Beiträge von Gregor

    Erni MANGOLD (1927-2026)


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    "Ein Monstrum an Wahrhaftigkeit"


    Die österreichische Schauspielerin Erni Mangold ist am 05. September 2026, nur wenige Monate vor ihrem 100. Geburtstag in Wien friedlich "eingeschlafen". Sie galt als eine der markantesten Charakterdarstellerinnen im deutschsprachigen Raum.


    Die am 26. Jänner 1927 im niederösterreichischen Großweikersdorf geborene Mangold debütierte 1946 am Theater in der Josefstadt. 1956 holte Gustav Gründgens den "speziellen raren Frauentyp" ans Deutsche Schauspielhaus Hamburg, später spielte sie auch am Düsseldorfer Schauspielhaus. Sie spielte die großen klassischen Bühnenrollen, darunter Lady Macbeth, Marthe Schwerdtlein in Faust oder Frau Muskat in Liliom, war aber auch die Spezialistin für skurrile Frauenfiguren. Mit 90 Jahren beendete sie ihre Theaterlaufbahn als Maude in Harold und Maude in den Wiener Kammerspielen.

    Neben ihrer Bühnenarbeit war Mangold zudem mehr als 70 Jahre in Film und Fernsehen aktiv. So war sie in den Filmen Der Engel mit der Posaune (1948), Der Vogelhändler (1953), Hanussen (1955), Die Halbzarte (1958), Der Bockerer (1981), im Hollywoodstreifen Before Sunrise (1995) von Richard Linklater, Drei Herren (1998), Edelweiss (2001) und in Der letzte Tanz (2015), für den sie mit dem Österreichischen Filmpreis ausgezeichnet wurde, zu sehen. Mit 92 Jahren stand sie zum letzten Mal für Schönes Schlamassel (2020) vor der Kamera.

    Sie spielte zudem in Fernsehreihen wie Der Kommissar (1970), Tatort (1974, 1999, 2007, 2013), (Kottan ermittelt (1977, 1982 und 1983), Kommissar Rex (1995, 1998, 2004) und Der Bulle von Tölz (2002).


    Die Trägerin des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst wurde zudem auch mit dem Nestroy-Ring der Stadt Bad Ischl 2015 oder dem Großen Schauspielpreis der Diagonale 2016 ausgezeichnet. Ihr einstiger Schüler, Michael Schottenberg, der frühere Direktor des Wiener Volkstheaters, nannte sie ein "Monstrum an Wahrhaftigkeit".

    Mangold nahm sich nie ein Blatt vor den Mund und war bekannt für ihre Widerspenstigkeit und ihre oft bissigen, schnippischen Kommentare.

    Ihren Bühnenabschied kommentierte sie entsprechend lakonisch mit den Worten "Was mein Aufhören betrifft, habe ich jetzt wirklich die Nase voll. ... Mein Gott, so wichtig ist das Theater auch nicht".

    Als sie 2022 mit der Platin-Romy für ihr Lebenswerk geehrt wurde meinte sie "Mit 95 bleibt einem nichts erspart".

    Charakteristisch auch der Titel ihres Buches:"Lassen Sie mich in Ruhe!" Ganz die Mangold eben.


    Erni Mangold 2017 zu Gast bei 3 nach 9:


    Vielen Dank, die Herren. Da scheint es ja zumindest drei Bruckner-Liebhaber im Forum zu geben. Ich plane natürlich auch die Heras-Casado-Aufnahmen zu berücksichtigen, aber so wie ich gehört habe, gelten die Symphonien-Einspielungen von Günter Wand, Herbert von Karajan und Eugen Jochum weithin als Referenz. Da kommt man wohl nicht daran vorbei. Sehen das die Herren genauso?

    Vielen Dank, die Herren. Da scheint es ja zumindest drei Bruckner-Liebhaber im Forum zu geben. Ich plane natürlich auch die Heras-Casado-Aufnahmen zu berücksichtigen, aber so wie ich gehört habe, gelten die Symphonien-Einspielungen von Günter Wand, Herbert von Karajan und Eugen Jochum weithin als Referenz. Da kommt man wohl nicht daran vorbei. Sehen das die Herren genauso?

    Zitat

    Den Auftakt seiner Auftrittsreihe an der Wiener Staatsoper bildete ein über weite Strecken gelungener Liederabend. Nun folgt der Nemorino, den er ja sehr spät in sein Repertoire aufgenommen hat. Seine große Belcanto-Zeit liegt ja im Grunde schon hinter ihm. Ich bin gespannt. Rund um die Liebestrank-Vorstellungen garniert er seine WSO-Auftritte mit dem Italienischen Sänger im Rosenkavalier.

    Es folgt zum Abschluss dann noch der Siegmund. Seit 2024 erweitert er ja seine Wagnerrollen beständig. Es hat mit dem Lohengrin begonnen und mittlerweile hat er nach dem Siegmund auch noch den Stolzing und zuletzt gar den Tristan in sein Repertoire aufgenommmen.


    Die Auftritte an der WSO des von mir immer sehr geschätzten Michael Spyres blieben doch weit hinter den Erwartungen zurück. Wie gesagt, war sein Liederabend mit leichten Einschränkungen doch überzeugend. Jedoch mit dem Nemorino hat er sich und dem Publikum keinen Gefallen getan. Die Partie kommt für ihn um viele Jahre zu spät. Dabei ist er stimmtechnisch hervorragend gewesen, und bei Una furtiva lagrima bemühte er sich um vokale Differenzierung. Aber leider ist die Stimme für den Nemorino inzwischen viel zu schwer, zu ungelenk, zu unflexibel, um hier wirklich geschmeidigen Belcanto zu erwirken. Er gab sich alle Mühe um auch darstellerisch ein jugendlich-naiver Bauernbursche zu sein, wirkte dabei aber oft unnatürlich und blieb auch als Figur unglaubwürdig. Nein, das war eine Riesenenttäuschung.

    Mit dem Italienischen Sänger im Rosenkavalier kann man nur kurz glänzen, und auch hier konnte Sypres mit schwerer Stimme die Erwartungen nicht so recht erfüllen.

    Seinen besten Auftritt hatte er zweifellos mit dem Siegmund. Die Stimme ist inzwischen wohl näher bei Wagner. Obwohl so mancher Wagnerianer hier doch noch deutlich Luft nach oben erkannt haben will.

    In der nächsten Saison kehrt er übrigens als Don Carlos (in der fünfaktigen französischen Fassung in der kontroversen Konwitschny-Inszenierung) an die WSO zurück.


    Und um auf Wagner zurückzukommen: Sein Walther von Stolzing von den letztjährigen Bayreuther Festspielen ist inzwischen auf DVD gelandet. Hier im Forum war nicht wirklich was darüber zu lesen.

    Die Kritiken für ihn waren aber doch eher positiv.



    In letzter Zeit hat sich Heras-Casado auch viel mit Bruckner beschäftigt. Inzwischen gibt es drei CD-Veröffentlichungen.

    Mit Bruckner konnte ich bisher nicht viel anfangen und bei aller Wertschätzung für den Dirigenten - ob er da was ändern kann? Bisher sind sie von mir ungehört geblieben ...

    Was sollte man von Bruckner unbedingt gehört haben? Gehören die folgenden Symphonien dazu?


          

    Das Desinteresse an Lisette Oropesa in diesem Forum ist eigentlich verwunderlich. Gilt sie doch als DIE führende Belcantosopranistin unserer Zeit. Aber sicher, Opern- und vor allem Stimmenfreunde gibt es bei Tamino derzeit kaum und Liebhaber von Belcanto-Opern eher gar nicht mehr.

    Dennoch sei hier auf neue DVD-Veröffentlichungen mit Oropesa hingewiesen.


    Gleich zwei filmische Mitschnitte von Maria Stuarda mit Oropesa in der Titelrolle sind kürzlich auf DVD erschienen, die unterschiedlicher kaum sein könnten.

    In der Aufzeichnung aus dem Teatro Real in Madrid von 2024 agiert Oropesa in der klassisch-konventionellen Inszenierung von David McVicar, während die Salzburger Festspiele 2025 die Donizetti-Oper von Regisseur Ulrich Rasche modern inszeniert auf die Bühne brachten.


    Ebenfalls neu auf dem DVD-Markt ist eine Aufzeichnung von Lucia di Lammermoor aus der Mailänder Scala von 2023.



          

    Zurück aus Salzburg: Benjamin Bernheim kann immer wieder nachlegen. Sein Werther bei den Festspielen, semikonzertant dargeboten, ist eine gesangliche Lehrstunde in französischer Oper.

    Das Publikum ist nach Pourquoi me réveiller so begeistert, dass er die Arie in beiden Aufführungen wiederholen muss.


    Die Kritiken sind dementsprechend:


    Opernmagazin:

    Benjamin Bernheim als Werther bei den Salzburger Festspielen


    Onlinemerker:

    Salzburg Großes Festspielhaus Werther Konzertante Aufführung - Tenorale Perfektion


    Samerberger Nachrichten:

    Benjamin Bernheim triumphiert als Werther bei den Salzburger Festspielen


    BR-Klassik:

    Benjamin Bernheim verzaubert


    Drehpunktkultur:

    Sterben in Schönheit


    Salzburger Nachrichten:

    Benjamin Bernheim entfacht als Werther Ekstase


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    Benjamin Bernheim, Werther, Salzburger Festspiele 2026

    Johannes KRISCH (1966 - 2026)


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    Der österreichische Schauspieler Johannes Krisch ist am 27. Juli 2026 im Alter von 59 Jahren in seiner Heimatstadt Wien verstorben. Krisch war 30 Jahre lang Mitglied des Ensembles am Wiener Burgtheater und verfügte über ein breitgefächertes Repertoire, welches von klassischen Stücken bis zur Moderne reichte. So brillierte er an der Burg u.a. als Shakespeares Romeo, in den Hoffmannsthal-Stücken Der Unbestechliche und Der Turm, in Horvaths Geschichten aus dem Wiener Wald, in Wildes Salome oder in Nestroys Der Talisman. 2017 wurde er zum Kammerschauspieler ernannt.

    Am Theater in der Josefstadt gastierte er beispielsweise in Nestroys Einen Jux will er sich machen und feierte dort besonders als Der Bockerer einen fulminanten Theatererfolg, der ihm eine Nominierung als Bester Schauspieler für den österreichischen Theaterpreis Nestroy einbrachte.

    Bereits ab Ende der 1980er Jahre trat Krisch auch im Fernsehen auf. Er gastierte u.a. zweimal in Kommissar Rex und war später wiederholt in Tatort zu sehen.


    Als Filmschauspieler entwickelte er sich zu einem der charismatischsten Darsteller des deutschsprachigen Films. So war er in Vielleicht in einem anderen Leben (2010), Vergiss mein Ich (2014),
    Jack (2015), Aus dem Nichts (2017) oder Der Trafikant (2018) zu sehen.

    Der österreichische Film Revanche (2008), mit Krisch in der Hauptrolle, wurde 2009 in der Kategorie "Bester Nicht Fremdsprachiger Film" für den Oscar nominiert.


    Für seine Verdienste um die österreichische Filmkultur wurde Krisch 2017 mit dem Großen-Schauspiel-Preis der Diagonale ausgezeichnet. Für seine Darstellung des Jack Unterweger in Jack wurde er mit dem Österreichischen Filmpreis für die "Beste Männliche Hauptrolle" bedacht.


    Österreichische Politiker preisen heute in Aussendungen den Ausnahmeschauspieler. Herbert Föttinger, der langjährige Direktor des Theaters in der Josefstadt, ehrt Krisch als einen der bedeutendsten Schauspieler seiner Generation:

    "Johannes Krisch besaß die seltene Gabe, Figuren nicht zu spielen, sondern sie im Augenblick zu erleben, und das Publikum daran teilhaben zu lassen. Seine Rollen waren nie bloße Darstellung, sondern gelebtes Leben. Mit einer Intensität, einer Wahrhaftigkeit und einer tiefen Menschlichkeit berührte er sein Publikum und prägte jede Bühne, auf der er stand".

    Sam Neill (1947 - 2026)


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    Der in Nordirland geborene neuseeländische Schauspieler Sam Neill ist am 13. Juli 2026, wie seine Familie mitteilte, "plötzlich und unerwartet" im australischen Sydney im Alter von 78 Jahren verstorben.
    Nur einige seiner Filme sind Meine brillante Karriere (1979), Ein Schrei in der Dunkelheit (1988) mit Meryl Streep, Jagd auf Roter Oktober (1990), Das Piano (1993), Jurassic Park (1993), Der Pferdeflüsterer (1998) von und mit Robert Redford oder Bis ans Ende der Welt (1991) von Wim Wenders. Vielfach war er auch in Fernsehrollen zu sehen, so in Ivanhoe (1982), als Merlin (1998 und 2006) oder in Peaky Blinders (2013/2014). In der historischen Serie The Tudors (2007) über die Regierungszeit von Heinrich VIII. glänzte er als Kardinal Wolsey.


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    Was du so alles entdeckst, lieber Orfeo! Da ich nächstes Jahr sowieso eine weitere Kreuzfahrt plane, warum dann nicht diese. Obwohl der Preis ist natürlich happig.

    Allerdings muss man da schnell sein, weil ...


    "Die Le Bougainville ist eine luxuriöse Megayacht der französischen Reederei Ponant, die Platz für bis zu 184 Passagiere bietet. Das Schiff zeichnet sich durch seine intime Atmosphäre, elegantes Design und modernste Umwelttechnik aus. Ein besonderes Highlight ist die „Blue Eye“-Unterwasser-Lounge mit großen Bullaugen."


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    Benjamin Bernheim kritisiert in einem Interview mit Axel Brüggemann den Klassik-Betrieb:


    "Willkürliche Produktionsbedingungen und die Angst vor dem Bedeutungsverlust führen zu absurden Panikreaktionen. Der Tenor plädiert für mehr Qualität, Mut zur Authentizität und dafür, das Schrumpfen des Marktes zu akzeptieren. Zugleich warnt Bernheim davor, die gesellschaftliche Bedeutung der Oper künstlich zu überhöhen und die Kunstform nach den Regeln der Popkultur vermarkten zu wollen. Die Oper müsse ihren tatsächlichen Platz in der Gesellschaft anerkennen – als wertvolle, aber begrenzte Nischenkunst. Angesichts sinkender öffentlicher Mittel und wachsender ökologischer Anforderungen plädiert der Sänger zudem für kleinere Strukturen, effizientere Arbeitsweisen und eine stärkere Konzentration auf künstlerische Qualität."


    Bernheim erklärt beispielsweise auch, warum er keine Neuproduktionen mehr macht, warum er sich selbst als Produkt sieht und, dass er gegen Eingriffe von historischen Darstellungen in der Oper ist, da die Kunstform Oper ein Spiegelbild unserer Geschichte bleiben muss.


    Das Interview kann hier angehört werden (einfach auf Play drücken) - Brüggemann spricht mit Bernheim in englischer Sprache:



    Das Interview gibt es in deutscher Sprache auch zum Nachlesen, allerdings in stark zusammengefasster Form:


    https://backstageclassical.com/die-oper-wird-schrumpfen/

    Da hier im Forum dazu spekuliert wurde: Auch wenn es nicht offiziell gemacht wurde, gilt das Jahr 1919 inzwischen als das erwiesene Geburtsjahr von Anneliese Rothenberger.

    In Interviews hat sie verraten, dass sie zehn war als ihr Vater starb, und das war 1930. Sie war zudem vier Jahre älter als ihr kleiner Bruder, der mit fünf Jahren im Jahr 1928 verstarb. Wäre sie erst 1924 oder gar 1926 geboren, wie lange angenommen wurde, hätte sie den Tod ihres Bruders und die Geschehnisse drumherum, wohl kaum so detailliert schildern können. So hätte man schon zu ihren Lebzeiten darauf kommen müssen, dass das nicht zusammenpasst. Aber wer hat sich da seinerzeit schon Gedanken darüber gemacht und nachgerechnet. Wohl niemand.

    Ferner wird das Jahr 1919 in der Geburtsurkunde und auf ihrem ersten Vertrag genannt.


    Im Jahr 2006 war Anneliese Rothenberger zu Gast bei Reinhold Beckmann in der ARD-Talkshow Beckmann. Es gilt als ihr letztes großes Fernsehinterview. Demnach ist sie hier bereits 87 Jahre alt gewesen. Hier spricht sie sehr offen über ihr Leben und ihre Karriere. Gerade ihre Schilderungen über ihre traurige Kindheit, den frühen Tod des Vaters, den schrecklichen Unfalltod ihres kleinen Bruders, den sie mit ansehen musste ("mein ganzes kleines Leben war eigentlich Friedhöfe, Kranke und Tod"), sind ergreifend.


    Mozart und Pisaroni ist einfach eine ideale Kombination. Vor wenigen Tagen erst habe ich nach längerer Zeit wieder die DVD-Aufzeichnung von Cosi fan tutte aus Glyndebourne gesehen. Nicht nur ist Luca Pisaroni ein in jeder Hinsicht idealer Guglielmo, auch das restliche Ensemble ist gut bis hervorragend. Neben Pisaroni stechen besonders Topi Lehtipuu als Ferrando und Miah Persson als Fiordiligi hervor.

    Die Produktion des britischen Theaterregisseurs Nicholas Hytner beweist, dass eine konventionelle Inszenierung nicht "altbacken" sein muss. Ein großer Irrglaube. Hytner unterstreicht, dass es sich bei der Cosi um eine Opera buffa handelt. Die Personenregie ist exzellent, die Figuren stehen immer und jederzeit in Interaktion miteinander und der Regisseur hat Sänger zur Verfügung, die auch wirklich großartig Komödie schauspielen können. Das Finale zum ersten Akt und alles was sich da auf der Bühne tut, ist eine Wucht.

    Für mich die ideale Cosi und für jeden Freund dieser Oper ist diese DVD ein Muss.




    Der Trailer zur Produktion:



    Brian Jagde übernimmt den Otello bei der Saisoneröffnung 2026/27 der Mailänder Scala. Unter Myung-Whun Chung singen zudem Eleonora Buratto die Desdemona und Luca Salsi den Jago.


    Den Otello wird Jagde nächste Saison auch an der New Yorker Metropolitan Opera singen. Eine der Aufführungen, die von Michele Mariotti geleitet werden, wird im Kino übertragen.

    In New York singen Ailyn Perez die Desdemona und Artur Rucinski den Jago.


    Im September 2025 gab Brian Jagde am Teatro Real in Madrid sein weltweit beachtetes Rollendebüt als Otello.

    Davon gab es kürzlich sogar ein Video auf YT. Dieses ist inzwischen jedoch wieder vom Netz genommen worden.



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    In seiner Zeit als Musikdirektor der Wiener Staatsoper kam unter der Stabführung von Philippe Jordan auch ein neuer Mozart-Da-Ponte-Zyklus heraus, der inzwischen vollständig auf DVD vorliegt.

    Leider gilt der von Barrie Kosky inszenierte Zyklus als wenig gelungen. Das kann nun jeder für sich selbst auf DVD nachprüfen.



          





    Ich kann verstehen, dass er sich auch in der Oper etablieren will. Seine bisherigen Leistungen auf diesem Gebiet fand ich allerdings nicht sehr aufregend.


    Das möchte ich nun wirklich nicht sagen. Es stellt sich wohl auch die Frage in welchen Partien Rüdiger ihn gesehen hat, die er nicht aufregend fand.


    Aktuell singt er gerade wieder den Barbier in Die schweigsame Frau an der Berliner Staatsoper. Für diese Partie hat er bereits in der Vergangenheit viel Lob erhalten. Ich erinnere mich an Mitglieder hier im Forum die positiv darüber berichtet haben.

    Als Harlekin, Papageno, Guglielmo, Eugen Onegin oder Wolfram von Eschenbach hatte er ebenfalls große Erfolge. Bei letzter Partie kommen ihm sicher seine Liedqualitäten zugute.


    Zurück zum Liedsänger Hasselhorn:


    Heute startet eine Tournee von Verdis Requiem die Benjamin Bernheim mit sieben Aufführungen in sechs Metropolen führt.


    19. Mai Palau de la Musica Catalana Barcelona

    21. Mai Auditorio Nacional de Musica Madrid

    23. Mai Musikverein Wien

    25. Mai Musikverein Wien

    30. Mai Philharmonie de Paris

    03. Juni Elbphilharmonie Hamburg

    04. Juni Smetana Saal Prag


    Giuseppe VERDI

    Messa da Requiem


    Eleonora Buratto, Sopran

    Elina Garanca, Mezzosopran

    Benjamin Bernheim, Tenor

    Riccardo Zanellato, Bass


    Sächsische Staatskapelle Dresden

    Daniele Gatti, Dirigent



    Ich habe Karten und freue mich schon riesig auf die Aufführung dieses mächtigen Werkes.


    Straßburg 2022

    Wilma Lipp war im Jahre 1970 zu Gast in der Ratesendung "Was bin ich?" mit Robert Lembke.

    Das war scheinbar eine Zeit in der man auch Opernsänger in TV-Sendungen eingeladen hat und in dem ein Rateteam durchaus in der Lage war einen Klassikkünstler zu erkennen, selbst wenn man erstmal maskiert in einer Raterunde herausfinden musste, wer da überhaupt sitzt.


    Am Ende ihres Auftritts singt Lipp dann sogar noch Operette.


    Eine Sängerin die schon in entfernter Vergangenheit und für viele nur noch ein Name ist, für manche vielleicht nicht einmal mehr das, rückt plötzlich wieder ganz nahe heran, wenn man ihre Sprechstimme zu hören bekommt und diese selbst aus ihrem Leben erzählt.


    So geschieht das gerade mit der Sopranistin Vera Schwarz, deren große Karriere vorwiegend in die Zwischenkriegszeit fällt. Plötzlich begegnen wir der 1964 verstorbenen Vera Schwarz in Audio-Interviews wieder und in welchen wir eine Künstlerin hören, die vor Selbstbewusstsein nur so strotzt und auch amüsant und aus dem Nähkästchen plaudernd von ihrem Karrierebeginn über die Stationen Graz, Hamburg, Berlin und Wien (Video 1) und von ihrer Emigration in die Vereinigten Staaten (Video 2) erzählt.


    Man könnte ihr noch viel länger beim Erzählen zuhören ...



    Soeben erschienen:



    Zitat

    Die Serie "Note One Heritage" macht bedeutende historische Aufnahmen der Musikgeschichte neu zugänglich. Die legendäre Aufführung vom 23. Juli 1952 im Festspielhaus Bayreuth gilt als eines der markanten Dokumente der frühen Nachkriegsjahre und der künstlerischen Erneuerung des Festivals in der Ära des sogenannten Neu-Bayreuth. Am Pult steht Herbert von Karajan, dessen Dirigat die dramatische Spannung der Partitur stetig verdichtet und schließlich in einem geradezu sphärischen Liebestod kulminieren lässt. Im Zentrum steht ein außergewöhnliches Sängerpaar: Martha Mödl, eine der dominierenden hochdramatischen Stimmen ihrer Zeit, und Ramon Vinay, dessen kraftvoller, leidenschaftlicher Tristan zu den großen Interpretationen dieser Rolle zählt. Ihre Begegnung vereint zwei gegensätzliche Temperamente zu einer elektrisierenden musikalischen Dramaturgie - von eruptiver Leidenschaft bis zu meditativer Innerlichkeit. Ergänzt wird die Besetzung durch herausragende Bayreuther Kräfte wie Hans Hotter als Kurwenal, Ludwig Weber als König Marke und Ira Malaniuk als Brangäne. Der Mitschnitt des Bayerischen Rundfunks - lange Zeit vergriffen und nun klanglich neu aufbereitet - offenbart die Atmosphäre einer Aufführung, deren Intensität und Unmittelbarkeit schon damals als außergewöhnlich gefeiert wurde. Als erste Veröffentlichung der Reihe Note One Heritage lädt diese Edition dazu ein, ein Schlüsselereignis der Opern- und Festspielgeschichte neu zu entdecken.