Beiträge von Norbert

    Danke, ich konnte das Booklet als kostenlose pdf bei Highresaudio finden (unten auf den Reiter „Booklet“ gehen). Man erfährt leider immer noch nicht, wieso es sich angeblich um die Erstfassung von 1829 handeln soll, während Kossenko selber in einem im Booklet abgedruckten Interview davon spricht, dass Mendelssohn von 1829-1830 an dem Stück arbeitete (ein anderer Autor wirft in einem Text über die Verwendung des Serpents allerdings die meines Wissens nach falsche Zeitspanne von 1828-1830 in den Raum).


    Im Beiheft zur Aufnahme mit Thomas Zehetmair heißt es dazu: "Erste Entwürfe zur Sinfonie Nr. 5 D-Dur "Reformation" notierte Mendelssohn noch während seiner erfolgreichen ersten England-Reise im Frühjahr 1829. Da sich der Komponist Zeit seines Lebens weigerte, das Werk zu veröffentlichen, erschien es erst 1868, gut 20 Jahre nach seinem Tod..."

    Danke, ich konnte das Booklet als kostenlose pdf bei Highresaudio finden (unten auf den Reiter „Booklet“ gehen). Man erfährt leider immer noch nicht, wieso es sich angeblich um die Erstfassung von 1829 handeln soll, während Kossenko selber in einem im Booklet abgedruckten Interview davon spricht, dass Mendelssohn von 1829-1830 an dem Stück arbeitete (in einem Text über die Verwendung des Serpents ein anderer Autor allerdings die meines Wissens nach falsche Zeitspanne von 1828-1830 in den Raum wirft).


    Immerhin konnte ich so den wichtigsten Unterschied der Fassungen feststellen: Ein etwa 1,5 Minuten langes Flötenrezitativ/-solo als Übergang vom 3. zum 4. Satz, das Mendelssohn später strich. Ansonsten seien die Unterschiede laut Kossenko minimal.


    Liebe Grüße

    Amdir

    Das deckt sich auch mit meinen Höreindrücken, lieber Amdir. Der Hauptunterschied ist die lange Einleitung, ansonsten, wie bei den anderen Sinfonien auch, ein paar andere Noten, motivische Phrasierungen etc, aber nichts gravierendes (also nicht zu vergleichen mit Bruckner oder Schumanns 4. Sinfonie).


    Ich bin mir sehr sicher, diese frühe Version der 5. Sinfonie schon einmal gehört zu haben auf CD, kann mich aber aus dem Stegreif nicht erinnern von wem (Gardiner, Zehetmair?). Ich mache mich morgen auf die Suche und höre derweil


    Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)

    Klavierkonzert e-moll (Nr.3) - Mendelssohn Discoveries

    +Symphonie Nr. 3 "Schottische" (Londoner Version 1842); Hebriden-Ouvertüre op. 26 (Version Rom 1830)

    Roberto Prosseda, Gewandhausorchester Leipzig, Riccardo Chailly

    Decca, 2008

    Lieber Norbert, bist Du bei Qobuz? Da sind oftmals auch die Boklets hinterlegt. Bei mir gerade von diesem Anbieter

    Nein, leider (?) nicht, lieber Thomas.


    Ich hatte vor zwei, drei Jahren überlegt, dorthin zu wechseln, nahm aber Abstand davon, weil ich keine Möglichkeit hatte, die riesige online Bibliothek zu importieren und wollte nicht noch einmal eine neue Bibliothek anlegen. Das mit den Booklets ist natürlich ein Argument...

    Danke für die Eindrücke, klingt interessant! Ich habe die genannten Chailly-Aufnahmen, vielleicht muss ich mal diese Alternative konsultieren.


    Die Fassungsangabe 1829 der Reformationssinfonie verwundert mich, meines Wissens nach wurde das Stück erst 1830 fertiggestellt und 1832 überarbeitet :/ Liefert das Booklet Informationen dazu (und zu eventuellen Unterschieden zur „üblichen“ Version)?

    Liebe Grüße

    Amdir

    Lieber Amdir,


    die 5. Sinfonie habe ich noch nicht gehört. (In diesem Fall) Leider habe ich kein Booklet, da ich die beiden Aufnahmen mit Alexis Kossenko im Stream höre. Sobald ich die 5. gehört habe melde ich mich wieder...

    Gerade verklingen die letzten Takte...



    Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)

    Symphonie Nr.3 "Schottische" (Erstversion 1842)

    +Die Hebriden-Ouvertüre op. 26 (Fassung 1830)

    Les Ambassadeurs, La Grande Ecurie, Alexis Kossenko

    Aparte, 2025


    Ich bin restlos begeistert. Schon lange hatte ich nicht mehr so große Freude beim Hören von (sehr geschätzten) Werken Mendelssohns als in dieser Neuaufnahme (gestern erschienen).


    Zum einen sind es die früheren Fassungen der Werke, die sehr selten zu hören sind und meines Wissens vorher nur von Riccardo Chailly eingespielt wurden), aber vielmehr ist es die Farbigkeit des (hippen) Orchesterspiels, viel mehr ist es die Spielfreude, die Frische, das Temperament, die hier offenbart wird. Ganz, ganz großes Kino...:hail:


    Und weil's so schön war genehmige ich mir gerade die früher erschienene Aufnahme der Sinfonien 4 und 5:



    Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)

    Symphonien Nr.4 (Fassung 1834) & 5 (Fassung 1829)

    Les Ambassadeurs, La Grande Ecurie et la Chambre du Roy, Alexis Kossenko

    Aparte, 2022

    Ganz unterhaltsam bislang:



    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Na dann, lieber Thomas, höre ich mir auch einmal Neeme Järvis neue Aufnahme an.


    Hugo Alfvén (1872-1960)

    Festspiel op. 25

    +Einojuhani Rautavaara: Cantus arcticus op. 61

    +Hugo Alfvén (1872-1960): Gustav II. Adolf - Suite op.49

    Gothenburg Symphony Orchestra, Neeme Järvi

    Chandos, 2024


    -Bei Alfvéns "Festspiel" fühle ich mich sehr stark an Tschaikowskys "Polonaise" aus Eugen Onegin erinnert, aber das ist wahrlich nichts negatives...

    Beim Werbepartner gerade für günstige € 8,99 erhältlich:



    Josef Suk (1874-1935)

    Asrael-Symphonie op.27

    +Legend of the Dead Victors op. 35B

    Orchestre National de Belgique, Walter Weller

    Fuga Libera, 2009


    -trotz der schier übermächtigen Konkurrenz bereits verstorbener oder noch lebender tschechischer Dirigenten ist das vielleicht meine liebste Aufnahme der Asrael-Symphonie, weil es Walter Weller gelang, dieses schroffe, stellenweise verzweifelte und tieftraurige Werk mit einem Orchester, das nicht zur absoluten Weltspitze zählt, voller Leidenschaft und Hingabe einzuspielen, so dass es eben doch wie "absolute Weltspitze" klingt.

    Danke, lieber Amdir.


    Die Aufnahme mit Hannu Lintu hatte ich mir schon in meine Hörliste eingetragen, aber jetzt bin ich erst einmal unterwegs in Sachen Saint-Saens:


    Camille Saint-Saens (1835-1921)

    Symphonie Nr.3 "Orgelsymphonie"

    Klavierkonzert Nr. 4; Introduktion & Rondo capriccioso op. 28 f. Violine & Orchester

    Leonard Raver, Robert Casadesus, Zino Francescatti, New York Philharmonic Orchestra, Leonard Bernstein

    Sony, 1978

    Lieber Amdir,


    ich kenne von Melartin die Aufnahme mit Ari Rasilainen und das Violinkonzert


    ,


    das ebenfalls sehr hörenswert ist.


    Die Gesamtaufnahme werde ich mir bei Gelegenheit mal zu Gemüte führen (so wie gerade Kollege moderato)...

    Lieber Amdir,


    ich hoffe, Deine Vorfreude war berechtigt. Seitdem ich die Aufnahmen letztes Jahr kennengelernt hatte, nimmt zumindest die 6. Sinfonie einen festen Platz in meinem Hör-Repertoire ein. Das ist für mich erstklassige Musik aus der "zweiten Reihe".


    Ich bleibe heute mal in der Kammer und höre gerade:


    Franz Schubert (1797-1828)

    Streichquartett Nr. 14 "Der Tod und das Mädchen"

    +Robert Schumann (1810-1856)

    Klavierquintett op.44

    Svjatoslav Richter, Borodin Quartet

    Apex, 1996

    Gute Idee, lieber rolo.


    Ich höre allerdings Schubert:



    Franz Schubert (1797-1828)

    Streichquintett D.956

    Misha Milman, Borodin Quartet

    Teldec, 1994


    -Der zweite Satz, das Adagio, ist für mich mit die schönste, berührendste Musik, die jemals geschrieben wurde. Ich höre ihn jetzt zum zweiten Mal und wische gerade ein Tränchen aus dem Auge...

    Ein interessanter "Beinahe-Zyklus", lieber Norbert. Aus irgendeinem Grunde ist Nr. 1 als einzige nie erschienen.


    Das ist für mich "verschmerzbar", lieber Joseph, da für mich das wirkliche Interesse an Dvoraks Sinfonien erst ab Sinfonie Nr. 3 losgeht, wenngleich auch schon die 2. Sinfonie mit viel Engagement und Hingabe eingespielt wurde und Melodienreichtum und ein beginnender "Personalstil" vorhanden bzw. erkennbar sind.


    Auf der anderen Seite hätte der -für mich- etwas unterrepräsentierte, aber sehr geschätzte, Zdenek Macal sicherlich "verdient", mit einer Gesamtaufnahme der Sinfonien aufwarten zu können...

    Ich bin gerade nordisch unterwegs:



    Carl Nielsen (1865-1931)

    Orchesterstücke

    Stücke aus "Maskarade" & "Saul & David"; Rhapsodische Ouvertüre; Vorspiel zu "Die Mutter"; Kleine Suite op. 1; Pan & Syrinx op. 49; En Sagadrom

    Odense Symphony Orchestra, Tamas Vetö

    Alto, 1988


    -Die Kleine Suite op.1 höre ich zum ersten Mal. Ein entzückendes Musikstück des jungen Carl Nielsen.

    Momentan werden verstärkt Mozart Klavierkonzerte gehört. Dem schließe ich mich gerne an:


    Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)

    Klavierkonzerte Nr.20 & 21

    +Don Giovanni-Ouvertüre KV 527

    Jean-Efflam Bavouzet, Manchester Camerata, Gabor Takacs-Nagy

    Chandos, 2018

    Das ist eine gute Anregung, lieber rolo.


    Da ich mein kammermusikalisches Repertoire sukzessive erweitern möchte und Franz Berwald sehr schätze, erweitere ich jetzt meinen musikalischen Horizont mit diesen Werken...

    Gestern hörte ich schon Mozarts 20. Klavierkonzert, mein liebstes seiner Klavierkonzerte.


    Heute ist eine großartige, "klassische" Aufnahme an der Reihe:


    Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)

    Klavierkonzerte Nr.20 & 24

    Clara Haskil, Orchestre de l'Association des Concerts Lamoureux, Igor Markevitch

    Philips, 1960

    Ich höre gerade:



    Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)

    Symphonie Nr.4 "Italienische" (Versionen von 1833 & 1834)

    Le Concert des Nations, Jordi Savall

    Alla Vox, 2022


    -gerade die Version von 1834, aber auch die wesentlich geläufigere, von mir nicht in allen Teilen immer geschätzte, Version von 1833 bekommt ihre Chance...

    Der einzige Satz, den ich quasi "immer" hören kann, ist der Final-Saltarello-Satz. Den liebe ich sehr, allerdings passiert es so gut wie nie, dass ich nur einzelne Sätze einer Sinfonie höre.


    Mag sein, dass sich meine Sichtweise irgendwann ändert.


    Bei Tschaikowskys 4. Sinfonie ist es übrigens genau anders herum. Die beiden Binnensätze sind fantastisch, aber der Kopf- und der Finalsatz für mich in vielen Aufnahmen viel zu bläserlastig-knallig.

    Ben Mendels 4te (eigentlich 3tte) war zwar mein Erstkontakt mit der Musik dieses Komponisten, richtig begeistern konnte mich dieses - so drückte ich es damals aus - „abgenudelte Stück“ jedenfalls nie.

    "Abgenudelt" trifft es gut, wenn ich mein Verhältnis zur 4. Sinfonie beschreiben sollte. Besonders die Binnensätze mag ich kaum mehr hören, insbesondere, wenn sie langsam gespielt werden.


    Abhilfe schafft bei mir die selten zu hörende Version von 1834. Hier ist, gerade in den Binnensätzen, das musikalische Material nicht ganz so "populär".


    Mein Favorit, auch weil ich u.a. die Sinfonie live in der Elbphilharmonie gehört habe, ist die Aufnahme mit Jordi Savall.



    Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)

    Symphonie Nr.4 "Italienische" (Versionen von 1833 & 1834)

    Le Concert des Nations, Jordi Savall

    Alla Vox, 2022


    Mit frischen Tempi und einem engagiert, transparenten Orchesterspiel lässt Jordi Savall aufhorchen und macht mit diesen Eigenschaften selbst die (mir zu) populäre "gewohnte" Fassung "hörbar".

    Die Aufnahme ist frisch erschienen und wird mit großem Interesse gehört, da mir die beiden Mahler Aufnahmen (1 und 4) von Francoix-Xavier Roth und Les Siècles sehr gut gefallen haben.



    Gustav Mahler (1860-1911)

    Das Lied von der Erde

    Marie-Nicole Lemieux, Andrew Staples, Les Siècles, Francois-Xavier Roth

    Harmonia Mundi, 2025


    Orchestral macht mir die Aufnahme viel Freude. Der Dirigent legt viel Wert auf Transparenz, sein Orchester folgt ihm gerne, und so sind einige Nebenstimmen zu hören, die in vielen Aufnahme gerne einmal untergehen.

    Leider können beide Solisten mit dem höchsten Orchesterniveau nicht mithalten. Es fehlt mir an Wohlklang und Strahlkraft in der Stimme und am letzten Engagement im Umgang mit dem Text.

    Ja, das kann man durchaus so sagen, lieber kalli.


    Das Orchestre de Champs-Elysées ist ein vorzügliches Orchester, und Philippe Herreweghe für mich von allen "hippen oder hip-orientierten" Dirigenten der "musikalischste". Es gibt bei ihm keine tempomäßigen oder didaktischen "Ausreißer", sondern er bewahrt stets den musikalischen Fluss. Das ist stellenweise unspektakulär, aber häufig "schön".