Beiträge von operus

    Lieber Willi,

    unerwartete Freuden sind die schönsten. Eine solche bereitest Du meinem Herzen, mit dem zu Herzen gehenden neuen Herzensthread. Das Sahnehäubchen darauf ist selbstverständlich, dass die Premiere mit Gottlob Frick startet. Mit diesem Sänger sind wir und andere Taminos durch die Gottlob Frick Gesellschaft eng verbunden. Eine weitere berühmte Aufnahme von Gottlob Frick zusammen mit dem berühmten Chor der St. Hedwigs-Kathedrale ist das Lied "Das Herz ist nur ein Uhrwerk". Es ist bei You Tube zu finden. Aber Du kennst ja meine Schwäche, dass ich keine Aufnahmen einstellen kannst und Du hilfst mit immer getreu dem Motto: "Es trage der Freund des Freundes Schwäche."

    Herzlich Operus,

    der über diese Initiative sehr erfreut ist und dem Thread die verdiente Beteiligung wünscht. :jubel::jubel::jubel::angel::angel::angel:

    Gruß Hans

    In dieser schwierigen Zeit ist es wichtig trotz allem auf Sieg zu setzen. Nachstehend Tipps, wie Sie zum Sieger werden können.


    Der Sieger und der Verlierer

    Der Sieger hat immer einen Plan.

    Der Verlierer hat immer eine Ausrede.


    Der Sieger sagt: "Ich helfe gerne bei Problemen."

    Der Verlierer sagt: Das ist nicht meine Aufgabe."


    Der Sieger findet für die meisten Probleme eine Lösung.

    Der Verlierer findet in jeder Lösung immer Probleme.


    Der Sieger vergleicht seine Leistungen mit seinen Zielen.

    Der Verlierer vergleicht seine Leistungen mit denen anderer Leute.


    Der Sieger denkt: Es ist schwierig, aber es ist möglich."

    Der Verlierer denkt: Es könnte vielleicht möglich sein, aber es ist zu schwierig.


    Der Sieger ist hat immer Anteil an der Lösung.

    Der Verlierer hat immer Anteil am Problem.


    Der Sieger packt an und handelt zielgerichtet.

    Der Verlierer resigniert und gibt schnell auf.


    Werde ein Sieger, setze auf Sieg, verinnerliche die Siegermentalität!


    Herzlichst

    Operus

    Bedenkenswert für unsere Zeit:


    Es ist nicht gesagt, dass es besser wird, wenn es anders wird.

    Wenn es jedoch besser werden soll, muss es anders werden.


    Dabei muss es schnell gehen und jeder verantwortungsvolle Mensch sollte mitarbeiten. Auch du und und ich sind gefragt, denn sonst gehen wir weiter auf einem Weg ohne Umkehr!


    Herzlichst

    Operus

    Sprüche an einem Winterabend für Euch gelesen:


    Der Schnee von gestern ist das Wasser von Morgen. (Volksweisheit)


    Der Schneeball und das böse Wort,

    sie wachsen, wie sie rollen fort.

    Eine Hand voll wirf' zum Tor hinaus,

    ein Berg wird's vor des Nachbarn Haus. (Wilhelm Müller)


    Er freut sich wie ein Schneekönig. (Volkstümliche Redensart)


    Herzlichst

    Operus

    Also wie vorstehend angekündigt Jean Cox Erinnerungsbeitrag Nr. 3


    So sehe ich Jean Cox


    ein Porträt meines Kollegen - in humoristischem Opernstil


    Wir lernten uns kennen vor zwanzig Jahren

    ich - alter Hase - er noch unerfahren.


    Ein strahlender Held, ein Ritter gar -

    so kennt ihn die Welt und liebt ihn fürwahr.

    die Stimme sehr groß und natürlich geführt,

    mit Wohllaut und Kern , körperlich bestens fundiert.

    Oft als Rivale, sogar verwandt durch die Sippe,

    kennt er im Kampfe auch nicht eine Klippe.

    Selbst noch sympathisch als "reiner Tor"

    versteckt sich dahinter ein feiner Humor!

    Wo immer wir waren in fremden Landen,

    wir sind stets füreinander eingestanden.

    Erfolge beweisen: ein Sänger erster Klasse

    (selbstverständlich stimmt dann auch die Kasse).


    Der Opernbühnen wären viel zu nennen -

    wir waren durch unsere Rollen niemals zu trennen.

    Natürlich wäre noch viel zu sagen,

    vieles zu loben, kaum was zu beklagen,

    über diesen sympathisch-liebenswerten Sänger -

    nur würde der Gruß immer lang und länger.


    Drum zieh' ich mit besten Wünschen die Feder zurück,

    grüß' das Geburtstagskind mit "hab' weiter viel Glück".

    Herzlichst

    Dein alter Freund und Kollege Gottlob Frick


    Herzlichst

    Operus,

    der bis dahin nicht ahnte, dass Gottlob Frick so gut reimen konnte.




    Jean Cox, geboren am 16. Januar 1922 in Gadsen (Alabama) , gestorben 24. Juni 2012 in Bayreuth war ein amerikanischer Tenor.

    Freudige  Erinnerung, aber auch Wehmut kommen bei meiner Frau und mir auf, wenn wir an Jean Cox denken. Er und seine Frau Anna Reynolds waren liebe Freunde von uns und gehörten zu den ersten und aktivsten Gästen in der Gottlob Frick Gesellschaft. Wir waren also mit dem Künstlerehepaar Cox/Reynolds eng verbunden und haben zahlreiche Aufführungen von beiden miterleben dürfen. Deshalb werde ich weniger über den künstlerischen Werdegang von Jean Cox berichten, denn dieser ist in Künstlerlexika umfangreich dokumentiert und soweit möglich über persönliche Begegnungen und Eindrücke berichten.

    Cox studierte zunächst in USA und England, wo er sein Konzertexamen mit dem Master of Arts mit Auszeichnung abschloss. Er, der selbst ein erfolgreicher Gesangslehrer wurde, bildete sich durch aufbauende Studien bei Willi Domgraf-Fassbaender, Franz Völker, Max Lorenz, Hilde Konetzni, Paul Schöffler und Fred Dalberg lebenslang weiter. Er sang zunächst in Kiel und Braunschweig und feierte bereits dort in lyrischen und jugendlich dramatischen Rollen schöne Erfolge. Schon damals zeichnete ihn eine Stimme mit ungemeiner Leuchtkraft, lyrischem Schmelz, Wärme, einem strahlenden, golden gefärbten Timbre und einer schwebenden Leichtigkeit des Singens aus. Diese sängerischen Tugenden blieben ihm während seiner langen Karriere immer erhalten. Dadurch konnte er Rollen wie Rodolfo, Radames und Kalaf fast lebenslang auf hohem Niveau singen. Im Vergleich zu den anderen großen amerikanischen Tenören James King und Jess Thomas, die damals in Europa begeisterten, hatte Cox die hellste Stimmfarbe. Zusätzlich zeichnete ihn hohes darstellerisches Talent und eine fabelhafte Bühnenerscheinung aus. Er galt als Liebling der Damenwelt. Mit Schmunzeln erzählt Anja Silja, dass Jean Cox als ihr Bühnenpartner in Rossinis Barbier bereits mit 16 Jahren ihr großer Schwarm gewesen sei. 1959 wurde Cox an das Nationaltheater Mannheim engagiert. Das war gewissermaßen eine Liebesbeziehung zwischen Mannheim, dem Publikum und dem Tenor, die sage und schreibe 40 Jahre ununterbrochen hielt. Auf die Frage von mir, warum er sich so lange und stark an Mannheim gebunden hätte, antwortete Jean mir. "Weil ich das Haus, die Kollegen, das Publikum liebe und weil ich einen Vertrag habe, der es mir erlaubt ständig zu gastieren." Bedingungen, die wahrscheinlich auch den anderen weltweit renommierten Sänger dieser Ära am Mannheimer Nationaltheater Franz Mazura bewogen hat, sich ähnlich lange an dieses Haus zu binden. In Mannheim soll Cox rund 75 Rollen gestaltet haben. 1977 wurde er zum ersten Kammersänger an diesem Musiktheater ernannt und später noch zum Ehrenmitglied. 1966 nahm er an seinem Stammhaus mit 74 Jahren als Aegisth in "Elektra" seinen Bühnenabschied.

    Seine größte Bedeutung erlangte Jean Cox bei den Bayreuther Festspielen, wo er ab 1956

    als Lohengrin, Walter von Stolzing, Parsifal, Erik und vor allem in seiner Glanzpartie als Siegfried in Wagners Ring brillierte.

    Nach seinem Bühnenabschied lebte er mit seiner Gattin Anna Reynolds in Kasendorf-Peesten in einem riesigen, urigen, ehemaligen Landsitz unweit von Bayreuth. Meine Frau und ich hatten das Glück, dass wir das Sängerehepaar einige Mal dort besuchen durften. Es war jedoch nicht nur beschaulicher Ruhestand, der dort verbracht wurde. Das Ehepaar Cox und vor allem Anna galten als ideale "Reperaturwerkstatt" für Sänger, die stimmliche Probleme hatten. Das lief mit großer Diskretion ab, deshalb verbietet es sich, Sängerpersönlichkeiten zu nennen, die dort von der eminenten Erfahrung der beiden Stimmexperten profitierten. Mit 90 Jahren verstarb Jean Cox. Bei der Trauerfeier in der Stadtkirche Bayreuth nahmen meine Frau und ich mit einer großen Schar von Repräsentanten des Landes Bayern, der Stadt Bayreuth, der Familie Wagner, von prominenten Künstlerkollegen, Freunden und Verehrern teil. Unvergesslich ist uns die ungemein gefühlvolle, emotional ergreifende Trauerrede, die der langjährige Freund und Kollege Franz Mazura mit der ganzen Sprachkultur und Ausdruckskraft des großen Sängerschauspielers zelebrierte. Es war das würdige Gedenken, das der fabelhafte Tenor und die liebenswerte, charismatische Persönlichkeit Jean Cox verdiente.

    Herzlichst

    Operus

    P.S. Die strahlende Stimme und die Gesangskunst von Jean Cox sind in zahlreichen Tondokumenten meist von den Bayreuther Festspielen verewigt. Unser Tamino Kollege Caruso hat in einem Beitrag, der sich mit meinem kreuzte, bereits dankenswerter Weise eine Aufnahme eingestellt. In einem Prachtsband "Ein Leben für die Oper - Jean Cox" herausgegeben von Gerhard und Brigitte Heldt, erschienen 1962 zum 60. Geburtstag des Sängers. im Laaber Verlag ISBN3 92 15 1868 -7. Die Beliebtheit und Bedeutung des Sängers wird durch nichts mehr unterstrichen als durch die Tatsache, dass sage und schreibe 59 führende Sängerinnen und Sänger in diesem Buch ihrem Kollegen und Freund Jean Cox gehuldigt haben. Aus diesem Buch werde ich im nachfolgenden Beitrag einen besonders netten Gruß eines Sängerkollegen wiedergeben.

    D. O.

    Günter Reich, deutsch- israelischer Bariton, geboren am 22. November 1921 in Liegnitz, gestorben am 15. Januar 1989 in Heidelberg.

    Er wanderte 1934 mit seinen Eltern nach Israel aus, erhielt dort seinen ersten Gesangsunterricht. Die Familie kehrte 1958 nach Deutschland zurück. Vollendete sein Gesangsstudium an der Berline Musikhochschule. Debut 1961 in Gelsenkirchen als Jago. 1968 - 1981 war er vielbeschäftigtes Ensemblemitglied an der Stuttgarter Staatsoper. Dort haben wir ihn mehrmals erlebt. So weit ich mich erinnern kann war Reich stimmlich und gestalterisch auf dem damals hohen Niveau der Stuttgarter Staatsoper. War beim Stuttgarter Publikum beliebt. Danach war er freischaffend tätig und widmete sich in Zusammenarbeit mit Michael Gielen und Pierre Boulez den Werken von Arnold Schönberg. Gielen wählte Günter Reich für seine Verfilmung von "Moses und Aron" für die Hauptpartie aus.

    Herzlichst

    Operus

    Siegmund Nimsgern, geboren am 14. Januar 1940 in St. Wendel feiert heute seinen 81. Geburtstag. Der Bariton stand über 30 Jahre auf den großen Bühnen und Konzertpodien in aller Welt. Das Publikum der New Yorker Met, der Mailänder Scala, der Wiener und der Münchner Staatsoper, der Salzburger und Bayreuther Festspiele feierten den Heldenbariton und ausgezeichneten Charakterdarsteller in den großen, anspruchsvollen Rollen seines Fachs. Besonders in Partien wie Wagners Wotan und Wanderer, Pizarro, Telramund, Alberich und als Holländer ist er unvergessen und erfreulicherweise sind seine Leistungen auch zum großen Teil in Gesamtaufnahmen dieser Werke dokumentiert und dadurch für die Nachwelt erhalten. Aber auch italienische Rollen, wie Macbeth, Jago oder Graf Luna sang er schönstimmig und gab diesen Operncharakteren ein unverwechselbares Profil. Als Scarpia in "Tosca" wurde er in den USA als der beste Sänger nach Tito Gobbi gerühmt, mit dem er diese Rolle erarbeitete. Aus seinem enorm breiten Repertoire seien nur noch einige besondere Glanzlichter genannt, wie Lord Ruthven in Heinrich Marschners romantischem Schauerstück " Der Vampyr". Hier überzeugte er besonders durch perfekten Sprechgesang, mit markant ausgefeilter Deklamation. Ungemein differenzierend interpretiert Nimsgern die Bösewichter in "Hoffmanns Erzählungen".

    Die große Liebe des Sängers gehörte jedoch dem Oratoriengesang und dem Liedgesang. Er berichtete: Er habe die Werke Johann Sebastian Bachs noch häufiger gesungen als Wagner-Partien. Die führenden Dirigenten Karl Richter und Helmut Rilling verpflichteten den Bariton bevorzugt für die großen Passionen und Oratorien. Das Lied hält Nimsgern für die beste Möglichkeit, eigenständig zu musizieren, da weder Regisseur, Orchester noch Dirigent Einfluss auf den Sänger ausüben dieser also in schöpferischer Freiheit seine Kunst kreativ verwirklichen könne. Von seiner Liedkunst profitierte sein ganzes sängerisches Schaffen, indem er immer mit der Schönheit, Wärme und Beweglichkeit des erfahrenen Liedgestalters agierte.

    Heute lebt der universelle Künstler, der auch als erfolgreicher Autor, Sprecher und Gesangsprofessor tätig war, mit seiner Familie in St. Ingbert. In der Musikwelt wird der Ruhm von Siegmund Nimsgern weitergetragen vom Sohn Frank Nimsgern, der sich als renommierter Musicalkomponist einen Namen gemacht hat.

    Herzlichst

    Operus


    Auf You Tube sind eine ganze Reihe von Aufnahmen von Siegmund Nimsgern zu hören. Aus meiner Sicht werden die sängerischen Qualitäten besonders eindrucksvoll in Wotans Abschied "Leb wohl du kühnes, herrliches Kind " unter Beweis gestellt.

    Noch weitere Zitate für Euch.


    Wer erst segelt, wenn alle Gefahren vorbei sind, wird niemals in See stechen. (Thomas Fuller)


    Wer Gott aufgibt, der löscht die Sonne aus, um mit einer Laterne weiter zu wandeln.

    (Christian Morgenstern)


    Wer heiratet, kann die Sorgen teilen, die er vorher nicht hatte. (Verfasser unbekannt).


    Herzlichst

    Operus

    Zitate, die ich für Euch ausgewählt habe:


    Willst Du im laufenden Jahr ein Ergebnis sehen, so säe Samenkörner.

    Willst Du in zehn Jahren ein Ergebnis sehen, so setze Bäume.

    Willst Du das ganze Leben ein Ergebnis sehen, so entwickle die Menschen. (Kuan Chung Tzu)


    Wir müssen der Wandel sein, den wir in der Welt zu sehen wünschen. (Mahatma Gandhi)


    Wer in die Welt hinausziehen will, um sie zu verbessern

    der sollte zuerst zehnmal durch sein eigenes Haus gehen.

    (Chinesisches Sprichwort)


    Herzlichst

    Operus

    Lieber Siegfried, im von mir verlinkten Finale des Werkes wird das Lied, das zuvor der Prinz im zweiten Akt gesungen hätte ("Im Feuerstrohm der Reben") von Rosalinde mit neuem hintergründig auf die Situation bezogenen Text ("Champagner hats verschuldet") wieder aufgenommen. Ein Kreis schließt sich auf wunderbare Weise. So ist es mir aus dem Gedächtnis bekannt.

    Lieber Rheingold,

    Offenbar hast Du beim Nachdenken über die richtige Formulierung nicht zu viel des edlen Stoffes geschlürft, denn in meinem Textbuch der "Fledermaus" steht es genau so, wie Du es aus der Erinnerung geschrieben hast. Dieser neuerliche Beweis Deines guten Gedächtnisses wäre ein guter Anlass, um wenigstens einen Piccolo zu köpfen. Prost!

    Herzlichst (Hicks)

    Operus

    Heute wieder einige Tipps auf dem Weg zum Glück!


    Das Vergnügen kann auf der Illusion beruhen, doch das Glück beruht allein auf der Wahrheit. (Nicolas Chamfort)


    Vertraue auf dein Glück - und Du ziehst es an. (Seneca)


    Es gibt nur einen Weg zum Glück. Glücklichsein ist der Weg. (Buddha)


    Herzlichst

    Operus

    Da muss man wohl Operus zu Rate ziehen, der kennt das bestimmt!

    Lieber Fiesco,

    schön, dass Du mich so all wissend einschätzt. Aber selbst Operus kennt diese Aufnahme nicht.

    Ich wäre allerdings brennend an dieser Aufnahme interessiert. Einmal nicht wegen Frick, dessen Daland ist Legende. Mich würde der Holländer von Heinz Imdahl interessieren, weil es nur wenige Tondokumente von dem Sänger gibt, der ein Großer auf der Bühne war, jedoch von der Schallplattenindustrie sträflich übergangen wurde.

    Herzlicht

    Operus

    Hans Hotter sang im Royal Opera House in London. Als er dort ankam entdeckte er auf der Titelseite einer Zeitung die Schlagzeile: "Hotter in London". Erfreut kaufte er dieses Boulevardblatt. Mit einigem Stolz zeigte er die Zeitung und den nachfolgenden Artikel seinen Kollegen. Die Ernüchterung kam als Astrid Varnay den deutschen Kollegen den Artikel vorlas. Es ging darin nämlich gar nicht um den großen Heldenbariton. Die Meldung war ein Bericht über die zu dieser Zeit unerwartet hohen Temperaturen in London. :hahahaha:

    Herzlichst

    Operus

    .

    Still ist es geworden um Joseph Schmidt, selbst bei Tamino. Hört man sich seine Aufnahmen und Platten noch an? Oder droht er der Vergessenheit anheimzufallen?

    Lieber Gregor,

    die hier laufende Diskussion ist interessant und verdienstvoll, weil dadurch an den großen, kleinen Tenor erinnert wird und es eine Aktivität für das Gedenken an ihn ist.

    Aus meiner Sicht ein ganz wesentlicher Aspekt für die geringe Beachtung in unserem Forum: Josef Schmidt wirkte kaum in Opern-Gesamtaufnahmen mit. Komplette Aufnahmen bleiben länger in den Katalogen der Schallplattenlabels, werden häufiger besprochen und gehört. Bei Joseph Schmidt muss der Hörer eine Einzelaufnahme oder einen Filmausschnitt heranziehen, um genau diesen Sänger zu hören. Dies ist bei Mario Lanza ähnlich. Der aus dem Nichts aufgetauchte Sänger Paul Potts stürmte mit seiner Wiedergabe von "Nessun Dorma" im Rekordtempo die Charts. Ich musste jetzt schon überlegen, wie hieß der eigentlich. So schnell, wie er hochstieg versank er auch wieder im Nirwana des Vergessens. Um dem Märchen ein Happy End zu geben: Er soll Multimillionär geworden sein. Der Abstecher in die Opernwelt scheint sich also gelohnt zu haben!

    Im Singen von Joseph Schmidt liegt jedoch eine Kraft, ein Strahlen, eine Zuversicht, ja die Seele schwingt mit, das berührt und reißt mit . Deshalb wird Joseph Schmidt wahrscheinlich noch lange gehört und sein Schicksal erinnert werden.

    Herzlichst

    Operus

    Heut ist wieder Holzwurmtag:


    Ein Holzwurm dick und fett gefressen,

    hat häufig antikes Holz gegessen!

    Seitdem grüßt er die Verwandtschaft nie -

    er wurde zum echten Parvenue!

    Verkehrt am liebsten in Tamino-Kreisen,

    denn dadurch kann man sein Niveau beweisen!!!


    Herzlichst

    Operus

    Seine Werke sind einfach und gesund, voll ursprünglichen Humors, und da wo sie sentimental werden, gehen sie nicht über das Maß hinaus.Besonders glückich erfunden sind die in den Werken eingestgreuten Lieder, sowohl heiterer, wie ernster Art. Bei dem Mangel an guten komischen Opern dürften die Lortzingschen Werke noch lange ihren Platz im Spielplan der deutschen Bühnen behaupten....

    Lieber Alfred,

    bei diesen Aussagen könnte ich jedes Wort unterschreiben. "Totgesagte leben länger"! Allein durch die Eingängigkeit und den Melodienreichtum werden die Hits der Spieloper ihren Platz in Musikaufführungen behalten. Vielleicht nicht so häufig in ganzen Opernaufführungen, aber in Opernkonzerten. Da Open-Air-Konzerte sich immer größerer Beliebtheit erfreuen und dort leichtere Kost ein Erfolgsrezept ist. werden in diesen Veranstaltungen Stücke aus Spielopern und Operetten gerne gehört und auch von renommierten Gesangssolisten gesungen.

    In der aktuellen FAZ findet sich ein sehr ausführlicher Artikel über das Verschwinden der deutschen Spieloper aus dem gängigen Repertoire:


    https://m.faz.net/aktuell/feui…lotow-fehlt-17133223.html


    Der Autor spekuliert, dass in einer Post-Corona-Zeit wieder mehr Akzeptanz für das Biedermeierliche herrschen könnte und den Werken eventuell so der Weg zurück auf die Bühne gebahnt werden könnte. Ich muss gestehen, dass mir etwas der Glaube daran fehlt...

    Danke für die Einstellung des Artikels:

    Der Autor Gerald Felber betrachtet die Situation der deutschen Spieloper sehr gründlich und ausgewogen. Sicherlich sind Gründe wie das Schrumpfen der Ensembles, Internationalisierung und Globalisierung der Oper und Sprachhürden nicht wegzudiskutieren. Auf der anderen Seite wird von deutschsprachigen Sängern verlangt, dass sie in "Boris Godunow russisch, in Mignon" französisch singen,- Italienisch wird als selbstverständlich vorausgesetzt- schwieriger wird es z. B. bei "Herzog Blaubarts Burg" wenn deutsche Sänger ungarisch singen müssen, wie es im Jahr 2018 Claudia Mahnke und Falk Struckmann in Aufführungen der Stuttgarter Staatsoper virtuos meisterten. Die deutschsprachigen Sänger müssten sich doch auch die Frage stellen: Lohnt sich der Aufwand und wie oft werde ich diese Oper singen? Ganz kritisch sehe ich es, wenn z. B. "Die Verkaufte Braut" vor einem nicht durchweg opernaffinen Publikum in tschechischer Sprache gesungen wird. Wie soll denn zum Beispiel der köstliche Humor im Duett "Komm mein Söhnchen auf ein Wort" wirken, wenn der Text nicht verstanden wird?

    Deshalb kann ich mir durchaus vorstellen, dass die Spieloper nach dem Erwachen aus dem Corona-Tiefschlaf eine gewisse Renaissance erleben wird. Nach den Schrecken der Pandemie ist eine Rückbesinnung auch auf traditionelle Werte gut möglich, Kulturaufwendungen werden sicherlich in dieser Situation vermehrt kritisch hinterfragt, Musiktheater werden dadurch mit einer noch stärkeren wirtschaftlichen Ausrichtung ihrer Häuser konfrontiert. Da liegt es doch nahe, dass über Opern nachgedacht wird, die mit relativ günstigem Aufwand, Sängern aus dem eigenen Haus und Nachwuchskräften aufgeführt werden können. Besonders wichtig erscheint mir der Hinweis des Autors beim Schlussresümee seines Artikels: Auch Spielopern offenbaren zeitlos menschliche Abgründe, die zu einer ambitionierten Repertoire-Neuausrichtung führen könnten. Wenn die Verantwortlichen und die Regisseure, also die Potentiale, die auch in diesen leider vernachlässigten Werken stecken, erkennen und ohne Vorurteile und Scheuklappen an diese herangehen, ergeben sich Möglichkeiten, diese in Teilen neu zu deuten und zeitgemäß zu inszenieren. Ich hoffe sehr, dass diese Chancen genutzt werden und die deutsche Oper wieder den Stellenwert gewinnt, den sie hatte und aufgrund ihrer Qualität auch verdient.

    Herzlichst

    Operus

    Nützliche Gedanke gerade am Anfang eines neuen Jahres:


    Kraftquellen


    Der unerschütterliche Glaube.

    Der Glaube an eine höhere Macht

    schenkt Dir Sicherheit, Urvertrauen, Selbstbewusstsein

    und verleiht Dir die Kraft, die Berge versetzen kann.

    Er gibt Dir Selbstsicherheit, Selbstvertrauen und persönliche Stärke


    Der beherrschende Gedanke.

    Dein bewusster Verstand enthält

    die Intelligenz, Vernunft, Logik, Realitätssinn.

    Er trifft Entscheidungen und kontrolliert soweit möglich

    die Impulse des Unbewussten.


    Das verborgene Unbewusste.

    steuert die Lebensfunktionen, speichert Denkmuster,

    Glaubenssätze, Reaktionsmuster und spontane Handlungsabläufe

    Es ist neutral und prüft nicht im Sinne einer Bewertung.

    Es handelt automatisch und spontan!


    Durch Selbstreflexion können wir vertiefte Einsichten über die Kraftquellen gewinnen, und diese besser erkennen und nutzen.

    Nachdenken lohnt sich also!


    Herzlichst

    Operus

    Nach meinem ersten Beitrag möchte ich gleich meine Freude äußern, dass der nahezu unentbehrliche Erinnerungsthread nun in offener Form, bei der Beteiligung aller Taminos leicht möglich ist, weitergeführt wird. Dank an Stimmenliebhaber, dass er sich unserem Werben nicht verschlossen hat und den Bereich nun in veränderter Form weiterführt. Ihm ist auch ein ausgezeichneter Kunstgriff gelungen, indem die Beiträge im neuen Thread mit Wiilis jahrelanger, umfangreicher, bewährter Erinnerungsarbeit durch Hinweis und Link verbunden werden und man dort weitere umfangreiche Berichte lesen kann. Eine perfekte Vernetzung.

    Ich wünsche dem Erinnerungsthread nach dem gelungenen Start ein gutes Ankommen bei den Nutzern und die hohe Frequenz, die er verdient.

    Herzlichst

    Operus

    Wilhelm Hesch, *3.7.1860 - *4.1.1908 gilt als der erste deutsche Bass, der auf Schallplatten dokumentiert ist. Diese Feststellung ist ein Kuriosum, denn Hesch war ein gebürtiger Tscheche, der in Elbesteinitz, Böhmen, geboren ist. Bereits in jungen Jahren schloss er sich einer reisenden Theatergruppe an. Der Direktor des Prager Nationaltheaters entdeckte Hesch und engagierte ihn 1880 an sein Haus. Ob, wann und von wem er jemals Gesangsunterricht erhielt habe ich nicht eruieren können. Bis 1892 sang er an der Prager Nationaloper. In diesem Jahr hatte der Bassist einen Aufsehen erregenden Erfolg, als er bei einem Gastspiel des Prager -Ensembles auf der Weltausstellung in Wien als Kezal in der "Verkauften Braut brillierte. Darauf folgten Gastspiele in Hamburg und Wien. Nach einem Gastspiel an der Wiener Hofoper wurde er sofort fest an dieses Haus engagiert an dem er bis zu seinem frühen Tod mit 48 Jahren viele Partien sowohl im seriösen Bassfach, als auch als Bassbariton z. B. Sachs und Wotan sang. Er wurde einer der beliebtesten Sänger an der Wiener Oper, an der ihm auch der Kammersängertitel verliehen und ihm zum Begräbnis ein Ehrengrab gewidmet wurde.

    Wilhelm Hesch soll in rund 90 Schallplattenaufnahmen mitgewirkt haben. Eine Reihe davon kann auf You tube gehört werden. Was schon beim ersten Hören auffällt ist das imposante Volumen der Stimme, die dunkle Färbung des Timbres und der Reichtum der Tonfülle. Die Stimme spricht sowohl in der Höhe als auch bei den sonoren tiefen Tönen perfekt an, dadurch wurden die erwähnten glänzenden Leistungen im Bass- und Baritonfach möglich. Trotz des großen Volumens zeichnete sich die Stimme durch hohe Beweglichkeit aus. Ganz erstaunlich mit welchem extrem schnellen Tempo, Hesch in der Arie "O wie will ich triumphieren" alle Schwierigkeiten mühelos meistert. Geradezu exemplarisch ist die vorbildliche Artikulation und dadurch die durchgängige Textverständlichkeit. Abstriche sind selbstverständlich bei der Aufnahmequalität zu machen. So ist es kaum auszumachen, ob Wackler der Technik oder dem Sänger zuzuschreiben sind. Besonders in der Sarastro-Arie wird hörbar, dass der Stimmfluss in Heschs Vortrag häufig unterbrochen wird, gekonntes Legato klingt anders. Dennoch kann man Kestings zusammenfassendem Urteil gerne zustimmen: Wilhelm Hesch ist ein vokaler Gigant!

    Herzlichst

    Operus

    Nette Künstler-Anekdoten:


    Auber zu Richard Wagner in Paris:

    "Ich habe fast drei Jahrzehnte gebraucht, um einzusehen,

    dass ich im Grunde keine musikalische Begabung besitze."

    "Und nun komponieren Sie nicht mehr?"

    " Es war zu spät. Ich war bereits berühmt"


    Fritzi Massary und ihr Gatte Max Palenberg schlenderten durch den Tierpark.

    Ein Regen brach los. Pallenberg rief ein Taxi herbei

    und das Ehepaar fuhr in ein berühmtes Weinlokal am Kurfürstendamm.

    Fritzi flüchtete in das Weinlokal, während Max den Chauffeur entlohnte.

    " Sie" sagte der Taxifahrer "passen uff. Dat is de Massary. Die wird teuer!"


    Albert Lortzing war am Theater an der Wien engagiert.

    Um die kümmerlichen Einnahmen zu verbessern schaffte seine Frau eine Kuh an.

    Nach dem Tod des Meisters kam seine Steuerakte an die Öffentlichkeit:

    "Albert Lortzing Milchhändler!"


    Herzlichst

    Operus

    Etwas Poesie zum neuen Jahr:


    Weg und Bach sind tief verschneit


    Wald und Bach sind tief verschneit,

    doch die Scholle will es fühlen

    wie im Schoß, im winterkühlen,

    künft'ge Ernte schon gedeiht.


    Wie hohe Dome steh'n die Tannen

    und lauschen auf der Winde Sang

    und was die klaren Nächte sannen,

    die Luft erfüllt ein Orgelklang.


    Ich wand're durch die weißen Weiten,

    und schnell verweht der Schritte Spur,

    das Warten ist ein Warten nur,

    das Waren ist ein Bescheiden.


    (Dr. Rosemarie Klotz-Burr)


    Herzlichst

    Operus

    Lieber Alfred,

    jetzt haben wir zwei Threads für Neujahrswünsche, diese sollen bitte zusammen geführt werden.

    Gerne wünsche ich auch in diesem Thread allen Taminos, Freunden des Forums und Gastlesern: Alles Gute für 2021, für die Gesundheit, das Wohlergehen, die Familie und den Erfolg. Ganz einfach: ich wünsche allen ganz einfach, dass Ihre Wünsche in Erfüllung gehen und sie ihre Ziele und Vorsätze verwirklichen können,

    Herzlichst

    Operus

    Das Konzert war exakt für dieses Jahr angemessen, weil Muti dem Programm durchweg eine sinfonische Bedeutung geben konnte. Dass die Wiener besonders in diesem Fach selbstverständlich eine Klasse für sich sind ist klar. Bei meiner Frau und mir haben selbst die leeren Ränge den Genuss kaum trüben können. Sehr positiv, wieviel Frauen sich inzwischen bei dem Männer-Elite -Orchester behaupten können. Mein Gott müssen die gut sein! Jeder Veranstalter fürchtet Reden vor oder nach dem Konzert, besonders wenn diese so lang sind wie von Muti. Seine Worte haben jedoch berührt. Insgesamt in einer besonderen Zeit ein besonderes Konzert, so wird es in die Analen der Wiener Philharmoniker und in die Geschichte der weltweitverbindenden Neujahrskonzerte eingehen.

    Herzlichst

    Operus

    In Opernaufnahmen hat Carlos Kleiber schon Exemplarisches geleistet. Um nur eine dieser Leistungen zu nennen: Die Aufnahme des "Rosenkavalier" 1994 aus der Wiener Staatsoper beweist: Der Klangmagier lotet den ganzen Kosmos der Partitur durch farbige Differenzierungen und feinste Nuancierungen perfekt aus. Ich könnte weitere Beispiele aus dem Opernbereich geben.

    Herzlichst

    Operus

    Ich äußere mich banal einfach: Es muss Bayreuth würdig musiziert, gesungen und vor allem inszeniert werden. Bayreuth muss wieder für die Werke Richard Wagners richtungsweisend werden. Sicherlich leichter gesagt und gefordert als getan.

    Herzlichst

    Operus