Alter, sehr gut klingt.

    Da bin ich auf Deine Eindrücke wirklich gespannt. Mir persönlich gefällt der ganz späte Gielen oft wirklich sehr gut (Bruckners Achte etwa).

    Ich finde ja, selbst nur einmal gehört, ist Mahlers Sechste schon heftig, so dass ich dieses Werk nur in sehr geringen Dosen überhaupt einmal komplett höre. ;)


    Tja, lieber Joseph, ich befinde mich gerade im Finalsatz der Aufführung von 2013 und kann nach dem ersten Durchhören der Aufnahme Gielens sehr langsamen Tempi, im Gegensatz zu den sehr langsamen Tempi bei Bruckners letzten beiden Sinfonien, wenig abgewinnen.


    Die Tempi wirken stellenweise lähmend, nicht fließend, die Musik scheint, nicht nur, aber auch, im Finalsatz, in Einzelteile zu zerfallen, ohne, auch hier, anders als bei Bruckner, einen Erkenntnisgewinn im musikalischen Aussagegehalt zu bieten.


    Ein ähnliches Gefühl hatte ich, als ich Lorin Maazels 2011er Konzert mit dem Concertgebouw Orchester hörte. Auch er kam auf eine Spielzeit (aus dem Gedächtnis) von um und bei 90 Minuten (Gielen war 2013 bei 94.25) und auch bei ihm empfand ich sie als zu langsam, als nicht angemessen.


    Mag sein, dass sich meine Auffassung nach dem zweiten hören ändern wird, aber ich bin derzeit von der 1971er Aufnahme wesentlich mehr angetan als von Gielens letztem Auftritt bei den Salzburger Festspielen. Der Fairness halber sei gesagt, dass das Publikum wesentlich positiver reagierte als ich, wie den vielen, deutlichen "bravo"-Rufen zum Applaus, zu entnehmen ist.


    Ich höre derzeit:



    CD 1 mit der Aufnahme von 1971. Diese offenbart Gielen "at his best": transparentes Klangbild, zügige, flüssige Tempi (Spielzeit 74:10) und eine sehr gute Detailarbeit.


    Ich bin sehr gespannt auf den Vergleich mit der Aufnahme von 2013, in der Gielen über 20 Minuten langsamer ist und die Satzreihenfolge bei den Mittelsätzen in Andante-Scherzo geändert hatte. Zum Vergleich werde ich aber wohl erst morgen kommen, denn zweimal nacheinander Mahlers 6. zu hören, ist schon "heftig"...

    Derzeit im CD-Spieler:


    -Ludolf Nielsen, Sinfonie Nr. 2; Ole Schmidt dirigiert das RSO Frankfurt


    "Symphonie des Glücks", 1910 uraufgeführt. Ein Werk mit sehr eingängiger Melodik, stellenweise auch als "Freudensymphonie" übersetzt. Der Name ist Programm...;)

    Am 9. August erscheint:



    Zitat

    Auf dem Label MPHIL öffnen die Münchner Philharmoniker weiterhin ihre Archive und verschaffen so Zuhörern aus aller Welt Zugang zu einer der wertvollsten Sammlungen von Aufnahmen bedeutender Künstler. Eine solche Aufnahme ist die vorliegende Veröffentlichung von Wolfgang Amadeus Mozarts Klavierkonzerten 20 und 26 mit Friedrich Gulda als Solist und Dirigent.

    Wolfgang Amadeus Mozart komponierte in Wien eine Serie von Klavierkonzerten, in denen dem Solisten erstmals ein symphonischer Orchesterpart gegenübersteht. Das berühmte d-moll-Konzert zeigt dies besonders eindrucksvoll, in seiner dunklen Leidenschaft und Dramatik ein Ausnahmewerk der Serie. Das populäre Krönungskonzert , stärker auf den brillanten Klavierpart zugeschnitten, hat dagegen Glanz und Anmut.

    Friedrich Gulda ist mit der Stadt München sehr eng verbunden. Ab etwa 1965 wurde München mit seinem Publikum zu einer zweiten Heimat des österreichischen Pianisten, mit zahlreichen jährlichen Konzerten im Herkulessaal, der Philharmonie im Gasteig und im Jazzclub Domicile. 1981 gehörte er zu den Initiatoren des Münchner Klaviersommers und blieb dem grenzüberschreitenden Festival über Jahre verbunden. in diesem Rahmen kam es 1986 zu der hier vorliegenden Aufnahme.


    Eigentlich eine Veröffentlichung, bei der jeder Mozart- und/oder Gulda-Liebhaber in Jubelstürme ausbrechen müsste.... Gäbe es da nicht die schier übergroße Konkurrenz...



    1984 hat Friedrich Gulda zusammen mit Nicolaus Harnoncourt und 1993 in Personalunion als Pianist und Dirigent Maßstäbe gesetzt, bei denen ich mir nicht vorstellen kann, dass er diese übertroffen haben dürfte, so dass ich ernsthaft überlege, ob ich mir die neue Aufnahme zulegen werde...

    Länger nicht mehr gehört:



    Unter all den fantastischen Aufnahmen, die es von diesem wunderbaren Werk gibt, ist und bleibt das "meine Referenz". Claudio Arrau war zum Zeitpunkt der Aufnahme (November 1984) 81 Jahre alt. Was ihm vielleicht an Spritzigkeit fehlte, machte er durch intelligentes Gestalten mehr als wett.


    Mit Colin Davis hatte er einen kongenialen Partner an seiner Seite, der mit dem bestens disponierten Orchester den ersten Satz "strahlen" lässt, im zweiten Satz eine wunderschöne lyrische Stimmung gestaltet und das Rondo elegant majestätisch und ausreichend temperamentvoll ausklingen lässt. Zudem begeistert mich jedes Mal der üppige, aber dennoch ausreichend durchsichtige, mit leichtem, natürlichen Hall versehene, Klang.


    Kurzum: :hail::hail::hail:

    Weiter ging es mit:



    Leif Ove Andsnes' Konzept des schlanken, transparenten musizierens ging bei den ersten vier Klavierkonzerte wunderbar auf, das fünfte Klavierkonzert ist mir orchestral "zu schwach auf der Brust". Da fehlt mir ein Dirigent, der den Orchesterpart adäquat gestaltet (man höre exemplarisch Sir Colin Davis mit der Staatskapelle Dresden und Claudio Arrau).


    Ich bleibe dem Komponisten treu und gönne mir als nächstes:



    -leider bisher Schallers einzige Beethoven Aufnahmen...

    Mein musikalisches Wochenende beginnt mit einem, warum auch immer, sehr selten gehörtes Werk:



    Eine Neuerwerbung (gebraucht, sehr gut, für 99 ct + 2,99 € Porto erworben), die mir von der Besetzung der Solisten und auch vom Orchesterspiel sehr gut gefällt.

    Lieber Willi,


    dem ist, außer Zustimmung ;) , nicht viel hinzuzufügen.


    Die Gesamtaufnahme mit Andras Schiff hatte ich gar nicht mehr im Gedächtnis, die habe ich mir auch auf meinen nicht kleiner werdenden Wunschzettel gepackt.


    Murray Perahia und Bernard Haitink sind deswegen eine Art "Referenz" für mich, weil das technisch hervorragende, fein differenzierende Klavierspiel wunderbar harmoniert mit dem klanglich bestens eingefangenen, transparenten und ebenfalls dynamisch gut abgestuften Orchester.

    Willis Empfehlungen bezüglich Leif Ove Andsnes und Uchida/Sanderling schließe ich mich vollinhaltlich an, vielleicht mit leichtem Vorteil zugunsten des Herrn Andsnes, weil es ihm gelingt, eine fast ideale Symbiose aus dem Klavier- und dem Orchesterpart zu formen.


    Eine dritte Empfehlung vielleicht noch (damit es nicht zu einfach wird ;) ): Perahia und Haitink



    Für mich eine der besten Gesamtaufnahmen der Klavierkonzerte überhaupt.

    Renée Fleming wirkte vor zweieinhalb Wochen beim "Klassik am Odeonsplatz" in München mit. In der Pause gab sie ein Interview in sehr gutem Deutsch.

    Derzeit im CD-Spieler:



    Beethoven, Sinfonien 1-9, Ensemble Orchestrale de Paris, John Nelson; Aufnahmen von Juli 2005 (Sinf. 5-9) und Januar 2006 (Sinf. 1-4)


    Gekauft im Dezember 2014 und bestimmt seit Januar 2015 nicht mehr gehört. Ich habe im Hinterkopf einige Vorbehalte gespeichert, weiß aber nicht mehr, welche es waren.

    Bei den ersten beiden Sinfonien jedenfalls gibt es gar keine Vorbehalte: Präzises, engagiertes Orchesterspiel im klein besetzten Orchester (es besteht aus 43 Mitgliedern), frische, den Metronomangaben angepasste Tempi, sehr gute Orchesterbalance und ebenfalls sehr gute Klangqualität.


    Aber die großen Herausforderungen kommen ja noch...