Beiträge von Divettina

    Auch von mir ein klares Bekenntnis zum i-Pod Classic - morgens auf dem Weg ins Büro, um unangenehme Geräusche der Großstadt nicht an mich heranzulassen, auf dem Nachhauseweg, um vom Büroalltag Abstand zu finden, in der Metro sowieso - um nicht die Telefonate oder wummernden Bässe der anderen Passagiere mitzuhören, natürlich auf dem Ergometer, um auch da nicht der akustischen Umweltverschmutzung von Sendern wie M-TV ausgesetzt zu sein.


    Beste Grüße von Divettina

    sehr spannend, in Paris waren die Kinos seit langem komplett ausverkauft - ich konnte leider keine Karte ergattern.


    Aber wer es versäumt hat, der kann zumindest den "soundtrack" der Radioübertragung über France Musiques noch 1 Woche lang im Internet anhören - ich habe heute den ersten Akt angehört und war angenehm überrascht.


    Liebe Grüße von Divettina

    Guten Abend Helmut,
    kurz bevor ich ins Konzert - das Weihnachtsoratorium in St. Roch - stürme, schnell noch eine kurze Antwort. Ich glaube, nicht Fragen an sich verschrecken potentielle Gesprächspartner, aber manchmal die Art und Weise, wie sie gestellt werden.


    Ja, mit Melodien von Chopin meine ich seine Lieder - irgendwie rutschen mir immer wieder die "falschen Freunde" durch. Im Französischen wird zwischen Mélodie Francaise (im weitesten Sinn ein Lied mit französischem Text) und "le Lied" (also deutsches Lied") unterschieden. Aus irgendeinem unerfindlichen Grund werden aber Chopins "Stücke Piano/Gesang" hier in den Mélodie-Topf geworfen. Leider war bei jenem denkwürdigen Konzert, das von der hiesigen Chopin-Gesellschaft veranstaltet wurde, versäumt worden, die Texte abzudrucken und zu übersetzen - die wenigsten Konzertbesucher dürften über ausreichende Kenntnisse der polnischen Sprache verfügen, um problemlos dem Inhalt zu folgen.


    Ich mache immer gute Erfahrungen damit, die Übersetzungen ins Programm aufzunehmen und ggf. nicht nur anzusagen, sondern noch den Inhalt kurz zusammen zu fassen. Und ich freue mich riesig, wenn mir dann jemand von seinen Erfahrungen mit unserer schönen Sprache berichtet oder gar versucht, mit mir Deutsch zu sprechen.


    Ich wünsche Dir einen schönen Abend - und möchte Dich sehr gerne ermutigen, Deine vergleichenden Betrachtungen zu "Wer sich der Einsamkeit ergibt" einzustellen.


    Es grüßt Divettina

    Lieber Helmut,


    Dir muss nichts leid tun, denn dank dieses "Missverständnisses" sind wir ja ins Gespräch gekommen.


    Deine vergleichende Betrachtung des Liedes "Wer sich der Einsamkeit ergibt" habe ich (noch) nicht gelesen, das werde ich aber gerne nachholen. Ich gestehe aber, dass ich bei den Nummern des Kollegen ausschliesslich als "interessierter Hörer" beteiligt war, da bin ich nicht im Detail eingestiegen.


    Zu Deiner Kernfrage denke ich, dass es da wohl weder eine endgültige Antwort noch eine Regel für alle und immer geben kann. Rezeption von Musik beinhaltet für mich immer sowohl als auch. Ich finde es sehr interessant, analytisch an ein Werk heranzugehen, zu vergleichen - erwarte das aber nicht vom geneigten Publikum - und leiste das auch für mich selbst nicht immer. Im Gegenteil - ich finde es manchmal höchst erfrischend, einfach ganz blauäugig etwas anzuhören und ganz intuitiv zu erfassen. Ich war irgendwann in diesem Herbst in einem höchst interessanten Konzert, bei dem sämtliche Melodien von Frederic Chopin dargeboten wurden, in einem historischen Saal und mit einem historischen Instrument, auf dem Chopin selbst einst gespielt hatte. Leider habe ich mir nicht die Zeit genommen, darüber hier im Forum ausführlich zu berichten. Bei all diesen Melodien gab es z.B. nur eine einzige, die mich so sehr ansprach, dass ich gerne Noten zum genaueren ansehen gehabt hätte. Interessanter Weise wurde genau diese Melodie auch als Zugabe wiederholt. Leider ergab sich kein Gespräch mit der Sängerin, schade eigentlich.


    Ich glaube, dass ein Forum besonders von der Verschiedenheit der Ansätze und dem Austausch darüber lebt. Ich erlebe das auch in meinem Alltag immer wieder - als Muttersprachler gehe ich an viele Texte einfach auf der 1. Ebene - während Nicht-Muttersprachler mir sehr interessante Denkanstöße geben, weil sie ein bißchen um die Ecke denken.


    Deshalb finde ich Fragen und Nachhaken sehr wichtig und wertvoll - gerade auch, wenn wir (vermeintlich) die gleiche Sprache sprechen.


    Es grüßt Divettina

    Lieber Helmut Hofmann,
    ich bin ein wenig befremdet, dass Du Dich auf meinen kurzen Beitrag, ein persönliches Statement zu der Frage "Was bedeutet euch die Sparte Lied" unter der Überschrift "Stolpersteinchen" beziehst.


    Deine Nach-Fragen allerdings, die finde ich wichtig und legitim - denn das macht das Gespräch in einem Forum für mich aus. Und ich bin gerne bereit, da mehr ins Detail zu gehen.


    Ich habe im vergangenen Jahr einen Liederabend für den 8. Juni konzipiert, für ein kulturell interessiertes Publikum, allerdings weder Musikwissenschaftler noch Musiker. Dabei bewegte mich (bzw. uns, den Pianisten und mich) der Gedanke - wie bringe ich einem internationalen Publikum Robert Schumann nah, was wähle ich aus, das eingängig und beim ersten Hören einfach "schön" ist. Für diese Gelegenheit habe ich natürlich auch mit vielen Kollegen gesprochen und viele Anregungen erhalten - darunter waren auch die Lieder der Mignon. Für dieses Publikum und dieses Konzert habe ich sie aber verworfen - ich fand sie beim ersten Hören einfach nicht zugänglich genug und die Texte waren für mich durch Schuberts Vertonung dankbarer in Musik umgesetzt (immer ein "nicht-fachkundiges" Publikum vorausgesetzt). Ich habe mich dann letztendlich für Vertonungen von Heine-Gedichten entschieden und ein sehr schönes Kompliment war, dass diese Texte den Wunsch weckten, die deutsche Sprache zu erlernen (wir hatten Übersetzungen ins Englische und Französische im Programm abgedruckt).


    Allerdings haben mich diese Lieder wieder eingeholt, denn mit einem Bariton-Kollegen haben wir im November gemeinsam ein Konzert gestaltet und uns für diese Lieder entschieden. Es war eine interessante Erfahrung, diese Lieder einzustudieren, nicht jede harmonische Wendung ist spontan nachvollziehbar, vieles erschien uns (der Pianistin und mir) "konstruiert". Je mehr wir aber daran arbeiteten, desto homogener und natürlicher erschienen mir dann gerade jene Wendungen, die mir zunächst fern, gar fremd waren.


    Ich werde wohl bei Gelegenheit die Vertonungen dieser Texte von Schubert und Schumann in einem Konzert gegenüberstellen und bin gespannt auf Reaktionen - denn mein Hauptinteresse liegt darin, mit anderen Menschen ins Gespräch über Text und Vertonung zu kommen.


    Freundliche Grüße sendet Divettina

    Wer es verpasst hat und wen es interessiert - das Konzert kann noch über Arte+7 angeschaut werden. Da ich keinen Fernseher habe, eine ideale Möglichkeit, das Versäumnis nachzuholen. Ich mag wie Jonas Kaufmann singt und habe mir sogar eine CD von ihm gekauft - die deutschen Arien ;)


    Schönen Abend wünscht Divettina

    Ich gehöre auch zu den Menschen, die erst im Laufe der Jahre Zugang zum Lied fanden.


    Als Schülerin habe ich einst kein Konzert ausgelassen - und ich erinnere mich fast noch körperlich an das Unbehagen, das ich während eines Liederabends verspürte, ich wartete nur, dass es endlich vorbei sein möge. Gesang an sich fand ich aber sehr schön, ich liebte (und liebe) Oratorien - nur Gesang und Klavier war mir damals unangenehm.


    Wenn ich heute Lieder auswähle, dann gehe ich ganz stark vom Text, vom Thema aus, und ich finde besonders interessant zu sehen, wie verschiedene Komponisten den gleichen Text in Musik gesetzt haben. Manches berührt mich spontan, manches braucht eine etwas längere Annäherung - so habe ich vor kurzem die Vertonungen der Texte aus Wilhelm Meister von Schumann für mich entdeckt und nach anfänglichen Schwierigkeiten lieben gelernt. Viele Lieder gewinnen mit der näheren Beschäftigung - auf den ersten Blick sind sie manchmal ein wenig unzugänglich.


    Beste Grüße von Divettina

    Ich habe Eschenbach mehrfach in seiner Zeit als Chef des Orchestre de Paris erlebt - u.a. durfte ich unter seiner Leitung ein Brahms-Requiem im Chor mitsingen, ich mochte besonders, wie er in den Proben arbeitete. Und gerade hat er sein Debut an der Pariser Oper gegeben, er leitete das Orchester während der Serie der Aufführungen von Mathis der Maler. Anlässlich dieser Aufführungen stellte er sich im Goethe-Institut auch einer Art Podiumsdiskussion (der Journalist Haniman befragte ihn und Matthias Goerne) und ich empfand ihn bei dieser Gelegenheit als sehr reflektiert, sehr angenehm.


    Was Aufnahmen angeht, ist mir ein Video in Erinnerung, in der er die Mozart-Konzertarie mit obligatem Klavier "Ch`io mi scordi di te?“ (KV 505) einspielt - vielleicht erinnert sich jemand genauer. Ich meine, es war mit Renée Fleming im Theatre du Chatelet - kann mich aber auch täuschen.



    Schöne Grüße sendet Divettina

    Ich habe mir während der Jahre in einem großen Pariser Konzertchor gerne meinen Klavier-Auszug signieren lassen, von den Solisten und dem Dirigenten.


    Das ist einfach eine nette Erinnerung, nicht mehr und nicht weniger.


    Ich denke, dass ein jeder eben seinen Punkt hat - ich bin auch voller Bewunderung für Menschen, die einem verehrten Sänger nachreisen. Das wäre mir persönlich zu aufwendig.


    Liebe Grüße von Ines


    P.S. Als kleines Mädchen habe ich schon Autogramme gesammelt, da hatte ich Heintje und Peter Alexander - und später dann David Cassidy und Suzy Quattro im Visier ;-)

    Sie ist übrigens noch sehr aktiv, sie gibt regelmässig Masterclasses und tritt auch noch in Konzerten mit spanischer Musik auf, gemeinsam mit Ihrer Tochter. Ich habe im Winter ein Konzert in der Unesco gehört - die Menschen standen stundenlang in der Kälte Schlange - es war beeindruckend.


    Herzlich grüsst Ines

    Das sind alles sehr spannende Fragen.


    Nach einem sehr anstrengenden Jahr mit mehreren Umzügen, neuer Stelle und sehr veränderten Lebensbedingungen hoffe ich auf ein friedliches Jahr.


    Als Musikerin plane ich natürlich Programme zu Robert Schumann und Frederic Chopin, ausserdem, ganz antizyklisch und an jeglichen Jubiläen vorbei mit 2 Kolleginnen für den kommenden Herbst Sopran-Arien mit obligatem Instrument von J.S. Bach.


    Mein Budget für Opern und Konzertbesuche ist leider stark geschrumpft und ich muss sehr sparsam sein. Ich bevorzuge es, in kleinen Sälen mir bekannte Kollegen mit meiner Anwesenheit zu unterstützen. Da findet dann häufig ein Blick über den Tellerrand statt und ich entdecke Bereiche, die ich mir selber nicht ausgesucht hätte.


    Seit geraumer Zeit entdecke ich auch die Gratis-Konzerte bei der UNESCO für mich, auch da ist häufig der Blick über den Tellerrand der eigenen Erwartungen und Ansichten mit dabei.


    Meine Umzüge haben mir gezeigt, dass ich viele Cds, Bücher und Noten habe. Ich versuche, mich auf das wirklich notwendige zu beschränken, habe da aber meinen absoluten Schwachpunkt. Trennen kann ich mich davon auch nicht - und so verwalte ich denn den Mangel an ...
    Platz.


    Ich wünsche allen ein Jahr mit vielen glücklichen musikalischen Momenten :-)


    Ines

    Es gibt ja auch Schlanke, die nicht besonders gut singen ;-)


    Ich unterstelle mal, dass es ebenso wie in anderen Berufen ist - der liebe Gott hat einen bunten Tiergarten.


    Herzliche Grüsse sendet Ines

    Hallo,


    ist das jenes Musical, für das im TV gecastet wurde ? Ich meine, dass im vergangenen Jahr auf mehreren Kanälen Programme liefen, in denen Musical-Darsteller gesucht wurden. Ich hatte das aufgenommen und fand es ganz interessant.


    Herzliche Grüsse von Ines

    Hallo Reinhard,


    Du hast das sehr treffend auf den Punkt gebracht, finde ich - und ich glaube, dass bei all dieser Diskussion eben auch unterschwellig ein wichtiger Gedanke mitspielt:


    Wenn ich "fremdbestimmt" Musik ausgesetzt werde, die nicht meinen Vorlieben entspricht, dann macht sie mich eher ärgerlich und unzufrieden als froh.


    Mir geht es morgens in Bahn und Metro so - selbst wenn der Musiker noch so gut spielt, macht er mich geradezu aggressiv, weil ich morgens einfach keine laute Musik (ausser der, die ich im iPod habe, selbst ausgewählt) hören mag.


    Wenn ich im BelCanto-Restaurant einen Tisch reserviere, dann weiss ich, was auf mich zukommt. Wenn ich in einem anderen Restaurant mit Musik, egal ob live oder von Konserve, beschallt werde, kommt es zum einen auf die Lautstärke - und auf die Art der Musik an. Ich bin da recht gnadenlos, ich bitte dann schon mal, die Lautstärke zu senken, wenn man sich am Tisch anbrüllen muss, um sich zu unterhalten.


    Ich könnte mir gut vorstellen, dass ein jeder auf seinen Geschmack kommen kann. Im Jules Verne, dem Restaurant auf der 2. Etage des Eiffelturms machte jahrelang ein Bekannter von mir dezente Klaviermusik, eine Mischung aus Evergreens und Jazzklassikern, alles Mainstream - das war ausgesprochen angenehm und er erzählte, dass ihn häufig nach Tisch Menschen ansprechen. Mit dem Besitzerwechsel und Umbau war das dann zuende. In einer grossen Pariser Brasserie ist ebenfalls an bestimmten Abenden ein Mann am Klavier zugange - wenn mir das nicht gefällt, dann gehe ich eben ins Resto neben dran. Ich glaube, er verkauft sogar seine selbstproduzierten Cds... würde das nicht angenommen werden, wäre das sicher rasch vorbei.


    Wichtig für mich ist eigentlich nur, dass ich wählen kann - und nicht einer meinen Ohren unangenehmen Geräuschkulisse ausgesetzt werde.


    Liebe Grüsse sendet Ines

    Hier in Paris gibt es ein Restaurant "BelCanto", in dem zwischen den Gängen ein Sängerquartett mit Klavierbegleitung auftritt - das Repertoire geht von Mainstream bis hin zu unbekannteren Sachen. Es sind überwiegend junge Sänger, die so "das Metier" unter recht schwierigen Bedingungen lernen - und zwischendurch auch servieren - und auch mit den Gästen plaudern.


    Das wird vom Publikum so gut angenommen, dass es inzwischen mehrere "Filialen" gibt und man lange im voraus bestellen muss.


    Ich finde das durchaus eine interessante Variante und wäre ich jünger, hätte ich mich da auch beworben. Es ist keine Schande, seine Brötchen zu verdienen - und so kann man seine Passion mit dem Broterwerb verbinden. Es gibt so viele Musiker, die in Brotjobs arbeiten müssen, um die Miete zu bezahlen.


    Liebe Grüsse sendet Ines

    Zitat

    Original von MosesKR1
    Einer meiner Favoriten ist Richard Strauss "Allerseelen".


    Dort heisst die erste Zeile:


    "Stell auf den Tisch die duftenden Reseden"


    Ja, das ist auch eines meiner Lieblingslieder. Vor allen Dingen
    finde ich die Wendung, die der Text nimmt, immer wieder berührend...
    "wie einst im Mai".


    Aber bei Strauss findet sich ja noch mehr ganz zauberhaftes, wie z.B.


    die Georgine. Der Text stammt aus "den letzten Blättern" von
    Hermann von Gilm.


    ...ich hab' den Maitag dieses Lebens
    wie du den Frühling nicht gekannt;


    und spät wie dir, du Feuergelbe,
    stahl sich die Liebe mir ins Herz;
    ob spät, ob früh, es ist dasselbe
    Entzücken und derselbe Schmerz.


    Georgine ist ein anderer Name für die Dahlie.


    Herzliche Grüsse von Ines

    Hallo,


    meine Antwort ist wahrscheinlich typisch und symptomatisch für Gesangslehrer -


    aber die Programm-Auswahl, egal ob für Aufnahmeprüfung oder sonstige Vorsingen sollte m.E. mit dem Lehrer abgesprochen werden.


    Generell geht es bei Prüfungen/Wettbewerben wie auch bei Konzerten ja darum, das zu zeigen, was man (schon) kann, und nicht das, was man (noch) nicht kann.


    Die Mitglieder eines Forums können sicher Ideen liefern, beim Brainstorming helfen, die Entscheidung sollten dann Schüler und Lehrer gemeinsam treffen.


    Ich wünsche viel Erfolg für die Aufnahmeprüfung.


    Herzliche Grüsse sendet Ines

    Lieber Jacques,


    dann irren sicher die französischsprachigen Quellen - die französische Wikipedia spricht von einem Theaterstück, das 1851 an der Comedie Francaise uraufgeführt wurde.


    Aber ich weiss nicht genug darüber, um da ins Detail zu gehen.


    Liebe Grüsse sendet Ines


    P.S. Ich habe im Netz den Text gefunden, in der "domaine Public" - und es ist in Acte mit Szenen gegliedert - vielleicht ein Missverständnis ?

    Zitat

    Original von Fairy Queen
    Lieber Gurnemanz, fûr Felicity Lott habe ich hier in Tamino schon häufig eine Lanze gebrochen. :jubel:


    Da ich sie auch live erlebt habe, kann ich rundum guten Gewissens nur betonen, dass das eine ganz grosse Künstlerin ist.
    Besonders begabt auch für das komödiantische Fach, z.B. als Offenbach-Interpretin.
    Vor Jahren hat sie einen Konzertabend hier an der Oper gegeben unter dem('frei übersetzten!) Titel:
    "Gefallene Mâdchen und tugendhafte Ehefrauen"



    Da bist Du nicht die Einzige, es reicht, in diesem Thread ein wenig nach oben zu scrollen....


    Der von Dir erwähnte Konzertabend ist auch als CD erschienen, scheint mir hier aber OT:



    Es grüsst Ines

    Zitat

    Original von Gurnemanz


    Und Felicity Lott singt wunderbar, mit einer Frische und Leichtigkeit, mit der sie diesem Programm in hohem Maße gerecht wird!


    Reizvoll an der Einspielung ist auch, daß zwei Gedichte Baudelaires in jeweils zwei Vertonungen vorgelegt werden.


    Felicity Lott ist m.E. in der französischen Melodie immer eine gute Wahl - mit ihr gibt es auch eine wunderbare Poulenc-Einspielung (das Booklet ist allerdings nur frz./english).

    diese Cd gibt es auch als Teil einer 4-Cd-Box.


    Wenn Du Spass an verschiedenen Vertonungen des gleichen Gedichtes hast, könntest Du auch an dieser Victor Hugo Cd Freude haben. Auch da kann man so manches entdecken, bis hin zu einer - sagen wir - sehr interessanten Auseinandersetzung Richard Wagners mit dem Genre "mélodie francaise".



    Leider sind im Booklet keinerlei Texte enthalten, aber sie lassen sich leicht im Netz finden.


    Liebe Grüsse sendet Ines

    Ich habe Miah Persson in Glyndebourne als Fiordiligi gehört, sie ist Schwedin und meines Wissens ganz gut im Geschäft.


    Ich mag wie sie singt - aber das ist natürlich immer Geschmackssache.
    Das Timbre ist hell und klar, ein bißchen nordisch würde ich es beschreiben.


    Was singt sie denn ?


    Liebe Grüsse sendet Ines

    Hallo Gurnemanz,


    ich bin 1995 nach Paris gezogen und hatte damals nur rudimentäre Sprachkenntnisse.


    Von daher kann ich gut nachvollziehen, wie Du Dich der Melodie näherst - ich hatte damals z.T. einfach Freude daran, die Musik dieser wunderschönen Sprache auf mich einwirken zu lassen, selbst wenn ich nur einzelne Worte verstand. Für vieles habe ich mir dann einfach Reklam-Heftchen besorgt, die sind nicht teuer, es gibt etliche zweisprachige Ausgaben ganz günstig. Der Wunsch, diese Sprache besser zu beherrschen war dann doch ganz stark.


    Für meine Programme habe ich die Texte meist selbst übersetzt, allerdings nach einem Blick auf diese bereits mehrfach erwähnte Seite.
    *ttp://www.recmusic.org/lieder/


    Im Laufe der Jahre habe ich recht vieles zusammengetragen. Gerade fiel mir eine Cd mit Debussy und Chausson in die Hände, der ein hübsches 3sprachiges Booklet beiliegt.



    Oh je, ich sehe grade, dass es diese Cd trotz schlechter Kritik nur noch überteuert gibt. Dabei wollte ich doch nur darauf hinweisen, dass ein ordentliches Booklet doch noch möglich ist.


    Liebe Grüsse und viel Vergnügen auf der Entdeckungsreise in die Welt der Melodie Francaise.


    Ines

    Zitat

    Original von Frank1970


    Sehr gut passen meiner Meinung nach Wagners Wesendonck-Lieder, so wie diese Kopplung auf z.B. den CDs von Jessye Norman und Cheryl Studer zu finden ist. Oder soll/muss es etwas ausgefallener sein?


    Frank


    Hallo Frank,


    die sind eh schon dabei - aber 2 so doch eher schwermütige Zyklen suchen nach einem Gegenpol. Und da sollte es etwas Französisches sein.


    Liebe Grüsse von Ines

    Auf der Suche nach Melodien, die zu den 4 letzten Liedern von Strauss "passen" könnten, höre ich die Vertonungen von Gedichten von Victor Hugo. O quand je dors, Comment disaient-ils, Enfant, si j'étais roi und S'il est un charmant gazon, vertont von Franz Liszt.


    Sie sind auf dieser Cd sehr schön eingespielt:



    Liebe Grüsse von Ines

    Ich verstehe diejenigen Sänger, die sich nicht anhören mögen, durchaus. Es ist wohl ein längerer Prozess, bis man sich mit der eigenen Stimme, die das innere Ohr ja ganz anders hört, anfreundet.


    Andererseits bin ich dankbar für die Möglichkeiten der Technik, die eine Selbstkontrolle von Aussen möglich macht. Ich schneide viel mit (früher mit Hi-Md, nun mit Edirol und seit Weihnachten befindet sich auch ein H2-Zoom in unserem Haushalt) und bemühe mich, das auch tatsächlich anzuhören. Besonders Unterricht, Masterclasses, Arbeit mit dem Korrepetitor bis hin zum Konzert. Nicht zur privaten Nabelschau, sondern zur Analyse - wie passen Empfindungen und Resultate zusammen.


    Noch gemeiner ist es allerdings, sich auch noch anzuschauen - ich habe noch nie so viel gelernt, wie beim Anschauen von Videomitschnitten. Es ist schmerzlich ja - aber sehr lehrreich.


    Liebe Grüsse sendet Ines