Beiträge von WolfgangZ

    Eben! Die zweite Sinfonie von Franz Schmidt ist doch wirklich eine reizvolle und stilistisch unverwechselbare Komposition - man beachte bereits den eleganten, süffigen, quasi barocken Beginn! Mag sein, dass sie nicht die Bedeutung der vierten hat. Stärker als die choralbetonte, aber diesbezüglich auf Dauer ein wenig monotone Erste erscheint sie mir ebenso. - Wobei ich keinerlei Probleme mit der Ersten habe und sie mich eigentlich auch nicht langweilt. Die dritte Sinfonie habe ich jetzt nicht so im Ohr.


    :) Wolfgang

    Werter William B. A.,


    dann darf ich Dir an dieser Stelle mal herzlich danken für diesen intensiven Faden. Seit einiger Zeit verfolge ich ihn konsequent, höre mir auch manchen Clip zum Teil oder komplett an und lerne so diverses Interessante oder erinnere mich wieder daran, höre viel mir nahezu oder komplett Unbekanntes und auch hin und wieder Kurioses - sozusagen in den verschiedenen Schattierungen, welche dieses nominalisierte Adjektiv bietet.


    Insgesamt - das weiß ich schon - trage ich zur Zeit nicht gar so viel bei hier im Forum, habe auch manches Versprechen Dir und anderen gegenüber nicht so wirklich gehalten ... Nun, neue Beschäftigungen holen andere bisweilen ein. Nicht nur musikalisch! Und was gerade nicht ist, kann auch wieder werden!


    Ein besseres Neues Jahr, aber in jedem Fall möglichst viel Gutes ganz speziell auch für Dich


    wünscht Dir Wolfgang

    Ich möchte unbedingt Eure positiven Eindrücke zu den mir erst seit diesen Anschaffungen - Haas besitze ich vielleicht ein Jahr, die Voices of Defiance wenige Wochen - bekannten Streichquartetten von Ullmann, Laks und Haas bestätigen.


    Auch wenn es vielleicht nicht die Bedeutung des Schostakowitsch-Quartetts erreicht, finde ich insbesondere das Quartett von Szymon Laks hinreißend, ohne oberflächlich zu wirken. Die polnische Folklore-Note ist ganz unverwechselbar.


    Beide CDs sind auch klanglich ein Genuss!


    Hinweisen möchte ich meinerseits auf die folgende CD mit jüdisch geprägten Quartetten. Mich hat vor allem Milhaud interessiert, dessen Quartette ich mittlerweile alle kenne. Doch auch die anderen Kompositionen sind reizvoll. Das letzte Quartett auf der Scheibe stammt, streng genommen, von einem Unterhaltungsmusiker, erscheint mir aber keineswegs seicht. Außer Milhaud natürlich war mir nur der Name John Zorn bereits begegnet.



    Die Komponisten hatten kein Krasa, Haas oder Ullmann zu vergleichendes Schicksal zu erleiden.


    :) Wolfgang

    Schöne Beiträge, werter Kollege Axel!


    Ich bin eigentlich auch längst ein Fan von Patricia Kopatchinskaja. Sie ist eine sympathische, so offene wie ehrliche Persönlichkeit. Ihren Einsatz für Modernes muss man anerkennen. Trotzdem: Bisweilen überspannt sie den Bogen nicht nur aus meiner Sicht. Das Beethoven-Konzert hat mich am Anfang begeistert, aber wenn man es öfters hört, empfindet man dann doch die seltsamen Schludrigkeiten, das oft merkwürdig Fahle und Kratzige ihres Tons, eher als mild provokative, betont gegen den berühmten Mainstream orientierte Masche. Letzteres ist mir auch bei der Kreutzer-Sonate aufgefallen. Wie gesagt: Dies tut ihrem großen Können und noch mehr ihrer Begeisterung für die Nebenpfade keinerlei Abbruch.


    Die CD mit den österreichischen Violinkonzerten kenne ich ebenfalls schon einige Zeit. Das ist wertvolle Musik, die man aber keinesfalls so nebenbei hören kann, denn sonst bleibt nichts haften.


    Was John Rutter und Ludovico Einaudi anbelangt: Rutter ist ein Effektkomponist aus meiner Sicht. Das schmeichelt den Ohren, sollte aber nicht allzu hoch angesiedelt werden - wenn auch immer noch höher als Einaudi. Du bist mir hoffentlich nicht böse, wenn ich das so deutlich sage. Mit Pärts Kompositionen - vor allem Tabula Rasa - kann ich deutlich mehr anfangen. Allerdings dürfte dieser Versenkungsminimalismus allmählich wieder verblühen, nachdem er wenige Jahrzehnte lang immer breiter dimensionierter wurde, vor allem bei einigen östlichen und nördlichen Meistern.


    Ustwolskaja finde ich ausgesprochen interessant. Es ist eine elementare, äußerst unmittelbare, bezüglich des Materials auf das Nötigste beschränkte, quasi rücksichtslose Grundhaltung. Über die Klaviersonaten habe ich mal eine zweistündige Sendung gehört. Als CD besitze ich (zumindest) eine Scheibe aus der folgenden Box:


    75 Jaar


    :) Wolfgang

    Die Architektur dieser im weiteren Sinne klassischen Musik führt eine Schicht in die Rezeption ein, die Reflexion erlaubt. Die Musik will mich nicht gefangen nehmen! Das ermöglicht konzentriertes Zuhören, ohne gleich aus dem Fenster springen zu wollen.;) Etwas abgehoben, kann man das sicher mit dem interesselosen Betrachten in Kants Ästhetik zusammenbringen. Sie kann durch das rezipierende Erleben meinen Hörraum gestalten. Das empfinde ich als etwas Großartiges und das erklärt sicher auch meine Bereitschaft zum Hören immer neuer klassicher Musik. Rockmusik hat dagegen eine wirklich simple Architektur, sie lebt in meinen Augen von der Improvisation und erlaubt deswegen einen direkteren Zugang zum Interpreten. Das kann man in bestimmten Stimmungen gebrauchen, aber wie ich bei mir merke, mit wachsendem Alter immer seltener. Darin liegt für mich auch ein Problem mit einigen Interpretionen romantischer Musik. Hier wird manchmal zu schnell Distanz abgeschafft und entweder folgt man dem Interpreten und kann begeistert sein (oder auch nicht) oder man ist überrumpelt, was ersteinmal den ästhetischen Genuß verhindert.

    Eine interessante und einleuchtende Sicht der Dinge, die ich auf jeden Fall gut teilen kann!


    Meinerseits würde ich vielleicht dahingehend differenzieren, dass beide Komponenten - die mentale und die psychophysische - bisweilen zwar bestens zusammengehen, aber Letztere (auch) für mich mit Alter und Wissen und Erfahrung über Musik zunehmend an Relevanz verliert.


    Banaler ausgedrückt: Als junger Kerl mit weniger Hintergrund habe ich den Reiz des Neuen, des Originellen, des Effektvollen gesucht und dann, wenn es mich nicht gleich gepackt hat, wieder fallengelassen - zumindest für eine gewisse und oft längere Zeit, anstatt gleich genauer hinzuhören. Da hört man dann eben wochenlang den Holst, den ich jetzt nur noch selten haben will und brauche, und kann nicht viel mit Streichquartetten oder Dodekaphonie oder spröder Avantgarde anfangen.


    NB: Ich hatte seltsamerweise aber mal als Zwanzigjähriger eine Phase der Beethoven-Quartette. Die verschwand dann und kam vor vielleicht zehn, zwanzig Jahren wieder - und jetzt unter ganz anderen Voraussetzungen. Das heißt etwa, dass dort, wo mich schon vor über vierzig Jahren die Große Fuge gepackt hat, mich jetzt gewisse langsame Sätze oder rhythmisch faszinierende Scherzi des Spätwerks noch mehr reizen.


    Zitat

    Vor zehn Jahren gab es mal ein paar Jahre wo ich so eine 50/50 Verteilung hatte.

    Du bist noch keine 50, Axel, oder schon um die 80 !? ;)


    :) Wolfgang

    Zitat

    Mir wird speiübel, wenn ich diese Immobilienmakler-Prosa lese. Das ist ein erschreckendes Beispiel für dümmliche Geschwätzigkeit, für die wortreiche Offenbarung geistiger Ödnis.

    In der Tat! Hübsch der Ausdruck Immobilienmakler-Prosa. Den hast Du schon erfunden, oder?


    Immerhin hat der Verfasser das Possessivpronomen sein richtig gebraucht. Es wird ja neuerdings schlichtweg für jeden genitivischen Bezug verwendet, von Analphabeten, Halbintellektuellen und Schwätzern, von Journalisten und Politikern gleichermaßen.


    Besser wird der Text dennoch nicht dadurch.


    :) Wolfgang

    Ich finde Deine Feststellung interessant. Man könnte im Vergleich die Aufnahmen von Ana-Marija Makovina anhören, die meines Erachtens auch fantastisch sind (soweit ich sie gehört habe)



    Ich finde aber, dass Pletnev hier das Tüpfelchen auf dem "i" ist. Das etwas Exaltierte ist der Musik Bachs (C.P.E.) tatsächlich immanent, aber man kann es natürlich auch weniger betonen.

    Klaviermusik dieses Bach-Sohns finde ich auf CD bei mir nur im Rahmen einer quasi stichpunktartigen, aber schon zufriedenstellenden Gesamtwerk-Auswahl-Edition auf zwölf Scheiben bei Capriccio. (Es gelingt mir nicht, über den Partner hier ein Cover einzustellen; ich habe allerdings auch nicht groß herumprobiert.)


    Dort spielt Linda Nicholson auf einem Clavichord. Gehört habe ich dieses Instrument mit Werken von Carl Philipp Emanuel Bach auch schon im Konzert. Aber auf CD hört man es auch wirklich ohne Anstrengung ... :untertauch:


    Nein - was ich sagen will: Ich finde nicht, dass dieser Musik, wie Axel es formuliert, einfach nur "etwas Exaltierte[s] [...] immanent" ist. Es ist ihr etwas sehr Exaltiertes immanent, meine ich. :P Und es scheint mir, dass das auf einem heute vielleicht zu Recht veralteten Tasteninstrument ganz besonders zur Geltung kommt. Da ist eine Zerrissenheit und Formlosigkeit wahrnehmbar, die irgendwo ins 20. Jahrhundert gehört. Wohlgemerkt - für seine Sinfonien und Solokonzerte gilt das nicht gleichermaßen.


    Man kann den Komponisten als rücksichtslosen Stürmer und Dränger sehen oder als Über-Empfindsamen, in jedem Fall wird er meines Erachtens, wenn primär als Bindeglied zwischen Bach Vater und Haydn gesehen, gepflegt unterschätzt - und zwar immer noch. Aber das seht Ihr ja ähnlich.


    :) Wolfgang

    Ich will mich mal kurz bei moderato bedanken! Wo sonst erhält der Musikliebhaber solche bequemen Angebote, spezielle Neue Musik sofort kennenzulernen?


    Auch wenn mich natürlich nicht alles gleichermaßen anspricht, ist das allenthalben hochinteressant.


    Und mein Kniefall gilt genauso den anderen spezifischen Fäden, etwa zu Vögeln oder vom Schlaf Inspiriertem.


    :hail:


    :) Wolfgang

    Zitat

    Sogar Streichquartette von ziemlich bekannten Komponisten wie [...] Millhaud habe ich seit Jahren auf der Merkliste, weil die wenigen existierenden Aufnahmen vergriffen und/oder sauteuer sind.

    Die habe ich mir quasi zusammengesammelt und jetzt vollständig auf CD mit Booklet oder als CD ohne solches [;)]. Wirklich hochinteressant und reizvoll! Die Quartette von Honegger kenne ich hingegen überhaupt nicht.


    :)Wolfgang

    Lieber Norbert!


    Kurze Antwort noch.


    Ich könnte mir vorstellen, dass Dir das Concerto Grosso oder die Dorische Musik von Heinrich Kaminski gefallen. Das ist quasi ein spätromantischer, leicht modernistisch aufgerauter pseudo-barocker Stil. Schon eigenwillig und unverwechselbar.


    Bei youtube kann man die Sachen auf jeden Fall hören!


    :hello:Wolfgang

    "Eigentlich" ist eigentlich ein blödes Wort... ;)

    Eigentlich hast Du Recht, werter Norbert! :P


    Trotzdem finde ich es bedauerlich, dass nicht statt der immer gleichen Integralen mal gewisse andere Sachen überhaupt aufgelegt oder wiederaufgelegt werden. Mir würde Etliches einfallen!


    Kleines Beispiel:



    Das ist (eigentlich?) alles, was man findet, sucht man eines der faszinierenden Orchesterwerke von Heinrich Kaminski. Man könnte natürlich auch sagen: Immerhin!


    PS: Marek Janowski schätze ich auch und habe ich einmal live erlebt.


    :) Wolfgang

    Ich fand die Einspielung musikalisch einwandfrei. Ich glaube, dass die damals auch gute Rezension(en) erhielt.

    Also: keine Problem, außer persönlich keinen Bock mehr.


    Übrigens::ich kann mich nicht erinnern, dass jemand mal nicht "Cellosonaten" gesagt hätte. 😉

    Danke Dir!


    Was soll man auch anderes sagen als "Cellosonaten" ? ;) Doch ich habe mal eine Diskussion über die Relevanz der beiden Instrumente bei Mozart und Beethoven gehört. Schon interessant, dass beide Komponisten trotz wachsender Bedeutung des Streichinstruments die Reihenfolge "für Klavier und Violine bzw. Violoncello" gewählt haben.


    Insofern ist Schiff wohl wichtiger. :D


    Schiff gefällt mir beispielsweise nicht bei Janaceks Klavierwerk Auf verwachsenenen Pfaden. [Nur falls es Dir Recht ist und keinen Rahmen sprengt und Du Dich erinnerst: Was hat Dich im Interview bei Schiff gestört?]


    :)Wolfgang


    Sie ersetzt diese ältere Einspielung, mit deren Spende ich jetzt frei von Aufnahmen mit András Schiff bin:

    :) Was, Meister Accuphan, missfällt Dir an der Aufnahme? Oder liegt es ausschließlich an Schiff? Ich bin nun kein Verehrer von András Schiff, finde aber diese Einspielung der Cellosonaten (1) hervorragend.


    (1) Korrekterweise muss man wohl von Sonaten für Klavier und Violoncello sprechen. Das weiß ich schon.


    :hello:Wolfgang


    EDIT: Ich habe soeben Deinen anderen Beitrag gelesen. Trotzdem: Findest Du auch diese Cellosonaten problematisch?

    Danke für Deine Kommentare, Axel! Als wichtig empfinde ich nach deren Lektüre unter anderen Deine - implizite - These, dass tendenziell philosophische oder assoziative Erläuterungen eher dann einleuchten oder mich als Hörer wirklich noch einmal weiterbringen, wenn ich ein Werk öfters gehört habe, es besser kenne. Das scheint mir richtig - aus eigener Erfahrung.


    Daher nochmals kurz zu Nörgard. Die Sinfonien haben mich von Anfang an fasziniert, aber ich konnte sie schlicht so gut wie nicht unterscheiden zunächst. Dabei sind es wirklich Individuen - nicht nur Nörgard selbst macht das geltend. ^^Vielleicht lohnt sich jetzt doch eher ein nochmaliges Lesen der Booklet-Texte.


    Vor vielleicht dreißig Jahren (oder noch etwas länger) ging es mir übrigens so mit dem berühmt-berüchtigten Schweden Allan Pettersson - dem ich damals nur zufällig im Rundfunk begegnete. Da war etwas Geheimnisvolles, völlig Unzugängliches. Das ist heute ganz anders, die Faszination ist aber geblieben. Doch das wäre ein langes und eigenes Kapitel - wobei ich mich hier im Forum an passendem Ort auch schon dazu geäußert hatte.


    Mal schauen, wann ich wieder zu Poppe komme ... Es gibt halt so beinahe unendlich viel ...


    :)Wolfgang

    Das sehe ich genauso, Helmut. Anne Sofie Otter weist für mich, der ich nun wirklich kein Stimmenkenner bin - zumindest quantitativ -, genau die beinahe edel-keusche Zurückhaltung auf, die der Zyklus verdient.


    Kennengelernt habe ich die Lieder das Abschieds bereits durch die folgende Sängerin - Linda Finnie -, die mir eine Nuance zu opernhaft erscheint. Vielleicht Geschmackssache?



    Ich denke, dass Korngold zu jenen Komponisten gehört, dessen von frühester Jugend an hoch entwickelter Stil mit seiner per se harmonischen Jugendstil-Rauschhaftigkeit, keinerlei zusätzlicher Emphase bedarf. Durch und durch emphatisch ist die Musik ohnehin, wobei ich neben den Liedern des Abschieds vor allem diverse Instrumentalwerke gut kenne ... und die "Hits" aus der toten Stadt. Diese Oper habe ich allerhöchstens zweimal komplett gehört.


    :)Wolfgang

    Als Intellektueller eine gar nicht so ungebräuchliche Redensart schlichtweg falsch zu verwenden und sich dann in unglaublicher Penetranz hinausreden zu wollen - anstatt wenigstens zu schweigen, wenn man sich schon nicht bedanken will - ich muss gestehen, dazu fällt mir nichts mehr ein.


    :thumbdown:


    Wolfgang

    Schön, dass die Threads zusammengelegt wurden.


    Ferneyhough steht bei mir (noch) nicht im Schrank - allenfalls kann ich nicht ausschließen, dass ein Sampler dort ein Beispiel oder Beispiele des Komponisten enthält. Allerdings kann man auch als sehr offener Liebhaber weder alles kennen ... noch alles kaufen ...


    Der Komponist hat wohl in der Tat den Ruf äußerster Komplexität bei seinem Schaffen. Was wichtiger sein dürfte: Ferneyhough ist keineswegs ein Unbekannter unter Musikrezipienten und schon gar nicht unter Spezialensembles. Es dürfte ihn eine ähnliche Aura umwehen wie Cage, Lachenmann, Kagel, Sciarrino, Feldman und wie sie alle heißen.


    Vor längerer Zeit habe ich mal eines der Streichquartette mit Noten per yt gehört und versucht mitzulesen. Von dem Konzept der bewussten Überforderung der Ausführenden habe ich auch schon gehört. Man kann sich gut vorstellen, dass die komplette Befolgung der Partiturvorschriften nicht oder kaum möglich ist. Da scheint mir das Moment eines Spiels auf der Metaebene wesentlich zu sein, vielleicht eines bewusst einkomponierten Spiels. Das wäre nun nicht ungewöhnlich im Sinne eines Konzepts bei Neuer Musik.


    Die Musik ist interessant; ich will aber nicht behaupten, dass mir wöchentlich danach wäre, sie zu hören. Wahrscheinlich eine reichlich banale Aussage ...


    :)Wolfgang

    Da ist mir doch soeben meine eigene Liste hier im Faden wieder über den Weg gelaufen. Über zwölf Jahre [;(8o] ist es schon wieder her, der sechste Beitrag, also weit oben.


    So viel hat sich nicht geändert, was mich auch nicht weiter überrascht. Schuberts Es-Dur-Quartett würde ich mittlerweile dem in B vorziehen. Es ist dunkler, altersweiser sozusagen und das so hübsche wie eingängige erste Thema im Kopfsatz des op. 99 hat sich mittlerweile doch verbraucht. Ein paar neue Beispiele aus dem 20. Jahrhundert habe ich kennen und schätzen gelernt. Auch Brahms - das erste - wäre jetzt wohl unter die ersten zehn geraten.


    Hier etwas nicht so Geläufiges, das ich empfehlen kann und noch gar nicht lange kenne: Charles Ives.


    Insbesondere der mittlere, der Scherzo-Satz versucht ganz im Kleinen und ganz ein klein wenig - aber eben völlig unverwechselbar - die Stimmung des zweiten Satzes der vierten Sinfonie einzufangen. Das spricht mich wirklich an und hat Witz.



    (Ich habe allerdings eine andere Einspielung im Schrank stehen, bei Koch/ Schwann mit einem Trio um den Pianisten Werner Bärtschi und als zweitem Werk der Music for three von John Cage. Cage finde ich hier weniger interessant.)


    Es grüßt Wolfgang