Beiträge von WolfgangZ

    Nadezhda von Mecks "boygroup" im Sommer 1880: (l.n.r.) Pyotr Danilchenko, Władysław Pachulski und der 18-jährige Claude Debussy.

    Nachdem Tschaikowsky dieses Foto gesehen hatte, schrieb er am 14. Oktober an Frau von Meck: "Debussy hat etwas in seinem Gesicht und in seinen Händen, das vage an Anton Rubinstein in seiner Jugend erinnert. Gebe Gott, dass sein Schicksal so glücklich ist wie das des "Königs der Pianisten"!IMG-20220920-124100.jpg

    Mir scheint, dass diese Analogie zwischen Rubinstein und Debussy gar nicht schlecht ist. Hier ein Foto des reifen Anton Rubinstein, der mich seinerseits stark an jemanden erinnert, den vermutlich hier niemand kennt, nämlich den vor allem in München und später eben in meinem Heimatort als Privatmusiklehrer tätigen Dirigenten (auch Pianisten und Komponisten) Alexander Brezina.


    Ich kann Tschaikowskys Vergleich gut nachvollziehen.


    220px-Ilja_Jefimowitsch_Repin_007.jpg


    (Das Bild ist aus der deutschen Wikipedia kopiert. Ich könnte es im Zweifelsfall natürlich auch einfach verlinken.)


    :) Wolfgang

    Auch in Amerika gibt es die Richtung "Ruhe statt Puls", schon seit 1959 mit dem oben benannten "November" von Dennis Johnson, oder den frühen Stücken von Peter Garland auf der CD-Box, die ich oben verlinkt habe. Das ist allerdings weniger "heilig" als im Osten. Die Zentralfigur am Beginn des Minimalismus ist wohl La Monte Young, der von Cage ausgehend bekannte FLUXUS-Stücke schrieb, die "Compositions", in denen z.B. eine Quint lange auszuhalten ist (das ist das ganze Stück).


    FLUXUS (Alfred ist uns Wurscht)

    Danke Dir für die Information! Freut mich, dass meine Sprachprägungen jetzt schon zitierfähig geworden sind. Da darf dann gerne ein Hauch Ironie mitschwingen ... so wie bei mir eben. ;):)


    :hello: Wolfgang

    Dass eine Musikrichtung historisch überholt zu sein scheint. macht sie ja nicht grundsätzlich schlecht. Wäre das so, wäre das das Ende vieler hier dauernd gehörter Musik, oder? :) Also ist es ja durchaus interessant, gelungene serielle Musik zu hören.

    Unser Chef mag halt das moderne Zeug nicht. Wir wollen uns dem nicht widersetzen, sind wir doch auch alt genug. ;)


    Zu der ersten der folgenden Nummern hat der Herausgeber eines nicht unbekannten Klaviermusik-Führers geschrieben, er verstehe sie nicht. Das verstehe wiederum ich nicht ganz, denn von Messiaen gibt es Härteres, wie ich meine - vier unterschiedlich kurze Stücke, die als Musterbeispiele für quasi mehrfach codierten Serialismus gelten. Ich habe beide Kompositionen mal verlinkt.



    :hello: Wolfgang

    @ Rolo und wer's mag: Ich hab sie vorhin gehört, die Neunte - mit Schaller-Finale:



    Schon vor einigen Monaten habe ich mir die 18-CD-Integrale zugelegt, die ich aber auf die Schnelle beim Partner nicht finde. Wirklich abgeschlossen ist das Projekt ohnehin noch nicht. Es soll Nachzügler geben für den ergänzenden Erwerb - irgendwann 2024 oder so ... Ob Schaller wirklich alle Varianten dann aufgenommen haben wird? Ob das sinnvoll möglich ist? Auf jeden Fall wird wohl manch selten oder nie bislang Eingespieltes zu hören sein von dem, was man Sinfonie(satz) von Anton Bruckner nennt.


    Schön, dass die Integrale auch neben der Messe in f-Moll die kleinen Orgelstücke enthält, die ich bislang überhaupt nicht kannte.


    :) Wolfgang

    Origineller Titel, Axel! An Webber und den Streicherquartetten störe ich mich übrigens durchaus, aber Du bist halt ein freundlicher Mensch und unsere Zeit, sie ist wohl so. Deutsch-Studenten beherrschen bisweilen die einfachsten grammatikalischen Prinzipien nicht mehr.


    Können tue ich sie nicht, die Minimal Music - oder allenfalls diejenige, die ich dann selbst erfunden habe.


    Meine wertende Sicht ist nicht ganz ohne Ambivalenz gehalten. Es gibt den Minimalismus wohl in einem unverwechselbaren Sinne, quasi als Klischee respektive als Urkontext der Begriffsbildung, insofern die amerikanische Richtung, würde ich das nennen. Steve Reich hat mich immer angesprochen, Philipp Glass - fast noch unverwechselbarer - oft in Abwehr versetzt. Das scheint mir noch nicht einmal ganz leicht erklärbar, erklärbar aber schon.


    Es dürfte eine gänzlich anders geartete slawische Richtung zu geben - von Pärt bis Silvestrov - Ruhe statt Puls quasi. Ansonsten - auch bei der slawischen Richtung bereits - stellt sich die Frage, was man hinzunimmt, was nicht und warum.


    Soweit ein paar sehr ungeordnete, vielleicht wirre Gedankenansätze von mir. Interesse ist allenthalben schon lange vorhanden, mittlerweile auch mancherlei Werkkenntnis.


    Danke für Deine Materialien!


    :) Wolfgang

    Für mich die stärkste Nummer von Messiaen - der Turangalila zum Trotze. Und mit dem "großen Klavierkonzert" hast Du wahrlich Recht, es mag noch so sehr überhaupt keines sein ...


    :) Wolfgang

    Die beiden Sinfonien von Weill finde ich durchaus attraktiv, da sehr melodiös und formal auf den Punkt gebracht. Ein wenig schwingt durchaus der Sound mit, den man aus den beiden Opern kennt, die noch vor seiner etwas flacheren Zeit in den USA entstanden sind - also dieser balladeske Ton, den man für politisch links stehend halten könnte - würde man dabei nicht Ursache und Wirkung verwechseln ... ;)


    Auch das Violinkonzert schätze ich, aber das ist viel stärker atonal geprägt - ob zwölftönig, kann ich aus dem Stegreif nicht sagen.


    Hier meine drei Einspielungen; de Waart scheint mir stärker als Alsop.


    0028945944227.jpg     Sinfonien 1&2  


    :) Wolfgang


    PS: Die Aufnahme mit Edo de Waart hat Joseph weiter oben mit anderem Cover verlinkt - leider ist sie beim Partner aber ebenso wenig erhältlich.

    Hör Dir noch einmal in Ruhe Hob 15/7 an. Da ist ein Thema was "gnadenlos" fast ohne Variation wiederholt wird. Hier spielt das Beaux-Arts Trio das Skurrile wirklich deutlich heraus. Ich zitiere dazu den Komponisten aus dem Booklet [...]

    Danke Dir! Ich habe mir schon was gedacht in der Richtung ...


    Und allgemein: Allein den Hörproben zufolge hat mich diese moderne Klangalternative sofort angesprochen.


    :) Wolfgang

    Hallo, Axel!


    Ich werde mir die CD bestellen. Bislang besitze ich die folgende Integrale in HIP und nur eine einzige weitere CD mit Klaviertrios von Haydn. Vielleicht entsteht hier ja eine neue Gesamtaufnahme, die man sammeln kann, wie ich das - im größeren Rahmen wohl zwangsläufig - weiterhin mit den Antonini-Sinfonien praktizieren will.


    Joseph Haydn (1732-1809): Die 45 Klaviertrios, 10 CDs


    :D Was hat es eigentlich mit dem One-Bar-Wonder auf sich? Die Hörprobe klingt beunruhigend ...


    Schönen Gruß,


    Wolfgang

    Nein, natürlich sind Wiréns Symphonien nicht ohne Reiz, auch die heute Morgen gehörte Dritte nicht. Aber es ist halt Musik, die mich ... naja ... nicht aus den Puschen haut, wie ich schon sagte. Die CHANDOS-CD mit Rumon Gamba ist exzellent. Und ich habe ihrer durchaus mit Vergnügen gelauscht, aber mehr mit dem Gedanken, dass dieser Musik kaum Besseres widerfahren könne, als von solchen musikalischen Könnern gespielt und von solchen tontechnischen Könnern aufgenommen zu werden wie im Falle ebendieser Chandos-Scheibe. Also stand nicht so sehr Bewunderung für das Werk im Zentrum, sondern für ausführende Musiker und Tontechniker - und wenn das so ist, dann stimmt was nicht!


    Grüße

    Garaguly

    "Bewunderung" wäre ein wenig zu viel verlangt. Wie gesagt: eigener Reiz für gewisse Abstände.


    Was ich soeben gehört habe - und gewiss nicht zum ersten oder letzten Mal - hat genau diesen Reiz für die gewissen Abstände. Witzige und bezüglich des Solo-Instrumente erwartbar extremvirtuose Musik. Aber gewiss nichts wirklich Bedeutendes und in der falschen Stimmung auch irgendwie abgeschmackt. Dann braucht man wieder den Abstand, den ich bei Mozart (oder Messiaen oder ...) nicht oder kaum je brauche.


    Empfehlung zum Kennenlernen dennoch, solltest Du die Komposition, die Christian Lindberg auf den Leib geschneidert ist, noch nicht gehört haben. Was ich eigentlich nicht glaube. :) Und zum Motorrad-Freund bin ich dadurch allerdings auch nicht geworden.



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    :hello: Wolfgang

    Die Streicherserenade, op. 11, die ich noch nicht lange kenne, finde ich ausgesprochen hübsch und unverwechselbar. Auch die Sinfonien scheinen mir nicht ohne Reiz.


      


    Die CD, die Du gehört hast, kenne ich allerdings nicht. Und Atterberg ist vermutlich schon bedeutender.


    Hier noch zum Hineinhören die Serenade. Ich finde sie im Regal in einer Sammlung und müsste erst ein wenig suchen ...



    :) Wolfgang

    Er ist zweifelsohne sehr kraftvoll, dieser Paulello. Wie klingt wohl Musik auf ihm, die wirklich bedeutend ist, und nicht nur den Charakter einer Vorführetüde besitzt wie bei dieser Nummer von Charly Mandon?


    Wie beurteilt ihr den Klang unabhängig von der Kraftentfaltung? Auf mich wirkt er doch ein wenig künstlich, beinahe elektronisch und im Diskant arg grell. Oder liegt das primär an den einfacheren Lautsprechern, über die ich youtube-Dateien am PC höre?


    Bester Flügel der Welt? Ja, das ist albern - vielleicht generell. So albern wie der beste Pianist, die beste Pianistin der Welt Doch wenn ich die Werbung richtig verstanden habe, dann wird ja auch nur die Größe als optimal beansprucht.


    :) Wolfgang

    Da ich (zum Beispiel) so manches mit dem Kronos-Quartett gerne höre - etwa von dem irischen Südafrikaner Kevin Volans - werde ich da wohl eine Bestellung tätigen. :thumbup:


    Dank an Axel!


    :) Wolfgang

    Korsticks Totale habe ich mir auch zugelegt und einmal komplett gehört. Absolut nicht schlecht. Korstick hat die richtige Pranke, kann aber Lyrik vermitteln und gegen die orchestrale Finesse ist nichts einzuwenden.


    Wenn schon derartige Vollständigkeit, dann müsste eigentlich auch das Opus 80 dabei sein. Aber gut - genügend Alternativen findet man allenthalben. Das sechste Konzert, das nur im Hess-Verzeichnis enthalten ist, hat seine (rekonstruierten?) Qualitäten, stellt aber (natürlich) keinen Geniestreich dar. Es mag gewisse Parallelen zum Kaiser-Konzert aufweisen, bleibt aber doch schwach im Material. (Freilich sollte ich es ein zweites Mal hören, bevor ich hier Töne schwinge ...)


    Du darfst Dich darauf freuen, Andrew! Am Fragezeichen oben siehst Du, dass ich das ausführliche Booklet noch nicht studiert habe.


    :) Wolfgang

    Danke Dir, Axel! Die CD - schon die mit Madge - setze ich auf die Warteliste. Es hat ja keine Eile. Sorgen um mein Verständnis brauchst Du Dir sicherheitshalber erst mal gar nicht zu machen. Das Schlimmste, was bei so langen und schwierigen Nummern passieren kann, ist, dass ich ein wenig wegtrete geistig. Das ist das Schlimmste. Langeweile kommt selten vor, anderes seltener. Ich bin ein offener Hörer. eigentlich ohne Wenn und Aber, solange das Gehörte so etwas wie Grundintelligenz ausstrahlt ...;)

    Die Hörproben lassen auf den Zwölftöner schließen, der Skalkottas wohl vorwiegend war. Die Besetzung scheint mir so faszinierend wie originell. All das schließt zwar nicht aus, dass die Musik ermüdend sein oder werden könnte, aber ich bin jetzt neugierig. Von der Existenz der Komposition hatte ich keine Ahnung - ein anderes Klavierkonzert von Nikos Skalkottas kenne ich zwar, habe aber keine sonderlich präzise Erinnerung:



    Die einschlägigen Griechischen Tänze gehören auf eine andere Baustelle. ;)


    Magst Du noch einige wenige Sätze äußern, Axel?


    :) Wolfgang

    Interessant, was ich da vor bald anderthalb Jahrzehnten so von mir gegeben habe. ;)


    Mittlerweile gibt es eine gute Handvoll Gesamtaufnahmen im Regal, Diverses einzeln, und ich schätze die drei Rasumowsky-Quartette eigentlich gleichermaßen.


    Die Bearbeitung von Gerd Prengel höre ich mir später gerne mal an.


    :) Wolfgang

    Werter Axel, Du gehörst zu den radikal Lernfähigen! Die haben's nicht immer ganz leicht, insgesamt aber schon leicht, quasi mittelfristig setzt sich der Sympathiefaktor durch.


    Werter Fiesco, die Sache sehe ich ähnlich wie Du, aber ich wäre mit einem einzigen Smiley ausgekommen, einem grinsigen ... Auf meine eigene Person bezogen, halte ich es mit der biblischen Bauernregel: Wer von Euch wirklich intelligent ist, der werfe den ersten Fettklumpen. Insofern muss ich mich leider zurückhalten.


    :) Wolfgang

    [...] Ich bin gefahren'e; wo sind die Lebkuchen'e?; woll'n wir mal lüften'e?; Zitate Magdalena Neuner: "das muss man erst mal durchhalten'e" und "zum Dritten'e"


    Das ist kein dezidiert gesprochenes "e" am Ende, aber eine e-ähnliche Auslautung; wie ein kleineres, leiseres "e" am Ende.

    Das gibt's echt bei ausgebildeten Sängern !? Muss ich mal drauf achten, vielleicht bei Deinen Beispielen, Meister Accuphan.


    In der (nur süddeutschen?) Umgangssprache hat das etwas Vulgäres an sich, aber man hört es oft. Ich nehme an, dass Deine Beschreibung akustisch in etwa dem klassischen schwa-Laut entspricht und im Inlaut natürlich sehr häufig vorkommt. Doch am Wortende ist so ein Schwach-Vokal nach Konsonant eben wirklich nichts Korrektes.


    :) Wolfgang

    Auch dem werten Axel noch einen Gruß! "Wirklich beurteilen" kann ich die Dinge auch nicht, habe das ja angedeutet. Und die "gewaltigen Probleme" mit der Notation bei Ferneyhough sind gewiss nicht die von uns Halblaien allein, sondern es dürften sich hier quasi musikphilosophische Perspektiven eröffnen.


    Jetzt will ich noch wissen, wie der verstorbene Pianist wirklich heißt (1). Steffen Schleiermacher erfreut sich jedenfalls hoffentlich guter Gesundheit. Mal eruieren ...


    Edit: Gerade erst gesehen - das Zitat von Mark Knoop. :jubel:Ich war ja auch mal im lokalen Bus (nicht als Selbstfahrer, das hätte ich nie gewagt) im Südwesten der Türkei unterwegs. Falls das in Ostanatolien schlimmer sein sollte ...


    :hello: Wolfgang


    (1) EDIT: Soeben bin ich die recht passable Liste der deutschen Wikipedia durchgegangen. Also entweder habe ich den Namen übersehen oder ich liege irgendwo falsch. Ich meine natürlich nicht Tokarev und ich meine doch auch nicht Stefan Mickisch !? Oder ist der Name nicht dabei? Oder habe ich an Henck gedacht dahingehend, dass er nicht mehr musizieren kann? Ach was ... EDIT: Ich glaube allmählich an Letzteres. Aber jetzt ist Schluss mit diesem Anteilnehmenlassen an meinen Gedächtnislücken ...

    Klavierwerke



    Diese hier relevante CD kenne ich zumindest. Leider ist sie beim Partner wohl nicht oder nicht mehr erhältlich.


    [NB: Ich wollte zunächst auch schreiben, dass Herbert Henck verstorben sei. Das wäre eine dumme Verwechslung gewesen und ich frage mich gerade, mit welchem ebenfalls der Moderne verpflichteten Pianisten ich Henck verwechselt habe.]


    PS: Das von Dir verlinkte Stück Çoğluotobüsişletmes scheint mir so interessant wie komplex vor allem im Rhythmischen - vorsichtig ausgedrückt ;)8-). Hör- und spürbar ist die Beeinflussung durch orientalische oder indische Folklore - genauer möchte ich das nicht bestimmen, weil mir die Kompetenz fehlt. Bei aller Komplexität des Notenbilds scheint mir diese Musik in sich zwingender als was das Notenbild so manches Brian Ferneyhough betrifft, bei welchem ich die Erwartung an den oder die Ausführenden als Hochstapelei empfinde. Mag aber ausschließlich mein Problem sein.


    [Und noch ein Schwatz-NB: Ein Emblem auf den türkischen Straßenverkehr? Immerhin kommt ja der otobüs vor ...]


    :) Wolfgang

    Ich habe kein großes Interesse an Dirigenten. Ich sehe, dass es eine schwierige Aufgabe ist, einen Berg Musiker zu kontrollieren .... Jaja, aber habe mir nie viele Gedanken dazu gemacht.


    Francois-Xavier Roth hatte ich in der Berliner Philharmonie gesehen mit einem Programm von Edgard Varèse, was wirklich beeindruckend war. Und jetzt noch den Don Quichotte mit dem Gürzenich Orchester, eine wunderschöne Einspielung bei Musik, die ich selten höre. Auch, wenn er optisch nicht so viel hermacht wie manch einer der Dirigenten, die zumindest in den Aufmachungen einen Kontakt nach oben signalisieren, finde ich Roth als Musiker im Endeffekt doch recht beeindruckend. Also ist auch der gemahlte Titan auf meiner Bestelliste gelandet :)

    Mir geht's mit Dirigenten ähnlich. Das will ich auch gar nicht weiter ausführen - Gefahr der Uferlosigkeit und des Schwatzens - sondern wollte nur Zustimmung signalisieren, da ich mir gut vorstellen kann, dass wir in dieser Hinsicht eher abweichen von einem Gros der Musikhörer.


    Roth ist halt keine Schönheit und schaut auch für mich ein wenig katholisch drein - warst Du das jetzt, der das geschrieben hat, Axel?? Aber er scheint ein sehr fähiger Mann zu sein und hat ja auch einen bekannten Musiker-Vater, dem man das Elsässische noch nicht einmal im Namen anhört.


    :) Wolfgang

    Berio mit Zender e.a.

    Das hat mich jetzt auch neugierig gemacht, zumal ich die Schubert Sinfonien noch gar nicht habe .... Auch bestellt für € 8,76.

    Doch, doch, das haben die Bamberger sehr schön gemacht - ich besitze eine ältere CD, die gleiche, die in der zuvor von Amdir verlinkten Sammlung enthalten ist.


    Rendering habe ich auch mal im Konzert gehört - eine äußerst originelle Nummer, hätte ich vor Erwerb der Scheibe gar nicht erwartet und war auch live mit einem Orchester, das nicht ganz den Rang der Bamberger hat, vollauf überzeugend.


    Und auch die anderen Nummern zeigen ein sehr interessantes und breites Spektrum an zeitgenössischem Parodie- und Travestie-Umgang mit Franz Schubert - jeweils in einem weiten Sinne, aber nie in desavouierender Absicht.


    :) Wolfgang

    Die Frage war aber nicht "welche sind die unbekanntesten Malereien" ...

    Du bist ein alter Trocken-Spötter, Meister des Kurzstücks! Denn so unbekannt dürfte dieses Bild wirklich nicht sein!


    Mein Beitrag zum Thread - Bild habe ich keines auf die Schnelle hier gefunden. Sollte es indes erwähnt und die Erwähnung von mir übersehen worden sein, bitte ich um dezente Nachsicht. Mit dem Gemälde habe ich schon manchen Ober- und in selteneren Fällen Mittelstufenunterricht in Deutsch (und sogar Englisch) angerissen. Das bekannteste Bild des Schweizengländers ist es gewiss - ansonsten dürfte es zumindest nicht ganz unbekannt sein auch außerhalb dieses Forums.


    Es gibt verschiedene Versionen.


    Schnelle und passable Analyse:


    https://www.daskreativeunivers…mahr-von-fuessli-analyse/


    Johann Heinrich Füssli (Henry Fuseli): Der Nachtmahr (1781 und später)



    1280px-John_Henry_Fuseli_-_The_Nightmare.JPG



    :) Wolfgang

    Suchtpotential Schnittke:



    Das ist ein Vollfett-Schnittke, aber ich mag ihn so richtig.


    Und als Gegenstück die späte Magerstufe (1) - ganz anders und doch der gleiche Meister, wenn man genau hinhört:



    (1) Die wenigen Noten in der Partitur der achten Sinfonie sind auch eine Folge der Schlaganfälle, so seltsam das vielleicht zu sein scheint und so traurig es auf jeden Fall ist.


    :) Wolfgang