Zum zweiten Frühstück etwas von Max Bruch.
Damajanti - Szenen aus der indischen Dichtung Nala op. 78

Davidoff
seit 200422 Jahre Klassikgespräch
Tamino Klassikforum · seit 2004 · DAS Internetforum für klassische Musik
Zum zweiten Frühstück etwas von Max Bruch.
Damajanti - Szenen aus der indischen Dichtung Nala op. 78

Davidoff
Emil Nikolaus von REZNICEK (1860 - 1945)
BENZIN
Heiter-phantastisches Spiel mit Musik in zwei Akten (1929)
Libretto: Reznicek frei nach Pedro Calderon de la Barca
Ort der Handlung: Unbenannte Insel
Zeit: Später
Personen:
Jeremias D. Thunderbolt, Milliardär – Baß
Gladys, seine Tochter – Sopran
Violet, deren Freundin – Koloratursopran
Lissy – Sopran
Nell – Alt
Joe M. Plumkake, alter Verehrer der Gladys – Baß
Die Alte – Alt
Meyer, Hausknecht im Palast der Gladys – Baß
Ulysses Eisenhart, Kommandant des Z 69 – Tenor
Hans Freidank, Ingenieur – Bariton
Emil Nikolaus Machulke, Funker – Tenor
Franz Xaver Obertupfer, Koch – Baß
Leute und Mannschaften des Z 69
Begleiterinnen der Gladys
Jazz-Musikanten
Flughafenarbeiter
Ein Diener
Erster Akt
Gladys ist im Besitz hypnotischer Kräfte und macht sich ein Vergnügen daraus: sie „verzaubert“ ihre männlichen Besucher in Tiere, sie hypnotisiert sie. Bisher hat ihr noch keiner widerstanden. Sie bewohnt ein prachtvolles Schloss und ist unumschränkte Alleinherrscherin auf dieser „unbenannten“ weil noch unbekannten und auf keiner Landkarte eingezeichneten Insel. Plumkake hat auf der Insel ergiebige „Benzinquellen“ entdeckt: „Es ist ein Naturwunder und das Öl destilliert sich von selbst“. Daher besitzt die Insel auch einen wohl eingerichteten Flughafen.
Eisenhart muss mit seiner Z 69 während eines Wetterflugs auf der Insel notlanden und erlebt dabei so allerlei. Als erstes werden seine Leute von Gladys hypnotisiert und glauben nun, Tiere zu sein: ein Hahn, Esel, Hund, Schwein. Dienerinnen von Gladys haben ihnen gleich nach der Hypnose die entsprechenden Masken umgehängt. In dieser Verwandlung treten sie Eisenhart, dem Freidank davon berichtet, gegenüber. Inzwischen tritt Gladys mit ihren Damen auf und erblickt Eisenhart. Das neun stimmige Ensemble mündet schließlich in ein schwungvolles Tempo di Polacca.
Nach der folgenden Tanzszene setzen Gladys und Eisenhart ihr Gespräch fort. Zuerst bildet der Sport das Thema, während Violet und Freidank schon gespannt sind, ob Eisenhart widerstehen wird. Gladys lässt inzwischen an die Strandkörbe servieren, die Dienerinnen müssen ihr aber gleichzeitig eine Löwenhaut mitbringen, sie hat nämlich die Absicht, Eisenhart in einen Löwen zu verwandeln. Sie versucht auch ihr hypnotische-magnetisches Spiel, aber es gelingt nicht. Nach der allgemeinen Freude darüber muss Gladys die Hypnose der Mannschaften Eisenhart lösen. Mit einem großen Finale schließt der erste Akt.
Zweiter Akt
Im Zweiten Akt beginnt die Intrige. Gladys kann ihre Niederlage nicht überwinden, scheint aber bereits von aufkeimender Liebe zu Eisenhart erfüllt sein. Sie beredet Violet ihn in sie, Violet, "verrückt zu machen", so dass er alles im Stich lässt und seine Wetter verliert. Violet geht, falsch wie sie sich Gladys gegenüber benimmt, auf diesen Vorschlag ein, weil sie hofft, dadurch Freidank eifersüchtig zu machen, auf den sie ein Auge geworfen hat.
In der folgenden Szene versuchen Machulke und Obertupfer mit Lissy und Nell "anzubandeln". Eisenhart wird von Violet mit einem Brieflein in das Boudoir von Gladys gelockt, wie Freidank, der mit einer dienstlichen Meldung kommt, sie beide überrascht; auch Gladys sieht aus einem Versteck zu und muss gestehen, dass Violet ihre Rolle sehr natürlich spielt.
Als heiteres Zwischenspiel folgt eine komische Szene mit Obertupfer, einem biederen Münchner. Danach setzt sich die Haupthandlung mit einer Aussprache zwischen dem bereits eifersüchtigen Freidank und Violet fort. An ihrem Ende aber finden sich beide und ziehen als glücklich sich küssendes Liebespaar ab.
Gladys dagegen ist sehr beunruhigt. Eisenhart muss eine Wette gewinnen, sie will Eisenhart erobern (weil er ihr imponiert) und hat ihn deshalb für abends mit allen anderen eingeladen. Man sieht die Gäste ankommen und tanzen. Nur Eisenhart fehlt noch. Endlich tritt er ein, um sich zu verabschieden. Gladys aber bekennt, dass sie wünscht, Eisenhart möge hier bei ihr bleiben. Dieser aber weist sie ein zweites Mal ab. Gladys verlangt einen letzten Tanz, dann scheidet Eisenhart. Nun versucht sie noch ein äußertes Mittel: sie verbietet die Benzienlieferung an Z 69. Der herbei befohlene Plumkake weigert sich und zur Strafe dafür in einen Papagei verwandelt. Gladys Weigerung verursacht große Aufregung. Die Personen der vorigen Szene wirbeln in einem komischen Furioso durcheinander. Da erscheint Eisenhart, zu allem entschlossen, auf der Szene und stellt Gladys zu Rede. Hart auf hart fallen die Worte, bis Gladys meint, er könne sie ja erschießen. Eisenhart hat eine Waffe, wendet sie aber gegen sich selber, und in dem Augenblick verrät Gladys ihre Gefühle für ihn; sie entreißt ihm in einem Aufschrei den Revolver. Eisenhart aber verlässt sie. Gladys betrachtet die Waffe in ihrer Hand und muss entdecken, dass sie gar nicht geladen war. Da sie ich nun einmal verraten hat, zeiht sie die Forderungen, begibt sich an den Flugplatz, auf dem Z 69 gerade klar gemacht wird zum Abflug, und mit der sehr bescheiden vorgebrachten Frage: "Wollen Sie mich mitnehmen, Herr Eisenhart?" gibt sie sich geschlagen und folgt ihm, "der sie besiegt hat".
Die Musik
Die Musik von "Benzin" ist sehr stark von Tanzformen durchsetzt. Das verhilft einerseits zu einer Charakterisierung der Geselschaftsschichte, in der die Handlung der Oper spielt, ergibt aber anderseits im Gesamteindruck den von Reznicek beabsichtigten "leichten Ton", den der Komponist für dieses Werk wünscht.. Polacca und Foxtrott, Boston lente und Tempo di Valse stehen neben einem Tango und einem Galopp presto. Außerdem kommt zweimal ein Tempo di Gavotte vor, das erste mal mit dem bezeichnenden Beisatz: "etwas steif", das zweitemal im Molto moderato alle tedesca bei einem Dreiviertelgesang des Obertupfer; er erzählt vom Münchner Oktoberfest, und da meldet sich der Ländler.
Rezniceks Humor fiert in seinem "Benzin" Triumphe. Mann kennt es der Partitur an, dass sie mit Hingabe komponiert wurde. Die klangliche Einkleidung lässt nichts zu wünschen übrig; sie bringt natürlich auch Propellergeräusche, Sirenen, Hammer und Amboss unter, wie es sich für einen Flughafen gebührt.
Ups, das habe ich noch eine wichtiges Repertoirestück entdeckt:
Erwin Schulhoff (1894 - 1942)
Sextett für Streicher


Davidoff
Ich sehe gerade das ein wichtiges Werk fehlt:
Hans Kößler (1853 - 1926)
Streichsextett f-moll
Die Aufnahme mit dem Frankfurter Streichquartett ist unbedingt empfehlenswert.

Davidoff
François Clément Théodore Dubois
wurde 1837 als Sohn eines Korbmachers und als Enkel eines Volksschullehrers in der Region von Reims in Rosnay geboren und ist 1924 in Paris gestorben. Früh besuchte er das Konservatorium von Paris als Schüler von Marmontel für Klavier und Ambroise Thomas für Fuge und Komposition. Dort erhielt er 1859 den 1. Orgelpreis und den „Prix de Rome“ für die Kantate Atala. Nach seiner Rückkehr aus Italien wurde er 1863 zum Kapellmeister an der Kirche Sainte-Clothilde ernannt, als Nachfolger von César Franck. 1871 wurde er Professor für Harmonie, später ebenfalls für Komposition im Konservatorium von Paris, das er von 1896 bis 1905 als Nachfolger von Ambroise Thomas leitete.
1894 wurde er an die Académie des Beaux-Arts berufen, als Nachfolger von Charles Gounod. Neben seiner Tätigkeit als Dozent war er auch Organist in verschiedenen Kirchen von Paris. (Les Invalides, La Madeleine, Sainte Clothilde) Ausserdem hatte er das Glück mit den drei grossen Meistern der französischen religiösen Musik in der 2.Hälfte des 19. Jahrhunderts die Stelle zu tauschen: mit César Franck, Camille Saint-Saens und Gabriel Fauré.
Bei Verlaines Begräbnis spielte er zusammen mit Fauré. Obwohl er zu den verkannten französichen Komponisten gehört, abgesehen von seinen Orgelstücken und seinem berühmten Harmonielehrbuch von 1921, hinterlässt Dubois ein riesiges Werk: zwei Opern, zwei komische Opern, ein Ballett, sinfonische Musik, Klavier- und Orgelstücke, Kammermusik, mehrere Melodiebände, drei Oratorien, ein Requiem, Messen und zahlreiche Motette.
Man verdankt ihm ebenfalls zwei wichtige Werke über die Musiktheorie: „Notizen und Abhandlungen über die Harmonie als Anhang zum Harmonielehrbuch von Reber“ und vor allem das schon erwähnte „Harmonielehrbuch“ von 1921. Wegen dieses Gesamtwerks und ganz besonders wegen des bedeutenden Beitrags von Dubois zur Kirchenmusik, hat er es nicht verdient, im 20. Jahrhundert in Vergessenheit zu geraten.
(Quelle: Förderverein Théodore Dubois e.V.)
Vorstellen möchte ich die beiden Aufnahmen mit Kammermusik.
Für mich die Kammermusikentdeckung 2007.
Klaviertrio Nr. 1 c-moll
Klaviertrio Nr. 2 E-Dur
Promenade sentimental
Canon
Cantilene
Klavierquartett a-moll
Quintett für Oboe, Violine, Viola, Violoncello, Klavier
Ein Pariser Musikkritik schrieb anlässlich der Uraufführung seiner bekannten Oper „Xavière“ am 26. November 1895: "Seine Musik, die bezaubern will, und nichts anderes als bezaubern will, bezaubert ganz nach Wunsch durch exquisite poetische Unterhaltsamkeit. Man atmet dort den duftigen, lieblichen, ländlichen Wohlgeruch; und die in ihr verborgene Ruhe scheint mir die beste und vortrefflichste aller Erholungen zu sein...". Dieses Urteil lässt sich wunderbar auf seine Kammermusik übertragen. Die Quintessenz seiner Werke beschreibt am besten der Komponist Charles Marie Widor, der die Musik Dubois als "Spiegel von Einheit und Harmonie" sieht.
Dem lieben Herrn van Rossum dürfte es gewiss interessieren, das Dubois auch ein Violinkonzert komponiert hat. Es stammt aus dem Jahre 1896.
Davidoff
Eine Sonderaktion im Hause JPC bietet ab dem 05. Oktober eine CD-Box (Sterling) mit allen 8 Symphonien von Hans Huber für 24,99€ an (bisher 53,99€).
Inhalt:
Nr. 1 d-moll op. 63 "Tellsinfonie"
Nr. 2 e-moll op. 115 "Böcklin-Symphonie"
Nr. 3 C-Dur op. 134 "Heroische"
Nr. 4 A-Dur "Akademische" in Form eines Concerto grosso für Streicher, Klavier & Orgel
Nr. 5 F-Dur "Romantische" (Der Geiger von Gmünd)
Nr. 6 A-Dur op. 134
Nr. 7 d-moll "Schweizerische"
Nr. 8 F-Dur für Orgel & Orchester
Simplicius-Ouvertüre
Eine LustspielOuvertüre op. 50
Serenade Nr. 1 op. 86 "Sommernächte"
Info: JPC
Davidoff
Meines erachtens ist das Violinkonzert G-dur op. 52 noch nicht eingespielt worden. Es kann aber sein, dass es in einem Rundfunkarchiv eine Aufnahme gibt. Dazu müsste der Verlag "Breitkopf & Härtel" auskunft geben können.
Viel Glück
Davidoff
Felix Weingartner (1863-1942)
Felix Weingartner, als Felix von Weingartner, Edler von Münzberg, am 2. Juni 1863 in Zara/Dalmatien geboren – war eine vielseitige Persönlichkeit: Dirigent, Komponist, Klaviersolist, Pädagoge und Musikschriftsteller.
Bereits als Kind interessierte sich Weingartner für Musik und besonders für das Komponieren. Mit sechzehn Jahren veröffentlichte er seine ersten Werke: die Klavierstücke op.1, op. 2, und op. 3. Auf Empfehlung von Johannes Brahms erhielt er daraufhin ein österreichisches Staatsstipendium.
Nach Musikunterricht in Graz ging Felix Weingartner mit achtzehn zum Kompositions- und Klavierstudium ans Leipziger Konservatorium und wurde danach Schüler von Franz Liszt in Weimar. Mit ihm verband Weingartner eine lebenslange Freundschaft. Er widmete Liszt seine erste Oper „Sakuntala“ op. 8, die 1884 in Weimar uraufgeführt wurde.
Weingartner selbst sah seine Erfüllung im Komponieren, nahm jedoch aus finanziellen Gründen nach seinem Studium eine Stelle als Kapellmeister in Königsberg an. Schon bald zeigte sich, dass Weingartner grosses Talent zum Dirigieren hatte. Der rasch einsetzende Erfolg verhinderte zunächst sein weiteres kompositorisches Schaffen.
Im Alter von achtundzwanzig – nach Engagements in Danzig, Hamburg, Frankfurt und Mannheim – wurde er 1891 erster Kapellmeister der Berliner Hofoper und Dirigent der Sinfonieabende der Königlichen Kapelle. 1908 trat er die Nachfolge von Gustav Mahler als Direktor der Wiener Hofoper an. 1911 gab er jedoch die Leitung auf, um sich ganz den Wiener Philharmonikern zu widmen, die unter seiner Leitung internationale Berühmtheit erlangten.
Durch zahlreiche Gastspiele in Europa, Asien und Amerika gehörte Weingartner zu den berühmtesten Dirigenten seiner Zeit. Unverkennbares Markenzeichen war seine klare, sparsame Zeichengebung ohne Effekthascherei sowie das sichere Gespür für das richtige Tempo. Weingartner war der erste bedeutende Dirigent, dessen Wirken auf Schallplatte aufgenommen wurde.
Als Schriftsteller verfasste er mehrere Werke, darunter „Über das Dirigieren“, „Die Sinfonien nach Beethoven“ und „Ratschläge für Aufführungen klassischer Symphonien“.
Mit seiner Schrift „Carl Spitteler, ein künstlerisches Erlebnis“ setzte sich Weingartner für den Schweizer Dichter ein und machte ihn der Öffentlichkeit bekannt.
Die Texte zu seinen Opern verfasste er selbst.
Und wieder einmal leistet das Label CPO Pionierarbeit. Im Oktober erscheint (endlich) die fünfte CD mit Orchesterwerken von Weingartner. Die 5. Symphonie (Weingartner komponierte sieben Symphonien) und die Ouvertüre „Aus ernster Zeit“ op. 56 bilden den vorläufigen Höhepunkt dieser wunderbaren Edition.
Bisher erschienen sind:
Symphonie Nr. 1 G-Dur op. 23
Symphonie Nr. 2 Es-Dur op. 29
Symphonie Nr. 3 E-Dur op. 49
Symphonie Nr. 4 F-Dur op. 61
Das Gefilde der Seeligen – Symphonische Dichtung op. 21
König Lear – Symphonische Dichtung op. 20
Ouvertüre und Suite zu „Der Sturm“
Lustige Ouvertüre op. 53
Serenade für Streicher
Die ausführenden Künstler sind das Sinfonieorchester Basel mit Merko Letonja.
Besonders empfehlen möchte ich die zu letzt erschienene CD mit Kammermusik.
Sextett e-moll op. 33 (Klavier, zwei Violinen, Viola, Violoncello und Kontrabass)
Oktett G-Dur op. 73 (Klarinette, Horn, Fagott, zwei Violinen, Viola, Violoncello und Klavier)
Die Künstler sind Oliver Traindl und das “Ensemble Acht”
Viel Spaß
Davidoff
Das britische Label gehört zu den ältesten Produktionsfirmen der Insel. In fünfzig Jahren sind 90 Titel entstanden, die nun auf CD eine zweite Heimat gefunden haben.
Nun haben wir also die Möglichkeit, Komponisten wie Lennox Berkeley, Gordon Jacob, William Hurlstone, William Wordsworth, Cyril Rootham, Samuel Coleridge-Taylor und viele andere kennen zu lernen.
Besonderes Vergnügen haben mir die kraftvollen und ausdrucksstarken Symphonien von Gordon Jacob bereitet.

Wesentlich sanfter, aber nicht uninteressanter fallen die Werke von William Hurlstone aus. Seine Variationen für Orchester bestechen durch warme Klänge und einer fülle an Melodien.

Info: LYRITA
Viel Spaß
Davidoff
Lennox Berkely (1903 - 1989)
Symphonie Nr. 1 op. 16

Die Britten "schmecken" mir zu meinem Kaffee doch am besten.
Davidoff
Ich habe da noch etwas gefunden ![]()
Josef Holbrooke ( 1878 - 1958 )
Apollo and the Seaman
Wild Wales
The Sailor's Arms
Darf auf keiner Last Night fehlen ![]()
Sir Henry Wood (1869 - 1944)
Fantasia on British Sea Songs
Davidoff
Alexander Zemlinsky
Emil Nikolaus von Reznicek
Ernst Boehe
![]()
Davidoff
Pierre Maurice (1868 - 1936)
Pêcheur d'Islande - Impressionen op. 8
Joseph Guy Ropartz (1864 - 1955)
Pêcheur d'Islande - Musique de scène pour la pièce de Pierre Loti
Philip Sainton (1891 - 1967)
Moby Dick
Mikolajus Konstantinas Ciurlionis (1875 - 1911)
Jüra (Das Meer) - Symphonische Dichtung
Peter Erasmus Lange-Müller (1850 - 1926)
Sange ved Havet (Lieder des Meeres) op. 54
Bei Unverträglichkeit helfen auch keine Pillen gegen Seekrankheit. ![]()
Davidoff
Vielen Dank für diesen Beitrag.
Das ist die beste Gelegenheiten hier drei meiner liebsten "modernen" Violinkonzerte vorzustellen (allerdings noch aus dem 20. Jahrhundert):
1. Gian Carlo Menotti: Violinkonzert a-moll

2. Roberto Gerhard: Violinkonzert

3. Gerard Schurmann: Violinkonzert

Wer sich traut, hört rein und wird auch nicht enttäuscht sein. ![]()
Davidoff
Am 16.11.2007 spielt der Geiger Thomas Christian in Salzburg das Violinkonzert e-moll von Emil Nikolaus von Reznicek.
Ferner auf dem Programm befinden sich die "Tänze aus Galanta" (Kodaly) und die zweite Symphonie e-moll op. 27 (Rachmaninov).
Es spielt die Ungarische Nationalphilharmonie, Budapest.
Musikalische Leitung: Zoltan Kocsis.
19.30 Uhr, Großes Festspielhaus

Man darf gespannt auf die Aufführung der Herbstsymphonie 2009 in Leipzig sein. Riccardo Chailly wird dann wohl auch das Werk für die Platte mitschneiden.
Ich denke, dort werden wir uns alle live treffen um Marx zu huldigen ![]()
Bis dahin muss der Rundfunkmitschnitt herhalten.
Davidoff
An dieser Stelle möchte ich Euch die neue CD mit Werken von Reznicek empfehlen.
Eine Lustspiel-Ouvertüre
Thema und Variationen nach dem Gedicht "Tragische Geschichte" von Adalbert von Chamisso (Chamisso-Variationen)
Symphonische Variationen über Kol Nidrey
+ Reznicek dirigiert die Ouvertüren "Donna Diana" und "Eine Lustspiel-Ouvertüre" (1922)
Und, gefällt sie Dir so gut wie mir ?
Davidoff
Wer war denn dieser Neuling? ![]()
Ich höre gerade Herbstsymphonie von Joseph Marx - kennt die einer?
Tolles Werk!
Davidoff
Die erste Symphonie klingt noch etwas "unaufgeräumt". Lyatoshynsky hat sie als Abschlussarbeit für das Konservatorium komponiert und in ihr, wie ich finde, zuviel reingepackt.
Die von mir bereits angesprochene zweite Symphonie stellt in ihrem Aufbau und ihrer Themenverarbeitung ein viel reiferes Werk da, also der ungestüme Erstling.
Davidoff
Hallo embe, da hast Du ja mehr als ich kenne! ![]()
Das Klavierkonzert und die anderen Orchesterwerke würden mich auch interessieren.
So habe ich halt noch etwas zu entdecken! ![]()
Davidoff
An dieser Stelle möchte ich Euch gerne die 5 Symphonien des ukrainischen Komponisten, Dirigenten und Lehrer Boris Lyatoshynsky (1895 - 1968 ) vorstellen.
Symphonie Nr. 1 A-Dur op. 2
Symphonie Nr. 2 h-moll op. 26
Symphonie Nr. 3 h-moll op. 50 "25 Jahre Oktoberrevolution"
Symphonie Nr. 4 h-moll op. 63
Symphonie Nr. 5 C-Dur op. 67 "Slawische"
Die Werke wurden vom Ukrainian State Symphony Orchestra mit dem Dirigenten Theodore Kuchar eingespielt und sind bei Marco Polo (8.223540, 8.223541, 8.223542) erschienen.
Die symphonische Ballade "Grazhyna" op. 58 wurde an die Aufnahme der ersten Symphonie gekoppelt.
Die Musik zeichnet sich durch große Melodiebögen und einer straffen Dramatik aus. Oft wechseln sich lyrische Themen mit radikalen ab. Plötzliche Wutausbrüche verklären sich ebenso schnell wie sie entstanden sind.
Die Werke sind vor allem Kraftakte für die Bläsergruppen und das Schlagwerk.
Wer die Musik von Schostakowitsch, Prokofieff oder Steinberg mag, wird diesen Werken auch nicht widerstehen können.
Mein Favorit ist die zweite Symphonie. vor allem der geniale Schlußsatz hat mich tief beeindruckt.
Viel Spaß beim hören.
Davidoff
Ich habe, Gottseidank, wenige Regalleichen zu beklagen. Und das Reznicek nicht zu einer solchen verkommt dafür sorgt er schon selber. Die Musik ist von hervorragender Qualität (Ritter Blaubart ua.) und oft tief empfunden (Kol Nidrei). Seine Instrumentationskunst und sein Ideenreichtum an Melodien katapultieren ihn in die erste Reihe der Komponisten der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Was die sogenannten "Längen" in seinen Kompositionen angeht muss ich feststellen, dass in vielen anderen Werken bekannterer Komponisten ebenfalls "Längen" vorhanden sind (Bruckner, Mahler, Schostakowitsch). Ohne "Längen" scheint es nicht immer zu funktionieren.
Das von Dir angesprochene "Heldenleben" von Strauss gehört für mich wiederum zu den wichtigsten Werken des Tonkünstlers.
Hättest Du die "Sinfonia Domestica" angesprochen, hätte ich Dir in diesem Punkt recht gegeben. :]
Vielleicht hörst Du einfach noch einmal in Deine CD's und gibst dem alten Reznicek noch eine Chance.
Mir haben oft genug erst nach mehrmaligen Hören - oft über Jahre - diverse Werke gefallen. Der Tristan von Wagner zb. hat sich mir als letzte seiner Opern erschlossen. Zu diesem Zeitpunkt habe ich schon über 15 Jahre Wagner gehört.
Davidoff
Der Plattenmarkt gibt zurzeit nicht viele Einspielungen mit Werken von Reznicek her.
In den letzten Jahren sind aber gut und gern fast 10 CD's auf dem Markt erschienen.
Donna Diana (cpo) - Ritter Blaubart (cpo)
Symphonien 2 & 5 (cpo) - Schlemihl (cpo) - Der Sieger (cpo)
Raskolnikoff-Ouvertüre (cpo)
Die neuste CD aus dem Hause CPO ist gerade mal eine Woche alt:
Thema & Variationen über "Traurige Geschichte" - Variationen über "Kol Nidrei" - Lustpielouvertüre.
Ausserdem zwei historische Aufnahmen mit Reznicek am Pult.
Streichquartett Nr. 1 cis-moll (Nimbus)
Symphonie Nr. 3 (Koch/Schwann) - Violinkonzert (Koch/Schwann)
Symphonie Nr. 4 (Koch/Schwann) - Serenade für Streicher (Koch/Schann)
Buß- und Betgesänge (Deutsche Gramophon)
Weiter Einspielungen befinden sich in diversen Rundfunkarchiven.
Die Reihe bei CPO wird fortgesetzt.
Eine Aufnahme der Streichquartette 3 & 4 bereite ich zurzeit vor.
Ferne wird es eine Aufnahme der Lieder geben.
Seit fast einem Jahr beschäftige ich mich intensiv mit dem Komponisten Emil Nikolaus von Reznicek (1860 - 1945). Im Auftrag der Nachfahren habe ich einen Internetauftritt gestaltet und das erste vollständige Werkverzeichnis erstellt. Dabei ist mir von Anfang an eines klar gewesen: Reznicek bietet viel mehr, als nur eine "Donna Diana".
Da der Wunsch dazu geäußert wurde, werde ich an dieser Stelle eine kurze biographische Einführung geben.
Emil Nikolaus von Reznicek kam am 04.05.1860 in Wien zur Welt. Ein echtes Kind der Donaumonarchie, mischte sich in ihm das Blut slawischer, ungarischer und byzantinischer Vorfahren. Die Einflüsse, der der österreichische und später deutsche Kulturraum auf den jungen Menschen ausübte, ließen ihn zu einem frühen Beispiel jenes Europäertums werden, das uns erst heute allgemein vor Augen schwebt. Die Verschmelzung verschiedener nationaler Strömungen kennzeichnet auch die Musik Rezniceks: böhmisches Musikantentum vereint sich in ihr mit deutscher Tradition und gelegentlich auch mit fremdartigen Einflüssen, so einem Hang zu kräftiger Selbstironie.
Rezniceks Kompositorische Laufbahn sei nur kurz skizziert: Studium bei Mayer-Remy in Graz und später Konservatiroum in Leipzig bei Reinecke und Jadassohn. Bohèmejahre von 1884 - 1895. Hofkapellmeister in Mannheim und Warschau, dann erster Kapellmeister an der Komischen Oper Berlin. Den ersten großen Bühnenerfolg brachte die Aufführung der "Donna Diana" 1894 in Prag. Rezniceks Hauptwerke wurden von Arthur Nikisch (Symphonie Nr. 3, Symphonie Nr. 4), Felix Weingartner (Symphonie Nr. 5 "Tanzsymphonie"), Gustav Mahler ("Donna Diana"), Leo Blech ("Spiel oder Ernst", "Ritter Blaubart", "Holofernes") aufgeführt. Wilhelm Furtwängler und Erich Kleiber, Bruno Walter und Carl Schuricht, Felix Mottl und Clemens Krauss gehörten zu den bedeutendsten Interpreten seiner Musik.
Freilich musste Reznicek immer um die Anerkennung seines Schaffens ringen; nicht allen seinen Werken war die gleiche Durchschlagskraft beschieden wie der Oper "Donna Diana", deren Ouvertüre noch heute, auch außerhalb Europas, eine der meistgespielte Konzertouvertüren ist, und der Oper "Spiel oder Ernst", die eine besonders große Zahl von Bühnen eroberte.
Die letzten Lebensjahre des Komponisten waren vom politischen Geschehen und vom Zusammenbruch Deutschlands im zweiten Weltkrieg überschattet. Dennoch förderte er er, bis zum Ausbruch seiner tödlichen Krankheit, seine jungen Komponistenkollegen in seiner Funktion als deutscher Delegierter im "Ständigen Rat für die Internationale Zusammenarbeit der Komponisten", auf welchen Posten ihn einer seiner eifrigsten Förderer , Richard Strauss, berufen hatte. Die Integrität, mit der er diese Position in den Wirren der Zeit erfüllte, spiegelt sich wieder im Nachruf, den ihm Erwin Kroll schrieb: "Ein Mann, der in einer Zeit, wo so mancher strauchelte, nie gestrauchelt ist".
Reznicek starb am 02.08.1945 in Berlin.
(Quelle: http://www.vonreznicek.de )
Das Konzert von Walton gehört für mich zu den schönsten Werken dieser Gattung. Die Einspielung mit Nobuko Imai und Jan Latham-König wird der Komposition in allen Anforderungen gerecht.
Die Königin der Cellokonzerte stammt aus der Feder Dvorak's; die der Bratschenkonzerte ist dem Genie Walton's entsprungen.
Zumindest für mich ![]()