Das Thema ist ja schon länger nicht mehr interessant.Aber nachdem ich heute wieder einmal von DFD's Maniriesmen gelesen habe,kann ich mich nicht mehr zurückhalten.Immer wieder hält man diesem Künstler seine Wortdeutlichkeit und seinen Hang für Maniriesmus vor.Sehr oft sind es Leute die ihn vielleicht gar nie im Konzertsaal gehört haben.
Ich habe unzählige Interviews mit ihm gehört,in denen er hörbar verärgert war,daß man ihm das immer vorgehalten hat.Welcher Sänger hat sich so für das Lied eingesetzt,war darum bemüht auch die Hintergründe zu erforschen,sich in den Komponisten hineinzudenken.Natürlich war auch er nicht immer gleich,aber als maniriert habe ich ihn nie empfunden.Und ich habe beinahe alle seine Aufnahmen,und sehr viele Livemitschnitte von Opern und Liedern,und ihn im Konzertsaal gehört.Ich habe schon langsam das Gefühl daß ein 'denkender' Sänger von vornherein als maniriert abgetan wird.Daß DFD mein Lieblingssänger ist,der mir mit seinem Vortrag die Liebe zum Lied in das Herz gesenkt hat,den ich aber durchaus auch als Opernsänger schätze,selbst als immer wieder vernichtend kritisierten Rigoletto,ist aber nicht der Grund meines Beitrages.Es tut mir nur leid,daß das, was er selbst immer bestritten hat noch immer nachgebetet wird.Sicher,nicht jedem muß seine Stimme gefallen,aber seinen Vortrag ständig zu kritisieren finde ich nicht richtig.Ich wage zu behaupten daß ein Svatoslaw Richter ihn wohl nicht begleitet hätte,wenn es so gewesen wäre.
LG Lotosblume