Ich habe mir vor kurzem den Rigoletto-Film von Ponelle mit Pavarotti angesehen und habe mich noch selten so amüsiert wie bei dieser Verfilmung. Pavarottis Grinsen am Schluss der "Bettszene" mit Gilda ist einfach herrlich! Da dies mein erster Opernfilm war, bin ich neugierig auf weiteres. Ich verstehe die Argumente der Kritiker, die dem Vorhaben, ein Libretto 1:1 auf die Leinwand zu übertragen eher skeptisch gegenüberstehen. Natürlich kann auch der beste Regisseur aus einer Oper keinen Actionstreifen à la James Bond machen. Andererseits finde ich, dass man gerade hiermit einem jüngeren Publikum die Welt der Oper schmackhafter machen kann. Jedenfalls eher noch als diese ewigen lächerlichen Mozart-Inszenierungen speziell für Kinder, in denen Papageno mit aufgeklebter roter Nase herumalbert und die Kinder danach glauben, Oper sei eine Art antiquierte Zirkusaufführung!
Beiträge von rach3
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Das mit dem 120-mann Orchester ist schon nicht so aussergewöhnlich.
Das New York Philharmonic z. B. kommt etwa auf diese Grösse. Und dass sich darunter auch einige Frauen befinden, will ich ja auch hoffen. -
Hallo Tamino-Gemeinde,
erst mal vielen Dank für die bereits erfolgten Ratschläge. Ich habe mich anhand des Thread über die Königskinder erst einmal für diese Oper entschieden.
@ Alfred Schmidt: was mein bevorzugter Geschmack angeht, so habe ich im allgemeinen gerne solche Opern mit einem grossen Sinfonieorchester, welches dann eigentlich der Hauptakteur darstellt, d. h. italienische Belcantoopern kommen bei mir eher flach raus. Der rest ist mir dann egal, ob Verismo, deutsche Romantik oder französisch gesungen, hauptsache man kann so richtig schwelgen in einem 120-Mann Orchester.
Liebe Grüsse
rach3
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Liebe Tamino-Gemeinde,
da ich mich demnächst auf einige unbekanntere Opern stürzen möchte, möchte ich mal fragen ob jemand eine oder vielleicht sogar mehrere dieser Opern kennt.- Humperdinck: Königskinder
- Dvorak: Armida
- Schreker: Die Schatzgräber
- Wolf: Der Corregidor
- Massenet: Esclarmonde
- d`Albert: TieflandIch möchte gerne wissen, ob diese Werke wirklich toll sind oder ob ich mir das Geld für eine Aufnahme besser sparen kann.

Viele Grüsse
rach3
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Vor einigen Jahren gab es bei der deutschen Grammophon auch eine Aufnahme mit Roberto Szidon. Freilich spielt der nicht so virtuos wie Hamelin, und trotzdem hat mich diese Aufnahme immer ein bisschen mehr fasziniert. Gerade die frühen Sonaten spielt Szidon noch mehr mit "Rachmaninoff-Allüre" und besonders die Fantasie Op.28, welche ja gewöhnlich mit den Sonaten aufgenommen wird ist einfach eindrucksvoll. Dieses Stück war lange Zeit einer meiner "hot favourites", nicht zuletzt wegen Szidon.
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Hier noch meine Wertung:
8-6-7-2-3-4-9-5-1
Die drei "Kriegssonaten" sind bei mir alle auf der selben Höhe. Jedoch ist die siebte schon ein wenig abgenutzt, deswegen der dritte Platz.
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Mit Chopins Musik bin ich seit Kindesbeinen vertraut und kenne die meisten Stücke in- und auswendig. Umso mehr war ich überrascht, als ich vor einiger Zeit eine Entdeckung gemacht habe, welche mir vorher jahrelang nicht aufgefallen ist. In nicht wenigen Stücken nämlich taucht immer wieder ein geheimnisvolles Motiv aus einem fallenden Sekundschritt auf. Wer nachprüfen will, hier einige Beispiele:
- Mazurka Op. 7/2 Takt 2
- Mazurka Op.30/2 Takt 2
- Mazurka Op.56/1 Takte 1-6
- Mazurka Op.41/2 Takte 1-2
- Polonaise Op. 40/2 Takt 18 L.H. und R.H. Takt 56
- Polonaise Op. 53 das bekannte Hauptthema Takt 17
- Polonaise-Fantasie Op. 61 Mittelteil in H-Dur Thema
- Walzer Op.64/2 Takte 1 und 2
- Walzer Op. 42 Hauptthema R.H.
- Etüde Op.10/9 Takt 29
- Etüde Op.10/12 Takte 11 und 12
- Etüde Op.25/5 Mittelteil in E-Dur L.H.
- Ballade Op. 23 Takt 9
- Ballade Op.47 Takte 1 und 2
- Scherzo Op. 39 R.H. Takte 36-39
- Impromptu Op.36 Anfang L.H.
- Sonate b-moll Trauermarsch im Mittelteil R.H.
und zum Schluss noch ein ganz berühmtes Beispiel:
- Prélude Op. 28/4 Takt 1-3Mich würde interessieren, alles nur Zufall (fallende Sekunden kommen ja schliesslich auch bei Beethoven vor) oder wollte uns Chopin damit etwas bestimmtes sagen? Angesichts der langen Liste oben, welche ich noch beliebig fortfahren könnte glaube ich jedoch weniger an einen Zufall. Interessant finde ich auch, dass man in der Chopinliteratur praktisch nirgendwo etwas über diese Thematik lesen kann, auch nicht bei Cortot.
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Hallo Tamino-Gemeinde,
ich besitze bereits zwei Gasamtaufnahmen von Chopins Werken (Ashkenazy und die Box von DG mit verschiedenen Interpreten), bin jedoch mit beiden nicht restlos glücklich. Insbesondere wegen der Impromptus und Nocturnes bei DG oder der Polonaise Op.44 und dem 4.Scherzo bei Ashkenazy(letzeres spielt dieser wirklich hässlich). Deshalb meine naheliegende Frage an Euch: kennt Ihr eine wirklich zufriedenstellende Aufnahme ALLER Werke evtl. mit Magaloff oder Harasiewicz?
