Beiträge von heinz.gelking

    Zitat

    Original von Johannes Roehl
    ... eine "klassische" Einspielung zu schaffen wie eben Kubeliks Hartmann-Sinfonien oder Bernsteins Aufnahmen bestimmter amerikanischer Komponisten o.ä.


    viele Grüße


    JR


    Danke, JR, für den Hinweis auf die Hartmann-Sinfonien von Kubelik/BR. Ich kannte nur Metzmacher.


    Grüße,


    Heinz

    Zitat

    Original von Edwin Baumgartner
    (...)
    Warum nicht einmal diese Technik in Respighi investieren, der keineswegs nur das römische Triptychon komponiert hat?


    :hello:


    Respighi ist in der Hinsicht aber auch sehr früh "besetzt" gewesen, nämlich durch Aufnahmen von Antal Dorati beim Mercury-Label. Und diese Aufnahmen beschränken sich keineswegs auf das römische Triptychon.


    Aber es stimmt schon, ein paar Werke tauchen aufnahmehistorisch immer dann auf, wenn es gilt, die Überlegenheit eines neuen technischen Verfahrens zu zeigen. Dazu gehören auch "Also sprach..." und die "Planeten". Je größer der erforderliche Orchesterapparat, desto wahrscheinlicher der Einsatz bei neuen Tonträgern. Die "Symphonie der Tausend" passt da hundertprozentig ins Schema, die "Gurre-Lieder" seltsamer Weise wiederum nicht.


    Grüße,


    Heinz

    Nur mal ein paar Szenarien:


    1. Budget-Label XY braucht eigentlich einen Mahler-Zyklus, und zwar einen eigenen, keinen "angekauften", denn der eigene hebt das Renomée. Das Budget-Label geht mit einem guten Provinzorchester und dessen Chefdirigenten eine Vereinbarung ein: Ihr spielt uns über drei Jahre einen Mahler-Zyklus ein. Wir zahlen nichts. Aber ihr - also Dirigent und Orchester - hebt euren Marktwert.


    2. Das Weltklasse-Orchester XZ hat keinen Vertrag mehr mit einem der "großen" Label, will aber im Geschäft der Auslandstourneen weiterhin vorn mitmischen. Der Marktwert bestimmt sich aber durch die am Markt vorhandenen Aufnahmen. Also produziert das Orchester einen eigenen Mahler-Zyklus mit seinem Chefdirigenten und den "am Hause" angestellten Tontechnikern. Das kostet, wenn man dafür einfach nur Konzerte mitschneidet, so gut wie nichts, und auch die Produktion der CDs kostet, verglichen mit den laufenden Kosten des Unterhalts eines Orchesters, nicht allzu viel. Möglicherweise findet man sogar noch einen Sponsor.


    3. Ein Label hat mit dem Dirigenten ZY jemanden unter Vertrag, von dem man hoffen kann, dass seine Aufnahmen "Longseller" werden. Egal, was man jetzt investiert - man kann dafür während der nächsten vierzig Jahre mit Einkünften aus diesen Aufnahmen rechnen. Also macht man es.


    Und warum Mahler? Weil sich niemand für Kaminski oder Koechlin oder Draeseke oder sonstwen interessiert. Mit dem gleichen Recht könnte man auch fragen, warum das SO des WDR einen Schostakowitsch-Zyklus eingespielt hat, aber keinen Zyklus der Sinfonien von Karl Amadeus Hartmann. Und wieviele Mahler-Zyklen braucht's vom SO des BR, bevor die einen Hartmann-Zyklus einspielen?


    Es ist der Markt. Nachdem sich "konventionelle" Orchester mit Beethoven nicht mehr profilieren können, kaprizieren sich alle auf Mahler, Bruckner und Schostakowitsch.


    Grüße,


    Heinz

    Weil dieser französische Klarinettist ein wahrhaft universeller Musiker ist, einer der sowohl im Jazz wie in der Klassik zuhause ist und dessen Repertoire von Mozart bis Berio reicht. Zum Kennenlernen: Viele seiner Aufnahmen gibt es in der musique d'abord-Reihe von Harmonia Mundi sehr günstig. Ich empfehle vor allem Brahms (Klar5 und KlarSon).

    Frage doch mal Robert Schumann. Und am besten auch Eusebius und Florestan. Gehe dazu nicht in den Rhein. Kauf' dir lieber eine schicke Zeitmaschine.


    Aber ernsthaft: Ich versetze mich beim Musikhören niemals in andere Zeiten. Eher hole ich mir die Musik in meine Zeit. Was, wenn nicht die Frage: "Interessiert mich die Musik jetzt, als Mensch meiner Gegenwart?", sollte mich denn interessieren?


    Alle Musik, die ich höre, ist Musik der Gegenwart. Egal, ob Schubert sie geschrieben hat oder Bach. Darum komme ich mit den Zeiten auch nicht ins Schleudern.


    Ich finde übrigens "Historienfilme" langweilig, weil mich die Kostüme daran hindern, mir das Erzählte in meine Gegenwart zu holen. Aber vielleicht geht es dir da ja auch anders?


    Grüße,


    Heinz

    Hallo,


    wobei sich die diversen online vorhandenen Varianten des Köchel Verzeichnisses mit der Bezeichnung nicht einig sind. Beispiele?


    KV 10 1764 Sonate für Cembalo, Violine (oder Flöte) & Cello B-Dur
    KV 11 1764 Sonate für Cembalo, Violine (oder Flöte) & Cello G-Dur
    KV 12 1764 Sonate für Cembalo, Violine (oder Flöte) & Cello A-Dur
    KV 13 1764 Sonate für Cembalo, Violine (oder Flöte) & Cello
    KV 14 1764 Sonate für Cembalo, Violine (oder Flöte) & Cello
    KV 15 1764 Sonate für Cembalo, Violine (oder Flöte) & Cello


    (musikarchiv-online.de)


    KV6 10 Sonate für Klavier und Violine oder Flöte (Violoncello ad libitum) 1764
    KV6 11 Sonate für Klavier und Violine oder Flöte (Violoncello ad libitum) 1764
    KV6 12 Sonate für Klavier und Violine oder Flöte (Violoncello ad libitum) 1764
    KV6 13 Sonate für Klavier und Violine oder Flöte (Violoncello ad libitum) 1764
    KV6 14 Sonate für Klavier und Violine oder Flöte (Violoncello ad libitum) 1764
    KV6 15 Sonate für Klavier und Violine oder Flöte (Violoncello ad libitum) 1764


    (klassika.info, KV in der 6. Auflage, Stand 1964)


    Das war meine Schwierigkeit bei einer Einordung. Man müsste halt schauen, wie Mozart getitelt hatte. Aber das wäre ja Arbeit, statt googeln 8)


    Ob KV 10-15 nun Klaviertrios sind oder nicht, ist natürlich eine Frage der Definition. Wenn Du Unabhängigkeit der drei Stimmen vorderst (in Abgrenzung zu barocker Kammermusik), dann sind's keine. Wenn Du nur Klavier + Cello + Violine forderst, geht der Titel der CD "frühe Klaviertrios" voll in Ordnung.


    Grüße,


    Heinz

    Kleiner Hinweis: Das Abegg-Trio hat gerade KV 10-15 und KV 254 eingespielt (Tacet CD)


    Das Abegg Trio spielt die Musik des achtjährigen Mozart auf einer Violine von Luppo (1729) und einem Salomon-Cello (1756) mit Darmsaiten und flachem Bassbalken. Gerrit Zitterbart nutzt einen Hammerflügel (nach Silbermann, 1749) und wechselt für das Divertimento KV 254 von 1775 auf einen Tangentenflügel (fragt mich nicht, was das instrumentenbautechnisch bedeutet...).


    Ich finde die Aufnahme sehr gut, weil durch das historische Instrumentarium bestimmte Balance-Probleme vermieden werden. Wenn man mit einem Konzertflügel spiel, ist das Cello nämlich (eigentlich) überflüssig. Seine Funktion besteht ja darin, dem dünnen Klavierbass der damaligen Instrumente ein wenig unter die Arme zu greifen. Hier gibt das ein stimmiges Ensemble, in dem das Cello zur Balance beiträgt.


    Freundliche Grüße


    Heinz


    PS: Jetzt könnte man natürlich darüber diskutieren, ob KV 10-15 denn schon "richtige" Klaviertrios sind. Aber "richtige" Klaviertrios gibt's ja vielleicht auch erst ab Beethoven...

    Hallo Edwin,


    um das zu beantworten, müsstes Du schon sagen, was Du unter ".. verändert, ...korrigiert, ...verbessert, ...aufpoliert" verstehst...? Wenn für eine Opern-Gesamtaufnahme Material aus mehreren Aufführungen zusammengeschnitten wird, so dass eine "idealisierte" Version entsteht, empfinde ich das nicht als Manipulation.


    Wenn ich ins Studio ginge und "Am Brunnen vor dem Tore" sänge, dann könnte kein Tonstudio der Welt daraus eine Aufnahme basteln, die das Niveau einer Florence Foster Jenkins-Aufnahme überstiege. Wenn es das könnte, dann wäre aber die Grenze zur Manipulation fraglos überschritten.


    Ich sehe die Studio-Arbeit nicht so kritisch.


    So lange es sich um ein Aufnahmestudio und nicht um ein Fotostudio handelt.


    Freundliche Grüße & ein schönes Wochenende


    Heinz

    Zitat

    Original von Edwin Baumgartner
    (...)
    Talent Nebensache, das kann man ohnehin im Studio türken.
    (...)
    :hello:


    Hallo,


    nein, genau das funktioniert eben nicht, insofern melde ich Widerspruch an ;-). Studio-Arbeit scheint derzeit so teuer wie nie zuvor. Darum bestehen viele Produktionen aus dem Zusammenschnitt von 2-3 Live-Konzerten. Beispiel: Janine Jansens Bruch/Mendelssohn aus Leipzig, Nelson Freires letzte Brahms-Aufnahme von ebenda und so weiter. Etwas zu "türken" geht nicht, weil es schlicht zu viel Zeit kostet und damit zu teuer wird.


    Nach meinem Eindruck werden keine Shooting-Stars produziert. Talent geht schon vor Aussehen und Vermarktung. Niemand nimmt bei einem der größeren Labels auf, der nichts kann - selbst von Yundi Li lässt sich ja nicht behaupten, dass er schlecht Klavier spielt ;-). Nein es gibt keine Shooting-Stars in der Klassik-Szene in dem Sinne, dass jemand "talentfrei" nach oben kommt. Ein Phänomen wie Frau Hunziker, deren msuikalische Karriere man auf die Formel bringen kann "sieht gut aus und ist prominent, kann nicht singen, darf aber eine Platte aufnehmen" wäre im Klassik-Bereich nach wie vor undenkbar.


    Trotzdem teile ich die Aufregung. Janine Jansen beispielsweise ist eine gut aussehende Frau. Normal gut aussehend. Keineswegs spektakulär gut aussehend. Wenn sie mir am Morgen an der Bäckertheke begegnet wäre, hätte ich sie spätestens am Mittag vergessen (es sei denn, sie hätte in der Bäckerei Geige gespielt...). Jetzt wird aber das Geld, was man früher in die Produktion der Aufnahme steckte, neuerdings in ein Foto-Shooting gesteckt (fein, der doppeldeutige Begriff des Shoting-Stars im Thread-Titel). Frau Jansen, die ganz normale durchaus attraktive junge Frau, sieht auf Cover-Abbildungen und auf PR-Fotos aus wie ein Super-Modell.


    Warum ärgert (mich) das?


    - Erstens werden wir Hörer unterschätzt. Die Label kommunizieren doch: Ihr Käufer könnt besser gucken als hören.


    - Zweitens vermittelt das Label im Subtext, dass es der musikalischen Überredungskraft seiner Künstlerin allein nicht traut und außermusikalische Argumente mit vorbringt. Eigentlich sägen sie damit aber am Renomee ihrer eigenen Künstler.


    Freundliche Grüße


    Heinz


    Den Kesting finde ich beträchtlich besser als den Fischer, und ich hoffe, dass gelegentlich mal eine aktualisierte Neuauflage heraus kommt. Sehr angenehm finde ich beispielsweise Kestings Meinungsfreudigkeit im Kapitel "Fischer-Dieskau". Man muss das ja nicht teilen, aber ich finde es gut, dass er sich klar positioniert.


    Grüße


    Heinz

    Hallo,


    ich erinnere mich, als Jugendlicher mal Choräle von Hugo Distler gesungen zu haben. Ich könnte heute kein einzelnes Werk mehr benennen, aber es klang ein wenig wie Bach-Choräle mit "angeschärfteren" Harmonien. Ist zwanzig Jahre her, war aber sehr schön. Die Choräle klangen in einem weiten Kirchenraum wunderbar (was sicher nicht am Chor lag!!!!). Und das war "Sängermusik". Sie war, trotz der Dissonanzen, so gesetzt, dass auch ein Laienchor nicht allzu schnell ins Schwimmen kam.


    Distler starb 1942 (Selbsttötung mit 34). Ich würde ihn schon der Moderne zurechnen wollen.


    Grüße


    Heinz


    Hallo Thomas,


    über einen guten klassischen Stereo-Verstärker und gute Lautsprecher müsstest Du den Unterschied zwischen CD- und SACD-Wiedergabe hören können. Ein guter Fachhändler (nicht Mediamarkt o.ä.) müsste dir auch die Möglichkeit geben können, mal einen CD-Player und eine SACD-Player der selben Preisklasse zu vergleichen, ein exzellenter Fachhändler leiht dir ggflls. gegen Pfand o.ä. sogar beide Geräte zum Ausprobieren in der eigenen Hifi-Anlage aus. Ich finde, dass die SACD in der Regel besser klingt als die CD.
    Bei begrenztem Budget würde ich ein Gerät kaufen, dass beides gut kann. Ein Tipp für guten Klang zu noch bezahlbaren Preisen? Marantz, NAD, Rotel, Sony,...


    Grüße


    Heinz

    Hallo Ulli,


    vielen Dank für den Hinweis! Jetzt kann ich die Stelle wenigstens einordnen... Die "Straßburger" kannte ich nicht, und die Nähe zu "Im Märzen..." schien mir so groß, dass ich annahm, dass... Es ist irgendwie so ein Moment, wo man denkt, jetzt zitiert er ein Volkslied, weil die Musik so schlicht und einfach wird, und die Tonfolge d gg h aa, also der Anfang von "Im Märzen...", entspricht genau der Mozart-Melodie ohne die gebunden Noten dazwischen. Wahrscheinlich kann man hundert Melodien darin entdecken, wenn man nur die richtigen Noten wegfallen lässt :rolleyes:
    Ich habe mir da wohl was zurecht konstruiert, was keinen Halt hat :wacky:


    Schönes Wochenende!


    Heinz

    Hallo, schau mal hier:


    der wesentliche Unterschied liegt m.E. darin, dass "Im Märzen..." einen 3/4-Takt hat. Aber die Melodie liegt so nah beieinander... - Nein, nein, es ist nur eine Variation. Wenn überhaupt.


    http://www.singenundspielen.de/Noten/ImMaerzenderBauer.jpg


    Ich habe KV 216 als Teenager gespielt und stelle diesen Zusammenhang seit 25 Jahren her...


    Vielleicht total zu Unrecht. :wacky:


    Wir werden in der Nacht nicht mehr klären...


    Grüße aus Lorraine nach Alsace!


    (so Du da überhaupt bist, was ich deinen Postings aber am Rande immer entnehme)!


    Heinz

    Hallo Ulli,


    G-dur-Konzert, 3. Satz, Takt 264 ff.


    Aber vielleicht liegt mein Problem darin, "Im Märzen der Bauer" falsch im Ohr zu haben... Es gibt da sowas in der Violinstimme, dass mich ungemein an ein bestimmtes Volkslied erinnert. Kann es ein anderes Volkslied sein?


    Hm, ich hab es mir jetzt gerade noch mal aus der Violinstimme vorgesummt. Es ist kein Zitat von "Im Märzen der Bauer", aber so etwas wie eine "Variation" davon. Summe mal den Liedanfang genau ab dem Auftakt vor T. 265 im 3. Satz in der Violinstimme - es ist nicht identisch, aber so nah aneinander, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass es ein Zufall ist.


    Aber vielleicht bin ich auf dem Holzweg.


    Grüße und Gute Nacht!


    Heinz

    Mahlers "Erste": Bruder Jakob. Berlioz' Symphonie fantastique: Dies irae. In einem der Violinkonzerte von Mozart gibt es eine Stelle, die an "Im Märzen der Bauer" erinnert...


    Und Haydn zitiert im "Kaiserquartett" die deutsche Nationalhymne. Woher er die wohl kannte? :baeh01:


    Grüße


    Heinz


    Edit: Sorry, das Kaiserquartett ist natürlich kein sinfonisches Werk...

    Hallo Michael,


    es ging mir lediglich darum klarzustellen, dass es nach meinem Verständnis zwei Sinfonieorchester beim BR gibt. Das eine gehört vielleicht in die Liga der "Weltklasse"-Orchester (damit meine ich, "auf Augenhöhe" mit dem BPO oder Cleveland oder Concertgebouw). Das andere nach meiner Wahrnehmung, die nur eine durch Medien vermittelte ist, nicht. Ich fand das Wort "Weltklasse"-Orchester einfach zu groß.


    Und ich unterstütze doch gar nicht, das Rundfunkorchester abzuschaffen... Aber ich werde doch feststellen dürfen, dass beide Orchester unterschiedliche Aufgaben haben und in der Öffentlichkeit unterschiedlich wahrgenommen werden? Es hilft dem Rundfunkorchester nicht, es hier zur "Weltklasse" zu erheben. Wenn man mehr als 20 Orchester in der Welt zur "Weltklasse" zählt, dann hat man es nur noch mit einem inflationären Gebrauch des Begriffes zu tun.


    Vermutlich können wir uns darauf einigen, dass es für einen Sender mit dem Sendebereich des BR und in einem Land von der Fläche Bayerns sinnvoll ist, zwei professionelle Orchester zu haben und dass beide sich im Repertoire unterscheiden.


    Freundliche Grüße


    Heinz


    Mhm, ich will da keine Qualitätsdiskussion vom Zaun brechen, weil ich das Rundfunkorchester des BR nie gehört habe. Aber es ging sicher nie um die Abschaffung eines Weltklasse-Orchesters, nämlich die Abschaffung des Symphonie-Orchesters des BR (das man in der Tat vielleicht als Weltklasse-Orchester bezeichnen kann), sondern um das zweite Orchester des BR, dessen Dirigent früher M. Viotti war. Ein "Weltklasse"-Orchester sollte nicht abgeschafft werden. Das Rundfunk-Orchester hatte wohl auch andere Repertoire-Schwerpunkte. Vielleicht kann sich jemand aus Bayern zur Unterscheidung zwischen beiden Orchestern äußern...?


    Grüße,


    Heinz

    Hallo,


    nichts Substantielles, nur eine Anmerkung:


    Wenn ich an Michael Gielen denke, denke ich früher oder später an Gerd Albrecht. Ist im Wesentlichen wohl der selbe Dirigententyp. Interessant auch, dass beide vor allem mit den Sinfonieorchestern von Rundfunkanstalten ihre Erfolge hatten und haben. Da scheint doch ein Biotop für nicht ganz so marktfähige Dirigenten zu liegen - toll, dass es diese Orchester gibt, finde ich! In einem gewissen Sinne gehört auch Christoph von Dohnanyi (den kann ich nie richtig schreiben...) dazu.


    Grüße


    Heinz

    Hallo,


    eine gute Gelegenheit, auf die Streichquartette, eingespielt vom Minguet-Quartett bei MDG (Vertrieb: Naxos) hinzuweisen!


    Von der Penthesilea gibt es eine LP-Produktion unter der Leitung von Zdenek Macal mit dem WDR-SO und diversen Solisten sowie NDR- und WDR-Chor von den Internationalen Musikfestwochen Luzern (1973). Empfehlenswert - ich habe aber weder einen Vergleich, noch weiß ich, ob die jemals auf CD erschienen ist. Die LPs stammten von BASF/ harmonia mundi.


    Aber Kleists "Original" ist und bleibt am schönsten.


    Freundliche Grüße


    Heinz

    Hallo Moritz,


    wenn ich mir deinen Beitrag so durchlese, sind deine Ambitionen für 99x Klassik vielleicht schon zu groß. Bevor Du Geld dafür ausgibst, dass Du auch für ein paar schöne CDs mit richtiger Musik ausgeben könntest...


    Darum ein anderer Vorschlag: Es gibt, begleitend zu früheren Konzertreihen des BR, bei DTV erschienene Taschenbücher. In einem werden sämtliche Sinfonien Beethovens, in einem anderen sämtliche Brahms-Sinfonien besprochen/analysiert/gedeutet. Beim Beethoven-Buch war Renate Ulm die Herausgeberin. Mit diesen bibliografischen Angaben müsstest Du an das Buch/ die Bücher heran kommen.


    Halt, hier habe ich eine Internetseite mit Bezug zu der von mir gemeinten Reihe: http://www.dtv.de/_google/titel/titel30791.htm


    Die Bücher sind richtig gut! Und davon ausgehend lässt sich das sinfonische Standard-Repertoire prima entdecken.


    Grüße


    Heinz


    PS: Da kommst Du bestimmt auch über den Amazon-Link unten dran, was für dieses Forum natürlich besser ist. Aber beim Verlag selbst, also der von mir verlinkten Seite, wirst Du es ja eh nicht kaufen können...


    Hallo Alfred,


    man kann sowohl verstaubte, als auch nass abgespielte LPs wieder in einen Zustand versetzen, aus dem heraus sie wieder gut klingen. Das Prinzip der meisten Plattenwaschmaschinen besteht darin, dass Schmutz, aber auch angetrocknete Flüssigkeiten zum Nassabspielen (Lenco hat sich da nicht mit Ruhm bekleckert...) mit Hilfe einer Reinigungsflüssigkeit (z.B. L'art du son oder X2000 oder Selbstgemixtes) angelöst und aufgeschwemmt wird, um dann vollständig abgesaugt zu werden. Das funktioniert wirklich.


    Ein Budget-Tipp zur Reinigung (von Helmut Rohrwild, Hifi & Records): Man macht ein Mikrofasertuch mit langem Fasern "nebelfeucht" (mit destilliertem Wasser). Das geht auch gut.


    Es gibt nur eine zwei Dinge, die LPs wirklich unbrauchbar machen: Beschädigungen der Rille in Form tiefer Kratzer und Hitze, unter deren Einwirkung die Platten wellig werden.


    Freundliche Grüße


    Heinz