Beiträge von Norbert

    Für den Beethoven Liebhaber, der schon alles hat ;) :



    Zitat

    Nr. 1 in der Bearbeitung von Carl Friedrich Ebers für 2 Violinen, 2 Violas, Kontrabass, 2 Klarinetten, 2 Hörner; Nr. 2 in der Bearbeitung von Ferdinand Ries für 2 Violinen, 2 Violas, Cello, Kontrabass, Flöte, 2 Hörner; Nr. 3 "Eroica" in der Bearbeitung von Carl Friedrich Ebers für 2 Violinen, Viola, Flöte, 2 Klarinetten, 2 Hörner, Kontrabass


    Ich habe eben die 1. Sinfonie in der Bearbeitung gehört und bin vom Ergebnis sehr angetan. Das klingt nicht nach "Beethoven light", sondern durchaus authentisch. Eine gelungene Hör-Abwechslung mit schönen Klangfarben.

    Heute (vorerst) kein Beethoven. Nach:


    -Rachmaninoff, Klavierkonzert Nr. 2, folgt jetzt:



    -eine der aufregendsten Interpretationen dieser Sinfonie. Insbesondere der Finalsatz ist so rasant, so entfesselt zu hören, wie in keiner anderen mir bekannten Aufnahme.

    Am 17-07. erscheint:



    Der Produktbeschreibung ist zu entnehmen:


    Zitat

    Zwei Grundannahmen waren Jordi Savall und Le Concert des Nations für ihre Versionen der Beethoven-Sinfonien Nr. 1–5 wichtig: Das Orchester sollte so nah wie möglich Beethovens eigene Klangvorstellung erreichen, und die Tempi sollten den akribischen Angaben des Komponisten in den Partituren folgen. Die verwendeten Instrumente entsprechen in Bauweise und Klang jenen aus Beethovens Zeit, und das Orchester hat eine Stärke, wie sie dem Komponisten zur Verfügung stand, also etwa 55–60 Musiker. 35 davon gehören regelmäßig Savalls Ensemble Le Concert des Nations an, weitere Musiker wurden aus verschiedenen Ländern Europas und darüber hinaus eingeladen. Das Hauptziel besteht darin, den ganzen Reichtum und die Schönheit dieser Sinfonien mehr als 200 Jahre nach ihrer Entstehung widerzuspiegeln, ein echtes Gleichgewicht zu erzielen zwischen den Farben und dem natürlichen Klang des Orchesters.


    So weit, so gut. "Originalen Beethoven" kann man fast schon an jeder Straßenecke hören, damit wird man niemanden mehr hinter dem Ofen hervorlocken können.


    Wer aber Savalls Aufnahme der "Eroica" von 1994 (mit dem gleichen Orchester) kennt, der ahnt, dass die Auseinandersetzung mit den ersten fünf Sinfonien eine sehr aufregende werden könnte...


    Einen Monat später, am 14.08., ist zu erwerben:



    Hierbei ist zu lesen:


    Zitat

    Natürlich muss man im Beethoven-Jahr 2020 Gielens Bedeutung besonders als Interpret der Sinfonien mit einer separaten Box im Rahmen unserer Edition würdigen. Gielens Kernkompetenz sah man lange Zeit in der Zweiten Wiener Schule, aber von Anfang an in seiner Karriere als Dirigent hat er sich mit der „Ersten Wiener Schule“ – also mit Haydn, Mozart und eben Beethoven – auseinandergesetzt. Gielen war nach Hermann Scherchen und René Leibowitz einer der ersten, der sich mit Beethovens Metronomangaben auseinandersetzte. Er nutzte 1970 zwei Einladungen von deutschen Rundfunkanstalten, um sich als radikaler Neuerer in Sachen Beethoven-Interpretation zu etablieren. Diese Aufnahmen werden hier zum ersten Mal veröffentlicht. Mit der Aufnahme aus Cincinnati von 1980 dann – sie erlangte einige Berühmtheit – war nach vielen Jahren erstmals wieder eine Eroica auf dem Plattenmarkt, die sich an den von Beethoven vermerkten Metronom-Angaben orientierte – und zwar in allen Sätzen und konsequenter als je zuvor.


    Mich interessieren insbesondere (eigentlich ausschließlich) die bisher unveröffentlichten Aufnahmen.

    Lieber Nemorino,


    so hat halt jeder seine Präferenzen.


    Arrau/Haitink reiht sich knapp hinter meinem "Spitzentrio" ein, so wie z.B. Gilels/Ludwig oder Sanderling, Curzon/Kubelik, Eschenbach/Ozawa, Perahia/Haitink oder die erstaunlich gute Einspielung mit Hélène Grimaud und Vladimir Jurowski.


    Seien wir froh darüber, dass uns so viele hervorragende Aufnahmen zur Verfügung stehen.

    Lieber Rolo,


    dafür erhältst Du auch ein Lob. :thumbup:


    Ich habe mich spontan anstecken lassen und gönne mir auch etwas von ihm:


    Lieber Wolfgang,


    ich nutze einmal diesen Thread, um ein kurzes "Zwischenfazit" zu geben.


    Ich habe inzwischen die Sinfonien 1-3, 6 und 7 gehört und bin positiv überrascht.


    Die ersten drei Sinfonien sind sehr gut gelungen mit frischen Tempi, viel Engagement, aber auch mit viel Gefühl im "Trauermarsch" der "Eroica". Jukka-Pekka Saraste nimmt die Erkenntnisse der "HIP-Bewegung" durchaus ernst, z.B. im sparsamen Gebrauch des Vibratos, er orientiert sich an den Metronomangaben, befolgt sie aber, namentlich in der "Eroica", nicht strikt.


    Das aber schadet der Sinfonie gar nicht, im Gegenteil, der revolutionäre Charakter bleibt gewahrt, ohne dass sie, wie in mancher "HIP-Aufnahme", zu "leichtgewichtig" klingt.

    Lieber Garaguly,


    ein sehr guter Start. :thumbup: Ich schätze den Komponisten sehr wegen seiner vielfältigen originellen musikalischen Einfälle.


    Mein musikalischer Tag beginnt, wenig originell, mit Beethoven und zwar mit dieser Neuerwerbung:



    Beethoven wird hier nicht neu erfunden, sondern mit viel Frische und Engagement gespielt. Die Sinfonien 1-3 gefallen mir sehr gut, bei der 7. Sinfonie, die ich gerade höre, frage ich mich, warum Saraste im "Presto", dem 3. Satz, nicht alle Wiederholungen beachtet..

    Lieber Chrissy,


    ja, es stimmt, die musikalische Reife von Claudio Arrau ist dieser Aufnahme deutlich anzuhören. Natürlich sind 20 Jahre Altersunterschied bei den manuellen Fähigkeiten nicht wegzudiskutieren, aber diese alleine machen den Wert einer Aufnahme nicht aus.


    Wenn es mir um technische Brillanz geht, dann bin ich mit Leon Fleisher, Emil Gilels oder Hans Richter-Haaser bestens bedient. Sie betonen die "heldische" Seite des Es-Dur Konzerts vortrefflich. Bei ihnen ist Beethoven eher der "Revolutionär", der, analog zur "Eroica" (ebenfalls in Es-Dur geschrieben), das Konzert für Klavier und Orchester auf eine neue Ebene gestellt hat, bei Arrau ist das 5. Klavierkonzert der "Vorläufer" von Brahms' 2. Klavierkonzert und fast schon als "Sinfonie mit Piano als primus inter pares" zu sehen.

    Klavierkonzert No 5 Es-Dur Op 73


    Ich nominiere:



    Seitdem ich diese Aufnahme vom November 1984 kenne, ist sie mein Favorit. Keine andere Aufnahme klingt so "majestätisch" (in Anlehnung an den Beinamen "Emperor" im englischsprachigen Raum), so nobel, in keiner anderen Aufnahme "strahlt" das Orchester so sehr wie in dieser. Claudio Arrau agiert in seiner früheren Aufnahme mit Bernard Haitink zweifelsfrei zupackender, gerät aber auch mit 81 Jahren (zum Zeitpunkt der Aufnahme) an keine technischen Grenzen, sondern glänzt mit Noblesse. Sir Colin Davis passt sich dieser Sichtweise gerne an und animiert das fantastische Orchester zu Höchstleitungen.



    In dieser Live-Aufnahme vom Januar 1993 harmonieren die miteinander befreundeten Maurizio Pollini und Claudio Abbado prächtig miteinander. Die Aufnahme wirkt wie aus einem Guss. Spitzen Pianist, Spitzen Dirigent, Spitzen Orchester, Spitzen Aufnahme. :)



    Die temperamentvollste Aufnahme des Hörvergleichs. Das Klavierspiel des im März 1961 32-jährigen Leon Fleisher ist von Brillanz und Kraft gekennzeichnet, weiß aber auch im Adagio mit leise(re)n Tönen für sich einzunehmen. George Szell und "sein" Cleveland Orchestra glänzen ebenso mit viel Frische, aber auch Sensibilität (im Adagio).