Beiträge von Klassikpianofan

    Hallo Musika, ich habe es unter Maggio Musicale Fiorentino gefunden, diesem Florentiner Festival


    13. Juli in Sarajevo
    Rapsodia per contralto, coro e orchestra di Brahms (solista Daniela Barcellona)


    lg Michael

    Ich schätze Richard Strauss als Komponisten hoch ein, hab auch einige Opern von ihm in Wien gesehen, und finde, als Bayer und wohl Sohn einer Bierbaronstochter, wenn ich nicht irre, hat er Wien gut verstanden und die Dekadenz von damals, wie ich finde, sehr gut eingefangen.
    Für mein Instrument hat er wohl wenig geschrieben, (Piano), daher ist er mir von daher nicht geläufig, er wird wohl eher ein großer Kenner der menschlichen Stimme und von Orchestern gewesen sein mit seinen berühmten Opern.


    lg Michael

    Also wie sagt man so schön? Man sollte die Krche schon im Dorf lassen. Ich meine damit, daß ich Messiaen nicht gerne lange höre, aber immerhin ist er der Klassischen Musik zu zurechnen, (E und U Trennung liegt mir persönlich nicht so, und gibt es wohl auch nur im Deutschen)
    Olivier Messiaen (1908-1992), war der Lehrer von Stockhausen und war in Sachen Musik beschlagen ohne Ende: ob man seine Musik nun mag oder nicht, das ist sicher Geschmackssache.


    LG Michael

    Liebe Taminos,
    je mehr ich Pogorelich höre, umso mehr überzeugt er mich derzeit, im Zeitalter der Inflation von Pianisten. Vielleicht verließ die Argerich doch nicht zu unrecht den Platz in der Jury, als er nur dritter wurde in Warschau.


    Ich verweise auf den Anfang des bereits bestehenden Threads:
    hier klicken


    Heute sieht Pogorelich so aus:



    und hier vielleicht noch ein Link zu einerm Artikel aus Bayerns Vorzeigeblatt, das ihn als "geläutert" bezeichnet, nachdem ihm einiges widerfahren ist. Ich mochte ihn schon immer.:jubel:


    Artikel


    Michael


    Nachdem ich mich doch lange mit der Grazer Aufführung beschäftigt habe, hier folgendes, was Harnoncourt selbst dazu gesagt hat, vom österreichischen Hörfunk:


    Jubel für Harnoncourts "Idomeneo" in Graz


    Länge: 2:52 min
    Frenetischen Applaus gab es gestern nach der knapp vierstündigen Vorstellung für Nikolaus Harnoncourt und den Concentus Musicus, für das durchwegs begeisternde Sängerensemble, für den schlichtweg großartigen Schönberg Chor unter Erwin Ortner, aber auch für das Zürcher Ballett unter Heinz Spoerli, die am Ende jene Tänze in klassischer Sprung- und Spitzenmanier aufführen, die sonst unterschlagen werden und die Harnoncourt diesmal zur Gänze bringt, denn er ist ja überzeugt, es handelt sich beim "Idomeneo" nicht um eine italienische Opera seria, sondern um ein Stück im Stil einer französischen tragedie lyrique.


    Harnoncourt gibt die Münchner Uraufführungsfassung der Oper, in deren Zentrum eine Vater-Sohn-Beziehung und eine jugendliche Liebe stehen. Von der oft gebrachten Wiener Fassung hält Harnoncourt nichts, der den "Idomeneo" schon zwei Mal in seinem Leben herausgebracht, aber die jeweiligen Regisseure nie ganz von seiner Auffassung überzeugt hat. Seine Auffassung überzeugt besonders in der musikalischen Detailarbeit zum Originalklang der Oper, etwa in den eigens nachgebauten Blasinstrumenten, die beim Regisseur Harnoncourt gemeinsam mit einer Solistin auftreten dürfen.


    Albanischer Tenor überrascht
    Julia Kleiter ist die trojanische Königstochter Ilia, die in den kretischen Königssohn Idamante verliebt ist. Herausragend in dieser Rolle Marie Claude Chappuis neben der dramatischen Elektra von Eva Mei, aber die große Überraschung ist wohl der junge albanische Tenor Saimir Pirgu als Titelheld Idomeneo, der diese schwierige Rolle blendend bewältigt.


    Neben dem aufrüttelnden musikalischen Ereignis fallen die szenischen Lösungen merkwürdig altbacken aus, was vielleicht auch an dem geschmäcklerischen Bühnenbild von Rolf Glittenberg liegt (antike Säulenstümpfe und Freskenkopien), auch sind die Charaktere auf der Bühne keineswegs so stringent geführt wie die Stimmen und man fragt sich, wo all die spannenden Aussagen des Dirigenten in Interviews vor der Premiere szenisch realisiert worden sind. Vieles wirkt unsicher und nicht mit jenem Wahrheitsbrennglas verstärkt, das Harnoncourt so grandios auf die Musik richtet.

    Ich glaube nicht, daß Kuhlau in einem Klavierunterricht vorkommen sollte, der auf den Aufbau einer gewissen Technik zielt, sehr wohl Czerny (Kunst der Fingerfertigkeit) und Clementi (Gradus ad Parnassum, drei Schmöker), der so im 8. Jahrgang, also schon fast gegen Ende nützlich ist, aber rein als Übung, wozu das Werk wohl auch gedacht ist.
    Bach etwa paßt immer, vom 1. bis zum letzten Jahr, und schon Chopin schätzte Bachs Klavierwerke als besondere Musik, auch für die Fingerfertigkeit.
    Wie schon öfters angedeutet, scheiden sich in Sachen Klavierunterricht die Geister: höhere Töchter spielen die Heller Schule, die unter Fachleuten eher verpönt ist, wenn nicht schlimmeres.


    LG Michael:angel:

    Zitat

    Original von Luis.Keuco


    Und wenn man sich in einen größeren Buchladen begibt, muss man ja auch fast weinen, wie viele Bäume für das 98. Kochbuch mit Südtiroler Originalrezepten ;):untertauch: sterben mussten.


    Hallo Keuco, mit dieser Argumentation sind wir genau dort angelangt, wo wir nicht hin sollten (ich esse ürbgens lieber Italienisch und spreche es auch fließend). Zu unserer Landespolitik hier möchte ich mich weiter nicht äußern, sie gehört sicher nicht hierher.


    Ich habe nun einige Stunden im Netz diese berühmte Harmonielehre von Schönberg recherchiert und zu verstehen versucht, und wenn ich richtig verstanden habe hat sich Schönberg so nach und nach von der herkömmlichen Lehre lösen wollen, indem er temperierte atonale Tonleitern einführte, dies dann wieder verwarf und eine völlige Freiheit einforderte, die von seinen berühmten Schülern in Europa wiederum individuell ausgelegt und angewandt wurde. Im Grunde war er in Los Angeles dann tätig, und liegt wohl auch dort begraben. Ein buntes Leben, würde ich sagen, aber er ging ja auch nicht feriwillig in die USA.
    Ich würde mal für Toleranz plädieren, so nach dem Motto: Leben und Leben lassen, vielleicht ändere ich ja noch meine Meinung, zumal ich über Schönberg in Foren im Netz gelesen habe, man müsse Schönberg oft hören, und an die Nicht Fans von ihm, schreibt ein user: eine großartige Persönlichkeit sei Schönberg so oder so gewesen. Und seine Nachfolger vielfach auch.


    Michael

    Mir scheint dies so zu sein, wie bei großen Meistern der Malkunst früherer Zeiten, etwas Michelangelo, oder Rubens, die Werkstätten unterhielten, deren Schüler fleißig lernten, und die Werke der besseren davon, wurden von diesen Meistern selbst signiert, oft ohne, daß sie am Werk selbst Hand angelegt hätten.


    Michael

    Zitat

    Original von Luis.Keuco


    Wollen wir als Klassikhörer, wollen die zeitgenössischen "Klassiker" auf ihrem E sitzen bleiben und damit Musik schaffen, die letztendlich kaum wen interessiert oder soll auch zeitgenössische Musik für das Publikum gemacht werden, ohne den Charakter des Klassischseins zu verlieren?


    Das mag schon sein, nur wer geht schon "freiwillig" in ein Konzert mit Stockhausen, Henze usw usw???????
    Die Massen gehen doch zu "open air Konzerten", wo es kracht, also Pop, Rock usw usw.


    Mir scheint immer, diese moderne sogenannte "Klassik", Schönberg dazugenommen, wird meist vor zwangsrekurtiertem Publikum aufgeführt, oder in leeren Sälen, weil es Kultur sein soll, oder ist, das dem Volk zugeführt werden soll, auf Teufel komm raus.


    Ich persönlich bilde mir ein, daß Dissonanzen nicht schön sind, und möchte sie daher auch nicht hören, und dabei wird ja aus logischen Gründen, nur ein Bruchteil der sogenannten schönen Musik (aus der Klassik) aufgeführt, weil das Einlernen viel zu zeitaufwendig ist., und auch kein Mensch Tag und Nacht Klassik hören möchte, geschweige denn Zeitgenössische.


    Man kann mir mit jeder Logik kommen, ich bin dafür durchaus offen, aber nach Debussy in etwa (Ravel usw), hört für mich der Spaß auf, da mir dann die Ohren weh tun, auch wenn man mich überzeugen sollte, daß ich mir dies nur einbilde.?(


    LG Michael

    Live zu hören wird er sein in...., am,...:


    [url=http://www.daten-banken.de/cgi-bin/baseportal.pl?htx=/event/topevents&localparams=7&db=topevents&cmd=list&range=0,50&TITEL%7E=Ivo%2bPogorelich&cmd=all&Id=242178]25.Oktober.2009 [/url]Ivo Pogorelich München Prinzregententheater


    [url=http://www.daten-banken.de/cgi-bin/baseportal.pl?htx=/event/topevents&localparams=7&db=topevents&cmd=list&range=0,50&TITEL%7E=Ivo%2bPogorelich&cmd=all&Id=354355]16.Januar.2010 [/url]Ivo Pogorelich & Die Stuttgarter Philhar FrankenthalCongressforum Frankenthal


    LG Michael

    Hallo musika,
    das hat sie in dieser Doku auf arte tv gekonnt beschönigt: nach dem Tod von Wieland Wagner, der sie geformt habe, sei ein Weitersingen in Bayreuth nicht mehr denkbar gewesen, sie habe denn auch die längst überfällige Heirat mit einem Franzosen vorgenommen. Sie habe immer gerne gesungen und auf der Bühne gestanden, etwas anderes habe sie nicht gelernt, und Singen sei ihr nie schwer gefallen. Ich fand dies alles eigenartig, aber die Regie und der Autor dieser Doku hatten wohl den Film so angelegt: das Bild einer unverwüstlichen preussischen Sängerin, die gesund und kräftig ist, auch heute noch.
    Mir leuchtet eher deine Version ein, zumal die Doku ein wenig in Richtung PR ging, auch wenn sie dies wohl nicht nötig hat.


    Liebe Grüße
    Michael

    Zitat

    Original von Melisma


    Sind das denn alles Wiederholungen, die weiteren Termine? -


    Melisma :hello:


    Ja liebe Melisma, der Theaterkanal des ZDF ist so aufgebaut, wir übrigens die meisten anderen digitalen Sender des ZDF auch, daß jede Sendung mehrmals wiederholt wird, um es halt jedem zu ermöglichen, etwas anzusehen, auch wenn er an einem Termin keine Zeit hat. Nett nicht?


    LG Robert

    Ich überlege schon lange, was ich dazu sagen könnte:
    Ich habe Bach zum ersten mal in meiner frühesten Jugend zu lieben gelernt, also ich bekam eine Art Gänsehaut, als ich ihn zum ersten Mal hörte: die 3 stimmigen Inventionen, denke ich.
    Er vermittelt mir eine Art tiefster Demut zusammen mit einem Glücksgefühl, ob der traumhaft schönen Harmonie zwischen Melodik und Tonführung, während mir Mozart eher Lebensfreude pur vermittelt.
    Bach vermittelt mir eine innere Ruhe und Zufriedenheit, könnte man vielleicht sagen, in meinem Fall jedenfalls.
    LG Michael

    Hallo Paul!
    Ich finde, dies gilt auch für Dirigenten, Orchester usw.
    Ich las gerade die Webseite der Metropolitan Opera NY, und die Sänger dort kennen wir fast alle, worauf ich mir die Frage stelle, ob wir doch, wie in so vielem, immer nach den USA schielen? Oder haben wir in der BRD zu viele Interpreten (Orchester inbegriffen). Für Wien kann ich eine bestimmte Eigenständigkeit verstehen, weil es dort halt immer so war, oder so ähnlich......
    Aber sonst überall?


    LG Michael

    Ein brisantes Thema, wie ich finde:
    Sicher fördert das viele Sitzen generell die Gesundheit nicht, und dennoch ist es mit vielen Künstlerberufen verbunden. Ich denke, heute weiß man, daß ausreichend ausgleichende Bewegung wichtig ist.
    Ob nun die Psychiatrie heute über die Verschreibung von Medikamenten weit hinausgekommen ist, entzieht sich meiner Kenntnis.
    Ein ganz tragischer Fall scheint mir Horowitz gewesen zu sein, dessen Frau sagte, er habe mehr Zeit in Anstalten verbracht denn sonstwo.


    LG Michael

    Lieber Harald!


    Vielen Dank. daß mir die Gelegenheit gegeben hast, Saimir Pirgu besser kennenzulernen, und über ihn zu recherchieren, zumal er hier in Bozen einige Zeit gelebt hat, und das Glück hatte, einen für ihn geeigneten Gesanglehrer zu finden, Prof. Brunetti, der ich weiß nicht, wie, hierherkam.
    Samir ist zunächst erst 26-27 Jahre alt, und hat dafür schon viel erreicht.
    In einem Interview der Salzburger Nachrichten sagt er, daß er seine Stimme schonen wolle, und daß seine Deutschkenntnisse für das deutsche Fach noch zu gering seien, obwohl er fließend Deutsch spricht.
    Ich finde seine Stimme ähnlich wie die der Netrebko noch etwas formbar, aber er hat ja noch Zeit und hat in Österreich ja einen tollen Erfolg gehabt, und kehrt auch wieder dort zurück, an die WSO usw. (mit Franz Welser Möst, im Jahr 2010)


    Seine Laufbahn 2009 und 2010 ist ja nicht gering, MET, Tokio, usw., nachzulesen auf seiner homepage.
    Es mag sein, daß er selbst, wie er sagt nicht so irre karrieresüchtig ist, und so Schritt für Schritt weiter möchte, und ich denke man wird noch einiges von ihm hören.


    LG Michael