Beiträge von Pius

    Hallo!



    Ich habe heute beide Aufnahmen, die ich habe, angehört. Es handelt sich um diese:



    Mir gefallen beide etwa gleich gut, wobei ich etwas zu Jansons tendiere. Möglicherweise, weil ich mit dieser CD die Symphonie kennengelernt habe. Entweder haben beide das Zeug zur Referenzaufnahme oder keine. Ich fürchte, eher zweiteres. Ich sollte dringend mal andere Interpretationen hören.


    @Peter: Welche unverkennbare Programmatik meinst Du?
    Die "aufgelockerte Form" ist mir bewußt, und auszugsweise klingt das Werk eher nach Symphonischer Dichtung (mit viel Phantasie auch mal Vogelzwitschwern im 1. Satz), aber dennoch ist es für mich "absolute Musik".


    Viele Grüße,
    Pius.

    Hallo!


    Zitat

    Wer sind die "größten" und "wichtigesten" Komponisten von Klaviermusik.


    Natürlich sind auch Komponisten zugelassen, die noch für andere Tasteninstrumente komponiert haben, deren Werke aber heute auch auf dem Piano gespielt werden.


    Max. 5 Komponisten sind zugelassen.
    Eine Begründung ist wie immer gerne gesehen!


    Die fünf "größten" Klaviermusikkomponisten aus meiner Sicht sind (es sind auch meine "Lieblings-Klavierkomponisten"):


    J.S.Bach
    Allein das WTK und die Goldbergvariationen würden reichen, um seine Nominierung zu rechtfertigen, aber da ist noch so viel mehr...


    L.v.Beethoven
    War lange Zeit mein absoluter Favorit, wenns um Klavierkompositionen geht: Fünf tolle Klavierkonzerte und viele herausragende Sonaten (opp. 106, 111, 57, 53, 13, ...).


    F.Chopin
    Für mich der Meister der "kleinen" Stücke, aber auch z.B. seine 2. Klaviersonate begeistert mich immer wieder.


    W.A.Mozart
    Für mich nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ der herausragende Klavierkonzert-Komponist: ein wunderschönes Meisterwerk nach dem anderen. Und seine Sonaten sind auch nicht zu verachten...


    F.Schubert
    Inzwischen sind Schuberts späte Klaviersonaten in meinem Ansehen über (fast) alle Beethoven-Sonaten gestiegen. Einfach phantastisch! Und kaum zu glauben, daß sich so lange kaum jemand mit ihnen beschäftigt hat.


    Oh, jetzt ist kein Platz mehr für Schumann. Na ja, er wurde ja schon von anderen erwählt, da ist das nicht so schlimm...


    Viele Grüße,
    Pius.

    Hallo, Peter!
    Ein thread zu Dvoraks Achter, das finde ich gut!
    Nur leider habe ich Dvoraks Achte schon viel zu lange nicht mehr gehört. Das wird morgen, d.h. heute nachgeholt! Dann kann ich auch näheres zu meinen Aufnahmen und meinen Eindrücken sagen.
    Eines ist mir jetzt schon klar: Ich finde, das Werk steht zu unrecht im Schatten der populären Neunten. Qualitativ sind Dvoraks späten Symphonien sicher nicht weit auseinander.


    Der Beiname hat mich etwas stutzig gemacht. Die Bezeichnung "Die Englische" kenne ich zu dieser Symphonie gar nicht. Sie würde auch eher zu Dvoraks Siebter passen, da sie zu seiner Ehrenmitgliedschaft in der London Philharmonic Society komponiert und auch in London uraufgeführt wurde. Die Achte hingegen wurde, wie Du auch geschrieben hast, für das Prager Publikum komponiert. Bist Du sicher, daß der Beiname so stimmt?
    Viele Grüße,
    Pius.

    Hallo!
    Ich möchte anmerken, daß es "Meeresstille und glückliche Fahrt" nicht nur von Mendelssohn, sondern auch von Beethoven gibt - es ist sein op. 112, für "gemischten Chor mit Begleitung des Orchesters" komponiert.
    Weils so schön ist, nun das zugrunde liegende Goethe-Gedicht:


    Meeresstille


    Tiefe Stille herrscht im Wasser,
    ohne Regung ruht das Meer,
    und bekümmert sieht der Schiffer
    glatte Fläche rings umher.


    Keine Luft von keiner Seite!
    Todesstille fürchterlich!
    In der ungeheuren Weite
    reget keine Welle sich.


    Glückliche Fahrt


    Die Nebel zerreißen,
    der Himmel ist helle
    und Äolus löset
    das ängstliche Band.


    Es säuseln die Winde,
    es rührt sich der Schiffer.
    Geschwinde! Geschwinde!
    Es teilt sich die Welle,
    es naht sich die Ferne;
    schon seh ich das Land!



    Gar nicht meeresstill geht es in Anton Bruckners letzter vollendeter Komposition zu, dem Gesang für Männerchor und Orchester "Helgoland".
    Feindliche Schiffe steuern auf die Insel zu, und die Helgoländer beten, ein Unwetter möge die Schiffe zum Kentern bringen. Das geschieht dann auch. Zugrunde liegt die deutschnational angehauchte Ballade "Helgoland" von August Silberstein.


    Viele Grüße,
    Pius.

    Hallo!
    Kürzlich erst gekauft habe ich mir diese beiden CDs:



    Ich habe auch schon reingehört und bin mir sicher, daß es ein guter Kauf war. Die Aufnahme wird nicht umsonst so oft gelobt.


    Altbewährt ist für mich in der Cembalo-Version Karl Richter mit dem Münchener Bach-Orchester:



    Viele Grüße,
    Pius.

    Hallo!
    Die fünfte Symphonie ist nach wie vor für mich eines der allergrößten Meisterwerke der Musikgeschichte, ein Wahrzeichen der abendländischen Musik.
    Seit ich die Gardiner-Gesamtaufnahme neu kennenlernte, war ich sehr angetan und bei einigen Symphonien hatte ich eine neue Lieblings-Aufnahme. Aber bei der Fünften ist es nach wie vor Karajan.
    Eine "schlechte" Einspielung der Fünften habe ich auch noch nicht gehört, allerdings einmal live im Konzert.


    Zitat

    Original von Caesar73
    Daneben höre ich die "Fünfte" auch ausgesprochen gerne in der Klaviertranskription von Franz Liszt. Die Klavierfassung hat manche Vorzüge. Natürlich ist sie längst nicht so "farbig" wie das Original. Aber die Transparenz lässt die Architektur des Werkes viel plastischer hervortreten. Beethovens Symphonien einmal anders. Kann ich nur empfehlen!


    Dem kann ich mich anschließen, ich höre die Klavier-Version auch gerne, meine Einspielung ist folgende:


    Viele Grüße,
    Pius.

    Hallo, Ulli!
    Meine These war: Die (meisten) Komponisten wünschten sich eher, daß ihre Werke Herz, Geist und Seele des Publikums erreichen, als daß sie perfekt (d.h. fehlerfrei) gespielt werden. Ich dachte da an Beethovens "Von Herzen - möge es wieder zu Herzen gehen".


    Und die von Dir zitierten Passagen bestätigen das meiner Ansicht nach. Er beschwert sich ja, daß "Geist und Feuer" bei den Darbietungen fehlen bzw. "Geschmack und Empfindung". Mit "ein bloßer Mechanicus" hat er sich ja gegen fehlerfreie, seelenlose Interpretationen geäußert.

    Zitat


    Aber auch Mozart stellte sich sehr gerne als "Star" dar, in dem er seine Mitstreiter herunterspielte und deren technische Unzulänglichkeiten an die große Glocke hing.


    Nun, ich halte Mozart zwar für das größte Musikgenie aller Zeiten, aber menschlich ein Vorbild ist er sicher nicht.
    Viele Grüße,
    Pius.

    Hallo, Ulli!

    Zitat

    Original von Ulli
    Warum immer dieser Perfektionismus?
    Mir geht es so, dass ich lieber auf die Perfektion zugunsten eines Erlebnisses verzichte und im life-Konzert auch Ausrutscher oder Fehler akzeptiere, die schnell vergessen sind, da ich von der Darbietung als solche total fasziniert bin. Geht es bei musikalischen Darbietungen nicht vielmehr um Herz, Geist und Seele als um perfektes Spiel? Und wenn schon Perfektion, muss sie dann nicht technisches und musikalisches Können vereinen?


    Ich bin ebenfalls absolut Deiner Meinung!
    Hinzufügen möchte ich noch, daß sich Interpreten meiner Meinung nach im Klaren sein sollten, daß sie ein wichtiges kulturelles Erbe darbieten und im "Dienste" des Komponisten dabei stehen.
    Für große Selbstdarstellung im Sinne "Ich bin der Star" habe ich wenig übrig.
    Und die klassischen Komponisten (das unterstelle ich einfach mal) wollten sicherlich, daß ihre Werke so dargeboten werden, daß die Zuhörer davon "ergriffen" sind, Herz, Geist und Seele des Publikums erreicht werden. Und eher sekundär, daß der Ausübende "perfekt" spielt.
    Viele Grüße,
    Pius.

    Hallo!
    Bevor ich nun schlafen gehe, ein kleiner Tip für Kammermusik-Radiohörer. So denke ich hoffentlich morgen...äh heute auch selbst dran:


    5.6. 15:30 HR 2


    Beethoven: Klaviertrio Es-dur op.1Nr.1
    Saint-Saens: Klaviertrio Nr.2 e-moll
    Dvorak: Klaviertrio e-moll "Dumky"


    Trio Bamberg


    Mein "Erstkontakt" mit der Kammermusik von Saint-Saens...mal sehen, wie´s wird.
    Viele Grüße,
    Pius.

    Hallo!
    Die "Appassionata" ist zurecht eine der populärsten Beethoven-Sonaten. Ich halte sie für eine der besten, da sie neben ihrer kompositorischen Meisterschaft sehr ausdrucksstark ist und mich trotz/wegen ihrer Extreme immer wieder in ihren Bann zieht.
    Diesmal habe ich nichts gegen den Beinamen einzuwenden, obwohl er nicht von Beethoven stammt, er ist einfach zutreffend.


    Die Richter-Interpretation wird zurecht gelobt und ich war von diesem extremen Spiel beeindruckt. Aber zur "Lieblings-Aufnahme" ist sie zu extrem.
    Mein Favorit ist hier Friedrich Gulda. Auch sonst habe ich diese Anschaffung

    nie bereut, vor allem wegen der Sonaten. :yes: Die "Appassionata" gibts hier gleich zweimal, meine Favorisierung bezog sich auf die 1973er-Aufnahme.
    Allerdings habe ich nie eine "Appassionata" gehört, bei der ich nicht die enorme Spannung dieses Werkes gespürt habe. Moment, ein gewisser kanadischer Interpret hat hier mal wieder (absichtlich) versagt... ?(
    Viele Grüße,
    Pius.

    Hallo, Richard!
    Diese Aufnahme ist ein Klassiker. Der Text ist von Loriot mit einer Prise feinem Humor. Ich kenne nur zwei Aufnahmen, würde diese aber vorziehen.



    Ob Böhm ein guter Prokofiew-Interpret ist, kann ich wahrlich nicht beurteilen. Aber ich glaube, bei diesem Werk kommt es nicht so sehr darauf an.
    Viele Grüße,
    Pius.

    Hallo, Ulli!

    Zitat


    Dein Geschmack ist absolut in Ordnung, was den Bösendorfer-Flügel betrifft


    Ich meinte den Interpreten/die Interpretation, nicht das Klavier.

    Zitat


    Kann es sein, dass die Aufnahme aus den 1980ern oder 1990ern ist? Dann kenne ich sie im mindesten teilweise.


    Die vorgestellte Gesamtaufnahme von Andras Schiff ist von 1980.

    Zitat


    Kann mir übrigens in diesem Zusammenhang jemand verraten, welche/r Pianist/in die Rondos, Variationen etc. in der Complete Mozart Edition 1991 von Philips eingespielt hat? ICh ersteigerte kürzlich diese CD's - jedoch bedauerlicher Weise ohne Begleitheft und Schuber[t]. Die Sonatenausgabe ist, soweit ich mich erinnere von Mitsuko Uchida, die ich gerne mag. Aber diese Rondos und Variationen sind kurz vor grauenhaft... Wer ist der Übeltäter?


    Die Variationen sind alle von Ingrid Haebler eingespielt.
    Meinst Du mit Rondos KV 511 und so? Das ist auch von Uchida.
    Ich habe von Ingrid Haebler die beiden letzten Klavierkonzerte. Mag ich auch nicht besonders.
    Viele Grüße,
    Pius.

    Hallo!


    Zunächst mal zur Fragestellung: Ohrwurm oder Nervensäge? Das klingt, als würden sich die beiden Begriffe ausschließen, tun sie aber nicht (man denke an diverse eingängige Popsongs, mit denen man überall belästigt wird).


    Nun zu meiner Antwurt: Ohrwurm auf jeden Fall! Diese Melodien vergesse ich nie und sie fallen mir immer wieder mal einfach so ein. Nervensäge nein! Für mich ist die Kleine Nachtmusik ein kleines Meisterwerk und einfach wunderschöne Musik. Vielleicht liegts an meinen noch jungen Jahren, aber ihrer überdrüssig bin ich noch lange nicht.


    Empfehlen kann ich die Einspielung von Marriner mit der Academy of St. Martin in the Fields (ich halte Marriner für einen sehr guten Mozart-Dirigenten), vor allem für die, die es schnell mögen (17 Minuten).
    Ich greife meistens, wenn ich KV 525 hören will, nach dieser CD



    die ich hauptsächlich wegen der Ouvertüren gekauft hatte. Vielleicht eine "Durchschnittsinterpretation", aber mir gefällt die beschwingte, "harmlose" Interpretation. Paßt zur Musik.
    Viele Grüße,
    Pius.

    Hallo!
    Erstaunlich, daß noch niemand diese Gesamteinspielung erwähnt hat:



    Ich bin begeistert von dieser Aufnahme. Zugegeben, ich kenne die Steier-Aufnahmen nicht, aber bei Andras Schiff reinzuhören lohnt sich auf jeden Fall.
    Ich finde hier auch den Klang sehr angenehm, das mag am eher kammermusikalischen Bösendorfer-Flügel liegen.
    Kennt jemand die Schiff-Einspielung? Habe ich einen abwegigen Geschmack oder stimmt Ihr mir zu?
    Viele Grüße,
    Pius.

    Hallo!
    In einer halben Stunde beginnt in 3sat übrigens der Film "Der Tod und das Mädchen" von Roman Polanski nach dem gleichnamigen Theaterstück des argentinischen Schriftstellers Ariel Dorfman.
    Wie der Titel nahelegt, spielt das Streichquartett d-moll von Schubert eine große Rolle in diesem Film.
    Viele Grüße,
    Pius.

    Hallo!
    Sorry, ich habe das gerade eben gelesen und denke, es paßt hierher:


    Zitat

    Bitte , beniesse dieses wundervolle Werk , das dermassen überbordet von Schumanns Begeisterung für ganz junge Menschen , dass es einem ganz wunderlich zumuthe werden muss - und auch darf !


    Ich meine das zweite Wort im Satz...


    Viele Grüße,
    Pius.

    Hallo!


    Zitat

    Original von ThomasBernhard
    Keine Angst vor Honegger, so "modern" ist er nicht... (das schreibe ich als Lockmittel für die Modernitätsangsthasen, Honegger wäre sicher beleidigt)
    Als Einstieg empfehle ich "Pacific 231"
    Pacific 231 ist eine musikalische Eisenbahnfahrt von ca. 6 Minuten länge. Ein Dampfschnellzug fährt an, beschleunigt zu voller, erquicklicher Fahrt und kommt schliesslich im Zielbahnhof an. Sehr nettes Stück, gut komponiert und zugleich reine Wohlfühlmusik.


    Ich als einer der angesprochenen "Angsthasen" habe heute meine Ängste überwunden :D und mir mal "Pacific 231" angehört.
    Es fand sich - lange von mir ignoriert - auf CD 11 der Harenberg-Konzertführer-CDs. Die Aufnahme ist von Ernest Ansermet mit dem Orchestre de la Suisse Romande (auch ein Provinzorchester?). Mein Höreindruck entspricht genau der Beschreibung von Markus. Ich hatte noch eine nicht mehr wegzukriegende spontane Assoziation zu dem Bahnhof-Bild von Monet.
    Es ist vielleicht auch interessant, was der Künstler selbst (Honegger, nicht Monet) zu seinem Werk sagt:


    "Lokomotiven habe ich immer leidenschaftlich geliebt. Für mich sind sie lebendige Wesen, wie andere Frauen oder Pferde lieben.
    Was ich zu schildern versucht habe, ist nicht die Nachahmung der Geräusche der Lokomotive, sondern die Wiedergabe eines visuellen Eindruckes und eines physischen Wohlempfindens durch eine musikalische Konstruktion. Diese geht von der sachlichen Beobachtung aus: das ruhige Atmen der stillstehenden Maschine, die Anstrengung beim Anfahren, die allmähliche Steigerung der Geschwindigkeit bis zum lyrischen Zustand, zum Gewaltig-Pathetischen eines Eisenbahnzuges, der mit seinen 300 Tonnen Gewicht mit einer Stundengeschwindigkeit von 120 Kilometern durch die tiefe Nacht rast."


    Viele Grüße,
    Pius.

    Hallo, Ulli!



    Wie ich oben schon geschrieben habe, ist das Schönheitsempfinden etwas absolut subjektives; diese subjektive Sicht ist aber (häufig unbewußt) kulturell geprägt durch den Kulturkreis, in dem man lebt.
    So kommen die Phänomene zustande, daß was z.B. in Teilen Afrikas als Schönheitsideal gilt, z.B. Frauen mit Lippen- und Ohrenpflöcken, "uns" häßlich erscheint.
    Nun zur Musik. Da fällt mir eine (angeblich wahre) Anekdote ein:
    Der Botschafter von Siam (muß also schon eine Zeit lang her sein) wurde in die Oper eingeladen - ich verschweige mal den Komponisten, an dem liegts nicht (obwohl das einige anders sehen würden). Es war seine allererste Erfahrung mit der europäischen Musikkultur. Anschließend wurde der Botschafter bei einem Empfang gefragt, was ihm denn am besten gefallen habe. Er antwortete: "Das ganz am Anfang." Man spielte ihm die Ouvertüre auf dem Plattenspieler vor, er aber erwiderte: "Nein, ich meinte das davor."
    Wie sich herausstellte, hatte ihm das Einspielen des Orchesters am besten gefallen.
    Möglicherweise bin ich ein ebensolcher "Banause", wenn ich zu einem Konzert mit ostasiatischer Musik eingeladen werden sollte...
    Viele Grüße,
    Pius.


    P.S.: Bei indischer Klassik habe ich auch nicht mehr "Ausdauer" als Du, Ulli.

    Hallo!
    Heute habe ich mir unter anderem diese beiden CDs gekauft:




    Dieser Kauf stand eigentlich schon lange aus. Als Cembalokonzerte habe ich schon gute Aufnahmen der Bach-Konzerte, und meine Naxos-Aufnahme mit modernem Flügel hat nun wohl ausgedient...


    Viele Grüße,
    Pius.

    Hallo!

    Zitat

    Original von Klassikliebhaber
    TESTAMENT CDs sind allgemein teuer (siehe Michelangeli CD oder Violin Players). :(


    Wie ist aber die Aufnahmequalität? Viel Rausch,wenig Klang oder umgekehrt?


    Nein, die Aufnahme ist nicht verrauscht. Auch sonst gefällt mir diese Einspielung des fünften Klavierkonzerts. Wie das vierte ist, weiß ich nicht, ich habe das fünfte auf einer CD eines Billig-Labels (müßte ein EMI-Ableger sein) zusammen mit Mozarts zwanzigstem. Inzwischen scheinen die Rechte zu Testament gewandert zu sein.
    17 Euro würde ich dafür aber nicht ausgeben.
    Viele Grüße,
    Pius.

    Hallo!


    Wenn ich an das Verdi-Requiem denke, dann denke ich sofort an das Eröffnungskonzert der Rheingau-Musikfestspiele vor ein paar Jahren in der Klosterkirche Eberbach.
    Eines der beeindruckendsten Konzerte meines Lebens! Dieses "Dies Irae" und "Tuba Mirum" an diesem Ort und so hervorragend aufgeführt!
    Verdis Requiem schätze ich spätestens seitdem sehr, auch wenn für mich Mozarts Requiem das beste bleibt.
    Etwas Sekuläres haftet dem Werk schon an, aber insgesamt ist es auch als religiöse Komposition überzeugend.
    Ich habe die Einspielung mit Sweet, Quivar, Cole, Estes, Ernst-Senff-Chor, Berliner Philharmoniker, Giulini. Immerhin der selbe Chor wie damals in Eberbach (das war mit dem RSO Frankfurt, Wolff). Aber ich weiß, daß es besser geht!


    Viele Grüße,
    Pius.

    Hallo!


    Sorry, das ist ein Off-Topic, aber es interessiert mich sehr, da ich gerade dies las:


    Zitat

    Original von der Lullist
    Noch viel fragwürdiger ist es, wenn ein Komponist für etwas berühmt wird was er gar nicht verfasst hat, man denke nur an Tomaso Albinoni, dessen "Adagio in g-moll" eigentlich von Remo Giazotto stammt, der muss erst vor eingen Jahren gestorben sein


    Skandal! 8o 8o


    Kannst Du etwas dazu sagen?


    Viele Grüße,
    Pius.

    Hallo!


    Vorhin habe ich mir noch mal das Quintett g-moll KV 516 angehört (Grumiaux-Trio, Gérecz, Janzer - Albus: ja, die gibts als CD - s.u.)


    Ein beeindruckendes Werk; wirklich sehr düster, fast bedrohlich wirkt der erste Satz (allegro), im zweiten Satz (menuetto. allegretto) und dritten Satz (adagio ma non troppo) kaum Aufhellung, obwohl letzterer in Dur und übrigens "con sordino" gespielt.
    Das Finale (adagio-allegro) ist nach Moll-Einleitung wieder versöhnlich: Ein Zugeständnis an die Hörerschaft der Zeit oder überwundener Konflikt?


    Albus: Interessant, daß Du KV 546 als "irritierend" beschreibst. Ich fand es beim ersten Hören sehr irritierend, fast schon "zum Gruseln". Das soll von Mozart sein? Eines seiner extraordinären Werke.
    Hat es einen Grund, daß Du das Quintett Es-dur KV 614 ausklammerst? Es ist eigentlich mein Favorit.


    Ulli: Mozart hat das WTK für Streicher arrangiert? Gibt es dazu Aufnahmen?



    Viele Grüße,
    Pius.

    Hallo, Maik!


    Zitat


    Boah!!!
    Herrlich dramatisch geschildert!!!


    Danke, danke! =)


    Zitat


    Ich kenne das so, dass Sarka ein Getränk vorbereitet hatte, wodurch alle einschliefen...
    Übrigens stellt der Fagott mit dem tiefen C das Schnarchen dar.
    Auch soll Sarka es bereut haben, diese Tat angestiftet zu haben, aber da war es schon zu spät ;(


    Ich habe hier zu Hause in den Konzertführern z.T. widersprüchliche Versionen vorgefunden und letztlich das ganze so zusammengedichtet, wie es mir am passendsten schien.


    Zitat


    Meinst du damit den Dialog von Klarinette und Violoncello?
    Es stellt einen Dialog von Sarka (Klarinette) und Ctirad (Violoncello) dar, während der Befreiung...


    Ja, genau!
    Danke für die Ergänzungen! :hello:


    Viele Grüße,
    Pius.

    Hallo, Maik!


    Zitat


    Dann nächste große Ereignis (etwa Takt 118 ) ist die Bauernhochzeit! Man merkt den feierlichen Charakter. Es hat auch ein wenig von einem Rhythmus, zu dem man tanzen kann...


    Der Tanz, der hier getanzt wird, ist ein „Hupf-auf“. An den besonders akzentuierten Stellen springen alle ab und hüpfen geräuschvoll auf.


    Zitat


    Zum Ende verschindet sie in die Ferne


    Keine Angst, hier verschinden keine Flüsse! Verschwinden heißt es natürlich.



    Dann mach ich mal weiter:


    Sarka


    Versetzen wir uns nun in die Zeit der Legenden, irgendwo im alten Böhmen…
    Wie gehts los? Die Magd Sarka ist von der Untreue ihres Geliebten enttäuscht und schwört dem gesamten männlichen Geschlecht Rache. Kennt man ja.
    Mit dem Rachemotiv beginnt auch das Stück. Sarka findet Verbündete, nämlich die Amazonenkönigin Vlasta und ihre Gefährtinnen. Die ersinnen einen Plan (kurzes verschwörerisches piano), für den sich Sarka zunächst an einen Baum binden lassen muß.
    Nächstes Thema: Schon bald kommt Ctirad, der Ritter, anmarschiert, bindet Sarka - viermal fortissimo - los und verliebt sich prompt in sie (auf die Klarinette achten!)– Männer sind so berechenbar.
    Aber scheint sich nicht auch Sarka in den Ritter verliebt zu haben? So lieblich-versöhnend klingen die Melodien nun – ein Liebesglück. Nichts mehr mit Rache?
    Doch was nun? Wieder die Marschmelodie! Ach ja, Ctirad präsentiert stolz im Ritterlager seine neue Geliebte. Ein rauschendes Fest wird gefeiert, niemand achtet auf die Promillewerte, und bald werden die trunkenen Ritter müde und schläfrig – ganz leise noch das Ritter-Thema. Bald schlafen alle.
    Und Sarka? Sie ist noch wach, gibt ein Hornsignal ab. An wen und warum? Noch mal die Klarinette. Ein Zeichen für den Triumph der Liebe? Nein!
    Im Hintergrund werden die Streicher immer unruhiger und dann bricht das Rache-Motiv hervor - „frenetico“! Von allen Seiten kommen die Amazonen ins Lager gestürmt und richten ein furchtbares Gemetzel unter den schlafenden Rittern an!
    Zuletzt eine Stretta-Coda und die Schlussakkorde. Das blutige Stück ist vorbei.


    Übrigens: Dabei gehört habe ich diese Aufnahme:



    Viele Grüße,
    Pius.