Beiträge von WolfgangZ

    :D:hahahaha:

    Zwar bin ich weder Fiesco noch querstand noch sonst wer außer mir selbst und vielleicht, werter Thomas, verstehe ich auch Dich falsch, was die Emotika anbelangt ... dennoch: Mein erster Eindruck bezüglich der Bemerkung "Seit wann heißt Du Fiesco?" war der eines gewissen Unverständnisses, um es vorsichtig auszudrücken. Die Lösung würde mich jetzt doch interessieren, quasi in text- oder pragmalingustischer Hinsicht ...


    Meister querstand hat einen guten Tipp gegeben. Wieso muss er sich von der Seite anmachen lassen?


    Oder wieder anders: Auf welcher Leitung stehe ich?


    Nichts für ungut! :cheers: Wolfgang

    Ja, da kommen wir auch zusammen!


    Es ist dieses eingedunkelte Timbre, das mich da bewegt. Es passt (vielleicht trivialerweise) zum Aufnahmeort.


    Dieses Stück scheint mir durch eine sehr eng geführte Polyphonie charakterisiert. Oder gilt das für den ganzen Zyklus? ;):) Bitte das Adjektiv eng so auffassen, dass es quasi passt. Ich habe jetzt keine Noten vorliegen und wenn ich sie vorliegen hätte, wäre mir selbst vielleicht immer noch unklar, was ich meine ... Auf jeden Fall ist es nicht die Polyphonie barocker Kirchenmusik - also nichts, was im quasi extremen Fall zu Fugen führt.

    Wann immer ich diese wunderbare späte Renaissance-Musik höre, frage ich mich von Neuem, warum ich ähnliche Klänge nicht öfter auflege. Nur weil es quasi nicht mein Repertoire ist, weder die Besetzung noch die Epoche?


    Komplex in den Stimmführungen und dennoch von erhabener Ausgeglichenheit. Es gibt auch nur selten archaische Reibungen, wie sie bei den älteren Meistern - etwa Guillaume de Machaut, da sind es immerhin 200 Jahre - schon häufiger zu finden sind für unsere modernen - und meine ungeschulten - Ohren. Das heißt natürlich nicht, dass mich solche Reibungen stören würden - dazu höre ich zur Genüge moderne, auch avantgardistische Klänge. Aber die Ruhe, der Frieden, vielleicht sogar so etwas wie die Anmut - das ist hier anders.


    Ansonsten ist mir Tallis zugegebenermaßen in erster Linie durch die Anverwandlung englischer Meister - (?) oder doch nur eines englischen Meisters, nämlich Vaughan Williams - aus dem letzten Jahrhundert geläufig.


    Die beiden längeren verlinkten Passagen habe ich mir angehört. Ich sollte doch mal an eine Anschaffung dieser Musik auf CD denken - die Anregungen sind ja da. Leider enthält die Sammlung der Sacred Music keine Beispiele von Thomas Tallis.


    Sachbezogenes will ich nicht ergänzen. Es wäre nur angelesen und Pingel hat ja schon Wesentliches vorausgeschickt.


    (Der Zugang von lohengrins liegt schon auch auf der Hand, aber es ist nicht meiner. Idealerweise sollte das Affektive mit dem Kognitiven verbunden sein. Einem bloß affektiven möchte ich unbedingt den kognitiven Zugang folgen lassen - wobei das im Fall dieser Musik noch nicht ernsthaft geschehen ist. Doch, das stört mich eigentlich - und damit wären wir zwar bei der Ausgangsfrage. Letztlich aber eine Entscheidung dahingehend, die verfügbare Zeit zu füllen. Alles in Klammern jetzt, da für niemanden von Interesse. Ich wollte es halt loswerden sozusagen.)


    :) Wolfgang


    PS: Ach so - natürlich hätte ich mich sehr über diesen Ligeti gefreut, den ich auch oft gehört habe. Doch niemand hindert mich, an anderer Stelle etwas zu schreiben, was wahrscheinlich auch schon mal geschehen ist im Forum.

    Die zweite Serenade in F-Dur, die mir auf CD schon seit längerer Zeit in genau der verlinkten Einspielung vorliegt, müsste meine allererste Live-Konzert-Erfahrung sein - in Pommersfelden um 1970 als 14-Jähriger in etwa. Allenthalben hat der Ohrwum-Charakter dieser schlichten Musik sofort Eindruck auf mich gemacht. Vom Rundfunk habe ich das Werk per Bandmaschine mitgeschnitten, sobald es mir dann begegnet ist. Das war dann freilich irgendeine andere Aufnahme und von der Maschine kann ich schon lange nicht mehr hören. (Möglich, dass ich all das schon mal geschrieben habe.)


    :hello: Wolfgang

    Da hatte ich kaum eine Chance, weil ich diese Lieder irgendwann mal vollständig - vielleicht vollständig - gehört habe. Es ist schlicht nicht mein Repertoire innerhalb meines - dann auch recht breiten - Repertoires - also Klänge von Vorbarock bis in die Avantgarde ... doch das Vokale kommt fast überall zu kurz ...


    Pfiffiges Arrangement!


    :hello: Wolfgang

    Leider habe ich keine konkrete Idee. Spätromantisch könnte die Musik sein, aber eine weitere Abgrenzung gelingt mir nicht recht.


    Es könnte aber auch sein, dass die dunkle Instrumentierung in die Irre führt und die Musik älter ist. Im romantischen Bereich möchte ich aber eigentlich bleiben - ohne jede Gewähr.

    Die von Garaguly verlinkte CD kenne ich. Gewiss nicht schlecht, aber eine Vergleichsaufnahme brauche ich dann doch nicht. Die Musik hat ihren Reiz. Was sie nicht besitzt meines Erachtens, ist Unverwechselbarkeit. Und wenn überdies in beiden Fällen auf modernem Instrumentarium gespielt wird, fällt auch dieser Aspekt weg.

    Die Einspielung mit Harnoncourt - querstand hat das Cover verlinkt, das mit meinem identisch ist, und vielleicht gibt es auch keine Alternative zumindest als CD - besitze ich auch. Mag sein, dass Harnoncourt einen gewissen Gegenpol zu der mir auch geläufigen Neujahrssicht von Pretre darstellt - also wesentlich näher bei Berlin quasi als bei Paris. Aber bei diesem Spektrum kann ich gut hören.



    Sagen wir so: Charme haben sie beide, unterschiedlichen Charme - so wie der Kaiserwalzer selbst unterschiedlichen Charme ausstrahlt. Bei dem (von Orffeus) bereits genannten Walzer Rosen aus dem Süden, der unter meinen Lieblingen auch ganz vorne sich befindet, ist der Charme nicht ganz so doppelbödig. ;):)

    Schönen Dank für seinen Vorschlag an Thomas Pape und für die einführenden Details und privaten Hintergründe!


    In der Tat ist der Kaiserwalzer der mir liebste von Johann Strauß Sohn - oder beinahe. Vielleicht auch der am ehesten staatstragende - wobei dieses Adjektiv bin mir nun freilich keine allzu positiven Empfindungen wachruft. Aber vielleicht ist die Verwendung des Adjektivs hier auch unnötig oder unsinnig. ;)


    Es finden sich einige Aufnahmen im Regal - schlicht schon von daher, weil er ja des Öfteren beim Neujahrskonzert aus Wien gespielt wurde und ich mir da, quasi ohne Stress, insgesamt sechs oder sieben mehr oder minder komplette Aufnahmen zugelegt hatte über die Jahre - in den Neunzigern wurden ja, wenn ich das richtig sehe, noch nicht die vollständigen Konzerte veröffentlicht.


    Ansonsten ist er natürlich in der folgenden Sammlung mit dabei. Ob die nun weniger authentisch ist, das weiß ich nicht wirklich. Ich denke, sie ist es nicht, wenn man die ausführenden Künstler betrachtet. Vielleicht ist sie sozusagen durchschnittlicher und es fehlt wohl der Reiz der konzertanten Unmittelbarkeit - ich habe überdies noch nicht wieder hineingehört.


    Das Orchester der Wiener Staatsoper spielt, Anton Paulik dirigiert - das gilt nicht für das Gesamtprogramm.


    Insgesamt fehlt es der Sammlung leider an Präzision - und an genaueren Angaben mangelt es ohnehin. Es sind diverse grobe Fehler enthalten, die ein Halblaie wie ich bisweilen banalerweise erkennt - und bisweilen nachforschen müsste, was ich in einigen Fällen noch nicht den Elan hatte.


    Da sieht es bei den Veröffentlichungen der Neujahrskonzerte schon solider und mondäner aus - sozusagen. Erst in jüngerer Zeit wurde bei eigenwilligerem Repertoire auch eigenwilliges Material verwendet - ich denke da etwa an eine Komponistin aus den USA. Aber das ist ein anderes Kapitel und jene Doppel-CD habe ich mir ohnehin nicht gekauft.


    Aber der Kaiserwalzer steht freilich fest gemauert am Ende von CD 1.



    :cheers: Wolfgang

    Mittlerweile besitze ich diese Integrale auch, habe sie erst vor wenigen Wochen gekauft und teilweise gehört. Sehr spannend, sehr frisch und zügig, sehr transparent. Mit den spezifischen Instrumental-Lösungen habe ich mich bislang nicht befasst. So wichtig scheint mir das nicht, aber da bin ich vielleicht nicht repräsentativ (oder zu repräsentativ :P) .


    Antoninis Haydn sammle ich seit Beginn einzeln und bin auch da zumeist sehr zufrieden.

    Das ist eine, die mir (und wohl Mozart) besonders am Herzen liegt:


    MOZART Wolfgang Amadeus: Sinfonie Nr 37 in G-Dur KV 444 (Michael Haydn)

    So gut kenne ich KV 444 nicht. Aber meine vielleicht ungeschickte Formulierung war völlig wertfrei gemeint und bezog sich ausschließlich auf die Tatsache, dass entsprechende Musik nicht oder nicht gesichert von Mozart stammt. Nur für den Fall, dass bei Deiner Bemerkung so etwas wie Kritik an der meinigen mitgeschwommen sein sollte. Ich hab ja noch ein "quasi" hinzugesetzt. :)

    Doch, ich bin dabei! Generell, meine ich. KV 200 habe ich spontan nicht im Ohr.


    Angesichts der Übervollständigkeit hätte man auch noch die "zweite" und die "dritte" Sinfonie nicht wegzulassen brauchen. Ich habe sie mir anderweitig zugelegt. Die sind freilich nicht von Mozart, aber das sind andere, sehr wohl mit aufgenommene, auch nicht und die können sich, da weit nach "41" sortiert, ohnehin nicht sehen lassen, quasi. Das gilt überdies bereits für die Nummer 37. :P:)

    Die von lohengrins verlinkte Einspielung besitze ich ebenfalls - eine weitere vermutlich nicht.


    Auch sonst Zustimmung zum letzten Beitrag. Die (frühen) 1950er sind bei Ligeti zumeist ohnehin Garanten für eine eher konventionelle Haltung, entweder mild folkloristisch eingefärbt oder eben eher verspielt. Ein Personalstil deutet sich an - wobei es schwer ist, Ligeti schlechthin diesbezüglich zu bestimmen, weil er viel deutlicher als ein Strawinsky eher durch seine wechselhafte Grundhaltung auffällt. Die ist dann in der Sechzigern radikal flächig experimentell und geht später wieder in eine lineare Richtung, die instrumentale Verfremdungen herausfiltert.


    Vom Klavier her erkunden seine Etüden neue Welten, eine befremdlich andere Virtuosität - da ist die Musica ricercata harmloser. Reizvoll ist sie gewiss, wobei es vom Ungarn nur wenig Musik gibt, mit der ich mich nicht so gerne befasse [- ;)also weil sie von Ligeti stammt. Manche Besetzungsformen kommen bei mir in der Kunst-Musik stets zu kurz, das weiß ich schon.]


    Dank an Axel für die Anregung, die Komposition mal wieder zu hören!


    :hello: Wolfgang

    Den Faden habe ich jetzt nicht weiter (nochmals) gesichtet, daher nur als kurze Frage (zunächst): Habt Ihr das folgende Instrument schon genannt?


    Offenbar gibt es ganz wenige Originalkompositionen. Welche Rolle Beethoven dabei spielt, kann man zwar der Veröffentlichung des hier ja bereits kräftig diskutierten Pianisten entnehmen, aber da müsste ich erst wieder nachlesen - und meines Wissens halten sich die Informationen in recht engen Grenzen.



    Es geht um die Orphika.


    Klanglich und bezüglich seines Einsatzes sind die Möglichkeiten ebenso äußerst begrenzt. Für diese Behauptung gehört, meine ich, nicht viel Phantasie.


    Eine Totgeburt wird es sowieso gewesen sein. Eher als der Arpeggione, vermute ich.


    (Ulli ist Experte, ich bin noch nicht einmal Dilettant auf dem Gebiet. Was mich reizt, ist naive Neugier. Sollte alles schon angesprochen worden sein, bitte ich um Nachsicht und eventuell Verweis darauf.)


    :hello: Wolfgang

    KV 497 - ja, schandhafterweise musste ich da erst nachsehen und kurz nachhören. Am schnellsten geht die Tube. Weiß nicht recht, wie selten ich diese Sonate komplett gehört habe, bei der der schon mal der Aufbau verblüfft. Merci für den Tipp!


    :thumbup: Wolfgang

    Da mache ich mit - per HIP. Auf modernen Instrumenten finde ich nicht alles, aber oben scheint mir auch nicht alles für zwei Pianisten enthalten, denn es müsste zumindest noch eine spätere Sonate geben - doch gut, das wird sich auf einer CD 2 finden.


    https://www.discogs.com/de/rel…t-Complete-Keyboard-WorksEDIT:

    Man kann die Zuordnungen ja heute rasch eruieren. Ich dachte an die attraktive Sonate KV 448, ansonsten bin ich da nicht firm genug. Denn vermutlich lohnt sich auch KV 521 nicht nur für Vollständigkeitszwecke. ;) Die Zahl der benötigten Instrumente unterscheidet sich überdies.

    Und die obigen Nummern 594 und 608 lassen sich ohnehin auf der Orgel fast häufiger hören.

    Die habe ich mir jetzt auch endlich bestellt und freue mich auf ein sicher originelles Streichquartett, das ein wenig mehr Hörzeit beansprucht! :)


    Ansonsten kenne ich natürlich die Sinfonien und höre öfters hinein in die Integrale - am liebsten mit der vierten Sinfonie. Streichquartette besitze ich noch auf einer CD mit den gleichen Interpreten die Nummern 1 und 4. Ob's überhaupt noch weitere von ihm zu kaufen gibt?


    EDIT: Doch, doch, gibt es schon! Aber so viel bezahlen möchte ich nicht ... 8o

    Das schrub ich ja ... die alte, die ich verlinkt habe, ist um Längen gelungener, weshalb die neuere natürlich nicht übel ist - aber kein Vergleich: die alte reißt Dich direkt mitten ins Geschehen und Du weißt am Ende nicht mehr, wie Dein Name heißt und wo Dein Haus wohnt. Wie schon Ries schrub: „Beethoven spielte sie mir neulich und ich glaube Himmel und Erde muß unter einem zittern bei ihrer Aufführung …“

    Danke Dir! Das Problem war für mich, Doppelpunkt und Demonstrativpronomen in Einklang zu bringen. Deiktische Phänomene sind halt immer arg deiktisch ... Aber dann bin ich ja gut bedient! Die Aufnahme ist wohl ursprünglich von 1994.