Beiträge von pt_concours

    Hallo,


    hier muss unbedingt noch M. Twain "Die Arglosen im Ausland" ( 1878 ) genannt werden (Kapitel 9 & 10) Wagner-Opern: Ein Betroffenheitsbericht:
    Zeitlos köstlich! Unbedingt lesen!
    Auch C.M:v.WEBER schrieb bereits "Opernparadioen auf italienisch, französisch und deutsch", sowie "Die Versammlung der Instrumente" geschrieben. Manches darin fand ich doch etwas verstaubt, aber anderes wirkte auch frisch und lustig.


    Gruß pt_concours

    Hallo,


    als ich im Dezember 2008 den Dirgenten Libor Pešek in Prag ein Konzert der Tschechischen Philharmonie leiten hörte, war ich sehr begeistert vom Können des 75-jährigen Maestros (und natürlich auch vom Orchester.)


    Pešek wurde am 22.Juni 1933 in Prag geboren und studierte bei K. Ancerl, V. Smetacek und V. Neumann. Als Dirigent leitete er vorallem die Tschechische Philharmonie und das Royal Liverpool Symphony Orchestra.


    Bisher besitze ich noch keine Aufnahme mit Pesek.
    Welche Erfahrungen habt Ihr bereits mit diesem tschechischen Dirigenten gemacht?


    Gruß pt_concours

    Hallo,


    warum schaust Du nicht erstmal in einer Bibliothek?
    Ich weiß ja nicht, welche größere Stadt in Deiner Nähe liegt, aber da die meisten Bibliotheken den OPAC im Netz haben, kann man zumindest schon mal recherchieren...
    Oder reicht eine ausgeleihene Note für Deine Zwecke nicht?


    Gruß pt_concours

    Zitat

    Original von Johannes Roehl
    Ich will Brendel gar nicht in irgendwelche Reihen stellen. Und habe schon mehrfach deutlich gemacht, daß ich ihn eher für überschätzt (und durch eine gut geölte Medienmaschinerie zum Papst diversen Repertoires und Philosophen am Klavier hochstilisiert) halte, aber selbstverständlich ist er ein sehr guter Pianist.
    Aber Schnabel, Fischer, Kempff, Backhaus, R. Serkin mit Debussy oder Prokofieff? Gieseking galt da m.E. immer als Ausnahme und eben "Spezialist".
    Gulda hat damals Debussy/Ravel gespielt, sogar aufgenommen; kann ja sein, daß Brendel, Badura-Skoda, Demus in ihrer Jugend auch Ravel und Prokofieff gespielt haben. Aber dann anscheinend nicht mehr und auch nicht eingespielt.


    Der Hinweis auf Edwin Fischer ist sicher auch wichtig; aber Aufnahmen gibt es hier meines Wissens nur von kürzeren Stücken Schuberts, nicht von Sonaten. Und Fischer spielte mehr Bach.


    Hallo,


    Ich denke Brendel wollte (außer bei BEETHOVEN) nicht alles spielen- und das aus gutem Grund! Und für Richter gilt ja das gleiche.


    Also, was die Aufnahmen 50/60er betrifft, so schließe ich auch nur aus meinen CD Beständen.
    R: Serkin hat in den 50er sehr wohl PROKOFIEV gespielt! Und Gulda nicht nur DEBUSSY und RAVEL, sondern auch PROKOFIEV.
    Wenn A. Rubinstein in den 20er (?) Jahren nach einem Konzert in Berlin von seinem ehemaligen Lehrer Barth gefragr wurde, warum er diese „Schweinereien „ (DEBUSSY & RAVEL) gespielt habe, dann war dass damals in akademischen Kreisen wohl wirklich noch sehr neu und "verpönt". Aber bitte, doch nicht in den 50er und 60er Jahren, oder(?). Das glaube ich nicht, wer da keinen DEBUSSY gespielt hat, der wollte es eben nicht. H.Grimaud hat ja meines Wissens auch noch keinen DEBUSSY oder PROKOFIEV gespielt- eben weil sie nicht will.


    Fischer hat nur kürzere Stücke von SCHUBERT eingespielt? Na ja mir sind die „Wanderfantasie“, die „Momens musical“ sowie die beiden Zyklen „Impromtus“ bekannt. Wenn das für Dich kürzere Stücke von SCHUBERT sind ... Sonatenaufnahmen sind zumindest auch mir nicht bekannt. Aber bei BEETHOVEN und Konzerte von MOZART!



    Zitat

    Original von Matthias Oberg
    Die gehört auch für mich zu den schönsten Einspielungen der Diabelli-Var..Ich finde sie vor allem voller subtilem, hintergründigem Witz, wobei das, was ich an Brendel so schätze, besonders zur Geltung kommt, nämlich seine unglaublich vielseitige Anschlagskultur und feine Farbigkeit und subtile Phrasierung ohne jede Effekthascherei.
    Das schätze ich jedoch auch an seinen Beethoven-Sonaten. Ich habe beide Philips- und die Vox-GA - keine Aufnahme zuviel, weil alle unterschiedlich sind, aber nie gedankenlos so runtergespielt.


    Diese Worte von Matthias Olberg beschreiben wirklich genau, was ich bei vielen Aufnahmen von Brendel empfinde:
    - voller subtilem, hintergründigem Witz
    - unglaublich vielseitige Anschlagskultur
    - feine Farbigkeit und subtile Phrasierung ohne jede Effekthascherei.


    Danke für diese Worte! Sie zeigen auch, dass Alfred mit seiner Unterscheidung zwischen D /AUS es sich diesmal vielleicht zu einfach gemacht hat (so reizvoll ich die Idee manchmal finde).



    Zitat

    Original von flotan
    In "Wien" gab es immer die besseren Pianisten als in "Berlin". :D


    Immer? Nicht immer! Aber (leider) schon lange.
    Doch glaube nicht, es gäbe keine hervorragenden deutsche Pianisten, ich denke an Buchbinder oder Fellner können schon eingie heranreichen.


    Gruß pt_concours

    Hallo,


    ehrlich gesagt muss ich gestehen, dass ich gar nicht soviel von Brendel kenne, aber die 10-12 CDs (vor allem HAYDN-Sonaten, BEETHOVEN-Variationen, SCHUBERT –Sonaten, sowie Stücke von LISZT und SCHUMANN) fand ich größtenteils ausgezeichnet!!



    Zitat

    Original von Theophilus


    Ich auch nicht, denn im angesprochenen Repertoire-Bereich ist er über sie zu stellen!


    ;)


    ...zumindest gleichwertig, in einigen Stücken aber wirklich auch deutlich darüber.



    Zitat

    Original von Wulf
    Bei Schubert gibts nicht so viel Konkurrenz, aber nach ein wenig Suchen finde ich auch da Namen, die Brendel ohne große Mühen auf seinen richtigen Platz verweisen. Unter den exzellenten Pianisten dieses Jahrhunderts allerhöchstens im Mittelfeld.


    Nun, da es Dir keine große Mühe macht, darfst Du es ruhig beweisen!
    Auch würen mich mal deine "exzellenten Pianisten dieses Jahrhunderts" mit Angabe des Mittelmaßes interessieren.



    Zitat

    Original von Wulf
    Brendel würde ich - ... - nicht mit Richter, Michelangeli oder Gieseking in eine Reihe stellen.


    Also ich schon! Wenigstens ein Pianist, der weiß was er kann (und will) und was nicht!
    Mir ist eine Beschränkung da viel lieber, als die, wo man stänndig selektieren muss: jenes kann er ganz gut, dieses eher nicht.
    (Und gerade das Repertoire von Michelangeli war ja gigantisch und auch im einzelnen völlig unumstritten...)
    :pfeif:
    (es gibt natürlich sehr schöne Aufnahmen von ihm!)



    Zitat

    Original von Johannes Roehl
    Von Ravel, Debussy und Prokofieff, die inzwischen auch Standard sind, nicht anzufangen, denn das galt in den 50er/60ern anscheinend tatsächlich noch als etwas randständiges "Spezialistenrepertoire".


    ?(
    Also, das liest man oft, aber warum gibt es so viele historsche Aufnahmen aus dieser Zeit 8und früher), wo alle DEBUSSY und RAVEL und zum Teil auch PROKOVIEF spielen??? (50/ 60er Jahre!!)
    (Gieseking, Rubinstein, Horowitz, Richter, Gilels, Hess, Casadesus, Cortot, Neuhaus, Sofronitzky, Haskil, Lipatti, etc. etc.), vielleicht nur in Wien? Aber nein, auch Gulda!!



    Zitat

    Auch Brendel hat keine Gesamtaufnahme der Haydn-Sonaten gemacht (soweit ich sehe wurden 10 oder 12 Sonaten eingespielt) ... Richter dürfte beinahe so viele Haydn- -Sonaten im Repertoire gehabt haben wie Brendel, nur eben mit den für ihn charakteristischen Lücken.


    Brendel hat 11 Klaviersonaten (und 3 Klavierstücke) von HAYDN eingespielt, Richter hatte 19 Sonaten (und 1 Klavierstück) im Repertoire. Er hat HAYDN sehr geliebt und oft gespielt (eineSonate sogar über 100 mal) , sicher war er noch ein größerer Anwalt für HAYDN als Brendel!



    Der Hinweis auf Schnabel ist sicher richtig, der fiel mir auch noch ein. Komisch, dass hier niemand auf Brendels Lehrer E. Fischer eingesgangan ist, der hat auch ein Kernrepertoire von MOZART, BEETHOVEN und SCHUBERT (und wohl noch BRAHMS).



    Zitat

    Die Klavierwerke Haydns und Mozarts werden, so vermute ich, mehr und mehr von den Spezialisten für Originalinstrumente dominiert werden.


    Glaube ich nicht! Schon Bach erfährt ja eine Renaissance auf dem Flügel, wie seit Jahrzehnten nicht. Perahia, Koroloiv, Hewitt, (Stadtfeld, Fray) etc.


    Zitat

    Original von Dr. Holger Kaletha
    Die nächste Generation der >Titanen<, die eines Maurizio Pollini, ist inzwischen auch schon deutlich gealtert. Da wird man einfach melancholisch....


    Wieso? Es lebe die „junge“ Generation!! Aimard, Koroloiv, Korstick, Perahia und (mit eingein Einschränkungen) Pletnev... oder auch Schiff, Lupu, Uchida oder Pires.


    Gruß pt_concours

    Hallo,


    die Idee von Alfred zu diesem Thread gefällt mir -auch in Ihrer Mischung zwischen Ernst und Spass- ausgezeichnet!


    Interessant, dass sich so schnell Eingikeit eingestell hat, aber was Repertoire und Interpretation anbelangt fällt mir auch kein besserer Vorschlag (als Schiff) ein. Dabei hat dieser Pianist für mich, den großen Liebhaber der Klaviermusik, bisher nur eine untergeordnete Rolle gespielt.
    Zugegeben, was ich an Aufnahmen von ihm kenne ( BACH, BEETHOVEN, HAYDN, SCHUMANN, u.a.) ist durchweg sehr überzeugend, aber dass kann ich (im einzelnen) auch von vieilen anderen Pianisten behaupten.
    Zumindest möchte ich hier einer Reihe von Behauptungen widersprechen:



    zu HAYDN:
    R. Bräutigam (neu: kompl. Klavierwerk auf 15 CDs!!) und Buchenbinder wurden bereits genannt. Auch E. Ax hat in den letzen Jahren zwei CDs mit den Klaviersonaten von HAYDN vorgelegt, die mich nicht weniger überzeugen als Schiff. Ebenso hat R. Schirmer eine Doppel-CD eingespielt. Und A. Planes (bisher?) drei CDs! Und wenn die so überzeugend sind,wie seine Aufnahmen der Klaviersonaten von SCHUBERT (die ich aber auch nicht in alle kenne), dann bekommt hier Schiff ernsthaft Konkurenz, die er meiner Meinung nur durch seine Präsenz bei MOZART und BEETHOVEN gewinnen kann.
    BEETHOVEN war sicher ein besonderer Schwerpunkt von Brendel. Aber auch hier hat Schiff Konkurenz zu seiner neuen GA bekommen, füt mich besonders durch Korstick, den ich bisher mindestens ebenso überzeugend finde. Aber der hat bisher nur (ganz) wenig HAYDN und SCHUBERT eingespielt. Außerdem sehe ich ihn von seinen Anlagen eher als möglichen Erben der großen Allrounder wie z.B. S. Richter.
    Wer bisher noch nicht genannt wurde M. Perahia, bei MOZART vermute ich ihn Schiff überlegen, von BEETHOVEN und SCHUBERT gibt es immerhin auch einiges, nur mit HAYDN könnte es schwierig werden, aber trotzdem für mich ein Thronanwärter. Ebenso könnte bei MOZART udn SCHUBERT M.J. Pires genannt werden!
    Mein Fazit: Schiffs momentaner Vorsprung begründet sich für mich eigentlich nur aus seinem deckungsgleichen Repertoire.
    Sieht man den heutigen Stand als Momentaufnahme kurz nach dem Start, so bin ich mir nicht sicher, ob Schiff- trotz konstant sehr hoher Leistung- am Ende wirklich Sieger bleiben wird.


    PS: Warum Agerich und Koscis interessanteer als Brendel sein sollen, erschließt sich mir überhaupt nicht!
    Aber Kovacevich halte ich bei BEETHOVEN auch für Brendel absolut ebenbürtig!


    Und wer waren denn die Vorfahren von Brendel?
    F.Gulda, I.Haebler, W.Kempff, E. Fischer?


    Gruß pt_concours


    Hallo,


    sowohl von der BACH-Kantate BWV131 als auch bei den PURCELL-Werken (Ode?- Anthems und Funeral Music) hat P. Herreweghe die schönsten mir bekannten Interpretationen geliefert.



    DA ich vermute, dass Du als geoßer Herreweghe-Verehrer diese Aufnahmen ebenso kennst, würde mich (später) ein Vergleich interessieren. Bei mir ist durch den Besitz dieser beiden Aufnahmen der Wunsch nach Alternativen gering.


    "Wir wissen, so unser irdisches Haus" ist eine Motette von J. L. BACH, die auch bereits auf folgender CD mit H. Max sehr gut eingespielt wurde. (Dauer ca. 7 Minuten)



    Dieses (und weiter) Werke von J.L. BACH lohnen in jedemfall die Kenntniss!


    Gruß pt_concours

    Zitat

    Original von Edwin Baumgartner
    Lieber pt_concours,
    offenbar existiert die Edition MFBauer nichtn mehr, zumindest habe ich im Web nichts mehr gefunden. Schade, ich hätte gerne das Interview gehört. Spricht Koechlin deutsch oder französisch?


    Daß sich der große alte Mann über die Mißachtung kränkte, ist verständlich - und zutiefst erschütternd, wenn man auch von anderen Menschen, die ihn kannten, gehört hat, wie verbittert er war, daß man sich um ihn keinen Deut scherte. Andererseits ist es bewundernswert, wie konsequent er seinen Weg gegangen ist und welch herrliches Oeuvre er uns hinterlassen hat. Vielleicht kann wirklich nur der Einsame solche Gipfel erklimmen.


    Lieber Edwin,


    es handelt sich nicht um ein Interview, sondern um ein Monolog, KOECHLIN spricht auf französisch zu den Zuhörern.
    Zur Edition MFB (CD 019) konnte ich leider auch nichts im Web finden, zufällig aber hier eine ältere Auflistung zu Einpeilung von KOECHLINs Werken.


    "http://www.musikmph.de/rare_music/composers/f_l/koechlin_charles/1.html"


    Übrigends hast Du den Charakter von KOECHLINs Ausführungen mit Deinen letzen Sätzen bereits sehr gut "vorausgeahnt", denn in der Tat spricht der Komponist vom Leben eines Wolfes, dass er trotz aller Kargheit um der Freiheit Willen, dem eines (Hof)Hundes vorgezogen hat- und immer wieder vorziehen würde...
    (die Übersetzung des Textes im Booklett der CD stammt übrigends -wie ich gerade bemerke- von Herbert Henck.)


    Dessen Einspielung des Werkes "Les Heures Persanes" op.65 wurde ja bereits erwähnt. Vor eingien Jahren hat die Pianistin Kathryn Stott auch eine Einspielung diese Zyklus vorgelegt.



    Gibt es hier schon Erfahrung damit?



    Auch das Klavierdou Tal & Groethuysen hat KOECHLIN bereits eine CD gewidmet:



    - Suite op. 19
    - Le Portrait De Daisy Hamilton op. 140 (89 Skizzen zu einem Imaginären Film) (Auszug)
    - 4 Sonatines Francaises op. 60 (Auszug?)
    - Danses Pour Ginger op. 163
    - Suite op. 6


    Ich werde wohl bei Gelegenheit mal einen Thread zur Klaviermusik von KOECHLIN eröffnen (müssen)...


    Gruß pt_concours

    Zitat

    Original von Alfred_Schmidt
    Das mag ja sein, aber in einem Falle handelt es sich um andere Sonaten, ...


    Hallo Alfred,


    das ist richtig- und auch mein Fehler, denn ich hätte diese CD hier Posten müssen:



    Diese als Vol. 1 der Klaviersonaten von DUSSEK erschienene CD mit dem Pianisten M. Becker enthält nämlich auch die Klaviersonate Nr. 26 As-Dur op. 64 C 221 (Le retour à Paris)...
    Aber da Pius sicher an einer preisgünstigen Aufnahme interessiert ist, wird er sicher von deiner Empfehlung profitieren.


    Gruß pt_concours

    Zitat

    Original von Pius



    Was davon ist denn unbedingt kennenlernenswert?


    Hallo,


    ich meine, mich einer CD mit dem Pianisten Jan Novotny zu erinnern, die eher mittelmaß war, aber da ich nich mehr genau sagen kann, welche CD das War, ist diese Aussage mit Vorsicht zu genießen.
    Zumindest gibt es von Jan Ladislav DUSÍK =Johann Ladislaus DUSSEK weitere prominetere Einspielungen der Klaviersonaten, allerdings alle im Hochpreisegments.



    .



    Die CD mit Staier enthält auch die Sonate op.64 (nicht Nr. 64 ?)
    Leider kenne ich (noch) keine dieser CDs.


    Gruß pt_concours

    Hallo,


    ich habe bereits an anderer Stelle auf die umfangreiche Ausstellung Goldener Drache / Weißer Adler hingewiesen, die leider nur noch fünf Tage in Dresden zu sehen ist (bevor sie nach Peking reist).
    Thema der Ausstellung ist zuerst ein Vergleich zwischen den Herrscherkulturen des 18. Jahrhunderts in Dresden und Peking. Aber natürlich wird hier auch das Thema "Chinoiserien" präsentiert. August der Starke war nach Aussage der Ausstellung derjenige, der es mit dieser Mode auf die Spitze trieb. So plante er, das Holländische Palais als Japanisches Palais komplett asiatisch auszugestalten. Auch das oben gezeigt Schloss Pillnitz (bei Dresden) ist ein weiteres Beispiel dafür.
    Interessant ist übrigends, dass es dieses Phänomen der Exotik auch in China gegeben hat (einen Bezeichnung kenne ich aber dazu nicht, müsste ja auch ein asiatischer Begriff sein), d.h. auch der Kasier von China ließ sich in seiner Sommerresidenz einen Palast im europäischen Stil errichten! Dabei verwundert es wenig, dass dieser Bau für uns genausowenig europäisch aussieht, wie die Pagoden in Europa für die Chinesen asiatisch. Ähnlich verhält es sich auch in einer Gegenüberstellung von zwei Porzellanfiguren, einer europäische "Chinesin" und eines chinesischen" Europäers". Der Kontakt der chinesicshen Welt zu Europa wurde über die oben bereits erwähnten Jesuitenpater hergestellt, die am Hofe des chinesischen Kaisers zu Malern, Mathematikern oder Astonome aufstiegen.
    Auch die oben erwöhnte Oper J.A. HASSEs " L’eroe chinesi" wird in der Ausstellung durch Textbuch und originale Stimmen präsentiert.
    Gibt es von diesem Werk eigentlich eine Einspielung?


    Gruß pt_concours

    Hallo,


    ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich hier an de richitgen Stelle bin:
    ich habe am Wochenende in Dresden eine Ausstellung besucht, die ich gerne hier im Forum erwähnen und empfehlen möchte:



    Goldener Drache / Weißer Adler
    Kunst im Dienste der Macht am Kaiserhof von China und am
    sächsisch-polnischen Hof (1644-1795)


    leider ist diese Ausstellung nur noch bis Ende nächster Woche, d.h. den 11. Januar 2009, im Dresdner Schloss zu sehen.
    Diesen Vergleich zwischen Dresden und Peking im 17. / 18. Jahrhundert fand ich hochinteressant, wobei natürlich die Kunst im allgemeinen und auch die Musik im besonderen große Berücksichtigung findet.
    Dabei konnten natürlich auch das Theam "Chinoiserie", welches wir im Forum bereits diskutiert haben, nicht unerwähnt bleiben.
    Besonderer Höhepunkt sind die vielen hochwertigen Exponate aus China (z.B. riesige Tuschezeichungen und Gemälde), welche man in der umfangreichen Aussstellung zu sehen bekommt!


    Die Ausstellung, welche aus Anlass der Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking in Dresden gezeigt wurde wird vom 8. April bis zum 8. Juli 2009 im Palastmuseum in Peking zu sehen sein.


    Gruß pt_concours


    link: "http://www.skd-dresden.de/de/ausstellungen/aktuell/Goldener_Drache__Weier_Adler.html"

    Hallo,


    aus Anlass eines Threads zum Borodin- Quartett habe ich mich mal etwas mit der Zusamenarbeit Borodin-Quartett undS. Richter beschäfftigt. Von BRAHMS haben sie z.B: gemeinsam nicht nur das 2. Klavierqaurtett, sondern auch das Klavierquintett musiziert.
    Bisher konnte ich folgende gemeinsam aufgeführte Werke ausfindig machen:


    BRAHMS: Klavierquintett in f-moll, Op.34
    DVORAK: Klavierquintett Nr. 1 in A-Dur, Op.5
    DVORAK: Klavierquintett Nr. 2 iin A-Dur, Op.81
    FRANCK: Klavierquintett in f-moll
    REGER: Klavierquintett Nr. 2 in c-moll, Op.64
    SCHUMANN Klavierquintett in Es-Dur, Op.44
    SCHOSTAKOWITSCH: Klavierquintett in g-moll, Op.57


    in der „klassischen“ Quartettformation, sowie mit Mitgliedern des Borodin-Quartetts:


    BEETHOVEN: Klaviertrio Nr.7 in B-Dur, Op.97 (Kopelman/Berlinsky)
    BRAHMS: Klavierquartett No.2 in A-Dur, Op.26 (?)
    SCHUBERT: Klavierquintett "Forelle" in a-moll, D.667, Op.114 (Kopelman/Schebalin/ Berlinsky + Hörtnagel)


    als echte Sensation empfinde für mich die Entdeckung folgender CD, welche Mitte Januar 2009 erscheinen soll:



    :jubel: :jubel: :jubel:


    Ich hatte ja nicht mehr gehofft, von dem Klavierquintettt von REGER eine Aufnahme mit Richter finden zu können. Auch die beiden Werke von POULENC dürften sehr interessant sein (wobei ich die Aufnahme des Konzertes für 2 Klavier mit E. Leonskaja bereits kenne(?)!


    Gruß pt_concours

    Zitat von Johannes Roehl

    Außer bisher schon genannten Einspielungen habe ich noch ein live aufgenommenes Brahms op.26 mit Richter aus den 80ern. Das ist klanglich nicht so toll, teils etwas kratzig, aber sehr energiegeladen.

    Hallo,


    ich habe mich jetzt noch mal etwas mit dem Thema Borodin-Quartett und S. Richter beschäfftigt. Von BRAHMS haben sie z.B: gemeinsam nicht nur das 2. Klavierqaurtett, sondern auch das Klavierquintett musiziert.
    Bisher konnte ich folgende gemeinsam aufgeführte Werke ausfindig machen:


    BRAHMS: Klavierquintett in f-moll, Op.34
    DVORAK: Klavierquintett Nr. 1 in A-Dur, Op.5
    DVORAK: Klavierquintett Nr. 2 iin A-Dur, Op.81
    FRANCK: Klavierquintett in f-moll
    REGER: Klavierquintett Nr. 2 in c-moll, Op.64
    SCHUMANN Klavierquintett in Es-Dur, Op.44
    SCHOSTAKOWITSCH: Klavierquintett in g-moll, Op.57


    in der „klassischen“ Quartettformation, sowie mit Mitgliedern des Borodin-Quartetts:


    BEETHOVEN: Klaviertrio Nr.7 in B-Dur, Op.97 (Kopelman/Berlinsky)
    BRAHMS: Klavierquartett No.2 in A-Dur, Op.26 (?)
    SCHUBERT: Klavierquintett "Forelle" in a-moll, D.667, Op.114 (Kopelman/Schebalin/ Berlinsky + Hörtnagel)


    als echte Sensation empfinde für mich die Entdeckung folgender CD, welche Mitte Januar 2009 erscheinen soll:



    :jubel: :jubel: :jubel:


    Ich hatte ja nicht mehr gehofft, von dem Klavierquintettt von REGER eine Aufnahme mit Richter finden zu können.


    Gruß pt_concours

    Hallo,
    ich höre gerade eine CD aus Bibliotheksbeständen, die neben einer Aufnahme der Offrande musicale sur le nom de BACH op.187 als Dokument der Vorbereitung der UA am 19.5.1973 in Frnakfurt am Main noch einen Hörfunktext enthält, in welchem sich der achtzigjährige Komponist 1947 über seine Komposiotionstätigkeit äußert. Allerdings nimmt ein Großteil der knapp achtminütigen Erzählung eine Schelte über die Kritikerzunft ein. Ein Zeichen dafür, dass KOECHLIN Zeit seines Lebens darunter litt, so wenig Anerkennung zu erfahren(?). So schließt er auch seinen Beitrag mit den Worten: "Lassen si mich hoffen das man trotzdem darauf kommt, und daß ich, wenn ich noch ein paar Jahre lebe, meine Zweite Symphonie, die "Offrande musicale sur le nom de BACH" und meine symphonische Dichtung "Le Buisson Ardent"" hören kann..." Dieser Wunsch wurde ihm nicht erfüllt.
    Im Anschluss an seine Erläuterungen spielte er noch zwei Stücke aus seinem Werk L'ancienne masion de campagne op.124 (Nr. 3 & 12), die ebenfalls auf der CD enthalten sind.
    Das Begleitheft der CD, welche 1991 in der Edition Michael Frauenlob Bauer erschien, enthält auch die deutsche Übersetzung seines Hörfunktextzes von 1947.


    Gruß pt_concours

    Hallo Micheal,


    um gleich Missverständnissen vorzubeugen, ich hatte und habe keinen Grund an dieser Deiner Aussage zu zweiflen:


    Zitat

    Original von Michael Schlechtriem
    Besseres in Sachen Bartok KK. Nr.2 ist mir nicht bekannt, viele andere sehr interessante und sehr gute Aufnahmen natürlich schon, aber bessere mit Sicherheit nicht.


    ...nur drängte sich für mich die Frage förmlich auf, was Du denn als Vergleich herangezogen hast. Eigentlich müsste man ja immer, wenn man (also auch ich immer wieder) schreibt: "halte ich für die beste Aufnahme des Werkes etc." angeben im Vergelich wozu. Furtwängler hat es mal so gesagt (frei zitiert): "...es gibt keine richtige musikalische Interpretation an sich, nur eine überzeugendere, solange bis man eine noch überzeugendere findet."
    Ich hatte dann in meiner "Abfrage" die Interpretationen genannt, die mir entweder als gewichtiger Vergleich erscheinen oder als oft als Referenz genannt werden.


    Zitat

    Original von Michael Schlechtriem
    Von Sandor habe ich auf LP noch seine historische Aufnahme des 3.Konzertes unter Ormandy(kurz nach der Uraufführung), kennst Du diese?
    Also, welche kennst Du?


    Ich besitze oder kenne gut folgende Aufnahmen der 3 Konzerte:
    Jando/ A.Ligeti , Sandor/ Fischer, Anda/ Fricsay, Zimerman-Andsnes-Grimaud/ Boulez, Kovacevic/ Davis,
    sowie folgende einzelne Aufnahmen:
    Serkin/ Ormandy (Nr.1), Richter/Maazel, Richter/Swetlanov (Nr. 2), Lipatti/ Sacher (Nr. 3)


    Wobei ich ohne ein genaues Probehören jetzt keine endgültige Wertung abgeben möchte, die Aufnahme mit Sandor/ Fischer habe ich immer sehr gerne gehört, aber es war auch (fast) mein erster Kontakt mit diesen Werken, so dass meine Begeisterung sicher BARTÓK und Sandor/Fischer galt!


    Mit Sandor gibt es auch folgende Doppel-CD mit weiteren Werken, welche auch die Kopplung der Konzerte 2 & 3 mit Gielen enthält, daneben auch noch KK Nr. 1 mit Hollreiser, Rhapsodie Nr. 1 mit Reinhardt, Scherzo f. Klavier u. Orch. mit Pierre Cao, sowie Konz. f. 2 Klaviere u. Schlagzeug mit Reinhardt , Otto Schad und Richard Sohm.



    Ist es diese Aufnahme, die Du besitzt- oder die einzelne LP/ CD ?


    Das ist zwar alles etwas OT, aber schön, dass es zu BARTOKs herrlichen Werken "Gesprächsbedarf" gibt.


    Gruß pt_concours

    Hallo,
    ...im Nachgang festgestellt:


    Zitat

    Original von audiamus
    Mein Geheimtipp: Ein zünftiges, einstimmiges O Tannenbaum. Das haut rein.


    Zitat

    Original von MosesKR1


    Wir nehmen:
    ...
    O, Tannenbaum (mit der Gemeinde)
    ....


    ?( Isch bün vorwürrt! :D


    Zitat

    Original von bachiana
    "Maria durch ein Dornwald" von G. RAPHAEL


    Ein kurzer Blick in mein schlaues Notizbuch verrät mir, dass ich ihn beim letztjährigen Adventskonzert des Dresdner Kammerchors in der Dreikönigskirche gehört haben muss. Offensichtlich hab ich damals nicht als optimal empfunden, sonst hätt ich ihn mir gemerkt und wohl auch die CD schon gekauft. :D


    Welche CD? Das wäre meine nächste Frage gewesen...


    Gruß pt_concours




    NB: BRAHMS Motette "O Heilland reiss die Himmel auf" habe ich zwar ebenfalls durchgängig vierstimmig in Erinnerung, aber auch nicht gerade leicht....


    :pfeif: :untertauch:

    Zitat

    Original von Michael Schlechtriem
    geht es um das 2.Klavierkonzert?


    Eine Aufnahme Sandor/Fischer ist mir nicht bekannt, die anderen von Dir erwähnten schon und auch noch Kocsis/Fischer , Schiff /Fischer , Hoffmann/Rowicki etc.....


    Wobei mir Schiff ganz besonders toll gefällt.
    Aber auch diese youtube-Videos (eine CD ist mir nicht bekannt) von Ránki befinden sich für mich auf allerhöchstem Niveau.
    Schau sie Dir doch einfach mal an.


    Hallo Michael,


    ja, es ging mir um das 2. Klavierkonzert von BARTÓK, und ich meinte diese Aufnahme mit György Sandor/ Adam Fischer:



    Sandor, der Schüler und Freund von BARTÓK war, ist für mich bei dessen Klavierwerken immer noch unverzichtbar (leider fehlt mir der Vergleich zu der Aufnahme Sandor/Gielen)


    Danke noch mal für den Hinweis auf youtube (mit einer CD hatte ich mir wohl selber dazugereimt) :pfeif:
    Ansehen ist auch kein Problem, aber Anhören, wegen div. Hardwareproblem....
    :angry:
    Nun, da ich diese Aufnahme noch nicht kenne, kann ich sie weder beurteilen noch vergleichen.


    Gruß pr_concours

    Zitat

    Original von Alfred_Schmidt
    Es ist zu hoffen, daß die Tontägerindustrie den runden Geburtstag (150) gebührend mit Neuerscheinungen würdigt, war Foerster doch einer der berühmtesten Komponisten serines Heimatlandes - und wie das Reinhören in vorhandene Tonschnippsel suggerierte: Sicher nicht zu Unrecht.....


    Man hofft, aber ich habe gerade den Katalog 2008 von Supraphon vor mir liegen: 1 CD zu FOERSTER, und zufälliig zum Vergleich den Katalog aus dem Jahr 2001, da waren es noch 5 CDs. Wobei die Website des Labels immerhin noch 3 CD nennt.
    ?(
    Neben den bereits erwähnten Violinkonzerten und Klaviertrios immerhin noch die gesamte Musik für Violine und Klavier mit J. Suk / J. Hala:


    Supraphon ist sicher für diesen Komponisten die "erste Adresse" und es bleibt meine Frage, ob den viel zu FOERSTER in den Archiven schlummert, oder ob dann alles neu aufgenommen werden müsste? Im Katalog der Supraphon von 2001 waren noch verzeichnet:


    - Cyrano de Bergerac, sinfonische Dichtung op.55
    - Shakespeare Suite op.76
    Tschechische Philharmonie, Prager SymphonieOrchester/ V. Smetacek


    - Eva op.50
    Depoltova, Vodicka, Barova, Soucek
    Prager Radioorchester/F. Vanjar


    - Sinfonie Nr. 4 c-Moll "Osternacht", op.54
    - Springtime and Desire, symph. Dichtung op.93
    Prager SymphonieOrchester/ V. Smetacek



    Gruß pt_concours

    Hallo,


    schön, dass hier der Name Raánki genannte wurde, ein ausgezeichneter Pianist, der sicher einen eigenen Thread verdient hätte.
    Ich habe ihn vor 2 oder 3 Jahren in Dresden mit BARTOKs Klavierkonzert Nr.3 gehört. (Dieses Konzert liess mich allerdings- unerwartet!- etwas ratlos zurück, wie übrigends auch offtopic Pollini/Boulez in Paris, dabei liebe ich alle drei Klavierkonzerte von BARTÓK außerordentlich.


    Zumindest auf CD schätz ich Ránki, wenn ich auch nur wenig kenne.
    Eine CD mit Klaviersonaten von W.A. MOZART, die bereits erwähnte CD mit SCHUBERTS Sonate B-Dur, sowie die CD mit Klavierwerken von STRAVINSKY/BARTÓK:



    Ranki muss auch eine Aufnahme der Etudes op. 10 & 25 von CHOPIN gemacht haben, die es noch in den 90er bei Teldec gab (?), ich würde diese Aufnahme- die schon länger aus dem katalog verschwunden ist- gerne einmal kennelernen. Der Pianist S: Richter hat sich über Ranki generell, und auch über diese Aufnahme , sehr lobend geäußert.


    Für BARTÓKs Mirkokosmos gibt es natürlich noch einige Alternativen zu Ránki, z.B. G. Sandor, und man sollte bedenken, dass der große Teil dieser Werke für den Unterrichtsgebrauch geschrieben wurden, nicht als Konzertmusik.



    Zitat

    Original von Michael Schlechtriem
    Besseres in Sachen Bartok KK. Nr.2 ist mir nicht bekannt, viele andere sehr interessante und sehr gute Aufnahmen natürlich schon, aber bessere mit Sicherheit nicht.


    Mmmh, ich kenne die Aufnahme mit Ranki (leider) (noch) nicht, andererseits bleibt die Frage, welche kennst Du (Sandor/ Fischer, Sandor/ Gielen, Kovacevic/ Davis, Richter/Maazel, Anda/ Fricsay, etc. ...
    Es gibt ja in diesem Forum noch keinen Thread zu den 3 Klavierkonzerten von BARTÓK -wenn mir niemand zuvorkommt (nur keine Scheu!)- ...
    Wäre ja dort ein schönes Thema....


    Gruß pt_concours


    Zitat

    Original von Michael Schlechtriem
    P.S.
    Nur mit Ránkis Friseur oder Frittöse sollte man mal ein Wort reden..... :stumm:


    :D :yes:

    Hallo Petra,


    auch von mir ein "Dankeschön" für diesen Thread!
    Ich habe den Zyklus Anfang diesen Jahres im Diplomkonzert eines befreundeten Tenors gehört, und das Werk hat mir gleich beim ersten Anhören gut gefallen.
    Trotzdem geriet dann die weitere Beschäftigung mit dem Werk, z.B. durch den Kauf einer CD, in den Hintergrund.
    Jetzt wurde mein Interesse durch Deinen Beitrag wieder geweckt...


    Gruß pt_concours

    Hallo andythr,


    vielen Dank für Deinen Beitrag. Ich mag die gesamte tschechische Musik sehr, sie hält immer wieder schöne Überraschungen bereit.
    FOERSTER war bisher nur dem Namen nach und durch ein Stück bekannt:
    seine Sonata quasi fantasia für Violine und Klavier op. 177 auf einer CD mit J. Suik/ J. Panenka mit weiteren Sonaten von JANACEK und NOVAK (rec. 1975) . Ich habe diese CD immer wegen der schönen Werke und der schönen Interpretation gerne gehört. (leider kein Cover gefunden)


    Angeregt durch Deinen Beitrag würde mich jetzt auch folgende CD interessieren:



    Klaviertrios Nr. 1 f-Moll op. 8, Nr. 2 B-Dur op. 38, Nr. 3 a-Moll op. 105
    Foerster Trio


    Wer hat Informationen zu Werk und Interpretation?



    Zitat

    Original von andythr
    Foerster studierte am Prager Konservatorium.


    Seine 1942 und 1947 in zwei Bänden herausgegebene Autobiografie "Der Pilger", ist ein bedeutendes Dokument des kulturellen Lebens der damaligen Zeit. Josef Bohuslav Foerster war auch als Maler tätig, vorrangig von Landschaftsgemälden
    (Quelle: Wikipedia)


    1. Die Angabe zu FOERSTERs Ausbildung erscheinen nicht korrekt!
    (wikipedia :rolleyes: )
    Ich habe mehrfach überprüft (z.B. Hollreiser)"... studierte Naturwissenschaft an der Technischen Hochschule und (anschl.?) Musik bei Zdenek Skuherský an der Orgelschule Prag."


    2. Hast Du die Autobiographie gelesen? Kennst Du Bilder von FOERSTER?
    Beides würde mich interessieren.


    Gruß pt_concours

    Zitat

    Original von Thomas Pape
    Bin ich hier der einzige, der diesen Pianisten kennt?


    Aber nein, ich habe auch einige CDs von ihm. Er scheint sich ja auf tschechische Musik (DVORAK, SMETANA, JANECEK, SUK, VORISEK, FIBICH, MARTINU) spezialisiert zu haben. Es war in diesem Forum auch schon die Rede von ihm:
    VORISEK
    DVORAK Klavierkonzert


    Bei VORISEK ist die Frage: GA auf 3-CDs oder Querschnitt:



    Den Querschnitt besitze ich auch, die 3-CD-Box für 12 Euro habe ich vor zwei Wochen in Prag stehen lassen...
    :rolleyes:


    außerdem besitze ich noch die hier:



    ...alles tadellos, hätte sicher auch einen eigenen Thread verdient...
    Gruß pt_concours

    Hallo,


    noch nicht genannt wurde das Klavierquartett B-Dur von C.M.v. WEBER (1786 - 1826)
    (gedruckt ohne Opuszahl, in WEBERs eigenem Werkverz. als op 11 -ist aber bereist das 1. Klavierkonzert im Druck- manchmal deshlab auch als op.5 oder op.8 zu finden).


    Originale Bezeichnung des Werkes:
    "Grand Quartuor pour le Pianoforte, Violon, Alto et Violoncello"
    - I. Allegro
    - II. Adagio ma non troppo
    - III. Menuette Allegro
    - IV: Finale Presto
    vollendet am 25. Sept. 1809 in Ludwigsburg, das Adagio wurde bereits am 15. Aug(?) 1806 vollendet.


    Jähns schreibt 1871 über diese Werk:
    " Dieser Quartuor ist ein Stück ächter Kammermusik. W. bewegt sich in ihm sehr glücklich, sowohl in der Anwendung strenger Formen, als auch in reicher Erfindeung. Diese letztere trägt jedoch nicht so ausgeprägt den Stempel seiner Originalität, ..."
    Dem ist nicht viel hinzuzufügen, beim Hören diese reizenden Werkes würde man nicht unbedingt sofort auf WEBER tippen, eher würde man aufgrund der Stilistik auf die Nachfolge von MOZART oder vielleicht auch (frühen - mittlerne) BEETHOIVEN.


    Ich höre es gerade in einer Aufnahme aus Bibliotheksbeständen mit dem Ensemble Carl Stamitz und Philippe Corre (rec. 1990. + op.34).


    Die prominenteste Aufnahme lieferte wohl 1995 Gidon Kremer:



    (nicht mehr lieferbar....)


    Darüber hinaus dürfte es vermutlich noch höchstens 2- 3 weitere Einspielungen geben, z.B. mit dem Gaudier Ensemble



    Gruß pt_concours



    Quelle: F.W. Jähns: Carl Maria von Weber in seinen Werken (1871)

    ich darf noch?


    de FALLA „La vida breve“11P
    WEBER „Der Freischütz“ 8P
    RAMEAU „Les Indes Galantes“ 8P
    DVORAK „Rusalka“ 8P
    VERDI „Simon Boccanegra“ 8P
    PUCCINI „Madame Butterfly“8P
    MOZART „Die Zauberflöte“4P
    ROSSINI „La Celerentola“4P
    PUCCINI „Tosca“4P
    WAGNER „Parsifal“4P
    POULENC “Dialogues des Carmelites” 4P
    HUMPERDINCK „Hänsel und Gretel“ 1P


    Gruß pt_concours

    Zitat

    Original von Alfred_Schmidt
    Dennoch Ich halte Webers Klaviersonaten für hochinteressant - und auch das Angebot ist gar nicht so klein
    ....
    Auf jeden Fall sollte man die Sonaten kennen...


    Hier möchte ich Alfred unbedingt Recht geben, und dazu den Biographen F.W. Jähns zitieren:
    Die Sonaten op. 24, 39, 49 u. 70 sind die umfangreichsten aller Intrumental-Werke W.’s, denn sie haben, incl. 885 Tacte Reprisen u. Da Capo’s zusammen 4486 Tacte, also nur 64 Tacte weniger, als die umfangreichste Oper „Euryanthe“ mit 4550 Tacten, incl. 88 T. Reprisen.“ (1871)


    :faint: :D


    Ich habe mir jetzt für meinen Beitrag zum wiederholten Male diese 1.Sonate angehört, und meine Begeisterung für dieses Werk ist eigentlich nur gewachsen!
    Warum ist dieses herrliche Werk so wenig bekannt?
    Webers ureigene musikalische Sprache basiert auf seiner opernhaften frühromantischen Farbigkeit und effektvollen Dramatik. Dies spiegelt sich in seiner 1812 entstandenen 1. Sonate C-Dur Opus 24 wieder, welche eines seiner tollkühnsten und originellsten Klavierwerke ist.“ M. Endres (Jahreszahl korigiert/ pt_c)


    Entstehung


    Leider konnte ich die Entstehung des Werkes, trotz intensiver Bemühungen, nur teilweise in Erfahrung bringen. Das Werk ist der Großfürstin Maria Pawlowna gewidmet, die Tochter des russischen Zaren und Gemahlin des Erbprinzen Carl Friedrich von Sachsen-Weimar war.
    WEBER war im Januar des Jahres 1812 zusammen mit dem Münchner Klarinettisten Bärmann zum Hof des Herzogs August nach Gotha eingeladen worden. Von dort gelangten die beiden Musiker dann mit einem Empfehlungsschreiben nach Weimar, wo die Großfürstin von ihnen sehr beeindruckt war. Später in Berlin schrieb dann WEBER die Sonate, um sie der Fürstin im September zu übergeben. So schreibt WEBER in einem Brief an den Freund Rochlitz am 12. Sept:“ Die Grossfürstin hat mich vor der Hand dringend um die Sonate gebeten, die dann auch in sauberem Saffian-Ueberrock künftige Woche hinüberspazieren wird“. Anscheinend wollte die Großfürstin die Sonate selber spielen, den WEBER schreibt in einem weitern Brief am 1. Nov. 1812 aus Weimar an H. Lichtenstein in Berlin: “Die Grossfürstin will gern die Sonate unter meiner Leitung spielen, hat aber selber schon öfter gesagt, sie glaube, sie lerne sie in ihrem ganzen Leben nicht ordentlich; und wenn sie keine Grossfürstin wäre, würde ich so frei sein, ihr vollkommen Recht zu geben, aber so- muss man sehen ,wie weit man es bringt“.
    Die Sonate erschien am 30. Nov 1812; am 30. Dez erhielt W. das erste gestochene Exemplar davon.“ (F.W. Jähns)




    Maria Pawlowna, Porträt von Wladimir Lukitsch Borowikowski (1825)


    Das Werk:


    Es ist oft geschrieben worden, dass die Klaviersonate von BEETHOVEN zu ihrem Ende geführt wurde, WEBER, SCHUBERT, SCHUMANN und CHOPIN haben in ihren Werken nicht mehr ganz dem Wesen gemäß geschrieben. Und so hat WEBER hier (wie später auch CHOPIN) „eine Ansammlung von vier heterogenen dramatischen Situationen, welche kaum den herkömmlichen Begriff der Sonate rechtfertigen.“ (M.Endres) geschaffen.
    Übrigens hat gerade CHOPIN WEBERs Klavierwerke sehr geschätzt, selber gerne gespielt und von seinen Schülern „avec en soins extrem“ (mit äußerster Sorgfalt) studiert.
    Auf die Parallelen der ersten Takte dieser Sonate zum Beginn der Etüde Nr.12 op.10 („Revolutions-Etüde“) von CHOPIN wurde daher auch schon mehrfach hingewiesen!
    Es sind vor allem die ständigen Stimmungswechsel, die diese Sonate so reizvoll machen. In jedem Satz finden sich plötzliche Wendungen, die durch starke Farbkontraste gekennzeichnet sind. Allgemein kennt man diese Effekte von WEBERs späteren Werken, wo z.B. im Freischütz plötzlich „dunkle Mächte“ in freundliche Harmonien hereinbrechen. „Sprunghaft wechseln hier die Situationen anstelle von kontinuierlicher Entwicklung“ (M. Endres)


    Klaviersonate Nr. 1 C-Dur op.24 (1812) J138
    A Son Altesse Impériale Madame la Grande-Duchesse Marie Paulowna, Princesse héréditaire de Saxe Weimar
    - I. Allegro
    - II. Adagio
    -III. Menuetto/ Trio Poco ritenuto
    -IV. Ronde Presto


    Die vier Sätze der Sonate sind übrigens in umgekehrter Reihenfolge entstanden, WEBER notierte in sein Tagebuch:
    - Berlin, 12. Apr. „Rondo in C L’infatigable componiert.
    - 15. “Rondo in C vollendet.
    - 14. Juni und 15. Juli „ An der Sonate componiert in C Dur .“
    - 31. Juli „Menuett und Rondo aufgeschrieben
    - 18. Aug. „Adagio comp. zur Sonate.“
    Wie man sieht, beabsichtiget WEBER ursprünglich das Rondo, welches später- zuerst durch ALKAN (?) dann allgemein- “Perpetuum mobile genannt wurde, den Titel „L’infatigable“ (Die Unermüdliche) zu geben, eine Idee, die er später aber wieder aufgab. Das Stück wurde zum Standardrepertoire der Virtuosenliteratur und meistens unabhängig von der Sonate aufgeführt.


    Dass die Sonate von einem hervorragenden Pianisten geschrieben wurde, merkt man in jedem Takt, dabei ist das Werk vielleicht noch weniger orchestral gedacht, als die Sonaten Nr. 2 & 3 („ ...unter den 4 genannten .... am meisten Pianoforte-Werk“ F.W. Jähns 1871)
    Für weitere Details zu den einzelnen Sätzen möchte ich auf den Text von M.Endres hinweisen, der hier wunderbar die einzelnen Sätze dieser Sonate (und der folgenden charakterisiert).


    Interpretationen:


    Ich habe die Sonate in der bereits erwähnten Einspielung mit C. Arrau aus dem Jahr 1941 kennen gelernt. Obwohl klanglich wenig befriedigend ist sie musikalisch für mich immer wieder ein großes Ereignis, sicher auch, weil die Begriffe „ritterliche Eleganz“ und „romantische Seele“ zu den Interpretationen Arraus genauso passen wie zu den Klavierwerken WEBERs. (Arrau spielt die Sonate leider ohne die Wiederholungen)
    Auch die Aufnahme mit A. Paley (rec. 1994) ist empfehlenswert, zwar spielt er nicht mit solch stürmischer Dramatik wie Arrau, und es gelingt ihm auch weniger, die großen Bögen zu spannen. Dafür holt er aber so manches Detail gelungen hervor.
    Neben den oben bereits genannten Gesamtaufnahmen (A. Girod, G. Ohlsson, M. Endres, J. Vermeulen, H. Milnes) habe ich noch zu folgende Pianisten Hinweise über eine einzelne Einspielung dieser Sonate gefunden:
    - W. Backhaus,
    - N. Magaloff,
    - S. Richter,
    - J. Kouri
    (Fortepiano Jacob Pfitzner 1825).
    Wer kann zu der Einspielungen von Backhaus, Magaloff und Richter genauere Angaben machen?


    Ich hoffe, ich konnte hier zu einer Beschäftigung mit dem Werk, welches meiner Meinung den Klaviersonaten von SCHUMANN oder CHOPIN nicht nachsteht, anregen!




    Gruß pt_concours


    Quellen:
    - F.W. Jähns: Carl Maria von Weber in seinen Werken (1871)
    - M. Endres bei oehmsclassics



    Zitat

    Original von Johannes Roehl
    Gilels und Fleisher scheinen leider nur ziemlich teuer über Marketplace zu haben zu sein, oder gibt es da günstigere Quellen.


    Gerade die beiden Einzelaufnahmen von Gilels und Fleischer konnten mich (bisher?) noch nicht richtig überzeugen.


    Hallo Matthias,


    ich würde mich sehr über etwas mehr Informationen dazu freuen, hier: Herreweghe oder hier: Dusapin


    Gruß pt_concours