Beiträge von audiamus

    Zitat

    Original von BigBerlinBear
    Die "Musikalischen Exequien" (1636) von Heinrich Schütz besitze ich in 10 verschiedenen Aufnahmen, die ich, (wenn schon) IMMER GLEICHZEITG höre ! :D


    Schon mal probiert, das Scherzo aus Bruckner VIII im Kanon zu spielen?


    Guß,



    audiamus

    Lieber andythr,


    Du bist ja garnicht mal so leicht auszusprechen...


    Beide Aufnahmen gab es schon mal als Fullprice-CDs.
    Die Jordan-Aufnahme kenne ich nicht, sie wurde aber allgemein gut besprochen.
    Die andere, mit der verschwenderischen Cover-Information, ist die Rilling-Aufnahme, die ich persönlich sehr empfehlen kann. Sie sah früher so aus:



    Und für 5,99.- würde ich sagen: Nicht lange gefragt.
    Das unterschätzte Werk ist für mich eines der ganz großen des Genres.



    Weiter oben und vor längerer Zeit war die Rede von Francks Violinsonate.
    Hier möchte ich ergänzend die eine oder andere Aufmerksamkeit auf die Bearbeitung für Violoncello und Piano lenken.


    Jaqueline du Pré hat sie zusammen mit a) Chopin (auch ein unbekannteres, aber höchst originelles Stück) und b) Barenboim aufgenommen.





    Diese Einspielung ist auch in der neuen


    :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel:


    Du Pré EMI-Box enthalten.




    Gruß,



    audiamus



    .

    Ich möchte auf eine DVD-Veröffentlichung hinweisen, auf die ich persönlich seit Jahren gewartet habe und die für mich eine der schönsten Opernverfilmungen überhaupt darstellt.


    Eine stimmlich wie visuell betörende Teresa Stratas, ein jugendlich anmutender Placido Domingo und ein seriöser Cornel MacNeil tragen unter der souveränen Leitung von Jimmy "Das Handtuch" Levine ihre moralischen wie bakteriellen Konflikte aus.


    Das ganze in einem Traum aus Blau und Gold. Ich glaube nicht, dass ich jemanden schon einmal so schön habe sterben sehen wie Frau Stratas mit dem Grübchen an der Stirn.


    Wer die Opulenz von Franco Zeffirelli mag: Hier greift er in die Vollen.





    Gruß,



    audiamus



    .

    Ich habe es schon mal im Mc Cormack-Thread gepostet:
    Für Schellack-Freunde im Allgemeinen und Schmidt-Fans im Speziellen lohnt sich die Kesting-Produktion "Belcanto", seit zwei Jahren auch in zwei Teilen auf DVD zu haben.





    Auf dem Cover übrigens Schmidt im Kantoren-Outfit.



    Gruß,



    audiamus



    .

    Lieber Guercoeur (-ich glaube, ich bin der Einzige in meinem durchaus gut mit Musikern durchsetzten Bekanntenkreis, der Symphonien von Magnard im Schrank hat),


    auch Dir herzlichen Dank.

    Wie es aussieht, steht hier für mich eine spannende Neuentdeckung an, und mittlerweile bin ich mir nicht mehr sicher, ob ich mit einer entsprechenden Erstanschaffung bis zum 28. warten will.


    Werde mich morgen jedenfalls sofort durch die Braunfels-Literatur graben.


    Gute Nacht wünscht



    audiamus

    Cover-Version


    Ein Mensch fand, CDs machten Krach,
    ihr Deko-Wert aber bestach.
    So fehlt' jüngst im Bau
    noch ein Meter Blau.
    - Der Mensch kauft's Gesamtwerk von Bach.




    (Was tun nach dem Ausbau im Dach???)



    audiamus



    .

    Lieber Davidoff,


    ich danke Dir. Das macht mich sehr neugierig.
    Bis nach Köln werde ich's wohl kurzfristig nicht schaffen, der WDR aber wird seine Quoten nach oben korrigieren können.


    Bin gespannt auf Deine Rezension.


    Gruß,



    audiamus

    Liebe Taminen!



    Wem von uns ist es nicht schon so ergangen:


    Wir stehen im Geschäft oder scrollen uns durch die Seiten unserer Tamino-Medienpartner - natürlich nur dort - auf der Suche nach einer Aufnahme eines bestimmten Werkes oder dem Zugang zu einem bestimmten Komponisten, einer bestimmten Werkgattung.


    Mehrere plausible Empfehlungen sind im Forum – natürlich nur dort – reichhaltig begründet
    ausgesprochen worden, unser Vertrauen in die Erfahrung der Mitglieder ist grenzenlos.



    Mit nur wenig mehr als fünfzehn guten Ratschlägen ausgerüstet stehen wir nun vor der Wahl:


    Kempe, Karajan, Kondrashin, Knappertsbusch, Klemperer, Kuhrphusch?
    Korngold, Krenek, Kálmán, Khatchaturian, Künneke, Klöbner?
    Klavierquartett, Kammersymphonie, Kantate, Kanon, Konzertstück, Krummhornserenade?
    Königsthema, Kriegssonate, Katzenduett, Kegelstatt-Trio, Kaiserquartett, Knödelquintett?



    Siebenunddreißig CDs liegen ausgebreitet unter unfreundlichen Blicken des Ladeninhabers und unflätigem Gemurmel der Schlangestehenden vor dem einzigen Player des Etablissements, zweihundertfünfundvierzig virtuelle Items permutieren von der Wunschliste zum Warenkorb und zurück.



    Und plötzlich sehen wir bewusst, was wir vorher blind herausgefischt oder unterbewusst schon eingereiht hatten, und es durchzuckt uns:

    Ein Lieblingsbild aus der Kunstgeschichte.
    Ein umwerfendes Photo.
    Eine graphische Kostbarkeit.
    Eine persönlich favorisierte Farbkombination.
    Ein Kunstwerk zum Hineindenken.
    Eine genau auf der eigenen Wellenlänge liegende Assoziation zur enthaltenen Musik.
    Eine perfekte Komposition aus gestalterischen Elementen: Bild, Schrift, Logo.
    Eine ideale Kombination aus Ästhetik und Information.



    Fazit: Liebe auf den ersten, spätestens zweiten Blick – Die nehme ich!



    Ich muss zugeben, für mich persönlich spielt die äußere Gestaltung einer Schallplatte/CD/DVD eine nicht unerhebliche Rolle.
    Das geht mitunter soweit, dass ich die Hülle eines Tonträgers, der gerade seinen Dienst tut, als künstlerisches Kleinod gut sichtbar im jeweiligen Raum platziere und mich daran erfreue.
    Hier haben natürlich die guten, alten Schallplatten die dekorative Nase vorn, doch stehen sie leider nur noch sehr selten „on display“.



    Für diejenigen unter Euch, die nicht allein Ohren-, sondern auch Augenmenschen sind, aber auch für jene, denen das Auditive ungleich näher ist als das Visuelle nun dieser Versuch eines neuen Threads mit folgenden möglichen Leitfragen:



    Welchen Stellenwert hat das Cover für Euch?
    Welche Covers waren Euch Entscheidungshilfen beim Kauf einer Schallplatte/CD/DVD?
    Welcher „Augenblick“ hat Euch sofort betört?
    Was sind für Euch die Kriterien für ein gelungenes, sprich: Ästhetisches, ansprechendes, ausdruckstarkes, interessantes, informatives, neugierig machendes Cover?
    Inwieweit kann in Euren Augen ein Cover zum Bereich Bildende Kunst zählen?
    Welche Rolle spielt das Label-Logo für Euch?


    Aber auch:


    Welche Gestaltung hat Euch davon abgehalten, ein Produkt zu kaufen?
    Was macht für Euch ein Cover edel, was billig?
    Wem ist es wurscht, was außen drauf ist, solange das Richtige drin ist?


    Zudem:


    Wie seht Ihr die Zusammenhänge von Covergestaltung und Konsum in der Gesellschaft?
    Wie und in welchen Formen ist ein Wandel betreffend „Verpackung“ und Kaufverhalten im Laufe der Zeiten feststellbar?



    Und natürlich:


    Welches ist Euer absolutes Lieblingscover?
    Welches ist das schlechteste Cover, das Euch untergekommen ist?
    (Hier kann man sich auch sehr kurz fassen, obwohl eine kleine Begründung hübsch wäre.)



    Wohlgemerkt: In diesem Thread soll es in erster Linie um das Äußere, nicht das Innere gehen.
    Booklet-Wertigkeit/Material, -Layout und -Inhalt wären mal ein gesondertes Thema wert.



    Auf einige anregende Beiträge freut sich



    Euer



    audiamus




    P.S.:


    Ein herzliches Dankeschön an Alfred, der auf meine Anfrage hin diesem etwas geschwächten, in meinen Augen aber gerade in Verbindung mit der klassischen Musik großes Potenzial beinhaltenden Arm des Gesamtforums mehr Spielraum verlieh, indem er den ursprünglichen Forennamen „Ölmalerei" weiter fasste und in "Malerei und Bildende Kunst“ umbenannte.



    .

    The nominees are:



    1) Bach Goldberg: Der genialste Lullaby der Musikgeschichte. Ein Universum als Betthupferl. Und die göttlichste Musik der Welt.


    2) Beethoven Op 111/2: Der Zauberer begründet's: "Das Arietta-Thema, zu Abenteuern und Schicksalen bestimmt, für die es in seiner idyllischen Unschuld keineswegs geboren scheint..." Beethoven macht's möglich.


    3) Brahms Haydn-Variationen: Der ganze Brahms als Mikrokosmos.


    4) Schumann Symphonische Etuden: Ist was Persönliches.


    5) Schubert Forellenquintett/4: Alles drin, Grundstimmung trotzem =) und: Besetzungstraum.


    6) Shostakowitsch VII/1 ab da, wo's losgeht bis dahin, wo's aufhört: Ein Crescendo des Schrecklichen. Muss auch sein.



    Variable Grüße,



    audiamus



    .

    Rauf auf die Bretter, In-Ears rein, IPod auf Alpensinfonie, und dann mit Blick zum den Dachstein obi ins Toi. Oder mit weniger Worten: Kick!
    Manchmal überkommt es einen halt...


    Und was sagt Strauss zu seiner grandiosen Seilschafts-Klangmalerei?
    "Jetzt hab' ich endlich orchestrieren gelernt."


    Beim Gebirge Richard Wagner, das Siegfried nie überwinden konnte, ist Strauss allerdings "rundummadum ganga".



    Ski heil!



    audiamus

    Moinmoin!


    Ich darf vielleicht noch die 7. von Ralph Vauhan-Williams anfügen.
    Die kommt wohl auch Deiner Filmmusik-Vorstellung recht nahe, da sie aus erweiterten und durchkomponierten Score-Sequenzen für den Streifen "Scott of the Antarctic" von 1947 gefügt wurde.


    Freunde Deines britischen Namensvetters fanden den Soundtrack so chillig, im wahrsten Sinne des Wortes, dass sie den Komponisten ermutigten, gleich eine ganze Symphonie daraus zu basteln.


    So trägt sie denn auch den Beinamen "Sinfonia Antartica", und etwas bedrohlicheres als die musikalische Illustration der lebensfeindlichen Welt des Ewigen Eises kenne ich kaum in der Literatur.


    Gruß vom Südpol in den Norden,



    audiamus



    .

    Lieber Davidoff,


    schön, dass Du offensichtlich gerne off-mainstream-Werke zur Sprache bringst!
    Da mir Braunfels zwar dem Namen nach ein Begriff ist, ich aber, und so wird es vielen ergehen, noch nie ein Werk von ihm gehört habe, wäre ich dankbar, wenn Du noch etwas genauer auf seine Tonsprache eingehen würdest.
    Die Vergleiche mit Mahler und Bruckner machen mich neugierig.
    Ist Braunfels ein später Spätromantiker, beschreitet er eigene, für seine Zeit neue Wege, steht er in einer Tradition oder alleine da, weist er eine Richtung, nimmt er Einfluss auf Spätere ?


    LG,



    audiamus



    .

    Wer's noch nicht kennt,


    wer schom immer wissen wollte, wie Slezak seinen E-Korken sucht,
    wer die Originalentstehung von Schmidts "Heut' ist der schönste Tag" nacherleben möchte,
    wem noch immer nicht klar ist, wie Dieskau doziert,
    wer Frick beim Anschleichen an die Sau hören will,
    wer Wächter noch nie richtig lachen gehört hat,


    der sollte sich sofort diese Platte zulegen!





    Gruß,



    audiamus



    .

    Liebe Taminen!


    Ich meine, nicht nur die Neunte, die gesamte Beethoven/Liszt-Reihe ist nahezu unverzichtbar für jeden, der ungeahnte Stimmführungen in den Symphonien hören möchte, die sonst im Sumpf des Orchesterwustes untergehen.
    Katsaris leistete hier Arbeit von geradezu archäologischer Qualität, und dies ist also nicht allein in editorischer Hinsicht gemeint.


    Seine glasklare Durchhörbarkeit durch technische Meisterschaft und sein intelligentes sowie emotionales Verständnis für Beethoven eröffnen dem Hörer Welten, die sich sonst nur beim Studium der Partituren erschließen.


    Gruß,



    audiamus

    Liebe Mendelssohn-Freunde,


    nur zwei kurze Bemerkungen zum Oktett.


    Die packendste Aufnahme, die ich von diesem "Gute-Laune-Werk" je gehört habe, hatte ich auf Kassette (!) aus den Staaten mitgebracht. Es spielten das Tokyo SQ (nicht Meliora Q) und das Cleveland Q. Ich glaube, es war CBS.
    Leider ist der anfällige Tonträger schon vor langer Zeit den Weg alles Irdischen gegangen, und ich heule mir jede Nacht die Augen aus dem Kopf.
    Sollte also jemand diese Einspielung besitzen oder in die Finger bekommen:
    1) 2 Wochen jeden Morgen hören und dann
    2) mir verkaufen!



    Vom Emerson SQ gibt es das Stück neben den Kompositionen für Streichquartett bei DG.
    Gimmick: Die Emersons spielen's mit sich selbst.


    Was haltet Ihr, so Ihr sie kennt, von der Gesamtaufnahme im Allgemeinen und diesem Ansatz im Besonderen?



    Gruß,



    audiamus

    Liebe Taminen,


    neben vielem hier bereits Genannten möchte ich noch einige weitere der eigenen Favourites hinzufügen:



    H. Schütz: "Meine Seele erhebt den Herren" (Deutsches Magnificat) Achtstimmig f.g.C. aus dem SWV 494


    J.S. Bach: "Fürchte dich nicht, ich bin bei dir" Achtstimmige Motette f.g.C. BWV 228, gelegentlich als nur "Bach zugeschrieben" eingestuft


    F. Mendelssohn-Bartholdy: "Wer bis an das Ende beharrt" Vierstimmig f.g.C., aus Elias Op 70 (Nr. 32), a cappella durchaus eigenständig


    J. Brahms: "Schaffe in mir, Gott, ein rein Herz" Fünfstimmige Motette f.g.C. Op 29/2


    H. Wolf: "Komm Trost der Welt" (auch "Resignation" oder "Der Einsiedler") Vierstimmig f.g.C. aus "Sechs geistliche Lieder" WoO



    CD-Empfehlungen: Keine. Selber singen!



    Gruß,



    audiamus

    minimal singing


    Ein Mensch, der erklärt, er plärrt Pärt
    sehr zärtlich verzerrt, wie verklärt,
    bekehrt sei er! Wert,
    dass ihm man vermehrt
    erklärt, er plärrt Pärts Werk verkehrt.



    audiamus



    .

    Lieber Harald,


    meine Hörprobe setzte sich zusammen aus 7 1/2 tausend bemalten Briten, die um mich herum in der Royal Albert Hall wie auf Kommando auf den Beinen waren (wenn sie nicht eh schon standen) und den Song aus vollem Halse mitgröhlten, Trillerpfeifen, Hupen und Tröten nicht mitgerechnet.
    Wenn man da nicht unpatriotischen Nationalstolz entwickelt...


    LG,


    audiamus



    .

    Liebe Fairy, lieber JR,


    Allgemein wird As-Dur als besonders weich und innig beschrieben, auch mir ist die allgemeine Assoziation dieser Tonart mit Musik des 19. Jahrhunderts bekannt.


    Doch ist es ja so - und, JR, da gebe ich Dir letztlich völlig Recht -:
    Wenn man auch liest, dass viele Werke der Romantik in As geschrieben wurden und im Jahrhundert davor diese Tonart weniger eingesetzt wurde, gibt es, wie bereits in diesem Thread angeklungen und für andere Tonarten in anderen Zusammenhängen ebenso zutreffend, für jedes gute Beispiel zehn ebenso gute Gegenbeispiele.


    Ob man einer Tonart nun wirklich eine bestimmte Charakteristik zuordnen kann (und sie dadurch gar mit einer ganzen Epoche in Verbindung bringt), ist wohl insgesamt eine sehr subjektive Angelegenheit und fällt letztlich in den Bereich der Synästhesie und des persönlichen Rezeptionsvermögens auf diesem Gebiet. So gibt es mitunter ja auch Menschen, die mit Tonarten zwar keine emotionalen Zustände, stattdessen aber Farben verknüpfen.
    (Ich, für meine Person, bilde mir gelegentlich ein, Tonarten mit gewissen Grundhaltungen verbinden zu können, was aber sehr von meiner momentanen Befindlichkeit abhängt und oftmals wie ausgeschaltet bleibt.)


    Auch ist zu bedenken, dass im Laufe der Zeit die „Definitionen“ der Tonarten durch veränderte Gebräuchlichkeiten beim Stimmen einem Wandel unterzogen haben. Hierzu können uns die Alten Musiker Bände erzählen.


    Ein Konsens zu diesem bereits ab dem 18. Jahrhundert viel diskutierten Thema ist nie gefunden worden. Um zwei Beispiele herauszugreifen, sowohl J.J. Quantz als auch Robert Schumann erwähnen die Polarität bei diesem Disput.


    Schumann führt Zelter an, welcher der Meinung gewesen sei, man könne in jeder Tonart alles ausdrücken, auf der anderen Seite zitiert er Schubart, der Zuordnungen propagierte. („So nennt er e-moll ein weiß gekleidetes Mädchen mit einer rosa Schleife am Busen, in g-moll findet er Missvergnügen, Unbehaglichkeit, Zerren an einem unglücklichen Plan, missmutiges Nagen am Gebiss.“) Schumann selbst meint salomonisch: „Man hat dafür und dagegen gesprochen; das Rechte liegt wie immer mitten innen.“


    Ein weiterer stark bewegter und bewegender - weil direkt anknüpfender - Gemütserreger ist der des Transponierens bereits in einer bestimmten Tonart vorliegender Werke, was ja, liebe Fairy, gerade für Euch Sänger große Praxisrelevanz hat. Ich glaube, irgendwo im Forum wurde das schon mal angesprochen.


    Quantz schreibt zu Tonartencharakteristika im Allgemeinen, hier fürs Spezielle passend: „Allein wer weiß, ob dasselbe Stück nicht eine noch bessere Wirkung tun würde, wenn es in einer andern und zu der Sache bequemen Tonart gesetzt wäre?“ Er kommt für sich zu dem Schluss, dass Tonarten sehr wohl ihre eigene Charakteristik aufweisen: „Ich will inzwischen meiner Erfahrung, welche mich der unterschiedenen Wirkungen unterschiedener Tonarten versichert, so lange trauen, bis ich des Gegenteils werde überführt werden können.“


    Und Schumanns Fazit tendiert dann doch ebenfalls in eine bestimmte Richtung: „Dass durch Versetzung der ursprünglichen Tonart einer Komposition in eine andere, eine verschiedene Wirkung erreicht wird, und dass daraus eine Verschiedenheit des Charakters der Tonarten hervorgeht, ist ausgemacht.“



    LG,



    audiamus

    Komperativ superlative Fragen


    Zu Hugbert: Macht' Karl er am kahlsten?
    Zu Johnson: Macht' Schall er am Charleston?
    Zu Gustavens Achter
    (mit Acht hat gemacht er
    sie): Macht' die mal Mahler am mahlsten?



    audiamus



    .

    Na, wenn ich so an Mahler 8 Anfang denke...


    Und heroisch meint nicht kämpferisch, sondern edel, groß, stolz. Und da fügt sich der Rest auch gut ein, den Du nennst.


    Ich denke mal, es liegt vielleicht daran, dass Es-Dur (nebst verwandten b-Tonarten) die Tonart der Bläser, besonders der Hörner und dann der Trompeten ist.

    Da hier schon die meisten meiner Favourites genannt wurden - Bachs Passionen, HMM, Magnificat etc würde ich persönlich garnicht in eine Auflistung stellen wollen, bei mir laufen die unter "außer Konkurrenz" - möchte ich noch ein sehr ergreifendes Werk nennen, bei dem sich die Diskussion um Übersetzung oder nicht erübrigt: Elgars "The Dream of Gerontius", am besten in der sehr noblen Aufnahme mit Sir Adrian Boult und einem göttlichen Nicolai Gedda.





    Und dann schieben wir gleich noch "The Black Knight" hinterher. Mal weg vom Cellokonzert und den Märschen...



    LG,



    audiamus



    .