Beiträge von William B.A.

    25. Mai 2019, Fortsetzung:


    Organistin:


    Diane Bish,   amerikanische Organistin, Komponistin und Musikproduzentin, * 25. 5. 1941--- 78. Geburtstag


    Herzlichen Glückwunsch!


    Willi:jubel::jubel::jubel::jubel::jubel:


    Geiger:


    Gerhard Taschner,   deutscher Geiger, * 25. 5. 1922 - + 21. 7. 1976 --- 97. Geburtstag


    Liebe Grüße


    Willi:)



    Cellist:


    Mike Block,     amerikanischer Cellist, * 25. 5. 1982 --- 37. Geburtstag


    Herzlichen Glückwunsch!


    Willi:jubel::jubel::jubel::jubel::jubel:

    25. Mai 2019, Fortsetzung:


    Pianisten:


    Mischa Levitzki,   amerikanischer Pianist, * 25. 5. 1898 - + 2. 1. 1941 --- 121. Geburtstag


    Liebe Grüße


    Willi:)


    Robert Silverman,     kanadischer Pianist, * 25. 5. 1938 --- 81. Geburtstag

      


    Herzlichen Glückwunsch!


    Willi:jubel::jubel::jubel::jubel::jubel:


    Organist:


    Piet Kee,     holländischer Organist und Komponist, * 30. 8. 1927 - + 25. 5. 2018 --- 1. Todestag


    Liebe Grüße


    Willi:)

    25. Mai 2019, Fortsetzung:


    Sängerinnen II:


    Und hier haben wir gleich die nächste besondere Erinnerung:


    Jola Koziel,    * 25. 5. 1934 - + 15. 11. 2014, war eine deutsche Sopranistin (s. u.):


    Kammersängerin Jola Koziel (25.05.1934 - 15.11.2014), Sopran, wurde in der Nähe von Krakau – in Pinczow/Radom – am 25. Mai 1934 als Tochter deutscher Eltern im heutigen Polen geboren, wuchs in einem musikliebenden Haus auf und wollte ursprünglich Pianistin werden. Krieg und Nachkriegszeit indessen beschieden es anders; sie kam nach Borna (bei Leipzig), einem kleinen Ort, wo sie die Oberschule besuchte und im Extrachor des damals dort noch existierenden Theaters in fast 300 Vorstellungen mitwirkte, ehe sie am Pädagogischen Institut für Musikerzieher in Berlin studierte und 1952 ihren Abschluss als „Musikfachlehrerin“ erwarb; kurze Zeit arbeitete sie auch als Musiklehrerin in Berlin-Friedrichshain. Der Wunsch, Opernsängerin werden zu wollen, war stärker – und so studierte sie ab 1952 an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin Gesang, ihr Hauptfachlehrer war Prof. Frieder Trommler. 1957 erwarb sie das Staatsexamen und bekam ihr erstes Engagement am Opernhaus Karl-Marx-Stadt (Chemnitz), wo sie als Ingrid in Egks „Peer Gynt“ debütierte. Bereits dort folgten so anspruchsvolle Partien wie die Susanna in „Figaros Hochzeit“, die Nedda im „Bajazzo“ und die Mimi in „La Boheme“. Zwei Jahre später wechselte sie als 1. lyrischer Sopran an das Hans-Otto-Theater in Potsdam, wo sie u.a. die Tatjana in "Eugen Onegin" und die Marie in der „Verkauften Braut“ sang.
    Sie kam im Herbst 1961 an die Berliner Staatsoper als lyrische bis jugendlich-dramatische Sopranistin und konnte in kurzer Folge Partien wie den Eros in Glucks „Orpheus und Eurydike“, die Marzelline in Beethovens „Fidelio“ und die Jungfer Anna Reich in Nicolais „Lustigen Weibern von Windsor“ und den Cherubino in „Figaros Hochzeit“ übernehmen, bevor sie am 13.07.1962 mit der Baronin Freimann in Lortzings „Wildschütz“ ihre erste Premiere in Berlin hatte. Mit dem Komponisten in Strauss’ „Ariadne auf Naxos“ (Premiere am 21.06.1964) und der Elsa im „Lohengrin“ (Wiederaufnahme unter Otmar Suitner am 23.12.1964) hatte sie sich endgültig im Ensemble durchgesetzt. Es folgten eine Reihe wichtiger Partien ihre Faches, u. a. auch noch die Gräfin in „Figaros Hochzeit“, die Donna Elvira, die Rosalinde („Fledermaus“), die Agathe im "Freischütz" und die Micaela in „Carmen“. Bis in die Mitte der 70er Jahre hinein bestritt sie ihr Fach, neben Berlin war sie auch für mehrere Jahre der Dresdner Staatsoper durch einen Gastvertrag verbunden. Ihre Abschiedsvorstellung an der Deutschen Staatsoper Berlin hatte sie am 25. April 1975 als Marie in der Verkauften Braut". Sie war auch eine vielgefragte Liedsängerin.
    Mit dem Ensemble der Berliner Staatsoper und auch allein gastierte sie in Schweden, Finnland, Rumänien, der Schweiz, in Österreich, der UdSSR, der CSSR, in Ungarn, Bulgarien, Polen und Ägypten.
    Ernst Krause, der Nestor der Musikkritik in der DDR, hat sie nicht nur mit der jungen Christel Goltz und Helga Pilarczyk verglichen, sondern ihr in einem Beitrag im Rahmen seines Buches „Opernsänger“ das schönste Denkmal gesetzt, das man einer – damals jungen – Sängerin setzen kann: „… welch gutsitzender Sopran von herber Süße, wie viel musikalische Sicherheit und Natürlichkeit im Spiel!"


    Heute wäre sie 85 Jahre alt geworden.


    Liebe Grüße


    Willi:)


    https://www.youtube.com/playli…4X2Lj8aF7jMuSd-xI5fgMC8XU



    Marie Krikorian,    bulgarische Sopranistin, * 25. 5. 1946 --- 73. Geburtstag


    Julie Kaufmann,    amerikanische Sopranistin, * 25. 5. 1955 --- 64. Geburtstag


    Herzlichen Glückwunsch!


    Willi:jubel::jubel::jubel::jubel::jubel:

    25. Mai 2019, Fortsetzung:


    Dirigent:


    Heinz Hennig,    deutscher Chorleiter und Hochschullehrer * 25. 5. 1927 - + 29. 1. 2002 --- 92. Geburtstag


    Er war der Gründer des Knabenchors Hannover und dessen Leiter von 1950 bis Ende 2001 sowie Hochschullehrer.


    Liebe Grüße


    Willi :)


    Sängerinnen I:


    Rosa Ponselle,     amerikanische Sopranistin, * 22. 1. 1897 - + 25. 5. 1981 --- 38. Todestag


    Hier haben wir eine besondere Erinnerung:


    Beverly Sills,    * 25. 5. 1929 - + 2. 7. 2007, war eine amerikanische Sopranistin:


    Sills, die 1948 an der Civic Opera in Philadelphia debütierte, wurde für ihre Auftritte als Koloratursopran überall auf der Welt bekannt, auch ihre Aufnahmen sind berühmt. Nachdem sie 1980 in den Ruhestand eingetreten war, wurde sie General Manager der New York City Opera. 1996 erhielt sei einen Heinz Award, 1998 wurde sie in die American Academy of Arts and Sciences gewählt. Im Jahre 1994 wurde sie Vorsitzende des Lincoln Center und 2002 der Metropolitan Opera. Sills engagierte sich karitativ für die Vorsorge und Behandlung von Geburtsdefekten.

    Privat hatte der gefeierte Star mehrere Schicksalsschläge zu verkraften. Ihre Tochter Meredith (Muffy) (* 1959) ist schwerst hörbehindert, der Sohn Peter jr. (* 1961) lebt seit seinem sechsten Lebensjahr in einem Heim für geistig Behinderte. Sills Ehemann Peter Buckley Greenough starb im September 2006 − kurz vor dem 50. Hochzeitstag des Paares.

    Sie starb im Alter von 78 Jahren.


    Diskografie (Auswahl)

    Heute wäre sie 90 Jahre alt geworden.


    Liebe Grüße


    Willi :)


    https://de.wikipedia.org/wiki/Beverly_Sills

    25. Mai 2019, Fortsetzung:


    Komponisten IV:


    Robert Muczynski,    polnisch-amerikanischer Komponist, * 19. 3. 1929 - + 25. 5. 2010 --- 9. Todestag


    Otto M. Zykan,     österreichischer Komponist, * 29. 4. 1935 - 25. 5. 2006 --- 13. Todestag


    Liebe Grüße


    Willi:)


    Enjott Schneider,     deutscher Komponist, Musikwissenschaftler und Hochschullehrer, * 25.5. 1950 --- 69. Geburtstag


    Herzlichen Glückwunsch!


    Willi:jubel::jubel::jubel::jubel::jubel:

    25. Mai 2019, Fortsetzung:


    Komponisten II:


    Domenico Vincenzo Maria Puccini,    italienischer Komponist, Enkel des Komponisten Giacomo Puccini der Ältere und Großvater Giacomo Puccinis, * 5. 4. 1772 - + 25. 5. 1815 --- 204. Todestag (starb bereits mit 43 Jahren)


    Wassili Solotarjow, russischer Komponist, * 8. 3. 1873 - + 25. 5. 1964 ---   55. Todestag


    Gustav Holst,   englischer Komponist, * 21. 9. 1874 - + 25. 5. 1934 ---   85. Todestag


    Liebe Grüße


    Willi:)

    25. Mai 2019:


    Komponisten I:


    Moritz von Hessen Kassel,    regierender Landgraf und Komponist, * 25. 5. 1572 - + 15. 3. 1632 --- 447. Geburtstag


    Christian Friedrich Ruppe,     holländischer Komponist, * 22. 8. 1753 - + 25. 5. 1826 --- 193. Todestag


    Johann Evangelist Brandl,    deutscher Komponist und Geiger, * 14. 11. 1760 - + 25. 5. 1837 --- 182. Todestag


    Liebe Grüße


    Willi:)

    Franz Schubert, Klaviersonate Nr. 21 B-dur D.960

    Philippe Entremont, Klavier

    Instrument: Steinway

    AD: 2018

    Spielzeiten: 21:06 - 10:39 - 4:26 - 8:15 --- 44:26 min.;


    Da ich Philippe Entremont auch nicht in meinen Beethovensonaten ahbe, folgt auch hier eine kleine Biografie:

    Philippe Entremont, der am 7. Juni 1934 in Reims geboren wurde, ist der Sohn eines Operndirigenten und einer Pianistin. Nachdem ihm seine Mutter den ersten Klavierunterricht erteilt hatte, lernte er bei Marguerite Long und Jean Doyen. Er besuchte bereits im Alter von 12 Jahren das Conservatoire de Paris und debütierte als 16-Jähriger in Barcelona. Das war der Auftakt zu zahlreichen Konzertreisen in Europa und in den Vereinigten Staaten. In den 1970er-Jahren begann seine Karriere als Dirigent. Von 1976 bis 1991 leitete er das Wiener KammerOrchester als Chefdirigent, später dirigierte er zahlreiche international renommierte Orchester in den USA und in Europa. Seit 1991 ist er Ehrendirigent des Wiener KammerOrchesters auf Lebenszeit. Seit der Konzertsaison 2004/2005 ist er Erster Gastdirigent der Münchner Symphoniker.

    Philippe Entremont ist auch als Musikpädagoge tätig. Er war von 1972 bis 1979 Direktor der Ravel-Akademie in Saint-Jean-de-Luz in Südfrankreich. Zurzeit leitet er das Konservatorium von Fontainebleau.

    Am 7. Juni werden wir ihm aller Voraussicht nach zum 85. Geburtstag gratulieren können.


    Philippe Entremont spielt signifikant langsamer als Shani Diluka und Michael Endres, die ich hier zum Vergleich habe und die beide gleich schnell sind, um mehr als eineinhalb Minuten schneller im Kopfsatz. Philippe Entremont spielt ein durchaus körperhaftes Pianissimo und hat einen Steinway von Alain Degrange aus Nancy mit einem hellen transparenten Klang. Entremont spielt den ersten Basstriller gemäß seiner Grunddynamik etwas kraftvoller als andere Pianisten, und so klingt der Triller bedrohlicher als bei anderen und eröffnet auch einen stimmungsmäßigen Kontrast zu dem sehr positiven Klang der ersten acht Takte.

    Dieser Stimmungskontrast, der ja auch durchaus so von Schubert gemeint ist, tritt in der Wiederholung wieder auf, jetzt aber zum dritten Teil des Hauptthemas ab Takt 20. Das lässt wieder leuchten wie zuvor schon die beiden ersten Teile, und er erliegt auch nicht der Versuchung wie so mancher andere, mit der inneren Beschleunigung, etwa ab Takt 26 auch ein verfrühtes Crescendo zu entfachen, und auch seine innere Beschleunigung durch die Verkürzung der Notenwerte ist zwar bemerkbar, bleibt aber moderat, d. h.. der Grundpuls bleibt erhalten.

    Erst in Takt 34 crescendiert er, und auch das moderat. Dieser vierte Teil des Themas strahlt eine wohltuende Ruhe aus, auch wenn einige meinen könnten, hier sei nicht genügend Dramatik im Spiel. Ich meine, er lässt die Dramatik schon spüren, spielt das aber subtiler, nicht brachial wie mancher andere. Ich finde, die Musik Schubert hält das klaglos aus, speziell dieser Kopfsatz.

    Auch das wunderbare Seitenthema, das hier unter den Händen Entremonts wie eine Nocturne beginnt, packt mich richtig an, und er bleibt in diesem Thema der moderaten Ausdehnung der Dynamik treu, selbst im langen Crescendo (Takt 76 mit Auftakt bis Takt 78), nachdem es subito decrescendo in die berührende Achteltriolen-Sequenz mit dem Wechsel zwischen Staccato und Non-Staccato bzw. Legato geht.

    Auch hier zeichnet er die dynamischen Bewegungen sorgfältig nach, ohne sie zu übertreiben. Das ist wunderbar.

    Erst in der Schlussgruppe erweitert er den dynamischen Raum nach oben und erreicht in Takt 105 tatsächlich ein sattes Fortissimo.

    Gottseidank spielt er auch die Überleitung zur Wiederholung der Exposition und in dieser arbeitet er die Kontraste zwischen mezzoforte und piano wunderbar heraus, wiederum, ohne zu überborden.Err erreicht zwar in Takt 123 a das Fortissimo und spielt dann in Takt 124 den Basstriller abschwellend. Hier lässt er dann eine ausreichend lange Pausenfermate 125a folgen. Ich freue mich sehr, dass ich diese wunderbar gespielte Exposition noch einmal hören darf.

    Hierzu sagt Entremont im Text des Booklets:

    "Die notierte Wiederholung des Themas vor dem Mittelteil wird von Vielen meiner großartigen Kollegenunterschlagen. Zugegeben, manche Wiederholungen sind bloße Konvention und im Grunde Überflüssig. Nicht so hier. Ich entscheide mich bewusst für die Reprise, weil sie Sinn ergibt".

    Auch in der Wiederholung höre ich das abgeklärt ruhige, aber gleichermaßen bezwingend intensive Spiel der nicht so extremen dynamischen Kontraste, des ruhigen Tempos und der maßvollen inneren Beschleunigung, im Grunde, wie ich finde, des klassischen Ebenmaßes. Wie, um ein Zeichen zu setzen, spielt er die Wiederholung an einigen Stellen geringfügig anders , aber im Grunde getreu der Partitur mit ihren maßvollen dynamischen und temporalen Bewegungen.

    Ein Beispiel hierfür ist die Folge von zwei Crescendi-Subitopiani, jeweils aus dem piano heraus, ab Takt 61 und 65. Wie er das spielt, ist im Grunde das Subitopiano am Taktübergang 62/63 und 67/68, nicht ruckartig, sondern fließend, weil die dynamische Fallhöhe geringer ist.

    Und die Oktavierungen hier im zweiten Teil des Seitenthemas singt er wunderbar aus. Auch die rhythmisch sehr interessante Achteltriolensequenz im dritten Abschnitt des Seitenthemas (Takt 79 bis 98) mit den sanften dynamischen Auf- und Abbewegungen, den synkopierenden Achtelakkorden in der Begleitung und den Stockungen in den letzten vier Takten spiel er ein weiteres Mal sehr anrührend, ebenso den eigentlichen dynamischen Höhepunkt der Exposition, die Schlussgruppe, wo er abermals, nach vorsichtiger Annäherung, in Takt 105 das Fortissimo erreicht.

    Originell auch seine Art, den Übergang zur Durchführung zu gestalten. Er lässt das Diminuendo nach dem Dreiviertel-Akkord 116 in die abschließende Viertelpause hineinfließen und schließt direkt den Ritardandotakt 117b an, in betörendem Pianopianissimo- grandios.

    Der erste Teil der Durchführung, Takt 118b mit Auftakt bis 130 klingt traurig, wie ich meine, nicht mehr, und nicht weniger. Auch hier beschreitet er wieder einen Mittelweg. Das führt wiederum zu einem maßvollen Kontrast zur aufgehellten Achteltriolensequenz (ab Takt 131 bis 148).

    Doch Etwas ist hier in der Durchführung in dieser Sequenz etwas anders, wie ich finde: er steigert die Dynamik nach oben und vergrößert so in der Durchführung den Kontrast, was auch m. E. Sinn macht.

    Und bei ihm klingen im sich dramatisch und dynamisch zuspitzenden Mittelteil die klopfenden Achtel im Tiefbass von vornherein recht bedrohlich und insistierend, und die zunehmend dissonanten anschließenden Achtelketten im Diskant spielt er auch sehr bestimmend und nutzt dabei die dynamische Bandbreite, die ihm die Partitur bietet, voll aus.

    Auch die folgende Sequenz, in der Thementeile von wechselnden, ebenfalls insistierenden Quint- und Sextakkorden begleitet werden und dabei mit ihnen die Oktave wechseln, drückt weiterhin diese latent bedrohliche Stimmung aus, selbst im letzten Abschnitt, als der erste Thementeil in langen Legatobögen auftaucht und einen Umschwung andeutet, aber eben noch nicht vollziehen, wie auch die nunmehr wieder auftretenden bedrohlichen Basstriller (ab Takt 186) und die immer noch in Moll getauchte Melodie dokumentiert. Doch die Bögen werden länger und lichter, was Philippe Entremont ganz berührend vorträgt und er mit der Auflösung in Takt 209 den gordischen Knoten durchschlägt. Ein signifikantes Zeichen für die Rückkehr des Positiven ist nach der wunderbaren absteigenden Staccatoachtelkette der nunmehr in leuchtenden Glanz getauchte Basstriller in ppp (Takt 212, am Übergang zur Reprise, die von einem zweiten. ähnlich körperhaft wie zu Beginn des Satzes klingenden abgelöst wird.

    Und ich meine, dass die Reprise im Beginn noch etwas diesseitiger und leuchtender klingt als zu Beginn der Exposition. Allerdings kann dann der Basstriller in Takt 223 nicht mehr im Pianopianissimo klingen, sondern er kommt in einem gesunden Pianissimo daher. Sei's drum.

    Und auch das Crescendo, ab Takt 253, geht nun bis zum deutlichen Forte hinauf. Auch das Crescendo am Ende des Hauptthemas erreicht nun spielend das Fortissimo. Entremont setzt also das Thema in der Reprise dynamisch deutlich vom Thema in der Exposition ab.

    Auch das fis-moll-Seitenthema klingt nun in der etwas höheren Lage wieder positiver, und die innere Beschleunigung in der Sechzehntelsequenz, ab Takt 278, tut ein Übriges. Philippe Entremont arbeitet das ganz deutlich heraus, auch in der betörenden Achteltriolen-Sequenz.

    Folgerichtig legt er in der Schlussgruppe dynamisch auch noch einmal zu. Er beendet diesen grandios vorgetragenen Satz mit ein sehr anrührenden Coda.


    Im Andante sostenuto ist Philippe Entremont erheblich langsamer als Michael Endres und auch noch einmal etwas langsamer als Shani Diluka.

    Von der Klangfarbe her bleibt er so klar, so diesseitig, wie im Kopfsatz, aber durch das doch sehr gemessene Tempo, im Verein mit einem bezwingenden Crescendo macht er deutlich, dass es hier um alles geht. Das ist nicht nur tieftraurig, sondern schon sehr bedrohlich, auf dem Weg zur Ausweglosigkeit- welch ein riesiger Stimmungs- und Emotionskontrast zur hellen Reprise des Kopfsatzes- und dann: welch eine schon schmerzhaft-schöne Dur- Aufhellung in Takt 14 bis 17. Diese Stelle wirkt in Entremonts Interpretation nicht nur durch die leuchtende Aufhellung , sondern das Leuchten kommt durch die Zurücknahme auf ein deutliches Pianissimo mehr von innen- genial! Doch auch in der Rückkehr vom E-dur zum cis-Moll erzeugt er durch das nur scheinbare Positive einen erneuten starken Kontrast, der noch durch das neuerliche starke Crescendo (ab Takt 22) verstärkt wird. Und natürlich wird diese bis hierhin noch vorherrschende Traurigkeit und fast Ausweglosigkeit hier noch durch das Decrescendo ab Takt 34 weitergeführt, sinkt, ganz stark hier betont durch das Pianopianissimo ab Takt 38, der Wanderer weiter in den bodenlosen Abgrund-

    bis die Erlösung möglich ist durch ein fast für unmöglich gehaltenes Ereignis, das dem Wanderer wieder Orientierung und Zuversicht gibt, jener himmlische Choral, der durch die aufgerissenen schwarzen Wolken hindurch auf hin herabsinkt und ihn einhüllt, durch die Oktavierung des Themas in den Diskant wird dieses tröstliche Gefühl erst noch verstärkt, bis sich im weiteren Verlauf (nach dem Portatobogen in Takt 58) ab Takt 59 die Sechzehntelfiguren aus der Melodie zurückziehen und zunächst kaum merklich, dann aber immer weiter insistierend, in die Begleitung begeben und dort unbeirrt zu klopfen beginnen. Und auch in -Der Melodie ändert sich etwas, als in Takt 70 auf der Eins sich ein Mollakkord einschleicht. Doch noch einmal versucht sich das Positive durchzusetzen, indem das beseligende Thema noch einmal in der hohen Oktave auftaucht, bevor mit dem Decrescendo in Takt 80 mit Auftakt und wenige Takte später mit dem Diminuendo in sich zusammensinkt- herausragend, wie Philippe Entremont diesen gewaltigen Bogen hier abgebildet hat und am Schluss, ähnlich wie Waleri Afanassjew, einen fast fünf Sekunden langen Pausentakt spielt- komponierte Stille.

    Und dann merken wir schon vom ersten Takt der Wiederholung des Hauptthemas, dass sich hier noch einmal massiv etwas geändert hat, denn die nunmehr in der Begleitung aufgetauchten musikalischen Dreierfiguren mit den klopfenden Sechzehnteln spielt Philippe Entremont mit bezwingender Schwere. Und die musikalische Struktur mit den ineinanderlaufenden, mehrere Oktaven durchmessenden Begleitfiguren und dem Thema, werden dem Zuhörer gegenüber transparenter, wenn es, wie hier, der Pianist in etwas gemessenerem Tempo spielt als schon zuweilen gehört. Wenn dieser Satz eines nicht haben kann, dann ist es Eile.

    Und auch hier erscheint in diesem massiv bedrohlichen unabweisbaren Voranschreiten des Unheils die plötzlich aufleuchtende, wie aus einem anderen Universum stammende Dur-Sequenz (Takt 103 bis 106) genauso berührend und gleichsam folgerichtig wie schon im expositionsartigen Anfangsteil.

    Und ebenso folgerichtig wie in der Exposition weicht dieses scheinbar unaufhaltsame unheilvolle Voranschreiten einem ebenso scheinbar erlösenden Licht, hier der unglaublichen Coda, die, wenn man Schuberts Leben und sein Ende betrachtet, überhaupt nicht mehr unglaublich ist. Jedoch Philippe Entremonts Spiel ist es auch in diesem Satz: unglaublich gut.


    Auch im Scherzo ist Philippe Entremont erheblich langsamer als der flotte Michael Endres und auch noch langsamer als Shani Diluka.

    Dennoch erfüllt er m. E. die beiden Satzvorschriften "allegro vivace" und" con delicatezza" voll und ganz, vor allem die aufmerksam gespielten synkopierende Viertel und Achtel im Bass. Darüber hinaus spielt er die dynamischen Verläufe sehr gewissenhaft, die dem Dreierrhythmus erst die Delicatezza verleihen, wie ich finde. Auch in der Wiederholung bekräftigt er dies.

    Das Trio spielt er bedächtig mit gut hervorgehobenen Forzandopiani. Lediglich das Fortissimo-Forzando in Takt 25/26 bleibt m. E. zu blass.

    Dann schließt Entremont das Scherzo da capo ed infine la coda an.


    Im abschließenden Allegro ma non troppo liest Entremont, wie ich finde, die Satzüberschrift genau richtig. Er ist zwar etwas langsamer als Endres und Diluka, aber schnell genug, eben "non troppo".

    Außerdem gefällt mir, un das betont seine Sorgfalt, dass er die fp-G-Akkorde schön abschwellen lässt. Das höre ich häufig nicht so sorgfältig ausgeführt.

    Auch die hier naturgemäß in der Differenz nicht so großen dynamischen Verläufe spielt er wiederum vorbildlich.

    In einem eleganten Abwärtsschwung leitet er zum rhythmisch im Gegensatz zur thematischen Exposition stehenden Seitensatz über, der im Diskant durchgehend legato dem Hörer anmutig durchs Gemüt fließt. Und das kann man hören, egal ob die Achtel in der Begleitung synkopieren, oder ob die Viertel den geraden Takt schlagen, er lässt die Melodie frei strömen, auch wenn sie mit der Begleitung die Oktave wechselt.

    Nach zwei mäßig langen Pausentakten lässt er kraftvoll die erste Hälfte des ersten durchführungsartigen Abschnitts beginnen, wobei die silbrig glänzenden Oktavierung (ab Takt 173 mit Auftakt) organisch einfließen lässt. In den begleitenden Sechzehntelfiguren lässt er es kontinuierlich weiter fließen und leitet dann in der zweiten Hälfte des durchführungsartigen Abschnitts wie der dynamisch auch zurückgenommenen Legato über.

    Auch der Übergang gegen Ende dieses Abschnitts vom Legato über das Portato wieder ins Staccato geschieht fließend.

    Auch den folgenden Abschnitt, wenngleich rein äußerlich reprisenförmig beginnend, sehe ich weiterhin mit Durchführungscharakter, vor allem, wenn man seinen hochdynamischen, ja fast dramatischen Verlauf betrachtet, speziell ab Takt 249 mit Auftakt.

    Auch, wenn zwischendurch wieder leichte Beruhigung eintritt mit Einsetzen der Achteltriolen (ab Takt 265), geht die dynamische Kurve in den Sechzehnteltonleitern (ab Takt 292) wieder nach oben und wird erst mit Takt 298 in die Abwärtsrichtung gelenkt.

    Auch das spielt er wiederums ehr aufmerksam .

    Erst mit der neuerlichen Themenrückkehr (ab Takt 312), wiederum sehr sorgfältig eingeleitet durch den fein abgeschwungenen Fortepiano-G-Akkord, haben wir den reprisenförmigen Abschnitt erreicht. Er spielt ihn genauso souverän wie zuvor den expositionsartigen Beginn, auch die geringfügig geänderten musikalischen Figuren beachtend. Wieder geht er, hier nach nur gut halber Länge gegenüber der Exposition in das kantable Seitenthema über.

    In diesem bringt er den Flügel wieder auf berührende Weise zum Singen. Nach wiederum mäßig langen Pausentakten (hier Takt 428/429) lässt er noch einmal den hochdynamischen Durchführungsabschnitt mit der lyrischeren zweiten Hälfte an uns vorüberziehen.. Hier, wie schon zuvor, acceleriert er kaum merklich in den Oktavierungen im ganz hohen Diskant.

    Nach dem letztmaligem Thema mit den zunehmend dynamisch reduzierten G-Akkorden schließt er die Sonate mit einer schwungvollen Presto-Coda grandios ab.


    Wie die Coda, eine grandiose Interpretation eines 84Jährigen!


    Liebe Grüße


    Willi:thumbup::thumbup::thumbup::thumbup::thumbup::thumbup::thumbup::thumbup::thumbup::thumbup::thumbup::thumbup::thumbup::thumbup::thumbup:

    24. Mai 2019, Fortsetzung:


    Organist:


    Heinrich Reimann,     deutscher Organist, Komponist un Musikwissenschaftler, * 12. 3. 1850 - + 24. 5. 1906 --- 113. Todestag


    Liebe Grüße


    Willi:)


    Flötist:


    Hans-Martin Linde,    deutscher Flötist, der seit 1957 in Basel lebt, ist einer der bedeutendsten deutschen Blockflöten-Virtuosen des 20. Jahrhunderts, * 24. 5. 1930 --- 89. Geburtstag



    Herzlichen Glückwunsch!


    Willi:jubel::jubel::jubel::jubel::jubel:

    24. Mai 2019, Fortsetzung:


    Sängerinnen:


    Cloe Elmo,    italienische Altistin, * 9. 4. 1910 - + 24. 5. 1962 --- 57. Todestag (sie starb bereits mit 52 Jahren)

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    Cloe Elmo als Mrs. Quickly

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    Anneliese Rothenberger,   deutsche Sopranistin, * 19. 6. 1924 - + 24. 5. 2010 --- 9. Todestag

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    Liebe Grüße


    Willi:)


    Nina Hazuchova,      slowakische Mezzosopranistin, * 24. 5 1926 --- 93. Geburtstag

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    Herzlichen Glückwunsch!


    Willi:jubel::jubel::jubel::jubel::jubel:

    24. Mai 2019, Fortsetzung:


    Dirigenten II:


    Heinrich Bender,    deutscher Dirigent, ( siehe 11. 5. 1925) - + 24. 5. 2016 --- 3. Todestag


    Liebe Grüße


    Willi:)


    Pianistin:


    Auch hier haben wir heute einen runden Geburtstag:


    Nicoleta Luca-Meitoiu,   * 24. 5. 1969, ist eine rumänische Pianistin:



    Nicoleta Luca-Meițoiu absolvierte ihre musikalische Ausbildung bei der Kunstschule Octav Băncilă in Iași bei Marin Pânzaru und besuchte danach die Musikakademie in Iași bei Ioan Welt und Mircea Dan Răducanu sowie die Nationale Musikuniversität Bukarest bei Gabriel Amiraș und Viniciu Moroianu besucht.

    1993 nahm sie am Meisterkurs des deutschen Pianisten Wolfgang Wagenhäuser in Bukarest und in Aurich teil. Des Weiteren erhielt sie zusätzliche Anregungen beim britischen Pianisten Martin Hughes, Professor an der Universität der Künste Berlin.

    1987 debütierte sie mit dem Konzert Nr. 1 in C-Dur von Ludwig van Beethoven zusammen mit der Philharmonie Moldova Iași, Dirigent George Vintila. Danach wurde sie eingeladen, Konzerte zusammen mit rumänischen Philharmonien Hermannstadt, Bacău, Ploiești, Botoșani, Râmnicu Vâlcea zu geben. Sie nahm an Konzerten unter der Führung bekannter rumänischer und ausländischer Dirigenten, wie Petre Sbârcea, Ovidiu Bălan, Neale Bartee (USA), Roberto Misto (Italien), Octav Calleya (Spanien), Arild Andersen (Norwegen) teil und konzertierte als Solistin in den Konzertsälen von Bukarest wie Bukarester Athenäum, Nationales Kunstmuseum von Rumänien, Schloss Cotroceni, George Enescu Museum.

    Als Solistin wurde sie eingeladen mit verschiedenen Kammerorchestern im Ausland zu konzertierten, wie in New York in Carnegie Hall (Isaac Stern Auditorium), Chicago (Chicago Historical Society), Detroit, in Kanada (Ottawa) aber außerdem in Australien, dann in Deutschland (in Berliner Philharmonie Kammermusiksaal und in München), in Italien (Rom, in Piazza del Popolo und bei der Academia di Romania), in Israel (Tel Aviv, Haifa und Jerusalem), in Tschechien (im Kongresssaal – Prag), in Bulgarien (als Solistin mit der Philharmonie aus Vidin), Republik Moldawien (Soloklavierkonzert bei der Musikhochschule in Chișinău).

    Mit dem weltbekannten Panflötist Gheorghe Zamfir zusammen spielte sie zahlreiche Konzerte.

    Viele ihrer Auftritte wurden von internationalen Fernseh- und Radiosendern übertragen.


    Heute feiert sie ihren 50. Geburtstag.


    Herzlichen Glückwunsch!


    Willi:jubel::jubel::jubel::jubel::jubel:


    https://de.wikipedia.org/wiki/Nicoleta_Luca-Mei%C8%9Boiu

    24. Mai 2019:


    Komponisten II:


    Robert Saar,     deutscher Komponist, Pianist und Organist, * 24. 5. 1925 - + 21. 9. 1976 --- 94. Geburtstag


    Und hier haben wir den ersten heutigen runden Geburtstag:


    Stefan Heucke,    * 24. 5. 1959, ist ein deutscher Komponist:


    Heucke legte 1978 in Stuttgart sein Abitur ab und studierte dann bei Professor Renate Werner privat Klavier. 1982 wechselte er an die Musikhochschule Dortmund, wo er bei Professor Arnulf von Arnim Klavier und bei Professor Gerhart Schäfer Tonsatz und Komposition studierte.

    Heuckes Karriere als Komponist begann 1985, als das Saarländische Staatsorchester seine Vier Orchestrstücke op.5 uraufführte. Von 1989 bis 2002 hatte er einen Lehrauftrag an der Staatlichen Hochschule für Musik Detmold in Dortmund.

    1996 bekam Heucke von der Werner-Richard-Dr.-Carl-Dörken-Stiftung für zwei Jahre ein Stipendium. In diesem Jahr begann Schott Musik International, Heuckes Partituren zu veröffentlichen. Ab 1998 folgten zahlreiche CD-Produktionen.

    2001 führte das Große Haus des Musiktheaters Gelsenkirchen Heuckes Tanzoratorium Die Ordnung der Erde (op. 30) erstmals auf. Zu diesem Stück ließ sich Heucke vom Gilgamesch-Epos inspirieren. Inszeniert und choreographiert wurde es von Bernd Schindowski.

    Heucke sucht die Verbindung von Sprache und Musik und nimmt sich häufig literarischer Texte an. Seine Werke belaufen sich bis 2019 95 Opera für Stimme und umfassen alle Gattungen der ernsten Musik, Orchesterwerke (Sinfonien, Konzerte, Vokalwerke mit Orchester), Kammermusik und Solowerke, Lieder, geistliche Musik, drei abendfüllende Werke für das Musiktheater und zwei ebenfalls abendfüllende oratorische Werke.

    2004 erhielt Heucke den Kompositionsauftrag der Städtischen Bühnen Krefeld/Mönchengladbach und Stipendium der Werner Richard – Dr. Carl Dörken – Stiftung für die Oper Das Frauenorchester von Auschwitz (siehe unten).


    Weiteres in dem Artikel kann man hier lesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Stefan_Heucke


    Heute feiert Stephan Heucke seinen 60. Geburtstag.


    Herzlichen Glückwunsch!


    Willi:jubel::jubel::jubel::jubel::jubel:


    Dirigent:


    Paul Paray,    französischer Dirigent und Komponist, * 24. 5. 1886 - + 10. 10. 1979 --- 133. Geburtstag


    Liebe Grüße


    Willi:)

    24. Mai 2019, Fortsetzung:


    Komponisten II:


    Louis Francois Dauprat,     französischer Komponist und Hornist sowie Professsor für Horn am Conservatoire de Paris, * 24. 5. 1781 - + 16. 7. 1868 --- 238. Geburtstag


    Friedrich Ernst Fesca,    deutscher Komponist, * 15. 2. 1789 - + 24. 5. 1826 --- 193. Todestag


    Carl Baermann,    deutscher Komponist und Klarinettist, * 24. 10. 1811 - + 24. 5. 1885 --- 134. Todestag


    Liebe Grüße


    Willi:)

    24. Mai 2019:


    Komponisten I:


    Jan Zach,    * (get.) 13. 11. 1699 - + 24. 5. 1773 --- 246. Todestag


    Joseph Ignaz Schnabel,    deutscher Komponist, * 24. 5. 1767 - + 16. 6. 1831 --- 252. Geburtstag

    Und wieder höre ich dieses herrliche Lied, genau 7 Monate vor dem heiligen Abend, und wieder werde ich es in 7 Monaten singen, so Gott will.

    Tafel an seinem Geburtshaus in Naumburg/Queis


    Liebe Grüße


    Willi:)

    23. Mai 2019, Fortsetzung:


    Sänger II:


    Hans Nocker,   deutscher Tenor (siehe 2. 5.) - * 23. 5. 1926 --- 93. Geburtstag


    Und auch hier haben wir eine besondere Erinnerung:


    Konrad Rupf,    * 23. 5. 1929 - + 29. 4. 2013, war ein deutscher Bassbariton:

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    Rupf erhielt zunächst privat Gesangsunterricht in Weimar und besuchte die Musikhochschule Weimar. Weiterführende Studien erfolgten an der Musikhochschule Berlin. Sein erstes Festengagement erhielt er 1955 am Stadttheater Cottbus; dort debütierte er als Dulcamara in der Oper Der Liebestrank. Bis 1958 war Rupf festes Ensemblemitglied am Stadttheater Cottbus. Dort erarbeitete er in drei Spielzeiten 21 neue Fachpartien.

    1958 wechselte er an das Opernhaus Chemnitz. Rupf sang dort Rollen aus dem seriösen Bassfach; ebenso gehörten Bassbuffo-Partien und Partien für Charakterbass zu seinem Repertoire. Hauptrollen, die Rupf am Opernhaus Chemnitz sang, waren unter anderem: Osmin in Die Entführung aus dem Serail, Sarastro in Die Zauberflöte, Leporello in Don Giovanni, Don Pizarro in Fidelio, Kaspar in Der Freischütz, Hans Sachs in Die Meistersinger von Nürnberg, die Titelrolle in Mathis der Maler, Porgy in Porgy and Bess und die Titelrolle in der Oper Puntila von Paul Dessau.

    1980 wurde er an das Opernhaus Leipzig engagiert; dort blieb er bis 1984 fest im Ensemble. Er sang dort unter anderem erneut Hans Sachs, außerdem König Marke in Tristan und Isolde, Gurnemanz in Parsifal (Spielzeit 1982/1983) und Don Alfonso in Così fan tutte.

    Rupfs Repertoire umfasste insgesamt (mit Haupt- und Nebenrollen) fast 130 Opernpartien.

    Er gastierte mehrfach an der Staatsoper Dresden. Im März 1973 sang er dort in der Uraufführung der Oper Levins Mühle von Udo Zimmermann. 1999 trat er dort als Feri von Kerekes (Feri Bácsi) in der Operette Die Csárdásfürstin auf.


    Weiteres in dem umfangreichen Artikel kann man hier lesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_Rupf


    Heute wäre er 90 Jahre alt geworden.


    Liebe Grüße


    Willi:)



    Organist:


    Werner Jacob,    deutscher Organist, Komponist und Hochschullehrer, * 4. 3. 1938 - + 23. 5. 2006 --- 13. Todestag

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    Liebe Grüße


    Willi:)

    23. Mai 2019, Fortsetzung:


    Pianist II:


    Wilhelm Kempff,    deutscher Pianist, Organist und Komponist, * 25. 11. 1895 - + 23. 5. 1991 --- 28. Todestag

    Wilhelm Kempffs Grab bei Schloss Wernstein in Oberfranken


    Sänger:


    Hier haben wir eine weitere besondere Erinnerung:


    Heinrich Rehkemper,   * 23. 5. 1894 - + 30. 12. 1943, war ein deutscher Bariton:

    Welch eine eindrucksvolle Stimme!


    Heinrich Rehkemper war zunächst Maschinenbautechniker. Ein Hagener Industrieller förderte ihn, so dass er am Konservatorium Hagen studieren und dann seine musikalische Ausbildung in Düsseldorf und München fortsetzen konnte. Sein erstes Engagement bekam Rehkemper am Hoftheater in Coburg. Mit wachsender Popularität bekam er zahlreiche Angebote und schloss einen Vertrag mit dem Württembergischen Landestheater Stuttgart – danach ging er an die Münchener Staatsoper. Rehkemper gehörte zu den bekanntesten Liedinterpreten seiner Zeit. Den Komponisten Richard Strauss begeisterte er auf einer gemeinsamen Reise nach Skandinavien. Später sang Rehkemper unter Karl Böhm und Hans Knappertsbusch. Ein Höhepunkt seiner Karriere war die Aufführung des romantischen Singspiels „Die lockende Flamme“ 1933 im Berliner Theater des Westens. Dabei stand Eduard Künneke, der Komponist des Stückes, auch am Dirigentenpult – Rehkemper sang den „Hoffmann“. Rehkemper spielte auch den Amfortas im Parsifal und den Wolfram im Tannhäuser. Da er eine „jüdische“ Ehefrau hatte, spielte er mit Sondergenehmigung.

    Eine schwere Erkrankung bedeutete des Ende der Bühnenkarriere des großen Baritons. 1940 bis 1945 war Rehkemper als Gesangspädagoge am Salzburger Mozarteum in der Nachwuchsausbildung tätig. Er starb vier Jahre später in München an einem Herzleiden und wurde auf dem Münchner Waldfriedhof beigesetzt.

    Rehkempers Bariton-Stimme zeichnete sich durch große Beweglichkeit, eine sehr klare Diktion und eine leicht ansprechende Höhe aus. Als so genannter „Kavalierbariton“ war er geradezu prädestiniert für die Partien der deutschen Spieloper.

    Das Label preiser records veröffentlichte in seiner Reihe Lebendige Vergangenheit eine ganze Reihe von Aufnahmen mit Heinrich Rehkemper.


    Heute ist sein 125. Geburtstag.


    Liebe Grüße


    Willi:)


    https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Rehkemper

    23. Mai 2019, Fortsetzung:


    Pianistinnen:


    Katja Andy,     amerikanische Pianistin deutscher Herkunft, * 23. 5. 1907 - + 30. 12. 2013 --- 112. Geburtstag -- sie starb im 107. Lebensjahr!


    Alicia De Larrocha,      spanische Pianistin * 23. 5. 1923 - + 15. 9. 2009 --- 96. Geburtstag


    Liebe Grüße


    Willi:)


    Pianist:


    Erik Werba,     österreichischer Pianist und Komponist * 23. 5. 1918 - + 9. 4. 1992 --- 101. Geburtstag


    Liebe Grüße


    Willi:)

    23. Mai 2019, Fortsetzung:


    Dirigent:


    Dietfried Bernet,    österreichischer Dirigent, (siehe 14. 5.), + 23. 5. 2011 --- 8. Todestag


    Sängerinnen:


    Ilva Ligabue,    italienische Sopranistin, * 23. 5. 1932 - + 19. 8. 1998 --- 87. Geburtstag


    Liebe Grüße


    Willi:)


    Ingeborg Hallstein,    deutsche Sopranistin und Hochschulprofessorin a. D., * 23. 5. 1936 --- 83. Geburtstag


    Ein Ständchen mit und für Erik Werba (siehe nächster Beitrag)


    Herzlichen Glückwunsch!


    Willi:jubel::jubel::jubel::jubel::jubel:

    23. Mai 2019, Fortsetzung:


    Komponisten II:


    Josef Pembaur der Ältere,    österreichischer Komponist, Dirigent und Musiklehrer, * 23. 5. 1848 - + 19. 2. 1923 --- 171. Geburtstag


    Edmund Rubbra,     englischer Komponist und Pianist, * 23. 5. 1901 - + 14. 2. 1986 --- 118. Geburtstag


    Jean Francaix,     französischer Komponist und Pianist, * 23. 5. 1912 - + 25. 9. 1997 --- 107. Geburtstag


    Liebe Grüße


    Willi:)

    23. Mai 2019, Fortsetzung:


    Zu Beginn der heutigen Erinnerungen möchte ich daran erinnern, dass das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland heute seinen 70. Geburtstag feiert.


    Komponisten I:


    Johann Bernhard Bach d. Ä.,     deutscher Komponist, * 23. 5. 1676 - + 11. 6. 1749 --- 343. Geburtstag


    Andrea Lucchesi,     italienischer Komponist und Organist, * 23. 5. 1741 - + 21. 3., 1801 --- 278. Geburtstag


    Und auch die erste besondere Erinnerung haben wir hier:


    Ignaz Moscheles,    * 23. 5. 1794 - + 10. 3. 1870, war ein böhmischer Komponist, Pianist und Musikpädagoge:


    Moscheles, Sohn jüdischer Eltern, war zunächst Schüler von Friedrich Dionys Weber am Prager Konservatorium und studierte später in Wien bei Johann Georg Albrechtsberger (1736–1809) und Antonio Salieri (1750–1825) Komposition. 1824 unterrichtete er auf Wunsch von dessen Mutter den jungen Felix Mendelssohn Bartholdy, was eine lebenslange Freundschaft mit dem Komponisten begründete. Er war befreundet mit seinem Idol Ludwig van Beethoven. Nach der Heirat mit Charlotte Embden im Jahre 1825 in Hamburg folgten die Jahre in London, wo er bis 1846 lebte und arbeitete. Vorwiegend in den Wintermonaten reiste er mit seiner Frau auf dem Kontinent, wo er auch Klavierkonzerte gab.

    1846 übernahm er auf Einladung seines Freundes Felix Mendelssohn Bartholdy die Klavierklasse am 1843 gegründeten Leipziger Konservatorium. Moscheles stand zeit seines Lebens im Ruf, einer der hervorragendsten Klaviervirtuosen Europas zu sein, als Pädagoge war er von vorbildlicher Gewissenhaftigkeit. Er vertrat die Clementi-Schule und achtete auf ruhige Handhaltung – eine Spielweise, bei der es vor allem auf die Beweglichkeit der Finger ankommt, während der Gebrauch der Pedale so weit wie möglich vermieden wird.

    Ignaz Moscheles war der Vater des Malers Felix Moscheles und Schwiegervater der Malerin Margaret Moscheles und des Orientalisten Georg Rosen (1820–1891) durch seine Tochter Serena Anna Moscheles (1830–1902), ebenfalls Malerin. Zu seinen Enkelkindern gehören Friedrich Rosen, deutscher Außenminister im Jahr 1921, und die Malerin Jelka Rosen, Ehefrau des englischen Komponisten Frederick Delius. Sein Urenkel, der deutsche Diplomat Georg Rosen (1895–1961), rettete im japanischen Massaker von Nanking 1937 gemeinsam mit dem deutschen Kaufmann John Rabe Tausenden Chinesen das Leben.

    Nach seinem Tode wurde im Jahr 1873 in Leipzig eine Straße nach ihm benannt.


    Weiteres kann man hier lesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Ignaz_Moscheles


    Heute ist sein 225. Geburtstag.


    Liebe Grüße


    Willi:)

    Das ist freunlich, lieber musikwanderer, aber ich meine, dass so ein Oratorienführer ähnlich wie ein Opern- oder Konzertführer doch zumindest formal eine gewisse Einheitlichkeit haben sollte, da er ja auch ein Kompendium darstellt.

    Natürlich wird ein Beitrag über dieses Oratorium allein wegen seiner inhaltlichen Mehrschichtigkeit und der daraus erwachsenden Struktur etwas anders ausfallen, und auch eine angebundene Auswahl von Aufnahmen wird einstweilen ausbleiben, da das Stück ja erst vorgestern uraufgeführt wurde.

    Aber ich werde mir Mühe geben.


    Liebe Grüße


    Willi:)

    Danke, lieber Holger, auch für deine Beitrag. Da hast du ja, ohne es zu wissen, die richtige Lehre aus diesem Werk gezogen.


    @ musikwanderer:

    Lieber musikwanderer, ich habe mir mal den Oratorienführer angesehen anhand eines deiner Beiträge über ein Bachoratorium. Das muss ich ja dann doch gescheit machen, und dazu gehört, wie ich gesehen habe, zu allererst eine vernünftige Inhaltsangabe.

    Dazu werde ich mich sinnvollerweise der Inhaltsangabe der einzelnen Teile des Oratoriums aus dem Programmheft bedienen. ich werde dazu morgen mit der Redakteurin des Gürzenichorchesters telefonieren und mir das Okay holen, wobei ich ihr dann im Gegenzug dn Weg erklären kann, wie sie das Ergebnis in unserem Forum anschauen kann. Dafür muss das Ganze Hand und Fuß haben, und ich werde deshalb die einzelnen Gliederungspunkte deiner Beiträge näher unter die Lupe nehmen und mich dann davon inspirieren lassen, wenn es dir recht ist.

    Das wird dann einige Tage dauern.


    Liebe Grüße


    Willi:)

    22. Mai 2019, Fortsetzung:


    Pianist:


    Mieczislaw Horszowski,     polnischer Pianist, * 23. 6. 1892 - + 22. 5. 1993 --- 26. Todestag


    Liebe Grüße


    Willi:)


    Organisten:


    Louis Toebosch,    holländischer Organist, Komponist und Musikpädagoge, * 18. 3. 1916 - + 22. 5. 2009 ---   10. Todestag


    Liebe Grüße


    Willi:)


    Und wir haben am Schluss unserer heutigen Erinnerungen einen weiteren runden Geburtstag:


    Klemens Schnorr,    * 22. 5. 1949, ist ein deutscher Organist und Musikwissenschaftler:

    Das ist das schnellste BWV 565, das ich jemals gehört habe!


    Nach dem Abitur am Johannes-Butzbach-Gymnasium Miltenberg studierte Schnorr Orgel und Kirchenmusik an der Hochschule für Musik und Theater München (Meisterklasse Orgel bei Franz Lehrndorfer) sowie Musikwissenschaft, Lateinische Philologie des Mittelalters und Italienische Philologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München (M.A. bei Rudolf Bockholdt).

    Zunächst Kirchenmusiker an St. Karl Borromäus in München-Fürstenried, war er in der Folge Dozent am Hermann-Zilcher-Konservatorium in Würzburg und an der Musikhochschule München, Lehrbeauftragter an der Universität München und Orgelsachverständiger beim Kirchenmusikamt der Erzdiözese München und Freising. 1991 wurde er zum ordentlichen Professor an die Hochschule für Musik Freiburg berufen. 1998 übernahm er als Nachfolger von Ludwig Doerr auch das Amt des Domorganisten am Freiburger Münster, welches er bis ins Jahr 2012 innehatte. 2002/03 war er der Gründungsrektor der Hochschule für Katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik Regensburg. 2014 erfolgte die Emeritierung an der Musikhochschule Freiburg, seitdem übt Schnorr verschiedene Tätigkeiten als Hilfs- und Konzertorganist, als ehrenamtlicher Orgelgutachter der DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft) und als Mitglied der Passauer Domorgelkommission aus.


    Weiteres in dem umfangreichen Artikel kann man hier lesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Klemens_Schnorr


    Heute feiert Klemens Schnorr seinen 70. Geburtstag.


    Herzlichen Glückwunsch!


    Willi:jubel::jubel::jubel::jubel::jubel: