Beiträge von thdeck

    Feedback eines Zaungastes:


    Es gibt ein "Konkurrenzforum", das war bzgl. der aktuellen Tannhäuser-Inszenierung am Anfang echt schwach. Die halten sich dort ja für die Intellektuelleren. In vielen Dingen sind sie aber einfach etwas lahm.


    Wer also etwas zum Bayreuth-Tannhäuser lesen wollte, musste hierher kommen. Am Anfang hat sich das auch gelohnt. Später hat die "Konkurrenz" dann aufgeholt, d.h. inhaltlich aufgeschlossen. Man erfährt inzwischen auch dort etwas zur Inszenierung. Dennoch ging die erste Woche klar an Tamino.


    Aber inzwischen???

    "Dort" gab es in der Folge den üblichen Smalltalk. Kann man lesen, muss man nicht.

    Hier: Nur noch Gehässigkeiten. Es ist mir ein Rätsel, wie erwachsene, kulturbeflissene Menschen so tief sinken können. Schämt ihr euch gar nicht???



    Thomas

    Ich habe keine Ahnung, wer der Maler sein könnte. Eine kleine vielleicht schon: Aus der Zeit Mendelssohns ist es, wie ich vermute, nicht. Schwierig ist die Lösung zu finden, weil es sich wohl um einen Ausschnitt handelt und diese Rätsel sind sehr schwierig zu knacken.


    Frau Merkel ist es nicht. 8)

    Du bist auf gutem Weg.


    Merkel ist es nicht: Korrekt!

    Aus der Zeit Mendelssohns ist es nicht: Korrekt!!


    Aus der Zeit Haydns ist es auch nicht!!! Aber das war dir auch so klar.


    Dabei fragt man sich, was so ein Motiv auf einer CD mit Streichquartetten von Mendelssohn Bartholdy verloren hat. Auch wenn es zur Lösung nichts beiträgt, möchte ich dennoch anmerken, dass auf den beiden anderen CDs dieser Reihe ebenfalls Hände abgebildet sind, und zwar recht leicht erkennbare. Jetzt habe ich halt mit den "schwierigsten Händen" angefangen...



    Thomas

    Ein Blick genügt und man weiss, dass dieses Fresko nur einer gemalt haben kann: Giovanni Battista Tiepolo, der in ganz Europa für seine Deckengemälde gefragt war.

    Perfekt.


    Die Leute im 18. Jahrhundert waren ja schon krass drauf. Thema war also die "eloquenza" (Beredsamkeit, Redegewandtheit, Redekunst). Das ist dann schon mal die ganze Decke eines Saals in einem Palast wert. Es werden also die Laberer verherrlicht. Andererseits galt Rhetorik schon immer als Kunst. Selbst Goebbels findet man in diversen Lehrbüchern. Orpheus war allerdings kein Goebbels. Nicht mal ein Redner. Er "redete", d.h. überzeugte mittels Musik.


    Am Ende wird mir klar: Die Leute im 18. Jahrhundert wussten, worauf es ankommt. Ich erkläre nämlich den Berufsanfängern: In der Schule geht es zu 90% um Wissen bzw. Können. Im Beruf ist das anders: 50% Wissen/Können, 50% Überzeugungskraft. Also Eloquenz, Redekunst. Man muss geschickt argumentieren. Orpheus konnte das. Und so kam er sowohl auf die Decke des Palazzo Sandi als auch auf das Booklet von Haydns Oper. Insofern hat er den Goebbels klar übertroffen.



    Thomas

    Wir freuen uns auf Dein Rätsel …

    Hier mal etwas einfacheres:


    R-7530148-1443415955-7799.jpeg.jpg


    Das ist übrigens nicht das Cover-Bild der CD, sondern das Cover-Bild des Booklets. Hier die zugehörige CD:



    Gefragt ist Titel des Werkes, Name des Künstlers und Ort, wo man es besichtigen kann. Für moderato wird das ein Klacks sein, also bitte ich ihn, ca. 24 Stunden zu warten, damit mal jemand anderes an die Reihe kommt. Zumal das Werk an sich auch noch Stoff zum Diskutieren gibt. Es heißt nämlich nicht "Orfeo ed Euridice", sondern...



    Thomas

    Diese Kombination "Head of an Apostle Anton Raphael Mengs" liefert den Treffer in der obersten Zeile: Das Original auf der Webseite des Prado in Madrid mit allen Angaben zum Cover-Bild von Anton Raphael Mengs (1728-1779):

    Das war wirklich nicht einfach, Glückwunsch!


    Weil ich schon öfter im Prado war, kam mir das Bild rein optisch bekannt vor, aber es wäre mir wohl kaum gelungen, es mit dem Maler Mengs in Verbindung zu bringen, man verbindet ihn ja eher mit dem Klassizismus.


    Bekannt ist Mengs auch für diese "Fälschung":

    Mengs%2C_Jupiter_k%C3%BCsst_Ganymed.jpg


    Dabei ist es eher als künstlerische Auseinandersetzung mit der Kunst der Antike (Pompeji) zu sehen, aber Mengs hat es als antikes Original ausgegeben, und die Kunstwelt (insbesondere Winckelmann) hat es als solches akzeptiert. Das Teil hängt normalerweise in Rom, Palazzo Barberini (Galleria Nazionale).



    Thomas

    Das war jetzt einfach. Wobei ich fast den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen hätte. Google-Suche nach "lucas cranach adam und eva" liefert die üblichen Verdächtigen. Nur dass dein Motiv nicht dabei ist. Aber es ist doch dabei, nur eben als Ausschnitt eines größeren Gemäldes:

    Lucas_Cranach_%28I%29_-_Adam_and_Eve-Paradise_-_Kunsthistorisches_Museum.jpg


    Also: Lucas Cranach, Paradies (Garten Eden), Wien, Kunsthistorisches Museum


    Übrigens:

    Die Gestik von Gott, mit den gekreuzten Armen, bedeutet ikonografisch "Widerspruch, Falschheit". So werden normalerweise Leiute dargestellt, die etwas im Schilde führen bzw. sich in Widersprüche verwickeln. Hat sich Cranach hier etwa einer Majestätsbeleidigung befleißigt??? Nein! Er drückt damit aus, dass die Aufgabe, die er dem Menschenpaar stellt, nämlich nicht vom Baum der Erkenntnis zu essen, unlösbar ist. Gott weiß in dem Moment schon, dass die Sache schief gehen wird. Er hat ja die beiden Menschen selbst erschaffen, samt ihrer unstillbaren Gier, alles zu erforschen, alles wissen zu wollen. Cranach zeigt die Gestik Gottes so, wie sie beim Menschen ankommt: Widersprüchlich, etwas Unerfüllbares verlangend.



    Thomas

    Perfekt. Und danke für den Hinweis auf akg-images. Ich stoße darauf zwar immer mal wieder per Google-Suche, mir wird aber erst jetzt so richtig klar, wie seriös diese Seite ist.



    Du bist dran...



    Thomas

    Ich kann dem uneingeschränkt zustimmen. Die Argumentationskette ist logisch entwickelt und fundiert begründet, soweit ich das als Nichtprofi beurteilen kann. Sehr gut!

    Und ich halte die Argumentation für Blödsinn, tut mir leid.


    Auf der Bühne oder im Konzertsaal entsteht grundsätzlich ein neues Werk. Immer. Ansonsten wären die Beteiligten keine Künstler. Künstler erschaffen etwas Neues. Immer. Das ist die Definition von Kunst.


    Dabei ist natürlich zu unterscheiden vom Kunstwerk als Partitur bzw. Libretto und vom Kunstwerk als Aufführung. Partitur/Libretto sind Vorlage bzw. Ideengeber. Nicht mehr und nicht weniger.


    Und natürlich halten sich auch die Pianisten nicht an die Anweisungen der Partitur. Wozu auch. Der Pianist ist sich selbst und dem Publikum (bzw. dem Geldgeber) verpflichtet. Sonst niemanden. Weder Gott, noch dem Komponisten, noch dem "Werk" (was immer das sein soll). Das Gleiche gilt für den Regisseur.



    Thomas


    PS: Natürlich will das Publikum unterhalten werden. Auch die Anhänger des "Regietheaters". Es gibt nur unterschiedliche Vorstellungen von "Unterhaltung".

    Es gibt in der Tat diese beiden Quellen:


    https://artuk.org/discover/art…-the-garden-of-eden-38692

    https://vads.ac.uk/x-large.php?uid=243114


    Für endgültige Gewissheit müsste man in Leeds anfragen. Oder gleich hinfliegen. "Werkstatt von Jan Brueghel d. Ä." erscheint jedenfalls plausibel.


    Interessant ist, dass es dieser Werk sowohl auf ein CD- als auch auf ein Buch-Cover geschafft hat, obwohl es zu dem Thema massenhaft Werke von größerer Bedeutung gibt...



    Thomas

    Inzwischen haben beide Museen geantwortet. In Hannover hängt ein anderes Bild von Christian Hilfgott Brand. Aber Zitat aus Wien:


    "Ich kann ihnen bestätigen, dass sich das Werk in der Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien befindet. Hier ist es beschrieben mit:

    GG-152 (Inventarnummer) HEIDELOFF Josef, Mainz 1743 – 1830 Wien, „Blick auf Wien vom Prater aus“.


    Also ab nach Wien!



    Thomas

    Google liefert in der Tat widersprüchliche Ergebnisse. Im Booklet der CD wird Joseph Heideloff (1780) angegeben. Weitere Webseiten, z.B. diese, geben zusätzlich noch den Standort des Gemäldes an: Wien, Akademie der Bildenden Künste.


    Andererseits wird hier angegeben, dass das Werk von Christian Hülfgott Brand ist und sich im Niedersächsischen Landesmuseum Hannover befindet.


    Der Wikipedia-Artikel zu Brand listet aber ein anderes Bild mit ähnlichem Namen ("Ansicht der Stadt Wien 1740"), welches ebenfalls im Niedersächsischen Landesmuseum Hannover hängt. Dieses ist interessanterweise auf dem Cover einer CD derselben Reihe abgebildet:

    51XRdWM%2BqJL.jpg


    Vom Stil her würde ich unser Bild eher dem Maler Brand zuordnen. Eine Google-Bildersuche nach "Joseph Heideloff Wien" wiederum listet noch zwei weitere LP-Cover mit demselben Bild. Im Moment spricht also mehr für Joseph Heideloff.


    Ich habe jetzt je eine Anfrage an das Niedersächsische Landesmuseum und an die Akademie der Bildenden Künste geschickt. Mal sehen, was die antworten.


    Wie auch immer, das nächste Rätsel kommt von moderato...



    Thomas