Beiträge von Norbert


    "Seltsam" ist noch eine nette Umschreibung, lieber Garaguly. Es ist marketing- und finanztechnisch ein großer Blödsinn, den das Label betreibt.

    Wer kauft sich künftig noch Einzelveröffentlichungen, wenn schnell eine Box der Gesamtaufnahmen zu erwarten ist?


    Bei Sony sitzen ja auch entsprechende "Spezialisten". Die Einzelveröffentlichungen der Beethoven- und Schostakowitsch-Sinfonien mit Michael Sanderling und der Dresdner Philharmonie wurden auch nicht beendet, als die Boxen veröffentlicht wurden.


    Oder wo wir gerade bei Tschaikowsky sind: Bei der Decca und Bychkov/Tschechische Philharmonie war es genau so.


    Bei Sanderling und Bychkov hatte ich schon Einzelaufnahmen besessen, bei Bychkov zum Glück nur eine, so dass ich mir zumindest in seinem Fall die Box gekauft hatte.


    Da mich Järvis Interpretationen interessieren, hatte ich bereits mit dem Kauf der Einzel CDs geliebäugelt und bin nun froh, es nicht getan zu haben.

    Dabei, lieber Accuphan, hat Deine Aufnahme die neuere Remasterung von 2002. Meine erworbene CD



    hat das Copyrightdarum 1989. Sei's drum, die CD hat 3,84 € gekostet (inkl. Porto)


    Die Chailly Gesamtaufnahme



    kann ich übrigens empfehlen, auch, aber beileibe nicht nur tontechnisch. Die "Annullierte" d-Moll Sinfonie, die 7., beide noch mit dem (damaligen) RSO Berlin, 2., 4., 5., und 8. Sinfonie sind mir als besonders gelungen im Gedächtnis geblieben, an eine "Fehlinterpretation" bei den anderen Sinfonien kann ich mich beim besten Willen nicht erinnern.

    Ich lausche gerade dieser Neuerwerbung



    und schlagartig fiel mir wieder ein, warum ich so wenig Bruckner-Aufnahmen mit Günter Wands aus Köln besitze: Die Tontechnik.


    Okay, die Aufnahme ist fast 40 Jahre alt, aber auch 1981 konnten Aufnahmen wesentlich transparenter, brillanter, räumlich besser abgebildet klingen als diese hier.


    Es ist interessant, Wands einzige Aufnahme der 2. Sinfonie zu hören, aber angesichts der großen Fülle anderer hervorragender Aufnahmen sowohl der Sinfonie als auch von Günter Wand wird das wohl nicht all zu häufig der Fall sein...

    So war es. Tolle Aufnahme und durch das überaus transparente Klangbild niemals akustisch überlastet. Es gibt viele Stellen wo man mit Interesse zuhören kann. Der Einsatz der Pauken kommt mir sogar ein wenig originell vor, aber da kenne ich mich leider viel zu wenig aus ..

    Schön, lieber astewes, dass Dir die ersten beiden Sinfonien gefallen haben.


    Originalität wirst Du in den nächsten Sinfonien noch häufiger erleben; in Bezug auf die Pauken verweise ich insbesondere auf den Finalsatz der 4. Sinfonie...


    Ich wünsche viel Vergnügen gehabt zu haben ;) , lieber astewes.

    Weil mir die Sinfonie so gut gefallen hat, höre ich gleich die nächste, auch sehr gelungene, Aufnahme:


    Bruckners 2. Sinfonie auch bei mir und zwar in dieser vorzüglichen Aufnahme:



    Bruckners 2. mit Wand habe ich mir übrigens heute für günstig Geld gebraucht bestellt. Warum auch immer habe ich die noch nicht und das geht gar nicht... ;)

    Lieber Norbert , da freue ich mich schon drauf. Die etwas herbe melodiöse Sprache Nielsens kenne ich noch von den Jugendtagen her. Ich hatte mal eine Einspielung seiner Luziferischen Suite mit Bruno Canino, die aber auf meinen Bändern sicher verblasst ist und die leider, soweit ich es mitbekommen habe (ich habe immer mal danach gesucht) nie auf Platte oder CD erschienen ist.


    Du freust Dich zurecht, lieber astewes.


    Als ich seine Sinfonien kennenlernte, war ich von den Sinfonien 1-5 sofort begeistert, in die 6. musste ich mich "reinhören", weil Nielsen zwar auch hier noch tonal bleibt, aber nicht immer "melodiös". Aber auch diese Sinfonie schätze ich inzwischen sehr.


    Und mit den CDs hast Du auf jeden Fall einen guten Kauf getätigt. Leidenschaftliche Musik wird hier leidenschaftlich gespielt.

    Ich höre gerade die gar nicht so "simple" 6. Sinfonie von Carl Nielsen, die "Sinfonia semplice" und schließe somit die Gesamtaufnahme



    ab. Der gestrige positive Eindruck setzt sich nahtlos fort. Alle Sinfonien sind hervorragend interpretiert, und dank der ausgezeichnet transparenten Klangtechnik sind stellenweise Nebenstimmen und Instrumente zu hören, die sonst gerne einmal untergehen.


    Besonders gut hat mir Nielsens bekannteste Sinfonie, die 4., "Das Unauslöschliche", gefallen mit sehr prägnanten, aber nicht vordergründig-aufdringlichen Pauken.


    Weiter geht's mit "Neuland", mit mir noch unbekannten Werken:


    Ich bin gespannt, lieber astewes, wie Dir Nielsens Sinfonien gefallen werden.


    Ich schätze ihn sehr und mag seine Individualität, seine eigene Tonsprache, seine Experimentierfreude, seine "Sperrigkeit" (nicht alles, was er komponierte, ist sofort "eingängig") und so vieles mehr...

    Wie ich finde gibt es am Sonntag und in der Nacht von Sonntag auf Montag höchst interessante Konzerte zu sehen/hören:


    Sonntag, 05. September

    Teodor Currentzis dirigiert Gustav Mahler: Das Lied von der Erde

    SWR 08:30 Uhr, 75 Min.


    Jakub Hrusa dirigiert "Mein Vaterland"

    ARD-alpha 21:45 Uhr, 90 Min.


    Montag, 06. September

    Gustav Mahler: Symphonie Nr. 9

    Klaus Mäkelä, Orchestre de Paris

    Arte 00:10 Uhr, 85 Min.


    https://www.rondomagazin.de/tvprogramm.php


    Der Festplattenrekorder ist programmiert...

    Heute vor 197 Jahren wurde Anton Bruckner geboren.


    Da trifft es sich gut, dass ich mich ohnehin gerade durch diese neue erworbene Box höre:



    -Sinfonie Nr. 8; Zubin Mehta dirigiert die Berliner Philharmoniker


    Und das macht er sehr beeindruckend (ich befinde mich gerade im Adagio).


    Überhaupt befinden sich die Interpretationen der Sinfonien auf größtenteils höchstem Niveau. Sehr positiv hat mich die 6. Sinfonie mit Mariss Jansons überrascht. Ich schätze ihn sehr als Dirigenten, bloß weniger bei Bruckner. Selbst Thielemann verzichtet bei der 7. Sinfonie weitgehend auf Manierismen, was allerdings nichts daran ändert, dass ich mit seinen Interpretationen einfach nicht "warm" werde. Er wird's überleben, ich auch. ;)

    Lieber Holger,


    zumindest setzt das Konzerthausorchester einen deutlichen Kontrast zum noch amtierenden Chefdirigenten.


    Joana Mallwitz strahlt Neugierde, Freude und Temperament in ihrem Dirigat aus. Okay, sie ist 34 und Christoph Eschenbach 81 und es sind sicherlich Momentaufnahmen, aber das Dirigat und die Interpretationen Eschenbachs anlässlich des 75-jährigen Bestehens der Bamberger Symphoniker (dessen Ehrendirigent Eschenbach ist) empfand ich als routiniert behäbig. timmijus Eindrücke gehen ja in eine ähnliche Richtung...

    Heute wird Seiji Ozawa 86.


    Wie der Zufall es will, erreichte mich heute diese Neuerwerbung


    -Bruckner, Sinfonien 1-9; Berliner Philharmoniker


    und so kann ich ein wenig feiern mit der 1. Sinfonie in der Linzer Fassung von 1865/66.


    Das ist meine erste Bruckner-Aufnahme, die Ozawa dirigiert, aber was ich höre, gefällt mir sehr gut. Ozawa nimmt Bruckners Beschreibung des "kecken Beserls" durchaus ernst... :thumbup:

    P.S. Die vielen "Platzhalter" hier nach der Forumstrennung von Amazon sind ein Graus. Kann man da nichts dagegen machen? :(:rolleyes:

    Lieber Gregor,


    man kann. ;)


    Und in diesem Fall habe ich eben die "Platzhalter" ersetzt. Es ist erforderlich, mittels der alten Amazon-Bestellnummer herauszufinden, um welche CD/DVD es sich handelt. Danach sucht man bei jpc nach der entsprechenden CD/DVD und fügt sie in den Beitrag ein.


    In diesem Thread waren es "nur" zehn "Platzhalter". Dadurch betrug der Zeitaufwand "nur" zehn Minuten. Kommen Komplikationen hinzu, also ist eine CD/DVD bei Amazon oder jpc nicht (mehr) auffindbar, dann dauert die Rekonstruktion um einiges länger.


    Heißt: Wir bemühen uns, aber realistisch gehe ich nicht davon aus, dass in absehbarer Zeit alle "Platzhalter" ersetzt sein werden.


    Viele Grüße


    Norbert als Moderator

    Wie bei t-online zu lesen ist und auch auf der Homepage des Orchesters bestätigt wurde, übernimmt Joana Mallwitz ab der Saison 2023/24 die Leitung des Konzerthausorchesters Berlin für zunächst fünf Spielzeiten.


    Sie folgt somit Christoph Eschenbach, der das Orchester seit Oktober 2019 leitet.


    Ich halte Joana Mallwitz für eine sehr talentierte und charismatische junge Dirigentin. Das auf der Homepage erwähnte Konzert mit Mozarts Ouvertüre zur "Zauberflöte" und Tschaikowskis "Pathétique" hatte ich seinerzeit auf ARTE gesehen und war von der Interpretation der Tschaikowski-Sinfonie sehr angetan. Joana Mallwitz dirigierte sowohl mit viel Temperament als auch viel Gefühl, aber ohne jegliche Sentimentalität.

    Berio auch bei mir:



    Ich beschäftige mich erst seit diesem Monat mit seiner Musik, ibs. mit "Rendering" und bin absolut begeistert von dem, was Berio aus den Entwürfen zu Schuberts zehnter Sinfonie schuf., wie genial er Schuberts Ideen mit seiner eigenen Musik verband.


    Sehr interessant auch, wie Berio im Beiheft seinen Gedanken zu den drei Werken, die er auf der CD dirigiert, Ausdruck verleiht.


    "Rendering" entstand übrigens 1989/90 für das Concertgebouworchester Amsterdam und wurde 1990 von Nikolaus Harnoncourt (!) uraufgeführt.

    Habe den Sonderangebote-Thread grad nicht gefunden. Deshalb habe ich das Ganze mal hier eingestellt. Wer's verschieben mag, kann das gerne tun:saint:

    Lieber Garaguly,


    nachdem dort vor einer Woche das letzte Mal etwas geschrieben wurde, war es entsprechend schwierig den Thread zu finden... ;)


    Nicht weiter schlimm.


    Als ich heute Morgen beim Werbepartner nach der von mir gehörten Bruckner-Aufnahme suchte, sprang mir dieses Angebot förmlich in's Auge:



    Neun SACDs für 44,99 €, da musste ich nicht lange überlegen.

    Stimmt, lieber Garaguly,


    die Sinfonien sind auch durchaus hörenswert.

    Die Aufnahme mit Sawallisch kenne ich allerdings nicht, ebenso sind mir Webers Messen bisher unbekannt.


    Ich denke, da wird demnächst wohl die ein oder andere Wissenslücke gestopft werden müssen...