Beiträge von Frank Georg Bechyna

    Lieber Wolfram :



    Thema hier ist - gerade auch in meinen Ausführungen - Wagners Oper " Tristan und Isolde " .


    Ich lese Dich übrigens keineswegs sehr aufgeregt .


    enn Glenn Gould , ein besser Autor über musik , sehr oft agggressiv in seineN Briefen und bewusst provozierend mit vielen seiner Ausführungen zu eben auch Aussagen , wie Du einen davon hier zitiert hast .


    Gould hat sich nicht zu " Tristan und Isolde " geäussert .


    Was den " Fiagaro " von W A Mozart angehet , so bleibt in Zusmmenhang mit Deiner Aussage betracxhtet die Frage , inwieweit seiner Oper tatsächlich die Komposition tatsächlich eine musikalische Aussage eines politisch orientierten Komponisten gewesen ist .


    Aber auch hier hinkt der Vergleich zu meinen Aussagen über daen Stoff zu Tristan und Isolde . Ja ich halte den Hinweis für grundsätzlich falsch .


    Richard Wagner hat bewusst und konsequent eine bestimmte Thematik aus den zahlreichen Möglichkeiten herausgegriffen und in Worte und Musik umgesetzt .



    Das ist es dann auch, was Wagners Oper so einzigartig macht .


    Wir müssten dann im konkrten Einzelfall diskutieren , welche Aufgaben eine eine Inszenierung und eine Interpretation ( hier des " Tristans " ) haben bzw. in Düsseldorf am 22. Mai 2010 hatten .


    In meinen Ausführungen zuvor habe ich einige meiner Grundsätze über Operninszenierungen dargestellt .


    Beste Grüsse


    Frank

    Lieber Gustav !



    Zwei sehr wichtige , wen n icht entscheidende punkte , hast du angesprochen :


    (1) " Zeitlose Bilder " .


    Dies komt meinen Vorstellungen , wäre ich Regissuer , sehr mahe bei Wagner und wahrscheinlich aich im " Otello " con Giuseppe verdi . Das bühnenbild hat nur eine ergänzend e funktion . In Düsseldorf war es , sieht man sich die zig Fotos an , kontraprudktiv auf das hin , was in der Oper von Anbeginn ( Musik im berühmten Vorspiel ) beginnt und dann mit Isoldes " mild und leise.... " endet . Meiner meinun g nach kann man geradezu ein Hauptsenmiar abhalten mit dem Thema " Wie sollte die Isolde das ' Mild und leise interpretieren' ? " .


    Du hast je viel mehr " Material " als ich . Aber es gibt enorme interpretatorische Unterschiede .


    U n s e r e konzentration muss ausschliesslich der Musik , dem gesang gelten .


    Da kommt für mich nur eine ganz auf die beiden , also Isolde und tristan , konzentrierte regie mit einem minimalistischen bühnenbild in Frage .


    Etwas Ähbnliches habe ich zwei- oder dreimal bei verdis " Otello " tieffbeindruckend gesehen .


    es würd e hier zu weit führen : Aber wir könne dieses Minimalisierung des Bühnenbildes auf weitere Opern übertragen . Und dadurch den Focus auf das konzentrieren , was tatsächlich passiert .


    Karajan war berühmt ( und für nicht wenige berüchtigt ) für seine Lichteffekte ( etwa in New York ) . Rudolf Bing hat dann spöttisch angemerkt : " Warum legt er nicht direkt den Hebell um und alles ist völlig dunkel " .


    Diese Sicht von karajan wäre meine persönliche Ausgangsposition gerade für viele Wagner - opern . Aber auch für manche von Giuseppe Verdi .



    (2) Antikes Theater .



    Wer die Meister der griechischen Tagödien ( auch auch kommödien ) gelsen hat und die damaligen Spielstätten - so erhaltebn - kennt ( oder ihre zum teil wundervoll erhaltenen , akustisch grossartigen Nachahmungen - kennt, , der weis s doch , dass es zu jener Zeit tatsächlich auf die Schauspieler , die ja hoch anerkannt waren ! , ankam und nicht auf diese schrecklichen , heutigen karnevalsähnlichen Farbmischungen .


    Der test muss im mittelpunkt stehen !


    Schon immer ist es - gerade in Deutschland - sehr schwergefallen , etwa die werke Corneilles oder racines zu lesen und zu verstehen .


    Man muss in der regel tatsächlich nach Paris fahren und dort in die beiden grossen Sprachbühnen gehen , um - gut vorbereitet - endlich einmal das miterleben zu können , was Werktraue tatsächlich bedeutet .


    Ich möchte Wagners Musik hören und den gesang so gut es geht in mich aufnehmen und verarbeiten . Und nicht und nie bunte Bildchen sehen .


    Beste Grüsse



    Frank



    PS,. Da ich mich seit zig Jahren etwa zu den Inszenierungen von Franco Zeffirelli bekenne , so liegt dies in der Qualität der jeweiligen Zeffirelli - Inszenierung begründet .


    PPS.: Die Willkür der eitlen , narzisstischen Selbstdarstellung zu vieler einfalssloser Regissuere heute vertreibt mich aus den Opernhäusern .
    Und hat seit inzwischen Jahrzehnten dazu geführt , dass berühmte Dirigenten sich geweigert haben, Opern noch zu dirigieren .


    Die musikalische Qualität und der Rang der Komposition des Tristan - Stoffes durch Frank Martin liegt ja gerade auch in der Form des Oratoriums begründet . Engelbert hat dies sehr treffend zu beschreiben vermocht .


    Musik darzustellen ist grundsätzlich auch ein ästhetisches Problem .

    Lieber Gustav ,


    liebe Knusperhexe !



    es erstaunt mich immer weider , wenn ich Rezensionen lese , dass fast nie mehr auf die Intentionen des Komponisten eingegangen wird . Falls diese den Schreiber(innen ) in Feuilletons überhaupt bekannt sind , woran es berechtigte Zweifel geben muss .


    Gleichgültig wie die Regieaufassung auch jeweils sein mag : Grundlage muss immer das Werk des komponisten sein .


    In " Tristan und Isolde " hat Richard Wagner selbst für seinen Opern - Fremde leicht nachvollziehber eine durchgängige Linie in Libretto wie der Musikik verfolgt und vom bekannten " tristanakkord 2 bis zu Isoldes "... höchste Lust " genial erreicht . Auch darin besteht eben geniales Komponieren .


    Wagner hat mit dieser grossen Oper auch ein substantielles Zieli im Hinblick auf eine bzw. vielleciht zwei Liebeszeziehungen in Musik umgesetzt .


    Wenn jemand meint , in das düsseldorfer Bühnenbild und die Inszenierung eine ganz beliebige Oper stellen zu können , dann haben Regie wie Bühnenbild Wagners Meisterwerk nicht einmal im Ansatz verstanden .



    Die wissenschaftliche Diskussion um die möglichen geschichtlichen Handlungen im Stoff zu " tristan und Isolde 2 hätten in einer oper niemals aufgearbeitet werden können .


    Wagner hat sich eindeutig und für jeden nachvollziehbar für eine der ganz einleuchtenden Versionen entschieden . Auch darin liegt seine Meisterschaft .




    Beste Grüsse



    Frank

    Lieber Gustav :



    Elsa Maxwell war eine Grösse in ihrer Quatschwelt der " Yellow press " .


    " nachtclub " ( la Gioconda , Wien 9 hört sich schon - zumal unter damaligen weltanschaulichen Aspelkten, die der Bevölkerung aufgezwungen worden war - verrucht , halbseiden , fast mit einem GHauch von Illegiamlität vermengt an .


    War " Régine 2 mit ihren legendären nachtclubs nicht gesellschaftsfähig ? Wer drin war, wird berichten müssen , dass man eben stilvoll " unter sich " war oder al Eingeladener mitdurfte .


    W a r u m soll Maria Callas nicht auch einmal das lLeben einer hart kämpfenden, überragend singenden und spielenden Frau in einem Bereich geniessen können wie zig andere damalige Stars und Sternchen auch auch .


    Ich denke nicht , das die Callas in den genannten " Fällen " gar " taktisch " gedacht hat .


    Ganz einfach : sie hat schlicht einmal normal leben wollen .


    W e r könnte ihr das verdenken ?


    32 jahre (!!!) nach ihremTod am 16. September 1977 in Paris wird in den wichtigen, vielgelesenen Hotel- und Raestaurantführern immer wieder der namen Maria Callas erwähnt . Wir lesen , wo sie wann was mit wem gegessen hat . Welcher Platz von ihr bevorzugt worden war .


    Wenn ich in Paris in das " Grand Vefour " ginge , dann wegen der Küche von Guy Martin , aber doch nicht weil Maria Callas dort auch gegessen hat .


    Das berühmte " Maxim's " , des immer in Zusammenhang mit dem Namen Maria Callas genannt wird , würde ich persönlich nicht so gerne betreten . Das mag mit einem Sponsor Aristoteles Onassis anders gewesen sein .


    Wenn ich in Paris im " Plais Garnier " war , also der berühmten Oper , dann denke ich schon an die Grossen , die dort gesungen haben oder dirigieren durften . Das ist in der Meiländer " Scala " so oder in der " Carnegie hall " in New York .


    Um es salopp zu formnulieren : Auch Maria Callas hatte das recht " nicht taktisch " zu denken und zu leben . Sie war eine Frau durch und durch !


    Beste Grüsse



    Frank

    Lieber Gustav !



    In einer Oper wie Wagners " Tristan und Isolde " ist es unmöglich die bis heute ergebnisoffenen Forschungsergenisse darzustellen . Dies ist auch nicht der Sinn der komposition .


    Wer allerdings nur die Oper kennt und dessen Handlung als " real " ansieht, der irrt gewaltig .


    Hier könnten die Rezensenten von " Tristan " - Abenden allerdings mehrere Ansatzpunkte finden für ihre Ausführungen .


    Auch n a c h Wagner gibt es hochinteressante Deutungen des Stoffes wie Frank Martin dies beweisen hat .


    Für ein Hauptseminar wäre eine vergleichende Besprechung sicherlich höchst reizvoll .


    Engelberts Vorstellung der Komposition von Frank Martin ist daher weit über das Musikalische hochinteressant !


    Gerade auch die kenner von " tristan und Isolde " m ü s s e n dieses Oratorium kennenlernen .


    Für mich jetzt schon ein grosser Gewinn !


    Beste Grüsse , natürlich auch an Engelbert ,


    Frank

    Lieber Taminos :


    " farinelli " hat dankenswerterweise auf zwei Interprten hingewiesen, die hier bislang überraschend nicht erwähnt worden sind :


    (1) Jean martinon .


    Sein repertoire war sehr gross .
    Leider sind , wie ich bereits früher erwähnt habe , nur noch wenige seiner bedeutenden Aufnahmen auf CD in Deutschlan d dauerhaft verfügbar .


    Dazu zählt auch Tscheikowskys letzte Symphonie ;


    (2) Carlo Maria Giulini
    hat dies e symphonie meines Wissens mindestens dreimal uafgenommen .
    Sehr empfehlenswert ist auch der Konzert - Mitschnitt , der bei BBC Legnds veröffentlicht worden ist .


    Viele Grüsse


    Frank

    Lieber Engelbert :



    Ich denke, dass solche kompositionen auch unseren Blick auf den zu Grunde liegenden Stoff schärfen .


    Daher vor allem finde ich Artikel wie Deinen so grundlegend wichtig . Daher auch mein Dank .


    Es gibt sicherlich weitere Stoffe und literische wie musikalische bearbeitungen, die wert sind , so sorgfältig analysiert zu werden wie du dies hier geschrieben hast .


    Ich werde mir die von Dir herangezogene Aufnahme jedenaflls bestellen .


    Sandrine Piau war mir von anderen Aufnahme her als sehr gute Interpretin bekannt .


    In Frank Martins Kompositionstechnik müssen wir uns wohl immer neu einarbeiten .


    Angesichts des Stoffes ist dies jedoch sicherlich eine lohnende Arbeit .


    Mit vielen Grüssen


    Frank

    Lieber Gustav :


    Völlige Zustimmung zu Deinen Ausführungen meinerseits .


    Die meisten Musikrezensionen , die wir ertragen müssen lesen sich entweder wie ein beabsichtigter Verriss oder wie die gedruckte Meinung von Regie , Bühnenbildner , Kostümschneidereien .


    in aller Regel wird in Deutschland 80 Prozent des Papiers für allgemeine Floskeln verwendet / missbraucht . Nur etwa 20 Prozent gehen auf die Leistungen der Interprten ein . So auch in etwa die Rezension in der ortsansässigen " Rheinischen Post " zu der auch im Tamino-Klassikforu.at besprochenen Düsseldorfer Premiere von " Tristan und Isolde " .


    Es erstaunt schon sehr, dass dort kein Wort etwa im Vergleich zu den berühmten Düsseldorfer Tristan - Aufführungen bis etwa 1975 zu lesen war .


    Missachtet wird vor allem, dass der Opernbesucher nicht eine Marionette von Regisseuren und ihren Gefolgsleuten ist - und nie werden darf . Freiheit zur Kunstausübung darf niemals zur willkür verkommen .


    Auch Inszenierungen haben sich am Werk zu orientieren und nicht an der Selbstdartellung von hochbezahlten , steuerfinanzierten Erprobungskünstlern .


    Man kann , nach meiner Meinung , nicht ohne Willkür und Anmassung den Tristanstoff - noch heute Gegenstand der wissenschaftlichen Forschung - in die Jetztzeit versetzen .


    " Fortschritt " in solchen Inszenierungen müsste dann vor der Premiere öffentlich mit dem Opernfreund diskutiert werden .


    Viele Grüsse



    Frank

    Lieber Gustav !



    Dass Deine Hambugrer Aufführung des Don Carlo in solch einer Luxusbestzung nicht zustande gekommen ist , könnte mit daran gelegen haben, dass die Stars der zunft sich sagten , wenn a nicht kann , B, nicht will , C kränkelt und D zur selben zeit gar an der MET unterVertrag steht, dann kann ich halt auch nicht .


    Im Alltag der Klavierstars kann so etwas mangels grosser Pianisten fast nicht mehr vorkommen . Der Rekordhalter im Absagen war zweifelsfrei Arturo Benedetti Michelangli ( dessen erste mir bekannte " Absage " stammt aus 1950 in New York ) . ABM hat jedenfalls häfiger konzerte angesagt , ärgerlicherweise oft extrem kurzfristig , als er Aufnahmen eingespielt hat ( ebenfalls ab 1950 ) .


    Cecilia Bartoli ist heute noch immer wahrscheinlich die weltweit berühmteste Sängerin Italiens .
    Dies wird selbst der gelernte SchiffsCanzonist Silvio B. nicht abstreiten .
    Iatlien hat auch aktuell sehr überzeugende Sängerinnen mit internationaler Reputation .


    Maria Callas war D i e O p e r in Person !


    Und objektiv hat sie auch niemals eine sänger - darstellerische Nachfolgerin gehabt .


    Ihr am nächsten gekommen sein dürfte von den uns beiden bekannten Künstlerinnen wahrscheinlich Giulietta Simionato .


    Nördlich der Alpen aus meiner Erfahrung Martha Mödl .
    Astrid varnay fand ich selbst tief beeindruckend .


    Warum soll ein Parlament nicht über eine Opernaufführung diskutieren ? Es steht allerdings zu befürchten , dass dies in Deutschland derzeit gar nicht möglich wäre .


    Und sollte 1958 das italienische Parlament etwa über die immer kriminelleren Verhältnisse , vor allem im Inneren , der Wirtschaft, der Finanzen , des chronischen Unrechts usw. diskutieren ?


    Maria Callas hatte für die Republik Italien mehr getan und weltweit erreicht als alle Parlamentsredner zusammen .


    Und im Parlament konnte man , gleich welcher Partei man gerade angehörte , sich als " Experte " produzieren .


    Iatlien hatte einen grossen vorteil gegenüber etwa Frankreich oder Grossbritannien : Es hatte gleich mehrere bedeutende Opernhäuser , jedes mit eigen " Fraktionen " , die über Sieg oder niedergang eines Künstlers entschieden haben . Carlo Maria giulini , ein überragender dirigent, wundervoller Mensch und scharsinniger beobachtung hatte früh die Zustände in der Mailänder Scala mit dem altrömischen Circus Maximus verglichen . Riccardo muti hat sich daran wohl in der zweiten hälfte der 1990er Jahre erinnert und die Stehplätze im " Olymp des Hauses " schliessen lassen .
    Natürlich : san carlo in neapel ( dort wurde Muti geboren ! ) . Dort kam es nachweisbar zu den schlimmsten Exzessen nicht nur zwischen Publikum und sich whrenden Sängern ( Cornell Macneil in Publikum zurückbrüllend als Rigoletto :" Haltets Maul , ihr Trottel !" . Handgreiflichlkietn im Publikum waren üblich .
    Und Rom ? Natürlich war an Abenden wie dem 2. Januar 1959 ausreichend Material an Carabinieri anwesend . Denn wann ver(w)irrt sich ein Präsident der Republik schon einmal in die Oper ?
    Und alle grossen couturiers der welt waren zumindest als Abendgarderobe anwesend ; dazu der illustre Kreis der chmucklieferanten von Tiffany übder Van Cleef & Arpel , die kleinen feinen Traditionsschmieden seit den Medicis und Borgias .


    Ihnen gegenüber - mit der angemessenne Distanz - , aber zu Recht höher als das 1. Parkett d i e " Weltfrau 2 überhaupt . ein zumal weiblicher Emporkömmling mit griechischen wurzeln aus einer bescheidenen Strässchen in dem fernen New York .
    nur " Il Presidente " sass , etwas einsam , in seiner überdimensionierten loge . Auf Augenhöhe . Nicht höher !
    Selbst der berühmte Kaiser Karl ( aus dem fernen Aachen ) hatte das kreuz im Dom höher hängen lassen als sein Steinthron in der 1. Etage des Aachenr Domes stand . Mehr als Symbolik .


    Nach rund 60 Minuten war Signor Gronchi entlassen worden . Er dufte nach Hause fahren .
    Es ist übrigens nicht zuverlässig überliefert, was der Präsident der Republik selbst zu diesem Abend gesagt hat . Auch ist nicht zuverlässig überliefert, ob es nicht doch zu einem Gespräch zwischen der Divina assoluta und dem zeitbefristeten oberszen beamten Italiens gekommen ist .


    Fast zynisch könnte man sagen : ganz Italien war in irgendeiner Form zumindest etwas von Oper - oder doch nur Operette ?


    Maria Callas blieb bezogen auf ihr Wohlbefinden bis zu ihrem Tod im September 1977 in Paris immer herz- und kreislaufgefährdet . Aber die " Assoluta " blieb weltweit immer ganz oben . Und sie blieb sich selbst treu in selbstauferlegter Art, alles ihrem Publikum zu geben, was sie vermochte !


    Wer könnte das so schnell von sich sagen ?



    Beste Grüsse



    Frank

    Lieber Engelbert !



    Ich neige nicht zu Jubelstürmen über Artikel , Beiträge in Musikforen .


    Aber Deine Ausführungen sind ganz grossartig . Meinen aufrichtigen Glückwunsch dazu .


    Angeichts der eigenen Vorbereitungen auf den am letzten Samstag i Düsseldorfs Deutscher Oper am Rhein als Neuproduktion gestalteten " Rristan & Isolde " von Richard Wagner sind doch die wichtigeren Fakten nicht bei Wagner , sondern , wie Du dies zu recht schreibst , bei den Minnesängern und Troubadouren zu finden . Und bei diesen in allen ihren Verästelungen . Das ist sehr viel spannender als Wagners Oper .


    Und die Forschungen über " Tristan und Isolde " halten bis heute an .


    Tatsächlich ist der Stoff selbst vor Richard Wagner sehr viel diffenerzierter gesehn und ausgearbeitet worden . Man kann angesichts der historischen Kenntnisse in der Literatur dann mit recht sagen, dass es sehr guter Darsteller bedarf . Auf ein Bühnenbild im weiteren Sinn kann man ruhig verzichten .


    Den stoff als ein Oratorium darzustellen ist genial . Frank Martin hat dies vermocht . Und sicherlich dramaturgisch wirksam mit einem Prolog und einem Epilog versehen .


    Deine Anmerkung verführt gerade dazu , sich völlig neu mit den Hauptpersonen auch in Wagners Oper , die doch dann eine deutliche Eindimensionalität hat , tiefer zu befassen . "Iseut = Isolde als treibende , Handelnde oder eher doppelgleisige Frau ? Oder doch die durch äussere Zwänge Getriebene ? Und Marke ? Das Bild mit ihm in dem Baum sitzend erinnert stark an Voyeurismus .
    Und war Tristan nur der Edle , der Bestmensch ?


    Du hast mit Deinem Text viele Anregungen gegeben !


    Und hoffentlich manchen hier damit auch im guten Sinne aufgeregt, sich nähere gedenken zu machen .


    Beste Grüsse



    Frank



    PS.: könnste Du bitte noch einige Zeilen über die von Dir hier eingestellte Aufnahme machen ? Danke .

    Lieber Gustav :



    Darf eine " divina assoluta " krank sein ?


    Darf eine " divina assoluta " gar gegen einen Staat , in dessen wechselnden Grenzen sie nicht einmal geboren worden war und dessen Staatsangehörigfkeit sie " verliehen " bekommen hat
    gar fast zehn Jahre lange durch alle juristischen Instanzen klagen ?
    Wobei der mit der italienischen Geschichte nicht Vertraute sich vergegenwärtigen muss , w a s und w i e und mit welchen politischen Figuren Italien agiert und sogar überlebt hat .


    Bezüglich der 2. Frage ist die Antwort klarer als zu 1. . Der Bürger hat sogar eine Verpflichtung , öffentlich gegen die vor allem rein rechtlich begründete " Staastmacht " im Zzweifelsfall zu klagen . Wer dies , wie die Tendenz derzeit in Deutschland ist , verneint , der lässt uns Schlimmstes befürchten .


    Der damalige Staatspräsident Italiens , Giovanni Gronchi ( 1887 - 1978 ),
    bleibt selbst in den Geschichtsbüchern der Republik Italien kaum erwähnt . Vulgo . Gronchi war eher eine Marionette im Ränkespiel der italienischen Innenpoltik nach dem Zweiten Weltkrieg . Gronchi war Präsident von 1955 bis 1962 gewesen . Im damalige Adenauer - Deutschland muss er extrem hoch angesehen gewesen sein . So wurde er , wofür weiss niemand , mit dem Zusatz zum höchsten bundesdeutschen Orden geschmückt .


    Gioavnni Gronchi hat den abbruch jenes legendären Opernabends wahrscheinlich eher erfreut zur Kenntnis genommen . Gelitten hat er darunter nicht . Er sass noch mehr als vier Jahre in seinem Amztssitz und bezog dann noch über 16 Jahre seine Pension bevor er 91jährig starb .
    Dieser " Norma " - Abend in der römische Oper blieb dann auch d a s überragende Ereignis in seiner Amtszeit . Und er somit immer wieder in Erinnerung .


    Maria Callas war an jenem Abend " arbeitsunfähig erkrankt " . Und dieser Abend war in der sehr erfüllten Karriere von Maria Callas nicht der erste, v o r dem die wenigen Freunde , die sie wirklich hatte ( Simionato , Corelli ) ihr rieten , sich " vertreten 2 zu lassen . Doch eine Callas kann man nicht " vertreten " . Und Maria Callas liess sich gerade an solchen Tagen - natürlich - nicht " ersetzen " . Durch wen auch ?


    ( Dass sie in Edinburgh in der letzten Aufführung der jungen Renata Scotto ihre Rolle überliess hatte , so wurde immer spekuliert , auch etwas damit zu tun, dass sie der nach ihr wohl bedeutensten Kollegin endlich zum grossen weltweit wahrgenommenen Durchbruch verhelfen wollte . Maria Callas war im Zweifelsfall sehr p r o - kollegial . im Gegensatz zu anderen Stars und Sternchen . Dies ist übrigens keine ungewöhnliche Praxis im Musikleben, dass Grosse sich gegenseitig vertreten oder schnell füreinander einspringen . So werden auch Karrieren gemacht . Und die callas wusste, welche möglichkeiten renata Scotto hatte . 9


    Rom , 2. Januar 1958 .
    Du hattest es schon zuvor beschreiben , unter welch befremdlichen Bedingungen Maria Callas sich auf dieses " Grossereignis " vorbereiten musste .


    Es ist schon erstaunlich festzuhalten , wie leicht und folgenlos ein Weltstar wie Fedora barbieri , eine Ur - Italienerin , einfach absagen konnte . Dabei ist auch ein " Ersatz " für die heikle Partie der adalgisa sicherlich schwer zu finden ( heute gar unmöglich in der Stimmqualoität einer Barbieri , Simionato oder Cossotto ) .


    Die Triester Aufnahme mit Callas und Corelli ( Du hast sie bereits besprochen ) ist ein sehr guter vergleich . us meiner hörsicht vor allem wegen der Entwicklungen von Franco Corelli .


    Miriam Pirazzini hat , so finde ich , ihre Möglichkeiten an diesem abend des 2. Januar 1958 sehr gut ausgeschöpft . Man singt eben nicht eben einfach eine Rolle wie die der Adalgisa . Und dann neben und mit Maria Callas und Franco Corelli .
    Miriam Pirazzini hat in vielen Opernabenden durchaus ihre Verdienste gehabt . Und an solch einem in erster Linie " präsidialen Abend " pötzlich zur verfügung zu stehen , dazu gehören Leidenschaft für den Beruf und vielleicht auch ein gewisses Kalkül .


    Franco Corelli neigte dazu , bestimmte ( angenommene ? ) Eigenarten zu pflegen . Nicht nur als Pollione . Nicht wenige Stimmfreunde hat dies richtig gestört . Durch seine enormen Möglichkeiten auch stimmlicher art 8 Du hast ja Beispiele angeführt ) sowei durch seine wohl einzigartige Bühnenpäsenz war er , um es salopp auszudrücken , einfach unschlagbar .
    Und wie bei der Callas war Corellis Berufseinstellung immer hochprofessionell gewesen .
    Wer sich die Mühe macht , etwa seine stime mit denen von Mario Filippeschi ( etwa als Pollione und Manrico , Neapel ! ) oder del Monaco
    ( ebenfalls manrico und pollione ) zu vergleichen , der wird schwerlich zu einer anderen Entscheidung kommen können als dass der Thron eindeutig in seinem Stimmfach und mit seinen Rollen Franco Corelli gehört .
    An jenem Abend des 2. Januar 1958 wird sich bei dem so empfindsamen wie auch empfindlichen , " nervösen " Corelli innnerlich einiges abgespielt haben , über das er öffentlich nie etwas gesagt hat .
    Corelli hat den schwächelnden Gesundheitszustand von Maria Callas , die er inzwischen viele Jahre kannte , miterlebt .
    Durchschnittssänger in Durchschnittsopernhäusern vor einem nicht-präsidialen Publikum singen solche Rollen " durch " .
    Aber eine Norma? , eine Adalgisa ? , einenPpollione ? , einen nicht so einfach zu singenden Oroveso ?


    Maria Callas , das finde ich immer besonders aufschlussreich , wird als eine der ganz wenigen bedeutenden Künstlerinnnen immer an sich selbst gemessen . Und andere ihrer sogar berühmten Kolleginnen an dann wieder an ihr .


    Im Rahmen eines " Lucia " - vergleiches vor etwa drei haren wirs Joan Sutherland gleich viermal mit ihren interpretationen besprochen . Ein (!) Satz reichte da immer aus : " The best Lucia ever recorded!"
    Und auf der Bühne im harten Opernalltag ? Callas schätzte auch die Lucia der Sutherland wegen derer Koloraturen ( live ! ) ausserordentlich . Maria Callas hatte absolut keine probleme damit incognito , sich Joan sutherland oder Renata Tebaldi in einer Opernaufführung anzuhören .


    An jenem 2. Januar 1958 , Du beschreibst dies ja genau , war Maria Callas das , was man höflich als " indisponiert " bezeichnet ( immer aus der Sicht ihrerer Spitzenleistungen betrachtet ) .
    Für die extrem schwere Partie der Norma reichte ihre Physis nicht ! ( Natürlich immer noch besser als fast der gesamte " Rest " ) . Und auch ihre seelische Verfassung war fragil gewesen .


    Persönlich denke ich , dass dieser Abend n i c h t in eine Beurteilung über die Stimme der Callas und ihre Entwicklung einfliessen darf und kann .


    Wer krank ist ist krank .


    Das " E r e i g n i s " an jenem Winterabend in Rom waren weder die " Norma " als Oper , natürlich nicht Giovanni Gronchi als amtierender 3. Nachriegspräsident Italiens , sondern einzig und alleine Maria Callas !


    Wir werden ja auf die Pariser neuproduktion durch Franco Z e f f i r e l l i am 22. Mai 1964 in Paris zu sprechen kommen ( Aufführungen mit Franco Corellli und Fiorenza Cossotto , dei 1964 noch kollegial war ) . Seltsamerweise soll es von diesen Abenden keinen erhaltenen bandmitschnitt geben . Kaum fassbar .


    Aber ich möchte zu 1964 nur eines vorwegnehmen : Mit Maestro Georges Pretre am pult , mit Franco Corelli - einem ihrer grossen kompetenten Bewunderer - an ihrer Seite gabe es Triumphe für die Callas ( wie Pretre , cossotto , Corelli ) .


    Die Aufführungen im Mai 1965 ...., aber das wirst du zunächst selbst berichten .


    Dass am 2. Januar 1958 alles auf Maria Callas focussiert gewesen war , kann man dem entnehmen, dass die Aufführung vom 4. janaur 1958 mit Anita Cerquietti , einer im übrigen überzeugenden Norma-Interpretin , bis heute kaum wahrgenommen wird ( ansonsten mit Franco Corelli und unter der Leitung von G. Santini . Label : MYTO ,2 CDs ) .


    Beste Grüsse



    Frank



    PS.: Wenn ich es genau weiss, dann hat Maria Callas die italienische Staatsbürgerschaft später auch zurückgegeben .

    Lieber Thomas :



    Persönlich freue ich mich immer weider, wenn ich lesen darf , dass dieser grossen Mensch und künstler doch noch so präsent ist .


    Und nicht dem Alltagsrummel der werbung preisgegeben wird .


    Diese Cd - Box ist ein wahrer Glücksfall innerhalb der EMI - Editionen der letzten 10 jahre .


    Und Ciccolinis Interpretation von Johannes Brahms ist es alleine wert , die Edition zu kaufen .


    Ich denke , dass ich hier noch einmal ein wenig auf diese 56 CDs hinweisen darf .


    Aldo Ciccolinis Physis ist erstaunlich genug . Seine bleibende geistige Durchdringung dessen, was in den Noten ( und dazwischen ! ) steht ist nicht selten eine Offenbarung an Gültigkeit einer Interpretation !


    Ich wünsceh Dir eine gute Reise und bin sicher, dass dieser Klavierabend zu den sternstunden gehören wird , die diese grossen Pianisten uns immer weider geben können .


    Beste Grüsse



    Frank

    Lieber Gustav :



    Würde Italien heute der Eurovision neu beitreten , so hätte die Republik Italien sicherlich auch heute noch sehr gute Sängerinnen .


    Wenn auch keine vom Format der Callas in ihrem Repertoire .


    Ich denke , dass heute z. b. Cecilia Bartoli , die doch nicht nur eine bedeutende Sängerin , sondern auch sehr beliebt beim Publikum ist ,
    solch eine Aufgabe wahrnehmen würde und könnte .


    Unbestritten war Maria Callas gerade mit einer ihrer Glanzarien wie eben " Casta Diva " damals die Primadonna assoluta .


    Soweit es mir durch die Lektüre von Aussagen von Künstlern , die am Ort des Geschehns am 02. Januar 1958 in der Oper von Rom zugegen waren , übereinstimmend zu dem " ergebnis 2 gekommen , dass Maria Callas an jenem Abend nicht wegen ihrer stimmlicheh verfassung aufhören m u s s t e , sondern weil sie - nicht zum ersten Mal - im medizinischen sinn erheblich krank war .


    Die Callas brauchte die Anwesenheit von einem der zig italienischen Staatspräsiedenten nach dem 2. Weltkrieg wahrlich nicht für ihren Ruhm . Und sie war , auch nach Darstellung ihrer Gegner , in ihrer gesamten Laufnahn so pflichtbewusst und hochprofessionell , dass sie auch den zwieten Teil des Abends versucht hätte durchzuhalten, wenn dies gegangen wäre .


    Vom 02. Janaur 1958 gibt es ja einem Mitschnitt , den Du sicherlich noch besprechen wirst ( mit Franco Corelli ; Label : MYTo , CD ) .


    Eine Rolle wie die der Norma kann man wohl unmöglich durch eine andere Künstlerin an demselben Abend ersetzen . Dies hätte aus meiner Sicht auch keinen Sinn gemacht .


    Und am 04. Januar 1958 ist die " Norma " ja dann mit der grossartigen Anita Cerquetti in der sonst identischen Besetzung aufgeführt worden . Auch davon gibt es einen vollständigen Mitschnitt ( Label : MYTO , CD ) .


    Wäre Maria Callas wieder vollständig genesen gewesen, dann hätte sie diesen Abend selbst gesungen .


    Seltsamerweise dürfen Künstler der absoluteh Spitzenklasse , zumal Sänger , offensichtlich vor allem dann nicht " ausfallen " , wenn die römische Schicki - Micki - Society gedenkt , in die Oper zu pilgern .


    Und wer die Verhältnisse in Paris 1965 jetzt direkt ins Auge fasst, der wird nicht erstaunt feststellen , dass die sicherlich viel skandalträchtigere Rosemarie " Romy " Schneider in der Pariser Oper gütigerweise Platz genommen hatte als die Callas dort ihre letzte " Norma " gesungen hat und nach Aussagen von Maestro G. Pretre mit fast nicht messbarem Blutdruck hinter der Bühne zusammengebrochen war .


    Fra R. Schneider , damals Paris , galt in jener Aufführung als einer der drei wichtigsten Besucher dieses Abends . Kein Kommentar . Auch dies ist dokumentiert .


    Und Frau Callas hatte es nicht nötig 1958 oder 1965 aus pekuniären Gründen zu singen oder weil sie gar Konkurrenz hätte fürchten müssen . Und sie hat , wie heute üblich , auch keine " Boni " für ihr angebliches Versagen bekommen .


    Ich weiss , dass Du ähnlich denkst .


    Viel wichtiger für mich bleibt , dass die grossen " Rivalinnen " von Maria Callas wie Sutherland , Scotto oder Caballé sie in sehr vielen wichtigen Punkten ihrer eigenen Karriere bis heute als Vorbild nach wie vor bezeichnen !


    Und Maria Callas hat die sängerischen möglichkiten ihrer grossen kolleginnen auch öffentlich ( wie im Falle der Sutherland mit deren ' Lucia' ) stets bewundert . Auch darin liegt Grösse .


    Beste Grüsse



    Frank

    @ Rodolfo 69 :


    MARIA CALLAS hatte etwa zwischen 1950 und weit über ihren Tod im September 1977 in Paris eine selbst für heutige Verhältnisse so enorme Medienpräsenz , dass man auch heute noch stauenen muss .


    Auf Fotos als Maria Callas etwa mit Onassis durch Paris ging wurden die kleinsten nebensächlichkeiten am nächsten Tag in Bildunterschriften festgehalten .


    So wurde festgehalten , dass ein so unwesentliches Automodell wie der Ford 17 m im Hintergrund zu sehen war .
    Oder heute noch (!) wird ausführlich berichtet , wo Maria Callas mit wem was gegessen hat .


    Und man muss sich vergegenwärtigen, dass es um 1960 in deutschen Haushalten keineswegs üblich war, einen fernsehapparat zu besitzen .
    Im Vordergrund standen die Zeitungen , Zeitschriften in deutlich geringerer Verbreitung als dies heute der Fall ist .


    Diese Medienpräsenz hat zeitlich wesentlich kürzer nur die Witwe von John F. Kennedy relativ kurzfristig erreicht ( etwa 1960 bis 1966 ) und dann noch einmal kurz anlässlich ihres Todes .


    Und selbst die " Königin der ( Boulevard )- herzen " Diana Princess of Wales ist post mortem nur ein kurfrstiges Überleben in den Massenmedien zumal beschieden gewesen .


    Volle Zustimmung meinerseits zu GUSTAVs Anmerkung , dass es sich bei der Bekanntheit von maria Callas in erster Linie um deren überragende Interpretationen von Opern gehandelt hat, die selbst in der Scala di Milano nicht selten in Vergessenheit geraten waren .
    Und die Aufnahmen , Studio wie live ( dazu : der Thread von Gustav hier im Tamino-Klasssikforum.at : " Maria Callas - live ". Ein wichtiger HINWEIS dazu : Die Offizielle oder offiziöse Website über Maria Callas enthält nur die EMI - Studioaufnahmen mit Maria Callas ! es ist unendlich wichtig für die Beurteilung ihrer Karriere , gerade auch die nicht selten wichtigeren Livemitschnitte zu kennen . ) sind bei der EMi , ihren Tochterfirmen usw. nach wie vor der grosse Verkaufsrenner im Bereich Musik .


    Bücher über J. Kennedey, von denen es viele gab in den 1960er Jahren oder über Diana ( Spencer ) findet man fast nicht mehr .


    Callas - Bücher dagegen weltweit in jeder besseren Buchhandlung .


    Viele Grüsse


    Frank

    Lieber Alfred :



    Sechs Pianisten sind zwar sehr wenig , aber angesichts der grossen konstanz bei mir im Laufe vieler Jahre also die Liste ( ohne jeden Anspruch auf absolute Richtigkeit ) :



    ALEXIS WEISSENBERG .


    J S Bach , Schumann , Chopin , Rachmaninov , Scriabin , Brahms


    JOSEF HOFMANN :


    Chopin , Liszt , Beethoven , Rachmaninov


    CLAUDIO ARRAU :


    Brahms , Beethoven , Schumann , Albeniz , Schumann


    EMIL GILELS :


    Beethoven , Liszt , J S Bach , Chopin , Tschaikowsky , Brahms


    VLADIMIR HOROWITZ :


    Liszt , Chopin , Schumann , Scriabin , Rachmaninov ,


    RADU LUPU :


    Schubert , Schumann , Brahms , Beeethoven .



    " Ersatz " : Duchable , Orozco , Malikova , Richter , Friedman ,


    Godowsky , de Larrocha , Annie fischer , Martha Argerich , Rubinstein , Paderewsky , Novaes , Lipatti , Michelangeli , Kempff , Backhaus , Schnabel , Pogorelich ,
    Cherkassky , Francois , Magaloff , Erdmann , Berman ,Youra Guller , Haskil , Nina Milkiina , Maria Grinberg , Maria Yudina und Aldo Ciccoloni ( Brahms , Schumann , Chopin ) .


    Viele Grüsse


    Frank

    Lieber Bernd :



    In der Grande Nation gab es schon vor Jahrzehnten eine Sammlung von damals als überragend angesehenen weltweiten Aufnahmen, die sozusagen in einem safeartigen Gebilde untergebracht worden sind .


    In Frankreich geb es wenigstens hin und wieder einen intellektuellen feingeist wie Président mitterand . Derzeit sieht es wieder sehr schlecht aus .
    Das Projekt soll aber derzeit in " Überarbeitung " sein und eben auch die Aufnahmen etwa ab 1950 erfassen . ( Ein Schelm , der dabei sofort an Carla Bruni - Sarkozy denkt . )


    Objektive kriterien sind kaum aufzustellen , welche Aufnahme als " Weltkulurerbe " gilt / gelten soll . Geht es um die Komposition als solche oder eine bestimmte Iterpretation ?


    Völlig übereinstimme ich mit Dir , dass auch literarische Werke zum Weltkulturerbe gehören . Doch : Wer hat schon die grossen griechischen Tragödien gelesen ? Wer Dante ? Wer Corneille oder Racine ? Wer kennnt Hölderlins Lyrik ? Wer den " Tasso " von Goethe oder dessen " Iphigenie " ?


    Und wie sieht es mit Fachliteratur aus ? Für mich gibt es mehrere mir genau bekannte Werke, die ich auch nach vielen Jahren für unverzichtbar halte , weil sie u. U. Generationen ( bis heute ) in ihrem Denken und Handeln geprägt haben .
    Und Frage : Was ist , wenn bei einem Neuherausgeber der Inhalt entscheidend zum Negativen kippt ?


    Einen ruhigen Pfingssonntag !



    Beste Grüsse



    Frank

    Lieber Harald :



    Danke für diesen Hinweis . Sesto Bruscantini war ein sehr überzeugender Interpret seiner Rollen . Vallettis Stimme finde ich in allen Rollen, die ich mit ihm kenne , sehr gut . Gerade auch als Partner von Maria Callas in " La Traviata " .


    Roberto Benaglio ist einer der besten italienischen Chorleiter überhaupt gewesen . Leider wurden Chorleiter ja bis etwa Anfang der 1960er Jahre ja immer " vergessen " .


    Die Orchester der RAI ( etwa in Turin , Mailand ) sind in der regel deutlich besser als ihr Ruf . Das ist , Du weisst dies , durch viele Aufnahmen ( live wie im Studio ) auch sorgfältig dokumentiert . Das umfasst den Bereich Oper wie Symphonien und Konzerte . Es gibt / gab zig Aufnahmen ( LP - Ära ) , die hervorragende Interpretationen darstellen .


    Und Mario Rossi gehört - leider ähnlich Alberto Erede - zu den eher wenig genannten Dirigenten .


    Diese Aufnahme gehört zweifelsfrei - aus meiner Sicht - zu den besten dieser Oper .


    Beste Grüsse



    Frank

    Lieber Norbert :


    EMI hat seit Jahrzehnten immer so nette Hinweis e in allen Ländern , die ich kenne als CD - bzw. LP-Käufer, dass sie sehr dankbar seien , wenn man die Originale gekauft habe .


    Angesichts der zunehmenden Kürzungen in den Katalogen bzw. der
    nicht erfolgenden Neuauflagen kann ich Menschen gut verstehen , die dann eben zum Tausch greifen müssen .


    Das Brahms - Violinkozert mit Szeryng und Pierre Monteux , stets höchstgelobt , gibt es fast nur zu Liebhaberpreisen . Eine höhere Stückzahl würde jedes Problem lösen .


    Bessere Zeiten als derzeit wird es wohl nicht mehr geben . Eher das Gegenteil .


    Beste Grüsse



    Frank


    PS.: Bei einigen wirklich wichtigen Fachbüchern ist dieses Problem leider ähnlich .

    Guten Morgen !


    @ norbert :


    Du hast Recht . Ich hatte auch nachgesehen bei amazon.com, ob es nicht dochh einen kompletten Zyklus ( noch ) mit den Wiener Philharmonikern bzw. mit dem London Symphony Orchestra , dessen Chef Pierre Monteux bis über seinen Tod hinaus per Vertrag gewesen war .


    Einzelaufnahmen mit Monteux und Beethoven-Symphonien gibt es auch mit anderen Orchestern . Leider ist wohl vieles nicht mehr erhältlich .


    Monteux - Aufnahmen sind immer noch begehrt . Warum es keine CD - Box mit seinen Aufnahmen gibt ? Ich denke, dass die Märkte in Grossbritannien alleine ebenso nicht ausreichen wie in Frankreich .


    Wer unbdingt die Monteux - Aufnahmen besitzen möchte, der wird bereit sein , den Preis für die CDs zu bezahlen .


    Ganz allgemein finde ich es erfreulich , dass Poierre Monteux hier im Forum neben seinen Aufnahmen von Kompositionen des XX. Jahrhunderts Erwähnung findet .


    Dasselbe gilt für E. Ansermet ( Beethoven , Brahms ) .


    @ Thomas :


    Die Rechte an Aufnahmen sind bekanntlich ein schwieriges kapitel .
    Vielleicht hat die früher selbständige DECCA einen Teil der RCA - Aufnahmen aufgekauft .


    Monteux - Platten sieht man ganz selten in Deutschland .


    Und die Geschäfte mit sehr vielen LPs werden immer weniger . In Düsseldorf hat mit " Enterprise " im September 2009 der letzte umfangreiche " Plattenladen " zugemacht .


    Nebenbei . Der erste " Saturn " - Laden hat nach seinem Umzug innerhalb von Düsseldorf die Schrumpf-Abteilung für Klassik praktisch ganz geschlossen .


    Saturns beste konkurrenz ist Saturn selbst . Im Norden von Düsseldorf Wesel / Niederrhein (seit 2006 ) und Duisburg ( seit 2009 ) . Dann natürlich Köln im Süden oder Wuppertal im Osten .


    Und es werden eben sehr viele Bestellungen online erledigt .


    Beste Grüsse


    Frank

    Lieber Sven !


    Niemand kann ernsthaft meinen , dass Du seine / eine Lieblingsaufnahme " madig " machen möchtest durch Deine Textbeiträge , die ich sehr gerne lese - und dies auch mit Gewinn .


    Bei " Norma " - ich habe da ganz bewusst nichts dazu geschreiben - stimmen wir bezüglich der Studioaufnahme ( Lallas ; Ludwig , Corelli , Zaccaria ; EMI , 1960 ) sogar überein . Das ist angesichts der Dir bekannten rund 70 Aufnahmen schon sehr erstaunlich .


    Deine persönlichen Höreindrücke wie Deinen Schlussbewertungen würde ich meine Unterstützung gegenunsachliche Attacken zusichern . Ganz unabhängig davon, welche meine " Lieblingsaufnahmen " sind .


    Bei " Norma 2 kann ich manche Deiner begründungen nicht teilen . So ist das eben .


    Bei " Salome " hier ist das problem, dass - soweit ich dies weiss - kaum jemand so viele Aufnahmen besitzt ( Band , LP , CD ) wie Du .
    Manchmal gab es sehr gute Opernquerschnitte .


    Nicht selten orientieren wir uns an in der Oper selbst erlebten Leistungen .


    Auch wenn mir die Problematik der produktion bekannt ist , so möchte ich als Ergänzung auf die Aufnahme unter Seiji Ozawa mit J. Norman ( Philips ) hinweisen . Zumindest die leistung Ozawas finde ich beachtlich . Wobei ich vielleicht den Vorteil hatte , ihn mit Teilen der Oper und der Staatskapelle Dreden live erleben zu können ( Probenarbeit ) .


    Alleine weil Du Deine meinungen begründest lohnt , sie aufmerksam zu lesen .


    Beste Grüsse



    Frank

    Lieber bernward ,
    lieber Norbert !


    Die IX. Symphonie gab es in einer Kombination aus Eisdiele (!) und Cd-Laden als Einzelaufnahme .


    Die anderen Aufnahmen waren immer schwer zu bekommen ( auch in Paris und London ) .


    Das überrascht umso mehr , weil die Nachfrage wirklioch immer gross war .


    Ob Thomas ( Pape ) gar die LPs hat ?


    Es handelt sich immer um die Aufnahmen mit den Wiener Philharmonikern !


    Seltsamerweise gibt es die 3. Symphonie mit pierre monteux mehrfach 8n u. a. in der Kombination mit der 4. Symphonie von Robert Schumann . Label : BBC Legends . Unter anderem bei amazon.com ) .


    Beste Grüsse



    Frank

    Lieber bernward :



    Auch wenn ich nicht direkt angeschreiben bin , so meine ich doch , dass Ansermet eine der wichtigen Gesamtaufnahmen der Beethoven - Symphonie aufgenommen hat ( dies gilt auch für seinen Brahms ! ) .


    Ich möchte diese GA nicht missen .


    Dagegen könnte ich auf manch andere GA genre verzichten ( man sollte sich ohnehin beschränken und ggf. seinen bestand kritisch überprüfen ) .


    Bruno Walter halte ich für ebenso wichtig wie Toscanini , Giulini oder Cluytens ( EMI ) oder George Szell . Und : Pierre Monteux !




    Beste Grüsse



    Frank

    Mänsch Tommy ,


    kenn dich doch von der nordkurve rote erde . alles dmahlß blutbetrunken vor fräud über die von S o5 .


    deine beisserchen sehen out wie von der k.o-AOK Guestfalia -Lipp e.


    wat machst du denn hier ?
    schreibst wohl näu - älitemässig .
    hast es je weitsprungmässig gebracht .
    warst woll auf uni herdelcke - vornehmer laden dort .


    na dann bis beim klopp !


    Null 5 muhs spahren wegne dem kuranih .
    ein nordwest seppel als tähner geht nich . Woll ?

    Lieber Alfred :



    Zu Deinen Ausführungen aus meinen ERfahrungen als aktivierer Nutzer von Musikforen wie gelegentlicher Leser in anderen Foren als hier und weil ich Dich seit 2003 / 2004 aus dieser forenwelt her kenne folgendes :


    (1) Orgel .


    Persönlich kennengelenrt habe ich einen Klinik - Kollegen, der hochspezialisiert im Bereich ORGEL ( Musik und auch Bau ) war .


    Abgesehen davon ist es selbst in Musikzentren nicht einfach , Orgelmusik aus , gespielt auf berühmten Instrumenten , auf LP oder jetzt CD zu bekommen aus Kirchen , Klöstern der besuchten Städte .


    Und berühmte Organisten /-innen sind auch allgemein weniger bekannt .


    Und Orgel ist bekanntlich kein Instrument, das jemand zu Hause haben dürfte .;


    (2) " Moderne " .


    Es ist eine Definitionsfrage, was wir unter " Moderne " verstehen .


    Boulez oder Stcikahusen, die hier oft und ausführlich erwähnt werden, dürfte man zwanglos der " Moderne " zurechnen können wie Luigi Nono oder Kompositionen von Esa - Rekka Salonen . Um nur wenige zu nennen ( bezüglich Stockhausen sei nur auf die ausführlichen Beiträge von Holger Kaletha hier im TF verwiesen ) ;


    (3) Kammermusik .
    Beiträge zu ihr blühen immer weider auf und enden dann , wen ein Thema beendet ist .
    Es mag auch damit zusammenhängen, dass die berühmten Kammermusikensebles meist in den bedeutenderen Musikstädten zu Hasue sind oder dort gestieren .
    Besucht man diese Kammermusikabende mit renommierten Interpreten , dann sind nach meiner Erfahrung die Säle praktisch immer ausgebucht .
    Kammermusik als Teil der Hausmusik ist im Gegensatz zu der Generation jedenfalls Deiner oder meiner Grosseltern lange vorbei ;


    (4) Barockmusik .
    Ein höchst interessantes , spannendes Gebiet in der Musikgeschichte .
    Dies liegt z. B. in Frankreich eben an der sehr engen Verknüpfung spätestens seit König Luwig XIV. mit der Litertaur ( Corneille , Molière ) und weil berühmte Komponisten am Hofe oder Hofmusiker teilweise sogar weitreichenden , lange über ihren Tod hinausgehenden Einfluss etwa auf die Besetzung berühmter Orgelstellen hatten .
    Das setzt voraus , dass jemand sich eben weit über die Musik der Epochen hinaus vertieft mit Themen der Allgemeinbildung befasst .


    E i n s c h u b :


    Es gab hier im Tamino-Klassikforum.at soviele interessante Themen seit ich hier im April 2005 mitglied geworden bin , dass man damit mühelos mehrere Jahre den Musikunterricht in Gymnasium damit durchführen könnte . Angefangen von Darstellungen der Tonarten hin bis zu Cembalobauweisen oder Musik der Troubadoure .



    Opern .


    Aus meiner Wahrnehmung heraus ist kein Thema sowohl in der Breite wie auch in der Tiefe Gegenstand der Erörterungen wie das Gebiet Oper .
    Beispielhaft sei nur genannt der Thread von GUSTAV " Maria Callas - live " . Wer nur in etwa ermessen kann , was dahinter an Arbeit und Geldeinsatz steckt , der kann 'Gustav' nur seine Hochachtung aussprechen .
    Niemand ist daran gehindert , sich an der Diskussion mit Sachbeiträgen zu beteiligen - Auch Basti natürlich nicht .Und dieser thread umfasst von Barockopern, die Maria Callas gesungen hat bis zu Umberto Giordano soviel Komponisten, dass man alleine anhand der wichtigsten Opern von Donizetti und Bellini mindestens ein Jahr lang schreiben kann .
    Und ' Gustav ' ist ja noch keineswegs mit seiner Besprechungsreihe zu Ende !


    Hier stimmen die prufunde Sachkenntnis mit der umfassenden Erörterung vollkommen überein .


    Die Klaviersonaten in b- und h - Moll von Frédéric Chopin sind nur dann sinnvoll jetzt fortgesetzt zu werden, wenn Dr. Holger Kaletha neben seiner lehrtätigkeit an einer Universität Zeit genug hat, diese beiden Themen wieder aufzunehmen oder mitzudiskutieren . Das thema Die Klaviersonaten von Chopin " ist ähnlich umfangreich wie das über Maria Callas . Ich darf dies sagen, weil ich holger K. lange und gut genug mit seinem grossen Engagement kenne .



    es gibt doch immer wieder wichtige neue Themen in Zusammenhang mit Interpretationsfragen wie etwa der Thread von Thomas ( pape ) " Die Entdeckung der Langsamkeit - Tzimon Barto spielt Schubert " ( seit 16. Mai 2010 9 . Von da aus gibt es eine driekte verbindung zu " Zelenkas " beispielhaften Ausführungen über die letzte Klaviersonate von Franz Schubert, die ich selbst nach einiger Zeit weider aufgenommen habe anhand der Neueinspielung durch Imogen Cooper 2009 . Auch daran kann sich jeder aktiv beteiligen .


    Dass die Behauptung Unsinn ist , dass hier im Forum " Neulinge " es besonders schwer hätten ( Thomas Pape kennt diesen unsubstantiierten Pauschalvorwurf ) gegenüber den " Alten " ist aktuell durch die beiden Threads von Sven G. , Hamburg , eindeutig widerlegt . ( engelberts Antworten habe ich nhier nicht besonders erwähnt, weil er ja kein " Neuling " hier im Tamino-Forum ist . ) Sven G. hat sich anhand der ihm wohl bekannten 70 Aufnahmen der " Norma " ausführlich aus seiner Sicht damit befasst und uns seine Ergebnisse mitgeteilt . Ähnliches gilt für seine Ausführungen über " Parsifal " .


    Dazu kommen mehrere umfangreiche Artikel über die drei letzten Klaviersonaten von Luwig van beethoven ( mit sehr aktiver Beteiligung und mannigfachen Anregungen durch WALTER T. einschliesslich seiner Hinweise zu Fragen der Rezeption von Opus 111 in der deutschen Philosophie im 20. Jahrhundert ) .


    F a z i t : es gab und gibt vor allem hier qualitativ hochwertige Beiträge , die durchaus professionellen charakter haben .


    Und , lieber Alfred , es ist keineswegs alles geschreiben !


    Beste Grüsse Dir und nach Wien !



    Frank

    Lieber Thomas :



    Auch wenn Harold C. Schponberg dies an Hand des Beispieles der h - Moll - Klaviersonate von Franz Liszt so in Zusammenhang mit der späten Aufnahme durch seinen ( späten ) Freund und Gönner Vladmir Horowitz in einem Bucbeitrag so " festgestellt " hat ( schliesslich war Schonberg für viele die oberste instanz in Sachen Klaviermusiki gewesen ! ) , dass eben diese Komposition in exakt 30 : 00 Minuten zu spielen sei ( also exakt der Gesamtzeit , die Horowitz benötigte ) , so müssen einem schon deswegen zweifel kommen an der Schonbergschen Richtigkeit , weil Horowitz in seinem wltkarriere begründenenden Jahren i m m e r schnelle Tempi bevorzugte , mit starker Betonung der Bässe ( " Horowitz - Bässe " ) , so stellt sich dann für den aufmerksamen Zuhörer die Kernfrage : Hatte uns Horowitz mit seiner späten Neuinterpretation auch Neues , Wesentliches zu sagen ?


    ( Peinlich in dem artikel von Schonberg war, dass er mehrere grosse Pianisten mit ihren Tempi bei der h - moll - Sonate von Liszt heranzog , die objektiv falsch waren ! . Auch zu Lebzeiten von H C Schonberg hat dies niemand moniert , vielleicht nicht einmal wirklich überprüft . )


    Vladimir Horowitz , selbst in hohem Alter in Sachen manueller Fähigkeiten , Reflexe und allgemeiner Physis ein begnadeter Pianist spielte fast alle kompositionen für seine verhältnisse verhaltener , ruhiger . dadurch ging ihnen auch manches vom des begleitenden Ruf des Hypervirtuosen verloren .


    Dennoch vermochte Vladmir Horowitz zumindest in seinen Konzertabenden das Publikum wie in frühen Zeiten geradzu magisch
    auf das Podium zu ziehen . Der sonst so extrem schüchterne , fast linkische " Titan des Klaviers " . Für mich ein Phänomen der Massenpsychologie .


    Doch zurück zu der h - Moll - Klaviersonate von Franz Liszt . Können wir aus der späten Horowitzinterpretation etwa Neues heraushören ? Ich meine nein . Horowitz hatte uns 1932 ( Aufnahme bei EMI ) alles gesagt gehabt .


    Horowitz fehlte immer mehr die kotrollierte Wildheit , die Extase in seinem Spiel . Sein Schumann wurde immer domestizierter ( besonders die " Kreislariana " Opus 16 oder die C - dur - Fantasie Opus 17 . Für diese gilt in verschiedenen Aufnahmen dasselbe wie für die Lisztsche h-Moll-Klaviersonate . )


    So bleibt festzuhalten, dass die wichtigen Rezensenten bei vergleichenden Rezensionen sich in praxis immer auf die frühen Horowitz - Interpretationen beziehen ( dies gilt beosnders auch für die 7 mir bekannten Aufnahmen " seines " Klavierkonzertes überhaupt : Dem 3. Klavierkonzert d - Moll von Rachmaninov . ) .


    Bei dem grossen vladmir horowitz handelt es sich also nicht um " Die Entdeckung der Langsamkeit " ( Thomas Pape ; 16. Mai 2010 ) .


    Es ist vielmehr bei ihm so , dass er sein überwältigends , mitreissendes , packendes oft Instinkt - Spiel nicht mehr umsetzen konnte .



    Aus eigener Hörerfahrung und dem meinungsaustausch mit sehr erfahrenen Klassikhörern weiss ich , dass einige wenige der grossen pianisten in jungen Jahren ihrer karriere , wir nehmen wieder das beispiel dxer h - moll - Klaviersonate von Franz Liszt , realtiv schnell spielten , um dann bis an das physische möglich machbare vorzustossen : Ihre Interpretationen wurden nach einer Phase des eher verhaltenen spieles im Sinne des "Idealtempos von Harold c schonberg deutlich schneller , bis zur äussersten Anspannung vorwärtgetrieben . So spielten Martha Argerich und Alexis Weissenberg diese Lisztsonate etwa zwischen 26:25 Minuten und 27:40 Minuten . Persönlich dürten die mir vorliegenden beiden Mitschnitte - und die durch Horowitz 1932 und dem Konzertmitschnitt durch Simon Barere in New York - dem Bild des " Tastenlöwen Liszt " entsprechen wie dieser von Zeitzeugen beschreiben worden ist - und einigen seiner Schüler . Wie bei horowitz gilt diese interessante tendenz auch bei Weissenberg wie Argerich für die C - Dur - Klavierfantasie Opus 177 von Robert Schumann .


    Dennoch vermochten Argerich , Horowitz , Barere , Weissenberg und andere bedeutende Pianisten eben ihr Können ,ihre Kiunst auf Werke einzustellen, denen dieses bis zum bersten angespannte Supervirtusoentum nicht bekommen wäre . Horowitz spielte nicht nur musiklaische " Miniaturen 2 delikat , sondern er vermochte auch Scriabin eine Tonfärbung zu geben ( noch im hohen Alter ! ) , die legendär ist .
    Argerich hat in ihrem Debut - recital ( EMI , 1965 9 Chopinschen Mazurken so innig und in sich stimmungsmässig feinst ausleuchtend gespielt , dass die Musikwelt damals den Atem anhelaten hat . Da werden selbst arthur Rubinstein und Ivan Moravec alleine angesichts dieser Anschlagskultur von Argerichs Kunst überzeugt gewesen sein . Simon Bareres Livemitschnittg der Klaviersonate Opus 110 von Beethoven erinnert in ihrer Klangschönheit und genauen Befolgung der Vorgaben Beethovens an die Aufnahme durch Emil Gilels (DGG ).
    Und über Alexis Weissenberg's Interpretation des Nocturne für die linke Hand von Scriabin sagte der Herausgeber der Edition " Great Pianists of the century " , Tom Deacon , in einem gespräch mit dem TIME magazine :" perhaps the most poised and beautiful recording ever made . " Mr. Deacon hatte damals eine privatsammlung von 10 000 CDs und 25 000 LPs .


    F a z i t : Die genannten Piansiten ( wie Rachmaninov , Friedman , Paderewsky , Godowsky , Moiseiwitsch oder auch Arthur Rubintsein ) vermochten ganz unterschiedlichen Komposition eine ganz persönliche Interpretation zu verleihen . Im Mittelpunkt stand also weit mehr als die rein manuelle Geschciklichkeit .


    Ivo P o g o r e l i c h hat fast immer dahin gehend eine deutliche , ja übverdeutliche Neigung gehabt, Werke in eine Breite zu ziehen, die mit dem Werkcharakter ( etwa in Mussorgkys " Bilder einer Ausstellung " oder in Schumanns " Études Symphoniques " ) nichts merh gemeinsam hatten . Seine Aufnahme der b - Moll - Klaviersonate von Chopin ( DGG ) muss als Destruktion einer komposition bezeichnet werden .
    Dies hat auch mit einem persönlichen Schicksalsschlag ( gemeint sein dürfte der Tod seiner Lehrerin und Ehefrau ) nichts zu tun . ( Dass Pogorelich ein ursprünglich völlig anders Werkverständnis hatte , das konnte man für einige Zeit der frühen Aufnahme entnehmen , die allerdings leider nicht mehr erhältlich ist . )


    Vergleichen wir Pogorelichs Brahms-Interpretationen ( DGG ) mit den durch Radu lLupu ( DECCA ) , Ciccolini ( EMI ) , Wielhelm Kempff ( DGG ) , Julius Katchen ( DECCA ) oder claudio Arrau ( Philips ) , so fällt auf, dass Pogorelich zwar sehr schöne Einzeltöne spielt , aber er die einzelnen Kompositionen ihm doch fremd bleiben .


    Ähnliches gilt für das Zerfallen des organischen in Liszts h - moll - Klaviersonate ( DGG ) , worauf etwa schon Matthias Kornemann 1996 hingewiesen hat in einer vergleichenden Rezension .


    Zewifelsfrei überragend und für mich referenzaufnahme ist für mich die Interpretation der " 24 Préludes " von Frédéric Chopin .


    Die 24 Préludes von Frédéric Chopin halte ich keineswegs für eine " Augenblickseinfall " ( thomas pape ) . Da wir beide die Liveaufnahme durch Claudio Arrau und Arraus text dazu kennen 8 in dem Bokklet 9 ist für mich diese Komposition nicht eine Aneinanderreihung von Minituren , sondern ein in sich geschlossenes Ganzes . Für nicht wenige d a s Schlüsselwerk Chopins . Claudio Arraus Konzertmitschnitt ist für mich übrigens , dies als kurzer Hinweis , deutlich beeindruckender als die mir bekannte Studioaufnahme bei ' Philips ' ) . Arraus Analyse ist i detail wie als Ganzes sehr logisch . Die Ausführungen von Alfred Cortot sind wichtig für das Werkverständnis ; auch dies sei noch angemerkt .


    Die Gefahr von soviel " Schönspiel " in einzelnen Stücken bei Pogorelich ist für kurze Zeit beeindruckend , birgt aber doch schon hier ( etwa gerade im A - Dur - Intermezzo Opus 118 Nr. 2 ) die fast immer über und in seinen interpretationen schwebende Gefahr in sich, langweilig zu wirken . Zumal dann , wenn man andere Interpretationen im Ohr hat .


    " Eine gebundene Form wie der Sonate leigt nicht vor " ( Thomas Pape ) .


    Wenn wir die " gebundene Form der Sonate " als Ganzes voraussetzen ( etwa gerade auch bei der B - Dur - Klavierosnate D 960 von Franz Schubert , dann darf ich direkt auf die Ausführungen von " zelenka " zu dieser letzten Klaviersonate Schuberts hinweisen ( http://www.Tamino-Klassikforum.at ) . Es würde hier zu weit führen , Einzelheiten zu " Zelenkas " Ausführungen hier zu schreiben . Für mich ist es unmöglich, diese Sonate künstlich nach dem 2. Satz enden lassen zu wollen . Wer sehr genau in die donate hineinhört , der kann dies auch heraushören , wenn wir die letzten beiden Sätze ebenso genau hören .


    Persönlich hatte ich mit den Tempi von S. Richter in dem ersten Satz der sonate nie Hör- oder aufassungsprobleme wie " Zelenka ". Richter selbst meinte bekanntlich sogar, dass er den ersten Satz mit den Wiederholungen keineswegs so langsam spiele wie dies möglich sei , ohn die Komposition zu gefährden .


    Und wenn Artur Schnabel ( o. W. ) den 4. Satz in 11:08 Minuten speilt dann wird er sich dabei schon gedanken gemacht haben . . Arrau und Richter ( 1964 ) brauchen etwas über 10 Minuten . Und neuerdings spielt Imogen Cooper 8 XII.2009 ; BBC recordings diesen Schlussatz auch in fast 10 Minuten- also deutlich zurückhaltender als 1988 .
    im Vergleich etwa zu Clara Haskil oder annie Fischer ist der rein gemessene Zeitunterschied schon beachtlich . A b e r . Dies besagt nichts über den Wert einer Wiedergabe !


    Fran Schuberts Klaviersonate D 894 in G - Dur entstammt dem Klavierjahr 1835 / 1826 und ist nach wie vor in der wissenschaftlichen Diskussion der Schubertfprschung ( wie eben auch D 840 , D 845 und d 850 ) . Schubert hat die bei haslinger veröfffentliche Sonate ursprünglich im ersten Satz mit " Phantasie" überschrieben gehabt .


    Ob sich in D 894 neue Strukturelemente finden, die einen neuen Kompositionsstil Schuberts zeigen oder ob es sich bei allen vier genannten Sonaten um eine Hinwendung zu Beethoven handelt , ist umstritten .


    Sehr unterschiedliche Tempi , die etwa im Vergleich der Aufnahme durch Tzimon Barto bei anderen interpreten hörbar werden , sind vielleicht im derzeitigen psychischen Zustand des Pianisten zu finden .
    Sie wären dann aussagkräftig , wenn es von Barto eine ältere aufnahme der sonate gäbe .


    Unterschiedlich Tempi bei ein und derselben z. . Klaviersonate finden wir bei vielen bedeutenden interprten ( gerade auch in Zusammenhang mit zeitlich auseinanderliegenden neuen Aufnahmen ; etwa bei Kempff oder Backhaus ) , aber auch im Vergleich konzert versus Studio .



    Zustimmung zu den usführungen von Johannes R o e h l bezüglich der doch deutlichen Weiterentwicklung der Instrumente .


    Bei D 960 hat sich Richter nie über das von ihm gewählte Tempo , soweit bekannt , öffentlich geäussert .


    Sofern die " Impromptus " von Franz Schubert durch JR gemeint sein sollen, so lohnt sich auch hier ein aufmerksamer Hörvergleich .
    So hat Curzon etwa in seinen grossartigen Interpretationen aus seiner früheren Zeit den Werken eine Seele gegeben, die er in späteren Aufnahmen ud Konzerten nicht mehr vermitteln konnte .



    Beste Grüsse



    Frank

    Lieber Engelbert :


    Ich kenne eben die Aufnahmen , die Du hier gerade genannt hast .


    Die Butterfly mit Anna Moffo ist herausragend gut !
    ( etwa wie de los Angelses oder tebaldi / bergonzi - dies war meine erste " Butterfly" überhaupt - LP - .


    Wie Du denke ich, dass es eben bei dem italiensichen Label doch mehrere Aufnahmen geben müsste ,die ich leider nicht in erinnerung habe .


    Die La traviat mit Callas , Valletti finde ich sehr schön und stimmlich überzeugend .


    Danke, dass Du RENATO CIONI erwähnst !!!


    Viele Grüsse ,


    Frank


    PS.. erde bei mir weitersuchen .
    Es müsste doch auch Lieder-Aufnahmen und ein Verdi - Requiem mit valletti geben .


    Vor keinem von Dir genannten " konkurrenten " musste sich valletii verstecken .
    roberta Peters hat ja immer die Stimmfans gespalten . Für mich zu schrill . zustimmung an Dich !
    F.

    Lieber Sven .


    Danke für Deine sehr gut zu lesenden und übersichtlichen Ausführungen ünder Wagners " Parsifal " .


    Müsste ich mich für e i n e Aufnahme aus den von dir genannten entscheiden, so fiele meine Entscheidung ohne zu zögern auf die 1951er Live-aufnahme unter Kanppertsbusch mit Wolfgang Windgassen , Martha Mödl ( wohl d i e Kundry überhaupt ) .


    Falls es Dir möglich ist , bitte ich Dich doch einige Sätze zu Wolfgang Windgassens Parsifal aus Deinem Hörerleben zu schreiben .


    Windgassen halte ich auch als Parsifal für absolut unverzichtbar .


    Überrascht hat mich Deine durchgehede Präferenz von W. Meier .



    Viele Grüsse



    Frank

    Liebe marnie :


    Wegen der Abwesenheit von GUSTAV hier im Tamino-Klassikforum.at darf ich Dich auf dessen Thread


    " Maria Callas - live " hinweisen .


    Darin hat er mehrere Liveaufnahmen gerade der Lucia sehr kenntnisreich besprochen .


    Aus meinem Hören heraus ( such in dem thread von Gustav nachzulesen ) ist der Lieve-Mitschnitt mit Maria Callas , di Stefao , Rolando Panerai und herbert v. Karajan ( Berlin ; EMI ) .
    Diese Aufnahme hat den grossen vorteil , dass den CDs ein serh gutes Boklet beigefügt ist .


    Viele Grüsse


    Frank

    @ musikwanderer :


    Es gibt seit den LP - Zeiten sehr gute Aufnahmen von EUGEN ONEGIN .


    Falls noch zu bekommen empfehle ich .


    Tatiana Leonie Rysanek
    Onegin George London
    Lenski Anton Dermota
    Gremin Gottlob Frick
    Larina Polly Patic
    Olga Mira Kalin
    Filipjewna H. Rössl - Majdan
    Saretzki Ljobomir Pantscheff
    Triquet Peter klein


    Berislav Klobucar , Dirigent


    Livemitschnitt


    Wien : 1955 .



    Bei dem von Dir angesprochenen NICOLAI GEDDA habe ich andere probleme als Du . Postiv hervorzuheben ist , das Gedda wie kaum ein anderer Künstler auch im Russischen perfekt war und nicht einen " Stimmcoach " brauchte .


    Stimmlich ist er auch in anderen russischen Opern ( und auch dem Liedgut ) einfach unverzichtbar !


    Fritz wunderlich hat gedda einmal als den tenor mit der schönsten stimme bezeichenet 8 Quelle : Mitteilung von Frau Wunderlich ) .


    ich denke, dass Du eine guten Kauf getätigt hast !


    Schönen Sonntag ,


    Frank