Beiträge von Frank Georg Bechyna

    S e h r gutes Orchester ! Herrlich herausgespielte Details .


    Überzeugende , süss - verführerische , mädchenhafte zerlina .


    " Fin ch'an ...." doch stimmlich nicht überzeugend. Und das Rumhoppsen wie übermütige Kleinkinder .


    Danach sind Anna , Elvira und Ottavio gut in Szene gesetzt .


    Ich habe schon weitaus weniger überzeugende Inszenierungen des Giovanni erlebt !


    Frank

    Lieber Gustav :


    Frau Uchida hat sich nur über Komponisten geäussert, deren Werke sie wohl ganz bevorzugt spielt .


    W e r war Robert SCHUMANN in seinem Innersten im Laufe seines Lebens ?
    Die Meinungen sind bekanntlich seit jeher extrem auseinandergegangen . War er tatsächlich der Erwachsene , der in den " Kinderszenen " Opus 15 auf seine eigen Kindheit musikalisch zurückblickt ?


    BRAHMS verbinde ich mit allen seinen Facetten doch am Ende mit dem Gedanken an einen von inneren Kämpfen zerrissenen Mann .
    Und anders als dies vordergründig ( wegen der un- reinen Neugierde ) scheinen mag , ist es dann doch ein erforderlicher Selbstschutz gewesen , den Johannes Brahms schon sehr früh um sich aufgebaut hat . Die späte Rückbesinnung in seinen Kompositionen ab Opus 116 gehört für mich zu den herausragenden Kompositionen überhaupt .


    Auch die Persönlichkeit von Frédéric CHOPIN ist deshalb immer so eindimensional beschreiben worden - und falsch dazu - , weil er eben kein Mann für den damaligen Boulevard gewesen ist .


    TSCHAIKOWSKY wäre heute wegen seiner wohl dominierende sexuellen Präferenz nicht einer Zeile wert , damit dies als " wichtig " herausgestellt würde . Der Meister ist als komponist bedeutend un d als mensch unserer Anteilnahme wert wegen der Missachtungen, die ihm angetan worden sind .


    Ich darf noch einmal auf einen der besten Artikel hinweisen zu diesem Thema . Phlip WEISS " Open me carefully !" in ' The New York Times' ; davon gibt es meines Wisenss noch heute , 13 Jahre später, eine via googeln abrufbare , gekürzte deutsche Übersetzung in dem ZEIT - Archiv , Hamburg .


    Es mag spekulativ klinmgen oder sogar sein : Aber bei sehr genauer Analyse von berühmten Gemälden dauert es oft Jahrhunderte bis wir genau wissen, was der Maler in dem Bild an ganz Persönlichem " versteckt " hat .


    Hier im Tamino - Forum gab es ca. 2005 einmal eine Diskussion über die Bedeutung der Tonarten . Auch in der Wahl einer Tonart liegt eine ganz besondere , tiefere Bedeutung .


    Bei den Satztempi etwa hier der B - Dur - Klaviersonate D 960 hat Sviatolsav Richter sich ja zu seinen eigenen Tempi, besonders dem im ersten Satz , mit der ihm eigenen Knappheit klar geäussert .
    Dass die Wahl der Tempi mit dem musikästhetischen persönlichen Wahrnehmungseindruck nicht viel zu tun haben muss , das wirst Du an drei Aufnahmen, die ich Dir zukommen liess , feststellen können .


    Vielleicht hat Franz Schubert der Nachwelt überhaupt nichts sagen wollen, sondern nur für sich selbst komponiert ?! Und dann begann die oft wenig illustre musikalische Welt Jahrzenhte später zu erforschen, wie es denn um diese letzten drei Schubert - Sonaten bestellt sein könnte . Schon Robert Schumann lag da mangels Verständnises für diese Kompositionen völlig daneben .


    Ich denke nach wie vor, dass kaum etwas so schwierig ist wie zu sagen : Ich weiss es nicht und möchte die letzten Geheimnisse auch nicht kennen, weil diese nur der wissen kann , der sie in sich trägt .


    Dies halte ich übrigens für einen ganz wichtigen Teil der Gedankenfreiheit !


    Und diese Gedankenfreiheit hat in meiner Sicht durchaus viel in den Kompositionen , die uns wahrscheinlich für immer verschlossen bleiben .


    Das Leben ist unendlich viel mehr als das Bauwerk aus Genen , umfassender als alle patho - biochemischen Vorgänge , komplexer als das durch moderne technische Kunstgriffe verstehbar gemacht werden Könnende .


    Es gibt vielleicht einen Sinn, der nur auf einer höheren Ebene erfahrbar und zu vermuten ist .
    " Denn der Grund , warum unsere Seele von einem Körper umgeben
    wird, könnte der sein , dass sie nur darin fähig ist zu leiden , so dass sie sich anderen mitteilt , um so schliesslich die wichtigste Dimension der Schöpfung zu erfahren : die Liebe " .


    - Prof. U - N Riede
    Pathologisches Institut der Universität Freiburg i. Br. .
    Aus dem Vorwort zu " Taschenatlas der allgemeinen Pathologie "
    Thieme - Verlag , 1998 - .



    Beste Grüsse



    Frank

    Lieber Gustav :



    Mitleiden ist für mich ein ( vielleicht gar nicht so erwünschter ) Gesichtspunkt in der Behandlung von Menschen .


    Würden wir mit Patienten mitleiden , etwa bei schweren und chronischen Krankheiten, so würden wir dies kaum dauerhaft in und ertragen und tragen können .


    Wenn ich an Schuberts bekannter Syphilis ( damasls in dem modernsten Klinikum behandelt . Dieses Klinikum gibt es höchstmodern in Wien am Währinger Gürtel noch heute . ) mitlieden würde, dann müsste ich an allen an Syphilis Erkrankten ebenfalls als Behandler mitlieden . Es ist eine Distanz erforderlich .


    Schuberts andere mögliche Erkrankungen benötigen wie bei anderen " Berühmten " einer doch sinnvollerweise distanzierten Betrachtung .


    In der Litertur über Franz Schubert ist es höchst erstaunlich geblieben, dass es in den beiden Schubert - Handbüchern - auch in der neuesten Auflage - gerade zu den letzten drei Klaviersonaten so wenig Literatur gibt . Selbst der Versuchung , darüber ausschweifend zu spekulieren , haben die jeweiligen Verfasser(innen) interessnaterweise widerstehen können . Es gibt als nicht einmal eine unbekannte schöne Geliebte oder einen bezaubernden Jüngling aus dem Freundeskreis .


    Frau uchifa hat es in einem Satz zusammengeasst ( 2006 f. 9 : " Schubert hatte einen verhängnisbringenden Freund und einen einzigen wahren Freund in seinem Leben .


    Sachlich zutreffend ist, dass Franz Schubert immer wieder , also nicht nur im Jahre seines Todes , Phasen mit einer fast grenzenlosen Schaffenskraft hatte .


    Warum er nicht wenige Kompositonen nicht vollendet hat, ist auch mit annähender Sicherheit nicht zu klären .


    in den vorzüglichen Textbeiträgen zu den sehr empfehlenswerten Interpretationen durch Richard Goode lesen wir von konkreten weiteren Plänen Schuberts .


    Was die soziale Lage anbelangt , so war Franz Schubert eher ein typischer Mann der damaligen Wiener Verhältnisse .
    Dann müssste " man " mit jedem Schicksalsträger der damaligen Jahre " Mitleid " haben . Dies ist unmöglich .


    Chopin und Schumann haben sich in Wien sehr unwohl gefühlt - und beide sind weggegangen .
    Beethoven war sicherlich d i e Persönlichkeit jener zeit in Wien : hochanerkannt vor allem in den ersten Adressen der Adelscliquen .
    Er hätte Wien verlassen können . Und es gab ja auch enstprechende Gedankenspiele . Auch bei beethoven wäre Paris das Ziel gewesen .


    M. Uchida hat in dem oben gennaten Gespräch Beethoven als " Kölner Komponmisten " etikettiert , Mozart als " italiensichen Komponisten " und ist dann fortgefahren, dass Franz Schubert der einzige typisch Wiener Komponist gewesen sei .


    In der mir bekannten Schubert - Literatur finde ich keinen Hinweis, dass sich Franz Schubert je mit dem Gedanken getragen hat, Wien zu verlassen .


    Schuberts kompositionen halte ich für genial . Es gibt auch ohne seine Biographie zu kennen , Aufnahmen von tief bewegender Innerlichkeit wie auch staunenmachender Expressivität .


    Franz Schubert haben seine Lebensumstände wohl genügt - so karg sie für den heutigen Betrachter auch gewesen sein mögen .
    Schubert ist der einzige mir bekannte grosse Tondichter , der es bei keinem Werk verstand ( oder dies auch nicht wollte ) , sich zu den damalige Möglichkeiten zu " vermarkten " .


    Ich denke, dass er in Wirklichkeit auch kein Interesse hatte, den angeblich so hochverehrten Ludwig van Beethoven zu treffen . Etwa zu einem gemeinsamen Musikzieren . Diese Hürde haben selbst so unterschiedliche Persönlichkeiten wie Horowitz und Rachmaninov überwunden .
    Man findet interessanterweise nichts darüber, wie Beethovens Einstellung zu Franz Schubert war ! Warum nicht ? Bei genauer Analyse stellen wir fest, dass Beethoven keineswegs der ideologisierte Typus ees unverwundbaren germanischen reckens gewesen sit . Er war selbst so problembeladen , dass er wahrscheinlich dermassen mit der eigenen Existenzsicherung befasst war, dass er sich nicht noch um Franz Schubert kümmern konnnte . Und dies vielleicht gar nicht wollte .


    Schubert hat sich selbst genügt !


    Du hast angemerkt , dass es d i e Idealaufnahme möglichweise nur sunjektiv geben könne .
    Eine messbare Objektivierbarkeit kann es nicht geben .


    Weiter oben in dem Thread habe ich meine persönlichen herausragenden Interpretationen benannt . Würdest Du mich bitten, mich für e i n e Aufnahme zu entscheiden , so würde ich dies jedenfalls für mich leisten können .


    ( Dasselbe gelänge mir noch einfacher mit der c-Moll-Klaviersonate D 958 mit der Interpretation durch John Ogdon , EMI ), bei der Klaviersonate D 959 würde ich mich wahrscheinlich für die frühe Aufnahme mit Wilhelm kempff entscheiden , DGG )


    Und ein letzter Hinweis, weil Du Elly Ney erwähnt hattest :
    Meine bevorzugten Aufnahme von Beethovens Klaviersonate in c - Moll Opus 111 sind die durch Arturo Bendetti Michelangeli ; vor allem die Studioaufnahme vom Mai 1961 in London , BBC Legends . Und die selbst zweimal gehörten Interpretationen durch Claudio Arrau .



    Beste Grüsse



    Frank

    Lieber Gustav :



    Eduard Erdmann hat grösste Verdienste in Sachen Schubert !
    Diese sind auch für mich bleibend .


    Es gibt ein " ehrliches " Mitlieden !
    Dies können wir nicht, ich jedenfalls nicht, hier an Beispielen darlegen .
    Dies alles ist in der Fachliteratur nicht erst seit Kübler - Ross allgemein zugänglich .
    Eigene Erfahrungen , theoretisch in der auch ehtsichen wie praktischen Überlegung , sind so unterschiedlich , dass es absolut unmöglich scheint, dies hier darzulegen .


    Der Freuburger Internist und Direktor des Institus für Medizinethik Professor Maio hat eine sehr umfangreich tätige eigene Forschungsabteilung . Seine Ausführungen sind dann Gott sei Dank noch immer von einer Hoffnung auf einer Hinwendung zum Menschen getragen .


    ( Die ist auch mit Hinweisen nachlesbar auf der Website des universitätsklinkums Freiburg i. Breisgau . )


    Die mir bekannten Schilderungen über Franz Schubert selbst sind bis heiute nachlesbar sehr, sehr kontrovers .


    Dies ändert nichts daran, dass i c h hoffe , auch eine Aufnahme ( oder mehrere Interpretationen ) gefunden zu haben, die mir nicht nur einen bestmöglichen Zugang zu den letzten drei Klaviersonaten Schuberts zu finden oder sogar gefunden zu haben , sondern auch eine " Lösung " eines Lebensproblems in dieser B - Dur - Klaviersonate D 960 immer wieder finden zu können .


    Nach so vielen jahren des Musikhörens habe ich - warum auch immer - mehrere der Interpretationen jederzeit zur Verfügung . Sie geben mir auch eine Form der Eigentherapie , der Hoffnungen .


    Die langen Briefwechsel und Austausche der Meinungen mit Manfred Voss / " Zelenka " waren mir dabei eine grosse Hilfe .


    Das Licht am Ende eines Lebensweges , so es dieses gibt und geben kann , höre ich - im langen vergelichenden Hören aber auch eine Partnerin von mir - bewgend heraus .


    Das subjektive Hoffen und Sehnen nach einer besseren Welt kann sich nach meiner Meinung nur angesichts der Endlichkeit unseres Lebens nur in unsrem eigene Leben erfüllen .


    Beste Grüsse


    Frank


    PS.: Ich habe ganz bewusst darauf vewrichtet , berühmte Aussprüche hier im Text einfliessen zu lassen .

    Lieber Alfred :



    Ich bin sicher, dass es keinen Sinn macht, die Dir wie mir bestens Bekannten " Entwicklungen " im TF jetzt " aufzuarbeiten " .


    Seit 2008 haben doch Walter T. ich selbst, dann vor allem auch Thomas ( Pape ) , Holger ( Kaletha ) immer nue Threads gestartet und auch "wiederbelebt " :


    Beethovens Opp. 109 - 111 ,


    Chopins 3 Klaviersonaten ,


    einzelne Pianisten neu vorgestellt wie aktuell nachlesbar .


    Dann haben wir einen der beiden überragenden Aufsätze von " Zelenka " hier neu aufgenommen : Schuberts letzte Sonate für Klavier solo B - Dur D 960 . Und wir sind dabei diesen Ausatz auch durch " Gustavs" Engagement hier fortzuführen .


    Die musikfreunde , die ich kannte , kenne sind auch in anderen Foren aus rein beruflichen Gründen , durch Tod , oder mangels Realtionen dort auf ihre Beiträge seit langem nicht mehr aktiv .


    Ich bin sicher, dass wir das Klavier-Forum auf hohem Niveau mit mit Detailkenntnis weiter gestalten .


    Dir einen schönen Abend nach Wien !


    Frank

    Lieber Thomas :



    Über die organisatorischen wie aufnahmetechnischen Probleme etwa bei der GA der 32 Beethoven - Sonaten für Klavier hatten wir uns ja bereits früher im Tamino-Klassikforum.at ausgetauscht .


    Von kaum einem ( lebenden ) Pianisten gibt es Aufnahmen , die ich jedenfalls kenne und besitze, die einen Zeitraum von 1956 (!) bis jetzt umfassen .


    Hier sind für die mir bekannte frühe Zeit die EMI - Aufnahmen von Liedern von Claude Debussy und Maurice ravel mit der bedeutenden Sopranistin Janine Micheau und dem auch als Liedsänger sehr guten Jean - Christophe Benoit , Bariton , besonders zu erwähnen ( in : " Les Introuvables d' Aldo Ciccolini " , jetzt als 4-CD-Box ; EMI Music France ) .


    In diser dokumentierten frühen Phase hat Aldo Ciccolini Werke aufgenommen u. a. von :


    Chabrier


    Grieg ( u.a. die Sonate opus 7 )


    Schubert : Klaviersonate D 960


    Scarlatti : 13 Sonaten u n d


    Rossini .


    LISZTs " Les Années de Pèlerinage " ( La Suisse & L#italie aufgenommen 1961 in Paris und ab der " Dante - Sonate " eingespielt 1969 ) .
    Dazu ist anzumerken , dass ich die erste Übertragung von LP auf CD , EMI France , habe .
    Das Mini-textchen ist von phlipe Mougeot aber mit grosser sachkenntnis ud Detailliebe geschreiben worden . es lag sogar eine deutsche Übersetzung bei .
    In " Gramophone " wurde diese Gesamtaufnahme noch vor der von Lazar Berman als d i e überragende Interpretation bewertet und sehr ausführlich besprochen .


    Ciccolini hat auch später sehr viel Liszt auch öffentlich gespielt . Etwa 1991 in Bellinzona auf einem Bösendorfer - Flügel die " Consolations " oder die " Funérailles "


    1966 hat er die gesamte " Iberia " von Isaac Alebniz i Paris aufgenommen und 1968 die " Goyescas " von Enrique Granados ( EMI , 2 CDs heute ) .


    Vierhändig hat Aldo Ciccolini den " Karneval der Tiere " ( mit Alexis Weissenberg als Partner ) Ende der 1960er Jahre in der Salle Wagram in Paris einegspielt ( EMI ; Produzent : Michel Glotz ) . So wurde mir Ciccolini direkt als unverwechselbarer , damals schon bedeutender Pianist mit einer grossen Persönlichkeit bekannt . Die eindringlischste, subtilste Interpretation mit der durch Gilels und Zak ( Label : " Revalation " .


    Für mich selbst sind seine Aufnahmen von Robert Schumanns " Kinderszenen " , den "Waldszenen" . den selten gespielten " 6 Intermezzi " Opus 4 sowie das Spätwerks für Klavier solo von Johannes Brahms direkt haften geblieben . ( rec.: 1973 bzw. 1967 - 1969 ; EMI France ) un dgehören für mich zu den wertvollsten Interpretationen der genannten Werke .


    Um 1990 hat Aldo Ciccolini dann sehr viele der Mozart Klaviersonate aufgenommen. Diese sind fast alle nicht mehr oder nur zu horrenden Preisen zu bekommen . Die interpretatorische Qualität ist vergleichbar mit Gieseking oder lily kraus .


    Dir verdanke ich ja die Kenntnis der vor wenigen Jahren aufgenommen Klaviersonate in h - Moll Opus 58 von Chopin .
    Auf diese ausserordentlich fesselnde Interpretation hatte ich hier im Forum bereits im Rahmen der Besprechungen der Chopin - Sonaten für Klavier hingewiesen gehabt .


    Für ich ist Aldo Ciccolini mit Martha Argerich und Maurizio Pollini der bedeutenste lebend eund noch imm hochaktive Pianist der Gegenwart !


    Beste Grüsse



    Frank

    Lieber Thomas :



    Brigitte Engerers Schwägerin ist die französische Pianisten Anne Oueffélec , über die Du hier ja bereits geschrieben hattest .


    Die "Jahreszeiten " von Tschaikowsky gibt as via amazon.fr .


    Die Schumann - Aufnahmen sid , zumindest für mich , sehr wertvolle Tondokumente .


    Es ist einmal erstaunlich , wie gering geschätzt selbst Pianistinnen in Deutschland werden , die sogar den berühmten Moskauer Tschaikowsky - Wettbewerb gewonnen haben ( B.E. in 1974 ) .


    Engerer hat sehr viel Kammermusik gespielt und etwas, , was z.B. von Brendel immer mit lakonischen Bemerkungen abgetan worden ist : Musik für vier Hände oder / und Musik für zwei Klaviere gespielt und auch aufgenommen .


    Ihr damaliger Ehemann hat den hochangesehenen Prix Goncourt gewonnen . Aber das ist dann ein Spzeialthema für und über Literatur
    in Frankreich .


    Wer sich für die Französiche Painsitenschule interessiert , die mit Diémer begonnen hat, der sollte unbedinbgt auch die Aufnahmen von Brigitte Engerer zumindest anhören .


    Engerer ist eine der wenigen Künstlerinnen , die nicht primär als Französin an den Kompositionen von Frédéric Chopin festgemacht werden .


    Beste Grüsse



    Frank

    Lieber Gustav :


    Eduard Erdmann war eine sehr komplexe , daher höchst interessante , Persönlichkeit .


    Ich teile m. E. seine Einstellungen über Aufnahmen auf Tonträger .


    Als ich 2006 Erdmann nach langer Zeit wiedergehört habe, da war mir sein Spiel vor allem emotional fremd . Und nach einer kurzen Phase der Begeisterung für seine klare Linie , sei fast an die Grenzen gebrachtes Schubertdeuten hatte ich doch wieder erhebliche Zweifel . Ich wollte und konnte mich nicht ( mehr ) damit abfinden, dass dies eine " richtige " Werkauslegung sein sollte .
    Ich wollte ganz einfach die S e e l e der Kompositon erfahren und miterleben können .


    Diese " inner voice " habe ich dann ja rasch bei anderen Interpreten gefunden .


    Hören wir Eduard Erdmann nach rund drei jahren noch einmal , so erlebe ich ihn faszinierend mit seinem sehr scharfen, analytischen Bild . Doch mir fehlt die distanzierende Hineinsicht in die Sonate .


    Dennoch halte ich Erdmanns Aufnahme(n) für unverzichtbar - und grossartig !


    Meine Frage bleibt erneut : Suchen wir in einer " ultimativen Aufnahme " ( Manfred Voss / " Zelenka " ) nicht auch einen Teil unserer eigen Seele in Franz Schuberts Klaviersonate ?


    Beste Grüsse



    Frank

    Lieber Gustav :


    Meiner Meinung nach und aus meiner Erfahrung heraus gibt es keine Idellösung, wie wir uns solch einer Fülle von Interpretationen der letzten Schubert - Klaviersonate nähern können oder sollten .


    Die von Dir erwähnte " historische " Ausrichtung , also ausgehend von der ersten bekannten Aufnahme ist gut begrünbar un d In dem konkreten fall Artur Schnabel auch sinnvoll . Das kernproblem hier ist, dass Schnabel leider die Wiederholungen n i c h t gespielt hat . " Zelenka " hatte darauf ja in seinem Text ausdrücklich hingewiesen .
    Der Rezensent in " Gramophone " ( 1941 ) hat dies auch richtigerweise moniert .
    Der Hörer m u s s diese gespielten unbedingt und möglichst früh kennen . Sonst erhält er ein Hör - Zerrbild .
    Auch Eduard Erdmann verzichtet auf die Wiederholt in allen seinen Aufnahmen - leider .


    Das Problem im Laufe vieler Jahre bestand darin, dass wir sehr viel der älteren Aufnahmen von auch historischer Bedeutung nicht bekommen konnten .


    Auch bei Franz Schubert hat wohl jeder Rezensent seine ganz bevorzugten Interpreten . Bei " Zelenka " war dies Wilhelm Kempff .


    Im Laufe solch einer Besprechung geht man von dem eigenen vorhanden Material aus und versucht dann, sich per Brief oder E-Mail auszutauschen . Dies ist ein Hauptproblem , um an möglcihst viele Aufnahmen zu kommen . " Zelenka " hat hier sogar die weltberühmte Bristish Library in London intensiv bemüht .


    In meinem nicht veröffentlichten Text, der " Zelenka " zur Verfügung stand , hatte ich 2004 / 2005 aus etwa 30 Aufnahmen ausgewählt , die ich subjektiv für die überzeugensten Interpretationen gehalten hatte : Schnabel , Kempff ( live & 1950 ) , Friedrich Wührer ,
    Clara Haskil ( Studio ) , Curzon ( Studio & live ) , Radu Lupu , Anna Malikova , Rafael Orozco und mehrere der Aufnahmen durch S. Richter .


    2004 / 2005 war die Aufnahme von Zhu Xiao - Mei noch nicht hier erhältlich und die sehr gute , überzeugend e Aufnahme durch richard Goode ( 1978 ) lag mir noch nicht vor .


    Ich sende Dir sehr gerne mein Originalmaterial weiterer Aufnahmen zu ,
    wenn Du meine handschridtlichen Kurhinweise teilweise so stehen lässt . Diese waren mir 2006 / 2007 eine Arbeitshilfe gewesen .


    Darunter sind vor allem auch Interpretationen, die etwa " Zelenka " nicht so sehr schätzte ( dann bitte seinen Text oben vergleichen ) .


    Erstaunlich (?) ist auch hier , dass ich heute noch dieselben Aufnahmen greifbar habe wie 2004 - 2007 .


    Beste Grüsse



    Frank

    Lieber Gustav :



    ein zentrales Thema ist wohl , w i e ich mich einer Klaviersonate annähere .


    Es wird immer weider diskutiert, wieviele verschiedene Aufnahmen wir dazu tatsächlich benötigen .
    Dann die Frage der noten . Ich persönlich orientiere mich in aller Regel an den Ausgaben bei HENLE .


    Oft ist doch der erste Höreindruck zumindest für eine lange Zeit prägend .


    Hinzu kommen , so wir die Möglichkeiten haben, die Eindrücke, die wir in und durch ein Konzert als einmaligem Ereignis bekommen .


    Sog. Fachverkäufer in CD - Geschäften sind in aller Regel nur dasnn hilfreich , wenn sie einen Zugriff auf Datenbanken mit sehr vielen Aufnahmen haben .


    Bei der hier besprochenen und weiter zu besprechenden Klaviersonate B - Dur D 960 von Franz Schubert war es ein fast nicht zu lösendes Projekt , dass " Zelenka " seinerzeit einer Besprechung von Beethovens Klaviersonate in c - Moll Opus 111 vorgezogen hat , weil es von der Beethovensonate rund 200 verschiedene Aufnahmen geben sollte .


    Lesen wir nu den Schlussteil von " Zelenkas " gehörten und ihm sonst bekannten Einspielungen, dann nähern wir uns auch bei Schubert dieser Zahl 200 .


    Wenn wir etwa "nur" 20 Aufnahmen kaufen, dann müssen wir mindestens 200 bis 300 Euro ausgeben .


    In diesem konkreten projekt war dies deswegen s e h r lohnend , weil wir herausragende Interpretationen kennengelernt haben . Vor allem gab es eine Begeisterung über die Aufnahmen durch Eduard erdmann , dann den Klangpoeten Radu Lupu , die vielleicht nich unproblematischen Deutungen durch S. Richter - ich schätze sie sehr - oder die bewegenden Einspielungen durch Zuhu Xiao - Mei , Anna Malikova ( in der etwa von hier 80 Kilometer entfernt gelegenen ehemals grossen Hansestadt Wesel am Niederrhein aufgenommen ) oder Richard Goode .


    Muss man aber , so es sie gibt, alle Aufnahmen eines Pianisten haben ? Hier denke ich : Nein .
    Dies ist bei S. Richter n i c h t erforderlich . Seine Deutungen sind untereinander sehr ähnlich .
    Dasselbe gilt für Aufnahmen durch die mit ergreifender Klarheit spielende Clara Haskil .


    Imogen Cooper hat mit der end e 2009 erschienen zweiten Aufnahme ( mit deutlich verhalteneren tempi ) Neues " gesagt " .


    Machen wir eine betriebswirtschaftliche Kosten - Nutzen - Rechnung auf, so denke ich, dass sich in dem Fall dieser Schubertsonate die Investition mehr als " gerechnet " hat .
    es waren auch die exzellenten textbeiträge in den bverschiedenen CDs der Schubertaufnahmen durch richard Goode, die keinen wissenschaftlichen Vergleich zu scheuen brauchen und vor allem nicht das zu oft störende Herumgesuche über Schuberts Privatleben enthalten .


    Clifford Curzon ist sicherlich einer der bedeutensten Schubertinterpreten über Jahrzehnte hinweg gewesen und geblieben .
    unvergleichlich seine frühen Impromptus oder die " Wanderer - Fantasie " .


    Es gab und gibt , zumindest subjektiv , ( grosse ) Enttäuschungen wie auch positive Überraschungen ( etwa L O Andsnes ; EMI ) .


    Einige Painsisten spielen die Sonate vielleicht nur wegen des bekanntheitsgrades ein . Ihre Wiedergaben erschöpfen sich aber in Belanglosigkeiten . Meistens fehlt der grosse Bogen auf die ganze Klaviersonate . es handelt sich eben nicht um die Aneinanderreihung von vier einzelsätzen .
    Franz Schubert selbst hat nach fertigstellung seiner letzten drei Klaviersonaten diese handschriftlich " freigegeben " .


    ich bi sehr gespannt , welche weiteren Eindrücke Du im Rahmen Deines vergleichende Hörens finden wirst .


    Beste Grüsse



    Frank

    Lieber Gustav :



    Der zweite Absatz Deiner Ausführungen hat , Du weisst dies aus Deiner Besprechungsreihe " Maria Callas - live " ( hier im Tamino-Klasssikforum.at ) meine volle zustimmung .
    manche " experten " fliehen in eine für die meisten nicht mehr erreichbare Tonträger-Vergangenheit , in dem sie auf Aufnahmen verweisen , die man üblicherweise nicht ( mehr ) bekommen kann .
    Ander flüchten sich in eine HIP - Subkultur ohne bedeutende Interpretationen nur kennenlernen zu wollen .


    Deine Aufnahme des Pragmatamismuses ( geld - vor allem , Zeit , Raum ) in Zusammenhnag mit Musierkunden und Musikhören war und bleibt ein zentrales Thema . Ich bin daher sehr gut gefahren , mir von Kennern Empfehlungen geben zu lassen , welche Aufnahme(n) diese
    etwa an meiner Stelle kaufen würden . Besser noch : Sie selbst .


    Sogennnate " herrschende Meinungen " ( vergleichbar denen in der Rechtsprechung oder juristischen Fachliteratur ) haben mich im Falle des eigenen zugangs zur Musik n i e irritieren und lenken können .
    Diese " herrschenden Meinungen " - auch in der Humanmedizin - unterliegen jedenfalls in unserem Fach oft einer sehr rasanten , überraschenden Entwicklung .


    Als " Zelenka " seine Aufsatz über Franz Schuberts Klaviersonate D 960 verfasst hat schrieb er doch auch nachdenklich bezüglich der sog. Neufnahmen zwei , drei kluge , kenntnisreiche Sätze . Seit seiner eigene möfglichkeit , diese Neuaufnahmen noch erleben zu können, hat sich meiner Meinung nach keine Interpretation dem erfahrenen Hörer aufgedrängt .


    Du kannst dies in meinem konkreten fall in den guten Blättern nachlesen wie auch heute eher zeitgemäss bei Facebook.com nachlesen, dass ich nur noch zu Aufnahmen etwas schreibe, wenn das Thema allgemein lohnt oder auch der Vorautor mich dazu anregt oder auffordert .


    Sehr hilfreich erweisen sich dabei meine kontakte etwa in Sachen Klaviermusik zu dem Russischen rundfunk St. Peterburg oder dem Russichen rundfunkt Moskau . Hier habe ich seit 1994 so viele hilfen bekommen, die wir in der Kultusbürokratie Deutschlands mit ihren staatlichen Radiosendern n i e bekommen würden .


    Ich würde nie vor irgendwelchen berühmten Namen schweissüberstömt und verängstigt eine Kotau machen . Es ist dann doch auch Wehmut dabei, wenn man nach moskau , ganz unerwartet , eingeladen wird, um unter anderem die gräber von emil Gilels , Richter , Schostakowitsch oder prokoviev sowie von dem von mir so verehrten David Oistrach besuchen zu können ( Einladung vom 16. Juni 2010 ) .


    Deine Begeisterung für die Kunst von Horowitz teile ich seit meiner Jugend .


    Damit verbinde ich n i c h t primär die hohe Annerkennung für die rein pianistischen Leistungen . damit verbind e ich auch die zeitübergreifenden Erkenntnisse, die etwa schon die Mutter von Horowitz ihrem damals noch nicht einmal 18jährigen Sohn mitgegeben hatte : Grosse Allgemienbildung , Neugier im Hinblick auf Neues , Menschlichkeit .


    Wahrscheinlich könne wir aus der sorgfältigen Analyse der Biographien - etwa im Sinne von Stefan Zweig - sehr viel mehr für uns selbst lernen ( etwa bei Maria Callas oder Renata Tebaldi , bei Horowitz oder dem grossen Sapellnikov ) als durch den möglichst vollständigen Besitz aller Aufnahmen .


    Beste Grüsse



    Frank

    Lieber Gustav !



    CLARA HASKILS zebrechlicher und doch so fest in seiner Architektur wirkender Schubert gehört wohl zu den Aufnahmen, die auch dann sehr nachdenklich machen sollten, wenn wir zuvor ein ganz anderes , falsch überkommenes Schubert - Bild hatten .
    Matthias Konrnemann hat in seiner besprechungsreihe von " The Great Pianists of the Century " im Heft 03 / 1999 einen kurzen , sehr einfühlsamen Beitrag zu ihrer Interpretation verfasst . MK zeichnete einen Zusammenhang auf zwischen Haskils eigener Biographie und ihrer Interpretation dieser letzten Schubert - Klaviersonate in B - Dur .


    Selbst unter den vielen mir zugänglichen Aufnahmen und Konzertmitschnitten halte ich diese Aufnahme für geradezu prägend .



    VLADIMIR HOROWITZ ist mit dieser Klaviersonate D 960 bekanntlich quer durch die USA gereist, um die Reaktionen des Publikums zu erleben . Entsprechend ist das Ergebnis : Alles ist künstlich , fremd und befremdend . Die berühmten Horowitz - Bässe geraten hier zu einem reinen Störfaktor .
    Horowitz ist , gemessen an seine berühmten EMI - Aufnahmen ab etwa 1930 mit Schumann , Liszt oder Rachmaninov , hier an sich und seinem unorganischen " Forscherdrang " nicht einmal auf hohem Niveau gescheitert .



    LAZICs Interpretation verdanke ich selbst einem Hinweis von " Zelenka " aus 2006 . Diese interpretation hat einen natürlichen, schönen Klavierton . Nichts wirkt maniriert . Aber es fehlt dann in der Gesamtschau auf diese aufnahme im Vergleich zu den von mir ( aber auch zu dem grössten Teil von " Zelenka " ) favorisierten Aufnahmen
    wie selbstverständlich klingende Werkwiedergabe .
    Dies hat sich auch nach einem nochmaligen Hören 2010 gegenüber 2006 7 2007 nicht geändert .


    Die Reise in das innere der komposition bleibt auch dann immer neu iund faszinierende , wenn wir die Sonate zigmal gehört hatten und nun neu im Sinne eines neuen Nacherlebens analysieren und auf uns wirken lassen .


    Beste Grüsse



    Frank

    Lieber Gustav :



    Nachzutragen bleiben für mich zwei grundsätzliche Fragen :


    (1) Welche Faktoren lassen uns eine Entscheidung zugunsten


    für eine Studioproduktion bzw. einen Konzertmitschnitt


    treffen ?


    ( Hier am Beispiel von Wilhelm Kempff ) ;



    (2) Welche Faktoren sind in uns , um auch eine vielleicht nicht


    so berühmte bzw. bekannte Interpretation persönlich weit


    in den Vordergrund zu stellen ?


    ( Hier am beispiel der Aufnahmen durch Imogen Cooper ) .



    Beste Grüsse


    Frank

    Lieber Gustav :



    Ich hatte 2006 / 2007 mit " Zelenka " oft und ausführlich über auch diese Interpretation durch Wilhelm Kempff persönlich diskutiert .


    Wer Kempff im Konzert erlebt hat, der wird sich den Meinungen von Alfred Brendel nicht entziehen können .


    Etwa so können wir auch Kempffs grosser Kunst - etwa in Schumanns ' Papillons Opus 2 oder der ' Kreisleriana' Opus 16 sowie dem späten Brahms , Opp. 116 - 119 - uns kaum entziehen .


    Anders höre ich Wilhelm Kempffs vergleichbare Studioaufnahmen .


    Beste Grüsse



    Frank


    PS.: Deine Analyse der B - Dur - Sonate D 960 halte ich für zutreffend .
    Danke sehr für Deinen Beitrag hier zu einem der wichtigen Artikel
    in Sachen Franz Schubert !
    F.

    Lieber Gustav :


    Aus der Erinnerung heraus und langen Gesprächen auch mit zwei Persönlichkeiten, die Maria Callas noch persönlich erelben konnten , auch in London , sei angemerkt , dass


    (1) John Pritchard ein recht guter begleitender Pianist ( auch für die Callas ) war ;


    (2) Alle berühmten Küntsler auch " schwache " Abende hatten wie auch problematische Plattenaufnahmen hinterlassen haben .


    Es ist immer wieder interessant, wieviele Künstler sich gerade in lLondon sehr wohl gefühlt haben .


    Andere litten unter der ganz spezifischen " Luft " in Grossbritannien .



    Ich teile Deine Meinung, dass es sich hier n i c h t um eine unverzichtbare LP / CD der Callas handelt .


    Auch wenn sie selbst stets betont hat , dass die " Tosca " nicht
    ihre Lieblingsoper sei , so bleibt doch auch hier festzuhalten, dass ich keine andere Interpretin der Rolle je gehört habe , die diese mit soviel Innigkeit , Liebe zum kleinsten Detail gesungen hat wie Maria Callas es
    vermochte .


    Auch Tebaldi oder L. Price nicht ( Studio ) .


    Die Rosina hat haben auch nur ganz wenige küntlerinnen so zu singen vermocht wie Maria Callas .
    Interessanterweise gibt es eine sehr überzeugende Interpretin in G. Simionato . Daran kann der Opernfreund auch erkennen, dass es zwischen zwei der Grössten durchaus jahrelange enge Freundschaften gibt .


    Und : Die Rosina zu singen ist nun wirklich nicht leicht !


    Beste Grüsse



    Frank

    Lieber Basti :


    Auch wenn ich jetzt auf Deinen vehementen Widerstand treffen sollte :


    Ich bin einfach ( sihe meine Beitrag oven mit der Antwort von GUSTAV ) dafür eine Art " Public hearing " zum Pflichtfach zu machen mit
    folgenden Aufnahmen :



    (1) DON GIOVANNI unter Josef Krips


    (2) IL TROVATORE ( Salzburg ) mit Corelli , L. Price, Bastianini


    (3) RIGOLETTO ( Arena di Verona , 1966) mit Cappuccilli


    (4) LA TRAVIATA : C M Giulini , Callas , Raimondi , Bastianini


    (5) LUCIA : Maria Callas , , Panerai , di Stefano ( Berlin , Live )


    (6) NORMA : Maria Callas , Corelli , Simionato ( Paris , 1964 )


    (7) OTELLO : Martinelli , Tebaldi , Cappuccili ( meine Traumbe-
    setzung ) .



    Deinen eigenen Hans Sachs kenne ich ja leider - noch - nicht ganz .



    Eine schönen Abend !


    Frank

    Lieber Agon :



    Bis zum dem zeitpunkt als die CD als Tonträger eingeführt worden war , habe es nicht viele Aufnahmen / Gesamtaufnahmen der mahler - Symphonien . Dies lag sicherlich an der Länge mancher Symphonien und auch dem damit verbundenen Preis . Mehrfach - Aufnahmen zu Hause zu haben war doch eher selten gewesen .


    Tatsächlich ist es wohl cum grano salis so geblieben , dass wir heute etwa bei Jascha Horenstein dank der CDs der Reihe " BBC Legends " eine Reihe von auch technisch überarbeiteten Mahler - Interpretationen haben , die man früher allenfalls als Raritäten finden konnte .


    Völlig einig bin ich mit Dir, dass man versuchen sollte , sich seinen eigene Mahler - Ideal - Zyklus zusammenzustellen . Damit umgehten wir nämlich das Problem für uns subjektiv schwächere Aufnahmen mitkaufen zu müssen . Das wird dann gerade für junge Musikfreunde in aller regel nicht bezahlbar .



    Viele Grüsse


    Frank


    PS.: Offensichtlich gibt es im Rahmen der mahler - gesamtaufnahmen auch Modeströmungen . Die Aufnahmen durch Riccardo Chailly wurden lange zeit a l l e überschwneglich gepriesen . Derzeit finden sie eher weniger Beachtung .

    Liebe Taminos :



    Auf diesen Artikel im Deutschen Ärzteblatt hatte ich auch hier kommentierend hingewiesen .


    Wer den Artikel kenntnisreich liest, der muss mehr als erstaunt sein , dass Schumanns Leben nach Uwe H. Peters , Köln , Kerpener Strasse , erst mit seinem Sprung in den Rhein begonnen haben soll .


    Sind das jetzt psychiatrische Anamnesen ???


    Auch die Bücher , auf die Prof. Peters hinweist - alle übrigens von ihm verfasst und sehr teuer - , kann der Schumanninteressierte beruhigt verzichten .



    Viele Grüsse



    Frank

    Liebe Taminos :


    Völlige Übereinstimmung mit AGONs erstem Absatz .


    Was ist denn letztendlich " der Weisheit letzter Schluss " in Interpretationen der Symphonien von Mahler ? I c h weiss es nicht . Und ich habe auch noch keine überzeugendd Begründung gelesen , worin ein letztes Wissen um die " Richtigkeit " von Interpretationen liegen soll .


    Ob Giuseppe Sinopoli Psychiater oder " nur " Arzt war ist irrelevant .


    Sinopoli hatte wie alle seine Kollegen sicherlich seinen persönlichen Zugang zu den 9 Symphonien von Mahler .


    Hier im Tamino-Klassikforum hat Sinopoli - wie auch Klaus Tennstedt, dem wir auch eine hochinteressante GA der Symphonien verdanken - keine ' Lobby ' .


    Im Orchester der Staatskapelle Dreden war er jedenfalls hochangesehen gewesen .
    Die Meinungen der Orchestermusiker aus Dresden hat für mich dann im Zwifelsfall das meiste Gewicht für eine Beurteilung .


    Wer sich für die Mahler - Exegese vertiefend interessiert , der wird
    um diese gesamteinspielung kaum herumkommen .


    Viele Grüsse



    Frank


    PS.: Der Preis ist für den Musikliebhaber sehr erfreulich .

    Lieber Thomas :



    Leider haben Du wie der Manager von Aldo Cicccolini nicht nur im Falle von französischen Musikern Recht .
    Aber die gilt und galt auch für grosse Künstler etwa wie Rudolf Firkusny oder derzeit für Ivan Moravec .


    Dies hat aber auch zur Folge , dass herausragende Interpreten wohl
    Deutschland eher meiden mit ihren Konzerten .Die Ausnahme ist Berlin mit seiner Philharmonie .


    Es war direkt nach dem Krieg bis etwa 1965 völlig anders ! Direkt nach dem zweiten weltkrieg spielten die damals grossen französsiche Pianisten wie Geiger ( etwa Monique Haas oder Zino Francescatti ) regelmässig in Deutschland .


    Entscheidend für mich ist, dass Deutschland immer kulturferner wird .
    Die Wurzeln dafür leigen in der Anti - Kultur - Poltik der Bundesländer
    in der BRD ( Stichwort : Musikunterricht in den Schulen ) und die Elternhäuser . Folge : Wer sich insbesondere für klassische Musik interessiert gilt als " elitär " . Und ' Elite ' hat in der BRD nun wirklich keine guten Klang .


    Sehr nachdenklich .


    Ansonsten : Beste Grüsse ,



    Frank

    @ Joseph II :


    Wer Bernsteins Mahler n i c h t kennt, der kann auch weder zu den New Yorker Aufnahmen noch zu den eher stark oberflächenpolierten Aufnahmen der Edition II etwas sagen oder schreiben.


    Es wäre dann doch eher sinnvoll, wenn es diese teuren Einzelaufnahmen eine kostengünstige CD - Box gäbe.


    Zu Bernstein, der sich ja als eine Art "Reinkarnation" Mahlers wähnte, hat Norman Lebrecht alles geschrieben ("The Maestro Myth").


    Die Aufnahmen aus New York schätze ich teilweise sehr.


    Die bei der DGG / Universal veröffentlichten hatte ich . Und dann auch "entsorgt", was ich nicht bereue. Es gibt deutlich bessere, faszinierendere Lesarten!


    Grüsse,
    Frank

    Lieber Thomas :



    Herzlichen Dank für Deine Einführung in die Kunst einer der grossen Pianistinnen nicht nur "D'une enfant du siècle " ( Jean - Charles Hoffelé , 2006 ) .


    In ihrer bewegten Kindheit erlebte die in Paris am 20. Oktober 1909 geborene und aufgewachsene Monique Haas nicht nur die spannenungsgeldenen Zeiten zwischen der beiden Weltkriegen in Politik,
    Gesellschaft , Malerei , Literatur , Philosophie und natürlich der Musik .


    In dieser Zeit gabe es gerade in der sog. Französichen Schule des Klavierspiels durch Debussy , den sie für den wichtigsten Komponisten auch für die Zukunft der Kompositionen für Klavier ansah , und Maurice Ravel zwei Meister , die ihrem Intellekt und ihrem eigenen Anspruch an die berühmte lateinische Klarheit sehr entsprachen . ller alt-romantische Ballast wurde ebenso zurückgelassen wie auch jede form des rückwärtsgerichteten Romantisierens .
    Den Hintergrund dafür hatte der berühmte Louis Diémer schon mehr als 50 Jahre zuvor im Pariser Konservatorium gelegt gehabt .
    Unter den hzahlreichen berühmten Schülern von Diémer waren etwa Édouard Risler ( der zwischen 1907 und 1914 neunmal alle 32 Klaviersonaten von Beethoven öffentlich gespielt hat , das ganze WTK von J S Bach , Schubertsonaten - ein Meilenstein für die Schubert - rezeption überhaupt - ; aus späterer Sicht haben viele Kenner Risler bezüglich seiner Spieltechnik mit Gieseking verglichen und ihm attstiert , dass er diesen vorweggenommen habe gerade auch im Hinblick auf die französischen komponisten ) , Alfred Cortot ( der sicherlich mit Yves Nat zu den Begründern der Schumann - Bewegeung in Frankreich gezählt werden muss ) , Lazar Lévy ( ein Lehrer von Monique Haas ( Lazare Lévy alleine ist eine Biographie wert ! ) und Robert Cassadesus ( auch einer der bedeutenden französischen Schumann - Inzterpreten , wovon seine Aufnahmen bei CBS / LPs ein sehr gut dokumentiertes Zeugnis ablegen ) .
    Risler war wohl der erste französische Pianist , der in Deutschland mit seiner Affinität zu Beethovens Werken wie denen von Wagner ( er war zwei Spielzeiten in Bayreuth als " Bühnenmanager " und hat die " Meistersinger " in Paris für die Oper vorbereitet . Es war dies die zeit des entstehens der " Wagnerianer" in Frankreich .


    Sehr früh entwicklet sich in monique Haas eine vielleicht aus der damaligen zeit entsprungenen Abneigung gegen " romantische " Komponisten . Die wundervolle Marcelle Meyer wie die grosse Wanda landowska haben sich stets gegen die voherrschende Allmacht sog. romantischer Komponisten ausgesprochen . So gehören bei Marcelle Meyer die Scarlatti - Sonaten geradezu zu einem Mus s in jeder Sammlung von Musikaufnahmen . Dasselbe gilt für Meyers Rameau wie
    Couperin .


    Der Lehrer von M. Haas , Lazare Lévy , war vielelicht die Vereinigung dessen , was Diémer gelehrt und gespielt hatte .


    Gegen die Dominanz von Cortot und Marguerite Long , einer sehr engen Freundin von Ravel , mit ihren allgegenwärtigen Chopin - Interpretationen , spielte sie zwar die Ètudes Opp 10 & 25 von chopin , aber aufgenommen hat sie nur Opus 10 Nrn 3 und 5 .
    Damit hatte Monique Haas dann Chopin zurückgelassen und ist ihren ganz eigenen Weg gegangen . Dazu gehört für eine doch sehr junge , noch so hochbegabte Pianistin sehr viel Mut und auch Selbstsicherheit bezüglich ihres Könnens .


    Dies ist interessanterweise selbst unter den Haas - Skeptikern nie
    auch nur ansatzweise bestritten worden . Ihr " Alleingang " bedeutete aber weitaus mehr : S i e war eine der internationalen Wegbereiterin für die Werke von Debussy , Ravel und auch Bartok sowie nicht weniger Werke des 20. Jahrhunderts .


    Sie spielte Strawinsky wie Hindemith . Werke von Tscherepnin ( 1873 - 1945 ) und ihrem Ehemann Marcel Mihalovici . Sie hat sich durch diesen systematisch die feinheiten des komponisrens miterleben können - eine ungemeine Bereicherung wie selbst immer sagte .


    Monique Haas kann als die führende Vertreterin neben Marcelle Meyer oder Yvonne Lefébure der " Neuen Sachlichkeit " in ihrer Zeit und zukunfstweisend gelten . Dies scheint mir ein Problem zu sein , wenn wir etwa Yvonne Lefébures Beethoven hören . Ihr J S Bach ist sehr hörenswert , wenn Lefébure dann doch der grosse Klang , der die Aufnahmen von Horowitz und Weissenberg so faszinierend macht , verlorengeht .


    Haas' mozart spielt sicherlich ebenfalls eine ganz eigenständige Rolle in der Interpretationsgeschichte der von ihr auch aufgenommenen beiden Klavierkonzerte ( gerade im Vergleich zu Clara Haskil - sehr hörenswert übrigens - ) oder der Sonaten, die vielleicht noch zwingender in ihrer analytischen Auffassung sind als die durch lily Kraus oder Walter Gieseking .


    Für mich selbst sind in ihrer Diskographie herausragend : Das a - Moll - Klavierkonzert von Robert Schumann ( übrigens wenige Jahre vor der berühmten Wiedergabe durch Yves Nat - EMI - ; faszinerender kann man Schumanns Klavierkonzert nicht spielen ! ) und die " Fantsiestücke " . Diseses Opus 12 von Schumann ist für mich d i e
    überragende Aufnahme des Werkes - noch vor Martha Argerichs Aufnahme bei EMI .



    Die von Dir hier mit Bild erwähnten Aufnahmen sind grosse Zeugnisse der Kunst von Monique Haas wie auch der Französischen Pianistenschule . Ein Muss !


    Beste Grüsse



    Frank


    PS.: Es soll Aufnahmen von M. Haas aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg gegeben haben .

    Lieber Alfred ,
    lieber Bernd ,
    lieber Swjatoslaw !




    wer Lang Lang rein aus Interesse live erlebt hat, der kann kaum noch von einem süsslichen Klang sprechen .


    Noch nie habe ich ein dermassen hartes , tastenbrutales Gehämmere erlebt wie bei ihm .


    Lang Lang ist ein Glied in einer nicht kurzen Reihe von Fehleinkäufen der DGG / Universal .


    Sein Wechsel zu SONY ist fü L.L. unter marktstategischen gesichtspunkten ein enormer Aufstieg ( nicht künstlerisch ) .
    SONY steht fianziell seit langem eher schlecht da .
    Da ist der chinesiche Grossmarkt ideal für " ihren 2 Sohn .


    Mich wundert , dass man angesichts des Autoaufschwunges in Deutschland im " S - Klasse - Segment " dank des inzwischen kapitalistischsten Landes der welt überhaupt etwas Negatives und Kritisches über " systemrelevante Menschen " schreiben darf .


    Den Hinweis von Bernd über R. Blechacz kann ich nur unterschreiben .


    Beste Grüsse



    Frank


    PS.: Niemand muss Aufnahmen von LL kaufen.


    Was waren das vor rund 12 Jahren noch zeiten als eine international tätige Bank CDs verschenkte mit Schubert - Impromptus plus der " Wanderer - Fantasie " gespielt von Alfred Brendel !

    Lieber Thomas :



    Ich fürchte , dass MONIQUE HAAS hier im TF zu kruz kommt .


    Dabei ist sie nicht nur als Interpretin eine sehr interessante künstlerin ( Ravel , Debussy , Rameau , Mozart , Schumann , bartok , Stravinsky , Haydn ) , sondern auch als Repräsentantin der lange gehende Französischen Schule , die mit ihrem Lehrer Lazare Lévy - einer sehr interessanten Persönlichkeit auch als repräsemntant eben dieser Französischen Schule - .


    Ich will einem eigenen Thread nichts vorwegnehmen, aber es findet sich hier wieder die Tatsache, dass international hoch anerkannte französische Pianisten in Deutschland - besonders nach dem II. Weltkrieg - kaum die ihnen zustehende Beachtung gefunden haben .


    Als Einstieg ist die CD - Box " complete recordings on deutsche grammophon " ( 8 CDs ; P : 2006 ) sicherlich eine sehr gute Empehlung . Dass mehrsprachige Booklet ist vielleicht etwas arm an weitergehnden Informationen , aber doch sorgfältig verfasst .


    Beste Grüsse



    Frank

    Lieber Gustav :



    Dein letzter Satz ist natürlich ein Kardinalproblem , wenn wir Musik in Oper , Konzert oder durch den Tonträger in uns aufnehmen .


    Wie soll ein passiver Teilnehmer den ausübenden Künstlern gerecht werden .


    Ich denke, dass es keine Ideallösung gibt und geben kann .


    Recht sicher bin ich, dass wir in einer Diskussion schon versuchen können , zu einem annnähernd richtigen Ergebnis zu kommen .


    Ich bin mir nicht sicher, ob Maria Callas all die Livemitschnitte persönlich freigegeben hätte .


    In ihrer sog. offiziellen Website werden nur die Studioproduktionen erwähnt . Dies ist sicherlich in mancher hinsicht zumindest rechtlich korrekt .


    Doch : Wieviele Stunden höchstkarätiger Opernabende wären dann ( für immer ) verloren !


    Sicher bin ich , dass der Mythos Maria Callas auch dann zustande gekommen wäre, wenn wir " nur " ihre Studioaufnahmen kennen würden .


    Gestern Abend habe ich auf " TV 5 Monde . Europe" eine " La Traviata " mit Patrizia Ciofi sehen und hören können . Ciofi gilt heute als Superstar in ihrem Fach . Eine grossartige darstellerische Leistung .
    Wenn ich die augen geschlossen habe und nur die stimme mit ihren Ausdrucksmöglichkeiten habe auf mich einwirken lassen, dann war sofort deutlich, dass hier Welten an Qualität zwischen der sängerischen Möglichkeiten in dieser Rolle zwischen Ciofi bzw. Callas oder Moffo liegen .


    In der Einheit von Gesang u n d Darstellung ist dann Patrizia Ciofi sicherlich einen Opernbesuch wert .
    Ein e DVD mit P. Ciofi als Violetta ( Teatro la Fenice , Venedig ) ist leider via amzon.de derzeit nicht verfügbar . Ciofi singt hier die ursprüngliche Version von Verdi ( 1853 ) . Es ist erstaunlich , welche Einbussen an dramturgischer Qualität dies gegenüber den heute üblichen Aufnahmen bedeutet .


    Hin und wieder lohnt es sich schon sehr , auch heutige Produktionen anzuhören und auch anzusehen . Die gestrige im TV aus Orange aus 2009 war jedenfalls ein positives Beispiel dafür , dass auch heute gute Opernabende möglich sind .
    Ein Satz noch zu Patrizia Ciofi :
    Es ist schon beeindruckend, was sie sich an Rollen und Anzahl der Opernabende zumutet .
    ( Ähnliches gilt für Daniela Dessi )


    In einem Zusammenhang mit Konzertpianisten hatte ich schon vor kurzem hier erwähnt, wie wichtig meiner Meinung nach eine fast weltweite Präsenz in konzerten ist . Fast alle grossen pianisten haben zumindest in den ersten zehn Jahren ihrer oft doch sehr langen Karrieren diese Gewalttourneen absolviert . Unter technisch sehr viel schwierigeren bedingen . Man denke etwa an Paderewsky .


    Wer n i c h t bei dem publikum durch Auftritte bekannt geworden ist, der wird sehr schnell in Vergessenheit geraten .


    Ich finde es mehr als nur rührend , wen die nach wie vor sehr aktive Martha Argerich 2008 den schwesrtkranken Alexis Weissenberg zu Haue besucht oder in ihrem Progetto Martha Argerich in Lugano lange umarmt und geradezu liebevoll drückt und ihm einige Küsse gibt .
    Es gibt sie die jahrzehntelangen tiefen Freundschaften unter grossen Künstlern !


    Beste Grüsse



    Frank

    Lieber Bernd :



    In der renommierten " neuen juristischen Wochenschrift " ( NJW ) gab es schon vor über 20 jahren (!) die forderung aus Wissenschaftskreisen doch unbedinbgt bestimmte Daten n i c h t zu löschen, damit diese für " wissenschaftliche Zwecke " weiter genutzt werden können ( Artikel von Professor Dr. Dr. Paul H. Bresser , Köln ) .


    Ich habe neulich eine telfonnummer einer Person online gesucht . Was sah ich : Zig Namen mit Fotos, die bei facebook.de / com registriert sind . Haben die alle ihre Daten freigegeben ?


    Bei " Saturn " habe ich vor knapp zwei Monaten erstaunt festgestellt , das ich dort mit falscher Postadresse und falscher Mobilfunknummer " erfasst " bin . Wie ist das möglich ?


    Es gibt noch sehr viel interessantere " Fälle " .


    Viele Grüsse


    Frank


    PS.: el Bachas Chopin-Aufnahmen zu kaufen lohnt sich wirklich .

    Lieber Thomas :



    Aldo CICCOLINIs Anmerkungen über die Pianistenschulen teile ich ohen Einschränkung .
    Es fehlt der grosse , lange Atem , der in diesen Klavierschulen enthalten ist . Ohen die lange Geschichte etwa der französischen Schule wäre es nie zu dieer Bedeutung des Pariser Konservatoriums gekommen .
    Und es ist kein Zufall , dass es in England , wohl bedingt durch die Focussierung auf London , doch immer noch einige sehr gute Pianistinnen gibt ( Imogen Cooper , Uchida ) und manche Pianisten, die durch in london lebende Piansiten wie Brendel stark geprägt worden sind ( Lewis ) .
    Wenn auch auf ganz unterschiedliche art und Weise nach meiner wahrnehmung sind Paris wie london dann auch zu künstlerischen Mittelpunkten geworden , weil wir dort einfach sehr viel freier atmen , leben können . Die Liste der Künstler, die dies betrifft, ist sehr lang .


    Um auf El Bacha noch einmal zurückzukommen :
    Hervorragend besprochen wurd ein Frankreich seine einspielung der 32 Klaviersonaten Beethovens , die ich leider nicht kenne ( die Aufnahme ist aber via amazon.de / fr hier erhältlich ) .


    Anlässlich des Robert - Schumann - Jahres sei auf die Interpretation vor allem der Schumann - Klaviersonate Opus 14 , f-Moll, verwiesen ( zusammen mit der sonate g-moll Opus 22 und den " Waldszenen " ) ; auch diese Anschaffung lohnt .


    Von Franz Schubert hat El Bacha die Sonaten D 784 ( auf immer mit dem Namen von Emil Gilels verbunden ) , D 894 und D 946 aufgenommen .


    Dann das Gesamtwerk von Maurice Ravel für Klavier solo .


    Ich denke, dass dies beweist , dass El Bacha keineswegs als Chopin - Spezialist etikettiert werden kann und darf .


    Bei Ravel bin ich ja sehr auf Moique Haas , Vlado Perlemuter oder Marguerite Long festgelegt; dies hat natürlich etwas mit eminer eigene musikalischen Entwicklung zu tun .


    Dein Hinweis auf Gerhard O p p i t z ist sehr berechtigt . Nach wie vor halte ich ihn für eine , wenn nicht d e n deutschen Pianisten überhaupt . Seine Brahms - Interpretation erlebt zu haben gehört zu den grossen eigenen Erlebnissen ( Alter Oper ; Frankfurt am Main ) .


    Das Phänomen der " Schulen " ist durchaus erweiterbar auf die Geiger(innen ) , wenn wir etwa an Tedi P a p a v r a m i denken ; einer der ganz wenigen , die die 24 Capprices von Paganini im Konzert spielen ( können ) .


    Meine Erahrung ist die, dass Künstler vor allem so lnage präsent sind wie sie oft konzertieren . Nicht ob sie viele Aufnahmen machen .


    Beste Grüsse



    Frank


    PS.: P r e i s e : Deine Hinweise sind richtig . Ein hinweis meinerseits dazu ist, dass CD - einkäufe in den USA nicht unproblematisch sind . Dazu muss man sich unbedingt vorher mit den Zollbestimmungen vorher befassen .