Beiträge von c.m.d

    Meine Frage hat ansich nichts mit dem bisher Besprochenen zu tun, wohl aber mit JPC.
    Ich möchte ein paar CDs bestellen und wollte nun mal fragen (die Hotline um horrende Summen rufe ich nicht an...), ob man für JEDE bestellte CD Porto (2,99) bezahlt, oder für die GESAMTE Lieferung!? In meinem Fall würde ich abwarten, damit ich alle CDs auf einmal bekomme und nicht aufgeteilt, sobald sie lieferbar sind.
    Ich hoffe ihr könnte mir da etwas weiterhelfen, zumal ihr doch bereits wohl recht oft bestellt habt.


    Oh... meine längere Abwesenheit möchte ich damit entschuldigt wissen, dass ich recht viele Proben hatte und habe und auch öfter nicht in Wien war (wie dieses Wochenende... da hatte ich intensive Proben außerhalb).


    c.m.d

    Gelegentlich darf ich auch in einem Orchester die zweite Oboe spielen - da fehlen uns aber Blechbläser, weshalb Lautstärke kein wirkliches Problem darstellt. In einer Blaskapelle habe ich mal ein halbes Jahr ausgeholfen (wozu die zwar Oboen gebraucht haben, ist mir immer noch schleierhaft, aber bitte)... das war recht lustig, aber bei Weitem nicht schmerzhaft.
    Unangenehm empfand erst vor zwei Wochen eine Probe, bei der meine Ohren (ich saß bei dem Kontrabassisten, weil ich das Instrument nun lernen werde) direkt zwischen Pauken und erster Trompete waren... das war, auch wenn es eine Mozartmesse war, recht unangenehm. Seither verstehe ich die Chorsänger, die mich immer wieder darauf aufmerksam machen, etwas leiser zu singen...

    Also in meiner Nachbarschaft gibt es einen hervorragenden Trompeter, der leider nur um nichts zu verlernen gelegentlich Tonleitern und kleinere Etüden spielt. Weiter ist bei mir laute, türkische Popmusik zu hören... ich aber unterhalte meinerseits die Nachbarn mit gesungenem Mozart und Co.... auch nicht wirklich leise... :D
    Mit meiner Familie kann ich recht viel Hausmusik praktizieren, da wir alle gut singen können und praktischer Weise (wir sind zu fünft) auch jede Stimmlage vertreten haben. Zu Weihnachten gibt es jedesmal mehrstimmige Chorstücke, die ich meistens für uns arrangiere. Das Schräge sind dann meist die Zugaben (unser armes, letztes Mal ziemlich offensichtlich schokiertes Publikum sind weitere Familienmitglieder), bei denen wir zum Beispiel eben letztes Jahr "Hark! The Herald Angels sing" eine Oktave höher probiert haben... der Christbaum ist immerhin nicht umgefallen. :P
    Aber generell, finde ich, wird dieser Art des Musizieren viel zu wenig Beachtung geschenkt!

    Zitat

    Original von Wulf



    ... Rameau macht aus fast gar nichts fast alles. Das ist seine Stärke. Bei Bach sieht das anders aus...
    :hello:


    ...macht bach aus fast allem nichst...?!
    Das musste leider sein... :D


    Auf die Frage kann ich leider keine Antwort geben, da ich ja selbst kein Meister meines Faches bin... aber mit etwas Größenwahn wird das noch... :P

    Ja, also Cage kann ich nicht mehr als "Komponisten" anerkennen. Seine Musik ist in die Literatur umgesetzt folgendes: Man schreibe einige Metaphern und dergleichen und mische sie nach aleatorischen "Gesetzen" (welches Gesetz sollte der Zufall haben...!?) durcheinander. Sollten es beim lesen dieser Literatur zu Nebenwirkungen kommen, informieren sie ihren Arzt oder Deutschlehrer...
    :pfeif:

    Hm... Caecilia Bartoli könnte mit ihrem hohen f3 durchaus noch als Sopran gelten... vielleicht klingt sie ja nicht unbedingt so.
    Mit einem kleinen "d" ist es noch nicht so schlimm... es würde für mich zwar schon als Alt gelten - aber Damentenor?? Du meinst hoffentlich den Kontraalt (eine Frauenstimmlage) die das kleine c beherrschen muss (dafür ist ab dem c2 schluss).
    Wie auch immer. Geh das ganze mal so an, dass du am Ende deiner Ausbildung wissen wirst, was du singst. Eine sehr gute Freundin von mir hat ein ähnliches Problem. Sie wurde als Alt "gebildet" und ist nun an der Universität, wo man ihr gesagt hat, dass sie eigentlich das Potential zu einem hohen lyrischen Sopran hat.
    Ich habe das Problem zu lange schon in einer gewissen Lage zu singen um mal davon abzulassen und zu warten, was kommt... :(

    Zitat

    Original von Wulf
    Lieber c.m.d.,


    ich will Dein Weltbild niocht verrücken, aber wußtest Du, daß Polytonalität KEINE Erfindung des 20. Jhd. ist? Das geht zurück bis in die Klassik. Ja, der böser Wolferl hat, wenn ich mich recht erinnere, auch schon mal einen auf poytonal gemacht...


    :hello:


    Wohl, wohl, aber er wird versucht haben, etwas c-dur und g-dur zu kombinieren. Vielleicht auch andere, ich kenne wissentlich keines dieser seines Werke. Aber er wird wohl geschickte Wendungen eingebaut haben, um den Klangeindruck zu erwecken, es spielte sich alles in einer Tonart ab und nicht in zwei schräg zueinander klingenden.
    Ich kenne zumindest kein Stück von Mozart, das so klingt, als würde man zeitgleich in c-dur und a-dur spielen, vollkommen gleich, wie es klingt.

    Aber sag mal Wulf, bitonal kann ich nicht mehr wirklich als tonal gehörte Musik empfinden. Ja mag sein, dass es auf dem Notenbild relativ tonal zugeht... aber wenn man die Noten nicht kennt, hört man schwer, dass jetzt d-dur und f-moll gleichzeitig klingen... es klingt einfach schräg (falsch, aber das ist vielleicht zu hart formuliert).

    Hm, so meinte ich das gar nicht. Mir ging es um den menschlichen Aspekt dieser modernen Künstler. Was müssen das für depremierte Menschen sein? Den Missstand aufzuzeigen ist eine sehr gute Sache - aber tötet das innerlich nicht? Mich würde es das.

    Irgendwie habt ihr die Koloratursoprane erwähnt... andere Koloraturlagen jedoch nicht. Woran liegt das? Klar, es gibt wenige Koloraturbässe, aber - es gibt sie.

    Wenns geht, dann bitte 45.317 Tote. :rolleyes:
    Darum geht es mir nicht. Ich nehme gleich mal den von dir genannten James MacMillan, den ich nicht kenne (und deshalb wird er mir jetzt wohl zum Verhängnis). Welchen Krieg hat er miterlebt? Und sag jetzt nicht den Irakkrieg... den hab ich auch "miterlebt"... von hinter dem Fernseher. Rasend ergreifend. Hat Herr MacMillian (wie klingt seine Musik denn überhaupt?) oder andere schräge (von der Musik her!) Zeitgenossen selbst mitgekämpft in einem Krieg und will es der Welt berichten?
    Ich hab kein Problem damit, wenn ein Komponist solchen Gefühlen freien Lauf in atonaler Musik lässt. Aber will ich als Komponist ständig an solche Dinge denken, wenn ich komponiere? Empfinden die keine schönen Gefühle?
    Das ist jetzt ernst gemeint - und meine Signatur ist einfach ein schönes Motto. Wer seinen Humor verliert, verliert das Leben... so sehe ich das. Ich pflege keinen zu veräppeln. Wenn allerdings jemand meint, klassische Musik sei ein toternstes Thema bei dem Humor unagemessen ist, dann tut es mir sehr leid.

    Also ich finde es schockierend, worüber sich manche den Kopf zerbrechen können... oder nicht... hört ihr jeden Tag eines oder mehrere Stücke? Ich kann zu diesem Thema irgendwie nichts anderes sagen/fragen, da ich, wenn es hochkommt, im Monat zwei bis fünf Mal "vorsetzlich" Musik höre. Selbst musizieren zähle ich nicht mit, denn sonst hieße es bei mir rund um die Uhr... :wacky:

    Zitat

    Original von Heinz
    „Who's afraid of 20th century music?“



    Die Musik des 20. Jahrhunderts ist eben auch zu großen Teilen eine Musik des Kriegs, der Furcht, Panik, des Wahnsinns. Entsprechende Gefühle löst sie somit auch aus, durchaus im Sinne des Komponisten.


    :motz: ..................... :P
    Also, dass man zu Musik um die Kriegsjahre herum soetwas sagt, kann ich vollkommen verstehen - wenn ich es selbst auch anders komponiert hätte. Aber welcher Krieg hat denn um 1970 in Mitteleuropa gewütet? Oder 1980? 1990? 2000? Irgendwo wird er schon kleinere Bürgerkriege und Aufstände gegeben haben - aber ich würde Krieg schon ausmaßreicher definieren. Deshalb zieht diese Erklärung bei mir nicht, wieso moderne Musik so klingen muss, wie sie es leider tut.

    Ja, das kann sein. Ich würde es gerne mal ganz hören, soweit ich weiß, hat mein Musiklehrer gegen Ende abgedreht, damit er im Stoff weiterkommt... :no: :D

    Die A-B-A Form ist im Barock, ich beziehe mich jetzt mal auf den Gesang, vermute aber, dass andere Soloinstrumente ähnlich verfahren sind, eine beliebte, da sie dem Interpreten nach dem Vortrag des Gefühles (barocke Stücke sind unter Berücksichtigung von drei Modi komponiert worden... eines davon ist das Gefühl, dass in einem Stück immer das gleiche bleibt) erlauben, reiche Verzierungen anzubringen und dem Publikum ihre Virtuosität darzubieten. Heute wird das eher selten, dass ein Sänger bei der Wiederholung tatsächlich Koloraturen en masse einbaut und atemberaubende (!) Fermaten hält. Im Barock war das Virtuosentum ausschlaggeben. Heute nicht mehr.

    Ich schreibe trotzdem mal, nachdem ich mich von den beiden älteren Themen nicht angesproche fühle... sie sind wohl vor meiner Zeit erstellt worden.
    Persönlich kann ich nur eines seiner Werke schätzen. Ich weiß eigentlich gar nicht, wie es heißt. Es singen ziemlich viele Leute mit, halten lange Töne aus, relativ hohe auch... das klingt ziemlich sphärisch.
    Sonst kenne ich leider sehr wenig von Ligeti... gestern habe ich Klaviernoten von meiner in Pension gehender Klavierlehrerin geschenkt bekommen... Ètude 4: "Fanfares", dédiée à Volker Banfield aus dem Jahre 1985. Ich habe es mir angesehen und bin zu der Meinung gekommen, dass das ostinate Generve mit den darübergestreuten Harmonien nichts für mich ist. Es ist sicherlich nicht leicht zu spielen, aber man muss es wohl mögen. :(

    Zitat

    Original von Edwin Baumgartner
    ... Wenn es der Leser als Verkündung einer objektiven Wahrheit begreift und sich zwangsläufig daran reibt, ist das die Schuld des Lesers.


    Ist das dein Ernst? Wenn ich als Künstler etwas produziere, was die Menschen nicht verstehen, sind sie wegen ihres minderen Kunstverstandes selbst Schuld an ihrem Unverständnis meinem "Werk" gegenüber? Liegt es nicht vielleicht daran, dass ich unverständlich bin?...
    Und zum eigentlichen Thema... Contra... mit ein wenig Pro. :P

    Ich finde nicht, dass Rossini die Töne anders gesetzt hätte, würde man es mit Kater und Katze interpretieren. Ich habe das Stück schon öfter mit einer guten Freundin von mir aufgeführt... sie sang als Frau den Kater, ich als Mann die Katze. Hält man sich nämlich an die Noten, muss die tiefere Stimme (eindeutig Alt) bis zum kleinen e singen. Der "Sopran" zu g (und zum c3... *hach*). So gesehen wäre der "Kater" eine Hosenrolle, was ja nicht Unübliches ist.

    Ich verstehe den Sinn nicht, Padre. Sollen hier Gedichte über Musik aufgelistet werden, oder soll darüber gesprochen werden, wie diese beiden Künste zusammenfließen? :(

    Zitat

    Original von Alfred_Schmidt



    ...Es wäre die Gefahr , so meinen sie (und das ist natürlich nicht von der Hand zu weisen), daß man eine neue Gruppe, die "Klassikhäppchenklientel" züchte, die den
    "höheren Weihen" einerseits ewig verschlossen bliebe, andererseits aber von sich behaupten würde "Klassikkenner" zu sein.......


    Ich bin der Meinung, dass es eine bodenlose Frechheit ist, Kunst, oder in diesem Fall Musik zu einem intellektuellen Ereignis werden zu lassen. Beziehungsweise sie dazu zu erheben - was man ja tut. Was an der Kunst sollte intellektuell sein? Jeder, der seinen Gefühlen Ausdruck verleiht, macht Kunst. Sei sie auch nicht herausragend. Es hat nicht jeder die Möglichkeit ein künstlerisches Handwerk zu erlernen. Es ist daher in meinen Augen absoluter Unsinn, wenn Kenner die Laien verurteilen - nein, es ist sogar pervers, wenn sie das tun. Denn gerade der Kenner sollte sich erfreuen darüber, dass der "Laie" Interesse zeigt. Wenn auch nicht für alles. Wäre die Kunst etwas Zwischenmenschliches geblieben und nicht unantastbar geltend, würden solche "Bedenken" der Kenner erlischen.
    Und was es mit diesen No-Name-Künstlern und -Labels auf sich hat... macht man nur dann gute Musik, wenn man einen bekannten Namen hat? Viele bekannte Musiker sind im Grunde nicht besser als unbekannte. Aber wir Menschen neigen sehr dazu, Einzelpersonen hochzujubeln, anstatt ein Gesamtbild in Erfahrung bringen zu wollen. :no:

    Zitat

    Original von Alfred_Schmidt
    ...Eigentlich sollten ja Passbilder verwendet werden, die das jeweilige Mitglied darstellen...


    8o bloß nicht! Meins sieht aus, als wäre ich inhaftiert...
    Eigentlich kann ich nur sagen, dass mich dieses Bild angesprochen hat. Es hat etwas freundlich Leichtes, vielleicht weil die Figur tanzt. Zudem erinnert sie mich etwas an Papageno, der mir sonst allerdings eher fremd scheint. Möglicherweise spiegelt er auch eine gewisse schelmische Ader seines Träger wider... :D