Beiträge von Gregor

    Du bist ein Kenner und Liebhaber von Massenets Oper. Das merkt man beim Lesen Deiner Anmerkungen.


    Interessant.

    Werther ist tatsächlich eine meiner liebsten Opern. smilie_happy_338.gif


    Man kann sich alles gut vorstellen und wäre gerne dabei gewesen. "Werther" zählt zu meinen Lieblingsopern! Dieses Stück mit Bernheim in seiner derzeitigen Verfassung in einer guten Inszenierung zu sehen, muss himmlisch sein.


    Ja, das war schon etwas Besonderes und ich bin froh, dabei gewesen zu sein.

    Und da Bernheim den Werther - ähnlich wie den Romeo - noch nicht lange im Repertoire hat, sollten wir noch viele Möglichkeiten bekommen, ihn in diesen Rollen sehen und hören zu können.


    Jetzt freue ich mich auf seinen Hoffmann, den er im August bei den Festspielen in Salzburg singen wird. smilie_happy_256.gif


    Gregor

    Nach 44 Jahren Abwesenheit kehrte Massenets Werther im Juni 2024 an die Mailänder Scala zurück. Für die Regie wurde Christof Loy verpflichtet. Für die Besetzung der Titelrolle holte sich die Scala den derzeit führenden Interpreten im lyrischen französischen Tenorrepertoire: Benjamin Bernheim. Der Franzose erweist sich gesanglich und auch optisch als die Idealbesetzung.

    Loy verlegt die Handlung in das gutbürgerliche Deutschland der 1950er Jahre. Die komplette Oper besteht aus einem Einheitsbühnenbild, dem Wohnbereich mit dem Speiseraum, der hinter einer Schiebetür zu sehen ist. Hier zeigt sich, dass der Amtmann ein wunderschönes, altmodisches Eigenheim besitzt. Die Damen erscheinen natürlich in den dazu passenden 50er-Jahre Kostümen, die Herren tragen Anzüge.

    Amüsant der erste Auftritt Werthers, der in seinem blauen Anzug mit den leicht hochgekrempelten Hosen, die die daruntersitzenden weißen Socken betonen, wie ein Schüler wirkt, der modisch mit der Zeit gehen will. Die ganze Inszenierung von Christof Loy ist vor allem eines: geschmackvoll. Das Publikum dankt es ihm am Ende der Aufführung (Loy tritt auch noch in der letzten Vorstellung der Premierenserie vor den Vorhang) mit starkem Applaus und Bravos.


    Benjamin Bernheim erweist sich wenig überraschend, wie schon eingangs erwähnt, als die ideale Besetzung. Er verfügt über eine detaillierte, ausgefeilte Gesangstechnik, das Timbre ist lyrisch weich und zart. In den dramatischen Momenten kann er aber genauso eindrucksvoll auftrumpfen, da hört man schon einen leichten metallischen Kern in der Stimme. Und dann ist da noch sein unglaublicher Farbenreichtum. Ja, er bringt Stimmfarben zu Gehör, die jede Nuance der Partitur hörbar machen.

    Da ist der lieblich-zarte Ton in seiner Auftrittsarie Je ne sais si je veille ... o nature, pleine de grace, die eindringlichen Tonsprünge in Reve! Extase! Bonheur! oder dann die Erschütterung in der Stimme wenn er von Charlottes geplanter Heirat erfährt und er sich erstmals mit dem Freitod auseinandersetzt. Stets dabei im Vordergrund seine goldfarbene Tenorstimme, die sich unaufhörlich im Saal verströmt.
    Der große Tenorhit Pourquoi me reveiller - den Bernheim unter anderem mit einem souveränen Diminuendo krönt - wird vom Publikum mit tosendem Applaus und vielen Bravo-Rufen gefeiert und wird natürlich zum umjubelten Höhepunkt der Aufführung.


    Für die Charlotte hat die Scala die russische Mezzosopranistin Victoria Karkacheva ausgewählt, die erst vor drei Jahren sowohl den Ersten Preis als auch den Birgit-Nilsson-Preis beim Gesangswettbewerb Operalia gewinnen konnte. Dennoch war es einigermaßen eine Überraschung, dass man für eine so große Premiere die Charlotte einer noch wenig bekannten Sängerin anvertraut. Ihr Mezzosopran ist für die Partie vielleicht einen Tick zu leicht, ihr fehlt es an Tiefe, aber vor allem ist ihr Timbre selbst alles andere als aufregend. Die Briefszene geht viel zu beiläufig vorbei. Im Publikum saß zumindest eine Person, die begeistert war und ein einsames Bravo in den Saal schleuderte, dazu wurde versucht Applaus auszulösen. Aber niemand im Publikum reagierte darauf. Auch ich nicht. Das war einfach viel zu beliebig. Aber von da an ist der Knoten bei Karkacheva geplatzt. Im anschließenden Duett mit Sophie blüht die Stimme erstmal auf, sie findet endlich stimmlich einen Zugang zu der Rolle, auch in den folgenden Duetten mit Werther steigert sie sich, auch wenn sie nie Bernheims Klasse erreicht. Im Spiel ist sie spröde und zu kühl (gut, vielleicht auf die Regie zurückzuführen), gesanglich fehlt es ihr an Farben und den Anforderungen des französischen Gesangsstils wird sie auch nicht gerecht.


    Charlottes jüngere Schwester Sophie wurde mit der italienischen Sopranistin Francesca Pia Vitale besetzt, die sich ideal in ihre Partie einfügen kann und deren Stimme leicht und glasklar ist, während Jean-Sebastien Bou - darstellerisch zwar sehr engagiert - ein stimmlich wenig geschmeidiger Albert ist. Aber wahrscheinlich muss er das ja gar nicht sein. Den Albert mag ja eigentlich niemand. Charlotte nicht, Werther nicht, das Publikum nicht.


    Im Orchestergraben sorgt Dirigent Alain Altinoglu mit dem Scala-Orchester für reichlich Spannung aber genauso für mitreißende Emotionen und erweist sich als Kenner von Massenets Partitur. Gleichzeitig ist er den Sängern ein sehr guter Begleiter.


    Ein musikalischer Höhepunkt jeder Aufführung ist natürlich das Intermezzo zum letzten Akt, welches in konventionellen Inszenierungen wohl eher vor geschlossenen Vorhängen gespielt wird. Loy hat hier einen hervorragenden Einfall. Zur Musik sehen wir auf der offenen Bühne Albert, der die Briefe Werthers an Charlotte findet, sie wütend zu Boden wirft und sie dann alle verzweifelt liest. Nicht nur Charlotte steht geschockt im Raum. Ebenfalls anwesend ist Sophie, die ja selbst für Werther schwärmt und die nun regelrecht erstarrt. Die Musik Massenets passt hier hervorragend zu dem auf der Bühne Gezeigtem.


    Für die Mailänder ist Werther nach der langen Abwesenheit vom Scala-Spielplan zur Rarität geworden, dennoch gibt es am Ende begeisterten Applaus. Im Mittelpunkt des Publikumsinteresses steht natürlich Benjamin Bernheim, der bei seinen Solovorhängen ganz zu Recht frenetisch bejubelt wird. Nun ist er - nach New York oder Zürich - auch in Mailand DER Mann fürs Lyrisch-Französische.



    Gregor

    Doppel-Nominierung für Benjamin Bernheim beim Österreichischen Musiktheaterpreis


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    Benjamin Bernheim hat gleich zwei Nominierungen in der Kategorie Beste Hauptrolle erhalten und tritt somit auch gegen sich selbst an. Bernheim wurde sowohl für seinen Herzog in Verdis Rigoletto als auch für den Rodolfo in Puccinis La bohème genannt - beide Partien an der Wiener Staatsoper.


    Hier ein Blick auf seine Konkurrenten: Die fünf Nominierten für den Österreichischen Musiktheaterpreis 2024 in der Kategorie Beste Hauptrolle männlich:


    Nominierter Rolle Oper Spielstätte
    Benjamin Bernheim
    Herzog Rigoletto (Giuseppe Verdi)
    Wiener Staatsoper
    Benjamin Bernheim
    Rodolfo La bohème (Giacomo Puccini)
    Wiener Staatsoper
    Sebastian Kohlhepp
    Manolios Die Griechische Passion (Bohuslav Martinu)
    Salzburger Festspiele
    Klaus Florian Vogt
    Siegfried Siegfried (Richard Wagner)
    Wiener Staatsoper
    Michael Volle
    Hans Sachs
    Die Meistersinger von Nürnberg (Richard Wagner)
    Wiener Staatsoper



    In wenigen Tagen geht es nach Mailand an die Scala zu Werther mit ..... Benjamin Bernheim!



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    Gregor

    Harmonia Mundi kündigt das neue Album von Samuel Hasselhorn für den 14. Juni 2024 an:
    Urlicht - Lieder von Tod und Auferstehung ist die erste CD Hasselhorns mit Orchesterbegleitung.


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    Zitat

    An der Wende zum 20. Jahrhundert erfährt das Kunstlied immer öfter eine symphonische Veredelung, und die Grenze zur Oper ist kaum mehr spürbar. Dies vermitteln uns Samuel Hasselhorn und Łukasz Borowicz mit diesem großartigen Programm, in dem die Stimmung zwischen Heiterkeit und Ernüchterung schwankt und sich Orchesterlieder zu Opernarien gesellen, die alle für dieses deutsch-österreichische Fin de Siècle besonders charakteristisch sind.

    Beim Werbepartner JPC ist die CD derzeit noch nicht gelistet.



    Trackliste:


    Gustav Mahler: Revelge (Des Knaben Wunderhorn)
    Engelbert Humperdinck: Verdorben! Gestorben! (Die Königskinder)
    Erich Wolfgang Korngold: Mein Sehnen, mein Wähnen (Die tote Stadt)
    Gustav Mahler: Um Mitternacht (Rückert-Lieder)
    Hans Pfitzner: Herr Oluf Op. 12
    Gustav Mahler: Urlicht. Sehr feierlich, aber schlicht (Des Knaben Wunderhorn)
    Alexander von Zemlinsky: Der alte Garten (Zwei Gesänge)
    Walter Braunfels: Auf ein Soldatengrab Op. 26
    Alban Berg: Dort links geht's in die Stadt (Wozzeck)
    Gustav Mahler: Ich bin der Welt abhanden gekommen (Rückert-Lieder)



    Gregor


    Das könnte Herr Jacoby gewesen sein, der gerne mal zugibt, dass (klassische) Musik sein Problemfach ist. :D

    KO Nagorsnik oder Sebastian Klussmann hätten das locker beantwortet.



    Gregor

    Heute abend zeigt der ORF Beethovens 9. Symphonie aus dem Wiener Musikverein in einer Aufzeichnung vom 07. Mai 2024, dem 200. Jahrestag der Uraufführung, mit Riccardo Muti am Dirigentenpult.


    Zitat

    Am 7. Mai 1824 gelangte die 9. Symphonie von Ludwig van Beethoven im Wiener Kärntnertortheater zur Uraufführung. Das Publikum dieses epochalen Ereignisses bedachte Beethoven mit frenetischem Beifall und die „Allgemeine musikalische Zeitung“ schrieb „der Eindruck (war) unbeschreiblich groß und herrlich, der Jubelbeyfall enthusiastisch, welche dem erhabenen Meister aus voller Brust gezollt wurde, dessen unerschöpfliches Genie uns eine neue Welt erschloss“. Beethoven hatte wahrlich Musik für die Ewigkeit geschaffen, die fortan die Welt erobern sollte.


    Zur Feier des 200. Jubiläums dieser Sternstunde der Musikgeschichte erklingt die Neunte am Uraufführungstag mit Riccardo Muti am Pult der Wiener Philharmoniker im Musikverein. Das Konzert ist auch von der Besetzung her eine Hommage an die denkwürdige Premiere vor 200 Jahren, wurde diese doch vom Orchester des Kärntnertortheaters, der damaligen Hofoper, gespielt – also den Vorgängern der heutigen Wiener Philharmoniker.


    Ludwig van Beethoven

    9. Symphonie d-Moll op. 125


    Wiener Singverein

    Wiener Philharmoniker

    Dirigent: Riccardo Muti


    Julia Kleiter, Sopran

    Marianne Crebassa, Mezzosopran

    Michael Spyres, Tenor

    Günther Groissböck, Bass



    Wer österreichisches Fernsehen nicht empfangen kann, hat die Möglichkeit die Radioübertragung zu hören:


    https://oe1.orf.at/programm/20…00-Jahre-Neunte-Symphonie



    Gregor

    Nachdem Edgardo Rocha in dieser Saison aus gesundheitlichen Gründen seine Auftritte an der Wiener Staatsoper (Ramiro und Don Ottavio) absagen musste, kündigt die WSO einen der besten Belcantotenöre der Welt für 2024/25 gleich in vier (!) verschiedenen Partien in fünf Aufführungsserien an. So singt Rocha im November den Ernesto in Don Pasquale. Im Februar folgt dann der Almaviva im Barbier in einer leider furchtbaren Inszenierung. Da ist Rocha der einzige Grund, um hinzugehen. Im März und April folgt dann sein verspätetes Rollendebüt als Don Ottavio sowie mit dem Ferrando in Cosi fan tutte eine weitere Mozartpartie. Im Juni kommt dann noch einmal der Barbier-Almaviva.

    Bei den vielen Wien-Auftritten wird für den Belcanto-Tenor in der Saison 2024/25 wohl nicht allzu viel Zeit für andere Opernhäuser übrigbleiben.


    Der Sänger hat übrigens eine wunderbare offizielle Homepage:


    https://www.edgardorocha.com/


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    Gregor

    In der Saison 2024/25 wird Michael Spyres für drei Partien an der Wiener Staatsoper angekündigt. So singt er in der Wiederaufnahme von Pfitzners Palestrina die Titelpartie sowie den Florestan in Fidelio.

    Und dann ist da noch der Bacchus in Ariadne auf Naxos. Eine kurze, aber sehr anspruchsvolle Rolle. In den letzten Jahren haben vor allem Tenöre wie Johan Botha und Stephen Gould, die leider beide viel zu früh verstorben sind, in der Partie bestehen und brillieren können.

    Erfreulich, dass nun ein Stimmkaliber wie Michael Spyres den Bacchus in sein Repertoire aufnimmt.

    Die Aufführungen im Jänner 2025 locken zudem mit Anna Netrebkos Rollendebüt als Ariadne. Ihre erste Strauss-Opernpartie überhaupt, und nach der Königin der Nacht und der Lohengrin-Elsa dürfte die Ariadne somit ihre erst dritte deutschsprachige Rolle sein.


    Gregor

    Aus Anlass des 200. Geburtstages von Beethovens 9. Symphonie strahlt ARTE TV am Dienstag, 07. Mai 2024, ein besonderes Event aus wenn es die vier Sätze der "Neunten" nacheinander live zeitversetzt aus vier europäischen Städten im TV überträgt.


    So wird der erste Satz aus Leipzig übertragen wo Andris Nelsons das Gewandhausorchester dirigiert. Der zweite Satz kommt dann aus der Philharmonie in Paris mit dem Orchestre de Paris unter Klaus Mäkelä. Den dritten Satz leitet Riccardo Chailly aus Mailand mit dem Orchestra del Teatro alla Scala. An den Ort der Uraufführung, also nach Wien, kehrt man schließlich für den finalen Satz zurück wo im Wiener Konzerthaus Petr Popelka die Wiener Symphoniker dirigiert, denen der tschechische Dirigent ab der Saison 2024/25 vorsteht. Popelka springt für Joana Mallwitz ein, die aus gesundheitlichen Gründen absagen musste.


    Gregor

    Lohengrin aus der Wiener Staatsoper im TV



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    Am 05. Mai 2024 überträgt ORF III ab 20.15 Uhr

    die Neuinszenierung von Jossi Wieler und Sergio Morabito


    David Butt Philip (Lohengrin)

    Georg Zeppenfeld (König Heinrich)

    Malin Byström (Elsa von Brabant)

    Martin Gantner (Friedrich von Telramund)

    Anja Kampe (Ortrud)

    Attila Mokus (Heerrufer)


    Chor und Orchester der Wiener Staatsoper

    Christian Thielemann


    Erste Fotos von den Proben sind online:


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    Gregor



    Als Zugaben sang er die Nadir-Arie aus den Perlenfischern und Dein ist mein ganzes Herz.


    Benjamin Bernheim - Ein Liederabend der Sonderklasse


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    Gregor

    Ich weiß es ja nicht, wie es bei Benjamin Bernheim ist, aber ich kenne Sänger, die können einen Abend lang wunderbar singen, ärgern sich aber trotzen fürchterlich über genau die eine Stelle, die vielleicht nicht hingehauen hat.


    Das ist auch irgendwie nachvollziehbar. Ob er sich darüber ärgert, kann ich nicht sagen. Aber so wie ich ihn kennengelernt habe, ist er recht entspannt und ausgeglichen. Das ist auch sicher das Beste, wenn man bedenkt was da für ein Wirbel um ihn herum entstanden ist. Das war jetzt in New York auch wieder ganz besonders zu erleben. Welch ein Hype da um ihn herum war: "Endlich seine erste französische Partie an der MET"; "Der beste Tenor im französischen Fach"; "Endlich seine erste Kinoübertragung aus New York" und so weiter. Da stecken natürlich hohe Erwartungen dahinter und so eine Erwartungshaltung kann einen Sänger schon schwer unter Druck setzen. Aber er dürfte das gar nicht so an sich heran lassen. Wie sonst wäre es auch möglich, dass er dann so souverän auftreten kann? Da muss ein Sänger schon gut abschalten können und starke Nerven haben.

    Ja, wahrlich ein schwerer Beruf.


    Danke für das Programm des Wiener Liederabends.


    Ich bin ja drin. Und ich bin schon gespannt auf den Chausson-Liederzyklus und auch die Strauss-Lieder.



    Gregor

    Auf CD erschienen ist dieser Live-Mitschnitt aus der Wiener Staatsoper:



    Während der Aufführungsserie war man voll des Lobes für alle Beteiligten. Die Kritiken nach der CD-Veröffentlichung sind nicht mehr ganz so euphorisch. Jordans Dirigat wird weitgehend gelobt. Elina Garancas Kundry wird besonders gefeiert und als absoluter Höhepunkt der Aufnahme bezeichnet, während Kaufmann und Tézier nicht in allen Kritiken ganz so gut wegkommen.


    Ich tue mir ehrlich gesagt schwer mit Parsifal und kann und will das daher nicht beurteilen. Das können erfahrene Hörer sicher besser ...



    Gregor

    Ich finde es schon interessant, dass man zwar immer auf einen verpatzten Ton hinweist, aber die vielen wunderschön gesungenen Töne und Phrasen werden ignoriert. Man stürzt sich bei Sängern gerne auf das was mal nicht gelingt. Warum ist das so? Mir ist das persönlich nicht so wichtig, wenn ein Ton mal verrutscht. Das schmälert für mich eine allgemein hervorragende Gesanglseistung nicht im Geringsten. Bernheim ist zwar ausgerechnet bei der Übertragung ein Ton verrutscht, bei den anderen Vorstellungen ist ihm das nicht passiert. Weder in den Vorstellungen davor, noch in der Folgevorstellung, die übrigens auch mitgefilmt wurde. Das war überhaupt seine vielleicht beste in der Serie. Ich nehme mal an, dass da eine DVD in Planung ist. Warum sonst sollte man noch eine Vorstellung mitfilmen? Im Übrigen hat auch Nadine Sierra mal gepatzt als ihr ein Spitzenton nicht recht gelang. Na, und? Auch hier gilt für mich, dass das die ansonsten tolle Leistung in keiner Weise schmälert.


    Der Liederabend in Wien könnte auch für mich etwas werden. Leider liegt noch kein Programm vor, oder? Meinst du, es wird sich um "Dichterliebe/franz. Lieder der Romantik" handeln, das Programm, das er in München und Salzburg gesungen hat?


    Das Programm des Wiener Liederabends steht inzwischen natürlich fest. Nichts mit der Dichterliebe. Aber natürlich viel Französisches. Hier das Programm:


    Reynaldo Hahn

    L’Heure exquise

    Charles Gounod

    L’Absent

    Ernest Chausson

    Poème de l’amour et de la mer

    Giacomo Puccini

    Mentìa l’avviso

    Terra e mare

    Sole e amore

    Henri Duparc

    L’Invitation au voyage

    Extase
    Phidylé

    Richard Strauss

    Heimliche Aufforderung

    Morgen

    Cäcilie


    Nadine Sierra sang bereits 2015 die Lucia in sechs Vorstellungen in Zürich, Benjamin Bernheim sang den Arturo Buklaw und Ismael Jordi den Edgardo, Judit Kutasi die Alisa und Airam Hernandez den Normanno. Also eine erlesene Besetzung.


    Mir war nicht klar, dass Nadine Sierra schon so lange die Lucia in ihrem Repertoire hat.


    Sierra hat erzählt, dass sie Bernheim schon gut zehn Jahre kennt und mit ihm bereits einige Male auf der Bühne gestanden hat.

    Die beiden sangen auch schon Manon und Des Grieux zusammen. Das war 2019 in Bordeaux.



    Gregor

    Mich überrascht, wie schnell der Mitschnitt schon wieder online ist. Ist das von der MET autorisiert? Wie ist denn das rechtlich?

    Ich weiß nie, welche Seiten da seriös sind und von welchen man lieber die Finger lassen soll. Von ein, zwei Seiten abgesehen.


    Einen Audio-Mitschnitt kann man derzeit auch über NDR Klassik streamen. Ich weiß nur nicht wie lange man beim NDR "nachhören" kann bevor der Mitschnitt wieder verschwindet.


    https://www.ndr.de/kultur/Rome…uliette,audio1603702.html


    NEUES TRAUMPAAR DER OPER


    Es hat sich in den letzten Wochen ja ein regelrechter Hype um die Bühnenpaarung Benjamin Bernheim und Nadine Sierra entwickelt, die als neues Traumpaar der Oper bezeichnet werden.

    Nicht verwunderlich. Die beiden passen vokal und auch optisch großartig zusammen und die Chemie zwischen ihnen ist tatsächlich, wie es heißt, "Red Hot".

    Als Romeo und Julia waren sie jedenfalls erschütternd glaubwürdig.

    Sierra ist in Europa allerdings (noch) nicht so bekannt wie sie vielleicht sein sollte. Ihr großer Durchbruch in Europa steht wohl noch aus. Hier im Forum ist es noch recht still um sie.



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    Ich sehe gerade - das ist mein 2000. Beitrag im Forum ... smilie_schild_038.gif



    Gregor

    Wie die Stimme im riesigen MET- Raum zur Wirkung kommt, bleibt abzuwarten.

    Sie kommt hervorragend zur Geltung. Das weiß man allerdings schon seit 2022, als er erstmals an der MET gesungen hat.

    Interessant ist ja seine Aussage, dass er dort nur mit halber Stimme zu singen braucht, weil die Akustik an der MET so einzigartig ist und die Stimme mühelos jeden Winkel erreicht.


    Am Samstag wird die Matinée-Vorstellung von Romeo et Juliette im Rahmen von Die MET Live in HD weltweit in Kinos übertragen.

    Benjamin Bernheim und Nadine Sierra erweisen sich in den Hauptrollen in jeder Hinsicht als Traumbesetzung.


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    Gregor

    Aber keine Biographie, die allen Aspekten der vielfältigen Persönlichkeit Leonard Bernsteins gerecht wird.


    Das wäre wohl auch zu viel verlangt von einem Zwei-Stunden-Film, findest du nicht?


    Im übrigen gehörte Maestro bei den Oscars zu den großen Verlierern. Trotz sieben Nominierungen - inklusive Bester Film - ging Maestro leer aus. Der Film hatte seine Schwierigkeiten bei Kritikern und auch das Publikum zeigte wenig Interesse. Netflix verbuchte schwache Streamingzahlen. Die für viele als verstörend empfundenen Äußerungen von B. Cooper in einem seiner letzten Interviews waren hier sicher auch nicht gerade hilfreich.


    Yannick Nezet-Seguin hat extra ein Romeo-et-Juliette-Dirigat an der MET geschwänzt, nur um in L.A. dabei zu sein, wenn es für Maestro Oscars regnet. Nun, er hätte es sich sparen können.



    Gregor

    Euer aller Interesse freut mich natürlich. Es gibt ja noch so viel mehr über ihn zu erzählen. Wunderbare und berührende Geschichten und Anekdoten, seine große Freundschaft mit Giulietta Simionato, die große Liebe zu seinem treuesten Freund - seinem geliebten deutschen Schäferhund Zabo, Wissenswertes rund um seine Studioaufnahmen und deren Entstehung. Da könnte ich wirklich schon ein Buch daraus machen. :D


    Diesbezügliche Ergänzungen kommen hier in diesem thread sicher auch noch ...


    Über seine gesundheitlichen Probleme wußte ich gar nichts. Jetzt weiß ich mehr.

    Bei mir war es genau umgekehrt. Der Name war mir bekannt, ich wusste von der schweren Krankheit und dem frühen Tod - lange bevor ich den ersten Ton von ihm gehört habe.


    Eine recht amüsante Aufnahme mit Ettore Bastianini ist der Monolog des stotternden Dieners Tartaglia aus Pietro Mascagnis „Le maschere“ (‚Die Masken‘), eingespielt 1963 mit dem Sinfonieorchester der RAI Rom unter Nino Bonavolontà für eine Sendung zum 100. Geburtstag Mascagnis. Der Monolog ist als Anhang auf der CD-Ausgabe einer Gesamtaufnahme von Mascagnis „Lodoletta“ (mit Giuliana Tavolaccini und Giuseppe Campora) bei der niederländischen Firma ‚Gala‘ enthalten, zusammen mit der Auftrittsarie des Alfio und dem Duett Santuzza-Alfio aus „Cavalleria rusticana“ (mit Antonietta Stella), der kurzen Arie des Giannotto aus „Lodoletta“ und den Apostrophen des Rabbis David aus „L’amico Fritz“ – alles mit Ettore Bastianini und von 'giovanni's mansion' auf Youtube eingestellt, incl. italienisch/englischem Text und vielen Fotos.

    Danke für die Hinweise auf CD und YT, lieber Carlo.



    Gregor

    Teil 16 - Ewiges Licht (1966 - 1967)


    Ettore Bastianini, der trotz seiner schweren Krankheit immer noch optimistisch war, kehrte nach seinem letzten Engagement aus New York nach Siena zurück. Dort angekommen bezog er zunächst eine prächtige Villa. In der Eingangshalle dieser Villa hing er Plakate von seinen rekordverdächtigen Scala-Eröffnungsvorstellungen an die Wände.


    Wenn er Freunden und Besuchern seine „Ruhmeshalle“ präsentierte, war er voller Begeisterung und durchlebte alle diese Ereignisse seiner Karriere noch einmal.

    Es war alles was ihm von seiner großen Karriere geblieben war, denn seit 1966 spielte sich sein Leben vorwiegend nur noch zwischen seinem Wohnsitz und dem Krankenhaus ab.


    Auch wenn Bastianini seine Krankheit vor den meisten Menschen geheim gehalten hat, gab es doch ein paar wenige, die nach und nach Bescheid wussten. So auch sein Kollege und Freund, Franco Corelli, und dessen Gattin Loretta, die den Erkrankten in seinem zu Hause besuchten und zeigen wollten, dass sie für ihn da sind.


    Einige Zeit später jedoch zog Ettore nach Sirmione am Gardasee. Dorthin, wo seine große Liebe wohnte, Emanuela Bianchi Porro. Er bezog sogar das Nachbarhaus, nur um in ihrer Nähe sein zu können.


    Den beiden war kein Happy End beschieden gewesen, zum einen weil sie sich zum Heiraten seinerzeit nicht bereit gefühlt hat, zum anderen weil Bastianini sich von ihr gelöst hatte, nachdem er von seiner schweren Erkrankung erfahren hat, weil er nicht wollte, dass die junge Frau sich mit einem krebskranken Mann belasten soll.


    Doch nun war sie wieder an seiner Seite, kümmerte sich um ihn und begleitete ihn zu seinen Terminen im Krankenhaus. Sie wurde seine emotionale Stütze. Und es war Emanuela, die ihn wortwörtlich in ihren Armen hielt, als Ettore Bastianini am 25. Januar 1967 von der Krankheit völlig entkräftet im Alter von nur 44 Jahren in Sirmione verstarb.


    Zwei Tage später war ganz Siena auf den Beinen, um dem berühmten Bariton das letzte Geleit zu geben. Ettores Begräbnisfeierlichkeiten folgten der Prozedur eines Staatsbegräbnisses. Blumenkränze von Opernhäusern aus aller Welt trafen ein. Unter den vielen Trauergästen bei der Beerdigung sah man auch viele bekannte Gesichter und Weggefährten Bastianinis. Emanuela war selbstverständlich da, seine Lebensfreundin Giulietta Simionato war natürlich gekommen, auch Maestro Gianandrea Gavazzeni folgte dem Trauerzug. Sein Sarg war mit der Flagge der Pantera Contrada - seinem Heimatbezirk - bedeckt. Als Bastianinis Sarg auf den Schultern seiner treuen Kameraden der Pantera Contrada über die Via di Città getragen wurde und am Piazza del Campo eintraf, läutete die Glocke des Palazzo Comunale. Auf dem kleinen, lichtdurchfluteten Friedhof der hinter der Porta Laterina liegt, wurde Ettore Bastianini zur letzten Ruhe gebettet.


    Und nun war auch die Zeit für die Welt gekommen, um zu erfahren, dass Ettore Bastianini bereits seit mehreren Jahren an Krebs gelitten hat und dies der Grund für sein Ableben war. Eine Nachricht, die im Grunde alle völlig unvorbereitet ereilte.


    Fotos von seinem Begräbnis:


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    Ettores einziger Sohn, Jago, starb ebenfalls früh und tragisch. Er kam 1981 mit nur 36 Jahren durch ein schlecht geparktes Auto, das ihn überrollte, ums Leben. Jago hinterließ einen kleinen Sohn, Ettore junior – Bastianinis Enkelsohn. Bei Veranstaltungen, die zu Ehren seines Großvaters stattfinden, zeigt sich Ettore Bastianini jr. auch in der Öffentlichkeit.


    Doch es ist Emanuela Bianchi Porro - die übrigens die Schwester der 2019 vom Papst selig gesprochenen Benedetta Bianchi Porro ist - die stets im Einsatz ist, wenn es darum geht, sich um Ettore Bastianinis Andenken zu kümmern. Regelmäßig nimmt sie an Veranstaltungen teil, die sich dem großen Bariton widmen. Zuletzt war sie natürlich bei den Feierlichkeiten zu Bastianinis 100. Geburtstag besonders aktiv. Fotos von ihr findet man auch immer wieder auf der Webseite der Associazione Ettore Bastianini, jener Gesellschaft, die ebenfalls viel dazu beiträgt, die Erinnerung an Ettore Bastianini hochzuhalten.


    Emanuela Bianchi Porro, Jahrgang 1941, hat zudem zwei Bücher über Ettore Bastianini veröffentlicht.


    La finestra sul lago

    Das Fenster zum See


    Eine Erinnerung an Ettore Bastianini


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    und


    Il mio pensiero per te

    Meine Sorge um dich


    Das Leben und die Kunst Ettore Bastianinis in den Briefen an Emanuela Bianchi Porro


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    Auf beiden Buchcovern sieht man Ettore mit Emanuela abgebildet.


    Die Oper spielt bis heute eine große Rolle in ihrem Leben:

    Emanuela Bianchi Porro (die attraktive Dame rechts) vor einiger Zeit bei einer Scala-Premiere.


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    An Ettore Bastianini erinnern heute beispielsweise eine Straße in Siena, die "Via Ettore Bastianini" als auch eine Gedenktafel an seinem Geburtshaus, die anlässlich seines 25. Todestages 1992 enthüllt wurde.


    Die Inschrift besagt:


    "Ettore Bastianini wurde in diesem Haus geboren und hat hier seine frühe Jugend verbracht.

    Ein hervorragender Opernsänger und siegreicher Kapitän, der den Schatz seines Gesangs der ganzen Welt geschenkt hat,

    und der stets eine tiefe Liebesbeziehnung zu seinem Siena und seinem Bezirk bewahrt hat."


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    Eine weitere Gedenktafel findet sich an seinem Wohn- und Sterbehaus in Sirmione am Gardasee, welche dort auf Betreiben von Emanuela Bianchi Porro im Jahr 2007 angebracht wurde.


    Für diese Tafel fand sie folgende Worte:


    "In diesem Haus, einem Ort voller schöner Erinnerungen,

    wollte er die letzten Tage seiner kurzen irdischen Reise verbringen.

    Der Bariton Ettore Bastianini, ein großer Künstler, der die Gabe seines Gesangs

    zum Grund und zur Dimension seines Lebens gemacht hat."


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    Ettores Grab in Siena besagt über ihn:


    "Er kannte den Ruhm,

    er verstand den Schmerz,

    er wusste, wie er es macht, dass er geliebt wird."


    "Du hast mehr als ein Leben gelebt."


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    Gregor

    Die New Yorker Metropolitan Opera hat im Rahmen ihrer Spielplanveröffentlichung auch ihre Kinoübertragungen für die Saison 2024/25 bekanntgegeben.

    Eine geplante Produktion von Semele musste aus finanziellen Gründen auf eine spätere Saison verschoben werden. Die Kinoübertragungen wurden von neun auf acht reduziert und starten am 05.10.2024 mit Offenbachs Hoffmanns Erzählungen in hervorragender Besetzung.


    05. Oktober 2024 Les contes d'Hoffmann mit Benjamin Bernheim in der Titelrolle, Pretty Yende als Antonia und Erin Morley als Olympia

    19. Oktober 2024 Grounded von Komponistin Jeanine Tesori als MET-Premiere

    23. November 2024 Tosca mit Lise Davidsen

    25. Januar 2025 Aida mit Angel Blue in der Titelpartie, Judit Kutasi als Amneris und Piotr Beczala als Radames

    15. März 2025 Fidelio mit Lise Davidsen als Leonore, David Butt Philipp als Florestan und Tomasz Konieczny als Don Pizarro

    26. April 2025 Le nozze di Figaro mit Joana Mallwitz am Dirigentenpult

    17. Mai 2025 Salome mit Elza van den Heever

    31. Mai 2025 Il barbiere di Siviglia mit Andrey Zhilikhovsky als Figaro und Aigul Akhmetshina als Rosina



    Gregor

    Sieben gilt als einer der besten Filme aller Zeiten. Regisseur David Fincher nutzt Bachs weltberühmtes Air aus seiner Suite Nr. 3 in D-Dur in jener Szene des Films als Morgan Freeman in der Bibliothek über die sieben Todsünden nachforscht, nach denen ein Serienmörder seine Morde begeht, während Brad Pitt zu Hause in den Akten forscht. Die wunderschöne Musik steht hier in totalem Kontrast zu den grausamen Erkenntnissen.


    Hier die Filmszene:




    Gregor

    In jeder Hinsicht eine Dame - in Erscheinung und Sprache.

    Und jedes Jahr sieht man sie im TV im Weihnachtsklassiker Single Bells und der Fortsetzung O Palmenbaum in der Rolle der überkandidelten Lilibet als Mutter von Mona Seefried. Immer wieder amüsant!

    Die letzten Jahre verbrachte von Koczian in einer Seniorenresidenz. In ihrer letzten Zeit schwer von fortgeschrittenem Alzheimer gezeichnet.


    1959 war sie die Filmpartnerin von Mario Lanza in dessen letztem Film Der Sänger von Capri, auch bekannt als Serenade einer großen Liebe.

    Sie hat ihren um zwölf Jahre älteren Kollegen um fast 65 Jahre überlebt.


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    Gregor