Beiträge von pt_concours


    Hallo Frank,


    hier war immerhin schonmla davon die Rede...:


    Michael Korstick


    Gruß pt_concours

    Hallo,


    Zitat aus dem auslösenden Thread:


    Zitat

    Original von Alfred_Schmidt
    Mich interessiert einzig und allein der Interpret, Komponist - etc.
    - nicht der Mensch.


    Damit weiß ich mich mit 99% aller Musikfreunde einer Meinung.


    Hallo Alfred,


    mit dem Inhalt der These mag es jeder halten wie er möchte, aber wenn ich als ehemaliger DDR-Bürger eine Zahl mit zwei Neunen und dem Prozentzeichen sehe, bekomme ich ein ganz schlechtes Gefühl....


    Mit sehr unwohlen Grüßen aus DD
    pt_concours

    Hallo,


    Herreweghe hat das Werk zweimal aufgenommen?:



    Kann jemand beide Aufnahmen vergleichen?


    Auch Niquet hat das Werk einst (1989 ) eingespielt.



    Das Werk selber kenne ich noch nicht...
    :untertauch:


    Gruß pt_concours

    Zitat

    Original von bachiana


    Bin ebenfalls ein ausgesprochen glücklicher Besitzer der abgebildeten CD, nicht zuletzt, weil mir auch die Aufnahme der Amerikanischen Suite mit Dorati sehr gut gefällt


    Hallo,


    also, wenn dass die gleiche Aufnahme ist wie auf dieser CD:



    dann kann ich diesen Eindruck zu 100% bestätigen!


    Gruß pt_concours

    Zitat

    Original von Pius
    Wie stehts mit den Klaviersonaten von Sibelius und Grieg? Ist das kennenlernenswertes Repertoire? Und falls ja, auch mit Gould?



    Viele Grüße,
    Pius.


    Hallo Pius,


    ich besitze beide CDs (sogar beim gleichen "Händler" gekauft) und bin sehr zufrieden damit!
    Über SIBELIUS hatte ich schonmal hier geschrieiben:
    Jean Sibelius: Klavierwerke


    Auch der GRIEG (Werk und Interpretation) gefiel mir (überraschender) Weise sehr gut - nur der BIZET lässt mich noch etwas ratlos....


    Ich habe übrigends noch einige weitere CDs erworben:





    (... nicht alle auf einmal...)


    Und bei diesen beiden bin ich noch stark am überlegen:



    ...auch bei HAYDN und MOZART...


    Was die Edition betrifft, so habe ich ein zwiespältige Meinung.
    Zum einem finde ich es durchaus schön, dass die CDs in der originalen Kopplung wiederaufgelegt wurden, da kann man eine Spielzeit von 45 Minuten durchaus verkraften. Aber das z.B "Das Marienleben" auf zwei CDs verteilt wurde (obwohl es doch bequem auf eine gepasst hätte) und dann auch als Doppel-CD verkauft wird halte ich für argerliche Geldmacherei!


    Ob ich allerdings mit meinen Empfehlungen bei Dir etwas erreiche, daran zweifle ich mittlerweile doch eher... (DUSSEK, PURCELL, L. BACH)


    Gruß pt_concours

    Zitat

    Original von Gurnemanz
    Da ich ohnehin gerade dabei bin, mich mit Dvoráks Kammermusik vertrauter zu machen, wäre ich für Empfehlungen besonders von Aufnahmen der Bläserserenade op. 44 dankbar. Bei tschechischen Komponisten greife ich gern auf tschechische Interpreten zurück, mit bislang durchwegs guten Ergebnissen. Deshalb: Kennt jemand diese Einspielungen? Alternativen?


    Hallo Gurnemanz,


    dann will ich auch noch meine Empfehlungen niederschreiben- zumal sie noch nicht genannt wurden.


    1, Die schönste Einspielung der Bläserserenade, die ich kenne, liefert das Oslo Philharmonic Wind Soloist (rec. 1996, mit JANACEK und ENESCU):



    Große technische Perfektion zusammen mit viel Musikalität- und das zum "Naxos-Schnäppchenpreis". Von den von Dir gezeigten Aufnahmen kenne ich leider keine, aber wenn es eine Aufnahme mit tschechischen Künstlern sein soll, würde ich mal schauen, ob es eine Aufnahme mit einer Einspielung des Prague Wind Quintet gibt. Was ich bisher von diesem Ensemble kenne (POULENC, FRANCAIX & MILDHAUD) gefiel mir außerordentlich! (eine kurze Suche lässt allerdings zweifeln, ob sie das Werk wirklich im Repertoire haben?)


    2. Bei der Streicherserenade muss hier unbedingt noch die Einspielung der Prager Solisten unter Vaclav Talich (rec. 1951) genannt werden!
    Einst erschien dieses Werk auf CD mit der 9.Sinfonie (ebenfalls Talich- zusammen mit dem CNSO). Für mich ist das der absolute Höhepunkt der DVORAK-Diskographie u n d der Talich-Diskographie!


    :jubel: :jubel: :jubel:



    Die abgebildete CD müsste die aktuell erhältliche Aufnahme sein.


    Gruß pt_concours



    PS: Von der Bläserserenade müsste es eine originale Version für Klavier vierhändig geben- hat sie schon mal (jemand hier) (auf CD) gehört?


    Edit: Mit Talich gibt es auch eine (etwas) jüngere Aufnahme beider Serenaden (1953 & 1956), allerdings soll die Interpretation der Streicherserenade -zwar durchweg gut- nicht ganz die musikalische Qualität der früheren Aufnahme erreichen.

    Hallo,


    die Oper "La vida breve" von M. de FALLA gehört zum meinen liebsten Opern!
    Deshalb ich beneide Euch, dass ihr sie in Frankfurt nicht nur hören, sondern auch inszeniert sehen dürft.
    Ich habe sie bisher nur konzertant gehört, kennen gelernt habe ich sie aber als Chorsänger unter der Leitung von R. Frühbeck de Burgos.
    Dieser Dirigent hat sich ja immer besonders für diese Oper eingesetzt, und so war es für mich natürlich auch ein sehr beeindruckendes Erlebnis von diesem Dirigenten die Oper (sozusagen) "erklärt" zu bekommen.
    Er hat aber in den Konzerten immer zwei Nummern szenische aufgeführt: die beiden Flamenco-Tänze.
    Dazu hat er jedes Mal die spanische Tänzerin Nuria Pomares engagiert. Eine unglaublich schöne, elegante und ausdrucksstarke Tänzerin!
    Nach ihrem Tanz musste der Dirigent immer abbrechen und ihr den stürmischen Soloapplaus zu gewähren. Und ich erinnere mich noch mit Schmunzeln, wie sie das erste Mal in der Probe tanzte. Nach der Nummer sagte Frühbeck de Burgos zu Chor und Orchester: „Meine Herren, sie haben jetzt die schöne Frau gesehen. Ab jetzt schauen Sie bitte wieder zu mir.“ (Das war gar nicht so einfach!) Und der spanische Solotenor rief nach Ihrem Tanz viele Mal laut „Viva! Olé!“, so dass der Chor eine schöne Demonstration seine viele Einrufe in echtem spanischem Temperament bekam.
    Wie wurden denn in Frankfurt die beiden Tanznummern aufgeführt?
    Und gab es auch extra einen original spanischen Flamencosänger und –gitarristen?


    Gruß pt_concours


    edit: hier kann man die Tänzerin auf einem Foto bewundern:
    -http://www.exploredance.com/ar…m?id=2462&s=topic&sid=24-

    Hallo Thomas,


    vielen Dank für Deinen Beitrag.



    Wobei mich Dein Urteil, der Dresdner Kammerchor sei zuerst für seine Interpretation zeitgenössischer Musik zu rühmen, doch überrascht hat! Doch halte ich das zuerst für jeden Chor für ein großes Kompliment! Allerdings kenne ich bisher vorallem die Meinun, dass der Chor besonders für seine Interpretation der Barockmusik (SCHÜTZ, SCHEIN, BACH, HÄNDEL, u.a.) , sowie auch der Romantik (MENDELSSOHN, BRAHMS, BRUCKNER, REGER, u.a.) gelobt wird. So hat er bei internationalen Wettbewerben Sonderpreise für seine Darbietungen der Werke von SCHEIN und REGER (1997) oder BRAHMS (1996) erhalten. Gerade deshalb war es der Wunsch, den Chor auch im Bereich der Chormusik des 20. (und 21. ) Jahrhunderts auf ein ähnliches Niveau zu heben. Und dafür wurden in den letzten Jahren verstärkt Werke dieser Zeit bis hin zu Uraufführungen ins Programm genommen.
    Ich hoffe, Dein Urteil zeigt, dass der Chor dieses Ziel erreichen konnte.


    Zu Deinen Beurteilungsquellen noch folgende Anmerkungen:
    Ich denke das Projekt "Dresdner Chorwerkstatt" ist wenig nützlich um die Leistungen des Chores in der Interpretation von romantischer Chormusik zu beurteieln, da - wie Du bemerkt hast- der Chor vollständig mit den drei UA bzw. dem äu0erst anspruchsvollen LACHENMANN beschäfftigt war, so das die dire kleineren Chöre von BRAHMS, die zudem nicht Bestandteil des Repertoire des Chores sind, nur kurz geprobt werden konnte ( bei iener fast zweitelligen Zahl an erst- oder zweitmalig beteiligten neuen Chormitgliedern...)
    Hingegen dürfte die Weihnachts-CD für ein Urteil durchaus geeignet sein. Hier stehen für mich allerdings sehr schöner Interpretationen moderner Chormusik (z.B. SANDSTRÖM) ebenso gelungene Interpretationen der Romantik (z.B. REGER) oder der Alten Musik (z.B. ECCARD) gegenüber. Anzumerken wäre hier nur, dass auf der gesamten CD eine auf Romantik und Moderne ausgerichtete Chotstärke singt, und damit die Werke der alten Musik nicht optimal besetzt sind (wie z.B. auf den SCHÜTZ und SCHEIN gewidmeten CDs)
    Auf Deine Beurteilung der CD "Geistliche Chormusik II" (besonders der MARTIN- Messe bin ich schon gespannt. Allerdings enthält die CD ja genaugenommen fast nur Werke der Zeit zwischen ca. 1890 und 1915!



    Ich benenne hier mal noch die nächsten Konzerte, da sich eine ganze Reihe auch außerhalb von Dresden befinden, gäbe es auch die Möglichkeit für Interessierte, den Chor einmal im Konzert zu hören.



    14.04.2009 Laeiszhalle-Musikhalle Hamburg 20:00 Uhr
    Joseph HAYDN: Die Schöpfung (Hob. XXI:2)
    Ute Selbig (Sopran), Lothar Odinius (Tenor), Thomas Quasthoff (Bass-Bariton)
    Hamburger Symphoniker, Dresdner Kammerchor
    Dirigent: Peter Schreier
    http://www.laeiszhalle.de/data…index.php?t=14&m=4&j=2009




    19.04.2009 Tonhalle, Zürich 11:15 Uhr
    Joseph HAYDN: Die Schöpfung (Hob. XXI:2)
    Martina Janková (Sopran), Christoph Strehl (Tenor), N.N. (Bass)
    Orchester der Oper Zürich, Dresdner Kammerchor
    Dirigent: Adam Fischer
    http://www.opernhaus...?vorstellID=10325796




    31.05.2009 Semperoper Dresden 19:30 Uhr
    Joseph HAYDN: The Creation (Hob. XXI:2)
    Lisa Milne (Sopran), Christa Mayer (Alt)
    Christoph Prégardien (Tenor), Neil Davis(Bariton)
    Sächsische Staatskapelle Dresden, Dresdner Kammerchor
    Dirigent: Robin Ticciati
    http://www.musikfest..._action=2&wb_item=60




    07.06.2009 Weinbergkirche, Dresden Pillnitz 15:00 Uhr
    a cappella – Konzert: „Mendelsohns Amerikanische Söhne“
    (Werke von MENDELSSOHN, COPLAND, IVES, u.a.)
    Dresdner Kammerchor
    Dirigent: Hans-Christoph Rademann
    http://www.musikfest..._action=2&wb_item=74




    18.06.2009 & 19.06.2009 Gewandhaus Leipzig 20:00 Uhr
    Felix MENDELSSOHN -BARTHOLDY: Oratorium "Paulus"
    Juliane Banse, Sopran, Ingeborg Danz, Alt
    Christoph Genz, Tenor, René Pape, Bass
    Dresdner Kammerchor, Gewandhauschor Leipzig
    Gewandhausorchester Leipzig
    Dirigent: Herbert Blomstedt
    [url=http://www.gewandhaus.de/gwh.site,postext,spielplan-recherche,va_id,4936.html?PHPSESSID=1ls7230ish77aof3eips0vt473]http://www.gewandhau...0ish77aof3eips0vt473[/url]



    05.07.2009 St. Georgenkirche Schwarzenberg 17:00 Uhr
    „Tag Alter Musik in Schwarzenberg“
    Georg Friedrich HÄNDEL: "Utrechter Te Deum" (HWV 278 )
    Felix MENDELSSOHN -BARTHOLDY: Motetten "Hör mein Bitten" und "Hora est"
    Johann Sebastian BACH: Kantate "Ich hatte viel Bekümmernis" (BWV 21)
    Solitsten
    Dresdner Barockorchester, Dresdner Kammerchor
    Dirigent: Hans-Christoph Rademann




    05.08.2009 19:30 Uhr St. Johanniskirche Ansbach
    „Bachwoche Ansbach“
    Georg Friedrich HÄNDEL: "Utrechter Te Deum" (HWV 278 )
    Felix MENDELSSOHN -BARTHOLDY: Motetten "Hör mein Bitten" und "Hora est"
    Johann Sebastian BACH: Kantate "Ich hatte viel Bekümmernis" (BWV 21)
    Solitsten
    Dresdner Barockorchester, Dresdner Kammerchor
    Dirigent: Hans-Christoph Rademann
    http://www.bachwoche...&evid=122&mnid=1&zp=



    Ich würde hier besonders die beiden Konzerte in Schwarzenberg und Ansbach (wenn auch mit Barockmusik :-) empfehlen, das sie vielleicht die Repertoireschwerpunkte des Chores in einem Konzert unter der Leitung des eigenen Dirigenten besonders präsentieren,


    Weitere Information, sowie auch eine Auflistung alle Konzerte der letzen Jahren finden sich auf der Homepage des Ensembles:


    http://www.dresdner-kammerchor.de/



    Gruß pt_concours

    Zitat

    Original von rappy
    Hi Wulf,


    naja, Kitsch und vor allem Geschmacklosigkeit kann man der h-Moll-Sonate ja wirklich nicht vorwerfen...
    Und mir war klar, dass mir Unkenntnis vorgeworfen werden würde. ;)
    Ich glaube aber, die Sonate mittlerweile gut genug zu kennen, hab mich auch schon öfters durchgefingert und viele Interpretationen (Richter, Pollini, Horowitz etc.) gehört..


    Hallo rappy,


    ich hatte den Thread in "einem Ritt" gelesen und dann meine Antwort verfasst.
    Deshalb muss ich gestehen, dass sie wohl etwas pauschal ausgefallen ist.
    Beim Zurückscrollen musste ich dann doch feststellen, dass Du Deine Wahl der h-moll Sonate recht detaillier und genau begründet hast.
    Obwohl ich deshalb noch nicht unbedingt Deiner Meinung bin, miúss ich doch meinen Vorwurf der (grober) Unkenntniss als unberichtigt zurückziehen... Sorry!


    :untertauch:


    Zitat

    Original von Wulf
    Lieber pt_concours,


    das ist für mich kein Gegenargument. Vom VK von Tschaikowskij hört man auch hie und da - freilich nicht häufig, aber eben ab und zu - daß es nicht mit der letzten Treffischerheit in Sachen Geschmack komponiert wurde. Und was für große Interpreten es aufgeführt haben....f


    Hallo Wulf,


    ich vermute, Du meinst meine Auflistung von (intergeren) Interpreten.?
    Natürlich ist dass für die Werke nicht automatisch eine klare Entkräftung gegen den Vorwurf geringer Qualität, nur weil sie von einem (oder mehreren) bedeutenden Interpreten gespielt wurden.
    Allein, der Vorwurf (von Kitsch, geringe Qualität, etc. ) muss ja von irgendjemanden kommen, und da haben die Interpreten schon auch ein Wörtchen mitzureden (neben Kritikern, Wissenschaftlern, Komponisten, etc.)


    Gruß pt_concours


    ?(
    PS. von RACHMANINOV habe ich hier wirklich noch nicht geschrieben!
    ?(

    Zitat

    Original von teleton
    ?( Genau wie Jörg (klingsor) bin ich wiedermal verwundert wie man die Liszt-Werke LesPreludes, KK Nr.1+2, Totentanz und KS h-moll in einen Topf mit der Bezeichnung "Kitsch" werfen kann !???!


    Hallo,


    dem möchte ich auch noch zustimmen. Was die KK von Liszt mit diesem Thema zu tun haben sollen ist mir absolut rätselhaft! (man überlege sich nur mal die Reihe der Interpreten dieser Werke: z.B. W. Kempff, S. Richter, D. Lipatti, etc. !) Und die Nennung der Sonate von LISZT zeugt meiner Meinung eher von grober Unkenntniss, und ist eigentlich lächerlkich).
    Was Les Preludes betrifft- ein Werk, welches ich wenig kenne- so höre ich gerade jetzt extra eine Aufnahme mit K. Ancerl! Der großartige tschechische Dirigent, der unter dem Nazi-Terror extrem zu leiden hatte, und sogar ins KZ verschleppt wurde, hat diese Werk (wohl ini den 70er Jahren) sehr schön eingespielt, und zeigt damit für mich deutlich, dass der M i s s b r a u c h dieser Musik von den Nazis keineswegs LISZT und seinen Werken anzulasten ist.


    Irgendwie scheint es hier einerseits eher auf pathetische Werke hinauszulaufen, aber da gibt es von BRUCKNER, MAHLER, STRAUSS, TSCHAIKOWSKY,uvm etliches, andererseits ebenso "südlich Schmelz" (= Belcanto) von Komponisten wie PUCCINI, MASSENET, etc.- ich kann an all dem nichts schlimmes finden. Ich selber habe keinen besonderen Hang zu Bombast und Krach, aber hin und weider ist es doch recht eindrucksvoll!
    Was die "leichte Muse" betrifft, so stört es mich eigentlich nur, wenn seichte Stücke eine Tiefe vortäuschen wollen (wie z.B. das wertlose "Gebet eineer..."), die nicht vorhanden ist. Leichtes, was sich auch als Leichtes zu erkenen gibt, finde ich eigentlich meist unproblematisch.


    Gruß pt_concours



    PS: Auch ich liebe die "Chants d' Auvergne" von CANTELOUBE sehr, und bin zeitweise immer wieder süchtig nach der Aufnahme mit Upshaw/ Nagano. Kitschiges kann ich dort nirgendwo erkennen!

    Zitat

    Original von Zwielicht


    Ganz bestimmt.


    Hallo,


    kann ich auch bestätigen. Ich habe Perahia im Juni 2004 zweimal in der Dresdner Semperoper zu den Musikfestspielen gehört. Der erste Abend mit Klavierkonzerten von BACH und MOZART, der zweite mitBEETHOVENs Klaviersonate G-Dur op.31 Nr.1, SCHUMANNs "Fantasiestücke op.12 und BRAHMSs "Händel-Variationen op.24. Die Interpretation der Werke von SCHUMANN und BRAHMS sind für mich bis heute dass großartigste Konzerterlebniss in Sachen Klaviermusik!
    :jubel: :jubel: :jubel:
    (Vielleicht war ich damals auch so begeistert, da meine Erwartungen -im Gegensatz zu den Konzerten mit Brednel oder Moravec eher gering waren.)


    Gruß pt_concours

    Zitat

    Original von Liebestraum
    Carl Maria von Weber: Preciosa
    Musik zu Pius Alexander Wolffs Schauspiel


    Ein großartiges romantisches Werk, wurde bis zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sehr oft gespielt.


    Außer der Ouvertüre (in mehreren Einspielungen vorhanden) existiert von der gesamten Schauspielmusik nicht eine einzige CD-Aufnahme!!!


    Hallo,


    überhaupt ist die Situation bei WEBERs Werken sehr beklagenswert!
    Ich habe gerade das Werkverzeichnis von Jähns vor mir liegen, es umfasst 308 Nummern!
    Sicher sind darunter eine Reihe von Kanons weniger Takte, sowie kleinere Lieder, Chöre und Instrumentalstücke. Aber wieviel bleibt dabei noch ohne eine Aufnahme. Das es von der "Preciosa"( immer noch?) keine Einspielung gibt, lese ich jetzt hier mit Bedauern (ich hatte selber noch gar nicht gesucht, auch wenn schon länger Interesse besteht)
    Weitere Beispiele für schmerzliche Lücken:


    -"SIx petites Pièces Faciles pour le Piano-Forte à quatre mains" op.3
    - "SIx Pièces pour le Pianoforte à quatre mains op.10
    - "Adagio und Rondo für das Harmonichord"
    - "Divertimento assai facile per la Chitarre ed il Pianoforte" op.38


    Und das sind nur einige Beispiele. Die beiden zuerst genannten Zyklen habe ich auszugsweise selber schon (privat für mich) gespielt, es sind wunderschöne Stücke dabei (die HINDEMITH zum Teil für seine Symphonischen Variationen verwendet).
    Siehe auch: WEBER, C.M.v: das gesamte Klavierwerk


    Nur eine kleine Zahl von Werken existiert in vielen Einspielungen ("Der Freischütz", die Klarinettenkonzerte, das Konzertstück op.79, die Ouvertüren und vielleicht noch das Klarinettenquintett), von vielen weiteren gibt es nur eine handvoll Einspielungen (zum Glück oft hochwertige) und allzu vieles ist noch nicht greifbar.


    Zitat

    Original von Liebestraum
    Was für eine Schande!


    Gruß pt_concours

    Hallo,


    also da gibt es Wünsche, die kann man gar nicht so schnell äußern, wie sei erfüllt werden.
    :jubel: :jubel: :jubel:
    Kürzlich habe ich im Internet auf der Seite eines großen Enthusiasten (in Sachen REGERs Klavierkonzert) von einer Aufführung diese Werkes mit Korstick gelesen (und dann gleich gehofft, dass er diese Werk mal eines- vielleicht erst fernen- Tages einspielt. und jetzt:



    M. REGER: Klavierkonzert op. 114
    BACH/ BUSONI: Konzert für Klavier & Streicher d-moll nach BWV 1052

    Michael Korstick, RO München, Ulf Schirmer


    Vielleicht rückt ja damit ein eigener Thread zu diesem Thema jetzt wieder näher. Erste Eindrücke sind immer willkommen!
    Hier noch die Adresse der Seite, die neben allen verfügbaren Einspielungen, noch sämtliche bekannte Rundfunk- und Konzertaufführungen listet:


    -http://www.proreger.de/klavierkonzert.html-


    Gruß pt_concours

    Zitat

    Original von Ulli
    Nachfolgend dürfen weitere bisher unbekannte Väter, Großonkel, Cousins vierten Grades usw. von bekannten Komponisten genannt werden, deren Entdeckung sich lohnen könnte...


    Hallo,


    mmh: "sich lohnen könnte" dürfte nicht immer leicht einzuschätzen sein...
    Zumindest fielen mir spontan Soulima STRAVINSKY und Julian SKRJABIN ein (die, glaube ich, beide sehr früh starben).
    Brüder waren ja z.B. auch Anton & Nikolai RUBINSTEIN ebenso wie Daniel & Henry PURCELL.
    Vermutlich ist es ja (besonders bei den Kindern) vorallem dem Umfeld geschuldet, dass man Komponist wurde, als einem großen innneren Drang (?)


    Gruß pt_concours


    SP: Wie sieht es mit dem "Einheiraten" aus, z.B. bei DVORAK - SUK ?

    Hallo,


    hier noch ein Hinweis auf eine weitere GA:



    dieser Beitrag entstammt dem Thread:


    Pešek, Libor (*1933) tschech. Maestro



    Gruß pt_concours

    Hallo,


    hier die nächsten Konzertermine der Reihe Musikbrücke Dresden - Prag:


    J.S. BACH - Johannes- Passion BWV 245
    Eric Stoklossa (Evangelist),
    Collegium 1704 & Collegium Vocale 1704/ Václav Luks
    Mi. 25.2.2009, 19.30 Uhr, Annenkirche Dresden
    Do.26.2.2009 19.30 Uhr, Kostel sv. Šimona a Judy, Dušní ul. Praha



    J.D. ZELENKA –Responsoria et Lamentationes
    Markéta Cukrová, Tomáš Král
    Collegium 1704 & Collegium Vocale 1704/ Václav Luks
    Mi. 08.4.2009 19.30 Uhr, Kostel sv. VavYince, Hellichova 18, Praha 1, 19.30 h
    Do.09.4.2009, 19.30 Uhr, Annenkirche Dresden



    C. MONTEVERDI – Vespero della Beata Vergine
    Collegium 1704 & Collegium Vocale 1704/ Václav Luks
    Di. 28.4.2009 19.30 Uhr, Kostel Panny Marie pod Yetzem, VelkopYevorské nám., Praha 1
    Mi. 29.4.2009, 19.30 Uhr, Annenkirche Dresden



    G.F. HÄNDEL – La Resurrezione
    Simona Houda-Šaturová, Mariana Rewersk, Eric Stoklossa, Tobias Berndt
    Collegium 1704 & Collegium Vocale 1704/ Václav Luks
    Di.23.5.2009 19.30 Uhr, Chrám Matky Boží pYed Týnem, Staromstské nám., Praha 1 (Koncert se koná v rámci MHF Pražské jaro 2009)
    Mi.24.5.2009, 19.30 Uhr, Annenkirche Dresden



    Die Konzerte mit den Werken von ZELENKA und MONTEVERDI möchte ich unbedingt besuchen, aber auch BACH und HÄNDEL interessieren mich sehr....


    Gruß pt_concours

    Hallo,


    in der aktuellen Ausgabe der ZEIT findet sich ein Interview mit M.Pollini, welches ich merkwürdigerweise nicht auf der Internet-Seite der Zeitung finden konnte.
    ?(
    Neben Fragen der künstlerischen Entwicklung einst und heute geht es auch im die politische Situation in Italien.


    Gruß pt_concours

    Zitat

    Original von Gurnemanz


    Habe grad in Cosimas Tagebuch nachgeschaut, das ja ihr gemeinsames Leben mit Richard bis zu seinem Tod 1883 Tag für Tag dokumentiert: Am 9.4.1879 spielten Herr und Frau Wagner Whist in ihrem Heim in Bayreuth (da wo ihr "Wähnen Frieden fand"). Paßt also auch nicht ganz (Richter trat mit den Wiener Philharmonikern nach der Quellenangabe am 9. und 10.4.1879 in Budapest auf).


    Ich schlage gern weitere Daten nach.


    Hallo Gurnemanz,


    (etwas nachträglich) nochmal vielen Dank für Deine Mühen! Ich hatte die Anekdote (s. o.) zufällig gefunden, als ich eigentlich etwas anderes suchte, und da sie mir gefiel hier schnell gepostet. Darüber bin ich jetzt auch froh, denn es zeigt mal wieder, wie gut Tamino "funktioniert", d.h. wie schnell man hier wichtige Informationen erhält (weil jeder so sein Spezialgebiet hat..) Allerdings bin ich am Thema nicht so interessiert, dass ich jetzt versuchen werde, diese Rätsel zu lösen. Wenn alledrings andere Lust haben...


    Imerhin scheine ich ja durch meinen Beitrag diesen Thread etwas reaniemirt zu haben, und das ist doch auch erfreulich!
    Ich selber konnte bisher noch nciht so recht vertraut mit diesem Konzert werden (bevorzuge bei BEETHOVEN Nr.1 & 3).
    An Aufnahmen kenne/besitze ich:


    W. Gieseking/ Rother,
    W. Gieseking/ B. Walter,
    R. Casadesus / D. Mirtopoulus,
    R. Casadesus/ G. Cantelli,
    W. Kempff/ P.v. Kempen
    (noch ungehört),
    R. Serkin/ L. Bernstein,
    E. Fischer/ W. Furtwängler,
    E. Gilels/ K. Masur
    .. und bald auch A. Schiff/ B Haitink
    (?)


    Fischer/ Furtwängler habe ich als recht eindruckvoll in Erinnerung, Casadesus/ Cantelli war glaub ich auch interessant...


    Gruß pt_Concours

    Hallo,


    wie vielen anderen Hier, ist mir RHEINBERGER auch zuerst als Komponist von Chorwerken bekannt. Zuerst natürlich mit seiner berühmten Cantus missae



    Zitat

    Original von andythr
    Neben der o. g. Einspielung möchte ich eine weitere CD mit Chorwerken Rheinbergers vorstellen:



    neben der bereits genannten Missa Es-Dur (Cantus Missae) op. 109 für zwei vierstimmige Chöre a capella sind hier enthalten...


    Ich kann mich der bereits mehrfach ausgesprochenen Empfehlung für diese CD vorbehaltlos anschließen, finde aber die Einspielung mit dem Niederländischer Kammerchor/ U. Gronostay musikalisch wie chorisch noch gelungener!



    Obwohl das Programm auf der CD mit Bernius geschlossener ist, sind auch die auf dieser CD beigegebenen Werke von F. LISZT hörenswert!


    Die CD mit Bernius, wie auch einige weitere bereits erwähnte, stammen von dem Label Carus, welches eine umfangreiche CD-Veröffentlichung von Chorwerken RHEINBERGERs begonnen hat.



    Eine weitere CD von Carus mit dem Vokalensemble Rastatt unter der Leitung von H. Speck bietet weltliche Chorwerke:



    Die Stücke für unterschiedliche chorische Besetzungen (einige mit Klavier) sind zum Teil recht volkstümlich gehalten und zeigen Verbindungen zu ähnlichen Werken von REGER oder BRAHMS. DIe CD ist nicht nur wegen der Werke, sondern auch wegen der durchweg gelungenen Interpretation zu empfehlen.
    Das namensgebende Stück "Dennoch singt die Nachtigall" war übrigends beim Dt. Chorwettbewerb 2006 in Kiel eines der Pflichtstücke und dadurch hier vielleicht dem einen oder anderen auch schon bekannt.


    Gruß pt_concours
    ps RHEINBERGERs Chormusik bietet scheinbar genügend Stoff für einen eeignen Thread.

    Zitat

    Original von a.b.
    Erstaunlich ist es, dass es kaum Aufnahmen der drei Klaviersonaten gibt! Eine Ausnahme stellt Frederic Chiu (hmf) dar: die gibt es derzeit sehr billig bei *** .


    Hallo,


    dann möchte ich hier noch unbedingt folgende CD mit M Kirschnereit erwähnen, die (äußerst preisgünstig) bei Arte Nova erschinenen ist!



    (rec. 2000)


    - Klaviersonate B-Dur, op. 106
    - "Variations sérieuses" in d-moll op. 54
    - Trois Fantaisies ou Caprices op. 16
    - Fantasia in fis-moll "Sonate Écossaise" op. 28



    Werke und Interpretation haben mir immer sehr gut gefallen!
    (nur das Cover ist etwas merkwürdig)


    Gruß pt_concours



    PS Übrigends die "Variations sérieuses" spieltendoch eine Reihe der großen Piansiten! Spontan fallen mir da S. Richter, V. Sofronitzky, A. Brendel oder V. Horowitz ein.
    Eine weitere GA der Klavierwerke MENDELSSOHNs stammt übrigends vom britischen Pianisten M. Jones :



    Ich kenne diese CDs nicht, aber seine GA der Klavierwerke DEBUSSY ist:
    :jubel: :jubel: :jubel:

    Hallo,


    da es (erstaunlicherweise) noch keinen Thread zu A. Cortot zu geben scheint, melde ich hier (ebenso passend) die -zumindest für mich- erfreuliche Nachricht des Abends: die von mir schon länger gesuchte (aber noch unbekannte) Aufnahme der 2. Klaviersonate von WEBER kehrt in den Katalog zurück:



    - C.M.v. WEBER: Klaviersonate Nr. 2 As-Dur op. 39
    - F. SCHUBERT: 12 Deutsche (Ländler), Op. 171, D. 790
    - F. LISZT: Klaviersonate h-moll
    - F. LISZT: 2 Legendes, S175/R17: Nr. 2." St. Francois de Paule marchant sur les flots"
    - F. LISZT: 3 Etudes de concert, S144/R5: Nr. 2 in f-mollr, "La leggierezza
    u.a.
    :jubel: :jubel: :jubel:
    (auch die Werke von LISZT dürfte hochinteressant sein!)
    Die CD habe ich mir auf jeden Fall vorgemerkt!


    iIelleicht bringt diese erfreuliche Nachricht ja auch diesen etwas ins Stocken geratenen Thread wieder in Bewegung!



    Gruß pt_concours


    PS Jetzt warte ich nur noch auf die Wiederveröffentlichung der gleichen Sonate mit A. Brendel!

    Zitat

    Original von pt_concours


    - 2003:im Juni eine Konzerttournee gemeinsam mit dem (Violinen)-Duo Gelland durch Schweden, die beiden schwedischen Komponisten DAHLGREN und LINDGREN schreiben dafür je ein Werk für Chor und zwei Violinen.


    Hallo,


    hier noch eine Ergänzung zur Diskographie. Während der Konzertreise durch Schweden wurde eines der für diese Reise geschriebene Werke eingespielt:



    2003
    Olof LINDGREN: Concerto Canto" Flammor vid Fjällets fot" (20:43)
    för 2 violiner och blandad kör op. 69 (2002), Text Tage Lundin
    1. Andakt- 2. Ljuset i kåtan - 3. Vår - 4.-Midsommarlek
    Duo Gelland, Dresdner Kammerchor/ Hans Christoph Rademann
    (+ weitere Werke von O. LINDGREN)
    nosag


    Das Werk für die seltene Besetzung Chor mit 2 Violinen hat mir sehr gut gefallen. Vom Stil eher gemäßigt modern, hat es aber für mich eine große Reinhaei und Klarheit der Empfindung. Eine Verbindung mit der Lanschaft und Kultur des schwedischen Nordens (Jämtland)- der Heimat von Komponist und Dichter- war für mich spürbar. Da die CD erst ca. vier Jahre nach der Aufnahme erschien, habe ich sie erst jetzt entdeckt.


    * * *


    Hier noch der Link zu eingein Threads, in denen bereits CDs des Dresdner Kammerchores erwähnt wurden:



    Heinrich Schütz


    Heinrich Schütz: Musikalische Exequien


    Johann Sebastian Bach: Das Weihnachtsoratorium


    Weihnachtskantaten und Oratorien mal nicht von Bach


    Im Schatten Bachs - Hörenswerte Zeitgenossen deutscher Abstammung


    HÄNDEL-Jahr 2009


    Am Hofe August des Starken


    Johann Adolf Hasse 1699-1783


    Der katholische Bach: Jan Dismas Zelenka [1679 – 1745]


    Magnificat: Meine Seele erhebet den Herrn


    Felix Mendelssohn-Bartholdy: ELIAS


    Frank Martin - Messe für Doppelchor


    Chor-Aufnahmen - - - Welche sind zu empfehlen ?



    Gruß pt_concours


    Hallo Bernd,


    berechtigter Einwand :rolleyes:


    Also hier das originale Zitat:
    "....(Beethovens Es-Dur-Konzert hatte fast so etwas wie eine ungarische Tradition: Am 9. April 1854 spielte es Franz Liszt in Budapest anläßlich eines Gastspieles von Richard Wagner. Dirigent war damals Hans Richter (...) die Pauke bediente Richard Wagner.
    aus "Erinnerungen an Bartók" von Jenö Takács (1982)


    EIne kurze Suche im Internet ergab, dass es möglicherweise 1879 gewesen sein könnte.
    (_http://www.google.de/search?hl=de&client=opera&rls=de&hs=eio&q=1879+hans-richter+dirigent+budapest+beethoven&btnG=Suche&meta=lr%3Dlang_de_)
    Dafür spräche auch (Kontext im Buch) das Orchester der Wiener Philharmoniker an diesen beiden Konzerttagen.


    Vielen Dank für den Hinweis.


    Gruß pt_concours

    Hallo,


    habe gerade in dem Buch "Erinnerungen an Bartók" von Jenö Takács (1982) folgenden Hinweis gefunden:
    "Eine Schallplatte, die ich ihm (BARTOK, Anm pt_c) geschenkt hatte, gefiel ihm besonders gut: Es handelte sich um eine Szene aus dem klassischen japanischen Nô-Drama. Als ich ein Jahr darauf seine herrliche "Musik für Seiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta" in Venedig zum erstenmal hörte, ist mir bei der Einleitung dss 3. Satzes aufegfallen, daß die eine Tonwiederholung bringende hohe Xylophonstelle, die den Satz einleite und beendet, genauso wie auf jener Paltte klingt, wo sie auf einer kleinen hochgestimmten japanischen Trommel gespieilt wird. Als ich BARTÓK danach befragte, gab er lächelnd zu, daß die Idee tatsächlich von der Schallpaltte stammte. Er griff überhaupt gerne Ideen auf, die er gebrauchen konnte.


    Gruß pt_concours

    Vorstellung des Dresdner Kammerchor


    Der Dresdner Kammerchor konnte sich in den letzten Jahren ein hervorragenden Ruf. erarbeiten. Ich selber bin seit Mitte der 90er Jahre Mitglied in diesem Ensembles, habe dabei über 200 Konzerte mitgesungen und kann so vielleicht auch ein paar Einblicke über die Entwicklung dieses Chores geben. Sicher ist diese Auswahl auch stark durch persönliche Erinnerungen geprägt.



    C h o r g e s c h i c h t e:


    - 1985: der Ernteeinsatz der Musikstudenten der Dresdner Musikhochschule im nahegelegenen Lohmen gilt als Geburtststunde des Chores. Als sich um den Chorleitungsstudenten Hans Christoph Rademann weitere sangesfreudige Musiker zusammen fanden. Auch nach dem Ernteeinsatz, gab es eine Reihe Studenten, die sich weiterhin zum gemeinsamen Singen treffen wollten.
    Bis zu Beginn der 90er Jahre entstand dann ein Chor, der seine ersten Erfahrungen- oft auch zusammen mit einem studentischen Kammerorchester- schrittweise bei Konzerten in und um Dresden sammelte. Im Repertoire waren z.B. die Motetten von H. SCHÜTZ, J.S .BACH, F. MENDELSSOHN oder J. BRAHMS, sowie Kantaten von J.S. BACH oder die Messen von W.A. MOZART. Auch moderne Chormusik einschließlich Urauführungen standen immer wieder auf dem Programm.


    - 1992: der Dresdner Kammerchor wurde ausgewählt im August 1992 die Uraufführung des „Bonoeffer-Triptychon" zu singen. Anlässlich der Eröffnung eines Lehrstuhls war ein Kompositionsauftrag an den jüdischen Komponisten H. BERLINSKI vergeben worden (der während des Nazi-Regimes aus Deutschland nach Amerika geflohen war) ein Werk zu schreiben. Dieser teilte sich den Auftrag mit zwei deutschen Komponisten, einem evangelischen (H.W. ZIMERMANN) und einem katholischen (R.M. HELMSCHROTT), so entstand dieses Triptychon. Sowohl BERLINSKI, wie auch HELMSCHROTT wurden enge Freunde des Chores und seines Leiters, und in den nachfolgenden Jahren, gab es viele Aufführungen ihrer Werke, besonders mit Ur- und Erstaufführungen von BERLINSKIs Stücken, sowie eine Reihe von Einladungen zu weiteren Reisen (USA 1994, Tschechien und Israel 1995, Südafrika 1996).
    Auch heute noch veranstaltet der Dresdner Kammerchor fast jedes Jahr zum 9. November ein a- cappella Chorkonzert mit anspruchsvollen Werken (z.B. SCHÖNBERG, KRENEK, WOLPE, REGER, SCHNITTKE, PENDERECKI BERLINSKI oder DALLAPICCOLA) zum Gedenken an die Pogromnacht.


    - 1995 Parallel zu dieser Entwicklung begann der Chor ab Anfang der 90er Jahre, sich verstärkt mit der historischen Aufführungspraxis und der großen Tradition der sächsischen (und anderer) Barockmusik auseinanderzusetzen. Dabei entstand eine enge Zusammenarbeit mit dem ebenfalls noch jungen „Dresdner Barockorchester“ und dem „Ensemble Alte Musik Dresden“. Höhepunkt dieser Entwicklung war sicher eine denkwürdige Aufführung der BACHschen Matthäus-Passion im Frühjahr 1995 in Dresden (mit einem damals noch wenig bekannten Andres Scholl als Altsolisten- er hatte damals noch keine CD aufgenommen)


    Damit sind die zwei wesentlichen Schwerpunkte dieses Ensembles bereits genannt. Die Pflege einer besonderen a-cappelle Kultur mit dem Schwerpunkt Romantik und Moderne, sowie die historische Aufführungspraxis der Barockmusik von SCHÜTZ und SCHEIN bis zu BACH, HÄNDEL und TELEMANN. Dabei spiet auch die barocke Musik am Sächsichen Hof von ZELENKA, HEINICHEN oder HASSE noch eine wichtige Rolle.
    Im Sommer 1995 fand auch das 1. „Fest Alter Musik im Erzgebirge“, welches aber höchstwahrscheinlich im Jahr 2008 im 14. Jahrgang leider (vorerst) zum letzen Mal stattfand.


    - 1996 Aufnahme der ersten CD Geistliche Chormusik I ist der Beginn der Zusammenarbeit mit dem Label Raumklang.


    - 1997 gewinnt der Dresdner Kammerchor beim 4. Kammerchorwettbewerb Marktoberdorf neben dem 1. Preis noch zwei der drei Sonderpreise (für Interpretation der Alte Musik und der Romantik). Aus diesem Wettbewerbsgewinn folgte eine bis heute erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Label Carus (wer einmal die bei Carusl vertretenen Chöre- außer vielleicht dem Stuttgarter Kammerchor?- mit den Wettbewerbssiegern aus Markoberdorf vergleicht, der wird wohl einen deutlichen Zusammenhang erkennen...)


    In der Zeit von Mitte bis Ende der 90er Jahre ist der Dresdner Kammerchor auf vielen bedeutenden Festivals, besonders für Alte Musik (z.B.Utrecht, Knechtstedten, Bernau, Magdeburg, Halle, Mailand) erfolgreich vertreten und macht weitere große Auslandreisen ( Indien & Sri Lanka 1998, Argentinien & Uruguay 2000)


    - 1998: der Dresdner Kammerchor wird vom MDR zu einer gemeinsamen Teilnahme an dem Rundfunkchorwettbewerb „Let the peopl’s sing“ eingeladen, wo er als bester deutscher Teilnehmer die internationale Wertung erreicht.
    erste CD- Aufnahme fürdas Label Carus mit einer Messe von HEINICHEN und einem Te Deum von ZELENKA


    - 2002: die CD mit dem „Schwanengesang“ von H. Schütz gewinnt einen „Grand Prix du disques“


    - 2003:im Juni eine Konzerttournee gemeinsam mit dem (Violinen)-Duo Gelland durch Schweden, die beiden schwedischen Komponisten DAHLGREN und LINDGREN schreiben dafür je ein Werk für Chor und zwei Violinen.
    Und im Oktober Gewinn des 1. Preises (Polyphonie) und des 3. Preises (Folklore) beim 35. internationalen Chorwettbewerb in Tolosa (Spanien).


    - 2004 im Oktober Konzerttournee durch China


    - 2005 außergewöhnliches Festkonzert zum 20jährigen Jubiläum mit dem „Elias“ von MENDELSSOHN, (Solisten u.a. A. Dasch und R. Pape)
    Mit dem Magnificat von BACH und der Ode to Saint Cecilia von HÄNDEL gemeinsam mit der "Akademie für Alte Musik Berlin" singt der Dresdner Kammerchor sein erstes Konzert in der wiederaufgebauten Frauenkirche in Dresden. Es folgen weitere Konzerte, z.B. mit MONTEVERDIs Marienvesper, STRAVINSKYs Messe für Chor und Bläser (mit der Staatskappelle unte R. Norrigton) und zuletzt mit HÄNDELs Saul, welches auch als Konzertmitschnitt auf CD bei Carus erscheint


    - 2006 aus einem zum Jubiläum ausgeschriebener Kompositionswettbewerb werden im Oktober in der Semperoper die Werke der vier Preisträger (R. Füting, E.LEE, D. FEUERZEIG und H. BERHEIDE) uraufgeführt.


    - 2009 im Januar findet die 1. Dresdner Chorwerkstatt mit Uraufführungen von Werken von R. FÜTING; A. KEUK und F. HEIGENHAUSER, sowie Workshops mit H. LACHENMANN, G. GOTTWALD und A. Lutz statt.



    Daneben viele weitere Einladungen zu bedeutenden Festivals, besonders der Alten Musik (u.a. Oslo, Rheingau, Göttingen, Meingien, Stuttgart, Ansbach), sowie Konzerte in bedeutenden Konzertsälen und –reihen (Tonhalle Zürich, Theatre de Champs-Elysée, Kultur- und Kongresszentrum Luzern, Philharmonie Köln)
    Ebenso verstärkt der Chor auch seine Erfahrungen in sehr anspruchsvoller Musik des 19. und 20. Jahrhunderten (z.B. SCHÖNBERG „De profundis“, LIGET „Lux eterna“, MESSIAEN „Cinq rechants“, SCHNITTKE „Bußpsalmen“), sowie einer Reihe von UA (s.o.)


    Der Dresdner Kammerchor wurde bereits durch eine Reihe von Gastdirigenten zur Zusammenarbeti eingeladen, u.a. mit P. McCreesh, R. Jacobs, H. Müller-Brühl, R. Frühbeck de Burgos, R. Chailly oder R. Norington. Regelmäßige gemeinsame Konzerte finden mit den regionalen Orchester der Dresdner Staatskapelle und der Dresdner Philharmonie, sowie dem Dresdner Barockorchester auch mit der Akademie für Alte Musik (Berlin), dem Kölner Kammerorchester oder dem Leiptiger Gewandhausorchester statt.


    Der Erfolg dieses Chores hängt sicher zum größten Teil mit der außergewöhnlichen Begabung seines Leiter H.-C. Rademann zusammen. Daneben soll auch Chorist C. Schmist (-Doll) erwähnt werden, der in den ersten 10 bis 15 Jahren durch viel Geschick und persönlichem Engamgent als Manager dem Chor zu vielen bedeutenden Auftritten und Konzerten verhalf. Daneben war es sicher auch ein fruchtbarer Boden, dass der Chor an der Hochschule für Musik beheimatet ist und dass Dresden durch seine Knabenchortradition (besonders durch den Kreuzchor, aber ebenso durch die Kapellknaben, sowie auch dem Dresdner Knabenchor) ein großes Potential an gut ausgebildeten und sangesfreudigen Männerstimmen besitzt, welche auch Dresdens auch reiche Chorlandschaft prägen.




    D i s k o g r a h i e



    1994
    Herman BERLINSKI, Heinz Werner ZIMMERMANN, Robert M. HELMSCHROTT
    Bonhoeffer-Triptychon: (Altartriptychon für Dietrich Bonhoeffer)

    Nancy Gibson, Frieder Aurich, Matthias Weichert, Manfred Ball
    Dresdner Kammerchor, Sinfonietta Dresden, Münchner Posaunenquartett
    Hans-Christoph Rademann
    VMM 3027 (Vienna Modern Masters)





    1996
    Geistliche Chormusik aus vier Jahrhunderten (I)
    H. SCHÜTZ, J. H. SCHEIN, J. S. BACH, F. MENDELSSOHN BARTHOLDY, J. BRAHMS, R. MAUERSBERGER
    Dresdner Kammerchor/ Hans-Christoph Rademann
    Raumklang





    1996
    C. MONTEVERDI: Vespro della Beata Vergine, Marienvesper (1610)
    Nele Gramß, Johanna Koslowski, Markus Brutscher, Wilfried Jochens, Martin Krumbiegel, Egbert Junghanns, Stephan Schreckenberger
    Dresdner Kammerchor, Ensemble "Alte Musik Dresden"
    Hans-Christoph Rademann (live recording)
    Raumklang (Doppel-CD)





    1996
    J.S. BACH Actus tragicus
    H. SCHÜTZ Musikalische Exequien

    (Konzertmitschnitt Utrecht)
    A: Werner, M. Wölfel, H. Oswald, M. Schaffrath, A. Jäpel, I. Seidel
    Dresdner Kammerchor, Ensemble Alte Musik Dresden, Bläser-Collegium Leipzig
    Hans-Christoph Rademann
    limitierte Auflage





    1997
    Geistliche Musik am Sächsisch-Polnischen Hof
    J. A. HASSE: Miserere c-moll (50. Psalm)
    J. D. ZELENKA: Missa Dei Filii C-Dur ZWV 20

    Heika Hallaschka, Kai Wessel, Marcus Ullmann, Frank Schiller
    Dresdner Kammerchor, Dresdner Barockorchester
    Hans-Christoph Rademann
    Raumklang




    1998
    Geistliche Chormusik aus vier Jahrhunderten (II)
    J. H. SCHEIN, R. RASMEY, A. BRUCKNER, M. REGER, A. SCHÖNBERG, F. MARTIN
    Dresdner Kammerchor/ Hans-Christoph Rademann
    Raumklang




    1998
    J. D. ZELENKA : Te Deum a due cori ZWV 146
    J. D. HEINICHEN: Missa Nr. 9

    H. Hallaschka, M. Lins-Reuber, P. van Goethem, M. Ullmann, J. Kupfer
    Dresdner Kammerchor, Dresdner Barockorchester
    Hans-Chistoph Rademann
    Carus Verlag





    1999
    H. SCHÜTZ: Der Schwanengesang
    Dresdner Kammerchor, Ensemble "Alte Musik Dresden"
    Hans-Christoph Rademann
    Raumklang (Doppel-CD)
    ausgezeichnet mit dem Grand Prix du Disque 2002





    1999
    J. D. HEINICHEN: Missa Nr. 12
    J. S. BACH: Magnificat in D BWV 243

    M. Frimmer, K. Klein, K. Wessel, H. Oswald, A. Scheibner, E. Junghanns
    Dresdner Kammerchor, Dresdner Barockorchester
    Hans-Christoph Rademann
    Carus Verlag





    2000
    J. H. SCHEIN: Fontana d'Israel (Israelsbrünnlein)
    Dresdner Kammerchor/ Hans-Christoph Rademann
    Carus Verlag





    2000
    J. D. HEINICHEN: Missa Nr. 11
    G. F. HÄNDEL: Dixit Dominus HWV 232

    Christine Wolff, Susanne Scheinpflug, Patrick van Goethem, Uwe Stickert, Jochen Kupfer
    Dresdner Kammerchor, Dresdner Barockorchester
    Hans-Christoph Rademann (live recording)
    Carus Verlag




    2001?
    Carl Philipp Emanuel BACH: Magnificat Wq 215
    Johann Christian BACH: Tantum ergo T 209/7; Magnificat in C T 207/3

    E. Scholl, R. Sandhoff, A. Karasiak, G. Schwarz,
    Dresdner Kammerchor, La Stagione Frankfurt
    Leitung: Michael Schneider
    Capriccio / WDR 3





    2002
    Weihnachten: Chormusik a cappella zur Advents- und Weihnachtszeit
    H. SCHÜTZ, C. DEMANTIUS, J. ECCARD, J. G. RHEINBERGER, J. BRAHMS, M. REGER, F. POULENC, J. SANDSTRÖM, K. GUNDERMANN u.a.
    Dresdner Kammerchor/ Hans-Christoph Rademann
    Raumklang





    2003
    BACH: MESSE IN H-MOLL BWV 232
    S. Im, M. B. Kielland, A. Hallenberg,
    M. Schäfer, H. Müller-Brachmann,
    Dresdner Kammerchor, Kölner Kammerorchester
    Leitung: Helmut Müller-Brühl
    NAXOS / Das Meisterwerk





    2004
    G. F. HÄNDEL Der Messias (dt Text von Herder)
    Sharon Rostorf-Zamir, Kobie van Rensburg, Raimund Nolte
    Dresdner Kammerchor, Lautten Compagney,
    Wolfgang Katschner





    2004
    RAMMSTEIN Reise, Reise
    sicher die ungewöhnlichste CD des Dresdner Kammerchor als Background für die deutsche Hardrock-Band Rrrrromstoin





    2004
    Johann Sebastian BACH Weihnachtsoratorium BWV 248/ I - III
    K. Jagiello, G. Romberger, M. Ullmann, J. Kupfer
    Dresdner Kammerchor, Dresdner Barockorchester
    Leitung: Hans-Christoph Rademann
    Raumklang




    2005
    Johann Adolf HASSE
    Requiem in Es-Dur, Miserere in d-Moll

    S. Houda-Saturová, B. Schwarz, E. Stokloßa, G. Schwarz,
    Dresdner Kammerchor, Dresdner Barockorchester
    Hans-Christoph Rademann (live recording)
    Carus-Verlag Stuttgart / Deutschlandradio Kultur
    ausgezeichnet mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik 2005




    2005
    J. S. BACH: Matthäus-Passion BWV 244
    N. van der Meel, R. Nolte, L. Chung, C. Couwenbergh, M. B. Kielland, M. Schäfer, H. Müller-Brachmann
    Dresdner Kammerchor (Einstudierung: Hans-Christoph Rademann)
    Knaben des Kölner Domchores, Kölner Kammerorchester
    Leitung: Helmut Müller-Brühl
    NAXOS / Das Meisterwerk (3 CD)





    2005
    Felix MENDELSSOHN-BARTHOLDY: Elias
    A. Dasch, G. Romberger, W.-K. Kim, R. Pape,
    Dresdner Kammerchor, Mitglieder der Sächsischen Staatskapelle, der Dresdner Philharmonie u. Gäste
    Leitung: Hans-Christoph Rademann
    limitierte Auflage





    2006
    Max REGER – Es waren zwei Königskinder - Reger vocal III
    Volksliedbearbeitungen für gemischten und Männerchor
    Dresdner Kammerchor, (Mitglieder des Renner Ensebmles Regensburg) / Hans-Christoph Rademann
    Carus-Verlag Stuttgart





    2006
    Heinrich SCHÜTZ: Geistliche Chor-Music 1648
    Dresdner Kammerchor, Mitglieder der Cappella Sagittariana Dresden
    Hans-Christoph Rademann
    Carus-Verlag Stuttgart






    2007
    D. BUEXTEHUDE: Membra Jesu nostri,
    Wär Gott nicht mit uns diese Zeit; Walts Gott, mein Werk ich lasse
    Dresdner Kammerchor/ Hans-Christoph Rademann
    Carus-Verlag Stuttgart





    2008
    G.F. HÄNDEL: Saul
    Y. F. Speer, T Mead, M Schmitt, D. Andersen, Michal, Sopran
    A. Prohaska, E. Stokloßa, C. Heidrich
    Dresdner Kammerchor, Dresdner Barockorchester
    Hans-Christoph Rademann (live recording)
    Carus-Verlag Stuttgart / Deutschlandradio Kultur (3 CDs)



    Sollte ich eine Empfehlung zum Kennelernen des Chores aussprechen, so würde ich zu einer der beiden Doppel-CDs von Schütz oder einer der drei HEINICHEN- Messen raten, sowie zur A-cappella-CD mit dem Weihnachtsprogramm. Ein ganz besonderer Geheimtipp ist sicher die Aufnahme des „Elias“ (zu beziehen über das Chorbüro). Leider sind die beiden CDs der „Geistliche Chormusik“ vergriffen und im Moment nicht lieferbar (Chorknabe hat doch wirklich das letzte Exemplar der Folge 2 erworden!)
    Zum Jubliäum 2005 erschien eine schön gestaltete Broschüre, die neben einer ausführlichen Vorstellung des Chores auch eine CD enthält, mit einigen seltenen Werken in Live- Mitschnitten.:
    S. WOLPE: Zwei Chöre (Psalm 122 und Piece by G. Shofam)
    E. KRENEK Kantate von der vergänglichkeit des Irdischen“ op.27
    H. BERLINSKI: Miyi ten roshi mayim
    P. GUDMUNDSEN-HOLMGREEN Die Schöpfung (6. Tag)
    H.-E. DAHLGREN Triptych
    K. GUNDERMANN Hirtenlied



    Vielleich finde ich in Kürze auch noch die Zeit um auf ein paar Rundfunkmittschnite hinzuweisen, besonders, wenn sie wegen des Repertoires und der Interpretation außergewöhnlich sind.


    Gibt es hier Erfahrungen mit dem Chor in Konzerten oder auf CD?


    Gruß pt_concours

    Zitat

    Original von Walter.T
    Wie Richter sich über Benedetti Michelangeli geäußert hat, empfinde ich sehr bedrückend. Er hat damit eins der größten und negativsten Klischees über Benedetti Michelangeli unterstützt. Beide standen - wie wohl alle Pianisten ab spätestens 1965 - unter dem großen Druck, sich der technisch virtuosen Spielweise anzupassen, die in diesen Jahrzehnten völlig dominierte und in ihrer Absage an falsch verstandene Romantik alles mit über Bord warf, was nicht in ihre Richtung passte. Anstatt in Benedetti Michelangeli einen Ähnlich-Gesinnten zu erkennen, der eigene Wege gehen wollte, hat sich Richter offenbar einem allgemeinen Vorurteil angeschlossen.



    Hallo WalterT und Frank,


    ehrlich gesagt haben mich Eure hier geäusserten Meinungen sehr verägert! Warum? Spontan würde ich sagen:
    haben sie sich

    Zitat

    .... offenbar einem allgemeinen Vorurteil angeschlossen.


    Doch der Reihe nach! Ich selber schätze den Pianisten und Musiker S. Rrichter außerordentlich. Für mich sind nicht nur seine Aufnahmen, sondern auch die Schriften von und über ihn immer eine große Quelle der Freude und Inspiration. Mit zumehmender Beschaftigung mit diesem Pianisten musste ich allerdings immer mehr feststellen, dass sehr viel von dem, was (vorallem in der westlichen Presse) über ihn geschrieben wurde oft der journalistischen Phantasie entsprungen sein muss... Leider lese ich jetzt auch hier viel davon! Ich habe Richter nie selber im Konzert gehört, noch die Zeiten seiner Konzerttätigkeit aktiv erlebt, bin also in meinem Urteil auch auf Zeugnisse (oft sogar Selbstzeugnisse) angewiesen, Dennoch hat sich so für mich dadurch ein sehr stimmige Bild ergeben.
    So hat Richter z. B. niemals "GIleles sehr vieles nachgetragen". Richter hat Gilels als Musiker sehr geschätzt (ich übrigends auch!) , und als Mensch war wohl Gilels nicht einfach, vorallem war er sehr eifersüchtig- auch auf Richter.
    Was die Kommentare zu Benedetti betrifft, so muss man bedenken, dass es sich dabei um rein private Tagebuchnotizen von Richter handelt. Wer sie einmal komlett gelesen hat, wird ihren unglaublich ehrlichen Charakter schnell erfassen..


    Zitat

    Original von Frank Georg Bechyna
    Einer der beliebtesten Sätze Richters , wenn er konkret nachgefragt worden ist , war "...ander haben es schon gespielt" . Eine eigentlich nichtsaagende Aufnahme .


    Was Frank mit diesem kryptischen Satzfragment meinte wird wohl nur er wissen. Richter hat öfters auf die Frage, warum er diese oder jenes Werk nicht spielt geantwortet: Weil es andere bereits sehr überzeugend (ein)gespieilt haben. Ach, wenn doch nur mehr Künstler so denken würden, und uns damit die vielen redundanten Aufnahmen ersparen würden!


    Auch alles über "äußere Zwänge" , "anpassen an westliche Tendenzen" etc. finde ich sehr merkwürdig. Man vergesse nicht, dass Richter den größten Teil seiner Konzerte in der UdSSR bzw. im "OStblock" gegeben hat! (z.B. 1.806 Konzerte in der UdSSR gegenüber 178 Konzerten in der BRD)
    Es tut mir, leid, aber ich glaube (besonders durch Frank) wird hier ein völlig falsches Bild von S. Richter gezeichnet.


    Gruß pt_concours


    Ich habe meinen Beitrag nach einigem Überlegen jetzt hier direkt gepostet, sollte es im Thread zu Richter besser aufgehoben sein, bitte verschieben)

    Zitat

    Original von RomanTiker
    was für ein wunderbares Thema. Ich bekenne gleich, dass ich auch ein Fan von Alfred Brendel bin. Vor einigen Monaten erst habe ich folgendes Buch gelesen:



    Hallo,


    vielen Dank für diese Empfehlung. Ich habe das Buch jetzt in einer Bibliothek gefunden und lese es mit großem Vergnügen und Interesse!
    Auch in Bezug auf das Repertoire von Brendel gibt es viele sehr wichtige Informationen: War ich schon kürzlich erstaunt zu hören, dass Brendel in seiner "Jugernd" das 5. Klavierkonzert von PROKOFIEV gespielt und aufgenommen hat, so erfährt man hier noch einiges mehr:
    Es gab damals bei der BBC einen wichtigen Mann namens Hans Keller, mit dem ich befreundet war. Keller hat mich einmal beim Abendessen gefragt, welcher der größte vernachlässigte Klavierkomponist sei, und ich sagte : Haydn. Weiter, welches seien die wichtigsten Klavierkonzerte des 20. Jahrhunderts? Meiner Meinung das erste von Bartók und jenes von Schönberg. Da meinte Keller, wir sollten ein Programm mit diesen beiden Klavierkonzerten machen- und dazwischen möge ich Haydn-Sonaten spielen. Das war wohl ungefähr das Schweirigste, was mir je zugemutet wurde.
    ....
    Auf einer italienischen Piraten-CD sind beide Werke zu hören.


    Kennt hier jemand diese Aufnahme?
    Ist es ein "Piraten-Mittschnitt" oder "nur" eine "Piraten-Veröffentlichung"?
    Mich würde der BARTOK fast noch mehr interessieren, kann ich mir eigentlich gut mit Brendel vorstellen...


    Ich möchte versuchen mich in nächster Zeit in mehreren Beiträgen hier mit Brenels Repertoire etwas auseinander zu setzen. Und zwar mit den allen Einspielungen a u ß e r Werken von MOZART, BEETHOVEN und SCHUBERT (da er von diesen drei Komponisten alle oder alle wichtigen Werke gespielt hat.)
    Habe ich in folgender Liste noch eine Komponisten vergessen?


    1. J.S BACH
    2. J. HAYDN
    3. C.M.v. WEBER, F. MENDELSSOHN-B., F. CHOPIN, J. BRAHMS
    4. R. SCHUMANN
    5. F. LISZT
    6. M. MUSSORGSKI, M. BALAKIERV, I. STRAVINSKY, S. PROKOFIEV
    7. F. BUSONI, B. BARTOK, A. SCHÖNBERG


    Gruß pt_concours