Beiträge von Tresor

    Liebe Orgelfreunde,


    am Samstag, 20.10.07 18.15 Uhr


    findet das diesjährige Abschlußkonzert des 17. Orgelzykllus im Mindener Dom statt.


    Gereon Krahforst, Domorganist in Paderborn und früherer Domorganist in Minden, spielt den


    Konzertzyklus "Das Labyrinth der Welt"
    des tschechischen Komponisten
    Petr Eben.



    Gruß
    Tresor

    Zitat

    Original von Syrinx
    Auf der anderen Seite sollte man als Musiker schon Gelegenheit haben, die Sache wenigstens einmal gegen zu hören. Wenns direkt nach dem Konzert verkauft wird, finde ich das dann all zu überstürzt. OK- das ist bei Liveradioaufnahmen auch so, aber live im Radio zu spielen ist normalerweise eher die Ausnahme (und auch ziemlich stressig).


    Hallo Syrinx,


    zunächst ist es die Entscheidung des Musikers, ob er den Live-Mitschnitt anbietet oder nicht. Wenn er so selbstsicher ist, dass etwas vernünftiges dabei herauskommt, warum nicht?


    Die Live-Mitschnitte, die ich bisher erworben habe, wurden allerdings nicht direkt nach dem Konzert ausgegeben, sondern man konnte die CD durch einen Listeneintrag bestellen und sie wurde dann später zugeschickt. Somit hatte der Musiker noch Zeit, seine Produktion zu begutachten.


    Gruß
    Tresor

    Ich finde die Idee auch gut. :jubel:


    Mittlerweile besitze ich einige CDs von Konzerten, die ich besuchte. Das schöne daran ist, dass man den Live-Mitschnitt nicht irgendeines, sondern des selbst erlebten Konzerts erhält. Es besteht der persönliche Bezug zu der Aufnahme. Außerdem sind diese CDs i.d.R. nicht im öffentlichen Handel erhältlich, was sie zu Raritäten macht.


    Gruß
    Tresor :hello:

    Liebe Freunde der Orgelmusik,


    nicht vergessen ...


    heute, 13.10.07 18.15 Uhr


    Mindener Dom


    Harald Gokus spielt Werke von


    Cook, Buxtehude, Stanley, Langlais, Sweelinck und Bedard.



    Gruß
    Tresor

    Liebe Widor-Freunde,


    ich höre gerade



    Günther Kaunzinger spielt die beiden letzten Orgelsinfonien von Charles-Marie Widor. Diese Werke stellen m.E. den kompositorischen Höhepunkt Widor's dar.


    Kaunzinger interpretiert an der Klais-Orgel des Limburger Doms Liszt-like sehr virtuos und fetzig.


    Gruß
    Tresor

    Hallo,


    Paul de Maleingreau (1887 - 1956), frz. Orgelvirtuose und Komponist, hat in seiner Symphonie de Noël op. 19 gleich von zwei zeitgenössischen Kollegen abgekupfert. 8o


    Der 1. Satz erinnert sofort :rolleyes: an den Beginn des Kopfsatzes der 3. Orgelsinfonie von Louis Vierne. Maleingreau's Sinfonie entstand 1919, die von Vierne 1911.


    Im 4. Satz Final ertönt im Pedal das Thema Puer natus est. Das gleiche gregorianische Thema verwendete auch Charles-Marie Widor im Final seiner 9. Orgelsinfonie Symphonie gothique von 1895. Dass man sich aus Themen der Liturgie bedient ist legitim, aber die Umsetzung ist hier zumindest in Teilen doch sehr frappierend ähnlich! :boese2:


    Maleingreau spielte während seiner Konzertaktivitäten auch Werke seiner älteren Zeitgenossen Widor und Vierne. Dass da einiges abfärbt, verwundert nicht.


    Nichts desto trotz ist diese 1. Orgelsinfonie ein grandioses Werk :yes:, in dem Maleingreau natürlich auch jede Menge eigener Inspiration einfliessen ließ. :beatnik:


    Eigentlich schade, dass Maleingreau so wenig bekannt ist. ;( Es werden kaum Werke von ihm veröffentlicht. :no: In den vielen Orgelkonzerten, die ich besuchte, wurde noch nie ein Werk von ihm gespielt. Dabei sind seine Werke sehr eingängig und gliedern sich nahtlos in die Tradition der frz. Orgelromantiker ein. Allerdings sind die technischen Anforderungen an den Interpreten und das Instrument sehr hoch.


    Die folgende SACD (Hybrid) kann ich wärmstens empfehlen.



    Interpret, Instrument und Aufnahmequalität werden den Anforderungen in höchstem Maße gerecht.



    Gruß
    Tresor :hello:

    Liebe Orgelfreunde,


    ich höre gerade



    Matthias Giesen spielt Werke von Franz Liszt, Robert Schumann, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Anton Bruckner, Arnold Schönberg, Johannes Brahms und Max Reger.


    Matthias Giesen durfte ich am Samstag, 06.10.07 bei seinem Konzert im Dom zu Minden bewundern. Dort spielte er auch einige Werke von dieser CD. War schon klar, dass ich die CD mitnehmen musste.


    Ich muss sagen, so klar und gut durchstrukturiert habe ich einige dieser Werke noch nicht gehört. So z.B. B-A-C-H von Liszt, Präludium u. Fuge c-Moll op. 37,1 von Mendelssohn und erst die Phantasie "Alle Menschen müssen sterben" von Reger, grandios! :jubel:


    Gruß
    Tresor


    Hallo miguel54,


    du beschreibst hier sehr schön die Entwicklung der Klaviermusik an Hand der Verdienste der Komponisten/Pianisten.
    Mich würde noch interessieren, welchen Stellenwert Rachmaninoff hat, den du nicht erwähnt hast? Ist er nur der Aufwärmer?


    Gruß
    Tresor

    Hallo,


    ich hatte mich in diesem Thread bereits positiv zu Live-Aufnahmen geäußert.
    Allerdings bin ich auch der Meinung, dass man dies deutlich kennzeichnen sollte.


    Kürzlich hatte ich mir die folgende SACD zugelegt.



    Ich habe sie auch schon mehrfach gehört. Erst gestern fiel mir auf, dass es sich um eine Live-Aufzeichnung handelt. Weder beim Kauf, noch beim Hören ist es mir aufgefallen.



    Man achte auf den kleinen Schriftzug unterhalb von ANDREW LITTON conductor. Dort steht Recorded live in concerts.... Warum muss immer alles so klein gedruckt sein? Selbst mit Brille habe ich Schwierigkeiten das zu lesen.


    Davon abgesehen sind die Interpretation und auch die Klangqualität sehr gut. Da ich den Live-Status beim Abspielen nicht bemerkt hatte, kann man davon ausgehen, dass keine störenden Geräusche vorhanden sind. Live-Aufnahmen sind also auch auf einem hohen qualitativen Niveau möglich.


    Wie verhält es sich dann bei Aufnahmen mit deutlichen Störgeräuschen? Werden sie deshalb veröffentlicht, weil vielleicht die künstlerische Leistung so hervorragend ist, so dass man trotzdem einen positiven Kompromiß eingeht?


    Gruß
    Tresor

    Eine wahre Sternstunde der Klassik gelang Vaclav Neumann mit dem Czech Philhamonic Orchestra live am 5. Nov. 1982 in Tokio.
    Gespielt wurde der Sinfonische Zyklus Ma Vlast (Mein Vaterland) von Bedrich Smetana.



    Die Live-Mitschnitt ist ein gutes Beispiel dafür, was Konzertatmosphäre im positiven Sinne bewirken kann. Das Orchester spielt hier vor Publikum derart packend und hinreißend. Besser habe ich Smetana bisher nicht gehört.
    Die Klangqualität ist gut und Störgeräusche sind mir nicht besonders aufgefallen.


    Gruß
    Tresor

    Ich besitze auch einige Live-Aufnahmen und bin davon ganz angetan. Oftmals wird live einfach engagiereter und lebendiger gespielt. Offenbar wirkt das Publikum im positiven Sinne auf die Musiker ein.


    Hallo Draugur,


    warst du denn noch nie selbst in einem Konzert? ?( Da wird auch gehustet, geklappert und geraschelt. Das gehört eben dazu. :rolleyes:


    Gruß
    Tresor

    Hallo Fairy Queen,


    Orientalische Einflüsse findet man besonders in der spanischen abendländischen Musik. Dadurch, dass Südspanien Jahrhunderte lang durch die Mauren besetzt war, hat deren Kultur auch dort das musikalische Schaffen bis in die heutige Zeit beeinflusst. Insofern kann man einen Großteil der Werke spanischer Komponisten aufführen. De Falla mit Nächte in spanischen Gärten ist bereits genannt worden.


    Weitere Beispiele:


    Joaquin Rodrigo
    - Concierto de Ajanjuez
    - Concierto Anadaluz


    Isaac Albeniz
    - Iberia
    - Suite espanola


    Francisco Tarrega
    - Recuerdos de la Alhambra
    - Alborado


    Enrique Granados
    - Danzas espanolas


    Joaquin Turina
    - Fandanguillo


    Auch die französischen Impressionisten Debussy und Ravel wurden von der spanischen Folklore inspiriert.


    Claude Debussy
    - La Soiree dans Grenade


    Maurice Ravel
    - Bolero
    - Rapsodie espagnole
    - Alborado del gracioso


    Im Liedgut bin ich leider nicht so zu Hause ;(, deshalb kann ich da keine Beispiele nennen.



    Gruß
    Tresor :hello:

    Liebe Freunde der Orgelmusik,


    der diesjährige Orgelzyklus im Dom zu Minden steht bevor.
    Im Rahmen dieses 17. Zyklus gibt es 3 Konzerte.


    Samstag, 6. Oktober, 18.15 Uhr
    Mathias Giessen, Linz


    Samstag, 13. Oktober, 18.15 Uhr
    Harald Gokus, Rheda-Wiedenbrück


    Samstag, 20. Oktober, 18.15 Uhr
    Gereon Krahforst, Paderborn


    Eintritt: 7,- € / ermäßigt 4,- €


    Die Programme sind noch nicht veröffentlicht worden. Sobald ich näheres erfahre, werde ich es mitteilen.


    Gruß
    Tresor


    MIDNIGHT AT NOTRE-DAME


    Organ Transcritions
    Olivier Latry, Notre-Dame Paris
    Deutsche Grammophon, Hybrid-SACD, DSD


    Einige Stücke habe ich als Orgelwerk schon oft gehört, so dass ich hier keine Transkription vermutet hätte, so z.B. "Jesus bleibet meine Freude" BWV 147.
    Die Bearbeitungen für Orgel stammen fast alle von gestandenen Persönlichkeiten der Orgelwelt, Marcel Dupré, Maurice Duruflé, Jean Gilliou, Franz Liszt und Louis Vierne.
    Die Werke von J.S. Bach, Mozart, Wagner, Berlioz, Rachmaninov und Prokofiev können unterschiedlicher nicht sein, stammen sie doch aus ganz unterschiedlichen Epochen.
    Die Interpretation auf der Orgel ist Olivier Latry prächtig gelungen, meist ruhig und besinnlich, wie es sich zu nachtschlafender Zeit gehört. Aber da, wo es das Werk verlangt, dreht es auch mal richtig auf. Die ausgefeilte Registrierung garantiert besten Wohlklang.


    Gruß
    Tresor


    Auch ich muss hier widersprechen. :no:
    Die sogenannten Legenden und Kultfiguren der Popmusik sind bereits in die Geschichte eingegangen. Ihre Namen stehen in den Lexika, es gibt Biographien und jede Menge Tonträger, Bild- und Filmmaterial. Das ist einfach nicht wegzudiskutieren.
    Ok, so manches Popsternchen ist bereits nach einem Hit vergessen. :yes: Aber die Popgrößen werden auch in 100 Jahren nicht vergessen sein. :jubel:


    Gruß
    Tresor

    Zitat

    Original von Padre
    Nun eigentlich ist "Fan" negativ besetzt. Es kommt von "fanatic" = Fanatiker. Eigentlich geschieht es sehr oft, dass wir Ausdrücke benutzen, die eigentlich garnicht passen. Aber dass möchte ich nicht beurteilen. Man kann wohl ohne weiteres behaupten, dass es "Musikfanatiker" im positiven Sinne gibt. Allerdings würde mir der Begriff " Musikbegeisterter" besser gefallen.
    Gruß
    Padre :hello:


    Hallo Padre,


    ich dachte immer "Fan" heißt "Ventilator" ?( !?!
    Und um die Thread-Frage zu beantworten, ja es gibt den Ventilator noch! :D


    Gruß
    Tresor

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    Original von Wulf
    Toto mit dem Album IV landet bei mir sogar öfter im CD-Player.


    Hallo Wulf,


    Toto höre ich auch immer mal wieder gern. :] Allerdings gefällt mir die 1. Platte von 1978 am besten. :yes: Da waren sie noch recht unbekannt. Die Musik fand ich da noch frischer und knackiger. Gut, dass ich noch meinen betagten Plattenspieler habe, denn die LPs von damals wollen auch gespielt werden.


    Zitat

    Original von Rosenkavalier
    Ansonsten empfehle ich allen "Nicht-Klassik-Gegnern" Queens Bohemian Rhapsody - das ist ganz große Musik.


    Hallo Rosenkavalier,


    Queen haben auch tolle Musik gemacht. Ich fand den Gesang in der "Bicycle"-Zeit einfach umwerfend. :jubel: Später wurde die Formation dann Mercury-lastiger und härter. Das war dann nicht mehr so mein Ding.


    Foreigner sind ein gutes Beispiel dafür wie man Rock mit schönen Melodien verbinden kann, auf der einen Seite hard und andererseits doch einfühlsam.


    Gruß
    Tresor :hello:


    [Soll-Modus an] Ich habe nur behauptet, dass man Steuerexperte sein muss. :pfeif: [Soll-Modus aus]
    [Ist-Modus an] Wenn es denn tatsächlich keine Experten mehr gibt, kann ich auch nichts dafür. :faint: [Ist-Modus aus]


    Gruß
    Tresor

    Zitat

    Original von Ulli


    Ich gebs auf. Du hast Recht, ich meine Ruhe. Computerexperten haben nach meiner Erfahrung durch das Steuerrecht noch nie durchgeblickt.


    :hello:


    Dazu muss man nicht Computerexperte :no:, sondern Steuerexperte :yes: sein.


    Gruß
    Tresor

    Zitat

    Original von Wulf
    Wenn wir uns auf den engeren Begriff Popmusik einlassen und tatsächlich, den Kram meinen der bei Castingahows rauskommt oder gängig in den "Mainstream-Radiosendern" gedudelt wird, dann kann ich jeden Unbehagen nachvollziehen.


    Wulf, so leid es mir tut, aber wenn wir von "Popmusik" reden, dann müssen wir alles mit einbeziehen, auch das was vielleicht Schrott ist oder nicht gefällt. Wenn wir von der "Klassik" reden, dann schließen wir dort auch nichts aus. Ich bin der Meinung, dass wir den Begriff Popmusik analog zum Begriff Klassik verwenden, auch wenn beide Begriffe zweideutig sind. Zum Klassik-Begriff hat es an anderer Stelle bereits lebhafte Diskussionen gegeben. Die sollten wir hier nicht fortführen. Rideamus hat zuvor schon gesagt, dass es sich um eingebürgerte Begriffe handelt, an denen man sich orientieren kann.


    Auf dieser Basis behaupte ich aus meiner ganz persönlichen (und subjektiven) Anschauung heraus, dass es in der Popmusik viel Schrott aber auch gute, ja hervorragende Musik gibt. In der Klassik finde ich ebenfalls eine ganze Menge Musik, die ich für gut oder hervorragend halte. Es gibt aber auch vieles, was mich überhaupt nicht anspricht oder sogar abstößt. Dies möchte ich aber nicht als Schrott in der Klassik einstufen, denn da bin ich zu sehr Laie als dass ich das beurteilen könnte.


    Ich möchte die unterschiedlichen Lager hier nicht trennen, sondern eher versöhnlich zusammenführen. Deshalb stelle ich ein paar ganz triviale Fragen.


    Was ist dagegen einzuwänden, wenn jemand ...
    - eine bestimmte Musik so toll findet, dass er Gänsehaut bekommt? Nichts!
    - diese tolle Musik der "Klassik" zuzuordnen ist? Nichts!
    - diese tolle Musik der "Popmusik" zuzuordnen ist? Nichts!
    - tolle Musik nur in der "Klassik" findet? Nichts!
    - tolle Musik nur in der "Popmusik" findet? Nichts!
    - glaubt, tolle Musik nur in der "Klassik" zu finden? Nichts! Aber schade, dass er nicht auch woanders fündig wird.
    - glaubt, tolle Musik nur in der "Popmusik" zu finden? Nichts! Aber schade, dass er nicht auch woanders fündig wird.
    - tolle Musik sowohl in der "Klassik" als auch in der "Popmusik" findet? Nichts! Aber er darf sich glücklich schätzen, dass er auf zwei Wiesen grast.


    Sehen wir es mal so. Auf der Erde gibt es verschiedene Kontinente. Der Eine kennt nur Europa. Ein anderer kennt nur Amerika. Ein Dritter hat schon alle Kontinente bereist. Und doch leben wir alle auf der gleichen Erde.


    Oder anders ausgedrückt. Musik ist eine tolle Sache. Wer es versteht sie zu genießen, der soll es tun, egal wo er sie findet.


    Gruß
    Tresor