Beiträge von Erna

    Hallo Severina!


    Es tut mir leid, aber mein Eindruck bei der Manon-Vorstellung am 12.4.08 war leider insgesamt kein so positiver. :untertauch:


    Du hast Recht, das Dirigat von Claude Schnitzler war zu grob und laut, und Du hast ebenfalls Recht, das Adrian Eröd gesanglich und darstellerisch ein hervorragender Lescaut war. Was Anna Netrebko betrifft, ist zu sagen, dass sie in die Rolle hineingewachsen ist, die laszive Manon liegt ihr darstellerisch sehr gut, ihr Französisch ist allerdings nach wie vor verbesserungswürdig und leider verfiel sie im Laufe der Vorstellung wieder in ihre alten Fehler, und sang, besonders in der Cours de la Reine Szene nicht in der richtigen Tonhöhe, Massimo Giordano wirkte darstellerisch teilweise wie das Kaninchen, das sich vor der Schlange (Netrebko) fürchtet, aber nach Deiner Beschreibung habe ich mir seine schauspielerische Leistung viel schlimmer vorgestellt, was seine gesangliche Leistung betrifft, bin ich leider nicht Deiner, sondern Jahnaas Meinung, mir gefiel die Stimme überhaupt nicht, und ich fand ihn nur etwas besser als Alagna in der Premierenserie, aber für mich ist er leider absolut kein Des Grieux, wie ich ihn mir vorstelle. Aber ich bin eben auch geprägt von Araizas gesanglicher und darstellerischer Gestaltung der Rolle.

    Hallo zusammen!


    Ich hatte mir für heute eine Karte gekauft, vor allem wegen Kaufmann, nach seiner Absage wollte ich ursprünglich die Vorstellung eigentlich nicht mehr besuchen, so enttäuscht war ich, nach der positiven Bewertung, vor allem der gesanglichen Seite, von Severina habe ich nun doch noch Lust bekommen, und werde heute Abend in der Oper sein, nun freue ich mich sogar darauf, egal ob Netrebko singt oder nicht.

    Gestern hörte ich im Wiener Konzerthaus in einer konzertanten Aufführung zum ersten Mal Benjamin Brittens Kammeroper "The Rape of Lucretia ", Libretto von Ronald Duncan in folgender Besetzung:


    Klangforum Wien, Klavier und Leitung: Robin Ticciati


    Erzähler: Ian Bostridge
    Erzählerin: Emma Bell
    Collatinus: John Relyea
    Junius: James Rutherford
    Tarquinius: Christopher Maltman
    Lucretia: Angelika Kirchschlager
    Bianca: Jean Rigby
    Lucia: Malin Christensson


    Die Aufführung hat mich insgesamt sehr begeistert, da sie keine Schwachstellen aufwies und ich Brittens Musik sehr mag. Am besten gefiel mir Maltman als Tarquinius, ich hätte nicht gedacht, dass er seine Stimme so "böse" klingen lassen kann, allerdings ist er nicht der Mann für eine konzertante Aufführung dieser Oper, ihm hat sichtlich zu schaffen gemacht, dass er seine Interpretation dieser Figur nicht auch im Spiel zeigen konnte, er ist unruhig von einem Fuß auf den anderen gestiegen und mehr als einmal hatte ich das Gefühl, jetzt wird er seinen Sängerkollegen gegenüber handgreiflich.


    Einige Dinge haben mich etwas befremdet, im Programmheft wird Angelika Kirchschlager als Alt bezeichnet (!), und für einige Wiener Opernbesucher endet das Zeitalter der Oper wohl spätestens bei Strauss` Rosenkavalier, sie wollen oder können sich mit Oper des 20.Jahrhunderts, und sei sie noch so tonal und melodiös, nicht auseinander setzen, was zur Folge hatte, dass einige Besucher während der Vorstellung (es wurde pausenlos durchgespielt, was der Dichte der Geschichte sehr gut tat), aufstanden und, sehr geräuschvoll, gingen und die Aufführung dadurch störten, ebenso störten, wie die Besucher, die es nicht schaffen ihre Programmhefte beim Mitlesen des Textes möglichst geräuschlos umzublättern.


    Aber trotz dieser Einwände habe ich die Aufführung genossen.

    Aus gut unterrichteter, sehr zuverlässiger Quelle habe ich nun den wahren Grund der von Papst Benedikt vorgesehenen Heiligsprechung Herbert von Karajans erfahren: Der Erlauchte stieg kurzfristig aus seinem Grab, um seinem Nachfolger bei den Berliner Philharmonikern, Sir Simon Wishmop, die Interpretation sämtlicher Mahler Symphonien zu erläutern.

    Hallo zusammen!


    Bei mir lief bis soeben



    eine interessante Aufnahme, mit der ich allerdings nicht restlos glücklich bin, zeitweise hatte ich das Gefühl, dass die Impromptus vom Pianisten quasi seziert werden, also für meine Begriffe empfinde ich die Aufnahme zu kopflastig, zu analytisch und zu wenig musikantisch. Aber, wie gesagt, dies ist nur mein subjektives Empfinden, das vielleicht auch von meiner momentanen Stimmung abhängt.

    Hallo zusammen!


    Nun, wie versprochen, der 2. Teil meiner Osterbestellung bei JPC mit den Cover-Abbildungen:



    Und wieder geht das Meiste auf das Tamino-Konto bzw. bei 3 von den CD's ist wieder einmal Ulli an meiner Bestellung schuld


    :boese2: :boese2: :hahahaha: :boese2: :hahahaha: :pfeif: :baeh01: :hello:

    Hallo zusammen!


    Hier der 1. Teil meiner kleinen Osterbestellung

    Einmal Unendlichkeit und zurück - John D. Barrow;


    Suiten für Violoncello Solo - Jean-Guihen Queyras;


    Byrdland - Byrd/Dowland/Purcell/Holborne;


    Britten, Benjamin - A Midsummer Night's Dream (2 DVDs, NTSC) - David Daniels




    Da ich es einfach nicht schaffe, bei Amazon die Bilder einzufügen, poste ich nur die Liste.


    Der 2.Teil meiner Osterbestellung bei JPC folgt dann mit den obligaten Bildern.

    Hallo zusammen!


    Bei mir nun im Player



    meiner momentanen Stimmung entsprechend. Wie schon einmal erwähnt, gefällt mir die Aufnahme sehr. Puristen seien allerdings gewarnt, wer der Meinung ist, dass Schubert diesen Liederzyklus nur für Klavierbegeltung komponiert hat, und er auch nur so aufgeführt werden darf, sollte um diese CD einen großen Bogen machen. Für alle anderen ist sie sicher eine interessante Facette im Zusammenhang mit diesem Liederzyklus.

    Hallo Carola!


    Bei mir funktionieren die Hörproben auch wieder einmal nicht. Mit dem Passwort hatte ich allerdings noch nie Probleme (zumindest bis jetzt, hoffentlich bleibt das so).

    Hallo Observator!








    bitte, wer sagt's denn?!
    man muss nur einmal den rienzi aus dem ruder laufen lassen und schon ist das zeug im kasten...


    Zitat

    Ich habe meine CD am 26.2.08 bei ArkivMusic.com bestellt und am 4.3.08 war sie im Postkasten. Hast Du sie auch bei dieser Firma bestellt?


    ich hab sie im cduniverse bestellt. ist deine auch auf 12€ brutto gekommen?



    :hello: [/quote]




    grmphfffffffff! Meine CD hat 16,98 EUR gekostet. Aber als ich Dein Posting sah, gabs nur einen Gedanken: "Haben wollen und das sofort und um (fast) jeden Preis." Also bin ich daran ganz alleine schuld.

    Zitat

    was heißt hier endlich?

    Zitat

    ch hab meine noch immer nicht, und sie sicher vor dir bestellt! wacky


    Ich habe meine CD am 26.2.08 bei ArkivMusic.com bestellt und am 4.3.08 war sie im Postkasten. Hast Du sie auch bei dieser Firma bestellt? Hoffentlich ist sie dann am Postweg nicht verloren gegangen!

    Original von observator


    Heute bei mir endlich aus Amerika angekommen, sofort in den Player gewandert, und ich bin sehr glücklich mit dieser Aufnahme. Die Bearbeitung für Bläser erschließt mir neue Facetten dieses Zyklus. Nochmals vielen Dank an Obsi für den Tipp.

    Hallo zusammen!


    Es tut mir leid, aber ich verstehe nicht, wenn jemand es als Häme empfindet, wenn man eine Regie ablehnt, die sich nicht an das vom Komponisten vertonte Libretto hält, sondern z.B. aus Zigeunerinnen, Cow-Girls macht, weil es eben momentan modern ist auf Amerika mit seinen Problemen, u.a. mit Sekten hinzuweisen, oder wie Konwitschny in Wien in Meyerbeers Le Prophete, Affen einführt, die ebenfalls nicht im Libretto stehen, und deren Bedeutung mir bis heute nicht klar ist. Mir muss auch nicht mit der Holzhammermethode erklärt werden, dass Krieg grausam ist, ich kann auch ein Verwundeten-Ballett verzichten, mir muss auch genauso wenig erklärt werden, dass Kriege sehr oft religiös motiviert sind, ich möchte Verdis La forza del destino zwar modern inszeniert, aber im Kontext der Zeit sehen, in der sie spielt, ohne gedankliches und entbehrliches Beiwerk von Regisseuren, die glauben alles besser zu verstehen als der Komponist und der Librettist.

    Hallo zusammen!


    Zur gestrigen Forza-Premiere fällt mir nur dieses Statement ein:


    Krieg ist ein grobes Handwerk, also muss man diese Oper möglichst grobschlächtig inszenieren und ebenso singen,---- dachten sich wohl alle Protagonisten von der Regie angefangen über die Sänger, besonders die Rollen des Alvaro und des Carlo hörte ich noch nie so grob und brutal gesungen, Nina Stemme ist keine Verdi-Sängerin, Fra Melitone und Pater Guardian waren dafür so gut wie gar nicht vorhanden, also alles so wie es sich Verdi beim Komponieren vorgestellt haben mag :hahahaha: :hahahaha: :hahahaha:


    In der Staatsoper gibt es wieder eine Inszenierung mehr, für die ich nur den Betrag eines Hörsitzes (10 EUR) und keinesfalls mehr ausgeben würde, und das auch nur bei Umbesetzungen der Gesangsrollen. :angry: :angry: :angry::boese2: :boese2:

    Liebe Elisabeth!


    Vielen, vielen Dank für den tollen Tip. Heute bekam ich per Luftpost die CD und bin selig



    Böser, böser Observator!


    Ich konnte Deiner Empfehlung einfach nicht widerstehen und habe mir die CD soeben als Geburtstagsgeschenk selbst bestellt. Natürlich wird, wie in allen Fällen von Tamino-Empfehlungen, das Konto desjenigen, der an dem Kauf schuld ist, belastet :baeh01: :baeh01: :baeh01: :baeh01: :hello: :hello: :angel: :angel: :hahahaha: :hahahaha:

    Hallo zusammen!


    Ich greife aus 2 Gründen immer wieder auch zu Opersänger-CDs:


    1. Um die Stimme eines Sängers, einer Sängerin kennenzulernen, und um zu prüfen, ob es sich lohnt, Opern-Gesamtaufnahmen mit diesem Interpreten zu kaufen, wie seine (ihre) weitere stimmliche Entwicklung fortschreitet, welches Repertoire zu dieser Stimme passt, ob es sich lohnt, eventuell Opernaufführungen mit diesem Sänger zu besuchen, usw. und etwas seltener


    2. Um ein Repertoire kennen zu lernen, und zu prüfen, ob sich die Anschaffung einer Gesamtaufnahme dieses Repertoires lohnt,


    aber, wie schon gesagt, interessiert mich bei dieser Art von CDs in erster Linie die gesangliche Entwicklung des Interpreten.

    Hallo zusammen!


    Bei mir treffen die Punkte 1, 3 und 4 von Barbirollis Liste zu, dazu kommt noch die Anregung von meinem Lieblings-CD-Geschäft "Ascolta", auf die ich mich immer verlassen kann. Aber seit ich im Tamino-Forum bin, hat sich mein monatlicher CD-Einkauf vervielfacht.


    Hallo Ulli!


    Ja, ich habe gleich anschliessend an die CD auch die DVD angesehen. Ich fand die Aussagen von Cencic bezüglich seiner Stimme, dass er durch das frühe Training nicht in den Stimmbruch gekommen ist, sehr interessant. Etwas gewöhnungsbedürftig fand ich den barocken Einrichtungsstil seiner Wohnung, ich bevorzuge moderneres Ambiente und ganz erstaunlich nicht zum Umfeld passend fand ich seine moderne Kleidung; da bevorzuge ich eher Konservatives. Die Gesangsausschnitte aus seiner Kindheit waren kurios. Ein Bub, der die Koloraturen der Königin der Nacht singt!. Im Booklet habe ich entdeckt, dass mir in meiner Cencic-Sammlung die Vivaldi-CD fehlt, ich glaube, dieser Zustand wird sich bald ändern.

    Hallo zusammen!


    Was Harnoncourt aus Beethovens "Fidelio" gemacht hat, höre ich mir sicher kein zweites Mal an, trotz der guten Sänger Nylund, Kaufmann und Polgar. Der einzige Sänger, der mir überhaupt nicht gefallen hat, war Alfred Muff als Pizarro, ich habe noch nie eine Pizarro so falsch singen gehört, oder war das die "Harnoncourt"-Version dieser Rolle??? Jedenfalls hat sich für mich ein weiteres Mal gezeigt, dass Harnoncourt glaubt er alleine habe die (musikalische) Wahrheit gepachtet und er muss unbedingt (s)eine neue Sichtweise von Opern unter die Leute bringen. Vielleicht bin ich zu konservativ und musikalisch zu ungebildet, aber ich komme mit seinen Interpretationen überhaupt nicht zurecht. Diesen Fidelio fand ich schleppend holprig, verfremdet in Tempo und musikalischer Diktion vom Dirigenten, vom Chor und vom Orchester. Darauf kann ich gerne verzichten, da ist mir eine Repertoirevorstellung der Staatsoper mit einem gutem Kapellmeister lieber (wenn nicht gerade Botha den Florestan singt!)

    Hallo Alfred!


    Ich habe große Probleme mit Kopfhörern, mein empfindliches Gehör verträgt sie nicht. Die Töne so nah am Ohr, auch wenn ich den Ton ganz leise stelle, verursachen mir Schmerzen. Daher höre ich meisten ohne Kopfhörer. Kammermusik am liebsten abends bei gedämpftem Licht auf dem Sofa liegend, meistens mit geschlossenen Augen ( aber ich schlafe dabei nicht ein!). Im Gegensatz zu Dir, höre ich diese Art von Musik auch gerne, wenn ich aufgewühlt bin, sie beruhigt und entspannt mich immer.