Beiträge von Klassikpianofan

    von wegen tracks:
    ich habe einen Ipod nano 8 GB, und iTunes 8.2.1.6 und die tracks von CDs nimmt mir iTunes fortlaufend auf, bisher bis 46.
    Ob es über "Join CD tracks" geht weiß ich nicht, da sowohl der Ipod als auch der iTuner völlig in deutscher Sprache zu bedienen sind.

    Liebe Musica, das scheint schon wieder überholt zu sein:no::no::no::no:


    Starb Mozart an der Wassersucht? 19.08.2009 | 18:15 | JÜRGEN LANGENBACH (Die Presse)
    Wiener Totenbeschauprotokolle legen den Verdacht nahe, Bakterien hätten die Niere stillgelegt. Der Komponist soll so aufgedunsen gewesen sein, dass er sich nicht mehr alleine umdrehen konnte.
    LG Michael

    Sopranistin Hildegard Behrens gestorben
    Die deutsche Opernsängerin Hildegard Behrens ist im Alter von 72 Jahren gestorben. Die vor allem als Wagner-Interpretin bekannte Sopranistin hielt sich gerade in Japan auf, wo sie an einem Musikfestival teilnehmen wollte. Weil sie sich plötzlich unwohl fühlte, suchte sie ein Krankenhaus in Tokio auf, wo sie wenig später starb, wie eine Sprecherin des Musikfestivals mitteilte.
    Als Todesursache wird ein Aneurysma vermutet, ein Riss eines Blutgefäßes. Behrens soll in Wien beigesetzt werden.



    quelle: tagesschau.de

    Lieber Paul,
    ich verstehe nichts von Gesangstechnik und verlasse mich daher auf mein Gehör.
    Mir scheint, daß manche SängerInnen wirklich schöne Stimmen haben, und dann auf dramatisch gedrillt werden, weil es angeblich die Rolle so verlangt. Mir scheint das Problem langsam das zu sein, ob man schön singen will, im Sinne von Wohlklang, oder dramatisch, im Sinne von action, da etwa Anja Silja, die ja mal weltberühmt war und immer noch singt, und eine wunderschöne Stimme hatte, bevor sie nach Bayreuth ging, (siehe ihre Königin der Nacht auf youtube), und heute sagt, daß ihr Schöner Gesang nicht liege, ihr sei der Ausdruck wichtig und nicht der Bel Canto, wenn man dies so übersetzen will.
    Ich verstehe, daß man in Maßen, den Inhalt einer Oper ausdrücken muß, aber dabei seine Stimme zur Gänze der Dramaturgie zu opfern finde ich fatal, und auch, wie heute oft üblich, liegend, gekuschelt, oder in welcher Position auch immer zu singen, anstatt wie früher, stehend, weil man heute meint, ein SängerIn habe nicht zu stehend zu singen, sondern er/sie müsse irgendwas anderes tun.
    Ein Paradebeispiel, wie man einer Sängerin ihre traumhaft schöne Stimme genommen hat, scheint mir Christine Schäfer zu sein, die voriges Jahr als Cherubino, gerade noch gut ankam, auch in einer Rolle, wo sie nicht schön singen darf, da sie einen Mann darstellt, wenn man so sagen kann, also diese Hosenrolle.
    Für meinen Geschmack gut gehalten hat sich Angelika Kirchschlager, die noch immer eine schöne Stimme hat, obwohl sie schon eine lange Karriere aufzuweisen hat, aber anscheinend ist sie nicht unterzukriegen.


    LG Michael

    Zitat

    Original von Lucia Cué
    ich verabschiede mich hiermit auch zwei Wochen in die Internetfreie Zone Südtirols!
    Liebe Grüße,
    Lucia


    Und die gibt es hier bei uns Lucia Cué???????(


    Schönen, erholsamen Urlaub wünscht Dir
    Michael

    Ich möchte das Phänomen Virtuose unabhängig von der Zeitgeschichte angehen, und vor allem aufs Klavier bezogen: virtuos zu spielen ist keine Schande, aber man soll es in der Öffentlichkeit nicht eigens von sich betonen, es gehört sich nicht, so nach dem Motto: Selbstlob..
    Virtous zu spielen müßte eigentlich jedem Künstler ein Anliegen sein, und vor allem dem Lehrer, es dem Schüler beizubringen, sofern es von diesem auch angestrebt wird.
    Ich wage mal zu behaupten, daß dabei noch zweierlei hinzukommt: man muß einen Grad von Können erreichen um sich Herr des Instrumentes fühlen zu können, das man spielt. Dies scheint mir eine Eigenschaft zu sein, die heute vielfach unterbewertet wird, auch bei der Stimme: also Nuancen erzeugen zu können, die nicht gekünstelt klingen, sondern als das Selbstverständlichste auf dieser Welt: dann hat man schon viel erreicht.
    Dazu kommt vor allem auch die Wirkung auf das Publikum, die man erreicht, und die kann man nicht erlernen, sie ist meines Erachtens eine Gabe, die man hat oder nicht. Darin besteht wohl auch das Geheimnis des Erfolges, abgesehen vom technischen Können. Ich denke man kann es wohl so beschreiben: der Künstler nimmt sein Publikum gefangen, und das Publikum genießt die Musik ohne Ende, womit sich ein gegenseitiges Geben und Nehmen einstellt, das man materiell nicht erklären kann;


    LG Michael


    PS: eine Hysterie die für Paul Potts inszeniert wurde, halte ich für reines Management, auch wenn die gute Katja Ricciarelli ihn ein Jahr lang unterrichtet haben soll, nur diese Form der "Bildung" im Sinne von Züchtung eines Stars, halte ich für reinen Kommerz.
    Lang Lang halte ich für einen Tastenlöwen, aber nicht für einen Künstler, jedenfalls nicht so wie er sich gibt: diese Art von Kunst fällt unter retouchiertes Model, das manche auch gerne hören mögen, mehr ist es aber m.E. nicht.

    Hallo Waltrada!
    SCHWACH finde ich persönlich libretti nicht, eher literarisch nicht sonderlich wertvoll, also als Lektüre, da sie dafür nicht gedacht sind, sondern rein der Oper dienen sollen, wie soll ich sagen? Sie sollen den Inhalt eines musikalischen Bühnenwerkes "tragen", und von dieser Musik gelöst, sind sie irgendwie "nackt", wenn man so sagen kann.
    Gemeinhin wird man wohl annehmen, daß ein Bühnenwerk eine zumindest optisch dynamische Handlung haben sollte, wie ein Schauspiel, da ansonsten ein Oratorium oder dergleichen wohl sinnvoller wäre, nicht?
    In dem Sinne meinte ich auch, daß Fidelio eine wunderschöne Musik hat, aber nicht besonders viel Handlung.
    Die Frage ist, ob dies dem Werk Abbruch tut oder nicht. Ich persönlich finde, nicht, da der Gedanke dieser Oper so besser zum Tragen kommt, also dieser mystische Sieg der Gerechtigkeit, und der ehelichen Treue.


    LG Michael

    Ich glaube Lenny und Karajan kann man nicht vergleichen, außer, daß sie gegenteiliger nicht sein konnten.


    Ich lese hier: unumstritten oder langweilig?
    Ich denke die West Side Story wird noch lange weltweit bekannt bleiben, abgesehen von der Thematik, die wohl auch immer aktuell bleiben wird.
    Zum Unterschied von Karajan finde ich, war Bernstein ein Amerikaner, einem Land mit kurzer Geschichte, während er selbst doch einer Tradition angehörte, die gute 5.000 Jahre alt ist, was man natürlich hört. Kitsch ist Lenny fremd, würde ich meinen.


    Michael

    Ich lege in der Oper eigentlich mehr Wert auf die Musik als auf das libretto. Librettisten gelten literarisch nicht gerade als das Beste vom Ei. Sogar Metastasio mit seiner x.ten Vertonung eines seiner Texte wird heute nicht mehr gelesen. Für mich ist Oper ein besonderer Abend, den ich vor allem von der Musik her genieße und vom ganzen Ambiente, auch weil man den Inhalt meist schon kennt, ansonsten bin ich schon mal aufgestanden und aus dem Haus rausgegangen, bei Schostakovich: Katerina Ismailowa, war auch halb leer das Haus:yes:


    Michael


    PS: Fidelio gilt von der Dramaturgie her als besonders lahm, aber die Musik ist traumhaft schön

    Der Freischütz von C.M. von Weber wird doch auf der ganzen Welt gespielt, also warum soll man, wenn man schon die vielen Verdiopern im Original spielt, nicht auch deutsche Opern spielen, was soll daran Deutschtümelei sein??????
    LG Michael


    PS: nach dem Krieg hat man Rossini etwa noch viel in deutscher Sprache gespielt, hat auch niemanden gestört, warum auch?

    Ich wollte nur zur Scala sagen: das Haus leidet unter argem Druck: die Regierung hat die Mittel drastisch gekürzt, die Mitglieder streiken oft, Randalos von berufs wegen buhen von den Rängen oben auf die Bühne herab, und dergleichen mehr.
    Ex Chef Riccardo Muti tritt unter diesen Bedingungen nicht mehr auf, und die Premiere von letzten Dezember war teils mit überalterten Sängern besetzt, aber dies stört die Schickeria weiter nicht und gefeiert wird trotzdem.
    Die mangelhafte Kamera - Regie, für ein Filmland wie Italien, ist eine Schande, wohl aus Protest gegen Rom, Filanoti hat man kurz vor der Vorstellung hinausgeekelt, und der Dirigent Gatti wollte musikalischer Leiter des Hauses werden, was er nicht geworden ist.
    Alles ein wenig daneben.:no:

    Hallo Lullist,
    bekommen hätte Mozart die Anstellung ja, dafür hatte sich sein Vater in Mailand mit dem Grafen Firmian genug Mühe gegeben, das Schlimme und völlig Unvorhergesehene war das Edikt der Kaiserin Marie Theres, die ein Reiseverbot für unnütz herumirrende Menschen verfügte, worunter leider auch die Mozarts fielen, was alles zu vertiefen wäre.
    Michael

    Ich denke eher, Mozart war ein sehr lustiger Mensch, wenn man seine Korrespondenz mit seiner Base in Betracht zieht.
    Aber mal ganz ehrlich: von was sollte Mozart denn leben, wenn er nicht Erfolg gehabt hätte??????????? Es gab ja kein Harz IV.
    Dies sehr wohl wissend, hat sich sein Vater intensivst um eine Anstellung des Sohnes in Florenz bemüht, was ein Traumjob gewesen wäre, zumal dort ein Habsburger regierte, der dazu noch musisch interessiert und sehr gebildet war: Leopolod II., wenn ich nicht irre, aber leider wurde daraus nichts. Man muß sich schon mal vorstellen, daß die Mozarts so ganz ohne finanziellen Rückhalt waren, und wirklich drohten in die totale Armut abzusinken.
    Michael


    Hallo Wanderer,
    ja habe ich nachgelesen den thread, ist alles gut gemacht vor allem von Ulli und Alfred.
    Ich frage mich nur, ob sich Mozart und Schikanerder so viele Gedanken um das libretto gemacht haben, es war ja fast Hausmusik, Schikaneder sang den Papageno, seine halbe Familie den Rest, die Königin der Nacht sang die Schwägerin von Mozart. Kann sein, ich genieße lieber die wunderschöne Musik anstatt anderem. Die Partitur habe ich ja.
    Liebe Grüße
    Michael

    Frauen und Freimaurerei
    Im Mittelalter gab es keine weiblichen Steinmetzen. Die Freimaurerei entwickelte sich daher aus den Steinmetzbruderschaften als ein Männerbund. Nach dem 3. Hauptstück der "Alten Pflichten" von 1723, das "Grundgesetz der Freimaurerei", sind Frauen von der Mitgliedschaft ausgeschlossen: "The Persons admitted Members of a Lodge must be good and true Men, free-born, and of mature and discreet Age, no bondmen, no Women, no immoral or scandalous Men, but of good Report".
    Da die freimaurerische Denkungsart, also wie Humanität und Toleranz, das Eindringen in die freimaurerische Symbolwelt, die karitative Tätigkeit sowie die Bemühungen zur Persönlichkeitsentwicklung, die Frauen ebenso anspricht, ist nicht einzusehen, warum diesen die freimaurerische Arbeit verwehrt werden sollte. Im Laufe der letzten 100 Jahre ist die Emanzipation der Frau in vielen Bereichen verwirklicht worden. Als einen Angriffspunkt sehen daher vielfach die Gegner der Freimaurerei die Stellung der Frau in der Freimaurerei. Sie stellen die Frage: Ist die Haltung der Freimaurer gegenüber der Frau noch zeitgemäß? Heute gibt es daher schon längst Logen für Frauen, also reine Frauenlogen.


    sagt doch alles, dieses statement einer Hamburger Freimaurerloge oder?
    Michael

    Vielleicht noch etwas zur viel kritisierten fehlenden Logik der Handlung der Oper, die ja besonders die Königin und Sarastro betrifft:


    Das Libretto erntete viel Kritik, besonders der Bruch vom ersten zum zweiten Akt, bei dem sich die um ihre Tochter besorgte, edle Königin der Nacht plötzlich in eine machtbesessene Intrigantin verwandelt, während aus dem furchteinflößenden Sarastro ein Weisheitsfürst wird. Ursprünglich waren die Charaktere der Königin der Nacht und des Sarastro von Schikaneder durchgängig gut und böse angelegt. Da aber nach der Vollendung des 1. Aktes im Leopoldstadt-Theater ein Stück mit ähnlichem Stoff aufgeführt wurde, änderte Schikaneder seinen ursprünglichen Text, so dass die Ahnlichkeit nicht zu auffällig war. Die Handlung spielt auf drei Ebenen, die durch die Personen miteinander verflochten sind: die unterirdische Welt wird repräsentiert durch die Königin der Nacht und den Monostatos, für die Welt des einfachen Menschen stehen Papageno und Papagena und Sarastro und seine Priester stehen für die weise, abgeklärte Welt. Tamino und Pamina müssen alle drei Welten durchschreiten, bevor sie in den Kreis der Eingeweihten aufgenommen werden.


    Michael

    Hallo Melot,
    da magst Dur recht haben: in der Tat ist Buchbinder gegen CD Einspielungen, wie er selbst sagt, es sei denn die werden live von Konzerten eingespielt, und somit verkürzt sich der Radius zu potentiellen Hörern natürlich enorm, und schon Gulda sagte, ab 50 sei er etwa nicht mehr imstande, die Oktavenetüde von Chopin zu spielen, und nun wo ich daran denke, fällt mir auf, daß auch Brendel zuletzt immer mehr mit Pflästerchen an den Fingern gespielt hat. Ewig währt wohl nichts, und selbst ich finde Gefallen am, wie soll ich sagen, gummiweichen Fingerspiel etwa junger russischer PianistInnen, da Leichtigkeit natürlich auch etwas für sich hat: einen besonderen Reiz, würde ich sagen, der nun mal nicht ewig währt. Anderseits verfügen junge PianistInnen noch nicht über die Aussagekraft reiferer SpielerInnen, und um zu Buchbinder zu kommen, finde ich schon, er hat wenig eingespielt, im Vergleich zu den meisten anderen, was seinem Ruhme keinen Abbruch tut, aber die jungen kennen ihn wohl nicht mehr so.


    LG Michael

    Mich wundert, daß Rudolf Buchbinder hier keine große Resonanz findet, für mich ist er ein Titan, wie Brendel. Ein Wunderkind, überhäuft mit Preisen und Auszeichnungen, hat an die 100 Tonträger eingespielt, gilt als Beethovenspezialist und ich finde sein Spiel einfach traumhaft schön.


    Über sein Buch "Da capo" schreibt jpc unter anderem:
    Rudolf Buchbinder Starpianist ohne Starallüren, Künstler ohne gekünstelte Attidüden, gibt Einblicke in sein Konzert-, Reise- und Familienleben: sympathisch, spannend, auch für Nicht-Musiker verständlich! Der Wiener Tastentiger, der bei seinen Auftritten in den Konzertsälen der Welt weder ein weißes, noch ein schwarzes Taschentuch braucht, um Effekte zu haschen, zähmt Beethovens Sonatenzyklus genauso, wie er das gesamte Haydn-Klavierwerk auf LPs bannte. Herausforderungen ziehen ihn magnetisch an. Jemand, der solche Mammutprojekte quasi als Wiederholungstäter in Angriff nimmt, der muß einen Vogel haben . So dachte auch der Rektor der Basler Musikhochschule, und bot er ihm einen Lehrstuhl an. Und weil konzertieren und unterrichten für ein Energiebündel wie Buchbinder immer noch Raum für vieles andere lassen, leitet er jetzt auch noch das neue Grafenegger Festival in Niederösterreich. Buchbinder hat sein Haus bis zu den Fächern des Kleiderschrankes selbst geplant, er malte im Stil der phantastischen Realisten und sollte Not am Mann sein repariert er nicht nur hängengebliebene Klavierpedale, sondern auch Elektroleitungen. Und es kann schon vorkommen, dass er in die Kadenz des Mozartkonzertes ein Happy Birthday einbaut, weil Ehefrau Agi Geburtstag hat. Dennoch werden die Sensationsgierigen auf dem Kulturpfad nicht auf ihre Rechnung kommen. Hier erzählt ein Künstler über seine glückliche Ehe und seine ebenso solide, auf großem technischen Können basierende Lebengemeinschaft mit der Musik. Auch nach riskanten Höhenflügen auf der Klaviatur landet er immer wieder gekonnt auf dem Boden der Realität. Darin liegt sein Charme.Freunde, wie Peter Alexander, Gerhard Bronner (+) und der Wiener Bürgermeister Häupl erzählen über ihre Freundschaft zu Buchbinder, musikalische Weggefährten, wie der Dirigent Zubin Mehta, loben seine Unkompliziertheit und sein Riesenrepertoire. Manchmal wundert sich Buchbinder über sich selbst. Auch darüber spricht er. Genau von dieser seltenen, gar nicht zickigen Spezies eines großen Solisten sollte man sich Klaviergeschichten erzählen lassen.


    Michael

    Ein Klavier oder Flügel ist wohl immer auch ein Statussymbol, möglichst neu, sollte er sein, und, so reine Dekoration, sollte möglichst niemand darauf spielen. Das war eigentlich schon immer so, und die Anzahl der Wiener Flügel, deren Fabriken nach dem Untergang der Monarchie pleite gingen, war schier unglaublich, sogar noch mit Holzrahmen.
    Die Firma Schimmel hat verlauten lassen, daß der Absatz in Europa gleich geblieben sei, aber der in den USA eingebrochen sei, weil man dort anscheinend andere Sorgen hat. Und dies obwohl der Kauf eines Klaviers eigentlich den Normalverbraucher, dem es nun schlechter geht, nicht so betrifft, da er nie zur großen Käuferschicht von Klavieren gezählt hat.
    Vermögende Leute haben in der Regel schon immer gespart, nur ist mir nicht ganz klar, wer von denen dort dabei so arg spart. Oder liegt es wirklich an den elektronischen Keybords und deren Schonung der menschlichen Nerven?


    LG Michael

    Etwas habe ich doch über sie gefunden:


    Herta Wilfert * 1921 Sie erhielt ihre Ausbildung u.a. durch die Pädagogin Mimi Poensgen- Warmbrunn. Sie begann ihre Karriere 1949 am Staatstheater von Wiesbaden, dem sie bis 1951 angehörte. 1951-61 war sie am Staatstheater Hannover engagiert. Bei den Bayreuther Festspielen der Jahre 1954-55 sang sie die Venus im »Tannhäuser«, die Freia im »Rheingold« und die Gerhilde in der »Walküre«. Die Künstlerin gastierte an der Bayerischen Staatsoper München, an der Städtischen Oper Berlin und an der Oper von Frankfurt a.M. 1954 und 1956 wirkte sie beim Maggio musicale Fiorentino mit. Weitere Gastspiele am Teatro Comunale Florenz (1953 als Eva in den »Meistersingern«), am Teatro San Carlos Lissabon (1955), am Teatro Comunale Bologna (1956) und an der Staatsoper Berlin (1955). In den Jahren 1961-63 war sie durch einen Gastvertrag dem Opernhaus von Dortmund verbunden. Ihre wichtigsten Partien waren auf der Bühne die Leonore im »Troubadour«, die Aida, die Venus im »Tannhäuser« und die Freia im Nibelungenring; dazu meisterte sie eine Vielzahl weiterer Aufgaben auf der Bühne wie auch im Konzertsaal.
    Stimmlage:
    Sopran


    Mitwirken in Bayreuth


    1955 Tannhäuser Venus 1955 Die Walküre Gerhilde 1955 Das Rheingold Freia 1954 Tannhäuser Venus 1954 Die Walküre Gerhilde 1954 Das Rheingold Freia ;



    LG Michael

    ich finde es nur mehr als logisch, daß Händel als Deutscher angesehen wird, da er aus der heutigen BRD stammt, und dann eben im Ausland Karriere gemacht hat.
    In diesem Fall müßte man Salieri auch als Österreicher bezeichnen, der er mehrheitlich in Wien tätig war, tut aber niemand.
    Ich finde andere Theorien führen zu nichts.


    lg Michael

    Ich finde, die Technik können zumindest Profis einstufen, die Interpretation schon weniger, da jeder eine andere Vorstellung davon hat, wie was zu interpretieren ist.
    Der Beweis für diese These dürfte sein, daß große Pianisten, wie Argerich, Maria Tipo, bei großen Wettbewerben damit aufgefallen sind, daß sie ein von der Jurie völlig unterschiedliches Urteil vertraten, zu Recht oder zu Unrecht, ist schwer zu sagen, iund sie die Jurie aus Protest verließen.
    Ich denke, es ist nicht nur beim Piano schwer zu sagen, wo die gute Technik aufhört, und wo die geistreiche Interpretation beginnt, sondern auch bei den anderen Instrumenten und vor allem beim Gesang.


    LG Michael

    Ich denke, der Inhalt der Oper entspricht so ganz Beethovens Sehnsucht nach Freiheit für alle, und es liegt nahe, daß er den Text deshalb erkoren hat für seine Oper.
    Für den Rest gilt wohl gemeinhin, daß Beethoven anscheinend nicht viel vom Dramaturgie verstand, und sie ihm auch nicht wichtig war, sondern allein die Musik, und daher gilt die Oper gemeinhin, aus Mangel an Bewegung auf der Bühne, als eher "lahm".
    Tolle Musik, tole Arien, lahmes Drehbuch könnte man wohl sagen.


    Liebe Grüße
    Michael