Beiträge von Dr. Holger Kaletha

    Manualtechnisch ‚dreht‘ er da auf, wo er es musikalisch notwendig sieht. ‚Hörschnipsel‘ alleine werden dem nicht gerecht.

    Lieber Siamak,


    das ist mir natürlich völlig klar! Nur hat mich beim natürlich nie wirklich absolut aussagekräftigen Reinhören einfach nicht die Begeisterung gepackt, dass ich den Entschluss hätte fassen können: Das muss ich haben - obwohl ich bekanntlich ein ganz großer Liszt-"Fan" bin! Aber vielleicht ändert sich das ja noch Dank Eurer nachhaltigen großen Werbung für die Aufnahme! :) :hello:


    Schöne Grüße

    Holger


    Lieber Jörn,


    das ist schlicht eine wundervolle CD, die ich heute mit meiner Frau gehört habe zum Frühstück. Sie meinte, das sei ja so schön, dass ich sie jeden Sonntag spielen könnte! ^^ Da stimmt einfach alles: Esprit, Natürlichkeit, Klangschönheit, Treffsicherheit der Charakterisierung und dazu noch eine unaufdringliche persönliche Handschrift. Meisterhaftes Klavierspiel, kann ich da nur sagen! :hail: Bei den scheinbar so leichten Lyrischen Stücken von Grieg haben sich so manche berühmte Kollegen die Finger verbrannt. Freire dagegen trifft den richtigen Ton - die Idiomatik stimmt. Ich freue mich schon, dass ich seine Liszt-Platte auch noch kriege hoffentlich nächste Woche... :hello:


    Liebe Grüße

    Holger

    Bei Katsaris meine ich recht häufig die Konzentration auf den (zugegeben famosen) Klavierklang zu verspüren, zumal er sich rhythmische Freiheiten leistet (auch leisten kann), die die Illusion eines Orchesters schnell zerstören.

    Das ist die Schwäche von Katsaris, seine "Mätzchen", die er sich manchmal etwas postmodern verspielt erlaubt. (Dazu gehört auch die Hervorhebung mancher Nebenstimmen und Nebensächlichkeiten, wo man sich dann fragt: Wozu muss das eigentlich sein?) ^^ Aber diese Aufnahme ist eine seiner allerbesten!


    Schöne Grüße

    Holger

    Musikalisch klanglich ist die Einspielung von Alpers vorzuziehen. Interessant ist der Einsatz der Stimmen in der Neunten.

    Naja. Die Einspielungen von Katsaris habe ich - und ihn auch mit einer Symphonie damals in der Düsseldorfer Tonhalle gehört. Ich muss sagen, mir gefällt Katsaris, der diese Aufnahme übrigens auf einem eigens für ihn angefertigten Marc Allen-Flügel gemacht hat, besser als Alpers (Vergleich allerdings nur mit den Hörschnipseln). Alpers ist zwar ungemein akkurat, mir aber auch ein wenig zu bieder und deutsch gemütlich. Bei ihm klingen diese Stücke so, als seien das keine Transkriptionen eines großen Orchesterapparates auf dem Konzertflügel, sondern unentdeckte Klaviersonaten für die intime Kammer von Beethoven. Da fehlt mir die orchestrale Dimension, die ich einfach nicht spüre. ^^ Katsaris mit seinem Flügel hat die symphonische Dynamikspanne und auch die Verve, dass das wirklich wie eine Klavier-Symphonie klingt für den großen Saal. Gerade bei den sehr symphonischen Stücken wie der Symphonie Nr. 6 kommt Katsaris der Flügel, auf dem man die orchestrale Stimmen-Vielfalt sehr gut wiedergeben kann, und auch die trockenere Akustik zugute, wo die Illusion einzelne Orchesterstimmen zu hören, dann wirklich entsteht. (Seine überragende Fähigkeit der Klangabstufung tut das ihre dazu.) Der auch noch kompakt aufgenommene Steinway-Mischklang bei Alpers deckt genau das eher zu - auch bei der Symphonie Nr. 5 merkt man es deutlich.


    Schöne Grüße

    Holger

    Leonard Bernstein hat sein ganzes Charisma in ein Projekt eingebracht, das von 1958 bis 1972 im amerikanischen Fernsehen CBS lief: Young Poeples's Concert with the New York Philharmonic. Die 52 je einstündigen Sendungen sind auf DVD oder Blueray erhältlich.

    Ja, lieber Moderato - solche charismatischen Persönlichkeiten wie Bernstein fehlen heute leider, die sowas wirklich können! Und: Die USA sind das klassische Einwanderungsland. Die Migration ist also nicht Schuld, wenn die klassische Musik zu wenig Gehör findet. ;)


    Schöne Grüße

    Holger

    Auch Lichtreflexionen durch den Laser, um der klangschädlichen Fehlerkorrekturschaltung Arbeit zu ersparen, kann man einschränken.


    1. Den Rand der CD mit schwarzem Marker bemalen (siehe Pfeil im Bild)

    2. lichtundurchlässige Carbonmatte

    Davor bin ich bisher zurückgeschreckt, lieber Karl, einzig und allein deshalb, weil ich dann mit einem Filzschrift die CD bemalen muss. Das ist letztlich Chemie. Wer weiß, wie sich das auf die CD nach Jahren auswirkt?

    :!: Der SONY hat ja auch 9 umschaltbare Digitalklangfilter. Die hatte ich mal vor Jahren ausprobiert, da ist sogar ein Filter dabei, das "Röhrenklang" nachahmen kann. Alles Quark, bei mir läuft der in der Standardeinstellung und klingt so am natürlichsten !!!

    Bei meinem neuen Cambridge DAC Magic Plus habe ich drei Filter, lieber Wolfgang. Die sind in der Bedienungsanleitung auch sehr gut erklärt in ihrer Wirkungsweise. Zumeist benutze ich Filter 1 linear (= zeitrichtig). Je nach Verkabelung, welche Geräte ich spiele und je nach Aufnahme verwende ich dann aber auch schon mal Filter 2, der etwas homogener klingt. :)


    Schöne Grüße

    Holger

    Ich finde den etwas schlichteren Ton hier auch aus dem Grunde passend, dass Liszt hier in einer großen Ökonomie komponiert hat, oder nicht? Und stand nicht in der früheren Version des Werkes als Anweisung avec un profond sentiment de tristesse? Das findet sich in dieser Version aber nicht mehr, einen Ansatz, wie ihn Piemontesi gewählt hat, halte ich daher für legitim, ob er klanglich gefällt, steht ja auch einem anderen Blatt. Ich empfinde es - eingebettet in den Zyklus -auch klanglich als überzeugend. Wenn ich hier mäkeln wollte, so hat mir hier die linke Hand etwas zu viel Gewicht, es wirkt nicht ganz ausbalanciert. Aber in der più lento Passage hat er einen ganz vorzüglichen melancholisch-schlichten Klavierton, und diese Passage gefiel Dir ja auch :)

    Lieber Jörn,


    Deinen Hinweis auf die Frühfassung von 1842, die in der Henle-Ausgabe abgedruckt ist, finde ich sehr aufschlussreich! Daran hatte ich gar nicht gedacht! Liszt schreibt dort ja nicht nur avec un profond sentiment de tristesse vor, sondern auch Sostenuto. Nicht nur das ist aber in der "bereinigten" Endfassung weggefallen, sondern auch die Notierung der Bögen ist ganz anders. In der Frühfassung notiert Liszt für das Hauptthema drei verschiedene Bögen und beim zweiten stehen da Staccato-Punkte. In der Endfassung notiert Liszt einen einzigen großen Bogen und es gibt auch keine Staccato-Punkte mehr. Das Merkwürdige ist, dass Piemontesi die Phrasierung aus der Frühfassung spielt, also die melodische Linie in drei Phrasen zerteilt und auch die Staccato-Punkte spielt. Genau das hatte mir nicht gefallen - jetzt verstehe ich, warum er das macht! Nur: Wenn er schon die Phrasierung der Frühfassung spielt, warum hält er sich dann nicht auch an die Ausdrucksbezeichnungen, also das Sostenuto und das avec un profond sentiment de tristesse?


    Die Frage ist natürlich kaum zu beantworten, warum Liszt diese Ausdrucksbezeichnungen in die Endfassung nicht übernommen hat. Eine mögliche Antwort wäre, dass Liszt den kompletten virtuos-ausladenden Einleitungsteil, der dieser "Exposition" vorausgeht, gestrichen hat. In der Frühfassung gibt es da einen Stimmungwechsel, und den hat er mit den Ausdrucksbezeichnungen markiert. Dazu kommt: Die Staccato-Punkte können natürlich dazu verleiten, das Thema zu leichtgewichtig zu spielen. Vor diesem Missverständnis schützt die Spielanweisung avec un profond sentiment de tristesse. Ich höre einfach kein "leidendes Subjekt" bei Piemontesi. Eher eine Indifferenz. Von der Indifferenz (aus der radikalen Skepsis des Nihilismus resultierender Gleichgültigkeit) ist allerdings in den zwei Senancour-Zitaten die Rede. Darauf könnte er sich hier vielleicht berufen. Nur gegen eine solche Interpretation sprechen finde ich zwei Dinge. Einmal die Satztechnik. Liszt hat die damals übliche Hierarchie von Hauptstimme und Nebenstimme vertauscht, indem er die Melodiestimme lastend in den Bass verlegt hat und auch noch die rechte Hand mit schwer lastenden, volltönenden ausgefüllten Dreiklangs-Akkorden belastet (er hätte ja auch schlank klingende Oktaven da hinschreiben können), die diese Melodie quasi von oben fast erdrücken. Das ist ein Hinweis auf die Schwermut als Grundbefindlichkeit - was er in den Vortragsbezeichnungen der Frühfassung auch so ausdrückt. Der andere Hinweis ist, dass Liszt sich hier einer typisierten rhetorischen Figur mit festgelegtem Ausdrucksgehalt bedient, einer ziemlich berühmten sogar - noch Gustav Mahler verwendet sie - , dem Passus duriusculus. Er verwendet diese Figur allerdings nicht ganz schulmäßig. Das ist zwar eine absteigende Sekundfolge, aber sie ist nicht chromatisch. Das muss sie aber letztlich nicht - das entspricht der Individualisierung solcher typisierten Ausdrucksmittel seit Ende des 18. Jhd. Vielleicht hat Liszt auch deshalb die Vortragsbezeichnungen weglassen können, weil er davon ausgehen konnte, dass die Interpreten diese rhetorische Figur mit ihrem festgeschriebenen Ausdrucksgehalt von Schmerz und Leid sofort erkennen.


    Zu Recht weist Du auf die zahlreichen Erläuterungen hin, die Liszt dem Stück hinzugefügt hat (in den Zyklen wohl die meisten). Die Schwierigkeit besteht hier m. E. darin, diese schriftlichen Erläuterungen, die als Texte immer dem Rezipienten ausgeliefert sind und den Notationen, die Liszt verzeichnet, miteinander in Beziehung zu setzen und ausgehend davon eine kohärente Interpretation vorzulegen. In welchem Bezug diese Elemente zueinander stehen ist m. E. nicht ganz einfach zu entscheiden: im Zweifel würde ich immer den Notationen den Vorzug geben.

    Da hast Du natürlich Recht, dass diese Texte (es sind gleich drei an der Zahl!) nicht einfach im Sinne eines "rotem Fadens" für das Stück zu nehmen sind. Aber das Thema "Zweifel" und Verzweiflung kommt dann zum Tragen durch die abenteuerlichen Thementransformationen, dass das Thema alle Höhen und Tiefen durchläuft, wie bei einer zutiefst zerrissenen Seele. Da ist das Trügerisch-Einschmeichelnde, dann kippt es wieder ins tief schmerzvolle - mal himmelhoch jauchzend, mal zu Tode betrübt.

    Ja, und damit auch passend zur gesamten Dramaturgie, die Dir zu unromantisch ist. Ja, ich will Dir hier gar nicht (zu sehr) widersprechen, bin aber schon der Meinung, dass es Piemontesi durch die (vielleicht allzu große) Schlichtheit, hier Raffinessen aus der Partitur hervorzuholen (etwa die Transformation des Themas), über die andere, stärker auf die extremen Effekte setzende Pianisten etwas hinwegspielen.

    Ich denke da an Friedrich Schiller. Für mich ist Vallee d´Oberman das Paradebeispiel geradezu für das, was Schiller "sentimentalische" Poesie nennt, die er durch Schwärmerei, Exaltiertheit und Überspanntheit charakterisiert, das Hin- und Herschwanken zwischen "streitenden Gefühlen". Das ist mir bei Piemontesie einfach zu klassisch gemäßigt, sprich: zu "unsentimentalisch"! (Manchmal habe ich mir beim Hören gedacht: Der spielt das ja eher so, als wäre der Komponist Beethoven! ^^ )


    Ich werde mir noch einmal Claudio Arrau anhören - seine wie ich finde grandiose Interpretation trifft das alles finde ich vorbildlich! :hello:


    Liebe Grüße

    Holger

    Hallo Holger,


    bei der 1959er Aufnahme scheinen uns die gleichen Datenquellen vorzuliegen, das dürfte stimmen. Wo ich 1952 geschrieben hatte, könnte es auch 1951 gewesen sein (so wie es auf der "roten" CD, links halb oben aufgedruckt ist, im Post # 163). Die Jahreszahl 1952 dagegen wird in Wikipedia mehrfach genannt und be- linked und dafür habe ich mich entschieden.

    Kurz noch:

    aus Discogs könnte man evtl. noch deutlich mehr Infos herausholen. Dort sieht man, welche Mengen von Aufnahmen für W. Sofr. ab den späten 40er Jahren existieren. Ist leider alles kyrillisch --> dein Fachgebiet ! ;):)

    Hallo Damiro,


    zwar kann ich Kyrillisch lesen, aber leider kein Russisch! ;( Was leider fehlt, ist eine vollständige Discographie. Ich vermute mal, so etwas (was wir bei Svjatoslav Richter zum Glück haben) gibt auch nicht auf der Webseite des Moskauer Konservatoriums - und wenn, dann sind die discographischen Angaben höchst wahrscheinlich nicht vollständig. Von ABM und auch Gilels habe ich Mitschnitte, wo die Jahreszahl falsch ist. Ein Hinweis, dass es richtig ist, ist die Angabe des vollständigen Datums mit Tag und Jahr. Solange die Angaben dagegen vage bleiben nur mit Jahreszahl, bleibe ich bei solchen Mitschnitten aus Erfahrung immer skeptisch. Bei Sofronitzky ist es natürlich sehr gut denkbar, dass es mehrere Mitschnitte des Carnaval gibt. Die meisten veröffentlichten CDs sind aber Raubkopein. Bei Labels wie Melodya kann man davon ausgehen, dass sie sich Zugang zu den Archiven verschaffen können, Urania und Vista Vera garantiert nicht. Brilliant Classics hat offenbar eine Lizenz von Melodya - und die haben die Aufnahmedaten genau recherchiert. :hello:


    Schöne Grüße

    Holger

    Lieber Damiro,


    ich habe 2 Mitschnitte von Sofronitzky in den folgenden Boxen:


    M0B001716JRE-large.jpg


    Diese Aufnahme ist vom 28. November 1950. (Vielleicht ist es ja dieselbe Aufnahme wie in Deiner Einzelausgabe auf CD, nur die Angaben bei den Einzel-CDs sind falsch (nicht 1952!). Das ist leider oft der Fall bei der Veröffentlichung von solchen historischen Mitschnitten.)


    Dann noch diese Box mit einem Mitschntt von 1959:


    1594120218_600566.jpg


    Letztere Aufnahme habe ich noch nicht gehört - bei der von 1950 ist es zu lange her einfach. Das muss ich mir also noch einmal wieder zu Gemüte führen! :)


    Besten Dank jedenfalls für Deine sorgfältigen und sehr aufschlussreichen Besprechungen, die ich sehr gerne lese, obwohl ich im Moment nicht dazu komme, mich mit dem Thema "Carnaval" zu beschäftigen! :hello:


    Schöne Grüße

    Holger

    Lieber Jörn,


    gestern nun habe ich mir "Vallee d´Oberman" vorgenommen, das sentimentalische Zentrum des Zyklus - auch erkennbar an den reichlichen literarischen Zugaben im Notentext. Liszt hat den Ausdruck von Schwermut nicht zuletzt dadurch erreicht, dass er die Hierarchie von Melodiestimme und Begleitung umgedreht hat: Die in Sekundschritten absteigende Melodielinie liegt in der linken und nicht rechten Hand, im Bass! Dadurch bekommt sie einen "Last"-Charakter, den Ausdruck des Schwer-Lastenden auf der Seele, des Gequälten. Damit das auch völlig klar ist, schreibt Liszt zudem "espressivo" unter die basslastig in die Tiefe der Schwermut absinkende Melodie. Davon höre ich leider bei Piemontesi nichts. Das Thema wirkt doch recht belanglos - vor allem der Nachsatz unverbindlich leichtgängig. Zwar spielt er das nicht unempfindsam. Doch ist dies eher ein Ton der Erregung als der tiefen Verzweiflung. Ob das hier passend ist, ist allerdings sehr die Frage! Ein Novalis-Fragment lautet: "Poesie soll keine Affekte machen, Affekte sind so etwas wie Krankheiten". Mir ist bei Piemontesi einfach zu viel Affekt im Spiel und zu wenig romantisch tief empfundenes "Gefühl". Dagegen gelingt ihm die Piu-Lento-Passage sehr schön mit einem nachdenklichen Ton. Erstaunlich, dass die folgende Reprise der Eingangspassage dann viel besser gelungen ist. Da hat die schwermütige Melodie auf einmal deutlich mehr Gewicht. Auch passt hier der Ton der Aufgeregtheit, weil bei Liszt die Töne/Affekte auf kleinem Raum wechseln. Beim Abschluss dieses Eingangskapitels (Takt 71 ff.) merkt man, dass er Horowitrz im Ohr hat, mit dem rabenschwarz hervorgehobenen Bass, der dann mit der Transformation des in der Folge einsetzenden Themas in die luftigen Höhen eines süßen Traumes (pp dolcissimo) um so mehr kontrastiert.


    Nur diese Passage enttäuscht mich dann wieder ein bisschen, das Pianissimo ist im Ton einfach zu dünn. Wenn man da Horowitz im Ohr hat, wie er diese Süße zu einer betörenden Schmeichelei macht, so als träte hier Mephisto höchstpersönlich auf, um sich mit seinen Verführungskünsten einzuschmeicheln, erscheint einem Piemontesis Vortrag doch eher blass. Die Schwierigkeit für den Interpreten in diesem Teil ist, die dramatische Spannung langsam aufzubauen aus der Ruhe eines trügerischen allzu schönen Traumes heraus. Dramatisch nicht nur, sondern hoch dramatisch wird es dann im Recitativo, das programmatisch im Zusammenhang steht mit dem von Liszt zitierten Byron Gedicht: Es geht um die Wiedergewinnung von Sprache angesichts der drohenden Sprachlosigkeit einer von radikaler Skepsis bis hin zum Nihilismus durchzogenen Melancholie. Piemontesi spielt das geradezu pingelig notentexttreu, sauber und akkurat. Nur genau damit ist das eine Enttäuschung - das Eruptive der ausbrechenden Gefühlsextreme, die Extase, fehlt hier völlig. Im Abgesang schließlich wirkt sich deshalb auch Piemontesis Neigung ungünstig aus, die Abgesänge sehr breit mit einer überdimensionierten Fermate zu dehnen, wo die Musik fast zum Stehen kommt. Weil er den Trubulenzen vorher den Charakter der Naturgewalt, den Furor des Tobens der Leidenschaften, genommen hat, fehlt dann der gleichsam vor Erregung bebende Kontrast von höchster Erregung und Beruhigung.


    Die folgende wiederum sehr schmeichlerische Lento-Passage spielt er zwar dolce, aber es fehlt hier wiederum das rauschhafte Moment, der Narzismus sentimentalischer Selbstverliebtheit. Statt dionysischer Traum-Trunkenheit gerät Piemontesis Vortrag eher junonisch-nüchtern. Und dies setzt sich dann auch in der rauschenden triumpfalen Schlussapotheose fort, dem Zielpunkt von Liszts Per aspera ad astra-Dramaturgie. Das ist freilich sehr souverän ohne theatralisierende Übertreibungen gespielt - aber leider einfach zu "klassisch" statt hochromantisch-sentimentalisch. Man muss natürlich zugeben: "Vallee d´Oberman" nicht als Einzelstück, sondern im Rahmen des Zyklus vorzutragen ist heikel für den Interpreten, gerade weil Liszt hier so überbordend sentimentalisch ist. Das Stück darf nicht aus dem Zyklus herausfallen. Aber zugleich darf die Reflexionsebene sentimentalischer Selbstbezüglichkeit eben auch nicht verloren gehen. Piemontesi tendiert für meinen Geschmack leider viel zu sehr in diese letztere Richtung.


    Die folgende Eglogue dagegen ist Piemontesi sehr gelungen in ihrem zugleich feinen und schlichten Vortrag - als wiedergewonnener Einklang mit der Natur und mit sich selbst. Nur warum muss er diese Arpeggierungen machen, die nicht im Notentext stehen? :)


    Liebe Grüße

    Holger

    mein Platz 1 ist Rubinstein, allerdings nicht in der genagten früheren Aufnahme, sondern 1973 unter Bernard Haitink mit dem Royal Concertgebouw Orchester. Ich verlinke einmal die DVD.

    Lieber Jörn,


    diese DVD habe ich auch, aber noch gar nicht gehört! Das werde ich also demnächst nachholen! :)


    Nun mache ich einen Sprung und stelle meine "absulute" Lieblingsaufnahme der Brahms Balladen op. 10 vor. Ich sammle ja Aufnahmen der Brahms-Balladen. Zuletzt habe ich noch Krystian Zimerman gehört (die ersten beiden Balladen sind sehr hörenswert und eigenständig interpretiert, die Balladen Nr. 3 u. 4 fallen dann ab, besonders Nr. 4 ist mir zu glatt gespielt) und wie selbst beim Giganten Emil Gilels muss ich sagen: Keine Einspielung kommt an ABMs Jahrhundertaufnahme heran - die diesen Namen wirklich verdient:



    In Lugano im selben Jahr der Studioaufnahme hat er eine Fernsehaufnahme gemacht - die gibt es als DVD übrigens und als CD:



    Dann natürlich ABMs legendäre Einspielung der Paganini-Variationen. Die technische Beherrschung ist so absolut, dass das Klaviertechnische zur Nebensache wird. Wobei es natürlich interessant ist, seine diversen Mitschnitte über die Jahrzehnte in unterschiedlicher Auswahl der Stücke mit dieser frühen EMI-Studioaufnahme zu vergleichen!



    Eine Nominierung habe ich noch frei, die überlege ich mir noch! :)


    Liebe Grüße

    Holger

    heute ist mein Dac Magic Plus eingetroffen. Das warten hat sich gelohnt, obwohl ich innerlich schon mit dem 200m gerechnet hatte, hatte Nubert diesen Vorgänger unter „geräteschnäppchen“ und ich habe ihn direkt bestellt.

    Angeschlossen am Blu ray Player und am Node2i Streamer komme ich nach dem Album von Katie Melua und John Williams in Vienna zu einem deutlich klareren und detaillierten Musikgenuss wie vom Denon Kopfhörerausgang.

    Lieber Michael,


    schön, das Du so zufrieden bist und das Glück hattest, ihn noch zu ergattern! Wirklich sehr zufrieden bin ich mit meinem DAC Magic Plus auch - gerade auch in der Hifi-Anlage! :) :hello:


    Schöne Grüße

    Holger

    Ja, das ist einer der Punkte, den ich bei Liszt unglaublich faszinierend finde, ich nehme ihn als sehr visuellen Komponisten wahr (nicht nur, weil er tatsächlich Motive als Ausgangspunkt seiner Kompositionen genommen hat), manchmal habe ich den Eindruck, er habe seine Umgebung geradezu mit den Augen aufgesogen und die dabei entstandenen Gefühle musikalisch ausgedrückt, und das, obgleich viele dieser Bilder schlichtweg imaginiert sind. Und dennoch lassen die musikalischen Bilder durch ihre Bedeutungsoffenheit zurück in die Welt de Bildlichen gewandt reale Bilder der Welt zu, wenn man die Musik hört. Diese Wechselseitigkeit macht es für mich immer wieder zu einem Erlebnis und vielleicht ist es diese Wechselseitigkeit, die eine besondere Herausforderung für Interpreten darstellt und für die man ein klares gedanklich-musikalisches Konzept benötigt. Das hat der von Dir genannte Lazar Bermann in einer ganz exzeptionellen Weise. Wenn ich einen Zyklus aussuchen müsste - was wirklich gemein wäre - so würde ich mich wohl für diesen entscheiden.

    Lieber Jörn,


    genauso geht es mir auch (ebenso mit Berman! :) ) ! Es liegt auch in der Zeit damals und im Wesen der Romantik. Es entstand der Alpentourismus ja merkwürdig so, dass die Leute zuerst Literatur gelesen haben wie Liszt seinen Senancour und dann versuchten, ihre literarisch angeeigneten Naturerlebnisse in der Natur selbst wiederzufinden. Und umgekehrt gibt es die Rückkopplung, dass das "Schauen" als Haltung des Sich-Erschließens der Welt und insbesondere der Natur wiederum als Haltung auf die Kunst und Musik zurückgespiegelt wird. In der langen Textpassage aus Oberman von Senacour (die habe ich übersetzt als amateurhafter Nicht-Romanist), die Liszt im Notentext abgedruckt hat, gibt es die schöne Stelle, wo das Schroffe und Gefährliche der Bergwelt beschrieben wird, aber der Betrachter tut das von einem geschützten Ort aus. Das ist die Ästhetik des Erhabenen letztlich - der Zuschauer ist nicht involviert in das Naturgeschehen, sondern betrachtet es aus sicherer Distanz, die Natur eben "ästhetisch" betrachtend und nicht unmittelbar erlebend. In Münster im LWL-Landesmuseum gab es eine schöne große Ausstellung (kurz vor Corona) über William Turner. Bei ihm sieht man schön den Übergang von der romantischen Ästhetik des Erhabenen zum modernen Impressionismus, wenn er etwa ein Schiff im Sturm malt, bei dem der Betrachter des Bildes meint, er selbst ist (wie der Maler) mitten in diesem brausenden Geschehen drin. Da tritt dann das unmittelbare Erleben an die Stelle des distanzierten Schauens und Betrachtens:


    links-muesst-ihr-steuern-hallt.jpg


    Aber hier säuselt es nicht geheimnisvoll, hier fließt ein gleichmäßiger, durchaus gefälliger Wasserstrom ohne Windungen und Wirbel von oben nach unten bzw. vom Anfang des Stückes bis fast zu seinem Ende.

    Ganz genau! Novalis sprach ja von der "Kultur des Enthusiasmus". Genau das höre ich auch nicht, wenn das nur ein "gefälliger Wasserstrom" ist. Bei dem Wasserspielen im 3. Band kommt da noch das Numinose hinzu - und dann wird die romantische Begeisterungshaltung evident. Da schadet es nicht, wenn der Interpret das "voraushört".

    Besonders wichtig ist hier, dass er das Stück nicht in Gewalt enden lässt, sondern sorgsam einfängt, so dass der Übergang zum folgenden Valle d'Obermann ganz besonders gelungen ist. Das beginnt in leicht resignierendem Ton auf die wuchtigen Akkordschläge, mit den Orage im ff endet. Aber das wird dann der nächste Teil dieser kleinen Unternehmung werden.

    Das werde ich mir heute Nachmittag anhören - diesen Übergang genau! :) :hello:


    Herzlich grüßend

    Holger

    Die rechtschaffende Mitte verortet Andersdenkende schnell bei der AfD / bei den Nazis. Diese Strategie kann auf Dauer nicht wirklich gutgehen.

    Wer sich selbst in so eine Ecke stellt, der braucht sich nicht zu wundern, wenn er auch da verotet wird. Und wer sind "Andersdenkende"? Andersdenkende sind auch Rassisten, Islamophobe und alle Arten von politischen Scharfmachern und Menschenverachtern. Solches Andersdenken steht nunmal nicht unter Naturschutz sondern gehört - sehr richtig - von der rechtschaffenden Mitte in die Schranken gewiesen!

    Bravo! :jubel: Eine propagandistische Meisterleistung! :hail: Das ist geradezu ein Bewerbungsschreiben für ein Mandat bei der AfD! Ich wünsche Dir viel Erfolg bei der Kandidatur! :evil:


    Schöne Grüße aus dem erzkatholischen Münster - regiert im Rathaus von Schwarz-Grün! :angel:


    Holger

    Und um zur Grundfrage zurückzukommen: wo ist denn da der theoretische Unterschied, ob ich eine Festplatte nehme oder ein CD-Laufwerk als Bitquelle. Eine CD ist anfällig, Schmutz ausgesetzt, wird manuell in den Player gelegt und ist nicht mit derselben Präzision platziert wie die Bits auf einer Festplatte. Es gibt doch eigentlich nur zusätzliche Probleme. Wenn also etwas über CD besser klingt, sind es andere Faktoren, als der reine BIt-Transfer?

    Für Schmutz und Kratzer auf der CD, lieber Axel, hat ein CD-Player eine Fehlerkorrektur. In diesem Punkt ist das Abspielen von der Festplatte problematischer. Wenn die von der CD gerippten Dateien einen Fehler enthalten, hat man bei der Wiedergabe sofort ein Störgeräusch, weil es eine solche Fehlerkorrektur nicht gibt. D.h. die Datei muss immer absolut fehlerlos abgespeichert sein. Jitter-Anfälligkeit gibt es natürlich auch bei der CD. Aber der Klang ist tatsächlich auch noch von anderen Faktoren abhängig. Hochwertige CD-Player haben eine aufwendige, stabile Stromversorgung und voneinander elektrisch entkoppelte Partitionen usw. usw., um Störeinflüsse nicht zuzulassen.


    Ich war vor Jahren bei einer sehr aufschlussreichen Linn-Vorführung. Linn baut hochwertige Streamer, alle Teile selbst, also verbaut keinen Billig-Schrott aus und in China. Da ist man dann tatsächlich hörbar auf dem Niveau der CD - aber es hat eben auch seinen Preis. Interessant: Die Linn-Leute waren so selbstbewusst, dass sie die Teilnehmer aufgefordert hatten, ihre Billigelektronik von zuhause mitzubringen und mit ihren Geräten im Vergleich zu hören. Die sind dann vom Stuhl gefallen vor Entsetzen, wie berichtet wurde. Linn hatte zudem zwei Geräte hören lassen, eins für 4000 Euro und eins für 7000 Euro. Leider für den kleinen Geldbeutel war es so, dass das teurere Gerät noch einmal deutlich besser klang. Man sollte also nicht die Illusion hegen, Top-Klangqualität von der Festplatte gäbe es zum Billigtarif. ;(


    Die entscheidende Frage ist letztlich die der persönlichen Nutzung. Da ich auch weiterhin vor allem CDs höre und hören will (dazu ist meine Sammlung wahrlich groß genug!), lohnt sich für mich eine doch so kapitale Investition mit 3500-4000 Euro (auf die Summe kommt man auch mit Bridges wie Auralic bzw. SOtM plus hochwertigem DAC) letztlich nicht, um das Niveau meiner schon sehr hochwertigen CD-Wiedergabe zu erreichen. Das wäre anders, wenn ich meine komplette CD-Sammlung rippen wollte und nur noch von der Festplatte hören. Für ca. 400 Euro plus noch einmal fast soviel für hochwertige Kabel, um nicht klanglich deutlich abzurutschen, habe ich nun ein sehr gutes, wirklich hifideles Niveau für das Hören von der Festplatte etwas unterhalb dem klanglichen Niveau der CD. Damit kann ich sehr gut leben - zumal mir der auch vom Preis-Leistungsverhältnis her sehr gute Cambridge DAC dazu die Möglichkeit bietet, die Qualität der CD-Wiedergabe meiner Zweitanlage mit dem Marantz CD 80 merklich aufzubessern, den ich jetzt fast nur noch als CD-Laufwerk betreibe. Zudem kann der Cambridge DAC auch HighRes abspielen. Davon habe ich zwar nicht so viele, aber die Option nun eben auch! :)


    Schöne Grüße

    Holger

    Ich will aber nicht weiter spoilern :) , und der Text ist sowieso schon zu lang. Also eine klare Empfehlung für die beiden Experimentatoren Beethoven und Stockhausen in dieser Kombination. :hello::jubel::hail:

    Eine tolle Empfehlung, lieber Axel! Solche Gegenüberstellungen finde ich sehr spannend! Vom Klavierfestival Rhein-Ruhr gibt es die veröffentlichte CD eines Konzerts von Tamara Stefanovich, die ich besitze, wo sie jeweils eine der Etudes tableaux von Rachmaninow mit einer Etüde von Ligeti kontrastiert. Auch wirklich sehr spannend! :)


    4260085530243_600.jpg


    Hier kann man reinhören:


    https://www.qobuz.com/ch-de/al…stefanovich/4260085530243


    Dieser Programmatik ist sie offenbar treu geblieben:


    https://www.barbican.org.uk/si…novich%20for%20web%20.pdf


    Chen Pi-hsien kennt wohl kaum jemand - sie kam im Alter von 9 Jahren aus Taiwan nach Deutschland, ist hier auch ausgebildet worden und war Professorin an der Musikhochschule Köln - der Heimatstadt von Stockhausen:


    https://de.wikipedia.org/wiki/Chen_Pi-hsien


    Die Aufnahme gefällt mir ausnehmend gut beim Reinhören, auch klangtechnisch Top! :) :hello:


    Schöne Grüße

    Holger

    Die linksidentitären Entwicklungen neueren Datums würden anprangern, dass Tschaikowsky auch nur einer der Vertreter männlicher Vorherrschaft in allen Bereichen von Kunst und Kultur war, ein alter weißer Mann, dessen Kultur zurückgedrängt werden müsse.

    Das ist eine Extremposition, die keineswegs repräsentativ ist für linke Politik überhaupt. Sowas steht weder im Parteiprogramm der Grünen oder der SPD oder der Linkspartei und wäre dort auch nicht mehrheitsfähig.

    Für die Migranten in der sog. Unterschicht sowieso nicht geeignet, da man denen nicht die europäische Kultur aufzwingen dürfe. Das wäre ja eine Art fortgesetzter Kulturimperialismus der Weißen.

    Ich glaube Du verkennst die Intelligenz der Linken. Auch Linke wissen, dass es das gibt, was die Soziologie "Globalisierung" nennt. Die Musikkultur ist da das beste Beispiel dafür. Klassische Musik wird heute überall auf dem Globus - quer durch die Kulturen - gehört und gespielt. In China haben inzwischen mehr Kinder Klavierunterricht und spielen Beethoven als in Alteuropa, sogar in Teheran gibt es Symphonieorchester, die Beethoven, Brahms und Mahler aufführen. Dasselbe gilt für Neu Delhi oder Damaskus. Und noch in stärkerem Maße gilt das für kommerzielle Popmusik, die heute egal wo erklingt, ob in Paris, London, Berlin oder in der letzten Hütte in Afrika oder bei den Schafhirten in Kirgisistan. Du tust so, als würde im Parteiprogramm der Grünen stehen, als dürften Afrikaner nur afrikanische, Chinesen nur chinesische und Inder nur indische Musik hören und es würden die Linken behaupten, dass es dem Prinzip von Multi-Kulti widerspricht, wenn Mike Jagger in Indien auftritt oder ein Inder bei uns seine kulturelle Identität verliert, wenn er sich im Theater ein Stück von Schiller anschaut, in die Oper geht oder Beethoven im Radio hört. Kulturwissenschaftler kritisieren schon seit langem das sogenannte "Container-Modell" der Kultur, wonach Kulturen so etwas wie abgeschlossene Behälter darstellen sollen. Auch die Linke vertritt so ein obsoletes Modell nicht, wie Du ihnen unterstellst!

    Und so hat sich die linke Politik heute schon längst von der Hochkultur abgewendet. Die heutigen Linken packen ihre Schützlinge in Watte, sedieren sie, reden ihnen ein, dass es unnötig wäre, sich geistig zu strecken, sich um etwas zu bemühen. Die Linke marschiert gerade auf einem sehr harten Holzweg ...

    Da geht bei Dir im Kopf einiges durcheinander. :D Die Abwendung von der Hochkultur bzw. die kulturpolitische Forderung, man sollte den Unterschied von Hochkultur und Pop-Kultur egalisieren und nivellieren, ist eine Idee der sogenannten Postmoderne und von alteuropäischem Links-Rechts-Denken herkunftsmäßig so weit wie nur möglich entfernt. Solche Ideen stammen nämlich gar nicht vom europäischen Kontinent, sondern aus der US-amerikanischen Literaturdebatte der 1960iger Jahre. Du behauptest, die Linke sei von ihrem kulturpolitischen Programm, den unteren Schichten den Zugang zur Hochkultur zu ermöglichen, abgerückt. Dann musst Du das aber auch zeigen können. Wo steht sowas im Parteiprogramm der Grünen oder der Linken? Werden in Bundesländern, wo die Linke regiert, etwa mehr Theater geschlossen als in solchen Ländern, wo die CDU regiert? Die Behauptung ist ganz einfach falsch. Theater werden geschlossen, weil sich die Parteien übergreifend die wiederum US-amerikanische neoliberale Ideologie durchgesetzt hat einer vollkommenen Durchökonomisierung der Gesellschaft. Alles muss sich rechnen, egal ob in Krankenhäusern, wo jetzt angesichts Corona das Personal fehlt, oder in der Kultur.


    Schöne Grüße

    Holger

    Bemerkenswert fand ich Eure Erfahrungsberichte über Brasilien, die meine These bestätigen: Auch anspruchsvolle "Klassik" ist verführerisch genug und braucht keine Popularisierung. Man muss nur das richtige Interesse rechtzeitig wecken. Das wird leider versäumt.


    Und: Die Seuche des Populismus ist (leider) Partei übergreifend! In der ehemaligen Sowjetunion wurde klassische Musik sehr gefördert - vielleicht sogar besser als im kapitalistischen Westen (siehe z.B. die Autobiographie von Lazar Berman). Typisch linke Politik ist, allen Bevölkerungsschichten den Zugang auch zur höheren Kultur zu ermöglichen und gerade nicht populistische Nivellierung. Das zeigt auch die Geschichte der Arbeiterbewegung seit dem 19. Jhd. - Bildungshunger gehörte zur Emanzipationsbemühung der unteren Schichten. Beispiele (die mir bekannt sind): Bielefeld-Pass, Recklinghausen-Ticket, wo sozial Schwache (Hartz IV-Empfänger etc.) zum halben Preis ins Theater oder ins Konzert gehen können. Das ist gut gemeint natürlich - leider wissen die Betreffenden oft nicht, dass sie dieses Angebot haben. Da muss man also mehr tun! Das läuft auch nicht über den Staat, sondern verlangt Initiative von engagierten Bürgern - also von uns allen!


    Schöne Grüße

    Holger

    Da unter Harnoncourt die Spielzeiten unendlich breit sind (- beim KK1 1.Satz X/ 24:24 :thumbdown: ) und Harnoncourt mir mit seinen Brahms-Sinfonien vor mehr als 10Jahren einen Schock bereitet hatte, 8) würde ich ich ohnehin von Harnoncourt absehen.

    Lieber Wolfgang,


    von Berman gibt es das KK Nr. 1 auch als Mitschnitt vom Prager Frühling (Spielzeit Satz 1 (Satzbezeichnung Maestoso (! ^^ )) 24:05):


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    Alexis Weissenbarg hat das KK Nr. 1 mit C.M. Guilini und dem London SO aufgenommen (Satz 1 23.35 Min.) - übrigens in den Abbey Road Studios in London ;) :


    s-l500.jpg


    enthalten in dieser Box:


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    Weissenberg ist bei den Brahms-Konzerten einfach eine "Bank", wie man so schön sagt! :)


    Schöne Grüße

    Holger

    Ich würde den X6 aber auch nicht in meiner HiFi-Anlage einsetzen, zumal ich das da gar nicht brauche, denn der DAC ist in den Receivern enthalten und da höre ich ohnehin fast nur über CD =

    u.a. mit dem :angel: SONY CD-P XA50ES. (Ich verwende hier auch nicht den Digitalausgang, sondern den feinen Analogausgang zum Vr, der mir noch besser erscheint (denn sonst würde ich den XA50ES ja nur als Laufwerk benutzen, was "Perlen vor die Säue geworfen" wäre ....)).

    Was will ich also mehr ...

    Lieber Wolfgang,


    der Sony ist ein Traum! So ein Gerät ist was fürs Leben, was man nicht mehr hergibt. :) Allein die Schublade - das Video ist zwar mit russischem Kommentar, aber eine Augenweide:



    Diese Geräte damals sind so aufwendig und ambitioniert gemacht, dass sie immer noch den "modernen" allerneuesten Wandlern mit eben nicht so toller Technik drumherum überlegen sind! Was hast Du denn für einen Verstärker? :hello:


    Schöne Grüße

    Holger

    Haarsträubend, kann ich da nur sagen! Das Klassik-Forum war eine tolle Sendung! Jetzt bewegt sich WDR 3 auf das Niveau von Klassik Radio zu - Klassik-Appetithäppchen zum Frühstück für Jedermann. Das ist der Irrsinn des Populismus von heute und dieser Messbarkeitswahn von Einschaltquoten. Wobei es die öffentlich-rechtlichen Sender ja garnicht nötig haben - wozu bekommen sie Rundfunk-Gebühren? Ich bezweifle auch, dass so eine Entscheidung wirklich professionell begründet ist. Der Hörerkreis des Klassik-Forums ist eben der anspruchsvollere Hörer, der auch Hintergrundinformationen zur Musik haben will. Das ist schließlich nur eine Sendung bei WDR 3 - es gibt doch genügend andere! Da bin ich froh, dass ich schon seit sehr vielen Jahren gar kein Radio mehr höre, sondern nur noch CD. So bekomme ich dieses Elend nicht mehr mit. Da empfehle ich den enttäuschten Klassik-Forum Hörern gerne meine Kolumnenseiten hier mit Werkeinführungen und Interpretationsvergleichen. Also für die Zukunft: Tamino Forum statt Klassik Forum!


    Schöne Grüße

    Holger

    Nur damit kein falscher Eindruck entsteht: Der FX-Audio DAC-X6 hat bei Amazon bei 316 Bewertungen insgesamt 4,3 von 5 Sternen erhalten, davon 67 % 5 Sterne-Bewertungen. Nur 9 % bewerteten mit 1 Stern á la "Nachdem sie verdorben faulen!!!" (sic).

    Ich verwende für den Laptop ein ähnliches Gerät, den FiiO E10K, der in etwa vergleichbar ist, und bin seit zwei Jahren sehr zufrieden damit, zumal bei dem Preis. Dieser kommt bei 3.770 Amazon-Bewertungen auf 4,4 von 5 Sternen, davon 68 % 5 Sterne und gar nur 4 % 1 Stern.

    Siehe unten!

    Das sehe ich ähnlich. Ich wollte nur darauf erwidern, da hier so zitiert wurde, dass der Eindruck entstehen konnte, die Rezensionen seien durchweg negativ. Ganz im Gegenteil. Wissenschaftlich zitiert ist das jedenfalls nicht.

    Amazon wissenchaftlich zitieren - der Witz ist gut, Joseph! ^^ Nein, bei solchen Bewertungen suche ich mir immer die besten und die schlechtesten raus, weil nur so erfährt man von den Problemen, die es mit solchen Geräten gibt. Warum habe ich die Negativ-Kritiken rausgesucht...

    Du hast ja nun auch alle Negativkritiken über den FX-Audio DAC-X6 raus gesucht. Es gibt bei solchen beliebten Geräten, die schon wegen des Hammerpreises massig gekauft werden immer Leute, die damit nicht zurecht kommen. Tatsächlich überwiegen die positiven Erfahrungen, genau wie bei mir.

    :) Ich bin bei meinen Anwenungen am PC (USB) und am TV bestens zufrieden.

    ... Da müssen wir uns ein klein wenig intensiver mit solchen DACs beschäftigen, lieber Wolfgang. Du hast behauptet, so ein DAC-X6 sei qualitativ nicht schlechter als ein Cambridge DAC Magic Plus oder das Nachfolgemodell DAC Magic 200M, die nicht 50 Euro wie der DAC X6, sondern 500 Euro kosten bzw. gekostet haben. Dem ist aber nicht so. Der DAC-X6 ist ein reiner PC-DAC, und so verwendest Du ihn und auch Joseph. Das ist auch sinnvoll und in Ordnung. Die Cambridge DACs dagegen sind so eine Art Zwitter - sie kann man sowohl als PC-DAC verwenden als auch als Komponente in einer herkömmlichen Hifi-Anlage, etwa wenn man wie ich einen CD-Spieler hat mit veralteter Wandler-Technik von vor 30 Jahren und ihn mit der hochmodernen Wandlertechnik dieses DAC klanglich aufwertet, indem man den alten CD-Player nur noch als CD-Laufwerk benutzt oder wenn man HighRes abspielen will. (Weil diese Cambridge DACs diese Doppelfunktion haben, ist das Design so gerade noch erträglich. Für einen PC DAC ist das gut, als Hifi-Gerät ist dieses Technik-Flair ein bisschen gewöhnungsbedürftig. ^^ )


    Dazu, in einer hochwertigen Hifi-Kette zu spielen, taugt Dein DAC X6 schlicht nicht. Seine Verwendungsmöglichkeit ist im Unterschied zu den Cambridge DACs auf den PC eingeschränkt. Und dafür ist aufschlussreich, was die Leute schreiben, die nur einen Stern bei Amazon vergeben haben. Da schreibt einer, dass nach einem Jahr ein Kanal ausgefallen ist. Bei einem Gerät für 50 Euro ist schlicht die Bauteilequalität mäßig, die nicht selektiert sind wie bei hochwertigen Hifi-Geräten, entsprechend sind die Fertigungstoleranzen hoch. Wer eben Pech hat und ein Montagsgerät erwischt, der kriegt diese Probleme. Das ist bei Cambridge ganz anders - das steht auch in allen Tests. Cambridge verwendet überdurchschnittlich hochwertige Bauteile - gerade z.B. bei den Siebkondensatoren, den Elkos, so dass diese Geräte auch nach Jahren noch laufen.


    Der zweite Kritikpunkt ist der Kopfhörerverstärker. Einen guten Kopfhörerverstärker zu bauen, der mit jedem Kopfhörer gleich gut zurecht kommt, ist eine hohe Kunst - und kostet eben auch Geld. Der Kopfhörerverstärker des DAC Magic PLus oder DAC Magic 200 M ist auf einem sehr guten Niveau - das schreiben alle Tests. Die Probleme beim Kopfhörer-Betrieb mit dem DAC X6, welche die Leute da in der Amazon-Rezension beschreiben, hat man bei Cambridge garantiert nicht.


    Und der letzte und so ziemlich der wichtigste Punkt ist die Stromversorgung. Alle diese PC-DACs haben die Schwäche, dass sie über ein relativ mickriges und schwächliches Netzteil verfügen. Da gibt es selbst bei den sehr guten Cambridge DACs noch Verbesserungspotential. So bietet Hoer-Wege in Schleswig-Holstein Tuning Sets an für Leute, die mit dem Lötkolben umgehen können. Da kann man dann eben die Stromstabilität noch einmal verbessern und auch noch bessere Bauteile einbauen:


    https://www.hoer-wege.de/cam_dacm+.htm


    Dazu muss man sagen: Zwar hat auch mein DAC Magic Plus dasselbe etwas mickrige Netzteil wie der kleinere DAC Magic 100 für 150 Euro (inzwischen vergriffen). Doch ist im Gerät die Stromversorgung schon deutlich besser als beim preisgünstigeren DAC Magic 100. Für den DAC Magic 100 empfiehlt Hoer Wege, statt des Netzteils einen Akku zu verwenden. Das hat ein sehr netter und hifsbereiter Bekannter von mir gemacht, der den DAC Magic 100 besitzt, elektrotechnisch versiert ist und löten kann. Er hat einen dicken Werkzeug-Akku aus seiner Garage genommen und diesen gegen das mickrige originale Netzteil ausgetauscht. Der Klanggewinn ist erheblich sagt er, der kleine DAC Magic 100 klingt nicht nur souveräner, auch Stimmen deutlich natürlicher. In einer Amazon Rezension zu Deinem DAC X6 schreibt einer, die Dynamik sei sehr mäßig. Klar! Denn wenn schon das Netzteil bei den guten Cambridge DACs Verbesserungspotential hat mit hörbarem Klanggewinn, dann ist es bei so einem Billigteil für 50 Euro noch einmal sehr erheblich mäßiger. Entsprechend muss man deshalb erhebliche Abstriche bei der Klangqualität machen. Also nicht nur das "Digitale" entscheidet über die Klangqualität so eines Dac und wie man ihn sinnvoll oder weniger sinnvoll verwendet. ;) Solche Billig-Geräte wie der DAC X6 kann man am PC wie Ihr es macht durchaus sinnvoll verwenden und damit zufrieden sein. Für mehr - also die Verwendung in einer hochwertigen Hifi-Kette - sind sie aber nicht geeignet. Dafür ist ihre Hifi-Qualität schlicht zu sehr eingeschränkt! :hello:


    Schöne Grüße

    Holger

    ;) Ein DAC muss nicht um die 500€ kosten um damit zufrieden zu sein !


    Harald stellte den Cambridge DAC Magic Plus vor. Sicher - ein feines Teil.

    8) Ich behaupte mal ganz frech: Wenn er im Blindtest den FX Audio DAC X6 an seiner Kette anschliessen würde, dann würde er keinen Unterschied wahrnehmen !!!

    Leute, dat janze is Dijital.

    Nicht Harald, lieber Wolfgang, sondern Holger. ^^


    Hast Du mal die Rezensionen bei Amazon gelesen - das Gerät koste 50 Euro, der Normalpreis des Cambridge DAC Magic Plus war das Zehnfache wie auch beim Nachfolgemodell DAC Magic 200M? Man sollte ja nicht nur die 5 Sterne-Bewertungen lesen, sondern auch die am unteren Ende.... S.u.!


    Nun zu meiner Erfahrung. Bei meinen Wandlern gibt es eine klare Hierarchie - alle sind zweifellos von sehr guter Qualität. Der eingebaute Wandler des Yamaha RN 803D liegt vom Niveau her zwar nicht Welten entfernt, aber deutlich hinter dem Marantz CD 80 mit Digitaltechnik von 1990. Es macht eben nicht nur der Wandlerchip die Musik, sondern die Qualität der Aufbaus eines CD-Spielers. Durch den Austausch des Digitalkabels (ein Audioquest Cinnamon statt eines Oelbach NF 113) ist der eingebaute DAC des Yamaha noch einmal ein gutes Stück her vom Niveau her an den Marantz herangerückt. Der Cambridge DAC Magic Plus spielt eindeutig über dem Niveau der beiden anderen Geräte. Mit ihm habe ich das klangliche Gesamt-Niveau der Zweitanlage deutlich angehoben. Noch einmal klanglich auf einem ganz anderen Level spielt der AVM DAC 1.2 Da ist der Klang schlicht um Welten besser. Das AVM-Laufwerk hat übrigens drei digitale Ausgänge, die alle elektrisch unabhängig sind. Das Gerät gibt dasselbe Digitalsignal also mehrfach raus. So kann ich eine CD abspielen und zwei Digitalkabel anschließen und sie durch Umschalten am DAC direkt vergleichen. Das Ergebnis ist nicht nur deutlich, sondern sehr deutlich um nicht zu sagen drastisch. Da geht es keineswegs nur um "homöopathische Dosen"! Wer davon nichts wissen will, der soll es tun. Ich für meinen Teil bin darum bemüht, das Beste aus meinen Geräten und ihren klanglichen Möglichkeiten herauszuholen und nicht zu verschenken durch mäßig klingende Kabel usw. Ich habe natürlich auch Lautsprecher von Dynaudio, die gnadenlos ehrlich sind und auch jede Veränderung was die angeschlossene Elektronik-Verkabelung angeht rüberbringen.


    Schöne Grüße

    Holger

    Aus Deutschland

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    Amazon Kunde

    1,0 von 5 Sternen Scheinbar hat der Hersteller die Leistung reduziert

    Rezension aus Deutschland vom 11. Juli 2019

    Verifizierter Kauf

    Ich habe mir den DAC-X6 auf Grund der vielen Empfehlungen in Foren, für meine Bayer DT 990 (250 Ohm) bestellt.


    Nach dem ersten probehören, musste ich mich doch sehr wundern, warum ich ohne Probleme die Lautstärke auf 100% drehen konnte, ohne das es "zu laut" wurde. Andere schreiben das sie es kaum über 50% aushalten.


    Nach eienem blick ins Handbuch, war es dann klar. Die Angaben aus der Produktbeschreibung von Amazon passen bei weitem nicht mehr. Hier mal ein Auszug:


    RSM: 1.8V


    Output power: 38mw/300Ω、144mw /64Ω、222mw/32Ω、281mw/16Ω


    SNR: -94dB



    Damit hat die DAC die gleiche Leistung wie meine Onboard Soundkarte "ALC 1220" (ASUS Prime X470-Pro). Sowohl in Lautstärke des verbauten KHV als auch von der Qualität konnte ich keinen Unterschied festellen. Bei 100% Lautstärke ist es laut genug (und ich würde es nicht dauerhaft auf dem Level hören wollen), aber nicht so das ich mir gleich die Kopfhörer vom Kopf reissen muss, wie es einige hier beschreiben.

    11 Personen fanden diese Informationen hilfreich

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    Pingu

    1,0 von 5 Sternen Außen HUI, innen pfui ... der Klang ist unterirdisch schlecht

    Rezension aus Deutschland vom 16. Oktober 2020

    Verifizierter Kauf

    Ich habe gleich 2 Stück über Warehouse und PrimeDay gekauft. Beide haben dieselben Eigenschaften und den unmöglich blechernen und verzerrten Klang mit Knackgeräusche. Beim Umschalten von USB auf optischer Eingang muss das Gerät neu gestartet werden. So weit alles noch akzeptabel, aber der Klang über Kopfhörer oder line Ausgang ist so nicht akzeptabel. Jede 5,- € no-name Soundkarte klingt besser. Habe ich hier gleich zwei Montagsgeräte erwischt, oder hat der Hersteller hier gepfuscht. Von Außen sehen die Geräte relativ gut aus und sind im Alugehäuse relativ hochwertig, wäre der grottenschlechte Klang nicht.

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    Dennis M.

    1,0 von 5 Sternen Falsche Angaben zur Leistung und ernüchternde Lautstärke

    Rezension aus Deutschland vom 14. August 2019

    Verifizierter Kauf

    Leider scheint der Hersteller die Leistung des Verstärkers drastisch reduziert zu haben.


    Nach einem Blick ins Handbuch sieht man, dass die Ausgangsleistung nur noch ungefähr ein Viertel gegenüber älteren Modellen beträgt.


    Die Leistung reicht somit nicht aus um ein Kopfhörer mit 250 Ohm oder mehr zu betreiben.

    4 Personen fanden diese Informationen hilfreich

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    Sebastian

    1,0 von 5 Sternen Unbrauchbar

    Rezension aus Deutschland vom 15. Dezember 2020

    Verifizierter Kauf

    Kopfhörer:


    Beyer Dynamic 770 Pro (250 Ohm)



    Suchte auf Grund meiner 250 Ohm Kopfhörer einen DAC um meine veraltete Soundkarte abzulösen.


    Lieferumfang TOP.


    Verarbeitung TOP


    - wirkt für den niedrigen Preis echt hochwertig, besonders das Drehrad-Design



    JEDOCH


    wird bei China-Import Produkten oft beim Netzteil gespart. Dies erzeugt (bei mir jedenfalls) hochfrequente Störgeräusche und ist somit für mich leider unbrauchbar!



    Auch beim Versuch TV-Audio auf Sony Boxen über den DAC laufen zu lassen waren deutliche Störgeräusche zu hören.

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    Tobias

    1,0 von 5 Sternen einfach nur müll

    Rezension aus Deutschland vom 4. Oktober 2020

    Verifizierter Kauf

    einfach nur schrott. verbessert den sound gegenüber der onvoard soundkarte kein bisschen und selbst von der lautstärke her ist onboard lauter. ich verstehe den sinn von diesem teil nicht wenn es ne geringere lautstärke raus gibt als rein kommt.



    einfach nur müll

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    Deblobb

    1,0 von 5 Sternen Erst gut, nach 365 Tagen....

    Rezension aus Deutschland vom 16. Juli 2019

    Verifizierter Kauf

    ..Elektroschrott, nach etwa 1 Jahr funktioniert der Rechte Kanal nicht mehr. Billige Technik

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    Peer

    1,0 von 5 Sternen Kaputt angekommen?

    Rezension aus Deutschland vom 7. Oktober 2020

    Verifizierter Kauf

    Rauschen, Fiepen und übersteuern bei mäßiger Lautstärke.


    Ich habe den DAC an mehreren Computern mit den Beyerdynamics dt770 , Beyerdynamics MMX 300 sowie Sennheiser GSP 300 ausprobiert. Überall das Selbe.


    Schlechter als jeder Onboard-Sound, muss wohl defekt sein.

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    W

    1,0 von 5 Sternen Man bekommt das, wofür man bezahlt

    Rezension aus Deutschland vom 13. März 2019

    Verifizierter Kauf

    sobald man das Gerät einsteckt hat man ein dauerhaftes Brummen auf dem Kopfhörerausgang, was extrem störend ist. Ich habe ernsthaft keine Ahnung, warum es so gute Bewertungen hat...

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    Aus anderen Ländern

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    Andrea C.

    1,0 von 5 Sternen Totale Enttäuschung
    Rezension aus Italien vom 18. September 2020

    Verifizierter Kauf

    Gekauft, um meine M1060 mit einem MacBook Pro zu verbinden, nachdem sie so viele positive Bewertungen gesehen haben, vor allem in Bezug auf das Preis-Leistungs-Verhältnis.


    Ich drücke, dass es der erste und einzige externe Amp/DAC ist, den ich je ausprobiert habe.


    Ich wusste, dass es ein Einstiegslevel war, aber ich verstand, dass sich selbst die ärmsten externen DACs im Vergleich zu den internen eines PCs noch verbessern würden; im Gegenteil, ich kann garantieren, dass sowohl die Lautstärke als auch die Audioqualität stark verschlechtert werden! Klang weniger dynamisch und abgeflacht, fast gedämpft, und vor allem unbrauchbare Lautstärke über die Hälfte, wo es beginnt zu kaken und zu verzerren, während nicht besonders hoch, in der Tat.


    Leider sehe ich mich gezwungen, es zurückzugeben, wahrscheinlich verlangt ein externer Dac/Amp bei 70€ zu viel.



    Weiterer Kommentar: Die


    einzige positive Note war die Verarbeitungsqualität, in der Tat sowohl auf die Berührung als auch als Gewicht sieht das Produkt wirklich gut aus; mit Ausnahme des Netzkabels, das mehr Rührei von dem, was in chinesischen Weihnachtslichtern zu finden ist.

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    Ursprüngliche Sprache: Italienisch, übersetzt von Amazon

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    Claudius

    1,0 von 5 Sternen Funktioniert nicht
    Rezension aus Frankreich vom 6. November 2019

    Verifizierter Kauf

    Nachdem sie verdorben faulen!!! Sehr prägnanter doc in englischer Sprache! Chinesisches Material, kein Vertrauen!!!

    Eine Person fand diese Informationen hilfreich

    Inzwischen glaube ich, ich bin im falschen Forum, nämlich in diesem hier


    https://www.hififorum.at/


    - hinlänglich bekannt als der Ort, wo sich die "Realos" treffen und je nachdem ihre Wehklagen oder ihren Spott über die dumme Hifi-Welt auslassen und die sogenannten "High-Ender", denen, wenn sie sich dahin verirren, unterstellt wird, sie seien sowas wie erziehungsbedürftige, unmündige kleine Kinder, die man über die Hifi-Wahrheit belehren muss, dass sie nur Werbeversprechen glauben und einfach nur dumm sind, von geldgierigen Händlern sich das Geld für teure Anlagen, teure Kabel und/oder eine viel Geld kostende Stromversorgung aus der Tasche ziehen zu lassen. Ich spreche aus Erfahrung, denn ich habe es lange genug Mitglied in diesem Verein ausgehalten und da meine Gedlud strapaziert, bevor ich wie alle anderen zuvor, die nicht auf dieser "Realo"-Schiene liegen, das Forum verlassen habe.


    Die Meinungen, die dort vertreten werden, lassen sich schnell zusammenfassen - das komplette Abstreiter-Repertoire: Die Physik, also die Wissenschaft, bestätigt durch den Blindtest, sagt: Klanglich tut sich oberhalb eines 400 Euro-Verstärkers, eines CD-Spielers für 250 Euro nichts mehr. Alles klingt gleich - im Blindtest ist das Gerät für zwei Hunderter von dem für einen vier oder fünfstelligen Betrag nicht zu unterscheiden. Der einzige Unterschied von billig und teuer bei einem Verstärker ist die Wattleistung. Kabelklang gibt es natürlich nicht, das richtige Ausphasen der Anlage ist Voodoo, alles unterhalb der Hörschwelle, eine aufwendige Stromversorgung ist auch sinnlos. Die billigsten Netzteile und die Steckerleiste vom Baumarkt sind völlig ausreichend. Natürlich, verschiedene Formate, Daten reduziert MP3 oder FLAC über USB zugespielt, von der CD oder auch hochauflösende Formate - kein Unterschied zu hören. Die Gewissheit dafür gibt der Blindtest. Wer da anderer Meinung ist, ist ein Voodooist, der gegen die Naturgesetze verstößt und die Wissenschaft verachtet. Worum sich alles dreht und was allein klanglich entscheidend ist, ist die Raumakustik. Elektronik, Kabel etc. klingen alle gleich.


    Beliebte "Argumente", die immer wieder gerne angebracht werden, sind dann solche wie das von Bertarido hier zuletzt bemühte, dass in Tonstudios ja nur solche "Realos" sitzen, die über High-Ender spotten und die allerbilligsten Kabel benutzen. Ironischer Weise hat der Forenbetreiber selbst zuletzt einen polemischen Leserbrief veröffentlicht und dem Betreffenden auch kurz ermöglicht, im Forum zu posten, der es absurd fand, die Klang beeinflussende Wirkung von Kabeln abzustreiten. Wie sich herausstellte, hat er zuletzt über 10 Jahre in einem Tonstudio gearbeitet. Also auch da gibt es zu diesem Thema offenbar nicht nur eine Meinung. So sieht es im berühmten Abbey Road-Tonstudio in London aus:


    imgext.php?u=http%3A%2F%2Fwww.mobile-review.com%2Farticles%2F2014%2Fimage%2Fabbey-road%2Fpic%2Fhigh%2Fpic17.jpg&h=17d82cc0cd99a70268a71536ee0cf347


    Dort sieht man teure Lautsprecher der Nautilus-800er Serie von B&W und ein Kabel vorne, das gerade nicht so aussieht, als handele es sich um eine Baumarktstrippe von Zweieurofünfzig. Es ist ja auch so realistisch, dass B&W so einem Studio Lautsprecher für 100000 Euro oder mehr (in GB natürlich in englischen Pfund bezahlt) liefert und dann natürlich die preislich passende billigste Billigverkabelung dazu. :D Aber unterstellen kann man in Foren ja alles, ohne dafür Belege bringen zu müssen!


    Es gab und gibt wieder (sie ist im Kommen) die Langspielplatte, es gibt die CD, die SACD, Blue-Ray und hoch auflösende Formate, früher mal die Musi-Cassette, die Tonbandmaschine und den DAT-Recorder. Wer verschiedene Formate nutzt und Quellen um Musik zu hören, der wird zwangsläuifig damit konfrontiert, die Klangqualität zu vergleichen. Wer nur noch von der Festplatte hört und hören will mit USB, für den ist das natürlich alles kein Thema (mehr). Die CD ist ein klanglich hoher Standard. Wer wie ich dazu auch über USB/Laptop Dateien von der Festplatte abspielen möchte, der ist daran interessiert, eine der CD vergleichbare Qualität zu erreichen. Und die ist eben wie sich herausstellt keineswegs selbstverständlich zu haben. Auch da muss man schon einiges investieren, um ein klanglich gutes und sehr gutes Niveau zu bekommen. Man kann das natürlich alles abstreiten und sagen, alles klingt gleich, nur dann macht eine Diskussion über so ein Thema keinen Sinn, oder: Ab ins Hifi-Forum at!!! :untertauch:


    Schöne Grüße

    Holger

    Das ist eine Frage der Erkenntnistheorie, lieber Axel. Es gibt logische, allgemeingültige Aussagen und es gibt individuelles Erfahrungswissen. Der Begriff "Tatsache" ist eigentlich traditionell für Erfahrungswissen reserviert. Erfahrungswissen, was individuell vermittelt ist, wird nur anders kommuniziert. Auch da gibt es Allgemeingültigkeit (freilich nicht unbeschränkt wie bei logischen Sachverhalten), etwa dadurch, dass Andere meine Erfahrung teilen können, es gibt Reproduzierbarkeit für mich selbst usw. Aufgrund des bloßen Glaubens, dass ich bei Rot über die Ampel gegangen bin, kann mir der Polizist keine Strafe aufbrummen. Meine Anlage ist meine Anlage und ich muss Niemand deshalb beweisen im wissenschaftlichen Sinne, wie ich sie am besten zum Klingen bringe. Hier geht es lediglich um einen Erfahrungsaustausch und nicht um Wissenschaft. Mag sein, dass der eine durch gleichartige Erfahrungen das nachvollziehen kann und der andere nicht. Niemand ist gezwungen, etwas zu hören oder nicht zu hören. Alles in Ordnung! Unterstellungen sind da Fehl am Platze. Ich habe 4 Jahrzehnte Übung mit solchen Klangvergleichen. Es gibt Anlagen, da kann verschiedene Elektronik bzw. Kabel sehr viel bewirken, bei anderen fast Nichts. Das hängt von den Komponenten und ihren Eigenarten ab. Es ist auch keinesfalls immer teuer=besser. Ich habe schon viele teure und sehr teure Kabel gehört, die überhaupt nicht geklungen haben an meiner Anlage und die ich nie im Leben haben wollte. Speziell bei Kabeln habe ich den Eindruck aus diversen Forendiskussionen, dass es da gar nicht mehr um die armen Kabel als solche geht, sondern diese längst zum Symbolobjekt geworden sind für das, was man an der Hifgh-End-Szene generell regelrecht hasst.

    Zurück zur Digitaldebatte. Ein Vorteil des Digitalisierens ist die Tatsache des verlustfreien Kopierens von digitalen Inhalten. Genau das passiert im Prinzip in einer solchen digitalen Kette. Auf CD/Festplatte liegen die Musikstücke ja schon bitkodiert vor. Wenn ich es also schaffe, diese Inhalte von der Quelle zum Ziel (hier im allgemeinen ein DAC) zu transportieren, so dass kein Jitter entsteht und keine Verluste oder Fehler vorliegen, ist mein Problem (so einfach ist das hier) gelöst. Ob die Bits zwischendurch singen, weil der Router musikalisch ist, ist hier eigentlich egal. :) Ein Wissenschaftler, der hier das Gegenteil behauptet, sollte seinen Job verlieren!

    Du sprichst in hypothetischen Sätzern wenn-dann.... Ideal und Wirklichkeit klaffen aber in der Realität doch auseinander!


    Ich habe wirklich absolute Vergleichbarkeit - dieselbe Aufnahme von der CD und über USB zugespielt (vorher zu Testzwecken extra gerippt!) und USB klingt eindeutig nicht so gut. Und das gleich mit drei verschiedenen Wandlern! Das bestätigt mir übrigens auch mein Bekanntenkreis, sogar Menschen, die vorwiegend von der Festplatte hören geben zu, dass es von der CD eben doch noch besser klingt. Mein Sohn, der ein ziemlicher Rationalist ist (Mathematikprofessor! :) ) will gar keine CD hören und nur Festplatte. Er hat sich deshalb beschäftigt damit, eben dieselbe Qualität wie mit CD über USB zu bekommen und mich dann auf SOtM aufmerksam gemacht. Der Sinn ist ja, dass man an dieses Gerät direkt eine Festplatte anschließt, es eben Jitter gar nicht entstehen lässt, es im Prinzip dasselbe macht wie der PC, nur eben ohne die Fehler und Störeinflüsse. Wenn ich die Gelegenheit hätte, mir das mal auszuleihen, würde ich es probieren. Ich kaufe nie etwas in dieser Hinsicht (Kabel schon gar nicht!), ohne dass der Händler die Möglichkeit des Probierens gibt.

    Was sagt das für die Kabelthematik (im Digitalbereicht!) aus? Wenn die Kabel ausreichen, das eben beschriebene Problem zu lösen, sind sie gut genug, ja genauer, besser macht überhaupt keinen Sinn!

    Lies mal diesen aufschlussreichen Test:


    https://audiosaul.de/klangunterschiede-bei-digitalkabeln/


    :hello:


    Schöne Grüße

    Holger

    Wer an "Kabelklang" glaubt und sich einer wissenschaftlichen Methodik verweigert, mit dem macht eine Diskussion über HiFi-Technik keinen Sinn. :hello: Das war mir nun schon vorher klar, aber dass Du Dich zu so abstrusen Aussagen wie dieser versteigst, erschreckt mich dann doch:

    Diese Diskussionen kenne ich zu Genüge aus Hifi-Foren seit Jahren - und inzwischen interessieren sie mich nicht mehr. Fakt ist einmal, es gibt schlicht keine wissenschaftlichen Studien, die widerlegen und die allgemein anerkannt wären, dass es Kabelklang geben kann. Im Gegenteil, es gibt eine Fülle von Artikeln in durchaus renommierten wissenschaftlichen Publikationsorganen, die das Phänomen für belegbar und belegt halten. Und Fakt ist auch, dass hunderttausende Menschen das hören, dass es tausende diplomierte Techniker gibt, die das auch sehr gut erklären können, warum da was zu hören ist, dass es Profi-Tester gibt, die sehr genau das alles unterscheiden können und dass sogar Mikrophone das aufnehmen können, dass Anlagen unterschiedlich verkabelt anders klingen - bei Yutube ist das alles verfügbar. Wer diese Fülle an empirischen Tatsachen abstreitet, der hat also nicht die wissenschaftliche Methodik auf seiner Seite, sondern ist ein Wissenschaftsgläubiger und Abstreiter, der in einer Filterblase lebt, weil er der Suggestivität von solchen die Komplexität der Phänomene reduzierenden, simplifizierenden Erklärungsmustern erlegen ist und damit die Empirie verleugnet. :baeh01:


    Um das mal am Beispiel der Kaffeemaschine etwas humoristisch zu erläutern: Es gibt in hitzigen Hifi-Diskussionen immer die zwei Parteien - die einen sind die Empiriker, die auf ihre Hörerfahrung vertrauen und die anderen sind die Erklärer und Abstreiter, die glauben, das personifizierte Naturgesetz zu sein. Sagt der Empiriker: Ich trinke lieber Filterkaffee als Kaffee aus der Kaffeemaschine, weil letzterer fade schmeckt. Darauf antwortet der Erklärer: Wenn Du das behauptest, verleugnest Du die Wissenschaft und die Naturgesetze. Denn Kaffeemaschinen sind nach den modernsten und längst bewiesenen wissenschaftlichen Forschungen gebaut, die herausgefunden haben, was allein der Mensch an Sinnesreizen braucht, damit der Kaffee gut schmeckt. Der Blindtest beweist auch, das Kaffee, der aus der Maschine kommt, genau gleich schmeckt wie Filterkaffee. Da einen Unterschied zu schmecken, kann also nur Suggestion sein. Und dann sagt der Erklärer noch: Wer nicht 10 Semester Kaffeemaschinentechnik studiert hat, hat keine Ahnung vom Kaffeetrinken. Man muss wissenschaftlich beweisen können, was man schmeckt, ansonsten sind solche Erfahrungen nichts Wert. Erfahrungen soll man generell misstrauen, weil sie nur Suggestionsquellen sind. Man soll generell Skepsis haben gegenüber allem Erfahrungswissen, also besser gar keine Erfahrungen machen und statt dessen auf das setzen, was allein unumstößliche Gewissheit gibt: die Erklärung. Also nehme nur wahr, was Du Dir zuvor genau wissenschaftlich-methodisch erklären kannst. Alles Andere ignoriere! Sei also niemals unvoreingenommen und schmecke einfach! Probieren und Ausprobieren, nein Danke! Es gibt nichts Dümmeres!


    Dann fragt der Empiriker bescheiden nach: Wie trinkst Du denn Deinen Kaffee am Sonntag, Erklärer? Da antwortet der Erklärer: Natürlich trinke ich auch den Filterkaffee, weil das meine Großmutter schon so gemacht hat und ich viele schöne Erinnerung daran habe. Nein, am Sonntag mache ich die schnöde Kaffeemaschine nicht an! Aber natürlich nicht wegen des Geschmacks, sondern eben anderer Dinge! (Und genauso ist es in Hifi-Foren: Die Erklärer und Abstreiter haben natürlich nicht den Billigverstärker und hören auch nicht mit der Baumarktstrippe, haben auch noch nie eine Anlage aufgrund eines Blindtestergebnisses gekauft. Das empfehlen sie immer nur den Anderen um dann zu beteuern, dass sie ihren Accuphase und ihre Silberkabel nur aus Liebhaberei gekauft haben wegen der tollen Verarbeitung und weil tolle Technik ja so schön ist, aber um Gottes Willen natürlich nicht wegen des Klangs! ^^ )


    Ich füge dann ganz bescheiden folgende Satire hinzu: Ein wissenschaftsgläubiger Erklärer reist mit einer Zeitmaschine 50000 Jahre zurück zu einem Steinzeitmenschen. Der hat Fieber, und lässt sich von seinem Medizinmann mit Voodoo-Zauber ein Naturheilmittel verabreichen. Der Erklärer, der das sieht, ist entsetzt! Er sagt zum Kranken: Das Mittel darfst Du nicht nehmen!!! Das ist doch Voodoo-Zauber, den Du nicht erklären kannst! Du solltest erst die wissenschaftlichen Studien abwarten, die Dir sagen können, ob dieses Voodoo-Zeugs überhaupt eine Wirkung hat! Dann mischt sich allerdings der Medizinmann ein und sagt: Siehst Du, meine Medizin und mein Voodoo-Zauber haben bisher allen meinen Kranken geholfen. Sie hatten nachher kein Fieber mehr! Das magst Du für unwissenschaftlich halten und für falsch, was ich mache. Aber auch mit einer falschen Erklärung wirkt meine Medizin! Und denke nur mal etwas nach: Ohne meinen Voodoo-Zauber gäbe es Dich nicht. Denn meine Patienten können leider nicht 50000 Jahre auf Deine wissenschaftliche Erklärung warten, denn sie haben nicht wie Du eine Zeitmaschine zur Verfügung. Ich habe also dafür gesorgt, dass die Menschheit nicht längst ausgestorben ist! :saint:


    Was soll denn hier mit "Verarbeitung" gemeint sein? Auf dem PC läuft ein Software-Player, der Daten von der Festplatte ausliest und am Digitalausgang der Audio-Karte oder am USB-Port ausgibt. Den kritischen Punkt hast Du richtig benannt: Man muss die Windows-Mixer umgehen, aber wenn man eine vernünftige Audio-Karte oder einen DAC hat, die/der ASIO-Treiber zur Verfügung stellt, WASAPi geht auch, dann wird da nichts "verarbeitet", sondern die Ausgabe ist bitgenau, auch über USB. Wer da glaubt, einen Klangunterscheid zum CD-Player zu hören, der genau das gleiche macht, nur dass die Abtastung von einer CD fehleranfälliger ist als von einer Festplatte, der sollte in der Tat einen Therapeuten aufsuchen :D . Aber ich weiß, dass ich an Deiner Meinung nichts ändern werde, die ist mir auch ziemlich egal. Du darfst auch gerne weiter Geld für teure Digitalkabel ausgeben und daran glauben, dass Du damit einen "klanglichen Ansturz [sic!]" vermeidest. Nur erlaiube ich mir dann auch, solchen Aussagen zu widersprechen.

    Den Therapeuten braucht der, der das, was eine Erfahrungstatsache ist, mit einem bloßen Glauben verwechselt. Denn der leidet an einem krankhaften Skeptizismus und endet irgendwann in der Depression! Wer nicht bereit ist, einfach unvoreingenommen hinzuhören statt erst einmal sich erklären zu müssen aufgrund eines suggestiven Besserwissens, warum er nicht mehr hören soll und darf, in dessen Erziehung ist etwas grundlegend falsch gelaufen! :D :hello:


    Schöne Grüße

    Holger