Beiträge von steppenhund


    Also ich schätze Sokolov, ob es nun Aufnahmen von ihm gibt oder nicht. Und prinzipiell teile ich seine Meinung. Ich verstehe aber den Begriff "altmodisch" nicht.

    "Wir suchen wieder EINHUNDERT Interpreten die die DERZEITIGE KLASSIKSZENE (vor allem auf Tonträger) repräsentieren."



    Ich stelle fest, dass ich da eher passen muss. Die Interpreten, die auf Tonträgern zu finden sind, verändern sich wenig. Vor allem die, welche schon längst gestorben sind.
    Und wenn ich manchmal gefragt werde, wer meine Lieblingspianisten sind, höre ich: "Aber der macht ja keine Aufnahmen." Allenfalls gibt es Live-Mitschnitte.
    Ich spreche jetzt z.B. Grigorii Sokolov an, der für mich einer der größten Interpreten ist. Ich versuche, kein Konzert zu versäumen, welches er in Wien gibt.
    Bei Andras Schiff liegt die Sache schon anders. Da gibt es Aufnahmen und unzählige Einträge auf Youtube. Hier finde ich aber die Masterklassen am interessantesten.
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    Ein junger Pianist, der mir auch hervorragend in letzter Zeit gefallen hat, ist Daniil Trifonov. Manche Interpretationen sind ungewöhnlich, man spürt, dass er nachgedacht hat.
    Dann gibt es jede Menge russischer Pianisten, die man hier kaum kennt.
    Einen möchte ich beispielsweise hervorhebenL
    https://www.youtube.com/watch?v=PQ_r8m1190o


    Karen Kornienko spielt die Islamey von Mily Balakirev. Dieses Werk galt lange als das schwierigste für die Klavierliteratur und es war auch so komponiert, um diesen Anspruch zu erheben. Es gibt unzählige Aufnahmen im Internet. Fast jeder bedeutende Pianist hat sich einmal daran gemacht. So wie Kornienko das spielt, steht nicht die Technik oder die Schwierigkeit im Vordergrund. Er spielt es übrigens etwas langsamer als seine Kollegen, was dem Stück keinerlei Abbruch tut.



    Es gibt einen bedeutenden Pianisten, der vermutlich für mich mehr Bedeutung hat als für andere: Jonathan Biss. Er ist Professor am Curtis Institute in Philadelphia. Es gibt von ihm einen Fernkurs in "Beethoven hören und verstehen". Der war für mich so aufschlussreich, dass ich extra nach Berlin gefahren bin, weil er dort ein Konzert gegeben hat. Obwohl ich vieles vom Vorgetragenen bereits von meinem Vater wusste, inspirierte er mich, Sonaten zu mögen, die ich bis dato eher beiseite geschoben hatte.



    Es ist nicht das Representieren, welches für mich zählt, sondern die Bedeutung, die einer für mich hat. Daher ist dies eine sehr persönliche Aussage. Ich würde mich hüten, jemand anderen in dieser Fragestellung präjudiieren zu wollen.

    Ich war vor einer Woche in Belgrad. Dort gab es gerade ein Chopin-Festival. Ich habe an vier verschiedenen Abenden Konzerte besucht, wobei mir ein Dimitri Shishkin sehr gut gefallen hat.
    Am Freitag gab es eine Darbietung von Rita Kinka, einer Serbin, die mich durchaus überzeugen konnte.
    Als ich nach dem Konzert hinter die Bühne ging und ihr gratulierte, teilte ich ihr mit, dass es für mich eine große Überraschung war, Carnaval von Franz Schubert zu hören. Natürlich war es das opus 9 von Robert Schumann gewesen, das sie gespielt hatte. Sie war selber überrascht, denn das Programmheft hatte sie selbst offensichtlich noch nicht gelesen.
    Ich war aber überrascht, dass ich auf den ersten Seiten zu diesem Thema das Werk gar nicht erwähnt fand. (Ich gestehe, ich habe nicht alle Seiten durchgeblättert.)
    Grüße, derzeit aus Wien

    Lieber Willi,


    richtig, es ist das Andante aus der DV664. Es ist der leichteste Satz von Schubert überhaupt. Ich habe diese Sonate vor drei Monaten in Belgrad gespielt. Allerdings habe ich die Aufnahme noch nicht auf youtube gebracht. Es gibt dabei folgende interessante Erkenntnis. So einfach dieser Satz ist, so unglaublich ergiebig ist er, wenn man ihn lange übt. Er wird immer schwieriger und leichter zugleich. Das Schwierige ist, dass man die Pfoten absolut genau führen muss. Im Pianissimo spielen sich die größten Emotionen ab. Wenn man einzelne Akkorde herausgreift, (natürlich sind es Vorhalte, die sich dann auflösen) hört man unheimliche Dissonanzen. Wenn diese in der Bewegung des Stückes vorbei gleiten, ist alles richtig und wunderschön. Ich habe an manchen Stellen wirklich lange geübt. Allerdings nicht zu der Zeit, von der die Aufnahme stammt.
    Deswegen mag ich sie, weil sie noch so natürlich ist.
    Was Du über den Mittelteil der DV960 sagst, stimmt natürlich. Ich empfinde diesen Mittelteil besonders stark in der Differenz zu dem dramatischen und schmerzlichen Beginn und der relativ lieblichen Weiterführung. Im Übrigen habe ich bei der Wiederholung des A-Teils die Sechzehntel in der linken Hand immer als den Herzschlag eines Patienten auf der Intensivstation empfunden. Die Oktaven-Pings gehen rhythmisch durch das Stück und begleiten den Patienten auf dem letzten ruhigen Weg. Er hat sich schon abgefunden und sieht - vor allem in der Coda in Cis-Dur - bereits den Himmel. Wenn alles still, hört man nur mehr das Herz.
    Das mag jetzt etwas exaltiert klingen, aber ich habe mich in den letzten 58 Jahren, seit ich die Sonate kenne, nie anders dazu einstellen können.
    Sind Sie eigentlich in Wien?
    Wenn ja, lade ich Sie gerne einmal ein, sich das bei mir in natura anzuhören. Ich bin da mittlerweile etwas bereiter, vorzuspielen, weil ich in der letzten Zeit sehr schöne Kommentare bekommen habe. Eine Frau aus Barcelona, die bei uns zu Besuch war, schrieb: meine Tochter hat das erste Mal Zugang zu klassischer Musik gefunden. Jetzt möchte sie ihren Klavierunterricht wieder intensivieren.
    Herzliche Grüße Hans

    Lieber Willi,



    ich habe gerade etwas aus dem Jahr 2005 gefunden, was dich erfreuen könnte. Zwei langsame Schubert-Sätze. Ich spiele sie heute wohl besser, doch kann ich mich mit den Aufnahmen durchaus noch identifizieren, d.h. sie klingen so, wie ich sie selbst gerne hören würde. (Trotz der Fehler)


    http://web723.andrea.webhoster…/index.php/beispiele.html



    Diese Beispiele sind gar nicht leicht zu finden. Aber ich hatte heute zufällig in dieser stillgelegten homepage zu tun und da sind sie mir entgegengefallen.


    liebe Grüße Hans

    Wow! Danke für das Kompliment. IRgendwie klingt das sehr ehrlich und freut mich deswegen umso mehr.
    Übrigens ist der Ausdruck "Rakete" tatsächlich für diese Sonate passend. Der aufsteigende Dreiklang heißt als Musikform die Mannheimer Rakete. Ich weiß das erst seit ganz kurzer Zeit.
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    Was das Anhören der anderen Stücke angeht, würde ich am liebsten eine Liste anlegen, was gut und was nur Übungseinspielungen sind. Vielleicht mache ich das noch, doch momentan lockt die Sauna mehr.
    Aber stolz bin ich auf die Franz-Schmidt-Einspielungen, die Fuge und der langsame Satz der 3. Symphonie.
    Anhörbar ist wahrscheinlich auch der Mozart.
    Bei vielen anderen geht es um kontinuierliche Verbesserung und manchmal nehme ich etwas auf, weil mich Freunde danach fragen.


    Herzliche Grüße
    Hans

    Guten Tag,


    ganz habe ich noch nicht kapiert, was man darf und was nicht. Die Korrekturen waren notwendig, weil ich den Titel nicht richtig gelesen habe.


    Aber ich möchte hier einmal meine zehn nennen, obwohl es auch dreißig sein könnten oder nur drei.
    (Ich beziehe mich mittlerweile auf Pianisten, die auch bei Beethoven und Schubert ihre Schwerpunkte haben und lasse die Chopinskys und Lisztis außen vor.)


    1) Gregorij Sokolov - lebt
    2) Svatoslav Richter - lebt in meinem Herzen - statt dessen Alfred Brendel (den hatte ich ganz vergessen)
    gestrichen 3) Friedrich Gulda
    4) Andras Schiff - lebt
    gestrichen 5) Shura Cherkassky - statt dessen Daniel Barenboim
    gestrichen 6) Vladimir Sofronitzky - statt dessen Jewgeni Kissin
    7) Marta Argerich
    8) Valentina Lisitsa
    gestrichen 9) Alexander Satz - statt dessen Elena Kushnerova
    10) Hansi Hartmann (muss ich doch anführen! Warum sollte ich mich denn sonst täglich ans Klavier setzen?)

    Meine Lieblinge sind ja schon genannt. (Svatoslav Richter hat meine Auffassung von Schubert als Kind geprägt)


    Dass man nur einen nennen darf, finde ich unfair und entspricht nicht meiner Art. Ich mache mich eher lustig über Fragen nach meinem (meiner) Lieblings ... was auch immer.
    Gestorben muss er noch nicht sein, aber es sollte keine Aufnahmen mehr geben.
    Dann kann ich ja Sokolov nennen. Der verweigert die Studioeinspielungen, ist meiner Meinung nach aber der interessanteste Schubert-Interpret. (Gott sei Dank noch lebend)

    P.S.: Lieber "steppenhund", da du ja offensichtlich immer noch im Forum bist, und wenn du dies liest, gibt es für dich offensichtlich nur drei Methoden, um den ersten und den dritten Satz, die sich ja gerne auch an Virtuosen wenden, besser in den Griff zu bekommen: "Üben, üben, üben"- die Mutter aller Lernmethoden!!!

    Lieber Willi,


    ja, ich bin noch im Forum, war allerdings etwas enttäuscht, dass so wenig gepostet wurde. Dann habe ich mich auch zurückgehalten. Außerdem habe ich vor drei Jahren eine Tochterfirma in Serbien gegründet und da fallen die anderen Tätigkeiten etwas flach.
    Ich weiß nicht, warum nach mir niemand mehr zu der Sonate gepostet hat.


    Ich weiß auch nicht, ob ich schon meine Interpretation und meinen Aberglauben hinsichtlich des Rondos der DV960 geschildert habe. Ich sehe dort eine Kutsche, deren Pferde mit Peitschenhieben angetrieben wird. Kurz vor Schluss ermatten sowohl die Hiebe als auch die Pferde, bis nach der letzten offenen Oktav eine letztes Aufbäumen direkt in den Himmel führt (Oder auch in die Hölle :)). Mein Aberglauben besteht darin, dass ich sterben werde, sobald ich diesen Satz richtig spielen kann.


    Nun möchte ich zu zwei Punkten Stellung nehmen:
    Es stimmt, dass Brendel unheimlich viel über diese Sonaten weiß und auch schreiben kann. Wenn ich mir ab und zu eine Interpretation von ihm anhöre, ist sie ganz wunderbar. Ich habe aber bei ihm das Problem, dass er zu perfekt spielt, wenn man das so sagen darf. Es gibt keinerlei Überraschung. Er spielt es so, wie ich es innerlich erwarte. Das sollte doch gut sein, oder? Tatsächlich stellt sich da bei mir ein gewisses Unbehagen ein.
    Als Alternative mag ich Sokolov, bei dem das einzige Manko ist, dass man ihn nur live hören kann. Aber ihn stelle ich noch über Brendel, obwohl man an Brendel wirklich nichts aussetzen kann. Da habe ich nur meinen eigenen Pecker :)


    Zum P.S. möchte ich nur folgendes bemerken: ich spiele zur Zeit Schubert nur, wenn ich dazu in der Stimmung bin. Ich übe zur Zeit ungefähr 1 Stunde/Tag im Durchschnitt, habe mir aber vorgenommen, in meiner Pension in eineinhalb Jahren ungefähr 4 Stunden zu üben. Allerdings bin ich zur Zeit auf ein Ziel fixiert: ich möchte alle Beethoven-Sonaten spielen können. Und zwar konzertreif. Roland Batik, dem ich das erzählt habe, hat mich ernst angeschaut und gesagt: "Hans, ich glaube dir sogar, dass Du das machen wirst."
    Möglicherweise werde ich die Hammerklavier auslassen müssen. Doch sonst über ich zur Zeit stellenweise die Teile, die ich bisher verweigert habe. (Nicht aus Unlust sondern aus Nichtkönnen)
    Ich kann jetzt ungefähr 20 der 32 Sonaten spielen. op 111 und die Waldstein hatte ich schon einmal drauf, aber die muss ich komplett neu anfangen zu üben. Momentan sind meine Lieblinge #7, #13 und #23. Das sind Sonaten, die ich nie selbst angefangen hätte. #23 hört man ja auch sonst nicht, dabei ist die unheimlich gut, wenn man einmal die Interpretation von Andras Schiff hört, der beim ersten Satz "Die Schöne und das Biest" interpretiert.


    Ich habe hier ja schon lange nicht mehr geschrieben. Daher noch eine kurze Anmerkung zu Schubert. Zu meinem 60. Geburtstag habe ich ein kleines Konzert für meine Freunde und Verwandten im Bezirksmuseum Josefstadt gegeben. Der erste Teil war durch 5 der 8 Impromptus von Schubert gekennzeichnet. Ich hätte auch alle 8 gespielt, aber es gab noch Wünsche an das restliche Programm. Nach der Pause gab es dann Sposalizio von Liszt und die Bilder einer Ausstellung. Ich habe vor, dass zum 65. Geburtstag zu wiederholen. Da wird der dortige Saal zu klein sein. Aber das wird das Hauptprogramm Beethoven sein und als Zugabe dann eine Schubert-Sonate.
    Andras Schiff war ein Wahnsinn. Der hat nach den letzten drei Sonaten, die er ohne Zwischenpausen und ohne Zwischenapplaus spielte, als Zugabe dann noch DV960 gespielt. Mit der Ansage: "Das wird jetzt etwas länger dauern" Das Konzert war um 22:30 zu Ende. Das nenne ich Musizieren. Und ich finde auch, dass man noch op 111 keine andere Zugabe spielen dürfte.


    liebe Grüße Hans

    Wie jeden Dezember kommt der Ausnahmepianist und ewige Geheimtipp auch heuer wieder nach Wien (Konzerthaus, Großer Saal), diesmal am 11. Dezember. Der Vorverkauf hat schon begonnen. Auf dem Programm stehen Bachs Partita Nr. 2 und Brahms' Sieben Fantasien op. 116. Das weitere Programm ist noch nicht genannt, aber ich vermute, es handelt sich um Schumanns Humoreske op. 20 und Vier Klavierstücke op. 32, da er diese an anderen Orten auch spielt, etwa beim Lucerne Festival.

    Danke für diesen Hinweis.
    Vor einem Jahr habe ich Sokolov in Wien live gehört und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Ich werde gleich versuchen, Karten zu bekommen.

    http://www.cinemusic.de/pix.htm?rid=3067


    offen gestanden habe ich die CD vorgestern gekauft. Da ich aber Dirigent und Pianist vorgestern und gestern live im Wiener Konzerthaus gehört habe, sei mir die Verzögerung verziehen.
    Ich habe die CD nur ganz im langsamen Satz angehört und da klingt sie von der Interpretation so, wie ich sie von gestern in Erinnerung habe.
    Ich mag Grantes Interpretation. Für mich eine ganz typische Schmidt'sche Anlage. Er spielt auch tatsächlich nur mit der linken Hand.
    Ich werde mir jetzt von ihm vielleicht auch ein paar Busoni-Einspielungen anhören.
    Fabio Luisi begeistert mich immer mehr. Er kann im größten Fortissimo eine derartige Transparenz erzeugen, wie ich sie sonst nie gehört habe.
    Ob jemand Franz Schmidt mag, ist natürlich eine andere Frage.
    Ich könnte auf die Themen des Klavierkonzertes jedenfalls süchtig werden.

    Liebe Tamino-Freunde,


    nur eine kurze Erinnerung, dass am Dienstag, 20.5.2008, Fabio Luisi das Klavierkonzert von Franz Schmidt mit Grante und den Wr. Symphonikern im Konzerthaus aufführt. Es gibt noch Karten.
    Sollten sich da noch andere Freunde einfinden, wäre es doch eine gute Gelegenheit, sich nachher noch wo hineinzusetzen, um ein bisschen über das Konzert zu plaudern.
    liebe Grüße
    Steppenhund

    Zitat

    Original von Walter.T
    Hallo, liebe Musikfreunde,


    Gustav Mahler (1860 - 1911) hat die 3. Sinfonie 1893 - 96 in Steinbach am Attersee komponiert. 1897 verließ er Hamburg und wurde Direktor der Wiener Hofoper. Die vollständige Uraufführung erfolgte erst 1902 in Krefeld, also kurz nach seiner Hochzeit mit Alma Schindler. In dieser Zeit war die 5. Sinfonie bereits weitgehend abgeschlossen. ...


    Ganz herzlichen Dank für diese wirklich umfassende Beschreibung. Die Symphonie wird gerade jetzt in Ö1 übertragen (mit Semyon Bychkov, der für Mariss Jansons eingesprungen ist).


    Eine Beschreibung wie die Ihrige, erlaubt mir ein Verständnis, wie ich es sonst nur vielleicht nach zwanzig Mal hören haben könnte.


    liebe Grüße aus Wien


    Ich kannte die Zeilen nicht, kann ihnen aber durchaus etwas abgewinnen. (Die 7. Symphonie von Prokofiev könnte man auch so beschreiben, vor allem den Aufruf im letzten Satz, der unheimlich optimistisch klingt.)


    Ich versuche einmal meine Erwartungshaltung auf die Beschreibung zu "mappen".


    Die Sonate stürzt uns gleich in die bedrohliche Atmosphäre eine Welt, die das Gleichgewicht verloren hat. (a) von Gehetztheit)


    Es herrscht Chaos und Ungewissheit. Der Mensch beobachtet die Entfesselung mörderischer Kräfte. (g) die Fähigkeit, auch einmal die eigenen Grenzen der Perfektion übersteigen zu können.)


    Aber das, wodurch er lebte, existiert für ihn weiter. (d) eindeutige Struktur)


    Er fühlt, er liebt. (e) Klang noch einmal (schön, obwohl die Musik ja gar nicht so sehr auf den schönen Klang ausgerichtet ist. Aber ich denke, dass da jeder Akkord in sich austariert ist.))


    Gefühlvoll appelliert er jetzt an alle. (c) Klang (sehr vollmundig bei Glemser)


    Mit allen zusammen protestiert er und erlebt das allgemeine Unglück. Er räumt alles vor sich aus dem Weg, beflügelt durch den Willen zu siegen. (c) Klang (sehr vollmundig bei Glemser)


    Der gewaltige Kampf erlaubt ihm, unbezähmbare Lebenskraft zu beweisen. (f) spürbare Freude des Komponisten - Optimismus)


    Das mag jetzt etwas herbeigeholt erscheinen. Aber ich bin trotzdem recht zufrieden. :)


    Gruß Hans

    Das hab ich jetzt davon. Ich wollte doch nur schreiben, dass mich die Aufnahme mit Bernd Glemser sehr beeindruckt hat, weil sie so viele Ingredienzien beinhaltet, auf die ich beim Precipitato warte.


    Also ich erwarte den Eindruck:


    a) von Gehetztheit
    b) trotzdem Kontrolle
    c) Klang (sehr vollmundig bei Glemser)
    d) eindeutige Struktur (konnte ich gut erkennen)
    e) Klang noch einmal (schön, obwohl die Musik ja gar nicht so sehr auf den schönen Klang ausgerichtet ist. Aber ich denke, dass da jeder Akkord in sich austariert ist.)
    f) spürbare Freude des Komponisten
    g) die Fähigkeit, auch einmal die eigenen Grenzen der Perfektion übersteigen zu können.


    Das ist jetzt eine Rekonstruktion, die von pt_concours angemahnt wurde.


    Alles klar? :yes: :yes:

    Also kürzlich hatte ich die Gelegenheit, bei einnem Freund die Einspielung seiner 7. Sonate von Prokofiev zu hören. Sein Precipitato hat mich absolut überzeugt.
    Da war für mich alles enthalten, was ich gerade von diesem Stück erwarte - das bedeutet neben der Technik noch ein Stückchen mehr:)

    Es gibt viele junge Pianisten und Pianistinnen. Jemanden davon hervorzuheben scheint immer ein Unrecht gegenüber den anderen zu sein, welchen man noch gar nicht zugehört hat. Ich bin aber schon seit einem Monat ein Fan von Ingrid Marsoner geworden.


    Anfang März erlebte ich sie in einem Radio-Feature, bei dem ihre neue Schubert-CD besprochen wurde.


    Ich zitiere aus meinem Brief an sie, der auch sehr freundlich beantwortet wurde:
    (vom 9.3.2008 )
    "Ich habe am vergangenen Freitag in Ö1 Teile ihrer Einspielung dieser Sonate (a-moll) anhören können. Ich könnte Ihnen nun schreiben, dass mir Ihre Interpretation sehr gut gefallen hat und ich mir bei nächster Gelegenheit die CD auch zulegen werde, - inklusive der Wünsche für besten weiteren Erfolg usw. Ich möchte Ihnen aber darüber hinaus noch gerne mitteilen, dass Ihre Interpretation sehr, sehr glaubwürdig bei mir ankommt. Ich bin eher ein Gegner von zu langsamen Schubertspiel, wie es neuerdings Mode scheint. Ich muss gestehen, dass ich die Tempobezeichnung Moderato des ersten Satzes zwar sehen kann, diese aber bisher nicht bis in mein Bewusstsein vorgedrungen war. Die Synkopen in Takt 10 und 11, sowie die Sprünge in den Fortissimo-Akkorden haben bei mir ein wesentlich schnelleres Tempo als wünschenswert erscheinen lassen. Es war mir recht, wenn diese Passagen als "gehetzt" empfunden wurden. Nicht Ihr Tempo, sondern das, was Sie dabei herausgeholt haben, hat mich diesen Satz in einem ganz anderen Licht sehen lassen. Teilweise traten ganz neue Aspekte zu Tage.
    Das Tempo des letzten Satzes der A-Dur-Sonate hat mich übrigens sehr an die erste Einspielung dieser Sonate, von der wir zuhaus eine Schallplatte hatten, erinnert. Es war die mit Svatoslav
    Richter. Umseitig war die Wanderer-Fantasie.
    ..."
    Mehr möchte ich na dieser Stelle auch gar nicht schreiben. Der Anfang des angesprochenen letzten Satzes kann man übrigens auf ihrer homepage hören.
    Vielleicht interessiert sich auch der eine oder andere Leser hier für den Schubert der Ingrid Marsoner.

    Liebe Taminoianer,


    Ich bin nach zwei Konferenztagen mit anschließender Marathonsitzung etwas groggy. Ich habe auch keinen Thread über die drei Klavierstücke DV 946 gefunden, daher stelle ich das einmal hier herein.


    Des weiteren ist das nur der erste Teil der Geschichte. Ich verbinde mit dem letzten Stück eine ganz exakte Dramaturgie, die ich hier nur andeuten werden. Es kommt dann noch eine genauere Aufgliederung von Musikbeispielen.


    Die vor zwei Tagen vorgenommene Einspielung ist eine Katastrophe. Ich habe ungefähr zwei Stunden längere Passagen eingespielt, wurde immer müde und müderer und wollte es unbedingt fertigstellen, um die Besprechung vorzunehmen.


    Warum ich es kurzfristig doch auf youtube lasse hat folgenden Grund:


    1) den Anfang empfinde ich tempomäßig richtig. So möchte ich das auch hören und nicht langsamer.
    2) Teile des Mittelteils halte ich für ok und kann sie als Beispiele verwenden.
    3) Der Übergang vom langsameren Teil auf die Wiederholung des A-Teils hat einen fürchterlichen Tempo-Bruch. Es ist ein gutes Abschreckungsbeispiel, wie durch das wiederholte Spielen (vielleicht 50 x die Ungeduld wächst und das Tempo hinaufgeht.)
    4) im mittleren Teil war ich eigentlich ruhig.
    5) Was man als Vortragender normalerweise nicht den Hörer mitbekommen lassen möchte, ist die Schwierigkeit eines Stückes. Das geschah hier absolut nicht freiwillig. Vor 15 Jahren konnte ich das wesentlich genauer und besser spielen.
    Irgendwo kam in diesem Forum ja auch vor, dass Schubert technisch leicht sein sollte.


    Warum es für mich grauslich zu hören ist:
    Der ganze Klang im zweiten A-Teil. Obwohl ich dazu bemerken möchte, dass ich dieses Schubert stück in den A Teilen wirklich "hart" hören möchte, vor allem die Kadenzen in der linken Hand.
    Der schönste Teil im A Teil kurz vor dem abrupten Ende klingt überhaupt nicht schön. Vor dem Flügel sitzend, tönt der Bass nicht so erschlagend. Aber die rechte Hand muss zwar laut aber trotzdem kantilenenhaft wirken. Es ist ein ziemlich böses Feedback, wenn ich mich erst über die Aufnahme so hören kann.
    Ich bin gespannt, ob ich das doch nicht besser hinbekommen kann.


    Jetzt zur Interpretation:
    A-B-A
    A: die drängenden Synkopen sind für mich der anklopfende Tod.
    die schnellen Sechzehntel sind das winselnde Aufbegehren des sich gegen den Tod Wehrenden.
    die harten, dreimal wiederholten Kadenzen sind für mich so, wie das bekannte "Es muss sein". Der Tod insistiert. Dass die Kadenzen dreimal vorkommen, assoziiere ich mit Faust: "Du musst es dreimal sagen!"
    Die Sechzehntel heben noch einmal an - und entwickeln sich weiter.
    Zu einer wunderschönen Melodie: "schau her, ich kann ja noch was, hör dir an, wie ich noch singen kann." (Hört man leider bei mir nicht, aber ihr könnt euch vorstellen, welche Stelle ich meine.)
    Abrupter Abbruch.
    B: Reminiszenz an das Leben. Alles wird verklärt, in der Erinnerung ausgeschmückt. Es gibt einige Passagen, wo ein sehnsüchtiges Drängen herausgehört werden kann. "Ja, manchmal gab es auch Liebe oder Sehnsucht."
    Übergang von B nach A:
    Der kommt recht überraschend, obwohl er nicht mit einem Tempobruch daher kommen sollte. Doch sehr überzeugend und schnell sind wir wieder im Dialog des ersten Teiles.
    A: der spielt sich so ab wie beim ersten Mal. Doch statt des abrupten Abbruchs geht es jetzt mit der Überleitung zum Ende weiter. Zwei Steigerungen, die erste wieder durch die "verdammte" Kadenz beendet. Ein letztes Aufbäumen, dann werden die ersten Takten zu unerbittlichen Richtschlägen zum Ende.
    (Das Akzelerando, was ich hier am Schluss einsetze, steht nicht so ausdrücklich da, aber für mich erscheint es als logische Notwendigkeit. Da wird nicht langsam gestorben sondern unerbittlich.)


    Tja, ich gebe den guten Rat, eine schöne Einspielung abspielbereit zu halten, damit ein schöner Eindruck behalten wird.
    Aber vielleicht ist es doch für einige interessant, eine authentische Stellungnahme zu hören. Die Interpretation habe ich ausschließlich aus der Musik. Einem Klavierprofessor, dem ich sie einmal erzählte, meinte lakonisch "ganz falsch". Und nach einer Pause: "aber warum nicht."


    "http://www.youtube.com/watch?v=KG5sGS5aEtw" (vom Ersteller entfernt)

    Zitat

    Original von Maexl


    hmm wie viele verschiedene Brendel-Aufnahmen gibt es denn? ich hab auch eine aufnahme mit einem beherrschten brendel.
    letztes semester war ich hörer des seminars schuberts letzte jahre am musikwissenschaftlichen institut der heidelberger uni, bei dem wir einen tollen vortrag zu dieser sonaten bekamen. die verwendete aufnahme war auch von brendel - allerdings sehr ungestüm, wild und was das tempo betrifft am ende seines machbaren. die hätte ich sehr gerne...


    lg, Max


    Lieber Maexl,


    ich bin nur einmal mit der "beherrschten Aufnahme" in Berührung gekommen.
    liebe Grüße, Hans


    Hallo Observator,


    schon weit der Thread fortsetzungswürdig ist, muss ich meinen Senf dazugeben, bevor ich mich auf Dienstreise begebe.
    Für mich in der Reihe der Ernsthaftigkeit diese Sonate die erste nach den posthumen. Mich haben immer die Anfangstakte begeistert. Lieblichkeit kann ich da auch keine entdecken, eher ein ganz großes Seufzen, welches für mich auch ein wenig Resignation enthält.
    Das Hämmern bevor das zweite Thema einsetzt hat etwas sehr Schmerzliches an sich. Das zweite Thema könnte man allerdings schon als lieblich durchgehen lassen.
    Die Durchführung bereitet mir immer großes Vergnügen. Ich mag diese Oktaven, da fühl ich mich beim Spielen und Herr der Lage.
    Der zweite Satz erinnert mich in manchen Variationen an die Impromptus. Der dritte Satz ist ein absoluter Parforce-Ritt, bei dem die Synkopen zu immer nochmaliger Forcierung und Beschleunigung verleiten. Diese aufsteigenden, dahin gehuschten Dreiklänge in der Abschlussfigur haben etwas Jagendes an sich.
    Mit dem vierten Satz habe ich extreme spielerische Schwierigkeiten. Der liegt mir überhaupt nicht in der Hand, aber ich mag ihn sehr.
    Ich spiele ja alle Schubert-Sonaten zum Vergnügen und es kommt häufig vor, dass ich mir diese aussuche, weil sie eine ganz bestimmte Stimmung auf mich ausübt. Und zwar eine versöhnliche. Wenn ich sie höre oder besser noch spiele, bin ich zufrieden. Dann ist die Welt für eine kurze Dauer in Ordnung.
    Das ist bei anderen Werken nicht in diesem Umfang der Fall. Da werde ich durch manches auf Missstände aufmerksam gemacht oder die Assoziationen sind mit realen Vorstellung verknüpft. Bei der G-Dur-Sonate vermeine ich, ganz in der Musik verbleiben zu kennen, wie in einem Asyl von der Welt.
    Ich kann mir vorstellen, dass Sokolovs Aufnahme empfehlenswert ist. Brendel habe ich schon gehört. Wie schon anderwärts feststellbar, kann ich an Brendels Aufnahmen kein Manko erkennen. Doch er erscheint mir zu akademisch, zu beherrscht. (Ich habe das einmal bei DV959 erwähnt, fällt mir jetzt ein.)
    Danke, Romeo und Julia, für die Vergleichstests. Da kann man schon einiges herauslesen.


    liebe Grüße, Hans


    Hi,
    bei Opernsängern tue ich mich schwer, Nachfolgen zu benennen. Aber was Dirigenten angeht, sehe ich da schon einige Möglichkeiten.
    Einer ist leider auch schon tot, der mir in dieser Diskussion durchaus als Gegenpol zu Karajan einfällt. Lenny Bernstein.
    Bevor ich jetzt einen Lebenden nenne, möchte ich darauf hinweisen, dass Karajan nicht nur als Dirigent und Musiker Aufsehen erregt hat sondern auch mit seinem Lebensstil und seinem Kommitment für technische Leistungen. Ich denke, dass das Außergewöhnliche an Karajan wie auch an einigen anderen der Aspekt Gesamtpersönlichkeit ist, bei dem auch nicht-musikalische Aspekte eine Rolle spielen.
    Insoferne würde ich heute Daniel Barenboim nennen, der neben seiner Musik durch seine politischen Handlungen über das rein technisch Musische hinausgetreten ist.
    Fabio Luisi ist noch zu jung, um ihn dahingehend zu beurteilen. Doch hat er in meinen Augen eine Fähigkeit, die mich ein bisschen an Karajan erinnert. Absolute Transparenz schaffen, wenn alles Tutti und Fortissimo dahinschallt. Es liegt mir jetzt fern, Luisi mit Karajan zu vergleichen. Wie gesagt, da muss einer schon mehr Lebensjahre und die damit verbundene Außenwirkung aufweisen. Aber was nicht ist kann noch werden.
    Einer der ganz großen ist für mich auch Claudio Abbado. Ich habe erlebt, als in Leningrad (so hieß es damals noch) sich zwei Geiger auf die Rekrutierung ins Jugendorchester gefreut haben. Das bringt mich auf das eigentliche Kriterien, dass ich persönlich an Dirigenten anlege:
    Wie weit kann sich ein Orchester unter ihrer Leitung vervollkommnen? Wie steigert sich ein schon sehr gutes Orchester zu noch weiteren Höchstleistungen?
    Also zusammenfassend:
    um eine Dirigentenlegende zu werden, ist es in meinen Augen notwendig
    1. musikalisch eine Höchstleistung zu bringen (der rein technische Aspekt, obwohl hier das musikalische Element auch eine große Rolle spielt)
    2. ein oder mehrere Orchester zu formen, die den Standard der Berliner oder Wiener Philharmoniker aufweisen
    3. eine Außenwirkung in der Gesellschaft zu zeigen, die über die Musik hinausgeht. Und da meine ich nicht die Seitenblicke, obwohl die vielleicht bei Karajan am liebsten mitgefilmt hätten.
    -
    Da fällt mir als Nachgedanke ein, dass die Wr. Symphoniker sehr von Fabio Luisi profitiert haben.


    liebe Grüße, Hans

    Zitat

    Original von Rideamus


    Ich würde mich in dem Zusammenhang nie zu derartigen Superlativen versteigen, fand "Die Entdeckung des Himmels", als ich das Buch vor mehr als zehn Jahren las, jedoch immerhin einen der mitreißendsten und ergreifendsten Romane, die mir neben den besten Romanen John Irvings in langer Zeit untergekommen waren. Allerdings nicht megen der mystischen Ebene, sondern weil Mulisch so enorm viel Sympathie für seine Helden mitbrachte und vermitteln konnte, obwohl sie mir eher fremd waren.


    :hello: Rideamus


    Hi Rideamus,


    John Irving mag ich auch sehr, wobei mir das Hotel New Hampshire insgesamt noch am besten zusagt, gefolgt von Lass die Bären los.


    Das mit der Sympathie für die Helden finde ich ganz bezeichnend. Beide Autoren beschreiben Typen, mit denen ich mich sonst nicht besonders gut identifizieren könnte, trotzdem erscheinen sie mir als nachvollziehbar.


    liebe Grüße, Hans


    Beim Entdecken des Himmel',
    dramatisiert Harry manchmal auch Pimmel.
    doch bemüht der Falott,
    manchmal auch Gott.
    Und so ist er besser als Simmel.

    Zitat

    Original von AlexKeller
    Ich bin eigentlich ganz froh darüber, daß ich die (bürgerlichen) Kategorien zwischen Ernst und Unterhaltung persönlich etwas außer Geltung gesetzt habe und die Berührungsangst mit der sogenannten Trivialliteratur abgelegt habe.
    Alex


    Hi Alex,
    ich habe keinerlei Berührungsängste mit Trivialliteratur. Aber ich ärgere mich über die übertriebene Bedeutung, welche Bestsellern beigemessen wird. Und dann die Meinungen beim Smalltalk: "dieser X ist ja so toll!" :)


    liebe Grüße, Hans

    Zitat

    Original von Johannes Roehl
    Brown ist von der hölzernen Sprache abgesehen, vorhersehbar und plump konstruiert, eigentlich nicht richtig spannend.


    :hello:


    JR


    Lieber Johannes,
    die Konstruktion hat mich als erstes abgestoßen.
    Zwei Stränge A,B
    Die Kapitelfolge:
    1a, 2b, 3a, 4b, 5a, 6b, ....x (Stränge begegnen sich), na, (n+1)b usw.


    Man könnte das auch als Sitcom-Architektur bezeichnen.
    :hello: Hans
    <!--StartFragment--> gruss <!--EndFragment-->


    Lieber Ulrich,


    Von deMoor's Bücher habe ich am liebsten Erst grau dann weiß dann blau. Noteboom ist einfach gut für die Seele. Van de Wetering habe ich hinsichtlich seiner Zen-Ausführungen genossen. Er schreibt herrlich unbeschwert. Da ich lange in Japan zu tun hatte, ist das für mich ein gefundenes Fressen.


    liebe Grüße
    Hans


    Lieber Paul?


    Du beschämst mich mit deinem Eintrag. Es sind genau die Schriftsteller, die ich in meiner Auflistung echt "vergessen" und nicht absichtlich ausgelassen habe. Wir ist ein Hauptvertreter der dystopischen Literatur und gehört immer angeführt, wenn man Huxley und Orwell erwähnt.
    Die Strugatzkis sind super und amüsant und auch deiner Nabakov-Einordnung stimme ich zu.


    Zu den Strugatzkis fällt mir noch eine Leseempfehlung ein, da du dieses Genre offensichtlich magst. Die DDR-Schriftsteller Günter und Johanna Braun haben eine Reihe von köstlichen Satiren im utopischen Mäntelchen geschrieben, die mir sehr viel Vergnügen bereitet haben.


    liebe Grüße, Hans