Beiträge von m.joho

    Tja, liebe Freunde, dann will ich Euch doch mal aufklären, wie "bekanntlich" die Handlung im Tannhäuser geht:

    Heinrich Tannhäuser ist ein Heldentenor ( als Clown!) der sich mit der "Hochkultur" nicht mehr einverstanden erklären konnte.

    So hat er sich mit einer einer Dame (im Paillardenkleid, eng geschnitten), einem Zwergwüchsigen, und einer schwarzen Dragqueen auf eine Jahrmarktsreise in einem VW-Bus begeben durch die Provinz begeben, um die Kultur auch von der unteren Schicht kennen zu lernen. Da sie Hunger haben, überfallen sie einen McDoanlds und fahren einen Polizisten zu Tode.

    Darauf gelangen sie auf den "grünen Hügel" wo Tannhäuser, zum grossen Ärger, der Dame als Tenor wieder aufgenommen wird. Elisabeth, die Tochter des Festivals begrüsst ihn mit einer Ohrfeige, aber er singt wieder im Festspielhaus.

    Im zweitem Akt im während des Sängerkriegs schleicht sich die Truppe um die Dame im Paillardenkleid ins Haus und Tannhäuser wird schliesslich ("nach Rom") durch die Polizei abgeführt.

    Im dritten Akt kommt Tannhäuser nach einer Gruppe Asozialer aus Rom zu zurück, nachdem Elisabeth mit Wolfram, der doch immer schon in die verliebt war, ein Nümmerchen geschoben und sich die Arme aufgeschnitten hat.

    Elisabeth und Tanni entschwinden erlöst im VW-Bus in den Himmel.

    Alles klar...?

    Gesungen wurde ganz ordentlich. Giergiev furchtbar schlampig!!

    Dann ist es halt so, dass zumindest mich, die "aesthetischen Fragen" nicht interessieren.

    Ich gehe in die Oper einzig und allein wegen Sängerpersönlichkeiten und nehme die jeweilige Inszenierung (meistens notgedrungen!) mit.

    Ein konkretes Beispiel: Im November reise ich nach Berlin, um die ausserordentliche Sängerdarstellerin Ermonela Jaho als Butterfly zu erleben und freue mich, dass dies in den wunderschönen Bühnenbildern von Pierluigi Samaritani, dem ich auch den besten Werther meines Lebens verdanke, stattfinden wird.

    Doch trotz meiner Verehrung für Frau Jaho, werde ich nicht nach Paris fahren, wo sie die Mimi in der Weltraum-Bohème von Guth singen wird. Guth war der Meinung, dass die Bohème "ausinszeniert" sei. Das ist dann wohl wieder eine aesthetische Frage;)

    Wenn ich mich nicht sehr irre, ist dies wieder einmal ein Thread, der in Bälde im Nirwana verschwinden wird.

    Und ehrlich, es ist auch nicht schade drum!

    Es wäre sehr wünschenswert, wenn Dr. Kaletha seine Ankündigung, sich nicht mehr im Opernforum zu Wort zu melden, endlich einmal einhalten würde. Denn noch nie ging es ihm um Opern, (von denen er offen gestanden auch nicht viel Ahnung hat, das letzte Beispiel war Netrebko als Gilda - Möglichkeit), sondern darum, seine Aesthetik-Vorlesungen abzuhalten.

    Zu Stimmenliebhaber erspare ich mir eine Stellungsnahme .

    Es ist ja schon erstaunlich, wie sehr sich der "fröhliche Rheinländer" für diese Inszenierung stark macht, nachdem er doch in Beitrag 19 in diesem Thread sich nicht mehr zu Wort melden wollte. Nun das kennen wir ja schon...

    Jetzt ist es also keine Operninszenierung mehr, sondern ein Theater-"Spiel".

    Nun im Gegensatz zu Dr. Kaletha konnte ich mit dem Karneval, Fasching etc. nie etwas anfangen!

    Drum also verstehe ich diese Inszenierung mit mittelmässigen Sängern nicht! Wieder etwas gelernt!

    Mögen die Rheinländer ihren Spass haben!

    La Roche kann ich nur zustimmen.

    Das Spektakel hat mit RT nur insofern zu tun, dass es die Vorlage nicht ernst nimmt, und statt dessen Unterhaltung für die Masse liefert (allein das Bühnenbild hat 8 mio Euro gekostet!).

    Dass Stölzl auch anders kann hat er mit Cav./Pag. in Salzburg, bzw. Andrea Chénier in München gezeigt.

    Daneben steht aber auch die grauenhafte Neuverfilmung des Winnetou-Stoffes für RTL.

    Stölzl ist eben ein "Hans Dampf in allen Gassen".

    Ich zweiflem übrigens sehr, dass sich Herr Dr. Kaletha, der bekanntermassen mit Opern, nicht sehr viel anfangen, kann, wenn sie nicht in seiner näheren Umgebung stattfinden, diesen Pseudo Rigoletto im Zirkusmilieu (im Gegensatz zu mir) auch nur ansatzweise angetan hat!

    Aber "stänkern" ist wohl immer angesagt!? Ich pfusche doch in seine Klavietrheads auch nicht rein....

    Da Dr. Pingel auf meiner Frage "Alzheimer?" noch nach über zwei Jahren ewig herumreitet, entschuldige ich mich dafür.

    Aber es wird mir ewig unerklärlich bleiben, wie man Mahlers Werk "das klagende Lied" als Oper bezeichnen kann.

    Das Ausscheiden von nemorino würde ich auch sehr bedauern und hoffe, dass wir ihn zum Bleiben veranlassen können.

    Zurück zum Stein des Anstosses:

    Stimmenliebhabers Kompetenz zu den Sängern der DDR ist nicht bestritten. Aber wehe, jemand äussert Kritik an seiner Einschätzung! Sofort wird er aggressiv und greift die Person des jeweiligen Kritikers an. Viele Taminos haben darauf schon mit Stillschweigen reagiert und sich inhaltlich von diesem Forum entfernt. Nicht einmal der alles verzeihende Operus konnte in letzter Zeit ruhig und gelassen bleiben.

    Man muss sich doch einmal fragen, warum er trotz mehrmaliger Sperrung nicht lernfähig wird. Kaum ein Mitglied provoziert so viel Aggression. Wie Alfred richtig sagte: "Es handelt sich um ein Mitglied, über das ich in regelmäßiger Folge Beschwerden erhalte..."

    Woher kommt das bloss????

    Lieber Alfred,

    Meine Stellungsnahme zu "Stimmenliebhaber" ist bekannt. (Auch habe ich (zum 1.Mal!) den Beitrag, auf den Nemorino Bezug nimmt den Moderatoren gemeldet. Passiert ist allerdings nichts...)

    Es wäre wirklich an der Zeit diesen Menschen ohne jeden Anstand definitiv vom Forum auszuschliessen.

    MfG,

    M. Joho

    P.s. Dir wünsche ich gute Besserung!

    Was ich zu diesem Thema ergänzen möchte:

    Es wäre empfehlenswert, wenn man einem jungen Menschen (so ca. ab 14 Jahren) das Buch von Dietrich Schwanitz, "Bildung, Alles was man wissen muss" in die Hände geben würde. Das Buch gibt (allerdings ohne die Naturwissenschaften zu berücksichtigen) einen vergnüglich zu lesenden Überblick über die Geistesgeschichte Europas und ist bei Amazon für 14 Euro als Taschenbuch zu kaufen.

    Lieber Hans,

    Mit Deinem letzten Satz hast du den Kern des Problems eigentlich schon angesprochen:

    Gewisse Stimmen "liebt" das Mikrophon geradezu, andere nicht. Gerade grosse Stimmen scheinen ein Problem gewesen zu sein. Fritz Wunderlich, der eine eigentliche Mikrophon-Stimme hatte, scheint live ein viel kleineres Organ besessen zu haben. Ein Beispiel für eine grosse Stimme: Birgit Nilsson musste für Aufnahmen immer einen gewissen Abstand zum Mikro einhalten.

    Noch ein Wort zu Heinz Imdahl: 1. Seine Berühmtheit war dadurch, dass er nie in Bayreuth auftrat ziemlich eingeschränkt. Auch hatte er riesige Konkurrenz. Hermann Uhde beispielsweise hatte einfach das schönere Organ, auch Gustav Neidlinger, Eberhard Wächter und vor allem Fischer-Dieskau sangen doch in einer anderen Liga.

    Ähnliches lässt sich bei den Tenören konstatieren. Während Hopf und Beirer über die weitaus grösseren stimmlichen Mittel verfügten, konnte das Mikro Windgassens Stimme weitaus besser abbilden.

    Übrigens warte ich nur darauf, bis ein genialischer Regisseur die Idee des Russen Kuljabin auf die Oper überträgt.

    Vor allem Wagner-Werke wären dazu ja praedestiniert. Ohne Sänger und Orchester, d.h. keine schwurbeligen Texte, keine laute Musik und viel billiger wäre es auch: Dann aber bitte in deutscher Gebärdensprache.

    :no:

    Auf Kalethas absurde Äusserungen einzugehen, erspare ich mir!