Beiträge von Hildebrandt

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    Original von Ulli
    ... es klingt (zumindest am Beginn) leicht "versetzt"... aber noch nicht als synkopisch zu bezeichnen.


    Hm, die ersten Manualeinsätze sind aber synkopisch...


    Jetzt weihnachtet's noch:



    Keisers Weihnachtsoratoriümchen ist ganz putzig, Graupners Magnificat schon von anderem Kaliber.


    Beides machen die Rastatter aber ausgezeichnet. :yes:


    :jubel: :jubel: :jubel: :jubel:

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    Original von klingsor
    in meinen auch.


    letztlich ist für mich trotz meiner hip-begeisterung richter der immer noch unübertroffene ...


    :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel:


    Heute klingt das für mich wie Johann Sebastian Wagner oder Richard Bach. :D


    Aber nun zur Orgel:



    Diese Orgel klingt auf CD immer besser als in der Kirche, aber ein bisschen matschig wirkt es hier schon manchmal, wenn die großen Bässe nicht so schnell ansprechen können. (War's das ,was Du meintest, Ulli?)


    Ansonsten:
    :jubel: :jubel: :jubel: :jubel:
    für die flotte, trotzdem altmeisterliche Spielart.

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    Original von ThomasBernhard
    Ein Freund von mir schwört auf eine Gesamtaufnahme der Werke für Laute (?)solo. (harmoinia mundi france? -> jetzt brilliant?) Da muß ich nochmal nachfragen...


    Ehemals bei "bis". Wärmstens zu empfehlen.
    Außerdem besteht bei dem Preis kaum ein Risiko.


    Die beste Auswahl-CD ist auch meiner Meinung nach die hier schon genannte:


    Mit Dellers Stimme habe ich meine Schwierigkeiten, mir sind Emma Kirkby oder Gerard Lesne z. B. damit



    viel lieber. :yes:

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    Original von Glockenton
    Suzukis "Chor"besetzung ist ja mit 3 Sänger pro Stimme teilweise (d.h. im Tutti) identisch gegenüber der von van Veldhoven praktizierten maximal Drei-Sänger-pro-Stimme-Lösung. Singen bei Suzuki die Solisten nicht auch -wie bei Bach- aus dem Chor heraus? Ich meine jedenfalls, das Timbre des Solo-Bassisten gut heraushören zu können. Der Unterschied besteht nach meinem Dafürhalten darin, dass bei Suzuki die drei Choristen durchgängig bei Chorsätzen zum Einsatz kommen und bei van Veldhoven nur an bestimmten massiveren Stellen.


    Lieber Glockenton,


    Suzuki lässt bei Bach immer – auch bei den Kantaten – die Solisten alle Chorpartien mitsingen.


    Allerbesten Dank aber erst einmal für die Interpretationsvergleiche der verschiedenen Aufnahmen.
    :jubel: :jubel: :jubel:


    Bei mir hat Suzuki Leonhardt vom ersten Platz auf dem Siegertreppchen verdrängt, ohne dass ich deshalb auf den Altmeister verzichten will.
    Aber ich glaube auch, dass der Vergleich zwar Früchte bringt, trotzdem jede Aufnahme ihre Meriten und damit einen Platz im Regal verdient hat – das schriebst Du ja auch schon so ähnlich.


    Es gibt noch eine Reihe weiterer Aufnahmen (Parrott, King, Dantone, Concerto Köln), die wahrscheinlich mehr als eine bloße Erwähnung verdienen. Um dazu etwas sagen zu können, muss ich sie aber erst einmal wiedergehört haben.


    Grüße
    Hildebrandt

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    Original von zatopek
    Hallo Bernhard,



    Also dürfte doch eigentlich alles dafür sprechen, dass es sich bei dem von Bach für die 6. Suite geforderte fünfseitige Instrument nicht um ein Violoncello piccolo, sondern und die Viola Pomposa handelt, oder ?


    "Violoncello da spalla" heißt das Ding.
    Nebenbei: Bei Forkel sind Vorsicht und Argwohn immer gute Ratgeber.
    Diese pomposa-Geschichte halte ich für fragwürdig.


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    Was ist denn jetzt eigentlich der Unterschied zwischen dem Violoncello piccolo und der Viola Pomposa ? Größe ? Spielweise ? Die Violo Pomposa wird ja - wie auf dem Bild mit Kujiken gezeigt - an die Schulter des Bogenarms gedrückt. Ich stelle es mir sehr schwierig vor, so zu spielen.


    Einfach "Violoncello da spalla" bei Gugel eingeben, und man wird belehrt. Da tauchen ziemlich am Anfang z. B. zwei Videolinks auf – da sieht man's dann auch.


    Wenn ich mich recht erinnere, wurden schon alle Bach-Cello-Suiten für das Vds reklamiert. Ob Bylsma oder Kuijken sich da in die Bresche warfen, weiß ich jetzt nicht mehr.


    Wie wär's, wenn sich unser Cellist mal zur praktischen Seite äußerte? :hello:

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    Original von Ulli
    Die Bearbeitung, welche ich oben zeigte, beginnt verhalten und steigert sich dann ziemlich extrem.


    Klingt nach dem Arrangement von Max Reger für Klavier vierhändig.


    Zitat

    Das gefällt mir auf dem Klavier sehr gut...


    hat aber mit der bachschen dynamischen Disposition nichts zu tun.



    Zitat

    bei Orgel bin ich mir da aber nicht so sicher. Es sollte jedenfalls nicht zu besinnlich klingen.


    Eine sehr gute Möglichkeit wäre:



    Recht unbesinnlich und mit Posaune 32'. :D

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    Original von Wulf


    Musik ist Musik ist Musik.


    Eben.


    Und dazu den Schlusssatz des Eingangspostings von C. Huth:


    Zitat

    Das vorschnell ausgesprochene Werturteil "Das ist keine Musik!" ist nur insofern "praktisch", als dass es ermöglicht, eine Schublade ein für alle mal zuzumachen. Diese Praktikabilität ist aber doch eine eher zweifelhafte. Ich persönlich halte mir den Weg lieber offen.


    Das genügt doch.
    Da muss man hier doch nicht ellenlang die Schranken in den Köpfen als fundiertes Urteil ausgeben.
    Schließlich war die Frage deutlich erläutert.
    Es hieß nicht "Welche Stammtischparolen über die neue Musik wiederholen wir heute?" :D

    Zitat von Johannes Roehl

    Meines Wissens sind die 6 genannten Sonaten von Bach hier die ganz große Ausnahme/Neuerung und werden daher als besonders Vorläufer der späteren Klavier/Violinsonate gefeiert.

    Das gibt es ja noch in den Mozartsonaten für Klavier & Violine (in dieser Reihenfolge) und hat Parallelen in den Pièces de clavecin en concert, etwa von Rameau, wo man die Streicher sogar ganz weglassen kann.
    "Vorläufer"? Naja, man kann sie auch ohne Nachfolger goutieren.
    Jedenfalls geht es um die Emanzipation des Cembalos aus der bloßen b. c.-Rolle im Zusammenspiel mit anderen Instrumenten.



    Zitat

    Das andere kann ich nicht beantworten, aber die Quellenlage bei den Sonaten für Vl + b.c ist meiner Erinnerung nach unübersichtlich. Es kann sein, daß es mehrere in unterschiedlichen Fassungen gibt.

    BWV 1021 liegt als Autograph vor, die anderen nur in Abschriften.
    Bei BWV 1022 ist selbst das BWV nicht ganz eindeutig. Zwar heißt es, dass es nur eine Abschrift gäbe (von einem Autograph ist nicht die Rede), aber dass dort die Violinstimme "um 1 Ton herabgest." sei. Der Bezug ist aber nicht ganz deutlich.


    Haben wir Dich jetzt ausreichend verwirrt? :D

    Zitat

    Original von Pius
    Wer hilft mir?


    Na ich. :D


    BWV 1014-1019 sind im Autograph überschrieben:


    "Sei Suonate à Cembalo certato e Violino Solo, con Basso per Viola da Gamba
    accompagnato se piace."


    Es handelt sich um eine auskomponierte Cembalostimme und eine solistische Violine. Wenn man will, darf eine Gambe die Baßstimme mitfiedeln. Einen bezifferten Baß gibt es hier nicht.


    Wohl aber in BWV 10021, 1023 und 1024. Hier steht unter der Violinstimme ein beziffertes Baßsystem, das zuerst mit Tasteninstrument realisiert wird, aber auch mit Streicherverstärkung (Gambe, Cello) verstärkt werden kann – also eindeutig für Violine & b. c.


    BWV 1022 ist ein Sonderfall, denn "die Echtheit der auf einen von Bach stammenden Baß aufgepaßten Oberstimme wird angezweifelt" (aus dem BWV). Die Baßstimme ist mit der von BWV 1021 und 1038 identisch und möglicherweise eben später von einem anderen Autor auf den Bach-Baß komponiert worden.
    Von der bloßen Faktur her handelt es sich aber wie bei den sechs Sonaten 1014 - 1019 um eine Sonate für Violine und Cembalo (ohne b. c.), wie bei Goebel ganz richtig angegeben.


    Hat's geholfen? :hello:

    Zitat

    Original von Glockenton
    Es ist wohl müssig, sich über eine so harmlose Sache wie lediglich eine kurze Aufstellung jener Musiker derart kritisch und bierernst zu ereifern, denen man - in diesem Fall am Cembalo- subjektiv am liebsten zuhört.


    Lieber Glockenton,


    nun mal langsam. Vielleicht hätte ich hinter jede Zeile ja ein Smilie hängen sollen, aber das hätte ziemlich albern ausgesehen.
    Jedenfalls liest sich das anders, wenn ich mich "bierernst ereifere".


    Mir stieß erst einmal auf, dass jemand wie Du, für den es keine große Mühe wäre, zu beispielsweise Leonhardt einen fundierten, ebenso lesens- wie bedenkenswerten Text einzustellen, hier der Listenmanie erliegst. Nachdem mich bereits gefühlte 250 Listen genervt hatten, bist ausgerechnet Du zum Auslöser meiner Reaktion geworden. Es hat da schon den Falschen getroffen, geb ich zu. Das tut mir leid, nix für ungut.


    Zum ListenAbgesehen davon, dass Tamino eigentlich mit einem anderen Niveau als dem des Listenforums Respekt erlangt hat, bringen solche Aufzählungen doch nun wirklich nicht viel Lohnendes. Wäre ich derzeit Mitleser, hätte ich jedenfalls wohl nicht viel Lust, Mitglied zu werden.


    Dagegen wäre eine Reihe von Threads, in denen einigermaßen bedeutende Cembalisten vorgestellt werden, doch eine ganz andere Sache.
    Ein Portrait von Gustav Leonhardt aus Deiner Feder wäre doch ein wunderbarer Anfang.
    Und wo sind wir denn, wenn wir uns hier vor längeren Texten fürchten sollten?


    Zitat

    Sich z.B. über die Frage der Gewichtung zwischen den wechselseitig sich beeinflussenden Parametern Artikulation, Agogik und metrisches Pulsempfinden bei bestimmten Cembalisten vergleichend auszutauschen, hätte ja noch im Anschluss interessant werden können.
    Auch über das "gewisse Ohngefähr" bei der Ausführung der Ornamente und des Arpeggios hätte ein Kenner in Bezug auf den Personalstil einzelner Cembalisten möglicherweise einige lesenswerte Aussagen treffen können.


    Du sagst es. Aber das hat ja nun eben nichts mehr mit einer Liste zu tun.


    Obendrein tun Listen immer denen Unrecht, die nicht drinstehen. Das betrifft nicht nur die 'Oberliga', die sich auch nicht mit fünf Namen abhandeln lässt. Bei großen Orchestern mag das anders sein, aber der einzelkämpferische Orchideenfächler hat es da sehr schwer.
    Was ist mit den vielen bemerkenswrten Interpreten bzw. deren Aufnahmen, die nur nicht das Glück haben, bei Amazon oder jpc gelistet zu werden? Das wäre auch eine Liste:
    Kinsela, Marti, Pertis, Wjuniski, Heindl, Häkkinen, Gumz, Kroll, Harbach, Basten, Anderson, Heyerick, Penson, Sartoretti, Weimann, Gentili usw. usf.


    Begraben wir den Streit, bevor er ausbricht.
    Und über einen Leonhardt-Thread von Dir wäre ich wahrhaft erfreut. Und das ist jetzt keine captatio benevolentiae.


    Friedvolle Grüße
    Hildebrandt :hello:

    Glückwunsch zu den günstigen Entwicklungen!
    :hello:


    Zitat

    Original von der Lullist
    Das was ich anstrebe ist eine Antithese zu unserer heutigen Gesellschaft.
    Ich sage es den Leuten ins Gesicht, dass die Aufklärung eine Lüge in meinen Augen war, die Revoltuion von 1789 die größte Sauerei vor den Weltkriegen und Demokratie und Freiheit ein Massenbetrug ist.


    Da aber werde ich wohl mal meine kleine Tischguillotine ölen müssen. :D

    Zitat

    Original von Glockenton
    ...aber, aber, lieber geschätzter Hildebrandt und Cembalofanatiker[SIZE=7] ( ich weiss ja auch schon längst, warum Du und Deine Gefolgschaft in Bach-Kantaten so sehr für die Continuo-Verwendung des Cembalos bist: Ihr wollt die Dinger halt so oft wie möglich hören...und nicht nur der "historischen Wahrheit" genüge tun)[/SIZE] :stumm: :untertauch:


    Ob Du da mal auf der richtigen Fährte bist...
    Eigentlich bin ich eher Orgelfanatiker. :baeh01:


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    ...selbst als Alte-Musik-Freund muss man doch nicht immer gleich alles so ernst nehmen.


    Nicht immer gleich? Das ist die x-te ...liste hier!


    Zitat

    Diese Listen sind ja nicht unbedingt objektive Qualitätsrankings


    Aber bedingt? Na, danke.


    Zitat

    sondern eben ein vergnüglicher Zeitvertreib


    Da weiß ich auf der Stelle 999 vergnüglichere Zeitvertreibe (nein, ich zähle sie nicht auf).


    Zitat

    für Liebhaber dieser Musik,


    Eher für Opfer des Listenwahns. Scheint kaum heilbar zu sein.


    Zitat

    die zufällig auch noch in diesem Forum unterwegs sind.


    Und sich wahrscheinlich mit Grausen wenden.


    Zitat

    Gerade im nicht populärklassischen Bereich der winzigen Cembalo-Nische ( also sozusagen in der Netrepko&Co-freien Zone) wäre doch eine kurze Einschätzung jener Musikliebhaber,die mit eingehender Fachkenntnis und Hörerfahrung aufwarten können( zu denen Du doch ganz sicher gehörst) einmal durchaus für den Rest der Welt interessant.


    Die captatio benevolentiae gehört aber vorne hin. :D
    Warum darfs denn keine längere Einschätzung, garniert mit ein bisschen Differenzierung, sein? Weil man dann mehr als ein paar Namen schreiben müsste? Weil es für die meisten Zeitgenossen mittlerweile zu beschwerlich ist, mehr als zwei Sätze hintereinander zu lesen?

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    Dass man nicht wirklich derart pauschal und seriös über Künstler und ihre Kunst in Listenform urteilen und sie miteinander vergleichen kann, dürfte doch hoffentlich allen klar sein.


    Dann lassen wir es doch einfach sein.


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    Ein guter Cembalist wird -wie andere Musiker auch- seinen Personalstil haben, den man mögen oder auch nicht mögen kann. Relativierend kommt ja noch hinzu, dass es auch Cembalisten Menschen sind(!), d.h. sie haben ihre Hochs- und Tiefs, und sie verändern und entwickeln sich auch im künstlerischen Bereich. Ein Platz in so einer Liste wird also nicht besonders aussagekräftig sein können.


    Wozu dann überhaupt der Unfug?


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    Aber trotzdem, weil es zwischendurch einmal ganz nett ist:


    Wie geschrieben, ganz nett ist anders.

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    Original von Pius
    Liste mit Euren - sagen wir mal 5 - liebsten Cembalisten des barocken Repertoire.


    Leider nur vier:
    Tinky Winky,
    Dipsy,
    Laa Laa
    und Po. :D


    Aber mal im Enst: Was soll denn das nun wieder? Statt froh zu sein, dass es einen ganzen Haufen exzellenter Cembalist(inn)en gibt, die glücklicherweise alle ihre Eigenarten haben, willst Du nun hier noch so eine tolle Liste.
    Guck doch Fußball, da gibts immer Listen, Tabellen und sonst so schöne Sachen. :D
    Aber den Listenwahnsinn hier finde ich allmählich mehr als peinlich.


    Sophie Yates hat durch ein glattes Unentschieden bei den Händel-Suiten gegen Scott Ross ihren dritten Platz behaupten können, während Ottavio Dantone aufgrund mehrerer verschleppter Triller in den Standardsituationen im Derby gegen Rinaldo Alessandrini leider das Nachsehen hatte und in die Nähe der Abstiegszone geriet?


    Danke! Ohne mich – ich lass mich doch bei Musik nicht auf irgendwelche 'Lieblinge' festlegen. :boese2: