Beiträge von operus

    Lieber Hans,

    ich besitze einen CD-Mitschnitt dieser LP, die ich zur Verfügung stellen könnte.


    Erich

    Lieber Erich,

    Du hilfreicher Engel. Das ist die Lösung: Wie machen wir es am besten? Kannst Du die CD überspielen lassen? Dann würde man die Hin- und Herschickerei vermeiden, oder sendest Du mir die CD un diesie wird bei uns überspielt? Ich fände die erste Lösung besser, wenn Du eine Gelegenheit zum problemlosen Überspielen hast. Jetzt schon ganz herzlichen Dank.

    Liebe Grüße auch an Irene

    Herzlichst

    Hans

    Wer kann eine Bezugsquelle nennen ?

    Gesucht wird eine Aufnahme von Mozarts

    "Zauberflöte"

    Aufnahme: 1978

    Dirigent: Alain Lambard

    Orchestre Philharmonique de Strassbourg

    Choeur de l'Opéra du Rhin Strassbourg


    Besetzung:

    Pamina: Kiri Te Kanawa

    Tamino: Peter Hofmann

    Papageno: Philippe Huttenlocher

    Sarastro: Kurt Moll

    Sprecher: José van Dam

    Papagena:Kathleen Battle

    und weitere Solisten


    Die Aufnahme könnte bei ERATO? erschienen sein.

    Wer kennt eine Bezugsquelle? Wer möchte diese Aufnahme als LP oder CD verkaufen?


    Herzlichst

    Operus (Hans)

    deshalb ist der Beruf des Kritikers auch nicht wirklich gewährdet, auch wenn das Lesen im Kaffeesatz oder einer Glaskugel ebenso zuverlässig wäre, wie deren Urteil.

    Aber, aber, lieber Alfred, in unserem Forum schreiben eine nicht zu geringe Anzahl Mitglieder regelmäßig oder gelegentlich Kritiken. Ich bin einer davon. Selbstverständlich bin ich zutiefst getroffen und am Boden zerstört, dass wir als die schreibende Kaste mit Wahrsagern, Hexen und Scharlatanen gleichgesetzt werden. Wie kann man ein solches Urteil überstehen? Nur mit einer Alltagsphilosophie: Sich und das, was man sich als Urteil abringt, nicht so ernst nehmen. Trost: "Nichts ist so alt, wie die Zeitung von Gestern." Heute Abend werde ich einen extra Schluck genießen, um mein Selbstbewußtsein wieder ins Gleichgewicht zu bringen und die Grantler aus Wien nicht zu ernst zu nehmen.

    Herzlichst

    Operus (Hans)

    Und bitte keine Angst haben sich zu äußern! Naivität und Intuition sind etwas Positives. Jeder von uns hat sich so Musik erschlossen und sich für diese begeistert. Hinterher kann man das vertiefen und das ist um so schöner!


    Schöne Grüße

    Holger

    Lieber Holger,

    welch bedenkenswerte - oder wäre besser befolgungswerte? - Aussage in einem auch sonst sehr lesenswerten Beitrag.

    Herzlichst

    Operus (Hans)

    Lieber Caruso,

    danke für die Mühe und den Zeitaufwand, den Du bei Erstellung der so erfreulich umfangreichen Liste für uns geleistest hast. Das Thema ist ein wichtiger, nicht mehr wegzudenkender Teil des Forums geworden. Mit etwas Schmunzeln denke ich an die Geburtswehen des Themas zurück und die Rückenstärkung, die wir am Anfang gegeben haben. Es hat sich gelohnt! "Beharrlichkeit führt doch zum Ziel"

    Herzlichst

    Operus (Hans)

    Lieber Willi,

    PHANTASTISCH - dieses Prädikat hast Du Dir mit Deiner Kritik über das Konzert des Heilbronner Sinfonie Orchesters ebenfalls verdient. Kompetent leuchtest Du die Konzertaufführung bis in die letzten Feinheiten aus. Dabei steuerst Du Deine jahrzehntelange Erfahrung besonders im Klavierbereich bei. Fast beneide ich Dich ein wenig. Beim Schreiben für Tages- und auch Fachzeitungen bekommst Du nie so viel Platz, um so umfangreich und detailliert schreiben zu können. Genau das macht

    Deine Ausführungen so wertvoll, dass sie den ganzen Konzertabend in einer ganzheitlichen Betrachtung dem Leser nahe bringen.

    Herzlichst

    Operus (Hans)

    ,

    Lieber Christian,

    einen Versuch ist es sicherlich wert. Alle die mehr vom Klavier verstehen waren sehr angetan von der Leistung von Frau Schirmer. Auch unser Dirigent Prof. Alois Seidlmeier, der selbst ein passabler Klaviersolist ist war voll zufrieden. Gerade Ragna Schirmer, mit dem Spitznamen Madame Schumann, hatte im Jubiläumsjahr von Clara Schumann in Deutschland und international einen großen Lauf.

    Herzlichst

    Operus (Hans)

    Lieber Carlo,

    das Gedenken an noch lebende Sängerlegenden ist einer der Schwerpunkte des Wirkens der Gottlob Frick Gesellschaft. Jährlich versammeln sich 200 bis 250 Gäste aus dem künstlerischen bei unserem Künstlertreffen. Unsere Händeabdruck-Galerie umfasst ca. 400 Uinikate hauptsächlich der Großen aus der Nachkriegszeit. Natürlich viele darunter, die heute nicht mehr unter uns weilen. Deshalb verfolge ich Deine gründliche und erfreulich detaillierte Arbeit zum Sängergedenken mit großem Interesse und selbstverständlich viel Wohlwollen. Vielleicht bringt es etwas, wenn wir uns bei Bedarf austauschen, denn wir haben ebenfalls recht viel Material in der Gottlob Frick Gedächtnisstätte. Bitte mache in dieser Art weiter. Deine Berichte bereichern uns.

    Herzlichst

    Hans

    Bei Karajan müsste man eigentlich fragen: Geschätzt als was? Als Musiker ist ein Meister von Größe und Schönheit. Andere Pultheroen leuchteten die Werke oftmals tiefergehend aus. Als Pionier in der Technik und Wegbereiter der interationalen Oper ist er im 20. Jahrhundert alles überragend. Als Zerstörer der Ensembles ist er gehaßt. Als Totengräber des Singens in deutscher Sprache ebenfalls. Preis der Internationalisierung und Globalisierung der Oper. Wenn ich aus persönlicher Sicht abwäge schätze ich ihn als prägende Persönlichkeit der jüngeren Operngeschichte.

    Herzlichst

    Operus (Hans)

    Also für anonyme Aktivitäten, dunkle Machenschaften, Kalbalen und Intrigen eiigne ich mich offensichtlich nicht. Der vorstehende Leserbrief sollte ganz geheim sein. Ich Depp beachtete nicht, dass dieser groß mi Avatar erscheint. Also selbst ein Eigentor geschossen.

    Herzlichst

    Operus (Hans)

    Wir hatten am Sonntag 10. November 2019 beim Heilbronner Sinfonie Orchester eine Aufführung der "Symphonie fantastique" von Hctor Berlioz. Die Wiedergabe hat offensichtlich gezündet, gepackt, vielleicht sogar aufgewühlt. Selten habe ich nach Konzertende und bei der Nachfeier so viele Kommentare gehört, wie "großartig, miteißend, unglaublich usw. Auch die Rezension, die heute erschien, lag voll auf dieser Linie.

    Es waren allerdings fast alles pauschale Äusserungen ohne Begründung. Später saßen wir noch zusammen und besprachen im sogenanten "Kennerkreis" das Gebotene selbstverständlich analysierend und kritisch. Dabei fanden wir schnell heraus, dass die Glocken zu laut waren, es Koordinationsprobleme bei den Hörnern gab und die Oboe aus der Ferne zu spät einsetzte. Plötzlich stand die Frage im Raum, die ich zur Diskussion stellen möchte. Hören wir Kenner normal wenn wir kritisch schon auf die schwierige Stelle - zum Beispiel die Trompeten im Triumphmasch in "Aida" warten? Liegen unsere Melomanen richtig, wenn sie praktisch jeden einzelnen Gesangton sezieren und beurteilen? Könnte es nicht sein, dass "Otto Normalverbraucher", der einfach zuhört, erlebt, hoffentlich dabei genießt und danach sein Pauschalurteil spontan unreflektiert äussert weit mehr die Allgemeinmeinung trifft, als die Experten? Leiden wir nicht auch im Tamino-Forum darunter, dass Mitleser und Gäste es oft nicht wagen ihre Meinung zu posten, weil sie Kritik im Haifischbecken der Experten befürchten? Also nochmals: Wer hört richtig?


    Herzlichst

    Operus (Hans)

    Sehr geehrter Herr Schmidt,


    ich bin ein eifriger, zufriedener Leser des Taminoforums. Gerade lese ich einen Protest des Tamino-Holzwurms im Thread "Freude und Erheiterung für alle Taminos." Es wäre für das Forum ein ganz herber Verlust, wenn der Holzwurm sich aus meiner Meinung nach berechtigtem Frust aus dem Forum zurückziehen würde. Was kann getan werden, um unseren Holzwurm zu versöhnen? Ich finde das Problem so gravierend, dass es auf die höchste Ebene des Forums, nämlich zu Ihnen, zur Erledigung (Trost, Wiedergutmachung usw.) gehört.

    Mit besten Grüßen von einem treuen Freund des Forums

    (Bitte verzeihen Sie, dass ich meine Adresse nicht nennen möchte. Der Fall ist so delikat, dass er äusserst diskret behandelt werden muss. Ausserdem befürchte ich bei Adressnennung eine Holzwurminvasion. Darf ich dennoch auf Veröffentlichung und erbetene Maßnahmen hoffen? Bereits im Voraus verbindlichen Dank.)

    Heut' ist wieder Holzwurmtag!

    Der Holzwurm fühlt sich durch Wurm-Bashing diskreditiert,

    Was zu großem Frust in der Holzwurmsippe führt.

    Sein Protest richtet sich gegen Verdis "Oper Luisa Miller",

    weil der Name Wurm verwandt wird für einen fiesen Killer.


    Herzlichst

    Operus (Hans)

    Die Gigli -Filme waren sehenswert und daher populär. Darüber darf keinesfalls vergessen werden, dass er eine der prachtvollsten Tenorstimmen aller Zeiten mit einer nahezu unvergleichlichen Mezza-voce- Kultur hatte. Er hatte auch als einer der Ersten den Mut Cross Over zu wirken, was ihm herbe Kritik der Gesangspuristen eintrug.

    Herzlichst

    Operus (Hans)

    Der achtzigjährige Kammersänger hob einer Schönen den Fächer auf.

    Die Dame würdigte den Sänger keines Blickes.

    " Madame" , sagte dieser lächelnd, "Sie verschwenden Ihre Kälte."


    Abraham a Santa Clara schimpfte am Madalenentag über alle zeitgenössischen Buhlerinnen,

    ergriff seine Bibel, hob sie hoch und rief, er werde sie einer der Hauptsünderinnen an den Kopf werfen,

    Eine große Zahl der Damen zog die Köpfe ein.


    Herzlichst

    Operus (Hans)

    Fidelio als Ulmer Mischung aus verschiedenen vorliegenden Fassungen der Oper wurde in dieser Inszenierung von Dietrich W. Hilsdorf geboten. Diese hatte als Grundlage im wesentlichen das deutsche Libretto von Sonnleithner und Treitschke, das sich in 3 Akte gliedert. Gespielt wurde die Oper jedoch ohne Pause und die gesprochenen Dialoge waren gestrichen. Was als Straffung und Konzentration auf die Musik dienen sollte schuf eher Verwirrung und erschwerte das Verständnis. Es fehlte der verbindende Handlungsstrang der geprochenen Texte. Ein weiteres Erschwernis war, dass das gesamte Geschehen in einem einzigen Raum, einer Art kleinbürgerlichen Wohnküche spielte. Es gab also keinen Kerker. Selbst die Chorszenen spielten sich im Wohnküchen Milieu ab. Fidelio soll ja sowohl bürgerlich,familiäre Atmosphäre, despotische Willkür, Düsternis und Beklemmung in der Kerkerszene und eine Apotheose der Freiheit, der alles überwindenden Liebe und der namenlosen Freude verwirklichen. Diese geforderten Kontraste wurden vom kleinbürgerlichen Mief überlagert und erstickt.

    Eröffnet wurde der Abend mit der III. Leonoren Ouvertüre. Trotz zum Teil guter Leistungen der Instumentengruppen, z. B. der präzise und tonschön spielenden Hörner fehlte der große Atem, der strömende Fluss. Die Wiedergabe unter dem Dirigenten Levente Török wirkte wie ein Puzzle zusammengesetzt aus schönen Einzelteilen.

    Weiter ging es mit einer Änderung der Nummernfolge. Das einleitende Duett Marzelline -Jaquino wurde mit der Arie der Marzelline "O wär ich schon mit Dir vereint" getauscht. Aha, dies sollte wohl bereits am Anfang ein Teil der Ulmer Mischfassung sein. Effekt eher Verwirrung als musikalisch-dramaturgischer Nutzen.

    Gerettet wurde diese Aufführung durch Beethovens geniale Musik, die offenbar unabhängig vom Rahmen und der Atmosphäre, in der sie geboten wird, durch ihre grandios, ergreifende Wirkung überwältigt. Zweiter Pluspunkt waren die Sänger. Leonore Susanne Serling mit in allen Lagen gut ansprechender, tonschöner Stimme, die auch die Höhen problemlos meisterte. Einziges Problem war, dass das zarte Persönchen sich schwer tat, ein kämpferisches Weib glaubhaft darzustellen. Vor allem weil ihr in Maryna Zubko eine sehr resolute Marzelline mit voluminöser, durchschlagskräftiger Stimme gegenüberstand. Dennoch wurde die Leonoren Arie mit Bravorufen bedacht. Markus Franke verfügt über einen schlanken, hell timbrierten, sicher geführten Tenor. Besonders die sentimentalen Stellen seiner Arie gestaltete er so gefühlvoll, dass sie unter die Haut gingen. Erik Rousi als Rocco war am Anfang noch zu zurückhaltend und befangen, dass er im Quartett fast unterging, steigerte sich jedoch im Lauf des Abends zu einer überzeugenden Leistung. Dae-Hee Shin sang den Pizarro mit viel baritonalem Wohlklang fast zu schön, dadurch blieb er jegliche Dämonie weitgehend schuldig. Die anderen Partien waren rollendeckend besetzt und bestätigten den guten sängerischen Standard des Ulmer Theaters. Genau wie Chor und Extrachor, die ebenfalls tonschön sangen mit allenfalls einigen kleinen Wacklern. Ihre Leistung wurde jedoch durch die Küchenatmosphäre gemindert.

    Der uneinheitliche Eindruck setzte sich auch in der Personenregie von Dietrich W. Hilsdorf fort. Auf der einen Seite durchaus gelungene intime Szenen, daneben befremdende übergriffige Handlungen vom jugendlich wirkenden Jaquino Luke Sinclair. Unverständlich, dass beispielweise im Quartett "Mir ist so wunderbar" die Sänger in die äußersten Winkel der Bühne verteilt waren, was die Verschmelzung der Stimmen nahezu unmöglich machte. Auch mit komischen Elementen wollte der Regisseur seine Mischung anreichern. Die Gags wirkten eher peinlich als lustig, zum Beispiel ein hereinkriechender Minister, der von lasziv bekleideten Marketenderinnen wie ein Hund hereingeführt wurde, mit einem läppischen Schild um den Hals mit der Aufschrift "Ich bin der Minister". Vielleicht musste der Regisseur diesen Hinweis geben, weil man die Respektsperson sonst eher für einen Hanswurscht gehalten hätte. Genau so blöd war es, dass Florestan mit einem weißen, sauberen Brautkleid auftreten durfte. So streng schien die Kerkerhaft dann doch nicht gewesen zu sein. Wobei man die Frage stellen kann, wie weit Humor besonders wenn er zum Klamauk wird, zu Beethovens Humanitätsidealen passt.

    Die Mischfassung, die das Ulmer Theater bieten wollte , war eher eine nicht geglückte Vermischung verschiedenster Konzepte, die nicht zusammen harmonierten. Herrn Hilfsdorf fehlte offenbar die Erleuchtung für den richtigen Weg, die den Ulmern durch den legendären Ulmer Spatz doch schon einmal geschenkt wurde. Dennoch eine Inszenierung, die vom Publikum mit lang anhaltendem Beifall belohnt wurde und die zu mehr Fragen und Nachdenken anregt als sie Antworten gibt.

    Herzlichst

    Operus (Hans)


    Nachtrag für unsere Tamino-Freunde: Unser Chronist Willi ist zu Besuch bei uns, weil er hauptsächlich heute am nachfolgenden Tag mit uns zusammen das Konzert des Heilbronner Sinfonie Orchesters "PHANTASTISCH mit Webers Freischütz Ouvertüre, dem Klavierkonzert von Clara Schumann und der Fantastique von Berlioz" besuchen will. Der "Fidelio" war eher eine willkommene Zugabe. Eine Zugabe, die uns allerdings durch die Mischung des Regisseurs noch lange beschäftigte. Wir konnten in unserer 3er Runde Ingrid Hey, Willi und Hans A. Hey die Hilsdorf-Mischung auch nicht klar identifizieren. Vor allem hoffen wir, dass keiner von den diskussionsfreudigen Taminos die Frage stellt. War dieser Fidelio eine traditionelle oder eine moderne Inszenierung? Muss diese Frage überhaupt beantwortet werden? Sollte die Frage nicht völlig unabhängig vom Inszenierungsstil nicht ganz einfach heißen gelungen oder nicht gelungen? Selbst das kann, wie der Bericht ausführt, auch nicht eindeutig geklärt werden, weil die Aufführung beides gelungen und nicht gelungen enthält. Ist das Ziel jedoch Nachdenken und herausfordernde Beschäftigung mit dem Werk, dann hat die Ulmer Mischfassung diesen Zweck jedoch voll erfüllt.

    Über den Besuch des Konzerts heute Abend muss danach Willi für das Tamino Forum berichten. :D

    Bei den jungen lyrischenTenören scheint gerade Hochkonjungtur zu herrschen Mingjie Lei wird ebenfalls immer höher gehandelt. Ich wollte ihn für das Jubiläumskonzert aus Anlass der 25jährigen Bestehens der Gottlob Frick Gesellschaft 2020 für das Jubiläumskonzert engagieren. Sein Stammhaus Stuttgart gibt ihm nicht frei, da er ständig eingesetzt wird und die Partien immer größer werden. Als einen der führenden Evangelisten würde ich im Oratorien- und Liedbereich Tilman Lichdi ebenfalls mit einbeziehen. Die interessanten "Neuheiten" stellst Du lieber Caruso ja dankenswerter Weise immer vor.

    Herzlichst

    Operus (Hans)

    Lieber Causo,

    danke für den Bezug auf meinen Beitrag mit Bestätigung des Könnens von Andreas Hörl, den Bassisten unserer Wahl, beim Jubiläumskonzet im nächsten Jahr und den Artikel zum Mindener Ring, den ich leider nur am Rande wahrgenommen habe. Auch wieder eine Bestätigung, dass in der Provinz oft Aussergewöhnliches geleistet wird.

    Herzlichst

    Operus (Hans)

    Lieber Melomane,

    die Zahlen aus der relativ neuen Bertelsmann Studie sprechen eine andere Sprache. Nur etwa zehn bis 15% der Absolventen eins Gesangsjahrgangs finden eine dauerhafte Anstellung im Chor oder als Solist an einem deutschen Musiktheater. Es werden immer noch zu viele Sängerinnen und Sänger ausgebildet. Dei Zahl der freiberuflichen Opern- und Operettensänger ist von 2.000 - 2016 um 129% gestiegen. Wobei die Freiberuflichkeit gerade bei jungen Sängern in den meisten Fällen maskierte Arbeitslosigkeit ist. Laut Künstlersozialkasse lag 2018 das erreichte Einkommen bei 75% der Freiberuflichen unter 10.000 € pro Jahr. Seit langem ist es eine Tendenz an deutschen Musiktheatern, dass die Ensembles ausgedünnt werden und daür mit Gast- oder Stückverträgen gearbeitet wird. Das sind einige der Zahlen aus Opernsänger mit Zukunft? Verlag Bertelsmann Stiftung. Das Buch liefert noch weit mehr interessante Zahlen und Trends, die alle m.E. erschreckend für den Sängernachwuchs sind.
    Hezrlichst

    Operus (Hans)

    Alexander Tschaikowsky: Stan Tamerlana

    Lieber Teleton,

    danke für die Vorstellung eines wirklich mitreissenden Stückes von einem Herrn Alexander Tschaikowsky, den selbst ich noch nicht kannte. Das ist einer der ganz großen Vorteile unseres Tamino-Forums, dass man laufend mit Neuheiten konfrontiert wird. Wenn man wie ich bei Programmkonzeptionen mitarbeitet, dann sind die attraktiven Kurzstücke eine wertvolle Empfehlung, weil man diese Stücke oft als Reisser und aus Zeitgründen ausgezeichnet brauchen kann.

    Herzlichst Operus (Hans)

    Lieber Erich,

    es wäre ja ein Armutszeugnis, wenn bei der Gottlob Frick Gesellschaft, die ja scherzhaft oft das Mekka der Beassisten genannt wird, Mangel an Bassisten herrschen würde. Nur sind wir nach unserem Satzungsauftrag verpflichtet junge Bassisten zu fördern. Mit Anderas Hörl haben wir einen solchen Senkrechtstarter, der bereits im jungen Alter eine beachtliche Karriere vorweisen kann. Zwei andere Junge haben wir im Visier. Wenn wir das Konzert ganz auf Bass hin konzipieren dann wird der "Großinquisitor" aus "Don Carlos" sicherlich eine der Partien sein, die gesungen werden.. Ich sehe nun ein gewisses Problem in dem Charakter dieser Rolle und einem jungen Interpreten. Wir werden es schaffen. Falls es Probleme gäbe würden wir gerne auf Dich zukommen und über den von Diir empfohlenen Bassisten diskutieren, dass er das Format hätte, vor dem fachkundigsten (kritischsten?) Publikum zu bestehen, dafür bürgt Deine Fachkenntnis und Empfehlung.

    Liebe Grüße auch an Irene

    Herzlichst

    Operus (Hans)

    Sicher sind ausführliche Booklets wichtig. Leider fassen sich einige Labels dabei ziemlich kurz und präsentieren nur die Besetzungsliste mit Sängern/innen und Dirigent und einer Trackliste. Bei Studioaufnahmen renommierter Firmen findet man meistens tadellose Booklets mit Inhaltsangabe der Oper, Sängerbiographien und manchmal auch Berichte über die Umstände der Aufnahme. angegeben. Bei Studioaufnahmen gehen die Labels viel gründlicher vor. Da werden genau die Aufnahmedaten angegeben. Auch enthalten sie oft sehr informative Aufsätze, die extra für die betreffende CD geschrieben worden sind. So etwas finde ich gut. Als Beispiel seien da nur die Labels Deutsche Grammophon und Decca genannt. CDs bei diesen Labels sind nicht gerade die billigsten. Aber das liegt nicht zuletzt auch an den sorgfältig errichteten und oft recht dicken Booklets.

    Ein Label, das sich mit der Gestaltung von Booklets ganz besondere Mühe gibt ist Hänssler Profil. So ist zum Beispiel das Booklet der Festaufführung des Großen Hauses der Dresdner Staatsoper 1948 direkt ein bibliographisches Meisterwerk. Reich bebildert mit hervorragenden Fotos, Zeitzeugen kommen zu Wort, die ganze Geschichte der Nachkriegszeit bis zur Eröffnung der neuen Semperoper wird beeindruckend geschildert. So informativ und spannend, dass allein das kunstvolle Booklet den Kauf der Box lohnt. (Profil Hänssler Semperoper Edition Vol.2 PH1033).

    Ein weiteres Beispiel für ein mustergültiges Booklet ist die Beilage zum Gottlob Frick Porträt, die anlässlich des 25jährigen Todestages bei Hänssler Profil erschienen ist. Zu fast allen Aufnahmen gibt es Fotos,umfangreiche Informationen zu den Aufnahmen und ein Porträt das nicht nur Werke und stimmliche Qualitäten des Sängers aufzeigt sondern vor allem auch den Menschen Gottlob Frick erlebbar vorstellt. (Profil Hänssler Der schwärzeste Bass PH18047)

    Diese Jubiläums Box mit 4 CDs wurde von unserem Tamino-Freund Rheingold im Thread "Gottlob Frick der schwärzeste Bass" ( Beitrag 491) kompetent und ausführlich besprochen.

    Herzlichst

    Operus (Hans)

    Lieber Joseph II.

    danke für die Vorstellung von Sigurd Lie, der mir völlig fremd war. Auch mich beeindruckt die Ballade "Wartburg". Ich sah sie mehr aus der Sicht des Sängers. Ein Bassist kann bei der Gestaltung des Werkes viel zeigen.

    herzlichst

    Operus (Hans)

    Ganz herzlichen Dank an Elisabeth Freitag, dass sie bei der Veranstaltung unermüdlch fotografierte und und uns Bilder zur Verfügung stellte. Für die postiven Kommentare und für den immer hilfsbereiten Hart für die kollegiale Einstellung der Bilder. Gerhard Wischnewski drehte sogar einen ganzen Film über das Konzert. Durch die Bilder kommt in Verbindung mit dem Bericht von Karl Georg Hart sicherlich doch etwas mehr von der Atmosphäre des Konzerts im Rahmen des Künstlertreffens rüber. (Nr. 503 in diesem Thread). Danke alle Beteiligten.


    Welche Schwierigkeiten es bei der Planung und Organisation einer solchen Veranstaltung gibt, macht folgendes Beispiel deutlich. Selbstverständlich waren die Solisten für das Künstlertreffen 2020 bereits ausgesucht, Gespräche mit ihnen geführt und das Programm diskutiert. In den letzten Tagen kam dann der Hammer, sowohl der Sopran als auch der Tenor bekommen im Oktober 2020 nicht von ihren Bühnen frei. Also heißt es nochmals suchen und wir hatten junge Sänger ausgewählt, die auch bei den neuen Stimmen hier im Forum vorgestellt wurden. Nachdem die Wunschkandidaten leider nicht können heißt es neu suchen, oder das Programm überdenken und neu konzipieren. Im nächsten Jahr ist das 25jährige Jubiläum der Gottlob Frick Gesellschaft, das soll es auch noch etwas besonderes sein. Es scheint fast leichter zu sein, einen Minister für das Ereignis zu gewinnen, denn dieser hat liebenswürdiger Weise- Stand heute - bereits fest zugesagt, als zwei junge bereits stark gefragte junge Sänger zu engagieren.


    Herzlichst

    Operus (Hans)

    Mein Problem ist, Überfluss und Konzentration in Übereinstimmung zu bringen. Will sagen, die immer größer werdende Menge an Tonträgern behindert mich mehr als dass sie mir nützt. Es lebt sich - wie ich finde - auf Dauer nicht gut wie die Fliege in der Butter. Klassikfan hatte Bruckner 5 ins Spiel gebracht. Meine erste Aufnahme in sehr jungen Jahren war diese:


    BRUCKNER-Sinfonie-Nr-5-Konwitschny-Leipzig-Vinyl-2LP.jpg


    Sie kostete, gemessen an meinem damaligen persönlichen Taschengeld-Budget - ein Vermögen. Ich war monatelang im Plattenladen darum herumgeschlichen. Als ich die Kassette schließlich nach Hause trug, glaubte ich, einen Schatz gehoben zu haben. In den nächsten Wochen hörte ich die Platten ständig und durfte dabei nicht gestört werden. Inzwischen haben sich - meist auf Festplatten - vielleicht fünfzig verschiedenen Einspielungen angesammelt. So konzentriert und besessen wie einst, kann ich das Werk aber nicht mehr hören. Meist bleibt es bei einem Satz.