Beiträge von Wiener Klang

    Hilfreich in diesem Zusammenhang wäre, einfach mal auf die Musik und Interpretation zu hören und diese
    "zuzulassen".
    Und sich darüber zu freuen, (noch) gute Ohren und (vielleicht) ein gutes bis sehr gutes Equipment sein Eigen nennen zu können...
    Nebenbei bemerkt könnten gerade diese vermeintlichen Störgeräusche von geringer Filterung und Komprimierung zeugen.
    Schön, dass es so etwas noch gibt, oder eben gab.
    P.S.: ich habe Aufnahmen, wo ich den Maestro teilweise grunzen, stöhnen, (mit)singen ... höre.
    Grandios!

    Wenn ich nicht mit eigenen Ohren gehört hätte, welche WELTEN bei ein und derselben Aufnahme zwischen der unkomprimierten, ungeschnittenen Masteraufnahme, der für die breite Öffentlichkeit gemischten und gepressten CD und - als Steigerung ins Negative - der Ausstrahlung über terrestrisches oder digitales Radiosignal (mancher namhafter Rundfunkanstalten) liegen, ich glaubte es nicht.
    Ist schon beinahe impertinent, wie wenig Klangspektrum man bereit ist, einem (wie man in div. Radioanstalten und bei div. Labels wohl glaubt) mündigen Hörer zu verabreichen.
    Da klingt es dann im Vergleich wie durch eine angelehnte Tür.


    Dass dann solch "Wundertechnologie" manchem die Ohren öffnet, liegt auf der Hand.
    Ist aber nur die Spitze des Eisbergs.

    Zitat

    Original von Hüb'
    Hi,


    evtl. hat die Pro-Version, der k702, auch eine kleine Klinke.
    Müsstest Du mal googeln. Der k702 ist klanglich identisch, optisch anders und - leider - eine Ecke teurer.


    Grüße
    Frank :)


    Mein K701 hatte einen Miniklinkenadapter dabei...


    Der K702 ist ein K701 welcher auf die Erfordernisse eines professionellen (Studio)betriebs hin optimiert wurde.
    a) gedämpftere Farben (weiß ist zu empfindlich)
    b) Kabel ist am Hörer steckbar
    c) zusätzliches Spiralkabel ist dabei


    Als Heimanwender findet man wohl mit dem 701er das Auslangen...

    Zitat

    Original von Alfred_Schmidt
    ...
    Heute steht dem der "Schlankheitswahn " der Designer entgegen - dafür haben heutige Lautsprecherboxen andere Vorzüge.


    Zugegeben. Wer aber erleben möchte, wie schlanke Standlautsprecher dennoch wunderbar (Tief)Bass vermitteln können, werfe einen Blick auf Vienna Acoustics, bzw. leihe diesen einmal sein Ohr.

    ...die 2. Mahler um genau zu sein.
    Am Morgen des gestrigen Tages ersatzlos vom Spielplan der KULTURTHAUPTSTADT LINZ 09 gestrichen, Dennis Russel Davies ist erkrankt.
    Ja, aber ist er unersetzbar?
    Semyon Bychkov rettete voriges Jahr den erkrankten Mariss Jansons und zauberte eine famose Mahler im Musikverein Wien.
    Sollte also möglich sein, Ersatz zu bekommen, noch dazu bei dem Aufwand der Zweiten - der Tschechische Philharmonische Chor wäre gemeinsam mit dem von den OÖN stets so hochgelobten Brucknerorchester aufgetreten!
    Kann sich eine ohnehin schwächelnde Kulturhauptstadt das leisten?
    Können schon, sollen wohl nicht.
    D.R. Davies meine besten Genesungswünsche.

    Seit Wochen und Monaten gibt es außer der Wirtschaftskrise kein anderes Thema mehr, die Bürger werden jeden Tag mit neuen Hiobsbotschaften bombardiert.
    Dazu kommt seit Tagen eine in allen Medien herrschende Einigkeit, dass, Klimawandel zum Trotz - oder gerade deshalb - die Schneemengen auf neue Rekorde zuwandern.


    Keine einzige Kolumne entnehme ich dem Netz, welche auch nur ein paar Zeilen über das am vergangenen Sonntag, den 22. Februar über die Bühne gegangene Konzert des niederösterreichischen Tonkünstlerorchesters im Festspielhaus zu St. Pölten berichtet.
    Lockt heutezutage nicht einmal mehr Strauss' bombastische Bergwanderung den Feuilleton hinter dem Ofen hervor? Lag es am Schnee? Ist der Niedergang der Kultur - vom ORF drastisch vorexerziert und unterstützt - auch in den Bundesländern angekommen?
    Dabei war nicht nur der angesetzte Höhepunkt des Abends einen Besuch wert!
    Rossinis Ouvertüre zur Oper Wilhelm Tell kam unbeschwert und spritzig von der Bühne, das Orchester agierte sichtlich entspannt, wunderbar warme tragende Celli, gut gelaunte Instrumentalisten und Kristjan Järvis Dirigat ging locker von der Hand.
    Ein kleiner Wermutstropfen eine etwas überdynamische Piccoloflöte, welche mit Leichtigkeit auch einen doppelt so großen Saal ausgefüllt hätte.


    Das Konzert für Alphorn und Orchester des Schweizers Daniel Schnyder dürfte ein sehr selten zu erlebendes musikalisches Bonbon sein.
    Der in Moskau geborene Hornist und Multiinstrumentalist Arkady Shilkloper demonstrierte am ur - schweizerischen Paradeinstrument seine große Begabung und einen beeindruckenden Stilmix in Schnyders Werk. Zirkularatmung zum Dank gelangen auch scheinbar endlose Passagen ohne Unterbrechungen der Phrasen, die eingebauten Kuhschellen stellten eine sehr gelungene Anlehnung zum nachfolgenden Werk dar. Den Orchestermitgliedern zauberte es ob Shilklopers charismatischer Erscheinung auch so manches Lächeln ins Gesicht, eine frei improvisierte Zugabe erbrachte lange anhaltende Ovationen. Wir hätten uns nur eine Kleinigkeit mehr gewünscht: ein kleines Stückchen Filz unter den Stützen des Alporns hätte genügt, um dem akustischen Erlebnis keinen Abbruch zu tun, so aber entwickelte das lange Geröhr eine hölzern knarrende Eigendynamik. Wir hätten ihm das Echtholz auch so abgenommen!


    Ich bin kein Feund multimedialer Präsentationen in Verbindung mit klassischer Musik, die erst dem Programmheft entnommene Ankündigung, Strauss' Alpensinfonie mit einem (Schwarzweiß)film von demselben Daniel Schyder zu beleuchten, ließ mich im Vorfeld einwenig die Stirn runzeln.
    Wie man sich doch täuschen kann, doch dazu später.
    Sichere Einsätze, ein auch vor dem Hinzukommen der relativ sicheren Fernhörner sehr satter - fast aussschließlich mit Wiener Hörnern bestückter Hornsatz, souveräne Trompeten und Streicher, ein wenig zögerlich die Holzbläserabteilung, das Oboensolo auf dem Gipfel wünschte ich mir etwas herzergreifender, kräftiger, gerne auch schmerzvoller.
    Zu welch beängstigender Dynamik dieser Klangkörper in dem "großen" Saal fähig ist, zeigte sich nicht erst beim Gewitter, doch spätestens mit dem Aufzucken der ersten Blitze war es dann beinahe körperlich fühlbar: solch eine Dramatik habe ich bei diesem Werk noch nie verspürt, die heraufdräuenden Gewitterwolken und Blitze auf der Leinwand hinter dem Orchester taten das Übrige. Beklemmung, beinahe Angstgefühl. Mit der sich allmählich wieder zeigenden Sonne stellte sich regelrechte Erleichterung ein, dem jungen ersten Hornisten wäre sein glasklarer Soloabstieg von Herzen gegönnt gewesen, doch was zählt ein einzelner rollender Ton in Anbetracht dieses voller Inbrunst musizierten Werks? Im geistigen Ohr blieb vor allem ein überragend sicherer Thomas Lachtner auf der ersten Solotrompete, seit Hans Gansch unter Ozawa und den Wienern 1994 nicht mehr in dieser Dramatik gehört. Kongenial unterstützt wurde er von seinen Satzkollegen, welche wie auch auf der Posaune und am Horn nicht alle aus den eigenen Orchesterreihen stammten.
    Järvi legte das Dirigat für meinen Geschmack fallweise etwas langsam an, was nicht immer schlüssige Dehnungen zur Folge hatte, alles in allem aber ein akustischer Höhepunkt, der ein volles Haus mehr als verdient hätte.

    Zitat

    Original von pt_concours
    ...
    Einige Konzerte der letzen Jahre wurden übrigends als Mitschnitt auf CD herausgebracht (z.B. STRAUSS Alpensinfonie). Diese CDs scheint es aber nicht offiziel im Handel zu geben (amazon oder jpc), haben mir aber-soweit ich sie kenne- auch nicht immer gefallen, besonders auch wegen der eher schlechten Akustik im eigenen Haus ("Dresdner Kulturpalast").
    ...
    Gruß pt_concours


    http://www.genuin.de/de/04_d.php?k=65


    http://www.genuin.de/de/04_d.php?k=53


    Tipp: in mp3 - Samples renhören!


    :yes:

    Auf dem Programm:
    J. Brahms:
    Meine Liebe ist grün
    Liebe und Frühling
    Es träumte mir
    Mainacht
    Von ewiger Liebe
    R. Schumann: Frauenliebe und -leben op. 42
    G. Rossini: La regata veneziana
    J. Vitols, A.Kalnis: Lettische Lieder
    M. Falla: Siete canciones populares españolas


    Der Liederabend gestern zeigte mir 3 Dinge:


    Die manchmal fast überschwänglichen Kritiken quer durch Länder und Konzertsäle über Elina Garanca sind aus meiner Sicht nur gerecht, es handelt sich in der Tat um eine außergewöhnliche Frau, welche durch eine grandiose Präsenz und Ausstrahlung besticht, ihr Mezzosopran ist von einer so herzerwärmenden Sorte, dass nicht nur Mann ins Schwärmen gerät.
    Darüber hinaus sind ihre darstellerischen Fähigkeiten bestechend.
    So schafft sie es tatsächlich, obwohl sich nur am Flügel anhaltend oder von diesem sich kaum mehr als einen Meter wegbewegend, ganze Dramen und Lustspiele auszudrücken.
    Mit der Größe des Brucknerhauses hatte sie nicht die geringste Mühe, es schien als könnte sie auch nach mehrfachen Zugaben endlos weiter singen.
    Ihr Betreten der Bühne wurde stets zu einer Erscheinung, formvollendet der Knicks beim Verbeugen, dennoch wirkte sie keine Sekunde als "Star" oder Diva, sondern immer wie das liebe Mädchen von nebenan.
    Mit dem Pianisten Charles Spencer hat sie darüber hinaus einen musikalischen Partner, der sie geradezu auf Händen trug in seiner Begleitung.


    Dass Klassik, gehyped von den Labels wie im Falle der Garanca, der Netrebko…die Liste ließe sich fortsetzen, ein breites Spektrum an Menschen anspricht und dadurch auch befremdliche Auswüchse treibt, wurde mir gestern drastisch vorgeführt.
    Wie sonst kann es geschehen, dass das Auditorium im ausverkauften Saal - trotz Hinweis im Programmheft - so lange zwischen die Liederzyklen hineinapplaudiert, bis es der Künstlerin selber zu bunt wird und sie um Zurückhaltung bittet.
    Einigen Unverbesserlichen war selbst dieser Wink mit dem Zaunpfahl noch zu wenig, klatschten sie doch tatsächlich abermals drein!
    Programmheftgeraschel und –hinuntergefalle, Klettverschluss von Pocketfernglastasche – Aufgereiße, Gehuste, Geschnupfe und Geräusper, und als Krönung Handygebimmel zwei Reihen vor mir – der bis dahin sanft schlummernde Begleiter von zwei giggelnden Damen benötigte eine Weile, bis er sich auch tatsächlich angerufen fühlte. Und dabei nicht einmal errötete.


    Ja, wir haben eine Erkältungswelle, viele sind verschnupft. Und wir kennen den Dominoeffekt des offenbar animierenden Hustens auch aus symphonischen Konzerten, nicht wahr?
    Aber man muss schon wirklich hartgesotten und unbedarft sein, um mit dem lautstarken Räuspern nicht nur wenigstens bis zur Schlussnote der Künstlerin zu warten, sondern gnadenlos die sphärischen Schlussakkorde des Pianisten zu vernichten.


    Nach der CD Aria Cantilena, welche ich von Elina Garanca besitze, werde ich mir nun auch noch Bel Canto kaufen.
    Damit ziehe ich mich in einer geeigneten Stunde zurück und genieße zu Hause. Nachdem die Garanca wohl kaum einen Liederabend für mich alleine singen wird, die einzige Möglichkeit welche übrig bleibt.

    Zitat

    Original von Michael Schlechtriem
    ...
    Gab es kein Programmheft? ?(
    .


    Naja, wenn man infolge Verkehrschaos am letzten Drücker eintrifft...


    Zitat

    Original von Michael Schlechtriem
    P.S. kann es sein, daß Prof. Wolfgang Hentrich die Solo-Violine spielte?
    Den kenne ich nämlich, er ist ein herausragender Geiger und äußerst symphatisch.


    Konzertmeister bei Strauss war wohl Prof. Ralf-Carsten Brömsel, wie ich dem Foto der Musikhochschule gerade entnehme.

    oder wie ich lernte ein Orchester zu lieben.


    Bevor nun also der Feuilleton die Feder spitzt, möchte ich meine davon unbeeinflussten Eindrücke
    über das gestrige Konzert der Dresdner Philharmonie in Linz kundtun.


    Der erste Eindruck des Orchesters ist meist der wichtigste, und so fiel mir der nur sehr kurze Zeitraum zwischen dem Auftreten der ersten Musiker auf der Bühne bis zum Einnehmen der Sitzpositionen und dem Eintreffen des Maestros auf.
    Kein langes Einstimmen und Sesselgerücke, Frühbeck de Burgos und der Chellist erschienen, ein kurzes Erheben des Orchesters, und kaum saßen alle, ging es auch schon los, der Einsatz zu Strauss' Don Quixote kam auf der Eins und beinahe überfallsartig.


    Das solistische Spiel des asiatischen Chellisten war eines der kräftigeren Sorte, recht harte Bogenstriche und stets hohe Dynamik, jedoch souveräne Flageolett Einlagen ohne unangenehm zu werden.
    Die Solobratischistin hatte dennoch keine Mühe, ihm Paroli zu bieten, erschien mir aber ausgewogener und wenn man möchte eben femininer.
    Die anfänglichen Intonationsprobleme des Konzertmeisters beim Violinsolo in dem komplexen Werk waren dann aber auch schon der einzige Kritikpunkt, doch ich eile vor.
    Wohlklang aller Orten, spontane Reaktionen auf ein für mich sehr klares und verständliches (auswendiges!) Dirigat, und wohl am Auffälligsten die dynamischen Differenzierungen. Da kamen Einsätze aus dem Nichts, fantastisch die Hornsektion, die Flötisten, nie aufdringliche, aber omnipräsente Trompeten, welche vor allem durch perfekte Intonation und lyrische Gestaltung der oft hohen Pianissimostellen bestachen.
    Selten habe ich darüber hinaus eine so energiegeladene Kontrabassabteilung erleben dürfen, dies gilt für den gesamten Konzertabend.
    Beinahe lustig der Abstieg der Tuba in tiefste Lagen, um darauf vom Kontrafagott um eine geschätze Oktave "unterboten" zu werden.
    Strauss' Werk eröffnete sich infolge des präzisen und oft federleichten Zusammenspiels und der akkuraten Einsätze auch mir, wo ich mich mit diesem Werk vorher nicht bewusst vertraut gemacht habe.
    Spontan aufbrandender Applaus nach dem Schlussakkord, vielleicht - wieder einmal - einen Deut zu früh.


    Abermals kam der Einsatz zu Beethovens Eroica nach der Pause auf der Eins, und vom ersten Takt an war klar, dass sich hier zwei Meister gefunden hatten.
    Der wie in Trance durch die Symphonie leitende, wenig ausufernde und die linke Hand sparsam einsetzende Frühbeck de Burgos, und ein unvermittelt wie am Gummiband gezogen auf seine Instruktionen reagierender Klangkörper.
    Spätestens jetzt entpuppte sich die meisterliche Klasse der Hörner, der junge erste Hornist blies die diffizilen, schnellen und vor allem hohen Einsätze mit einer Leichtigkeit, welche so manchen gelernten seines Faches die Schamesröte ins Gesicht treiben könnte.
    Majestätisch ist wohl der beste Ausdruck für das Trompetenspiel, ich möchte sagen dass wenn es heute noch eine Dresdner Schule und ein Klangideal gibt, dieses gestern auf eindrucksvolle Weise vermittelt wurde!
    Dass man sowohl dunkel und satt in der unteren Lage, und prachtvoll brillant in den hohen Lagen spielen kann, ohne jemals enervierend aufzufallen, ist wahre Kunst und nicht nur in Österreich selten zu erleben.
    Abermals und vielleicht noch eine Spur deutlicher kamen die dynamischen Wechsel zu Tage, im Fortissimo wurde augenscheinlich dass es einer wohl sehr guten HiFi Anlage bedarf, um diese Wucht in den eigenen vier Wänden nachzuvollziehen - falls man das überhaupt möchte.
    Und das Alles geschah immer in Wohlklang und ohne dass ein Register zu aufdringlich wurde.


    Lange anhaltender Applaus, vereinzelte Bravorufe, leider blieb das Publikum in den Sitzen, das Orchester hätte sich nach diesen vermittelten Emotionen mehr verdient.


    Die Ankündigung der Encore vermochte ich nicht zur Gänze zu verstehen, so nahm ich nur "Aus der Spanischen Oper...spielen wir das Intermezzo!" wahr.


    Davon kann man nun halten was man will und es ist in der Tat starker Tobak auf Beethoven folgend, doch, mit welchem Feuer musiziert!
    Flirrende Bögen, fetziges, dennoch dafür exakt passendes Blech, perlende Flötenläufe, ein Hauch von Vibrato beim Trompetensolo, jedoch hier angebracht und passend.
    Diesmal Bravorufe mit größerer Vehemenz, nach der zweiten, abermals "spanischen" Draufgabe dann auch andauerndes Getrampel auf der Empore.


    Den Spaziergang zum Auto in der 7°C warmen Föhnluft brauchte ich zum Durchatmen, nachdem es mir einige Male den Atem verschlug ob dieser Darbietungen.
    Das Wissen, dass ich einem einzigartigen Konzerterlebnis mit einem Weltklasseorchester beiwohnen durfte, und dass es nicht immer ein Fehler sein muss, einen Chefdirigenten zu haben und diesen zu kennen, trat spontan ein.

    Frage an die Experten: bislang habe ich immer Sony Audio Rohlinge verwendet.
    Gestern entdeckte ich im Regal einer Großhandelskette "Memorex" Music CD-R Rohlinge.
    Die zu beschriebende Seite ist völlig schwarz, auch nach dem Brennen erkennt man keine Ränder.
    Wer kennt diese Rohlinge und wie sind diese einzustufen?
    Danke


    WK

    Wusste ich' doch!
    Zuerst wird er sich das anhören und dann erst freigeben, oder auch nicht.


    Betreffend des Kommentars "...in der Hoffnung, dass es endlich mal ein sinnvolles Thielemann-Dirigat gibt" kann ich nur sagen: noch nie die Wiener, Münchner unter Thielemann erlebt?
    Alleine was die Münchner dieses Jahr unter seiner Leitung am Odeonsplatz geliefert haben zählt zum Besten, was ich derzeit kenne!

    Schönen Abend.



    Da kündigen die großartig und lange an, dass heute, Samstag, 13. Dezember 2008 um 20h04min die VIII. Bruckner live auf Kulturradio RBB übertragen wird, selbst auf der Homepage der B. Phil. steht es noch, und was ist? NICHTS!
    Zumindest kein Live - Bruckner!
    Weiß jemand warum oder hat der Herr Thielemann die Rechte nicht freigegeben?

    Liebe Severina!


    Keinesfalls habe ich dich mit Lobhudelei, etc. gemeint, falls das so vermittelt rüberkam: sorry.
    Aber es tut mir beinahe körperlich weh, wie der "Chefkritiker" der Presse z.B. alles was FWM anfasst über den grünen Klee lobt!


    Dreamhunters Einschätzung zu Thielemann teile ich im Übrigen zu 100%.
    Ich hätte ihn gerne öfter in Wien, bin aber auch mehr als neugierig, was Thielemann morgen, Samstag,
    aus den Berlinern herausholt. VIII. Bruckner.
    Das haben ihnen die Wiener ja ordentlich etwas vorgelegt.
    Gleitet einwenig ins OT ab, wen es dennoch interessiert: Kulturradio RBB, 20h, live!
    Ach ja, Severina: Ozawa finde ich unterschätzt. Vor allem frühere Einspielungen von ihm gefallen mir sehr!

    Nach langer Zeit des stillen Mitlesens muss ich nun etwas dazu sagen.
    Ich finde diese beinahe schon untertänige Berichterstattung und Lobhudelei über den künftigen GMD der Staatsoper reichlich übertrieben.
    Ich will jetzt nich beckmesserisch über seine stets eiligen Tempi reden, denn wenn mit Lust und Liebe musiziert wird, ist es mir egal wenn es etwas flotter ist.
    Dennoch habe ich bei FWM ständig das Gefühl dass er die Partituren mit Siebenmeilenstiefeln durcheilt und folglich eine Menge Potential der Ausschmückung verschenkt. Blickt man dann weiters auf seine starre Mimik, muss man sich als Musiker ja beinahe wie das Kaninchen vor der Schlange fühlen.
    Einwenig mehr Wärme, Emotion, Lebenslust, das ist es was ich in seinen Deutungen vermisse.

    Zitat

    Original von ben cohrs
    Zur Aufführungspraxis bei Mahler möchte ich auf den Symposiumsbericht zur Konferenz der Mahler-Gesellschaft 2005 hinweisen ("Orchester und Musikinstrumente zur Zeit Gustav Mahlers", vorgelegt von Reinhold Kubik in der Reihe "Wiener Schriften zur Aufführungspraxis", hrsg. Hartmut Krones). Der Band ist in diesem Monat erschienen, enthält jede Menge interessanter Aufsätze sowie insbesondere eine CD mit fast hundert Tonbeispielen und historischen Aufnahmen!


    Kannst Du das bitte irgendwie verlinken?
    Beim Böhlau Verlag jedenfalls finde ich das nicht!

    Liebes Forum!


    Trotz des gerade laufenden Threads "zuviel Mahler", ersuche ich Euch um Eure geschätzte Mithilfe: angeblich gibt es vom 1965er Debut Claudio Abbados eine Aufnahme der 2. Mahler und den Wienern auf einem italienischen Label.
    Trotz intensiver Suche konnte ich die CD aber nicht ausfindig machen.
    Kann mir hier bitte jemand helfen?


    Anmerkung: ich suche bewusst nach dieser CD, weil darauf noch legendäre Trompeten geblasen wurden, welche klanglich ganz anders sind als heutige Modelle...

    War jemand aus dem Forum am vergangenen Freitag im Linzer Brucknerhaus und hat der 3. Mahler gelauscht?
    Meine Eindrücke hatte ich schon in einem anderen Thread kurz gepostet und sie stehen in starkem Gegensatz zur heutigen Kritik in den OÖ Nachrichten.
    Eure Meinung würde mich interessieren!

    Zitat

    Original von Antracis
    Lieber Wiener Klang,
    ...
    Aber: Man kann aus meiner Sicht den schwarzen Peter nicht so pauschal Publikum und Kritikern zuschieben. Die holde Kunst, die wir so gerne auf der Bühne sehen, wird heutzutage halt als Hochpreisware angeboten, mehrere 100 Euro für eine Karte sind längst - gerade bei Premieren oder Festspielen - keine Seltenheit mehr. Man kann nun natürlich den Künstler davon freisprechen, und Ihn als zwischen den finanziellen Spekulationen der Agenten und Intendanten eingespanntes Opfer sehen - aber das ist leider auch nur ein Teil der Wahrheit. Wer mehrere 10000 Euro als Abendgage einstreicht - die ich einem Spitzenkünstler durchaus gönne! - , der muß sich auch gefallen lassen, dass eine entsprechende Höchstleistung verlangt wird, und sich dies auch in der Beurteilung wiederspiegelt.


    Klar, ich weiß auch, dass künstlerische Höchstleistungen nicht planbar sind. Aber im Zusammenspiel mit den finanziellen Ekzessen, die sich mittlerweile an Opern- und Konzertkassen abspielen, trägt dann halt nicht nur das Publikum das Risiko, sondern auch der Künstler selber - und bekommt dann leider so manches mal die Rechnung präsentiert. Es ist ähnlich, wie in einem Sternerestaurant. Wenn ich da mehere 100€ auf den Tisch lege, bin ich naturgemäß gegenüber Ausrutschern der Küche und des Servicepersonals weniger tolerant, als beim chinesischen Imbiss um die Ecke.


    Diese Überlegungen hatte ich auch und ich muss Dir Recht geben.
    Die Kartenpreise sind in Sphären vorgestoßen, welche aus dieser Sicht gesehen keine Fehler mehr zulassen würden.


    Der menschliche Aspekt / die menschliche Gesundheit lässt sich davon jedoch nur schwer beeindrucken, im Gegenteil: das erzeugt noch mehr Druck & Stress.


    Ein anderes Extrem erlebte ich vergangenen Freitag bei der 3. Sinfonie von Gustav Mahler / Brucknerorchester Linz.
    Kartenpreise einheitlich 17,- bzw. ermäßigt 10,- Euro.


    Leider war (bis auf einige äußerste positive Ausnahmen, z. B. das Posthorn Solo) die Leistung weit davon entfernt, was man von einem solchen Orchester erwarten dürfte.
    Die Zeitungskritik spiegelt meinen Eindruck in keinster Wreise wieder.
    Ich hatte eher den Eindruck, dass die meisten Musiker einfach ihren "Dienst" versahen.

    Ich habe den Abend vor dem Radio mitverfolgt.
    Und natürlich mit den Künstlern mitgezittert, am Ende auch mitgelitten.
    Dir Rettung der Premiere durch Einsatz von Oskar Hillebrandt als Wotan empfand ich als eine ganz tolle Leistung.


    Wenn ich mir die nach und nach eintrudelnden Kritiken und das leidige ORF Forum durchsehe, dreht sich mir der Magen um.
    Scheinbar geht unsere Welt und auch die Kunstmusik völlig menschlichen Werten verlustig.
    Kaum passiert die kleinste Kleinigkeit, wird das sofort zerpflückt.
    Natürlich hörte ich auch, dass bei den Trompeten manches passiert ist.
    Aber Sätze wie "diesmal nicht die Hörner, sondern die Trompeten" machen mir einmal mehr klar, wie groß der Leistungsdruck ist, der auf den Musikern lastet.
    Es scheint beinahe so, als zählte nicht mehr das Gesamtbild, sonder als warteten viele nur noch darauf, dass etwas passiert (und dass manche Opernbesucher ihre unsäglichen "Buhrufe" loswerden können).
    Auf das künstlerische Gesamtbild zu achten und einfach Musik zu hören schaffen nur mehr wenige.
    Wer Eva Johannsson nicht mag, wird immer etwas an ihrer Stimme auszusetzen haben.
    Auch wenn die Leistung in Ordnung war.
    Musiker und Künstler werden heute nicht mehr als Menschen gesehen, sondern müssen funktionieren.
    Und dass ein Regisseur ausgebuht wird, scheint heute fast schon dazuzugehören.
    Traurige Zeiten, in denen wir leben.

    Meine Meinung dazu: technisch interessant und leicht machbar, bequem, kostengünstig, mitunter rechtlich umstritten, aber: vergiss es!
    Es reicht nicht, das uns manche Plattenlabels "weichspülen" mit einem Klangbild, welches vielfach mit dem Wort "entfremdet" noch harmlos bezeichnet ist.
    Nein, den Gipfel stellen die Ausstrahlungen (analog genauso wie digital) der Radioanstalten dar!
    Ich habe das kürzlich bei einer Live Matinee der ?. Sinfonie von x.y. erleben müssen.
    Ha, denke ich, bei Liveübetragung kann man nichts falsch machen bei digitaler Aufzeichnung.
    Doch weit gefehlt!
    Das sitzen "Tontechniker" im HKZ, dem "Hauptkontrollzentrum", die selbst Liveübertragungen rigoros dämpfen und filtern! :kotz:
    Und plötzlich hört sich der Beginn des zweiten Satzes genauso leise an wie jener des Dritten!
    Komisch, im Konzert fliegen einem mitunter die Ohren weg, aber dem unmündigen Radiopublikum wird hier ein gefilterter dynamischer Einheitsbrei geboten.
    Wäre doch unverantwortlich, wenn der werte Zuhörer die Lautstärke als unangenehm empfinden würde und den Lautstärkeregler resp. die Fernbedienung bemühen müsste!
    Sicher, man kann ja umgekehrt selber lauter drehen..
    Aber es gibt keine Autenthizität mehr!
    Noch schlimmer ist's bei Ausstrahlungen alter Aufzeichnungen.
    Die hören sich dann dermaßen beschnitten und gefiltert an, wie in einer Kartonschachtel! :angry:
    Seither verwende ich digitale PCM - Aufnahmen nur mehr, um mich selber oder andere mit ihrem Wissen bei Konzerten aufzunehmen.