Beiträge von Diabolus in Opera

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    Original von Louis
    Was ich aber genial finde und hier ein Danke an Diabolus: Ich kaufe mir den Böhm-Ring nun nicht mehr wegen der "teilweise hörbaren Souffleuse." Das wäre für mich beim Anhören ein großes Ding des Ärgernisses. Daher hilft mit TMOO schon sehr weiter.


    Weh mir Unglücksel'gem! Zum Ekel find' ich / ewig nur mich / in allem was ich erwirke! Was hab ich denn da angerichtet? Jetzt wirst Du meinen Lieblings-Ring ignorieren! :wacky: ;) Na ja, zumindest kann mir jetzt keiner mehr nachsagen, dass ich mich mit meinen Lieblingsaufnahmen unkritisch auseinandersetzte :D


    Dann verpasst Du halt eine ganze Reihe von Referenzleistungen im Rheingold und der Walküre :baeh01:
    Aber die sagen Dir ja eh nicht so zu! :D


    Best, DiO :beatnik:

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    Original von Siegfried
    Wenngleich ich in diesen Tagen andere Präferenzen habe, möchte ich doch diese wundervolle Verdi-Arie erwähnen:


    Cortigiani, vil razza dannata... aus dem 2. Akt Rigoletto


    :hello:


    Lieber Siegfried,


    schön, dass Du diese Arie erwähnst! Habe mich mit dieser Arie erst gestern wieder genauer beschäftigt :yes: Allein die ersten Takte sind schon wirklich packend!


    Best, DiO :beatnik:

    Ach ja, und um noch kurz darauf einzugehen, warum ich mich schon länger nicht mehr aktiv an den TMOOs beteiligt habe. Der Grund ist recht einfach, ich halte mich ja seit fast einem Jahr im Ausland auf und ich konnte schlecht meine ganze CD-Sammlung mit ins Ausland nehmen. Ich habe deshalb nur einen Teil auf meinen Laptop digitalisiert, meistens nur eine Aufnahme von jeder Oper ... in kürze kehre ich ja wieder in heimische Gefilde und zu meiner Sammlung zurück, da werde ich mich dann erneut in die Aufnahmen stürzen und mich wieder aktiver an den TMOOs beteiligen.


    Bis dahin.


    Best, DiO :beatnik:

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    Original von Michael M.
    Am Rande: können wir nicht mal das sture Verdoppeln verbieten? So ein bisschen sollen wir doch alle selber nachdenken, oder?


    Ich bin froh, dass Michael die Sache mit dem Verdoppeln hier mal kritisch anmerkt. Ich finde das auch eine Unsitte! In rechter Dosierung vielleicht noch erträglich, so machen doch einige User meiner Meinung nach zu exzessiv Gebrauch davon, indem sie einfach ein "Bitte verdoppeln!" drunterklatschen - aus - Basta. Da macht man es sich zu einfach, wird zu leicht von der Wertung anderer verführt, denkt sich: Ja, genau, des basst scho! Für einige wenige scheint es sogar die einzige Art zu sein, sich an den TMOOs zu beteiligen. Das soll nun kein bösartiger Vorwurf sein, ich finde es einfach schade. Denn so banal und simpel dieses Notengeben scheint, wenn man es ernst nimmt, muss man doch etwas mehr Zeit aufwenden, als man im ersten Augenblick vermuten würde. Die TMOOs erfüllen meiner Meinung nach zwei Hauptzwecke:


    - auf der einen Seite sicher die kompakte, kurze Information für Leute, die sich neue Aufnahmen zulegen wollen


    - auf der anderen Seite aber genauso die Förderung von analytischem, vergleichendem, genauerem Hören sowie die interessante Restriktion (die zugegebenermaßen auf Grund der Kommentarmöglichkeit nicht ganz puristisch ist), dass man sich auf etwas numerisches festlegen muss, ohne großes - man möge mir dieses abwertende Wort verzeihen - Geschwafel! (An Nummern kann man sich dann doch noch etwas besser orientieren als an Superlativen wie "genial", "exzellent", "überragend", "herausragend" oder deren negativen Gegenstücken etc. etc.)


    Kleine Anmerkung hierzu: Nullen zu vergeben finde ich schon etwas heftig. Sicher, die Wertungen sind subjektiv. Aber wenn man eine persönliche Aversion gegen einen Sänger hat und ihm nur deshalb eine 0 gibt, obwohl er von einem intersubjektiven Standpunkt aus eine brauchbare Leistung geliefert hat, dann scheint mir das ein wenig übertrieben.


    Ich möchte aber an dieser Stelle aber auch ein bisschen Asche auf mein eigenes Haupt streuen: Gerade in meinen Ring-TMOOs wäre weniger vielleicht doch mehr gewesen, nicht in Bezug auf die Wertungs-Noten, sondern auf die Figuren, die in die Wertung einfließen. Den Mime würde ich wohl jetzt aus dem "Rheingold" rauslassen, ebenso den Hunding aus der "Walküre". Obwohl ja gerade der "Ring" in dieser Hinsicht eine äußerst komplexe Angelegenheit ist. Aber was soll's ...


    Insgesamt bin ich aber doch der Meinung, dass dieses neue Unterforum, initiiert von unserem lieben Rideamus, eine feine Sache ist! Das Forum sollte auf jeden Fall bestehen bleiben und weiter ausgebaut werden, auch wenn noch die ein oder anderen Späne fallen ... :D


    Long live the TMOOs!


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    Original von Philhellene
    Nur befürchte ich, dass sich mit der Geschlechtsumwandlung auch das Image der Donna Giovanna verändert: aus einem imponierenden Edelmann wird eine geächtete Schlampe. Oder sind wir inzwischen so weit, dass wir Missbrauch und Treulosigkeit, diesen enormen Partnerverschleiß und diese eklatante Bindungsunfähigkeit nicht nur bei Männern, sondern auch bei Frauen cool und erstrebenswert finden?


    Da stellt sich in der Tat die Frage, ob der Beruf der "Sammlerin & Jägerin" gleichermaßen neidische Anerkennung findet oder nur Verachtung. :wacky:


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    Original von severina
    Wieso denn das? Frauen und Männer gibt's doch nach wie vor, und ob jetzt die Tamina oder Pamina nackt ist, macht doch keinen Unterschied.
    lg SEverina :hello:


    Na ja, beim "nackten Oberkörper" macht das vielleicht doch einen Unterschied ... :pfeif:


    Best, DiO :beatnik:


    Sehr interessante Idee, lieber Operngernhörer! :yes:


    Wer würde die große Verführerin sein??? Wenn ich mal meine eigenen losen Spielregeln zur Hand nehme, müsste die Donna Giovanna eine Mezzosopranistin sein ... hmm, ich könnte mir da Waltraud Meier ganz gut vorstellen, die hat ja die Venus im "Tannhäuser" ganz reizend hingekriegt!


    Best, DiO :beatnik:

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    Original von Philhellene
    Ich kenne tatsächlich (natürlich eher klassik- und v. a. opernferne!) Leute, die sich unter einem "Rosenkavalier" wohl irgendetwas operettenhaftes vorstellten und in der ersten Pause empört das Opernhaus verließen, weil da eine Frau einen Mann singt... was da dem Regisseur schon wieder eingefallen sei... :D



    :hahahaha:


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    Original von Philhellene
    Das Terzett würde grauenhaft klingen und die Oper in der Versenkung verschwinden. :D;)


    "Der Rosenkavalier" ist bei mir schon so in der Versenkung verschwunden, weil er grauenhaft klingt :stumm:


    Doch zurück zum Thema: Die Situation entspricht zwar nicht exakt meiner aufgebrachten Idee, aber in der Oper "Hänsel und Gretel" gibt es ja einen etablierten und einen weniger etablierten (doch durchaus bekannten) Geschlechtertausch, nämlich Hänseline respektive der Knusperhexerich, die heißen dann natürlich nicht so, sondern immer noch Hänsel und Knusperhexe, aber trotzdem :D Beim Stimmfachwechsel der Knusperhexe geht es zwar vom Mezzosopran zum Tenor und nicht zum Bariton, ich finde das Ganze dennoch sehr interessant.


    Das hier zur Diskussion stehende Gedankenexperiment wäre doch sicher auch ein gefundenes Fressen für extreme Vertreter des Regietheaters, meint Ihr nicht? Da würde dann mal wieder gehörig gegen den Strich gebürstet und die heile Welt mal wieder auf links gedreht. Ich denke aber, dass der dafür notwendige - zu schwere (?) Eingriff in die Musik des Komponisten - das bislang noch verhindert. Falls diese Bastion einfacher zu stürmen wäre, ich wäre mir ziemlich sicher, dass einigen Regisseuren die Gäule durchgehen würde, das Regietheater hätte eine neue Stufe erreicht! So, jetzt will ich aber nicht weiter vom Regietheater schreiben sonst mutiert dieser Thread womöglich zum Mikrowellen-Thread wenn Ihr versteht, was ich meine ;)


    Best, DiO :beatnik:

    Liebe Taminos,


    mir kam neulich der Gedanke, wie unsere liebengewonnenen Werke der Operngeschichte denn aussehen würden, wären alle männlichen Figuren plötzlich weiblich und alle weiblichen Figuren plötzlich männlich??? Ich spreche hier von Rheinsöhnen, einer Tamina, dem König der Nacht etc. etc.
    Wen würdet ihr für diese Rolle bestetzen? Es gilt: hohe Stimme bleibt hohe Stimme, tiefe Stimme bleibt tiefe Stimme! Also: Aus Sopran-Rollen werden Tenor-Rollen, aus Mezzosopran wird Bariton, aus Alt wird Bass. Und natürlich umgekehrt!
    Als kleiner Teaser von meiner Seite, hier sind meine drei Söhne des Rheins, die Figurennamen ändere ich jetzt mal noch nicht, da fällt mir gerade nix gescheites dazu ein ... ;)


    Woglinde ... Fritz Wunderlich
    Wellgunde ... Hermann Prey
    Flosshilde ... Gottlob Frick


    Bin auf Eure Antworten gespannt!


    Best, DiO :beatnik:

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    Original von Jacques Rideamus


    Was den Diskussionsbedarf in den TMOO-Threads betrifft, den habe ich auch. Ich habe die unterdrückt, damit die Textthreads zu den jeweiligen Werken nicht austrocknen, aber was würde einen daran hindern, die Diskussion dort hinein zu verlagern? Mir kommen die vielen 5er dort auch oft vor, als wären wir ein Organ für Fanclubs, aber wenn die Leute nun mal der Meinung sind...


    Lieber Rideamus,


    da hast Du sicher nicht ganz unrecht, was die vielen 5er angeht (zur Zeugnisvergabe in der Schule war man über sowas auch eher wenig erfreut ;)). Ich denke aber, dass es größtenteils daher rührt, dass man lieber Aufnahmen öfter hört, die einem gut gefallen, die einem damit besser vertraut sind, ergo auch leichter und präziser zu bewerten. Ein oder zwei Sänger oder das Dirigat mag negativ aus der Reihe fallen, deswegen hört man sich die Aufnahme trotzdem noch an. Aber wenn einem das meiste an einer Aufnahme nicht gefällt, dann haben glaub ich die wenigsten das sado-masochistische Bedürfnis, sich diese Aufnahme zur besseren Kenntnis tagtäglich auf den Plattenteller zu legen. Wenn ich mich persönlich als Beispiel nehme: Ich glaube die einzige Aufnahme, die bei mir gesamt unter 3,5 wegkam, war die Levine-Walküre auf DVD, die war aber dann deutlich unter 3,5 :D


    Best, DiO :beatnik:

    Und wieder eine etwas verspätete (ich kann es nicht mal auf den Zeitunterschied schieben ;)) Rückmeldung anlässlich eines Opernbesuchs ...


    Vor etwa einem Monat war ich für ein Wochenende in New York und wollte mir dabei natürlich nicht entgehen lassen, eine Oper an der berühmten MET mitzunehmen. Nachdem der "Trovatore" bis auf einige sündhaft teure Karten vollkommen ausverkauft war, blieb mir nur eine Oper namens "Adriana Lecouvreur", von der ich - ich muss es zu meiner Schande gestehen - vorher noch nie etwas gehört hatte, selbst mit dem Komponisten Francesco Cilea konnte ich nichts anfangen. Aber mir war das relativ egal, eine Karte musste her, zumal ich zu meinem großen Erstaunen feststellte, dass Placido Domingo die Rolle des Maurizio singt. Was, der singt noch??? Nicht zuletzt machte ich mir dann auf Grund des Entstehungsdatums der Oper (1902) Hoffnungen, die Musik möge irgendwie "Tosca"-mäßig klingen :D Ich sollte mich dann recht schnell tatsächlich stark an Puccini erinnert fühlen. Domingo betreffend fand ich dann außerdem heraus, dass die Rolle des Maurizio eine ziemlich bedeutende für Domingo ist, speziell was seine Tätigkeit an der MET betrifft, es war nämlich seine Debüt-Partie 1968!
    Interessant: Es gab Untertitel in 5 Sprachen (inklusive Deutsch), jedoch nicht als Übertitel über der Bühne, sondern als Digitaldisplay an der Rücklehne des vorderen Sitzes. Man konnte das dann selber auswählen, es wurde natürlich nur immer EINE Sprache auf dem Display angezeigt.


    Aber kommen wir zur Aufführung selbst, die in folgender Besetzung stattfand:


    Adriana Lecouvreur ... Maria Guleghina
    Maurizio ... Placido Domingo
    Michonnet ... Roberto Frontali
    The Princess de Bouillon ... Olga Borodina
    The Prince de Bouillon ... John Del Caro
    Mlle. Jouvenot ... Jennifer Black
    Poisson ... Brian Frutiger
    Mlle. Dangeville ... Reveka Evangelis Mavrovitis
    Quinault ... Philip Cokorinos
    The Abbé de Chazeuil ... Bernard Fitch
    Major Domo ... Joseph Turi


    MET Orchestra unter der Leitung von Marco Armiliato
    Inszenierung: Mark Lamos
    Bühnenbild: C.M. Christini


    Da ich mit dem Werk vorher überhaupt nicht vertraut war, bin ich natürlich nicht in der Lage eine eingehend tiefe Analyse der Inszenierung zu geben, man möge es mir nachsehen, für das nächste Mal bin ich besser gerüstet ;) Die Frage ist aber auch, ob eine tiefe Analyse überhaupt möglich gewesen wäre :D


    Der grundsätzliche Stil der Inszenierung war - ich hatte es nach meinen bisherigen Erfahrungen in Nordamerika und auch mit anderen MET Produktionen von DVD (SCHENK-RING!!!) erwartet - sehr klassisch und opulent gehalten, weitgehend eine Bebilderung des Librettos, historisierende, aufwendige Kostüme inklusive. Für das Auge gab es eine Menge zu sehen, wobei ich leider nicht alles davon mitbekam, da ich in der allerletzten Reihe saß, hinter mir nur die Stehplätze ;) Und in der MET ist man da wirklich ziemlich weit von der Bühne weg :( Das opulente Bühnenbild passte für meinen ersten Besuch in der opulenten MET irgendwie ganz gut und erleichterte mir beim erstmaligen Erleben dieses Werkes vielleicht etwas das Verständnis der Handlung, wobei man klar sagen muss, dass die Stärken, die diese Oper hat, mit Sicherheit NICHT in der Handlung / im Libretto zu finden sind, sondern in der Musik. Dem belanglosen Verwechslungs- / Eifersuchts- / Intrigenplot, der es wie so mancher Opernplot schafft, gleichzeitig banal und pseudo-komplex zu sein, sollte man nicht allzu viel Aufmerksamkeit schenken. Die Musik macht da wesentlich mehr her.


    Die Gesangsleistungen waren insgesamt gut, jedoch nicht einheitlich gut und in allen Bereichen zwangsläufig MET-würdig. Guleghina in der Titelrolle war grundsolide. Von den Sängern war mir außer Domingo vorher niemand bekannt. Domingo wurde bei seinem Auftritt sofort begeistert mit Applaus empfangen, bevor er noch irgendeine Note gesungen hatte, das hab ich so auch noch nicht erlebt. Die New Yorker lieben ihren Placido heiß und innig. Natürlich merkte man seiner Stimme an, dass sie keine 30 Lenze mehr jung ist und ein ausgesprochener Domingo-Fan war ich sowieso noch nie - im Gegenteil, in seinen Wagner-Rollen stand ich ihm immer sehr kritisch gegenüber. Trotzdem gab er eine leidenschaftliche und beeindruckende Leistung als Maurizio, die er auch stimmlich sicher bewältigte. Ich war jedenfalls angetan von seiner Rollengestaltung, man merkte, dass er mit dieser Rolle sehr vertraut war. Zumindest wirkte es auf mich so, denn - wie gesagt - ich saß ziemlich weit entfernt von der Bühne und konnte kleinere Details deshalb nicht wahrnehmen.


    Dirigat und Orchesterleistung waren gut, soweit ich das beurteilen konnte.


    Es ein sehr schöner Abend, auch wenn ich mir in der Pause in der Warteschlange zur Herrentoilette im Gespräch mit einem älteren Herrn anhören musste, dass eigentlich nur italienische Oper richtige Oper sei und deutsch als Gesangssprache nicht taugt, ebensowenig wie russisch oder französisch. Well, whatever ... :rolleyes:


    Ich bin froh, dass ich noch die Möglichkeit hatte, Domingo selbst live auf der Bühne zu sehn. Allzu lange wird dieser "ewige Tenor" dort wohl nicht mehr unterwegs sein. ;)


    Best, DiO :beatnik:

    Auch von meiner Seite ein herzliches "Vergelt's Gott", zuvorderst an den nimmermüden Alfred, aber ebenso an alle, die dieses Forum so lebendig, unterhaltsam, informativ und vor allem ELITÄR (sorry, das musste jetzt raus ;)) machen ...
    Gibt es schon Pläne für die Geburtstagsfeier? Wird es eine Riesen-Tamino-Torte geben? Wird Alfred seine Rasselbande zu sich nach Hause einladen? Wird der "Taminohäuser" endlich aufgeführt??? :D
    Ich bin gespannt!!!


    Herzlichst, DiO :beatnik:

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    Original von Harald Kral
    Lieber Florian,


    die Zeitschrift "fonoforum" sowie etliche Kritiker haben vor ein paar Jahren in einer Umfrage Peter Seiffert zum besten "Freischütz"-Max aller Zeiten gewählt.


    Lieber Harald,
    willst Du mir damit auf die Finger klopfen? :boese2: ;)
    Ich kenne die von Dir genannte Aufnahme unter Janowski leider noch nicht, sie ist glaub ich seit längerem nur noch bedingt verfügbar, soll aber ziemlich gut sein. Ich würde da gerne mal reinhören. Das Cover ist auch interessant. :D


    Gehört habe ich Seiffert allerdings nur in der Aufnahme unter Harnoncourt (DVD, Opernhaus Zürich). Da war er gut, aber nicht in einer Liga mit Schock, Hopf und King (ja, ich finde James King in der Sawallisch-Live-Aufnahme sehr gut!). Ich lass mich aber gerne von "fonoforum" und etlichen Kritikern noch umstimmen :D


    Florian


    Lieber Joseph!
    Die Barenboim-Aufnahme kenne ich nicht, die von Sinopoli und Steinberg schon. Wie Elisabeth schon richtig anmerkte, singt Seiffert in diesen beiden Aufnahmen nicht die gleiche Rolle, sondern einmal den Steuermann (Sinopoli) und einmal den Erik (Steinberg).


    Persönlich halte ich die Sinopoli-Aufnahme für wenig gelungen, was vor allem an einem recht uninspirierten Dirigat und dem scharf an einer Parodie der Rolle vorbeischrammenden Holländer von Weikl liegt. Cheryl Studer als Senta ist dagegen ziemlich gut, ebenso Seiffert als Steuermann.


    Die Steinberg-Aufnahme ist insgesamt eine recht lohnende, weil auch günstig zu habende Anschaffung. Wie in vielen Holländer-Aufnahmen ist die Rolle der Senta nicht ideal besetzt, dafür ist Seiffert als Erik eine echte Sensation! Holländer, Daland und Dirigat sind grundsolide, der Chor sehr gut! Für die Spitzengruppe der Holländer-Aufnahmen reicht es nicht ganz, dafür hat Alfred Muff in der Titelrolle doch zu starke Konkurrenz (London, Uhde, Adam, Stewart, FiDi ...). Aber wie gesagt, insgesamt recht stimmig und den kleinen Preis alle mal wert - allein wegen Seifferts Erik. Wenn Du alllerdings schon 10 andere Aufnahmen im Schrank hast, dann muss es diese nicht unbedingt auch noch sein ...


    Hoffe, ich konnte Dir ein wenig helfen!


    Best, DiO :beatnik:


    Bei Cantus/Line ist die Koetsier-Aufnahme ebenfalls erhältlich.


    Merkwürdigerweise auf 2 CDs. Weiß jemand ob das genau die gleiche Fassung wie in der von Harald gezeigten Version ist oder ob da vielleicht die Dialoge oder eventuelle Bonus-Tracks dabei sind?


    Best, DiO :beatnik:

    Hallo lieber Harald,


    ja, ich kann mir durchaus vorstellen, dass sie in anderen Aufnahmen überzeugt. Es ist halt immer ein bisschen schwer sich für jemanden zu interessieren wenn die erste Begegnung nicht ganz glücklich verlaufen ist ... für einen ersten Eindruck bekommt man keine zweite Chance :no: Aber vielleicht ja doch? :D


    Wenn man es genau nimmt, dann müsste ich mich hier eher mit "Opéra en Francais" beschäftigen :baeh01: Aber auf den Kontinent und das gesamte Land bezogen hast Du natürlich Recht ;)
    Nein, ich hab mich noch nicht im Speziellen damit beschäftigt. Das einzige an englisch(sprachiger) Oper hier war eine konzertante Live-Aufführung von Purcells "Dido and Aeneas", dirigiert vom bekannten Countertenor Daniel Taylor. Und dann hab ich ja noch meinen "Oberon" zu Hause :D Irgendwann werd ich aber schon mal reinhören ... :yes:


    Florian

    Hallo Harald,


    ich kenne Jane Eaglen bislang nur aus dieser Aufnahme:



    Ich muss leider sagen, dass sie mir als Elisabeth nicht sonderlich gefällt. Mit der suboptimalen Diktion kann ich noch leben, aber ihr Gesang ist für mich etwas steril und ihr Timbre nicht besonders attraktiv. Barenboim scheint aber einen Narren an ihr gefressen zu haben, sonst hätte er mit ihr nicht auch noch den "Holländer" eingespielt (beim "Lohengrin" hat er zum Glück Emily Magee besetzt). Aber ich will mal aufgrund einer einzigen Hörerfahrung noch nicht den Stab über ihr brechen ... ;)


    Best, DiO :beatnik:

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    Original von Theophilus
    da Dame Gwyneth Jones einige ansonsten exemplarische Aufnahmen angeblich merklich abgewertet habe (Paradebeispiel: Der fliegende Holländer).


    Meinst Du diese Aufnahme?


    Ich sehe da Jones absolut NICHT als Schwachpunkt, sondern eher als großen Pluspunkt! :yes: Der einzige wirkliche Schwachpunkt ist hier Hermin Essers fader Erik.


    Best, DiO :beatnik:

    Hallo zusammen,


    wunderbar, dass das Tamino-Forum eigene Maßnahmen unternimmt, um die lahmende Wirtschaft wieder anzukurbeln und uns allen die Möglichkeit gibt, auch in Zukunft in einer Wohlstandsgesellschaft zu leben, in der wir möglichst jeden Groschen für historische Opernaufnahmen mit schlechter Tonqualität ausgeben können. :yes:


    Ich würde gerne auf jeden Fall die "Schneekugel Alfred" und das "Avatar Memory" bestellen, sie werden meinem Leben einen neuen Sinn geben.


    Desweiteren würde ich noch vorschlagen, dass es im Shop möglichst bald einen "Tamino Translator" gibt, mit dieser Software wird es möglich sein, das Forum in allen nur erdenklichen Sprachen zu lesen. Damit wird das Tamino-Forum in absehbarer Zeit zum Global Player und wichtigstem österreichischen Exportprodukt neben Red Bull.


    Best, DiO :beatnik: