Beiträge von m.joho

    Weiter oben wurde nach Dermota als Palestrina gefragt. Es scheint ein privates Tape der Aufführung vom 12.5. 1970 aus Wien mit Hotter Windgassen etc. zu existieren, nach dem ich schon lange (erfolglos!) suche.

    Hier wird doch wirklich mit Kanonen aus Spatzen geschossen!

    Dr. Kaletha hat ja selber gesagt, dass er den besagten Artikel nicht gelesen habe. Abgesehen von dem Satz, dass die "Regenbogengruppe" nun auch in Bayreuth Einzug gehabt habe, und ein paar leichten Angriffen auf die Dragqueen finde ich nichts, was gar den Begriff "Schmutzseite" rechtfertigen würde.

    Der ganze Artikel schildert in (zu!) ausführlicher Weise den Gegensatz zwischen Wagners Text und dem Dargebotnen auf der Bühne.

    Was soll also die ganze Aufregung hier?

    Thomas Pape macht zumindest mir den Ausstieg aus diesem Forum durch seine Löschungen immer leichter...

    Ich habe die von Gerhard Wischniewsky eingestellte, sehr détaillierte Kritik an der Tannhäuser-Aufführung in Bayreuth keineswegs als Homosexuellenveruteilung empfunden, sondern als Faktendarstellung.

    Sorry allerseits, aber wenn so etwas nicht mehr möglich ist, weiss ich nicht, worüber man hier noch urteilen darf!

    Lieber Rüdiger,

    Gestern ist der Film bei mir angekommen und ich habe ihn mir gleich angeschaut.

    Kurz gesagt: Eine unsagbare Schmonzette. Natürlich ist Ingeborg Hallstein entzückend wie immer und Gerd Baltus spielt die Rolle des Aussenseiters überzeugend, aber über den Rest sei der Mantel des Schweigens gehüllt! Über die Einstufung "ab 18 Jahren" kann man sich wirklich nur wundern.

    Die Walkürenausschnitte hast Du richtig erkannt.

    Wie man soeben lesen kann, hat der Aufsichtsrat Thielemann in Salzburg nach 2022 nicht verlängert und stattdessen Bachler auf den Thron gesetzt. Über einen Nachfolgedirigenten, bzw. ein neues Orchester nach den Dresdenern ist noch nichts bekannt.

    Östereich den Östereichern?

    Nun denn, es bleibt spannend... Auch die Frage wieviele Sponsoren dann noch mitmachen, wenn Bachler sein "modernes Operntheater" durchsetzt...

    Jaho kann während dieser Zeit bei Opera rara ein Arienrezital aufnehmen.

    Was mich aber wirklich ärgert, ist dass das Best Western Hotel eine Cancelung zwei Monate im Voraus nicht akzeptiert und die Deutsche Oper meine Karte zwar zurücknimmt, aber den Beitrag nur meinem Kundenkonto gut schreibt: Wenn ein Tamino hier eine Lösung weiss, bin ich dankbar.

    Diese hübsche Glosse wurde heute im Netz "publik":

    "Rom, 18.8.2019 - Während der Feierlichkeiten zum 110.ten Geburtstag von Frau Amelie Anatry Sciocchezze im Altenheim in Lucca, enthüllte diese immer noch aktive Dame überraschend einem Journalisten der hiesigen Presse, eine beunruhigende Erinnerung an den Musikkomponisten Giacomo Puccini.

    Im Jahr 1923 sollte er ihr auf dem Marktplatz von Lucca angeboten haben, dass er sie mit seinem Sportwagen mitnimmt. Während der Fahrt fasste er ihr Knie an und forderte sie auf, sie solle zu ihm nach Hause gehen und versprach ihr einige Passagen aus seiner neuen Oper Turandot vorzuspielen. Das entsetzte Mädchen sprang an der nächsten Kreuzung aus dem Fahrzeug heraus und floh.

    An dem darauffolgenden Tag bekam sie eine bereits versprochene Stelle als Kassiererin im „Pasticceria Momus Café“ nicht, was sie als Folge der Ablehnung Puccinis Angebots gedeutet hatte und machte eine Lehre als Schneiderin, was ihr angeblich nie Spaß gemacht hatte. Deswegen fühlt sie sich bis heute erniedrigt und kann keine Torte sehen, ohne das Gefühl der Vereitelung zu haben.

    Obwohl das Gedächtnis von Frau Amelie nicht mehr ganz intakt ist, und sie nicht ausschließt, dass sie die Geschichte selbst nicht erlebt hatte, bzw. sie nur von ihrer Freundin Luise gehört hatte (und in dem Fall spielte sie sich in Livorno ab und betraf den Komponisten Mascagni), sind 30 weitere Mitbewohner des Altenheims bereit, die Richtigkeit ihrer Erzählung auch vor Gericht zu bestätigen.

    Einige internationale Institutionen haben bereits auf die Vorwürfe reagiert: die Oper in San Francisco setzte alle Opern von Puccini - sicherheitshalber auch die Opern von Mascagni - vom Repertoire der Spielzeit 2019/20 ab. Die Dauer der Spielzeit verkürzt sich somit von geplanten zehn Monaten auf zwei. Und die Philadelphia Philharmonie streicht alle Werke von Puccini aus dem Programm „The Best of Puccini“, sodass nur die amerikanische Nationalhymne gespielt wird und das Lied „America Beautiful“. Die Metropolitan Oper in New York wartet die Stellungnahme ihrer Anwälte noch ab, allerdings verkauft sie in ihren Geschäften Puccinis CDs jetzt schon in undurchsichtigen Folien und ausschließlich Kunden, die älter als 21 Jahre sind.

    Präsident Trump twitterte, dass diese und ähnliche Nachrichten über italienische Künstler tiefst beunruhigend seien und so habe er beschlossen, die Kontrollen an der amerikanisch-italienischen Grenze zu verschärfen."

    Eigentlich wird es mir zu langweilig, aber sonst hat Dr. Kaletha das Gefühl, er hätte "gesiegt".

    In diesem Thread geht es um die Inszenierung von Tobias Kratzer, bzw. deren musikalischer Gestaltung. Seit zwei Wochen findet er keine Zeit, die mittlerweile sogar auf youtube vorliegende Aufnahme anzusehen.

    Wenn ich an Oper interessiert bin, dann nehme ich mir (insbesondere in den Semesterferien!) die Zeit, diese Aufnahme anzuhören, bzw. anzusehen. Ist es Arbeit eine Oper anzusehen? Ich kenne die Texte und die Noten seit ich 16 bin.

    Aber wieder landet er bei Beehthoven und Liszt, (Brecht fehlt noch)!) und nichts über die vorliegende Inszenierung, bzw. über die musikalische, sängerische Gestaltung. Dasselbe konnte man übrigens auch bei den Kosky-Meistersingern kontastieren:::

    Es ist mir klar, lieber Thomas Pape, dass Du generell auf Dr. Kalethas Seite kämpfst.

    Aber schon in seinem ersten Beitrag in diesem Thread, hat er die Inszenierung theoretisch verteidigt, ohne sie gesehen zu haben,

    Bei solchen Inszenierungen sollte man halt über den Tellerrand Oper hinausschauen können in Richtung Theater, Film, Literatur. :thumbup::hello:

    Genau darum geht es mir ja. Theorie um der Theorie willen.

    Offensichtlich muss ich mich deutlicher ausdrücken:

    Der Pawlowsche Effekt beginnt m.E. schon mit den ersten Beiträgen von Dr. Kaletha in diesem Thread zu einer Inszenierung, die er nicht gesehen hat (etwas, was ich beim Thema Oper nicht zum ersten Mal bei ihm konstatiere).

    Es reicht ihm offensichtlich, dass einige Leute eine Inszenierung ablehnen, weil sie kaum Bezug auf den vorgegebenen Stoff nimmt und stattdessen alle möglichen Unterhaltungselemente einbaut, um gleich wieder viele Theorien zum Theater allgemein abzugeben.

    Es wäre doch schon viel geholfen, wenn er davon Abstand nehmen würde und sich stattdessen mit den Inszenierungen befassen würde.

    Lieber Wolfgang,

    Nimm doch das Ganze nicht so ernst. Das nennt man "Pawlowscher Reflex"...

    Was anderes ist es, dass er sich andauernd in diesem Thread meldet, ohne den Tannhäuser infolge von Hitze überhaupt gesehen zu haben.

    Tja, liebe Freunde, dann will ich Euch doch mal aufklären, wie "bekanntlich" die Handlung im Tannhäuser geht:

    Heinrich Tannhäuser ist ein Heldentenor ( als Clown!) der sich mit der "Hochkultur" nicht mehr einverstanden erklären konnte.

    So hat er sich mit einer einer Dame (im Paillardenkleid, eng geschnitten), einem Zwergwüchsigen, und einer schwarzen Dragqueen auf eine Jahrmarktsreise in einem VW-Bus begeben durch die Provinz begeben, um die Kultur auch von der unteren Schicht kennen zu lernen. Da sie Hunger haben, überfallen sie einen McDoanlds und fahren einen Polizisten zu Tode.

    Darauf gelangen sie auf den "grünen Hügel" wo Tannhäuser, zum grossen Ärger, der Dame als Tenor wieder aufgenommen wird. Elisabeth, die Tochter des Festivals begrüsst ihn mit einer Ohrfeige, aber er singt wieder im Festspielhaus.

    Im zweitem Akt im während des Sängerkriegs schleicht sich die Truppe um die Dame im Paillardenkleid ins Haus und Tannhäuser wird schliesslich ("nach Rom") durch die Polizei abgeführt.

    Im dritten Akt kommt Tannhäuser nach einer Gruppe Asozialer aus Rom zu zurück, nachdem Elisabeth mit Wolfram, der doch immer schon in die verliebt war, ein Nümmerchen geschoben und sich die Arme aufgeschnitten hat.

    Elisabeth und Tanni entschwinden erlöst im VW-Bus in den Himmel.

    Alles klar...?

    Gesungen wurde ganz ordentlich. Giergiev furchtbar schlampig!!

    Dann ist es halt so, dass zumindest mich, die "aesthetischen Fragen" nicht interessieren.

    Ich gehe in die Oper einzig und allein wegen Sängerpersönlichkeiten und nehme die jeweilige Inszenierung (meistens notgedrungen!) mit.

    Ein konkretes Beispiel: Im November reise ich nach Berlin, um die ausserordentliche Sängerdarstellerin Ermonela Jaho als Butterfly zu erleben und freue mich, dass dies in den wunderschönen Bühnenbildern von Pierluigi Samaritani, dem ich auch den besten Werther meines Lebens verdanke, stattfinden wird.

    Doch trotz meiner Verehrung für Frau Jaho, werde ich nicht nach Paris fahren, wo sie die Mimi in der Weltraum-Bohème von Guth singen wird. Guth war der Meinung, dass die Bohème "ausinszeniert" sei. Das ist dann wohl wieder eine aesthetische Frage;)

    Wenn ich mich nicht sehr irre, ist dies wieder einmal ein Thread, der in Bälde im Nirwana verschwinden wird.

    Und ehrlich, es ist auch nicht schade drum!

    Es wäre sehr wünschenswert, wenn Dr. Kaletha seine Ankündigung, sich nicht mehr im Opernforum zu Wort zu melden, endlich einmal einhalten würde. Denn noch nie ging es ihm um Opern, (von denen er offen gestanden auch nicht viel Ahnung hat, das letzte Beispiel war Netrebko als Gilda - Möglichkeit), sondern darum, seine Aesthetik-Vorlesungen abzuhalten.

    Zu Stimmenliebhaber erspare ich mir eine Stellungsnahme .

    Es ist ja schon erstaunlich, wie sehr sich der "fröhliche Rheinländer" für diese Inszenierung stark macht, nachdem er doch in Beitrag 19 in diesem Thread sich nicht mehr zu Wort melden wollte. Nun das kennen wir ja schon...

    Jetzt ist es also keine Operninszenierung mehr, sondern ein Theater-"Spiel".

    Nun im Gegensatz zu Dr. Kaletha konnte ich mit dem Karneval, Fasching etc. nie etwas anfangen!

    Drum also verstehe ich diese Inszenierung mit mittelmässigen Sängern nicht! Wieder etwas gelernt!

    Mögen die Rheinländer ihren Spass haben!

    La Roche kann ich nur zustimmen.

    Das Spektakel hat mit RT nur insofern zu tun, dass es die Vorlage nicht ernst nimmt, und statt dessen Unterhaltung für die Masse liefert (allein das Bühnenbild hat 8 mio Euro gekostet!).

    Dass Stölzl auch anders kann hat er mit Cav./Pag. in Salzburg, bzw. Andrea Chénier in München gezeigt.

    Daneben steht aber auch die grauenhafte Neuverfilmung des Winnetou-Stoffes für RTL.

    Stölzl ist eben ein "Hans Dampf in allen Gassen".