Beiträge von iLLumination


    Ja, natürlich gehe ich von meiner persönlichen Erfahrung aus. Z.B. spielte eine Freundin (Gymnasiastin) von mir lange Zeit Klavier, doch ihre bevorzugte Musikrichtung ist Rock- und Metalmusik und davon nichtmals den besseren. Auch Klaviermusik, die zwar in der breiten Masse nicht bekannt, aber unter Pianisten doch zum Standardrepertoir gehören sollte, waren ihr oft unbekannt. Diverse Nocturnes von Chopin gehörten dazu.


    Ich weiß ja nicht welcher Jahrgang du bist, aber ich bin noch recht frisch von der Schule, habe meinen Abschluss erst letzten Sommer gemacht. Auf der Realschule hatte ich nicht einen in der Klasse, der regelmäßig Klassik hörte, geschweigedenn sich dafür interessierte (ich persönliche hörte zu der zeit auch überhaupt keine Klassik), obwohl durchaus 2, 3 Schüler auf Gymnasium-Niveau waren. Selbst der Adelige mit "von" im Namen spielte lieber E-Gitarre in einer Rockband, als sich klassische Musik anzuhören.


    Auf der Berufssschule habe ich eine kennengelernt, die ein wenig auf dem Klavier spielen kann und sie meinte auch mal zu mir, dass sie das toll fände, dass ich klassische Musik höre und sie selbst ab und an auch mal hört. Aber weitaus öfter hört sie Hip Hop und RnB.


    Klassische Musik ist ja auch von Klischees gespickt. Spießig, was für alte Leute, langweilig, Gedudel, Disco-untauglich, Fahrstuhlmusik etc. Dann kommt noch eine Mischung aus Ignoranz (Der klassischen Musik nichtmals eine Chance geben, eben wegen der Vorurteile), Unfähigkeit von Musiklehrerrn bzw schlechter Lehrplan, Uneingängigkeit von z.B. polyphonen Werken und Rebellentum (welches eben zur Rock/Raggea/Hip Hop/Elektro-Musik führt) dazu und fertig ist der nicht-an-Klassik-interessierte-Schüler, ganz gleich welchen IQ dieser hat oder auf welcher Schule er ist. Hier und da hat sicher wer ein Mozart Best of im Schrank stehen, aber diese CD tut auch nciht mehr, als Staub fangen.

    Zitat

    Original von pbrixius
    Nun also die dritte Stufe ... die Gymnasiasten G


    bis ca. 1600 (Mittelalter und Renaissance)


    Gregorianischer Choral - Psalm, Jubilus, Sequenz G


    Also die Liste für die Realschüler ist ja schon recht überzogen, aber schon beim ersten Punkt für die Gymnasiasten... :hahahaha:


    Es gibt schon einen Grund, warum Pop-Musik keine klassische Musik ist. Auch unter Gymnasiasten (die hier wohl als absolute Elite dargestellt werden sollen) hören die wenigsten regelmäßig Klassik und wenn sie das tun, dann auch nicht intensiv genug, um sowas zu kennen. Klar gibt es Gymnasiasten, die ausschließlich ernste Musik hören oder am meisten, aber wirklich die wenigsten sind Klassik-Freaks. Zu Zeiten von Bach&Friends hat der Pöbel doch auch nicht die ernste Musik gehört. Warum sollte er dies heute tun?


    Alleine schon Mittelalter bis Renaissance in diese Liste zu packen ist doch völlig realitätsfern.

    Zitat

    Original von Fairy Queen
    " Taminos aller Regionen , seid fruchtbar und mehret euch!!!!!! Und sucht euch vor allem nur genetisch einwandfrei kompatible Partner. Solche die öffentlich zugeben, Crossover oder Schlimmeres zu mögen, sind bereits verdächtig , unbrauchbares Erbgut weiterzugeben. Auch bei radikalen Regietheater-Fans und Hip-Fanatikern ist erhöhte Vorsicht geboten. Falsche Paarungen könnten hier zu ernsthaften intra-uterinären Gen-Partisanenkämpfen führen.


    Ach, ich könnte mich auch mit Hip-Fanatikern paaren, denn meine Gene übertrumpfen alles :baby:


    Mal im Ernst, ich kann mir nicht vorstellen, dass die Liebe zu einem bestimmten Musik-Genre angeboren sein kann. Das hat wie schon öfters erwähnt eher was mit Kultur, Gesellschaft und Individualismus zu tun.


    Ich interessiere mich auch erst für klassische Musik, seitdem ich mich für Philosophie, Soziologie etc interessiere. Irgendwann hats halt Klick gemacht ;)

    Zitat

    Original von Thomas Pape
    Sprechen, Schreiben und die oben genannten Aspekte, das sind die tatsächlich wichtige Fächer und Lebenskompetenzen, mit denen diese Menschen ihr Leben werden meistern müssen. Musik kann in diesem Lebensertüchtigungszusammenhang ja wohl wirklich nur einen Vergnügungsaspekt haben, den man bei Bedarf in Freizeit-AG's anbietet.


    Der von Peter eingangs genannte Kanon hat freilich den Charme der Eingängigkeit. Aber Bildungsnotwenigkeit für Hauptschüler? No, no, a thousend times no!


    Natürlich ist Musik ein "Luxus" - vor allem in der Schule. Allerdings leben wir nicht im tiefsten Pest-verseuchten Afrika, sondern in Deutschland, wo Luxus Gang und Gebe ist.


    Bildungsnotwendigkeit ist vor allem jetzt wichtiger denn je. Du sagst ja selbst, dass unsere Gesellschaft kompliziert ist und dennoch ist sie so einfach. es geht wie immer nur um das Folgende: Geld.


    Hauptschüler werden ja schon von anfang an dazu verdammt Drecksarbeiten zu erledigen. Durch schlechtes Umfeld und jugendlicher Unreife ist der IQ auch irrelevant - während reiche, dumme Snobs auf dem Gymnasium abhängen - haben ja reiche Eltern :beatnik:


    Zur Not arbeiten sie halt im Betrieb der Eltern und genießen da weiter ihre Vorzüge. gangsta-Rapper erzählen was von Ghettos, die es in Deutschland nicht gibt, aber bald wird´s die schon geben. Der brutale Kapitalismus hat die soziale Marktwirtschaft überholt - ist eine Tatsache.

    Als ich vor 4 Jahren meinen Realschulabschluss gemacht habe, kannte ich lediglich Beethovens 5. Symhponie und Mozarts Kleine Nachtmusik - und von den beiden auch nur die haupt-motive. Dazu sagen muss ich allerdings noch, dass ich damals nichtmals wusste, was ein Motiv in der Musik überhaupt ist ;)

    Ähnlich geht es mir im Moment mit Shostakovich. Seitdem ich die politischen und soziologischen Hintergründe in seiner Musik beachte, hat Shostakovich bei mir fast an Beethoven angeschlossen. Endlich verstehe ich die Musik vom guten alten Dmitri. Hat hier wer Tips, wie man sich Mahler nähern kann? Wenn ich Mahler verstehen würde, dann könnte ich so ziemlich jedem der bekanntesten Komponisten etwas abgewinnen, abgesehen von Wagner (mit dem will ich mich aber auch nicht beschäftigen^^).

    Also ich würde Beethovens Fidelio und die Kreutzer-Sonate rausnehmen, dafür die Eroica rein - ich höre die Eroica zwar nicht gerne, aber diese revolutionäre Symphonie muss doch in einer Top100 dabei sein. Als zweites Bachs Musikalisches Opfer oder die Kunst der Fuge rein. Ebenfalls halte ich es für sinnvoll Shostakovichs 5. durch die 7. zu ersetzen oder der 7. einen der freien Plätze zu geben. Die 7. ist schließlich Shostakovichs bekanntestes Werk und steht in ewiger Diskussion, vor allem wegen der Äußerungen in seinen Memoiren über die 7.

    keine Reihenfolge:


    Bach: Fuge in a-Moll, BWV 958
    Bach: Italienisches Konzert - 3. Presto
    Bach: Kunst der Fuge - Contrapunctus 1


    Beethoven: Piano Sonate Nr.30 in E, op.109 - 2. Prestissimo
    Beethoven: Piano Sonate Nr.8 in c-Moll, op.13 "Pathetique" - 3. Rondo. Allegro


    Mozart: Piano Sonate Nr.9 in a-Moll, KV310 - 3. Presto


    Prokofiev - Piano Sonate Nr.6 in A, op.82 - 4. Vivace


    Shostakovich - 24 Präludien und Fugen, op.87 - Nr.17


    Rachmaninov - Präludien, op.23 - Nr. 5


    Chopin - Etüden, op.10 - Nr.4

    Ich bin kein besonders großer Fan des WTK 1 - Teil 2 kenne ich leider nicht.


    Mir ist diese Masse an verschiedenen Stücken zu bieder. 3000 Stücke, die durchschnittlich 1,5 Minuten dauern. Wenn´s nach dem Prinzip schon gehen muss, dann bevorzuge ich die Goldberg-Variationen. Sonst lieber diverse Fugen, Kunst der Fuge, Italienisches Konzert, Französische Overtüre etc


    Aber früher oder später werde ich mich sowieso enger mit dem WTK beschäftigen, da ich ja inzwischen auch Klavier spiele und das WTK ja eines der Standardwerke ist. Dann gefällt´s mir ja vielleicht ein wenig besser.

    Ich hatte mal eine Anekdote gelesen, in der es hieß, dass Shostakovich und Prokofiev gemeinsam bei einem Komponier-Wettbewerb teilgenommen haben (die Teilnehmer sollten eine Hymne komponieren, die dann natürlich Stalin zur "Beurteilung" vorgelegt wurde). Mehr weiß ich allerdings nciht darüber, geschweigedenn, ob es wahr ist.

    Also, ich persönlich komme ja sozusagen aus der "Download-Generation", denn ich bin erst 20 Jahre und auch mit pop-Musik im weiteren Sinne aufgewachsen.


    Klassische Musik höre ich so seit einem Jahr, aber richtig zum Lieblingsgenre wurde es erst vor knapp nem halben Jahr. Das Internet hat es möglich gemacht ;)


    Wie hier schon viele sagten ist das Internet wirklich toll, um mal in fremde Musik reinzuschnuppern. Da gibt es diverse Foren, plattformen wie Last.fm, Internetradios und natürlich die Internetshops, in denen man einfacher kaufen kann, als in normalen Läden - allein schon wegen der Übersicht. Am effektivsten sind da allerdings die (il)legalen Downloads. Man kann wirklich problemlos die Musik mal "ausprobieren", denn es dauert ja nur einige Sekunden, bis man Beethovens verlorenen Groschen auf dem Rechner hat. Naja, dann denkt man sich "Wow, das rockt" ;) und läd dann die Symphonien.


    Entsprechend seiner Popularität gerät man dann zum Glück an einen der eingängigen Beethoven-Zyklen von Karajan und das Interesse an klassischer Musik steigt immer mehr. Man schaut bei Wikipedia, sucht Foren, wie dieses hier und dann fängt man auch an sich die CDs zu kaufen, vor allem da man merkt, dass viele CDs mit klassischer Musik sehr günstig zu bekommen sind. Das wird auch früher oder später zwingend notwendig, denn im Download-Bereich wird da nicht viel angeboten. Wie gesagt Karajan ist da groß vertreten, Bernstein, Jarrett, Richter, Perlman, Yo Yo Ma - das wars im Prinzip. Außerdem findet man fast nur die bekannteren Sachen. Meinetwegen Prokofievs "Peter und der Wolf" findet man dutzende Male, aber die 2. Symphonie ist schwer aufzufinden.

    mozart ist einer meiner lieblingskomponisten, allerdings ist er der einzige, den ich in keinen richtigen stil einordnen kann. irgendwie unberechenbar - einerseits sehr eingängige musik, an der überhaupt nichts auszusetzen ist, wie z.b. das molto allegro aus der 40. symphonie. dann wieder so mitreißende musik wie das allegro maestoso aus der 9. klaviersonate. dann der 3. satz, das presto, hat einen sehr coolen faktor.


    klar, hat kein komponist jemals nur eine sache in seiner musik beschrieben, das meine ich auch nicht. es scheint eher, dass mozart einen grundstil hatte und das drumherum, sozusagen den nebenstil, beliebig variierte, je nachdem welches thema ein werk nun hatte. deswegen finde ich mozart zwar sehr gut, allerdings auch sehr schwer zu verstehen.


    naja, ich denke jedenfalls, dass man mozart nicht hassen kann, sondern dass einem nur dieser grundstil missfällt, weswegen man vielleicht nicht mit mozarts musik zurechtkommt - doch kann amn mozart gar nicht hassen, da seine musik viel zu "rein" ist.


    spätestens, wenn man das kyrie aus dem requiem gehört hat, muss man mozart mögen ;)

    sehr persönlich finde ich


    beethoven - symphonie nr. 7 - 2. satz allegretto


    dieses thema ist irgendwie so tröstend. als würde ein übermenschliches wesen einem mut zusprechen und das obwohl ich null gläubig bin. ich finde sowieso, dass die 7. etwas himmlisches hat ;)

    Zitat

    Original von klingsor
    jaja, ich weiß, der freud'sche größenwahn läßt grüßen ...aber dennoch ... ich fand es traumhaft
    :hello:


    wenn du so gerne träumst, dann erkundige dich mal nach "luizidem träumen". dfas ist eine erlernbare technik, mit der man großen einfluss auf seine träume nehmen kann. ich hab mich allerdings nie damit beschäftigt bzw es ausprobiert.


    meine wahl würde, ohne groß überlegen zu müssen, auf beethovens 9. symphonie fallen. diese musik ist einfach zu groß, als dass ich sie, als eintags-dirigent ;) , nicht dirigieren würde ;)

    habe mir vorgenommen endlich mal das klavier lernen anzufangen. das wars musik-praktisch auch und cd-technisch auf jeden fall die hier



    und habe mir vorgenommen mir mal mehr klavierkompositionen von den drei russen prokofiev, rachmaninoff und shostakovich zu kaufen. von denen kenne ich nämlich wirklich kaum was fürs piano - was natürlich auch auf cd-käufe hinauslaufen wird ;)

    klassische moderne:
    shostakovich - 8. symphonie
    prokofiev - 2. symphonie
    prokofiev - suggestion diabolique


    moderne:
    reich - different trains
    goldsmith - tora! tora! tora! filmmusik
    goldenthal - fire, water, paper - a vietnam oratorium

    hatte letztens zum ersten mal "bride of frankenstein" von franz waxman gehört und beim stück "prologue - menuetto and storm", dachte ich das allererste mal bei filmmusik, dass es sich auch um klassische musik hätte handeln können - musste einfach stark an mozart denken

    ich kanns zwar nicht musiktheoretisch erklären, aber ich finde beethovens musik ist am persönlichsten. ich finde sie ist einfach nicht austauschbar - das macht die musik im allgemeinen nicht unbedingt besser, ich mag diesen temperamentvollen, arroganten, aber auch ehrlichen stil halt.


    nach dem motto "ich schreibe ein werk wie ich es für richtig halte und wenn ihr es nicht mögt, weil ihr banausen seid, dann wird das nächste voller aggression sein" :rolleyes:

    ja, der pianist ist auch einer meiner lieblingsfilme. die schlussaussage, dass musik der menschheit gehört und nicht einer bestimmten rasse und sie zudem die geister verbindet, finde ich auch toll. der nazi-offizier tötet szpilman ja nicht, eben weil die musik die beiden verbindet. das einzige, was ich an dem film nciht mochte war, dass ich chopins musik grässlich finde :kotz:

    mein absoluter liebling ist ludwig van beethoven


    was kann man da sagen, naja seine musik spricht mich besonders an. ich denke über den kompositorischen wert braucht man nicht viel streiten, wie bei jedem bekannten klassiker ;)


    aber was mich besonders anspricht, und das ist z.b. der unterschied zu mozart oder bach oder tchaikovsky oder sonst wem ist dieser schiere ausdruck an gefühl in seiner musik - seine musik packt mich einfach, z.b. in der 5. symphonie der erste satz so das letzte drittel. ich könnte da jedes mal komplett ausrasten, als würde die musik besitz über mich ergreifen 8o


    wie gesagt, schwer zu beschreiben, aber ich glaube beethoven hat in seiner musik seine seele preis gegeben und laut einiger biografien, haben wir wohl auch einige charakterliche ähnlichkeiten, z.b. leichte reizbarkeit. bin manchmal sehr schnell gereizt und das wegen unbedeutender lapalien :(