Beiträge von Gregor

    Nun kommt die Titelrolle aus Halévy's bekanntester Oper ins Spiel:



    Rachel (La Juive)


    1. Krassimira Stoyanova

    mit Neil Shicoff als Partner sorgte sie an der WSO für vokale Sternstunden (es gibt auch eine DVD davon)




    2. Soile Isokoski

    auch die Finnin sorgte in der Partie an der WSO - ebenfalls mit Shicoff als Eléazar - für stimmliche Qualität (davon gibt es einen CD-Mitschnitt)


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    Gregor

    Licht und Schatten


    Im Sommer 2019 feierte Placido Domingo sein 50-jähriges Arena-di-Verona-Jubiläum. In der für ihn veranstalteten Gala trat er in szenischen Ausschnitten in den Verdi-Opern Nabucco, Macbeth und Simon Boccanegra auf.

    Ein Mitschnitt dieses Abends erscheint am 24. Juli auf DVD.





    Weniger erfreulich für den Sänger ist, dass der Madrider Bezirk Arganzuela eine Initiative genehmigt hat, um Placido Domingo's Namen von einer Schule zu entfernen.

    Nachdem dem Sänger letztes Jahr sexuelle Belästigung und Machtmissbrauch vorgeworfen wurden, sind Stimmen laut geworden, dass es nicht ratsam ist, wenn eine pädagogische Einrichtung seinen Namen trägt.


    Es haben einige Organisationen in Spanien den Kontakt zu Domingo abgebrochen, darunter auch das Teatro de la Zarzuela.

    Geplant sind hingegen nach wie vor Vorstellungen des Sängers in Spielstätten wie der Arena di Verona, der Wiener Staatsoper, dem Maggio Musicale in Florenz oder der Mailänder Scala.


    Gregor

    Neu im Spiel:


    Fedora (Fedora)


    Mirella Freni


    sie hat diese Oper praktisch wieder populär gemacht und an einer Reihe von Häusern gesungen - die Partie wurde in der Spätphase ihrer Karriere zu einer Art Paraderolle für sie, die sie mit unterschiedlichen Tenorpartnern wie Domingo, Carreras, Lima oder Larin gesungen hat.


    Es sind gar zwei Aufführungen auf DVD erschienen. Ein Mitschnitt stammt aus der Scala, der andere aus der MET. Beide mit Domingo als Partner.



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    Gregor

    Wie diverse Presseagenturen melden ist Gabriella Tucci am 11. Juli 2020 im Alter von 90 Jahren in ihrer Heimatstadt Rom verstorben.


    Die Sopranistin debütierte 1951 in Spoleto als Leonora in Verdi's La forza del destino an der Seite von Beniamino Gigli. 1953 sang sie in Florenz mit Maria Callas in Cherubini's Medea.

    1959 folgte ihr Scala-Debüt als Mimi in Puccini's La bohème. In der Folge debütierte sie beispielsweise am Royal Opera House in London als Aida und an allen bedeutenden Opernhäusern weltweit.


    An der New Yorker Metropolitan Opera debütierte sie 1960 in Madama Butterfly. An diesem Opernhaus trat sie dann bis 1972 in insgesamt 260 Vorstellungen auf!

    Tucci hält übrigens einen MET-Rekord: Sie ist bis heute die einzige Sopranistin die elf Verdi-Hauptrollen an der MET und damit mehr als jede andere Sängerin an diesem Haus gesungen hat.


    Tucci war eine vielseitige Sängerin und galt als begabte Darstellerin. Ihr Repertoire umfasste über 80 Partien und reichte von Belcanto bis Verismo, besonders Rollen von Verdi und Puccini bildeten dabei ihr Kernrepertoire. Sie sang aber auch Mozart sowie Rollen des Französischen, Russischen, Deutschen und Englischen Fachs.


    Zu ihren Paradepartien gehörten unter anderen Maddalena, Aida, Desdemona, Cio-Cio-San und die beiden Leonoras in Il trovatore und La forza del destino.


    Obwohl sie wohl nur zwei offiizielle Studioaufnahmen machte - I Pagliacci und Il trovatore - ist ihre Stimme auf vielen Opern-Live-Mitschnitten zu hören.


    Tucci's Stimme wurde als groß und opulent sowie als farbenreich beschrieben, die auch über viel Wärme verfügt.


    Wolfgang's Bemühungen die Sängerin hier zu einem Gesprächsthema zu machen, sind ja leider gescheitert. Vielleicht kann ja nun der eine oder andere etwas zur Sängerin sagen.


    Gregor

    Norma (Norma)


    Edita Gruberova




    Lucia (Lucia di Lammermoor)


    1. Edita Gruberova
    die legendäre Lucia-Interpretin





    2. Lisette Oropesa

    ihre Lucia in Madrid 2018 wurde als Sensation gefeiert




    Silvio (I Pagliacci)


    1. Simon Keenlyside

    ein betörender Silvio




    2. Tae-Joong Yang

    überzeugte an der WSO



    Tonio (I Pagliacci)


    Juan Pons




    Gregor

    Im Radio: Arabella aus der Wiener Staatsoper von 1964!


    Dirigent: Joseph Keilberth (Wien, Staatsoper, 21. 6. 1964) Bisher ist lediglich das Duett Arabella-Mandryka „Und du wirst mein Gebieter sein“ im Lisa Della Casa gewidmeten Portrait von 'Orfeo' erschienen. (Eine vom ORF übertragene Gedächtnisaufführung zum 100. Geburtstag von Richard Strauss; diese Aufnahme wurde am 6. 10. 1965 noch einmal gesendet.)

    Und nun taucht diese Aufnahme nach langer Zeit wieder im Radio auf, denn OE 1 überträgt am kommenden Samstag, 11. Juli um 19.30 Uhr diesen Mitschnitt.


    Besetzung:


    Lisa della Casa (Arabella)

    Anneliese Rothenberger (Zdenka)

    Hugh Beresford (Mandryka)

    Ivo Zidek (Matteo)

    Otto Edelmann (Graf Waldner)

    Ira Malaniuk (Adelaide)

    Anton Dermota (Graf Elemér)

    Hans Christian (Graf Dominik)

    Robert Kerns (Graf Lamoral)

    Mimi Coertse (Fiakermilli)

    Margareta Sjöstedt (Kartenaufschlägerin)



    Gregor

    Nachdem wir die Elisabetta bereits genannt haben, muss nun natürlich auch der Roberto Devereux ins Spiel:



    1. Joseph Calleja

    veredelte den Titelhelden mit seinem Ausnahmetimbre


    2. Matthew Polenzani

    er verfügt natürlich nicht über das Timbre eines Calleja, sang die Rolle zuletzt aber achtbar



    Gregor

    Neu ins Spiel kommt die Elvira aus Bellini's I Puritani:



    1. Edita Gruberova

    die Koloratursopranistin natürlich auch als Elvira virtuos




    2. Mirella Freni

    glanzvoll in einer ihrer wenigen Belcantopartien




    3. Stefania Bonfadelli

    eine Krankheit beendete leider viel zu früh die Karriere dieser beim Publikum so beliebten Sängerin




    Gregor

    Anna Bolena (Anna Bolena)


    Ich kenne diese Oper nur aus mehreren Live-Aufführungen


    1. Krassimira Stoyanova

    sang in Wien eine stilsichere anmutige Königin


    2. Anna Netrebko

    opulent im Gesang und sehr selbstbewusst im Auftreten - sie schien sich in ihrer Darstellung sehr an Natalie Dormer's Anne Boleyn aus der Serie Die Tudors zu orientieren (eine Serie die die Netrebko verschlungen und geliebt hat, wie sie gestand)



    Lucrezia Borgia (Lucrezia Borgia)


    Mariella Devia

    die Belcanto-Spezialistin souverän in der Produktion der Mailänder Scala



    Elisabetta (Roberto Devereux)


    Edita Gruberova

    die Königinnen in Donizetti's Tudor-Trilogie gehören zu den Paradepartien der Sängerin



    Nedda (I Pagliacci)


    1. Teresa Stratas

    eine fragile und doch selbstbewusste Nedda neben Domingo oder Pavarotti


    2. Patricia Racette

    wusste zuletzt in der MET-Produktion sehr zu gefallen



    Gregor

    Im Juli kommt Elina Garanca's neue CD bei Decca heraus. Gemeinsam mit der Staatskapelle Berlin unter Daniel Barenboim hat sie Edward Elgar's Liederzyklus "Sea Pictures" aufgenommen.

    Das Album beinhaltet zusätzlich Elgar's sinfonische Studie "Falstaff".


    Leider funktioniert das Verlinken auf Amazon immer seltener. Mehr als ein Einfügen des Bildes vom Cover ist nicht möglich.




    Gregor

    Das Spiel wird heute mit der Baritonpartie aus Mascagni's berühmtester Oper erweitert:



    Alfio (Cavalleria Rusticana)


    1. Ettore Bastianini

    ein Kerl von einem Alfio mit Prachtstimme, dem man die Figur voll abnimmt - legendär die Aufnahme mit Björling und Tebaldi


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    2. Renato Bruson

    auch ein hervorragender Alfio auf CD und in Zeffirelli's Opernverfilmung



    Gregor

    Salome (Salome)


    1. Ljuba Welitsch

    Wer sonst? - Die Salome des Jahrhunderts


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    2. Karita Mattila

    eine intensive Salome, die sich nicht scheute sich am Ende des Schleiertanzes auch nackt zu zeigen



    3. Teresa Stratas

    eine mädchenhafte, eindringliche Salome




    Jochanaan (Salome)


    1. Terje Stensvold

    bei seinem asketisch wirkenden Täufer war es durchaus nachvollziehbar, dass eine Salome in seinen Bann gezogen werden konnte


    2. Juha Uusitalo

    ein einprägsamer, charismatischer Johannes



    Narraboth (Salome)


    1. Wieslaw Ochman

    in der berühmten Verfilmung von 1974


    2. Julian Prégardien
    ließ in Salzburg 2018 aufhorchen



    Gregor

    Bei Verdi's Falstaff könnte man ja noch einige wichtige Rollen hinzufügen. Also kommt heute der Ford neu ins Spiel:



    1. Christopher Maltman

    der Brite als fulminanter Ford in der McVicar-Inszenierung an der WSO


    2. Simon Keenlyside

    auch dieser Brite ein furioser Ford mit Shakespeare-Spiel in Wien


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    3. Rolando Panerai

    der legendäre Ford auf der Bühne und in diversen Gesamtaufnahmen


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    Sesto (La clemenza di Tito)


    1. Elina Garanca

    ein farbenreicher Sesto in Wien - starke Mozartsängerin




    2. Vesselina Kasarova

    hat die Rolle auch sehr gut gesungen - und toll gespielt



    Antonia (Les contes d'Hoffmann)


    1. Krassimira Stoyanova

    die Alleskönnerin auch im französischen Fach eine Klasse für sich


    2. Anna Netrebko

    sie hat die Rolle wohl gar nicht so oft gesungen - die Partie lag ihr hervorragend



    Dr. Bartolo (Il barbiere di Siviglia)


    Alfred Sramek

    Er war der Meister der Buffo-Partien - 35 Jahre lang hat er die Rolle an der Wiener Staatsoper in 175 Vorstellungen verkörpert


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    Gregor

    Wer "Julia" sagt, muss wohl auch "Roméo" sagen - daher neu im Spiel ...



    Roméo (Roméo et Juliette)


    1. Marcelo Alvarez

    sorgte mit seinem traumhaften Timbre für Sternstunden - so muss der verliebte junge Montague klingen




    2. Roberto Alagna

    noch so ein Tenor mit "Roméo-Timbre" - einst eine Paradepartie des Franzosen




    Einen dritten überzeugenden und für mich rundum glaubhaften Roméo kann ich nicht nennen.



    Gregor

    Heute mal eine Reihe von Einzel-Nennungen, da ich bei den folgenden Partien aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr nennen kann oder will.



    Hoffmann (Les contes d'Hoffmann)
    Neil Shicoff

    mein prägender Live-Hoffmann - faszinierend in der Darstellung des Zerrissenen und Desillusionierten in unterschiedlichen Inszenierungen


       



    Colline (La bohème)

    Nicolai Ghiaurov

    auch vokal ganz der Philosoph




    Sagrestano (Tosca)

    Alfred Sramek

    legendärer Mesner-Interpret der Wiener Staatsoper - hat die Rolle im Haus am Ring 123 Mal gesungen



    Daphne (Daphne)

    Ricarda Merbeth

    in dieser Partie war sie hervorragend - eindringlich in der Verwandlung zum Baum



    Apollo (Daphne)

    Johan Botha

    keine einfache Tenorpartie - doch der Sänger bewältigte sie eindrucksvoll



    Commendatore (Don Giovanni)

    Eric Halfvarson

    konnte ein wirklich bedrohlicher Komtur in der Finalszene sein




    Valentin (Faust)

    Simon Keenlyside

    war in jeder Hinsicht purer Luxus in der Partie


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    Gregor

    Eine Partie aus einer Massenet-Oper erweitert das Spiel:



    Charlotte (Werther)


    1. Elina Garanca

    ist mit der Partie vom Geheimtipp zum Star-Mezzo avanciert



    2. Vesselina Kasarova

    wie ihre lettische Kollegin ist auch sie eine sehr eindringliche und ideale Charlotte



    3. Sophie Koch

    die Französin in einer ihrer Paraderollen




    Gregor

    Wir sollten Cosi fan tutte komplettieren - kaum zu glauben, dass ausgerechnet der Ferrando noch fehlt während die Despina schon lange im Spiel ist.



    Ferrando (Cosi Fan Tutte)


    1. Topi Lehtipuu

    Ein Top-Ferrando in der Aufzeichnung aus Glyndebourne, mit Verzierungen die man nicht alle Tage hört - auch in Salzburg mit der Partie erfolgreich


     




    2. Rainer Trost

    vielleicht die schönste, klarste, reinste Mozart-Tenorstimme der vergangenen 25 Jahre - und sie kommt aus Deutschland


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    3. Francesco Meli

    war vor zehn Jahren ein guter Sänger für Mozart, ist bei Spinto-Verdi-Partien heute weniger überzeugend




    Gregor

    Neu im Spiel:


    Nicklausse (Les contes d'Hoffmann)


    1. Ann Murray

    ganz wunderbar gesungen, absolut stilsicher



    2. Elina Garanca

    ein stimmlich farbenreicher Nicklausse, sie ist in Hosenrollen immer ganz toll


    3. Angelika Kirchschlager

    auch sie ganz hervorragend als androgyner Nicklausse



    Gregor

    Meistens heißt der Riccardo - wenn ich Un ballo in maschera sehe - Gustavo. ;) Also ist die Tenor-Hauptrolle in Verdi's Oper für mich ganz klar der Schwedenkönig. :)


    Gustavo (Un ballo in maschera)


    1. Luciano Pavarotti

    der Gustavo war wohl eine seiner besten Verdi-Rollen


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    2. José Carreras

    absolut royal im Klang und sehr ekstatisch



    3. Neil Shicoff

    legte sehr viel Leidenschaft in die Rolle, hörte ich aber leider erst sehr spät als Gustavo




    und weiter geht's mit Verdi ...


    Macduff (Macbeth)


    1. Joseph Calleja

    schöner und besser geht nicht - man wünschte sich bei ihm, dass die Rolle größer ist



    2. José Carreras

    der damals noch junge Tenor mit traumhaft schönem Timbre



    3. Dimitri Pittas

    war in der Skandal-Inszenierung von Nemirova in Wien wirklich gut


    hier aber in der Inszenierung der MET:




    Gregor

    Neu im Spiel eine weitere Puccini-Partie:


    Marcello (La bohème)


    1. Rolando Panerai

    als Marcello eine Klasse für sich



    2. Ettore Bastianini

    seine einzigartige Stimme veredelte auch den Marcello



    3. Mario Sereni

    auf der frühen Freni-Aufnahme sehr gut




    Gregor

    Neu ins Spiel kommt die Juliette aus Gounod's Romeo et Juliette:



    1. Mirella Freni

    ihr lyrischer Sopran brachte für die Rolle die nötige mädchenhafte Anmut mit - optisch war sie ohnehin eine Julia wie aus dem Bilderbuch


     


    2. Andrea Rost

    auch die ungarische Sopranistin mit Mädchenhaftigkeit und beweglichem Koloratursopran


    3. Angela Gheorghiu

    als Juliette hervorragend besetzt




    Gregor

    "Nein, länger trag' ich nicht die Qualen", dass schon zwei Verdische Don Carlos im Spiel sind, der dritte, wichtigste, titelgebene jedoch noch nicht.

    Verrückt, dass diese Rolle so lange unberücksichtigt geblieben ist...


    Ich finde das ehrlich gesagt gar nicht so verwunderlich. Rodrigo, Filippo, Elisabetta und Eboli sind alles ergiebigere Partien. Die geben einfach musikalisch und auch dramaturgisch mehr her. Da hinkt die Titelfigur schon hinterher.

    Zwei Interpreten will ich aber dennoch nennen.



    Don Carlo (Don Carlo)


    1. José Carreras

    Auf der Karajan-Studioaufnahme sehr glaubhaft mit junger frischer Stimme und vokaler Leidenschaft - traumhaft das Timbre des damals noch jungen Tenors.


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    2. Roberto Alagna

    Er ist der Live-Interpret der mir am besten gefallen hat.





    Scarpia (Tosca)


    1. Ettore Bastianini

    der schönstimmigste Baron - gerade die Schönheit der Stimme kaschierte die Grausamkeit seiner Figur und machte den Scarpia sogar noch gefährlicher.



    2. Zeljko Lucic

    war in Live-Vorstellungen in Wien sehr gut an der Seite von Angela Gheorghiu.


    3. Gerald Finley

    diabolisch in seinem Auftreten, wirklich ein Scarpia zum Fürchten.



    Gregor

    Neu ins Spiel kommt eine weitere Mozart-Partie:



    Guglielmo (Cosi fan tutte)


    1. Simon Keenlyside

    traumhaft schönes Timbre, ein perfekter Guglielmo beispielsweise in der bekannten Aufzeichnung aus Paris




    2. Luca Pisaroni

    als Bassbariton ein etwas tiefer timbrierter Guglielmo, ideale Stimme für Mozart, großartig in den Aufführungen in Glyndebourne und Salzburg


     



    3. Rolando Panerai

    ein legendärer Guglielmo mit einem deutlich kantigeren Timbre für Mozart




    Gregor

    Figaro, Susanna, Graf und Gräfin habe ich schon, aber der Cherubino fehlt mir noch:


    Cherubino (Le nozze di Figaro)


    1. Elina Garanca

    sie konnte sehr überzeugend einen Jungen spielen, der sich als Mädchen verkleiden und mädchenhaft sein muss, gesanglich Luxusklasse.


    2. Angelika Kirchschlager

    wunderbar timbriert zwischen den Geschlechtern spielend, auch sie glaubhaft in "beiden" Rollen.





    3. Christine Schäfer

    burschikos und stimmlich souverän



    und um bei Mozart zu bleiben ...


    Fiordiligi (Cosi fan tutte)


    1. Barbara Frittoli

    eine klangvolle Mozartsängerin




    2. Miah Persson

    hevorragend in der konventionellen Glyndebourne-Produktion als auch in der modernen Inszenierung aus Salzburg


     



    Dorabella (Cosi fan tutte)


    1. Elina Garanca

    in der ersten Phase ihrer Karriere eine fantastische Mozartsängerin


    2. Angelika Kirchschlager

    auch sie bei Mozart mit ihrem adäquatem Mezzo immer eine sichere Bank



    Gregor

    F.B. Pinkerton, Madama Butterfly

    Eigentlich heißt er ja B.F. Pinkerton bzw. Benjamin Franklin Pinkerton. Ich frage mich wo manchmal das umgekehrte F.B. herkommt.


    Die Rolle wird ja von vielen Tenören gemieden. Kein Wunder. Schließlich handelt es sich um eine sehr kontroverse Figur, die aufgrund ihres Auftretens und Handelns alles andere als ein Sympathieträger ist. Und so hat es ja auch lange gedauert bis der Pinkerton nun ins Spiel gefunden hat.

    Dabei hat der Marineleutnant ja nun durchaus auch einiges an schöner Musik zu singen.


    Ich habe einige Pinkertons live gesehen, doch nur meine persönliche Nummer Eins war ein Erlebnis und wirklicher Genuss. Bei den beiden weiteren Genannten beziehe ich mich somit auf Gesamtaufnahmen.



    1. Joseph Calleja

    mein liebster Live-Pinkerton. Die Stimme ist für Puccini wie geschaffen und Calleja verdanke ich das wunderschönste Bimba dagli occhi pieni di malìa welches ich jemals live gehört habe. Ein Gänsehautmoment. Einmal sah und hörte ich ihn mit DER Butterfly unserer Tage, Hui He. :hail: Diese Besetzung war natürlich ein Glücksfall und musikalisch bzw. gesanglich ein Highlight.




    2. Luciano Pavarotti

    ist ein strahlender Pinkerton in der Karajan-Aufnahme, einfach herrlich gesungen.



    3. José Carreras

    ein kraftvoller, robuster Pinkerton, der doch seine schönsten Momente in den lyrischen Stellen der Partitur findet.




    Gregor

    So manche(r) hat sich schon auf Netrebko's Salome-Debüt gefreut. Die Rolle, welche ihre erste Strauss-Partie gewesen wäre, hätte sie in der Saison 2021/22 erstmalig an der MET singen sollen.

    Wie nun bekannt wurde, hat sich Netrebko dazu entschieden, die Rolle nicht in ihr Repertoire aufzunehmen, da sie diese Partie nicht richtig für sie hält.


    Es ist nicht das erste Mal, dass sich die Sängerin von einer angekündigten Rolle distanziert. So hat sie sich mit ähnlicher Begründung einst auch von der Norma, der Faust-Marguerite und auch der Figaro-Gräfin zurückgezogen.


    Da die New Yorker MET den Start der kommenden Saison wegen der Corona-Krise von September auf 31. Dezember verschoben hat, fällt dort auch ihr Auftritt als Aida zur Saisoneröffnung ins Wasser. An der MET wird sie dann allerdings im April 2021 ihr Rollendebüt als Abigaille geben.



    Gregor

    Eine neue Belcanto-Tenorpartie steigt ins Spiel ein:


    Edgardo di Ravenswood (Lucia di Lammermoor)



    1. Joseph Calleja

    lange Zeit eine Paradepartie des Maltesers, triumphal mit Dessay an der MET



    2. Luciano Pavarotti

    wie immer bei Donizetti herausragend



    3. Marcelo Alvarez

    ein geschmeidig belcantesker Edgardo




    Gregor