Beiträge von Diabolus in Opera

    Ich besitze die Foyer-Pressung. Die scheint mir recht gelungen zu sein. Glaubt man dem Credo der Rezensenten bei amazon.com, dann scheint in diesem Falle die Opera D'Oro-Variante besser zu sein als die von Archipel. Ich hab in beide mal kurz reingehört. Viel kann ich nicht dazu sagen. Archipel scheint mir vom Klang einen Tick klarer zu sein, Opera D'Oro hat aber insgesamt das etwas homogenere Klangbild. Fand sie aber beide ok. Nur die Gala-Pressung scheint anscheinend nicht gut zu sein, hab sie aber noch nicht gehört.




    :hello: Florian

    Ich besitze die Gardiner-Aufnahme und bin rundum zufrieden, ein seltener Glücksfall von tollen Sängern, super Dirigat und hervorragender Klangqualität :jubel:
    Besonders Jonas Kaufmann als Hüon liefert eine Meisterleistung ab! Die Chöre sind einfach nur traumhaft schön.
    Die Janowski-Aufnahme kenne ich auch. Die ist eigentlich recht gut (kann Gardiner allerdings nicht das Wasser reichen), nur ...


    1. Die Dialoge sind so was von lieblos hingerotzt ... das macht einiges kaputt. Da ist der Erzähler in der Gardiner-Aufnahme um einiges sinnvoller.


    2. Die deutsche Sprache tut dem "Oberon" glaub ich nicht sonderlich gut. Vielleicht liegt es daran, dass ich ihn zuerst in der englischen Original-Fassung gehört habe, aber an einigen Stellen holpert es meiner Meinung nach doch etwas mit dem deutschen Text ...


    Der "Oberon" an sich als Werk ist natürlich ein Kuriosum: Als englische Halboper, bei der wichtige Stellen der Handlung ohne Musik ablaufen, bleibt leider die dramatische Stringenz etwas auf der Strecke, aber die Musik von Weber ist einfach zu herrlich, als dass man den "Oberon" so einfach umgehen könnte. Was hätte aus einem "Oberon" als RICHTIGE Oper wohl werden können???


    :hello: Florian

    Ich besitze aus dieser Reihe Eugen D'Alberts "Tiefland" unter Paul Schmitz. Ganz hervorragend :jubel:
    Den Konwitschny-Holländer schaffe ich mir vielleicht noch mal an, der soll ja auch recht gut sein und bei jpc gibt es ihn für 10,99.


    :hello: Florian

    Ciao Carl,


    also ich besitze bis jetzt leider nur einen Lohengrin, den kann ich aber sehr empfehlen: Und zwar ist das der Lohengrin unter Daniel Barenboim mit der Staatskapelle Berlin aus dem Jahr 1998. Peter Seiffert gefällt mir in der Titelpartie sehr gut, René Pape ist ein exzellenter König und auch Falk Struckmann (Telramund), Roman Trekel (Heerrufer) und Emily Magee (Elsa) konnten mich überzeugen. Deborah Polaski als Ortrud ist nicht ganz ideal.


    Im Allgemeinen wird allerdings glaub ich die Aufnahme unter Kempe aus den 60ern mit Jess Thomas (Lohengrin), Gottlob Frick (König), Elisabeth Grümmer (Elsa), Christa Ludwig (Ortrud) und Dietrich Fischer-Dieskau (Telramund) als Referenz angesehen.


    Beste Grüße, Florian

    Hallo Carl,


    das ist ja sehr interessant, dass Du die Janowski-Aufnahme hast :) Ich hatte mich auch mal dafür interessiert, mich hat aber dann der exorbitante Preis abgeschreckt (über 50 Euro bei Amazon Marketplace!). Kannst Du ein bisschen was über die Aufnahme erzählen? Das Cover finde ich übrigens super-genial :jubel:


    Beste Grüße, Florian

    Ich besitze 3 Freischütze. Hier mein Ranking ...


    1. KEILBERTH: Ganz klarer Favorit. Non-plus-ultra Sängerriege, super Dirigat, Tonqualität für 1958 sehr gut. Die Dialoge so natürlich wie sonst nirgendwo. Was will man mehr? Wohl nicht mehr zu toppen :jubel:


    Zusammen auf Platz 2:


    KLEIBER: Interessantes, sehr individuelles Dirigat, nicht so romantisch wie Keilberth, nicht so aufgeraut wie Harnoncourt. Gute Damen (Janowitz, Mathis), nicht ganz ideale Herren (Schreier, Adam). Klangqualität gut, aber etwas hallig.


    MATACIC: Dirigat etwas zahm und teilweise ein bisschen schleppend, dafür die besseren Sänger als Kleiber. Claire Watson als Agathe ist sehr gut, ebenso Lotte Schädle als Ännchen. Schock als Max nicht ganz so gut wie unter Keilberth, aber immer noch überzeugend. Frick als Kaspar gut, allerdings hab ich ihn lieber als Eremit, da ich ihn über seine "väterlichen" und Buffo-Rollen kennegelernt habe und für mich deshalb das Dämonische nicht so 100%-ig glaubwürdig rüberkommt. Da ist Karl Christian Kohn bei Keilberth eine Nummer für sich. Die Soundeffekte in der Wolfsschlucht sind wohl Geschmackssache ...


    Auf DVD habe ich noch den Freischütz unter Harnoncourt in Zürich mit Seiffert, Salminen etc. gesehen. Die Inszenierung hat mir nicht gefallen, sehr distanzierte Personenführung der Figuren, vielleicht ist deshalb der Funke nicht so recht übergesprungen. Seiffert aber natürlich gut wie immer!


    Florian

    Zitat

    Original von Theophilus


    Sie mag dir nicht gefallen, aber zu alt ist sie definitiv nicht, denn sie war zur Zeit der Aufnahme 36 oder 37!


    :hello:


    Hallo Theophilus,


    da hast Du natürlich recht! Ich meinte, dass mir die Stimme etwas ältlich klingt und ich sie deshalb nicht sonderlich mag. Wobei es bei Janowski eigentlich noch geht, vor allem im zweiten Akt. Bei Levine klingt sie mir aber dann wirklich zu alt.


    @ audiamus: Danke für den Buch-Tipp! Auch wenn ich kein Solit-Jünger bin, werde ich mir das Buch wohl zulegen, wenn es der Geldbeutel zulässt ...


    :hello: Florian

    Und ich dachte immer, ich bin der einzige, der mit Richard Strauss nix anfangen kann ;)
    Hab es ein paar Mal mit dem "Rosenkavalier" versucht aber ich konnte mir das einfach nicht lange anhören :kotz:
    Und obwohl es eigentlich ein Sakrileg ist, den berühmten Hugo zu kritisieren ... Hugo v. Hoffmannsthals Libretto ist auch sehr merkwürdig ... :(


    Florian

    Man verzeihe mir, wenn ich es überlesen haben sollte, aber ...


    Wo ist der ALBERICH von GUSTAV NEIDLINGER???


    GUSTAV NEIDLINGER als
    Alberich
    in "Der Ring des Nibelungen"
    Böhm 66/67


    weitere Vorschläge meinerseits ...


    GUSTAV NEIDLINGER als
    Graf Lysiart
    in "Euryanthe"
    Leitner 1954


    SIEGMUND NIMSGERN als
    Lord Ruthven
    in "Der Vampyr"
    Neuhold 1980


    HERMANN PREY als
    Hans Heiling
    in "Hans Heiling"
    Keilberth 1966


    MARTHA MÖDL als
    Leonore
    in "Fidelio"
    Furtwängler 1953


    GOTTLOB FRICK als
    Rocco
    in "Fidelio"
    Furtwängler 1953


    PETER SEIFFERT als
    Erik
    in "Der fliegende Holländer"
    Steinberg 1991


    Und dann noch fast die komplette Truppe aus Keilberths "Freischütz" 1958 ...


    ELISABETH GRÜMMER als
    Agathe


    LISA OTTO als
    Ännchen


    KARL CHRISTIAN KOHN als
    Kaspar


    GOTTLOB FRICK als
    Eremit


    HERMANN PREY als
    Ottokar


    RUDOLF SCHOCK als
    Max


    So, das soll es erstmal gewesen sein ...



    =)

    Meine Wotan-Favoriten:


    1. Theo Adam (sicherlich nicht der stimmschönste Wotan, aber die Rollengestaltung ist überragend! Exzellente Diktion.)
    2. Hans Hotter (auch er gestaltet die Rolle hervorragend, mächtige, aber etwas nasale Stimme)
    3. Ferdinand Frantz (stimmgewaltig, hat dafür gestalterisch weniger zu bieten als Adam & Hotter)


    Auf der Bühne habe ich bislang leider nur Jürgen Linn im Nürnberger Ring diesen Sommer erlebt. Der war recht gut.


    Hat jemand von Euch Willard White unter Simon Rattle in Aix-en-Provence gesehen? Gab es vor einigen Monaten live bei ARTE. Darstellerisch fand ich das ganz großartig!!! Erhaben, einschüchternd aber auch nicht ohne Humor ...


    Florian

    Also ...


    1. DER RING DES NIBELUNGEN (interne Wertung: 1. Die Walküre, 2. Das Rheingold dann mit Abstand Siegfried & Götterdämmerung)


    tja ... und dann weiß ich schon nicht mehr weiter ?(


    Na ja, "Die Feen" und "Das Liebesverbot" sind wohl eher nicht vorne dabei, aber ansonsten??? Mal höre ich lieber das und mal lieber das. Eine Rangliste muss sich da erst noch herauskristallisieren.


    Florian

    Zitat

    Original von Felipe II.


    Solti erst auf Platz 5? Unter den ersten drei hätte ich ihn doch vermutet. ;)


    Und Karajan? Ist der jenseits der 10?


    Hallo Felipe!


    Momentan reicht es nur für die 5 ;) Vielleicht ändert sich das in Zukunft aber noch ...
    Von Karajan hab ich leider bislang erst ein paar Schnipsel gehört. Denen zufolge würde er sich wohl im (oberen) Mittelfeld einordnen. Kna, Keilberth, Kempe, Swarowsky & Sawallisch will ich mir auch noch irgendwann vornehmen ... Was ist denn Dein Favorit?


    Kennt jemand den Moralt-Ring von 48/49 genauer?


    Florian :hello:

    Hmm, in diese Ouvertüren-CD werde ich doch glatt mal reinhören, das klingt sehr interessant =)


    Von Marschner kenne ich leider bisher nur "Der Vampyr" und "Hans Heiling", davon jeweils 2 Aufnahmen.


    DER VAMPYR:
    - Neuhold: Aufnahmetechnisch etwas problematisch, aber mit einem grandiosen Siegmund Nimsgern in der Titelrolle und auch sonst vielen guten Solisten, packendes Dirigat von Neuhold


    - Froschauer: Aufnahmetechnisch gut bis sehr gut, ordentliches Dirigat, aber Franz Hawlata in der Titelrolle total überfordert!


    HANS HEILING:
    - Keilberth: Hermann Prey in der Titelrolle absolut mitreissend!!! Allein er ist das Geld wert! Tolles Dirigat, gutes Orchester (Symphonieorchester Köln). Die Aufnahme ist sogar mit allen Dialogen, die auch noch gut gelungen sind. Für eine Live-Aufnahme aus dem Jahr 66 zudem sehr ordentliche Tonqualität. Günstig bei Opera D'Oro.


    - Körner: Kann der Keilberth-Aufnahme in keiner Weise das Wasser reichen. Thomas Mohr als Heiling ganz schwach! Auch von den restlichen Solisten konnte mich keiner begeistern. Dirigat und Orchester sind ok, mehr nicht. Keine Dialoge.


    Florian


    Hallo zusammen,


    habe diesen Thread mit großem Interesse und viel schmunzeln verfolgt, aber an dieser Stelle möchte ich mir einen bescheidenen Einspruch erlauben: Mir ist unverständlich, wieso der "Vampyr" von Neuhold so untergebuttert wird ?(
    Ich bin über diese Aufnahme an den "Vampyr" gekommen und war begeistert, vor allem von Nimsgerns Lord Ruthven, der hat mich von der ersten Arie an gepackt!!! Protschka (Aubry), Lenz (Berkeley) und Schepis (Emmy) finde ich ebenfalls sehr gut, genauso wie Neuholds Dirigat. Nur die Aufnahmequalität nervt und dass in den kleinen Rollen die Sänger sehr schlechtes Deutsch artikulieren ...
    Habe vor kurzem die Froschauer-Aufnahme gehört und war von dieser nur mäßig angetan. Hawlata als Ruthven ist eine mittelschwere Katastrophe im Gegensatz zu Nimsgern. Vermutlich hätte ich eher vom "Vamyr" gelassen, wenn mir diese Aufnahme als erstes begegnet wäre ... aber natürlich ist das auch Geschmackssache ;)


    Beste Grüße, Florian

    Hmm, es gibt in meinem Regal glaub ich nur eine Aufnahme, die annähernd an Perfektion grenzt: Das ist der "Freischütz" von Keilberth aus dem Jahr 1958. Non-plus-ultra bei den Sängern (Grümmer, Otto, Schock, Kohn, Frick, Prey), grandioses Dirigat. Der Sound könnte manchmal etwas transparenter sein, aber es war ja 1958 ...



    :hello: Florian

    Hallo erstmal, liebe Taminos / Taminoaner,


    ich bin neu hier im Forum :-) Ich habe Euer Forum jetzt seit einigen Monaten als Gast mitverfolgt und mich nun entschlossen auch aktiv mitzuwirken :yes:
    Ihr habt mir alle sehr dabei geholfen, eine mittlerweile recht anständige Sammlung an Opern-Aufnahmen zusammenzustellen, dafür recht herzlichen Dank!!!
    Wagners "Ring" hat mich vor etwa einem Jahr zur Oper gebracht und es ist mir immer noch das liebste Werk :jubel:
    Deshalb schreibe ich natürlich meinen ersten Beitrag in diesem Thread ;)


    Also, ich besitze inzwischen 5 Gesamtaufnahmen und hatte die Möglichkeit 5 weitere entweder ganz oder in großen Auszügen kennenzulernen, hier meine persönliche Rangliste mit Anmerkungen ...


    1. BÖHM:
    Mein Top-Favorit! :jubel: Mitreissendes Dirigat, fantastisches Orchesterspiel, eine Menge genialer Solisten: Gustav Neidlingers unerreichter Alberich, Theo Adams Wotan (ich finde ihn nicht ideal, aber trotzdem am besten; was Adam mit dem Text macht ist schlichtweg sensationell!), James King ist DER Siegmund und und und, lediglich Windgassen als Loge & Siegfried sowie die hörbare Souffleuse gibt es von meiner Seite aus zu bemängeln.


    2. KRAUSS:
    Fast durchweg herausragende Sängerleistungen (Ramon Vinay & Regina Resnik als Wälsungenpaar nicht ganz ideal, Varnay ist Geschmackssache). Hotter noch in guter Verfassung (bevorzuge trotzdem Adam, Hotter singt mir etwas zu "nasal"?) Gutes Dirigat. Erstaunlich guter Mono-Sound für 1953.


    3. NEUHOLD:
    Überraschung! Selten so ein gutes Preis/Leistungsverhältnis erlebt! Wenig Reputation, aber sehr gut! Exzellentes Dirigat. Oleg Bryjak ist für mich der beste Alberich nach Neidlinger, Gabriele Maria Ronge die beste Sieglinde überhaupt, die ich bislang gehört hab (endlich mal eine Sieglinde, die richtig jugendlich und trotzdem dramatisch, jedoch nicht über-dramatisch klingt!)! Hans-Jörg Weinschenk als Loge und Mime ist glänzend! Natürlich gibt es auch ein paar schwächere Solisten (Hagen, Gunther, Donner, Fafner), insgesamt aber sehr erstaunliche Qualität!


    4. JANOWSKI:
    Überwiegend gute bis sehr gute Solisten. Schreier ist ein sensationeller Loge und ein sehr guter Mime. Sehr guter Alberich von Nimsgern. Exzellente Fricka von Yvonne Minton, weniger schrill als üblilch. Adam schon etwas angeschlagen, aber immer noch gut. Großartiger Siegfried von Kollo (in der Götterdämmerung nicht mehr ganz so gut wie im Siegfried). Beeindruckender Hagen von Salminen. Jessye Normans Stimme gefällt mir nicht sonderlich als Sieglinde, zu alt. Altmeyers Stimme hingegen finde ich angenehm, leider differenziert sie die Rolle nur wenig, das nervt manchmal. Ach ja, die vielleicht besten Rheintöchter (Popp, Priew, Schwarz). Janowski Dirigat ist prima, meist schön transparent, manchmal könnte etwas mehr Dramatik nicht schaden ...


    5. SOLTI:
    Eine ganze Reihe hervorragender Sänger (manche leider schon etwas über ihren Zenit ...), und zum Teil kann ich mich auch für die Klanggewalt Soltis begeistern, andererseits ist es aber auch extrem frustrierend wie Solti die Sänger manchmal zudeckt! Als Referenz halte ich diese Einspielung für fragwürdig ...


    6. FURTWÄNGLER '50:
    Der Sound ist natürlich sehr historisch, aber bis auf wenige Stellen ordentlich. Sehr interessantes Dirigat von Furtwängler, er entlockt der Partiur Feinheiten, die ich trotz des antiquierten Sounds so nirgends mehr gehört habe. Ganz große Klasse ist Set Svanholm als Siegfried im Siegfried, geniale Schmiede-Szene! Für das Finale fehlt ihm dann etwas die Luft und in der Götterdämmerung enttäuscht Max Lorenz. Ansonsten aber einige tolle Solisten (Ferdinand Frantz als Wotan, Emil Markwort als Mime). Ärgerlich nur, dass in der Walküre und im Siegfried etwas gekürzt wurde ...


    7. BOULEZ:
    Auf DVD ein großes Erlebnis, auf CD geht ein gutes Stück verloren. Zednik als Loge und Mime ist super! Hannah Schwarz ist die vielleicht beste Fricka! Grandios! Dramatisch, aber nicht schrill! Altmeyer singt eine tolle Sieglinde und Gutrune. Hoffmann überzeugt als Siegmund. Hermann Becht ist allerdings ein ganz schwacher Alberich und auch einige andere Sänger überzeugen nicht voll ... Das Dirigat von Boulez ist ein zweischneidiges Schwert. Manchmal gut, manchmal doch etwas plump und wenig feinfühlig ...


    8. BARENBOIM:
    Ordentliche Sänger, solides, manchmal etwas eigenwilliges Dirigat, besonders in der Walküre etwas schleppend und zäh.


    9. HAITINK: Musikalisch sehr überzeugend, aber dafür gibt es krasse Fehlbesetzungen bei den Solisten: Eva Marton als Brünnhilde ist UNERTRÄGLICH mit ihrem Tremolo (dann doch lieber die Altmeyer, die hat wenigstens eine angenehme Stimme). Und wer auf die Idee kam, den kurz vor der Rente stehenden Adam (den ich ja als Wotan sehr sehr gerne mag) den Alberich singen zu lassen, das würde ich auch gerne erfahren ... John Tomlinson als Wotan, na ja, als Hagen fand ich ihn überraschendenderweise ziemlich gut.


    10. LEVINE:
    Schleppendes Dirigat, zahlreiche Patzer bei den Solisten (Morris zwar recht stimmschön, aber wie bereits öfter von anderen Taminos erwähnt, die Textgestaltung lässt viel zu wünschen übrig; Gary Lakes quäkiger Siegmund mit Deutschproblemen, Normans zu alte Sieglinde und Christa Ludwig ist der Rolle der Fricka stimmlich nicht mehr gewachsen ...) Levines Ring ist nicht schlecht, aber von denen die ich bislang gehört habe, allerdings doch das Schlusslicht.


    Ausser Konkurrenz: DOHNANYI:
    Da gibt es ja nur das Rheingold und die Walküre. Das Rheingold ist von der musikalischen Seite gut gelungen, allerdings konnte mich nur Hannah Schwarz als Fricka wirklich überzeugen, der REst bleibt recht blass. Von der Walküre war ich sehr positiv überrascht. Der kammermusikalische Ansatz passt hier besonders für den ersten Akt sehr gut! Sehr interessant! Poul Elming als Siegmund gefällt mir hier auch viel besser als unter Barenboim.


    So, das war es erstmal ..., mein erster Beitrag ist geschrieben! Auf viele weitere ... :)


    Beste Grüße, Florian