Beiträge von Ralf_Hamburg

    Ich höre gerade mit Erstaunen einen Rundfunkmitschnitt des Klavierkonzertes op. 7 des Finnen Ilmari Hannikainen. Erstaunen darüber, daß dieses schöne Stück mir bisher entgangen ist.


    Fans spätromantischer Orchesterkonzerte kommen hier wirklich auf ihre Kosten :-)


    Den Stream habe ich aus dem Internetangebot des Ungarischen Rundfunks mitgeschnitten. Der Pianist ist Arto Satukangas, begleitet vom Finnischen Radio-Sinfonieorchester unter Petri Sakari.

    Moin zusammen,


    die Aufnahme aus der Berwaldhalle in Stockholm wird heute abend im Norwegischen Rundfunk ab 19:30 wiederholt und ins Netz gestreamt:


    http://radio.hiof.no/nrk-alltid-klassisk-172.ogg


    Wer keinen Streamripper o. ä. hat: Wenn ich den URL direkt in meinen Browser eingebe (Firefox) und "save to disk" wähle, wird der Stream bei meinem System auf der Festplatte gespeichert. Es braucht dann allerdings einen kleinen Kunstgriff: Bevor(!) man den Speichervorgang mit "cancel" abbricht, muß man die Datei "nrk-alltid-klassisk-172.ogg.part" markieren, mit STRG-C eine Kopie davon erzeugen und mit STRG-V (im selben oder einem anderen Ordner) ablegen, da Firefox beim Abbrechen des Speichervorgangs das schon gespeicherte Dateifragment löscht. Dann noch bei der erzeugten Kopie ("Kopie von nrk-alltid-klassisk-172.ogg.part") das ".part" löschen und man hat eine funktionierende .ogg-Audiodatei.


    Geuß aus dem Norden, Ralf

    Moin zusammen,


    ich höre gerade die heute morgen aufgezeichnete dritte Sinfonie op. 11(!) dieses Komponisten und bin ganz entzückt über die "Entdeckung" dieses vergessenen "Schatzes"!


    Ich wäre beim ersten Hören nie darauf gekommen, daß es sich um einen französischen Komponisten handelt. Ich hätte - vielleicht liegt das auch an der Einspielung mit dem Sinfonieorchester Malmö - auf einen Skandinavier getippt und ihn in der Nähe von Gade einsortiert...


    Die Ausstrahlung wird morgen (09.07.) um 01.05 wiederholt. Über http://www.rozhlas.cz/d-dur/portal/ könnt Ihr Euch durchhangeln. Es handelt sich, wie schon angedeutet, um die Aufnahme mit dem SO Malmö unter Thomas Sanderling.


    Gruß aus dem Norden, Ralf

    Moin zusammen,


    heute muß ich mal wieder ein Werk zum Thema nachreichen:


    Vor einigen Tagen habe ich das erste Mal die erste Sinfonie von Alexander Skrjabin gehört. Für eine Werkanalyse gibt es Berufenere als mich, deshalb nur soviel: Beim ersten Hören wäre ich nie darauf gekommen, es mit einem Werk Skrjabins zu tun zu haben - das Werk klingt spätromantisch, stellenweise monumental, verläßt praktisch nie den Rahmen der Tonalität.


    Besetzung: Großes Orchester, Chor, zwei Gesangssolisten (Tenor, Mezzosopran).


    Das Finale dieser Sinfonie - hier erst kommen die Sänger zum Einsatz - ist der Wahnsinn! Das an einen Choral erinnernde Thema, mit dem der Satz schließt, wird nach Art einer Fuge vom Orchester an die Gesangssolisten und dann weiter an den Chor "durchgereicht" und klingt dann in einem pompösen Tutti aus. Vielleicht ist das ein wenig kitschig, aber es ist auch verdammt schön :jubel:


    Mich hat dieser Satz in mancher Hinsicht ausgerechnet an Wagners Meistersinger(!) erinnert: Der Schlußchor weist durchaus Parallelen zur Kirchenszene am Anfang der Meistersinger auf, und auch das Wechselspiel der Gesangssolisten erinnert ein wenig an Wagnersche Stimmführung. Das wäre ein Werk, das ich gerne mal im Konzertsaal hören würde, aber wegen der riesigen Besetzung wird es wohl nicht so oft aufgeführt.


    Gruß aus dem Norden, Ralf

    Hallo, Miguel54,


    ja, das war eine Rundfunkproduktion, offensichtlich anläßlich folgender Veranstaltung:


    http://www.omm.de/veranstaltun…tspiele/HER-98kritik.html


    (Tage der Alten Musik in Herne 1998)


    Auch allen anderen vielen Dank für die Erklärungen; ich wäre nicht darauf gekommen, daß es den Konzertflügel heutiger Bauweise zur Zeit der Entstehung dieses KK noch gar nicht gab.


    Umso "schader", daß nicht häufiger so eingespielt wird, denn gerade bei den Chopin-KK, die gerne mal ein bißchen "breiig" daherkommen, gefällt mir der "trockene" Klang des Hammerklaviers ausgesprochen gut.


    Gruß aus dem Norden, Ralf

    Moin zusammen,


    ich höre gerade das f-moll-Klavierkonzert von Chopin in einer Aufnahme mit Patrick Cohen als Solist und der Capella Coloniensis unter Hans-Martin Linde.


    Der Klang des Soloinstruments überrascht mich: Das kann kein Konzertflügel sein, sondern der Anschlag wirkt "metallischer" und der Nachhall ist kürzer.


    Der Klang ähnelt dem Soloinstrument, das John Field in seinen Konzerten einsetzt - dort ist es m. E. ein Hammerklavier.


    Hat Chopin dieses Instrument für sein 2. KK verlangt/erlaubt oder ist das unter "interpretatorische Freiheit" zu verbuchen?


    Liebe Grüße, Ralf

    Moinsen zusammen,


    allen an diesem Konzert Interessierten kund und zu wissen: Der ungarische Klassiksender Bartók Radio wiederholt das Konzert heute ab 19:35 und streamt diese Wiederholung (wie sein gesamtes Programm) mit 320(!) kpbs ins Internet.


    Link zum direkten Verfüttern an Streamingclients wie Screamer Radio oder Streamripper kann ich bei Bedarf nachreichen.


    Gruß aus dem Norden, Ralf

    Moin allerseits,


    ich habe das Konzert neulich das erste Mal in einem Rundfunkmitschnitt gehört (Francois-René Duchable - Philharmonisches Orchester Rotterdam - James Conlon) und fand es faszinierend. Das Kopfthema des ersten Satzes, mit dem Poulenc quasi "mit der Tür hins Haus fällt", sich dann in der Tonalität ein wenig "verirrt", um dann auf geniale Weise wieder beim Grundton zu landen, ist für mich in seiner düsteren Melancholie eines der schönsten Themen aller Klavierkonzerte überhaupt.


    Gruß, Ralf

    Moin, Holger,


    sorry, daß meine Mailadresse im Forum nicht zu sehen war, das habe ich inzwischen korrigiert.


    PN habe ich bewußt abgestellt, da ich mich nur sporadisch im Forum aufhalte und es unhöflich fände, auf eine PN nicht zeitnah zu antworten. Deshalb ist es besser, wenn Du (man) mir direkt per Mail schreib(s)t. Die Adresse müßte jetzt sichtbar sein.


    Mir ist schon klar, daß Wikipedia-Eintragungen nicht unbedingt vollständig oder auch nur richtig sein müssen, aber etwas Besseres habe ich gestern auf die Schnelle nicht mehr finden können. Ich werde künftig, wenn ich solche Angaben verwende, die Quelle dazuschreiben, damit man sich wenigstens einen Reim auf deren Seriosität machen kann ;)


    Wenn Du noch Fragen per Mail hast, nur zu - Mailadresse sollte jetzt unter dem Beitrag klickbar sein.


    Eine Frage habe ich aber auch: Was ist die "MGG"?


    Gruß aus dem Norden, Ralf

    Moin zusammen,


    ich höre gerade ein Stück, von dem ich bis heute nicht mal den Namen des Komponisten kannte :pfeif:


    Es handelt sich um die zweite Sinfonie des Bulgaren Dimitar Nenov. Nenov lebte von 1901 bis 1953 und war u. a. Schüler des hier gelegentlich schon erwähnten Pantscho Wladigerov. Über viele Jahre unterrichtete er am Konservatorium in Sofia, bis er 1944 durch das kommunistische Regime seiner Position enthoben wurde - aufgrund des Vorwurfs, Klaviermusik von Richard Wagner aufgeführt zu haben. Er wurde jedoch bald rehabilitiert, als sich herausstellte, daß es keine Klaviermusik von Wagner gibt :P


    Die monumentale (54 Minuten) zweite Sinfonie, die ich gerade höre (in einem Mitschnitt mit dem bulgarischen Radio-Sinfonieorchester unter Leitung von Milen Natschev) ist, soweit ich es bisher einschätzen kann, eine durchaus eigenwillige Mischung: Man findet dort spätromantisch anmutende choralartige Blechbläserakkorde, die man sich bei Bruckner oder R. Strauß vorstellen könnte, aber auch Passagen, die von der leichten Abwandlung eines über längere Zeiträume wiederholten Grundgerüsts leben und damit schon in Richtung der Minimal Music zeigen könnten. Manchmal türmt Nenov das üppig eingesetzten Blech zu archaisch anmutenden Klang"burgen", wie man sie vielleicht von Nielsen oder Janaceks "Sinfonietta" kennt.


    Insgesamt ist die Sinfonie sehr getragen und strahlt eine große Ruhe und Ausgeglichenheit aus, manchmal fast ein wenig "meditativ". Es gibt bestimmt Hörer, die so etwas "langatmig" finden, aber mir gefällt dieses Stück.


    Liebe Grüße aus dem Norden, Ralf

    Moin zusammen,


    ich weiß nicht, ob das nun "große" Bläserkonzerte sind, auf jeden Fall sind sie lohnend und wenig bekannt: Das Flötenkonzert D-Dur op. 283(!) von Carl Reinecke und das Hornkonzert B-Dur op. 91 von Reinhold Glière (1950 komponiert!) sind hoch- bzw. spätromantische "Entdeckungen", die man nicht häufig zu hören bekommt. Insbesondere das einfallsreiche Flötenkonzert von Reinecke braucht sich vor den Gegenstücken aus der Wiener Klassik absolut nicht zu verstecken!


    Gruß aus dem Norden, Ralf

    Moin zusammen,


    die Einspielung, die ich gestern gehört habe, stammt aus einem mitgeschnittenen Stream des Tschechischen Rundfunks. Der Solist ist Peter Jablonski, er wird begleitet vom Sinfonieorchester des Polnischen Rundfunks. Ein Dirigent ist nicht angegeben, deshalb gehe ich davon aus, daß der Solist selbst das Orchester leitet.


    In dieser Aufnahme hört man das Flexaton sehr deutlich, deshalb ist es mir ja aufgefallen (wenn auch als singende Säge :pfeif:). Überhaupt ist das Konzert als solches zu schade, um der Vergessenheit anheimzufallen - ich beginne gerade damit, mir einen Zugang zum sinfonischen Werk Schostakowitschs zu verschaffen, und da paßt dieses Konzert, obwohl nicht von ihm, ganz wunderbar hinein.


    Gruß aus dem Norden, Ralf

    Moin moin,


    ich höre gerade zum ersten Mal das Des-Dur-Klavierkonzert von Aram Khatchaturian und werde den Eindruck nicht los, daß im langsamen Satz ein Soloinstrument im Orchester auftaucht, das wie eine sog. "Singende Säge" klingt - ein ätherisch-pfeifender Klang mit einem sehr starken Vibrato.


    Kann man diesen Klang mit einem konventionellen Orchesterinstrument "emulieren"? Oder spielt da wahrhaftig ein Sägist/Fuchsschwanzist/whatever mit?


    Neugierige Grüße, Ralf

    Zitat

    Original von Wulf


    Kannst Du noch andere Links bzgl. I-Radio empfehlen?


    Moin, Wulf,


    aber gerne. Die, die ich derzeit regelmäßig mitschneide und höre, sind schnell genannt, weil es in einer Qualität > 160 kbps nicht so viel gibt:


    Radio 4 Niederlande (192 kbps MP3):
    Programmvorschau: http://www.radio4.nl/page/gids
    Direkter Link auf Stream/Playlist (zum Verfüttern an einen Streamingclient): http://cgi.omroep.nl/cgi-bin/shoutcastlive.pls?radio4live


    Tschechischer Rundfunk Radio D-Dur (224 kbps OGG):
    Programmvorschau: http://www2.rozhlas.cz/program/digital/2008-04-29/ (Datum entsprechend aktualisieren)
    Link auf den Stream: http://www.rozhlas.cz/audio/download/ddur_maxogg.m3u (Funktioniert nach meiner Erfahrung mit Streamripper nicht immer zuverlässig; besser geht es mit Screamer Radio)


    Tschechischer Rundfunk, Radio Vltava (224 kbps OGG):
    Programmvorschau: http://www2.rozhlas.cz/program/html/2008-04-29/ (Datum siehe oben)
    Link auf den Stream: http://radio.cesnet.cz/cgi-bin/cro3-256-ogg.pls


    Für die beiden tschechischen Sender kann man hier eine Programmvorschau über mehrere Tage generieren:
    http://www2.rozhlas.cz/program/myprogram


    Bartók Radio Ungarn (320 kbps MP3):
    Programmvorschau: http://real1.radio.hu/bartok/2008/04/29/080429-b.htm (Datum muß im URL jeweils angepaßt werden)
    Link auf den Stream: http://212.92.28.75/bartok5.m3u


    Noch zwei Links, die ich noch nicht so richtig ausprobiert habe:


    http://www.radio4.nl/page/webradio (dort sind noch weitere niederländische Klassikstationen mit Webstreams zu finden)


    http://www.avro.nl/web/webradio/ (dito, allerdings mit noch größerer Auswahl).


    Und noch zwei "Metalinks" mit Datenbanken/Verzeichnissen von Rundfunkwebstreams:


    http://operacast.com/opstations.htm
    http://shoutcast.com/


    Beide leider gerne mal mit toten Links, deshalb von mir kaum noch genutzt.


    Liebe Grüße aus dem Norden, Ralf

    Moin allerseits,


    wer Interesse an romantischer Sinfonik ein wenig abseits des Bekannten hat und Internetradio empfangen kann, sollte sich mal diesen Link ansehen:


    http://www.rozhlas.cz/d-dur/portal


    Dort werden noch bis morgen vormittag, neben anderen Werken, alle Sinfonien von Josef Bohuslav Foerster gespielt. Ich bin viel zu unbedarft, um hier irgendwelche Werkanalysen zu veranstalten, deshalb nur soviel: Wer Dvorák, Smetana und Fibich mag, wird sicher auch an Foersters Sinfonien Gefallen finden.


    Unter dem genannten URL gibt es Links auf den Webstream in verschiedener Qualität bis zu 256 kbps OGG - das ist selbst nach Konvertierung in MP3 noch sehr gut hörbar.


    Liebe Grüße und viel Spaß dabei - Ralf, dessen Rechner in den nächsten Stunden einiges zu tun kriegt :]

    Gerade gesehen/noch hörend: Die Sinfonie mit obligater Viola "Harold in Italien" op. 16 von Hector Berlioz hat auch zwei gebirgige Teile


    1. Satz: Harold aux montagnes.
    Scènes de mélancolie, de bonheur, et de joie
    2. Satz: Marche de pèlerins chantant la prière du soir
    3. Satz: Sérénade d'un montagnard des Abruzzes à sa maîtresse
    4. Satz: Orgie des brigands.
    Souvenirs des scènes précédentes


    Gruß aus dem Norden, Ralf

    Moinmoin,


    ich habe es schon mal anderweitig erwähnt: Die 'Sinfonie über ein französisches Lied aus den Bergen' für Klavier und Orchester op. 25 von Vincent d'Indy lohnt sich, wenn man auf spätromantische Orchestermusik steht. Ansonsten fallen mir spontan noch ein:


    Suite 'Appalachian Spring' von Aaron Copland,


    die Konzertouvertüre 'The land of the mountain and the flood' op. 3 von Hamish McCunn,


    und die sinfonische Fantasie 'Eine Nacht auf dem Kahlen Berge' von Modest Mussorgskij.


    Gruß aus dem weitgehend berglosen Norden, Ralf

    Auf die Gefahr hin, daß sie schon genannt wurden, hier einige meiner Gänsehaut- bzw. Tempotaschentuchstellen :)


    1.) Rachmaninoff, 2. Sinfonie, die letzten Sekunden, wenn sich die Melodie in den Blechbläsern auftürmt, um dann in vier "Hammerschlägen" zusammenzubrechen


    2.) Nielsen, 5. Sinfonie - eigentlich der komplette erste Satz, aber besonders da, wo das "böse" Hauppthema durch das "lyrische" Nebenthema abgelöst wird, und natürlich erst recht die Stelle, wo die kleine Trommel versucht, den Rhytmus des Satzes brutalstmöglich zu (zer-)stören


    3.) Dvorák, 9. Sinfonie, 2. Satz, dort, wo das "ätherische" moll-Seitenthema (Flöten?) einsetzt (ich stelle mir dabei immer eine Wüste in Arizona vor, über der die Luft in der Hitze flimmert) - besonders schön in der 18 Minuten(!) dauernden Einspielung des Satzes mit NYPO/Bernstein


    4.) Janacek, Sinfonietta - gleich die ersten Takte mit den metallisch einsetzenden Blechbläsern


    5.) Orff, Carmina Burana - besonders der Übergang von "Blanziflor et Helena(?) zum finalen "O fortuna"


    6.) Schostakowitsch, 7. Sinfonie - dort, wo das Marschthema einsetzt und sich dann durch die Verdichtung der Instrumentierung immer weiter steigert


    7.) Saint-Saens, 5. Klavierkonzert, besonders dort, wo im Klavierpart diese kurzen polytonalen Abschnitte zu finden sind


    8.) Kodaly, Hary-Janos-Suite, der Satz (weiß gerade nicht, ob er eine Bezeichnung hat), in dem das Zymbal seinen großen Auftritt hat


    9.) Rachmaninoff, Sinfonische Tänze op. 45, dort, wo mit einem aufsteigenden Dreiklang dieses melancholisch klingende Blasinstrument (Saxophon?) einsetzt.


    Ich sehe schon, ich bin ein hoffnungsloser Romantiker :P


    Gruß aus dem Norden, Ralf

    Moin zusammen,


    schon vor etlichen Jahren habe ich das Klavierkonzert op. 59 von Moritz Moszkowski kennen und zugegebenermaßen ;) auch schätzen gelernt.


    Das zweite KK von Peter Tschaikowsky habe ich erst sehr viel später das erste Mal gehört. Dabei ist mir aufgefallen, daß die rhythmische (und, wenn auch nicht so deutlich, die harmonische) Ausgestaltung des Kopfthemas der jeweiligen Schlußsätze (das Moszkowski-Konzert ist nach meiner Erinnerung viersätzig) dermaßen ähnlich ist, daß es eigentlich kein Zufall sein kann.


    Ist bekannt, ob Moszkowski sich da ganz offen bei Tschaikowsky "bedient" hat, oder hat die Ähnlichkeit der Themen einen anderen Hintergrund?


    Neugierige Grüße aus dem Norden, Ralf

    Jetzt habe ich wieder Zugriff auf die Platte mit meiner MP3-Sammlung und lege noch mal ein paar Tips nach. Bitte zeitlich nicht streng an der Epoche "Romantik" festmachen, es geht mir um die romantische/der Romantik nahestehende Tonsprache.


    Folgende Werke würde ich Euch ans Herz legen:


    Alphons Diepenbrock Sinfonische Suite 'Elektra'
    Bernd Scholz 'Japanisches Konzert' für Gitarre und Orchester
    Charles Koechlin Sinfonische Dichtung 'Le Docteur Fabricius' op. 202
    Charles Tomlinson Griffes 'The white peacock'
    Charles Villiers Stanford Sinfonie Es-Dur op. 94
    Douglas Lilburn Sinfonie Nr. 1
    Edward MacDowell 'Indian Suite' op. 48
    Felix Draeseke Trauermarsch e-moll op. 79


    So, die reichen erst einmal. Demnächst geht's weiter im Alphabet ;)


    Gruß aus dem Norden, Ralf

    Ich höre gerade mal wieder das Violinkonzert in D op. 35 von Erich Wolfgang Korngold, diesmal einen Mitschnitt aus dem Tschechischen Rundfunk mit der Tschechischen Philharmonie unter Jan Kucera, der Solist heißt Benjamin Schmid.


    Bei dieser Musik fühle ich mich immer irgendwie in einen Science-Fiction-Film versetzt und habe das Gefühl, jeden Moment müßte ein Raumschiff zur Zimmertür reinschweben ;)


    Gruß aus dem Norden, Ralf

    Hallo, Klingsor,


    ich weiß wohl, daß ich gerade mal an der Oberfläche dessen kratze, was es da noch zu entdecken gibt. Die Möglichkeit, durch hochwertige Internetstreams so viel Neues auszuprobieren, ohne mich über technische Unzulänglichkeiten und/oder einen Fehlkauf zu ärgern, habe ich erst seit ein paar Wochen und bin schier erschlagen von der Menge dessen, was sich abseits des Mainstreams auftut und bisher fast völlig an mir vorbeigegangen ist.


    Wenn ich würde einschränken wollen: Eher Spät- als Hochromantik, regional vielleicht mit Schwerpunkt auf Ost- und Ostmitteleuropa sowie Skandinavien. Nicht daß ich die Hochromantik und die Musik anderer Regionen nicht schätzen würde, aber ich glaube, daß ich beim Genannten am meisten "Nachholbedarf" habe.


    Gruß aus dem Norden, Ralf

    Hallo, andythr,


    auch Dir vielen Dank für die Informationen. Ist schon ein Kreuz mit den Schreibweisen dieser Herrschaften und gar nicht so einfach, wenn man Streams ausländischer Sender aufzeichnet - ich sitze dann oft genug vor dem Rechner und schlage erst mal im Onlinewörterbuch nach, was z. B. "Liszt Ferenc - 1. Zongoraverszenyi" (aus dem Gedächtnis zitiert) eigentlich zu bedeuten hat ;)


    Gruß aus dem Norden, Ralf

    Hallo, Wulf,


    ganz lieben Dank, daß Du die von mir erwähnten Komponisten durch deine Beschreibungen etwas "mit Leben erfüllst".


    Von der Liste mit den Klavierkonzerten hatte ich mal gehört. Ich meine, mich da an Namen wie Reinecke, Stenhammar und Scharwenka zu erinnern.


    Nein, der Kyurkchiiski (oder Kyurkchiyski) ist kein Witz, den gibt es wirklich (1936 geboren). Man findet kaum Informationen im Netz über ihn, Wikipedia hat keinen diesbezüglichen Eintrag.


    Gruß aus dem Norden, Ralf


    Edit: Das Thema, das Kyurkchiiski variiert, ist übrigens aus der Feuerwerks- oder der Wassermusik (bin mir nicht sicher) und sehr populär. Beim ersten Hören hatte ich den Eindruck, daß sich Kyurkchiiski die Haydn-Variationen op. 56a von Brahms zum Vorbild genommen hat.