Beiträge von Klassikpianofan

    Gefunden im italienischen Filmlexikon


    La donna più bella del mondo (Die schönste Frau der Welt)


    Ein Film von Robert Z. Leonard. Mit Vittorio Gassman, Gina Lollobrigida, Robert Alda, Tamara Lees, Gino Sinimberghi, Nanda Primavera, Enrico Glori, Nico Pepe, Enzo Biliotti, Loris Gizzi, Piero Palermini, Adriana Facchetti, Marco Tulli, Peter Trent, Rolf Tasna, Luciana Paoli, Valeria Fabrizi, Anne Vernon, Mimo Billi, Nino Milano, Guido Riccioli. Typ biographisch, in Farbe 104 Minuten. – Produktion Italien 1955.
    Spielt in Trastevere am Palast des Zaren: Leben, Liebschaften und Abenteuer der Lina Cavalieri (1874-1944), Schauspielerin und Sängerin der Belle époque. Der Film ist eine Reihe bunter Bilder gespielt von der Lollo, die selbst einige Arien aus der Tosca singt, die tanzt, mit dem Rad fährt, fechtet und anderes mehr. Das Drehbuch stammt großteils von 7 Bühnenbildnern unter der Leitung des Regieassistenten von Leonard (1889-1968 ), Piero Pierotti. Die Stimme des Schauspielers Gassman ist die von Enrico Maria Salerno. Dieser Film war in Italien in der Filmsaison 1955-56 der erfolgreichste.


    LG Micha


    Übersetzung ohne Gewähr:


    "Trovato hanno gl'Indiani un'invenzion nell'Isole Molucche di far col fil di ferro le parrucche."


    Die Indianer sahen auf den Molukkeninseln wie man aus Eisendrähten, Perücken macht.


    "Il ciello li ha i spirati, perché se gl'ammalati prendean tai medicine, ho ben paura che andassero a quarire in sepoltura."


    Sie hatten eine höhere Eingebung, denn hätten die Kranken diese Medikamente eingenommen, wären sie gestorben.


    Lieben Gruß
    Micha

    Zitat

    Original von musicophil


    Ja, lieber Jörg. Du hast es immer falsch ausgesprochen. Aber die richtige Antwort geben ist genauso schwer wie bei Observator (Reinbert). Es sind Klänge, die ihr nicht habt und auch nicht kennt.
    Hoffentlich kann Draugur oder Klawirr hier helfen.


    LG, Paul


    Ich denke die einzige Möglichkeit ist die phonetische Schrift (Aus Wiki, fand ich sonst nirgends, ist aber international)
    http://de.wikipedia.org/wiki/I…les_Phonetisches_Alphabet


    LG Micha

    Vielleicht hilft es auch ein wenig die Vernetzung der italienischen Filmwelt mit der amerikanischen noch lange vor der anderer Länder zu bedenken und den Einfluss der Italiener auf die USA: Little Italy galt ja lange Zeit nach Rom als zweitgrößte italienische Stadt während die massive Präsenz der Deutschen in den USA damals wohl eher in der Gegend in und um Philadelphia war, wobei man auch bedenken muss, dass in den USA beinahe Deutsch als Amtssprache eingeführt worden wäre, eben deren massiver Anzahl wegen, dies nur am Rande.
    Diese filmische Vernetzung begann wohl in etwa mit Ingrid Bergmann, der Heirat vieler italienischer Filmschauspielerinnen mit USA Filmproduzenten, und dem ältesten Filmfestival Europas, dem in Venedig.
    Und hängt wohl auch mit dem kompositorischen Mythos Goffredo Petrassi zusammen, mal unabhängig von der internationalen Filmwelt.


    :hello:

    Vielleicht mal etwas zu Ennio Morriccone aus italienischer Sicht:
    Sicher war sein Studium in Komposition beim großen Lehrer Goffredo Petrassi nicht unwichtig für seine Laufbahn.
    Sein Weltruhm dürfte wohl mit einer Zusammenarbeit mit großen Regisseuren wie Sergio Leone, Bernardo Bertolucci, Pier Paolo Pasolini und Giuseppe Tornatore verbunden sein, die ja bereits sehr berühmt waren, auch wenn Morricone wohl kaum auf Weltruf aus war. Diese Westernmelodie hat er wohl eher zufällig komponiert, wie die ganze Filmmusik dazu, wenn man so sagen kann, bei der großen Fülle seines Schaffens.
    Sein gesamtes kompositorisches Schaffen kann übrigens hier nachgelesen werden:
    http://www.esz.it/esz_ita/ennio_morricone/opere.htm



    Liebe Grüße Micha

    Ich finde, wir sollten hie nicht „Schönheitsbewertungen“ von Sprachen vornehmen, und schon gar nicht über besser oder weniger besser sprechen. Kennen wir sie denn überhaupt wirklich und deren Geschichte, wenn es nicht unsere eigene ist? Oft kennen wir ja unsere eigene nicht wirklich oder? Können ja vielleicht, aber kennen?


    Tutto il mondo è paese.............. (lach)

    Zitat

    Original von Michael
    .......wo man sich nun mal gewisse Freiheiten nimmt.
    LG Micha


    In den romanischen Sprachen hat man bis vor 20-30 Jahren die Regeln noch weit strenger eingehalten. Heute ist auch dort eine Verwässerung im Gange, etwa in der Verwendung des Konjunktivs, wo man sich schlicht über grundlegende Regeln immer mehr hinwegsetzt.


    LG Micha

    Zitat

    Original von Barezzi
    [quote]Original von Blackadder
    .......Das englische "g" ist mir bis heute übrigens ebenfalls ein Rätsel:


    :hello:
    Stefan


    Dabei fällt mir das deutsche „g“ ein, das mal als „g“ mal als „ch“ auszusprechen ist, wenn man sich nur an die Regeln hielte. Leider hört man oft von sehr gebildeten Menschen „Tach“, Wech“ und dergleichen, was schlicht falsch ist. Im Deutschen hört man heute ja fast ständig: „weil es ist so“, was an sich auch schlicht falsch ist. Ich nehme mal an, dass im Englischen die Regeln nicht so eindeutig sind, da es ja „Die Sprache weltweit“ ist, wo man sich nun mal gewisse Freiheiten nimmt.


    LG Micha


    Nein Frank so war das von mir nicht gemeint: es hat auch seine guten Seiten, wenn man an klassische Musik rankommt, ohne ein Vermögen dafür ausgeben zu müssen oder aus einer extrem reichen Familie zu stammen. Ich wollte damit nur sagen, dass sich der Zugang unglaublich verändert hat.


    LG Micha

    Tja die Sprachen:
    Ich denke mal, solange man nicht in einer Sprache träumt, hat man immer noch Lücken darin. Oft scheint jemand eine Sprache gut zu beherrschen, bis dann ein Muttersprachler kommt, und sich kaputt lacht. (oder auch nicht, der Höflichkeit wegen).


    LG Micha ?(

    Hier eine Feststellung besonderer Art zu LL:
    <<Christoph Eschenbach wiederum konnte in der gerade rekonstruierten Salle Pleyel in Paris seine erste Aufnahme mit Lang Lang realisieren, den er früher als andere entdeckt, gefördert und dessen Karriere er von Anfang an stets mit großer Aufmerksamkeit verfolgt hat. Und so kann er heute mit Fug und Recht sagen: „Je mehr ich ihn höre, desto mehr wächst in mir die Überzeugung, dass er ein geborener Beethoven-Interpret ist." >>:
    gefunden in: http://www.klassikakzente.de/artist_bio_lang_lang_12374.jsp
    Wo gleich oben ein Video mit den beiden zu sehen ist.
    Ich frage mich nun, ob Eschenbach (geboren 1940), sich irrt oder wer nun irrt, lasse ich mal dahingestellt. Wie schon zuvor gesagt, vermag ich LL nicht einzuordnen, und enthalte mich daher jeglicher Bewertung.


    LG Micha :hello:

    Ein etwas komplexes Thema vielleicht.
    Ich möchte gleich vorausschicken, dass die Interpretation sicher das Wichtigste ist, da ein Werk falsch oder schlecht interpretiert, nicht mehr viel taugt.


    Zur Gewöhnung vielleicht noch etwas: es gibt natürlich ein subjektives und ein objektives Hören. Ich fand etwa Debussy anfangs grässlich, was sich dann völlig geändert hat.


    Umgekehrt gesehen, also aus der Sicht des Interpreten, besteht immer die große Gefahr, dass er vor lauter Einlernen das Werk gar nicht mehr richtig wahrnimmt, und es somit nicht interpretiert, da er es schon zu oft gehört hat. Daran scheitern wohl auch viele Interpreten. Anders gesagt: höre ich das 1001ste mal ein Werk noch, beim ausführen, oder versinkt es in meinem Unterbewusstsein?


    LG Micha :hello:

    Zitat

    Original von Barezzi


    Hola Wiolontschellchen!


    Also die Italiani e Italiane betonen die vorletzte Silbe. Bei Abweichungen wird der betreffende Vokal mit Akzent versehen (z.B. Così, da hier die letzte Silbe am Drannsten ist mit Betonung oder meiner libertà) -> daher spricht sich der Gute Dschoakìno (der Akzent bleibt ja eigentlich weg, wegen Rägäl), also wie ein Dschoa, der ins Kino geht ;)


    Ich habe mir diese Regel, die ich nicht kannte, die Nacht über durch den Kopf gehen lassen, da ich sie sehr praktisch finde, und sie trifft in 99,99999999999% der Fälle in der Tat zu.
    Da nun gerade Puccini mit seinem Vornamen, Giacomo, eine Ausnahme bildet, mit Betonung auf a, habe ich mich schweren Herzens entschlossen, den hier anzuführen. Die Ausnahme der Ausnahme sozusagen bestätigt die Regel.


    LG Micha :hello:

    Vielleicht noch etwas zu den italienischen Mundarten:
    Es ist nicht so, dass eine Mundart in Italien mehr Bedeutung hätte, als in der BRD, und es ist ja kein Geheimnis, dass etwa in Norditalien mehr Menschen aus dem italienischen Süden leben, als in Sizilien. Es mag sein, dass im Königreich Neapel, das ja den Bourbonen gehörte, ein gewisser spanischer Spracheinfluss vorhanden ist, aber dies geht nicht so weit, wie etwa in Spanien, wo sich die Etnien grundsätzlich unterscheiden, im Sinne, dass man zu Schulen in Barcelona (wo man ja eher provenzalisch spricht) wenn man aus Madrid stammt, keinen Zutritt hat, dies wäre in Italien völlig undenkbar.


    LG Micha :hello:

    Zitat

    Original von Philhellene
    Nein, die Sprecher von germanischen Dialekten sind entweder nicht so nationalistisch oder germanische Dialekte unterscheiden sich tatsächlich weniger voneinander als romanische oder (was ich eher glaube) die romanischen Sprachen unterscheiden sich voneinander weniger als die germanischen oder unkontrollierte Sprachwucherung wird von germanischen Linguisten eher unterbunden oder... Keine Ahnung. :D
    Ich kann das als jemand, der weder Italienisch noch Venezianisch kann, sowieso nicht beurteilen, wie nahe sich die beiden stehen. Ich weiß nur, dass es diese Diskussion "Sprache oder Dialekt" bei einigen romanischen... ähm... Idiomen gibt, so auch beim Venezianischen.


    Kurz was zu Venezia (oder Venedig): die Stadt Venedig ist keine Region wie Wien oder eine Art Stadtstaat wie Berlin, oder Hamburg, sondern die Hauptstadt des sogenannten Veneto, der an die Provinz Belluno und die von Provinz Verona grenzt. Das Veneto, ist keine autonome Region wie etwa der Friaul. Rein historisch gehört Venedig zum sogenannten Triveneto, (Venezia Propria, Venezia Giulia mit Görz, Triest, Istrien, und Venezia Tridentina ,mit dem heutigen Trentino und Südtirol). So war es seit der Herrschaft Habsburgs dort bis nach dem 2. Weltkrieg. Geographisch zu sehen ist dies unter http://it.wikipedia.org/wiki/Tre_Venezie . Diese Einteilung gilt teilweise noch heute, etwa für die Distrikte der Telefonverwaltung.


    LG Micha :hello:



    PS: dass Mundarten in Italien einen besonderen Schutz genießen, wäre mir neu. Wohl aber gibt es in Italien fünf Regionen mit Autonomiestatut. „Padanien“ (Norditalien bis zur Toskana) will sich ja bekanntlich von Italien abspalten.

    Zitat

    Original von Philhellene


    :yes:


    Es passt zwar jetzt nicht ganz dazu, aber gibt es irgendeinen speziellen Grund, weswegen "Giuseppe" auf Covers so häufig falsch, nämlich "Guiseppe" geschrieben wird? Ich vermute fast, dass hinter diesem Dreckfuhler auch mangelnde Sprach-, insbesondere Aussprachkenntnisse stecken. Ich kenne zumindest sogar manche Leute, die den armen Seppl "Dschuiseppe" aussprechen.


    BR Alpha (der bayrische Bildungskanal) bietet in ständiger Wiederholung Sprachkurse an, meist vormittags.........ggggggggg

    Zitat

    Original von Philhellene
    Zum Venezianischen ist noch anzumerken, dass es teilweise (ich glaube, mittlerweile sogar schon von der UNESCO?) nicht als Dialekt des Italienischen, sondern als eigene Sprache geführt wird. Das ist allerdings ein bisschen umstritten, aber solche Fälle treten bei den romanischen Sprachen öfters auf.


    Bayrisch, Schwäbisch und Berlinerisch auch? ggggggggggggggggggg

    Mir wird noch ganz schwindlig mit diese vielen Sprachen.
    Ich hab mal einen gekannt, der sprach für meine Ohren zumindest, fließend an die 14 Sprachen, nur in seiner eigenen wusste er dann nicht mehr, dass man ein Zimmer „lüftet“ gggggggg.
    Hab mal eine Engländerin aus Glasgow in der Bahn kenne gelernt, die mir aus „waschechte“ Italienerin vorkam, bis sie mir sagte, sie sei eben Engländerin, und ich, wieso sprechen Sie dann so gut Italienisch und die: „Na ja ich bin in Frankreich aufgewachsen und Italienisch ist ja so anders nicht wie Französisch“, war ich mal platt. Als ich dann meinte, in meinen Kopf würde so viele Sprachen nicht mehr reinpassen, meinte die, „Sprachen lernt man automatisch als Kind, dann nicht mehr“. Boh das war ein Dämpfer (lach) :rolleyes:


    LG Micha :hello:


    Aber, aber Violoncellchen, ich weiß genauso wie jeder andere, daß ich nichts weiß. Ich erröte noch mit meiner Ignoranz :angel:


    Micha:hello:


    Ich weiß nicht recht, wie das gehen soll, wenn wir uns mit Mundart beschäftigen: sie steht ja in keinem Wörterbuch, und ein Norddeutscher wird wohl Bayrisch auch nicht verstehen, wie etwa: „Host miiiiii??????“, „Wo wuist hi?????????“
    Ich verstehe ja in etwa venezianische Mundart, wie etwa: „Dighemela Ella“, oder „ghe ghè?“, = „Sage Sie mir!!!!, und= „Was ist los??“, nur Wörterbücher dafür kenne ich nicht, und ein Mailänder wird davon auch nichts verstehen.


    Ich lach mich noch kaputt :rolleyes:


    Micha :hello: