Beiträge von WolfgangZ

    Die CD kenne ich auch - außerdem die Sinfonien. Wenig geläufig, allenthalben reizvoll!


    Günter Raphael (1903-1960): Symphonien Nr.2-5, 3 CDs


    Offenbar beim Partner schon wieder vergriffen.


    Raphael ist der Familiennname. ;):)

    Meine Einspielung des Coptic Light, eine andere als die, welche Rolo sich heute Nachmittag angehört hat:



    Das kann man doch beinahe genießen! Und mit meiner Erinnerung lag ich jetzt, etliche Monate, vielleicht sogar ein, zwei Jahre später, schon ganz richtig.


    :) Wolfgang

    Das Coptic Light habe ich in keiner schlechten Erinnerung. Atmosphärische Tendenz zur Minimal Music - aber nicht nicht zu minimal ...


    ;) Verwechslung vorbehalten!


    Daher erfolgt nachher eine Überprüfung. Rückmeldung ebenfalls vorbehalten, wenn mir wesentlich erscheinend. Ansonsten lasse ich den einen Satz meiner ärmligen (also gleichermaßen ärmlichen wie aus dem Ärmel geschüttelten) Schnelldeutung einfach stehen ...


    :hello: Wolfgang

    Die Auryns habe ich auch. So viele Schubert Gesamtausgaben gibt es gar nicht. Darf ich Dich auf die kommende Neuerscheinung mit dem Quatuor Modigliani aufmerksam machen?


    Vielen Dank, Axel! Mal schauen ...


    Und ansonsten noch ergänzend: Feldman kenne ich nun eben auch noch nicht so lange über den bloßen Namen hinaus - von der Intensität der Wiederholung ganz zu schweigen -, da ist noch so manches denkbar.


    Außer Auryn kenne ich (mittlerweile) nur - was heißt "nur" - die Superintegrale mit dem Leipziger Streichquartett. (Und natürlich weitere Einzeleinspielungen der letzten drei oder vier Quartette.)


    Schließlich: @ Rolo: ;):) Du hast Dich ja schon mehrmals mit Allan Pettersson hörend befasst - und gar mit der Dreizehnten. Du musst also allenthalben sehr weltoffen sein. Da wirst Du noch viele blaue Wunder erleben ... oder so ...


    :hello: Wolfgang

    Schwer Banales von mir zu Feldman und Adorno. Weil's hier halt grad passt.


    Der große Adorno war in außermusikalischen und außerphilosophischen Dingen bisweilen etwas naiv und in musikalischen ein fundamentalistischer Schwätzer. Der späte Bartok ist also "unterhaltsam" - interessant zu erfahren. Positiv gemeint hat er das wohl ohnehin nicht. Was aber kaum etwas ändert.


    Morton Feldman empfinde ich weniger als "grausam" denn als zu wenig grausam. Quasi. Manchmal höre ich das gerne, aber nicht gar so oft.


    Was ich jetzt gerade höre, sind Schubert-Quartette ... ein wenig gemischt:



    :) Wolfgang

    Ich sagte ja, dass ein gewisses Vergnügen nicht ausbleibt. Händels Musik spricht ja für sich. Ob aber diese gewisse Emotionslosigkeit nun einer mangelnden künstlerischen Inspiration oder unangemessener Tontechnik entspringt, ist letztlich unerheblich. Es gibt zahlreiche bessere Darbietungen dieser nun wahrlich nicht unbekannten Musik.


    Grüße

    Garaguly

    Feuerwerksmusik-Sammler bin ich nun keiner, aber so drei oder vier Versionen finden sich im Regal und - ja! - die dürften alle besser sein, meine ich.


    Es war halt deswegen für mich enttäuschend, weil ich mir aufgrund der Kombination anscheinend (;)oder doch nur scheinbar?) historischer Aneignungsweisen in mehrerer Hinsicht besonders viel versprochen hatte bei der Bestellung.


    :) Wolfgang

    Von dieser Aufnahme war ich irgendwie auch enttäuscht. Liege ich recht in der Erinnerung - lange nicht mehr gehört -, dass dem riesigen Aufwand keine angemessene Aufnahmetechnik entspricht? Ich bilde mir ein, dass alles wie aus der Ferne kommend auf mich gewirkt hat.


    Könnte aber sein, dass die Musik auf der noch einmal stärkeren Anlage, die ich vor rund zehn Jahren gekauft habe, mit großer Wahrscheinlichkeit NACH dem Erwerb der CD, mich heute eher ansprechen würde. Vielleicht höre ich mal wieder hinein. Passt ja zu Weihnachten, oder so ...


    :) Wolfgang

    [...] [@ Saint-Saens: Septett]


    Wer allerdings nicht Maurice André Trompete spielen, sondern Saint-Saëns' geistvolle Musik hören möchte, kommt nur zum Teil auf seine Kosten. Die ersten beiden Sätze sind für Trompete solo mit obligatem Beiwerk. Kann vielleicht auch an der technischen Mischung liegen, aber das ändert halt nichts ... :(


    [...]

    Im Prinzip stimme ich Dir zu, Axel - und dies liegt sicher am Selbstbewusstsein eines Maurice André, des "Karajan der Trompete" [soeben von mir erfunden :untertauch: - eine Glanzleistung!]


    Andererseits: Hör Dir noch mal das Trio im zweiten Satz an, diese aristokratische Melodie, die ich bisweilen irgendwie auch in Schleife hören könnte. Ich finde, dass er hier sein Instrument genial mit dem Streicherklang mischt. Das schaffen dann wieder andere weniger, meine ich. Ich besitze tatsächlich fünf Einspielungen von dieser nun nicht tief lotenden, aber wirklich schicken Nummer. Ja, das ist keine Bekenntnismusik, aber das ist - wie Du sagst - geistvoll!


    :) Wolfgang

    Du hattest bei den Einspielungen von Danny Driver, glaube ich, nach Idil Biret gefragt Frisch erstanden (Klassik 2021)


    Dukas, ja, wäre möglich gewesen, aber ist der Zauberlehrling nicht für Orchester? Rossini ist bei mir überhaupt nicht repräsentiert :stumm:

    Danke!


    Der Dukas ist für Orchester und die seidene Leiter hat ein Vorspiel, das ich auch ausschließlich kenne.


    Bearbeiten könnte man natürlich alles. ;)


    :) Wolfgang

    Für WolfgangZ Ich habe beim Zauberlehrling und der Teufelsleiter noch einmal die Interpretation von Idil Biret nachgeschoben (Neugier!). Schlecht ist die nicht. Das von Biret klug gewählte Tempo erscheint manchmal etwas zu langsam. Dafür hat sie einen Klangsinn (Kempffschülerin), der an einigen Stellen überraschen kann.

    Danke Dir! Den Kontext habe ich wieder vergessen, aber man kann ja mal gucken. :stumm::)


    EDIT: Es ist wohl Ligeti - der hat ja bei den Etüden solche Bezeichnungen und Dein letzter Beitrag bezieht sich darauf.


    Ich war zunächst bei Dukas und so was Ähnlichem wie Rossini ...

    Danke für Erläuterung, lieber moderato ,


    ich finde dieses "kleine" Quartett von Dutilleux wirklich großartig und besitze es in mehrerem Einspielungen. Nicht nur die Partitur ist von großer Klarheit, auch das Hörerlebnis hat eine seltene Qualität.

    Absolute Zustimmung! Auch ich besitze drei oder vier Einspielungen mindestens, die sich durchaus unterscheiden.


    Danke für die Noten. Die werde ich mal mitverfolgen. Das ist jetzt vermutlich nicht ganz so krass wie etwa Ferneyhough - wobei ich mir nicht sicher bin über das Maß an dezenter Scharlatanerie bei Letzterem ... :P


    Ebenso ein Dankeschön an moderato für die Übersetzung. Ich habe ja einst in Französisch sogar Abitur gemacht ... aber es ist halt arg lange her und auf Deutsch ein wenig einfacher ... (Smiley von soeben kann wiederholt werden; diesmal streckt er mir die Zunge heraus ...) Naja - verstehen tue ich dieses Musik-Französisch dann schon noch weitgehend ...


    :hello: Wolfgang

    Frau Mayer ( a genügt ;) und kommt ja auch häufiger vor als mit e, glaube ich ), Herr Schmidt oder auch Schmitt (Florent) - - Hat nicht irgendwer zu oder über Franz S. gesagt, mit dem Namen könne man nun wirklich nicht Komponist werden?


    Allerdings, werter Garaguly, finde ich die Musik dieser wahrlich noch nicht so lange (ernsthaft) entdeckten Komponistin vermutlich genau so attraktiv und wertvoll wie Du.


    Könnte ich auch mal wieder hören, eine der drei oder sogar vier CDs, auf denen vorne Mayer steht.


    :) Wolfgang


    EDIT: Im Hinblick auf den Korrektheitsfaden wollte ich nur mal kurz sagen, dass ich ganz auf Deiner Linie liege, selbst wenn ich vielleicht eine etwas stärker links oder linksmittig orientierte Partei wähle als Du - vielleicht, aber das ist gnadenlos wurscht und geht mich auch überhaupt nichts an.


    Ich lese hin und wieder mit, das ja, aber ich will nicht mehr mitdiskutieren, selbst dann nicht, wenn dort meist meine Meinung vertreten wird. Ich kann diese unglaubliche Dummheit der anderen Seite oder gewisser anderer Seiten nicht mehr ertragen, ohne mich unnötig aufzuregen. Und ich kann wirklich nur hoffen, dass man sich irgendwann wieder besinnt unter den Intellektuellen iwS und iwS quasi [;)...:(] ... also den wirklich Intellektuellen und halt den Intellektuellen, die das System so braucht, um sich gut zu fühlen. Gott sei Dank, sind das noch nicht per se jene gnadenlos Dummen, die ich meine und die sich hier im Forum ja noch nicht tummeln oder wenigstens schweigen.

    Doch, diese offenbar extrem schweren Sonaten mag ich schon auch. Ysaye scheint hier spieltechnisch Paganini erweitert und stilistisch das 20. Jahrhundert in seiner neuen Intellektualität und Emotionalität ebenso eingeläutet zu haben. Von der spezifischen Widmung des Komponisten an berühmte Namen seiner Zeit habe ich erfahren. Ich glaube, es gab mal eine zweistündige Sendung im DLF (oder im BR?), die ich gehört habe ... und vor deren Kenntnisnahme ich wohl nur wusste, dass es diese Musik gibt, aber nicht wirklich, wie sie klingt.


    Den Eindruck, dass Ysaye kaum bekannt ist außerhalb der Szene derer, die seine Sonaten interpretieren, teile ich mit Axel.


    Verblüfft hat mich alleine schon das komplexe Notenbild, als ich vor einiger Zeit mal eine yt-Datei mir zu Gemüte geführt habe.


    Im Regal befindet sich bei mir mittlerweile eine Sicht auf das Werk, die mich auch ohne einen Vergleich und ein tieferes Verständnis für die Musik überzeugt. Aber man kann ja ohne CD vergleichen; insofern auch mein Dank für das Angebot des Thread-Erstellers.


    Eugene Ysaye (1858-1931): Sonaten für Violine solo op.27 Nr.1-6, CD


    Bei der Suche nach dem Cover beim Werbepartner - der diese Einspielung nicht mehr führt -, war ich von der Vielzahl konkurrierender Einspielungen und der bunten Mischung mir geläufiger, kaum oder überhaupt nicht bekannter Namen überrascht. Siehe den letzten Satz in Axels Einleitungsbeitrag. Ja, so wird's wohl sein!


    :) Wolfgang

    Werter Wolfgang, die Einspielung wurde von mir wegen der überragenden akustischen Qualität gewählt. Mal abgesehen von Design, was aus Marketingsicht die Superstars in der Front postiert, ist das Drappieren von Anne-Sophie Mutter als Forelle auch geschmacklich nicht mein Ding <X ...


    Insgesamt sind Violine und Klavier technisch unterfordert und man merkt das leider beim Spiel. Die Aufnahme wird in ästhetischer Hinsicht der Schönheit des Stückes nicht gerecht.

    Danke Dir für den kurzen Kommentar, werter Axel! Auch wenn ich mir die Einspielung ohnehin nicht wirklich kaufen wollte, habe ich jetzt einen wesentlichen Grund, dies nicht zu tun - und nicht nur das Cover, das mich ein ganz klein wenig abstößt, was aber belanglos sein sollte ...


    (Forelle im Restaurant - lange nicht mehr verspeist ...)


    Aufnahmen des Quintetts besitze ich nicht gar so viele - die folgende mag ich mal wieder hören:




    Hübscher Kitsch auf dem Cover ... allenthalben gelungener, meine ich, als was die Veröffentlichung mit Mutter Trifonov und Kindern vorne zu bieten hat ...


    :) Wolfgang

    Kein Wort von mir, Axel, zur Bedeutung dieser Einspielung, die ich nicht kenne.


    Was mir nicht gefällt, mich freilich nicht sonderlich überrascht, ist die Gestaltung des Covers. Das Forellenquintett ist nun keine "Sonate für Violine, Klavier und Continuo". Oder so. :P


    :) Wolfgang

    So schlimm fand ich es gar nicht. Man hört noch nicht den typischen Dvorak-Sound, dafür aber interessante polyphone Konstruktionen. Bei den Proportionen scheint tatsächlich noch ein wenig Luft zu sein ... :)

    So, Meister astewes, sehe ich die Dinge auch. Hin und wieder braucht man aber etwas Langes zum Wegmeditieren. Also keinen Mahler, keine Beethoven-Neunte ...

    Lieber Wolfgang,


    gab es da nicht eine musikhistorische Persönlichkeit, die jemandem, der das Werk auch nur einmal durchhört, den Titel des Königs von Böhmen zusprach? ;)

    Beste Grüße

    Christian

    Lieber Christian, irgendwie erinnere ich mich auch an so etwas ... vielleicht würde ich es im Booklet finden ... ansonsten würde mir anderes einfallen, das mich lockt, der "König von Böhmen" ist es nicht ...


    :) Wolfgang

    Man müsste natürlich wissen, ob Wiederholungen weggelassen werden. Allerdings bräuchte man dazu wohl die Noten. Vielleicht bei imslp?


    Grundsätzlich reicht mir als Gesamtausgabe das Stamitz-Quartett. Die bedeutendsten und markantesten Quartette besitze ich darüber hinaus einzeln in Alternativen. Also die Opera 51, 61, 96, 105 und 106 - bei 51 und 61, die mir sehr gefallen, bin ich mir nicht ganz sicher, ob es außer Stamitz und alten, äußerst selten noch gehörten Rundfunkmitschnitten weitere CDs gibt im Regal.


    Bemerkenswerterweise habe ich aber das kompositorisch gewiss noch recht unausgegorene 72-Minuten-Quartett schon bestimmt dreimal gehört. Halt eine Kuriosität. ;)


    Andererseits reizen mich schon lange die Supraphon-Einspielungen der Kammermusik ... Garaguly brauche ich nun nicht zu fragen und Dich auch nicht ... ^^


    :) Wolfgang

    Kennst Du Dvoraks Erstes? ^^


    EDIT: Könnte aber sein, dass Dvoraks Erstes dieses Dritte ist - so spontan blicke ich nicht durch mit der Reihenfolge. In der folgenden Integrale dauert dieses Quartett auf jeden Fall deutlich über eine Stunde:



    EDIT 2: Du hast Recht mit dem Dritten. Und es dauert tatsächlich mit dem Stamitz-Quartett 72 Minuten. Die CD ist dort die erste - das hat mich vermutlich (immer) irritiert. Die andere Frage ist, ob das nicht doch sinnvoll ist, ob also die Zählung streng chronologisch erfolgt ist. Aber das wird heute nicht mehr gesichtet. :)


    EDIT 3: Soeben lese ich noch, dass Du ja auch oben auf diese Problematik gestoßen bist.

    Schieben wir mal Schnittke 3 in die Nähe von Beethoven 130. Ob sich hier die Wege gelungen kreuzen (?) ...

    Die Idee gefällt mir. Selber kreuzt sich mir schon lange die Große Fuge mit Schönberg. Und natürlich kreuzen sich letztlich eben Schönberg und Schnittke. Das ist wie beim Sudoku, aber halt ästhetisch gebettet. Und dadurch viel weicher, viel zwangloser ... Daher auch Dein Fragezeichen, das es beim japanischen Mathespiel bekanntlich nicht geben dürfen sollte ...


    :) Wolfgang

    Ein Dankeschön an Garaguly für den Orgelkonzert-Tipp!


    Kannst Du den Schrott tatsächlich nicht abschalten? Ich habe - glaube ich - noch nie ein Korrekturprogramm verwenden müssen, besitze aber auch ein Mobilgerät nur für Telefonate von unterwegs oder daheim What's App (Persönlich lehne ich auch Letzteres ab, doch die Angehörigen legen großen Wert darauf.) Ich sitze zur Genüge lange genug täglich am PC.


    Für den einen Fehler, den ich tatsächlich übersehen hätte, wären zwanzig neue hinzugekommen. Ähnliche Erfahrungen macht mein Sohn als Journalist.


    :) Wolfgang

    Diese Sammlung mag ich auch sehr. Klassizistisch prägnante Melodien, klare Strukturen, hoher Wiedererkennungswert - obgleich es mir nicht ganz leicht fiele, den Stil zu beschreiben oder abzugrenzen.


    Ich habe sie lange nicht mehr gehört, schätze aber ebenso seine Orgelkonzerte:


    Josef Rheinberger (1839-1901): Orgelkonzerte Nr.1 & 2 (opp.137 & 177), CD


    Das ist die Scheibe, die ich im Regal finde. Vorher kannte ich nur einen Rundfunkmitschnitt. Es ist leicht möglich, dass es stärkere Einspielungen gibt - vielleicht die mit Power Biggs [;) ... Doch, das meine ich schon auch ernst.]


    PS: ;):) Der Göbel heißt eigentlich nicht Gabel, aber vermutlich liegt's am Korrekturprogramm ...


    :) Wolfgang

    Danke Dir, moderato, für die neuen Verlinkungen bezüglich einer meiner diversen Lieblings-Kammerformationen.


    Rota ist bekanntlich im gleichen Maße gefällig, wie es Carola Bauckholt sonst unbekannterweise hier nicht ist. ;):)


    Und weiter zurück findet sich der mir nicht geläufigen Dinge vieles. Hanselmann hat seinen neuromantischen Reiz, Muczinsky finde ich etwas interessanter. Juon kenne ich von wenigen Werken; das ist allenthalben attraktive Spätromantik - von mir aus der zweiten Reihe, was soll's.


    Maratka sehe ich als pfiffige Kuriosität, die - strukturell gesehen vor allem - jetzt nicht überaus sinnvoll sein dürfte. Aber darum geht es ja nicht.


    So weit wollte ich mal zurückgehen. Die anderen Sachen möchte ich mir auch komplett anhören, insofern ich es noch nicht getan habe. Eine bunte Mischung zwischen quasi Bekenntnisschaffenden wie Ustvolskaja und Chamäleons wie Krenek.


    Robin Holloway habe ich in Bamberg mal mit der Aufführung eines Trompetenkonzerts gehört, zu der er auch einführende Worte gesprochen hat.


    Im Übrigen habe mir vor vielen Jahren geschworen, offen zu sein für möglichst jede anspruchsvolle Musik, und bin damit bislang nicht schlecht gefahren.


    :hello: Wolfgang

    Man kann es nicht oft genug betonen: Wer für Kunstfreiheit und freie Meinungsäußerung ist, muss den Wahnsinn der "Woke"-Ideologie energisch bekämpfen.

    Es ist eine fürchterliche, eine fürchterlich dumme Ideologie, die sich da in Windeseile eingenistet hat. Du, Ihr glaubt nicht, wie froh ich bin diesbezüglich über mein Alter. Als Studienrädchen am Gymnasium käme ich an dem intellektbefreiten Dreck nicht vorbei, der mir beinahe körperliche Schmerzen bereitet.


    Die Sprachverhunzung ist vielleicht das Zweitschlimme. Das eigentlich Schlimme - das wird mir immer klarer - ist aber die perverse, quasi dialektische Moralverschiebung, mit der man sich entweder ablenken kann oder bewusst ablenkt von echter Gleichberechtigung, dort wo sie - in welcher Hinsicht denn immer - kaum oder gar nicht oder gar nicht so wirklich funktioniert.


    Was heißt eigentlich woke[n]? Kleiner Scherz, nein, der Anglist weiß es wirklich nicht und hat keine Lust, es nachzuschlagen. Ich mag auch den relevanten Wortschatz erst gar nicht in den Mund nehmen.


    :hello: Wolfgang

    Was Medtner angeht glaube ich, dass man den irgendwann mit Rachmaninow zusammen betrachten und hören sollen könnte. Die Unterschiede sind manchmal ganz gering (es heisst, die beiden seien befreundet gewesen), aber man kann sie auch als Gegenpole betrachten, die Freundschaft evtl. gesucht haben.

    Ja, das glaube ich auch. Diese seltsam symbiotische Beziehung wurde mal in einer Rundfunksendung diskutiert.


    Die Nähe zu Rachmaninoff liegt auf der Hand. Mir geht es so, dass ich den Personalstil Medtners nicht wirklich hören geschweige denn beschreiben kann. Mag natürlich auch nur mein Problem sein und tut der Tatsache keinen Abbruch, dass ich ihn nicht nur genauso interessant finde wie Rachmaninoff, sondern - quasi umgekehrt - zur Zeit (im Zweifelsfall) lieber höre. Es ist nicht schwer, sich an den Klavierkonzerten 2, 3, und "Paganini" zu überhören ... Jede Einsteigerin und jeder Einsteiger ins mühsame Pianistengewerbe meint, "Rach23" spielen zu müssen - ich verstehe schon lange nicht mehr, warum eigentlich ...


    :) Wolfgang

    Jetzt habe ich mir die Freude bereitet, dieses in der Tat wohl völlig unbekannte Klavierkonzert von Mitja Nikisch anzuhören.


    Allenthalben interessant und reizvoll. Auf die Schnelle kann ich den sehr geschlossenen Lyrizismus des ersten Satzes - der mir von Rachmaninoff doch nicht so weit entfernt scheint - schwer in Einklang bringen mit der späteren herben akkordischen Aggressivität ... die mich aber keineswegs per se stört, sondern nur im Kontext. Im Finalsatz überwiegt ein dramatisches Element betont osteuropäischer Prägung, würde ich vermuten.


    All das ist natürlich ein Ersturteil, das vielleicht einer Prüfung unterzogen werden müsste.


    Vielen Dank an Heisenberg!


    Vielleicht nehme ich mir morgen den Melchers vor.


    Ansonsten ist eine meiner Entdeckungen der letzten Monate auch der oben benannte Vladigerov mit seinen fünf Klavierkonzerten:



    Die Box stellt eine recht frische Kompilation (2020) älterer, zuletzt nicht mehr verfügbarer Einspielungen von unmittelbarer Authentizität dar. Dirigent ist der Sohn des Komponisten.


    :) Wolfgang