Beiträge von JL

    Um auf die Ausgangsfrage zurückzukommen:


    Wird der Würzburger Vampyr auch in dieser Spielzeit gegeben?
    Gibt es irgendwo Marschner auf dem Spielplan? In Hamburg, Lübeck, Schwerin und Kiel jedenfalls nicht.


    Ich kenne praktisch nichts von Marschner, aber nach der Lektüre des Opernführers reizt mich Hans Heiling mehr als der Vampyr. Mit einem pfiffigen Regiekonzept könnte man auch etwas modermes herausholen. Da müßten sich doch Theatermacher ob der Möglichkeit einer politischen Aussage die Finger danach lecken.

    In der Diskussion über die Moderne werden breit bereits verstorbene oder mittlerweile alte Komponisten genannt. Vielleicht ist es ein neues Thema, aber was ist denn mit den noch jungen oder besser jüngeren Kompnisten.


    Gibt es unter Ihnen solche deren Beobachtung sich lohnt?


    Ich habe im Bereich Kammermusik unter http://www.tamino-klassikforum.at/thread.php?threadid=8646 Erkki-Sven Tüür angesprochen und im Opernforum bisher erfolglos nach Wallenberg von Erkki-Sven Tüür (http://www.tamino-klassikforum.at/thread.php?threadid=8700) gefragt.


    Tatsächlich kenne ich von Tüür nur das Lamentatio, ein Trio und Ausschnitte von Wallenberg, aber er ist ein Komponist der neuen Generation und unter ihnen muß es doch massenhaft talentierte Menschen geben. Außerdem bin ich davon überzeugt, dass es der nächsten Generation gelingen wird mit einem Chrossover diese alberne Teilung zwischen U und E oder wie es sonst noch genannt wird zu überwinden. Auch dafür ist Tüür übrigens auch ein Beispiel.


    Thema soll jetzt aber bitte nicht Tüür oder das Chrossover sein, sondern der aufstrebende Nachwuchs.

    Ich gehöre auch zu den Menschen, die Spannung gerne benutzen und möchte meine Wortverwendung gerne erklären.


    Für mich ist "ich fand XY spannend" ausdruck eines subjektiven Fesselungsgefühls - oder im Falle der Vernenung des Fehlens desselben - das ich (vielleicht um den Zauber nicht zu lösen) nicht weiter erläutern möchte.


    Außerdem ist es eine Modefloskel, die gerne aufgegriffen wird. Wenn etwas "nicht so spannend" war, so bedeutet es in etwa "Es hat nicht die erwarteten Eigenschaften oder Wirkungen gehabt".


    Ob das die Diskussion wieder befruchtet, weiß ich nicht. Muß aber auch nicht sein.

    Ich bin zwar eher auf dem Operntripp und kenne eine ganze Reihe der vorgeschlagenen Operetten nicht, aber Lieblingsopertten habe ich trotzdem. Für mich bleibt die Fledermaus das Non-Plus-Ultra aller Operetten auch wenn die Schlußszene schwach ist.
    Die Story ist aber insgesamt frivol und geistreich.
    Mir ist die Aufnahme allerdings egal.


    Meine 6 + 3


    1. Fledermaus
    2. Die schöne Helena
    3. Orpheus in der Unterwelt
    4. Land des Lächelns
    5. Frau Luna
    6. Der Mikado


    Die Ersatzbank:
    Gasparone
    Gräfin Mariza
    Meine Schwester und ich


    knapp verfehlt haben
    Die lustige Witwe und Eine Nacht in Venedig

    Ich bereite mich gerade auf meine Walküre-Premieren in Lübeck und Hamburg vor (hört sich so an als ob ich da Beteiligt wäre, bin ich nicht. Ich habe nur Karten dafür).
    Ich höre und sehe auf Youtube Die Walküre in Teilen, im Moment "Die Walküre Rattle 2007 Stemme,Gambill,Petrenko,White,Westbroeck,Johansson, Teil:14" vom Festival Aix-en Provence.
    Die Qualität ist akzeptabel und die Bestzung ausgezeichnet.

    Auch wenn das Theater in Lübeck etwas mit Informationen geizt - die Besetzung habe ich erfragt, auf der HP steht sie nicht und die Proben haben Sie auch noch nicht fotographiert - liegt die musikalische Leitung in der Tat bei GMD Brogli-Sacher.


    Beim Rheingold auch unter seiner Leitung - zumindest in der Vorstellung die ich gesehen habe - mußte das Orchester sich erst einmal warmspielen. Ob das nun am Dirigat lag oder mehr an einzelnen Mitgliedern des Orchesters, wer weiß... Es hat dem Abend insgesamt keinen Abbruch getan. Man kann ja das ganze nicht anhalten und noch einmal von vorne anfangen und es wurde im Laufe des Abends immer besser.


    Das Theater in Lübeck ist gerade mit ihm als Operndirektor sehr beachtenswert und hat ein gutes Programm. Ich ärgere mich z.B. immer noch, dass ich in der letzten Spielzeit nicht in die Elegie der jungen Liebenden gegangen bin, aber das ist ein anderes Thema. Und: Das Haus macht eine ausgezeichnete Öffentlichkeits- und Kulturarbeit.


    Zusammengefasst: Ich werde sehr gerne über meinen Besuch berichten und werde auch versuchen etwas zu BS zu schreiben.

    Schon 10 Tage vor der Premiere konnte ich jetzt auch endlich Karten für Lübeck bekommen.
    Bei der Besetzung fällt auf, dass meine Lübecker Lieblingssängerin Veronika Waldner 2 Partien singt. Im Rheingold hatte sie als Edda einen glänzenden Auftritt.
    Die Besetzung:
    Siegmund Andrew Sritheran
    Hunding Andreas Haller
    Wotan Stefan Heidemann
    Sieglinde Morion Ammann
    Brünnhilde Rebecca Teem
    Fricka Veronika Waldner
    Helmwige Anna Baxter/Velina Bozhilova
    Gerhilde Sonja Freitag
    Ortlinde Hyo-Sung Na
    Waltraute Veronika Waldner
    Siegrune Roswitha C. Müller
    Roßweide Sandra Maxheimer
    Grimgerde Frauke Willimczik
    Schwertleite Elena Suvorova


    Ich freue mich schon sehr!


    Übrigens liebäugele ich auch mit Rienzi. So oft ist er in Norddeutschland nicht zusehen. Und dann noch in der Inszenierung der Kronprinzessin...

    Die Männer zu listen finde ich viel schwerer als die Frauen.


    Marius Vlad, Tenor 12 Punkte
    Antonio Yang, Bariton 12 Punkte
    Thomas Quasthoff, 11 PUnkte
    Patrick Busert, Tenor, 10 Pnkte
    Falk Struckmann, Bass-bariton 9 Punkte
    Jochen Kowalski Countertenor, 8 Punkte
    Klaus Nomi, counter 7 Punkte
    Rolando Villazón, tenor 6 punkte
    Placido Domingo, Tenor 5 Punkte
    René Kollo, Tenor 4 Punkte
    Herrman Prey, Bariton 3 Punkte
    Rudof Schock, Tenor 2 Punkte
    Luciano Pavarotti, Tenor 1 Punkt


    Subjektiv wie bei den Damen: Marius Vlad habe ich in Schwerin Openair bei Regen und Sturm den Jose gesehen und ich glaube nicht, dass es "trocken" besser geht. Yang ist mein Lübeckstar. Kowalski habe ich schon oft im Radio gehört und es gefällt mir sehr. Rudolf Schock müßze für manches 12 Punkte und für manches Prügel bekommen. Ich habe eine Ombra mi Fu Aufnahme, die zum Niederknien und einen Operettensembler, der eine frechheit ist. Ähnliches Prey: Er ist mein Eisenstein, der Held meiner musikalischen Erweckung, aber - ich weiß nicht mehr wobei - habe ich ihn im Radio gehört und war empört. Die Qualität liegt manchmal auch in der Beschränkung.
    Klaus Nomi ist leider schon lange Tod, einer der ersten Aidsopfer. Ich habe 2 Platten und beide sind unbeschreiblch schön, auch wenn nur weniges davon klassisch ist.
    Pavarotti ist eigentlich der größte gewesen.

    Ich bekenne mich zu Subjektivität und Bevorzugung von Sängerinnen, die ich bereits gesehen habe oder von Silberling oder Platte gut kenne. Deshalb fehlen Größen wie Maria Callas. Ich habe noch nie eine gute Aufnahme gehört.


    And here are the results of me as a jury


    Jessye Norman, 12 Punkte
    Birgit Nilsson, Sopran 11 Punkte
    Veronika Waldner, Mezzosopran 10 Punkte
    Elena Mosuc, Sopran, 9 Punkte
    Miriam Gordon-Stewart, Sopran 8 Punkte
    Hellen Kwon, Sopran, 7 Punkte
    Anneliese Rothenberger, 6 Punke
    Montserrat Caballé, 5 Punkte
    Cecilia Bartoli, Mezzosopran, 4Punkte
    Anna Netrebko Sopran 3 Punkte
    Ha Young Lee, Sopran 2 punkte
    Lucia Popp Sopran 1 Punkt


    Wie gesagt sehr Subjktiv: Norman und Nilsson sind in der Konserve so großartig. Veronika Waldner ist im Ensemble in Lübeck und grandios in Stimme und Ausstrahlung. Gorden-Steward, Kwon und Ha Young Lee sind im Ensebmble in Hamburg und ich verdanke ihnen schöne Opernabende. Rothenberger mochte schon immer. Caballé singt toll und ist im Interview witzig. Bartoli und Netrebko gefallen mir simmlich und optisch.

    Vielen Dank für die Info. Das es eine französischen Show ist, wußte ich. Als Kürmusik im Eiskunstlauf hatte ich es schon mehrfach gehört (ich bin Preisrichter im Eiskunstlaufen udn hatte die Trainer nach der Musik befragt). Es war in Paris glauibe ich ein ziemlich großer Erfolg.


    Vielleicht wird es ja auch mal in Hamburg aufgelegt.

    Ich haben davon erfahren, dass in Wien Romeo und Julia als Musical aufgeführt wurde/ wird. Ich kenne Teile der Musik als Kür im Eistanzen und fand diese ausgesprochen gelungen.
    Wie ist denn das ganze Musical? Bei Youtube kann man es sich ja in Häppchen ansehen. http://de.youtube.com/watch?v=29X3wWyaWOE&feature=related Auch da gefällt mir die Musik recht gut auch wenn es etwas konventionell ist.


    Wie ist es denn als Stück?


    Ich liebe die Story. Im Theater, als Filrm (ich kann mich nicht recht entscheiden ob ich den Zeffirelli oder den Luhmann - Film besser finde - ich liebe beide) oder als West Side Story. Auch Gounods Oper finde ich gut.


    Und das Musical?

    Stadt: Hamburg
    Opernhaus:Staatsoper
    Titel der Oper: Der Ring des Nibelungen- Die Walküre
    Datum der Aufführung: 19.10.2008
    Warum: Ich habe das Rheingold gesehen und möchte wissen wie es weiter geht...:-) Scherz beiseite. Zunächst möchte ich die Walküre sehen. Dann bin ich auf die Inszenierung gespannt. Ein Bett wird mir wohl erspart bleiben, aber es gibt ja noch viele Räume im Götterhaus oder vielleicht bei den Nachbarn. (Anm: Das Rheingold spielte im Kinderzimmer, auf dem Dachboden und im Heizungskeller bei "Erwin und Frieda Wotans Reihenhaus"). Egal, wichtig ist dasss die Musik stimmt. Und da Simone Young am Pult steht, wird sie stimmen. Mit Falk Struckmann haben wir ja auch einen guten Wanderer und bei den Walküren singen meine Ensemblelieblinge Miriam Gordon-Stewart, Hellen Kwon und Deborah Humble.


    Ich würde auch gerne sagen, dass ich Karten für nachfolgendes hätte:


    Stadt: Lübeck
    Opernhaus: Thetare Lübeck
    Titel der Oper: Der Ring des Nibelungen- Die Walküre
    Datum der Aufführung: einige Temine sehen schon fest
    Warum: Ich habe das Rheingold gesehen und mir die Inszenierung gut gefallen hat. Die Musik hatte allerdings deutliche Schwächen. Trotzdem singen auch hier tolle Sänger (so hoffe ich jedenfalls, denn das theater Lübeck war bisher nicht in der Lage die Besetzung auf die Homepage zu stellen. Ist ja noch 3 Wochen bis zur Premiere.). Ich hoffe das Veronika Waldner die Fricka singt. Mal sehen.


    Leider habe ich aber noch keine Karten, weil das Theater Lübeck noch Theaterferien hat. Die Ferien sind so vollständig, dass nicht einmal eMails beantwortet werden können.

    Ich höre und sehe Petrushka von Stravinsky.


    Es ist zwar schon ein paar Jahre her, aber in der Schule haben wir uns einige Wochen mit Petrushka beschäftigt: Es sind diverse Materialien in Form von Motiven und ganzen Themen eingebaut. Trotzdem macht es auf mich einen organischen Eindruck. Es prallen musikalische Welten aufeinander. Aber das ist ja auch Thema des Ballettes. Teilweise sind die Themen fast naiv oder lieblich.


    Mir hat gerade die "geordnete Unordnung" damals gefallen. Ich könnte mir vorstellen, dass es schwer zu spielen ist. Ich liebe dne Beginn des 3ten Aktes.

    Ich habe bei anderer Gelegenheit - ich habe hier darüber im Bereich Kammermusik Erkki-Sven Tüür: Saxophonquartett 'Lamentatio' und Konzert Schleswig-Holstein Musikfestival: Russisch gestimmt darüber geschrieben - Lamentatio von Erkki-Sven Tüür kennengelernt und es hat mich so angesprochen, dass ich ein bischen geforscht habe.


    Dabei bin ich auf Wallenberg gestoßen.
    Ein Ausschnitt mit schlechter Qualität unter diesem Link http://de.youtube.com/watch?v=WVRIX3e6Rw4. (Estonian National Opera. Conductor Arvo Volmer)


    Genau wie beim Lamentatio fühle ich mich total angesprochen und habe festgestellt, dass Wallenberg 2001 in Dortmund uraufgeführt wurde. unter http://www.omm.de/veranstaltun…002001/DO-wallenberg.html liest es sich auch ganz passabel.


    War hier jemand bei einer Aufführung von Wallenberg?
    Ist Wallenberg derzeit irgendwo auf dem Spielplan?



    Bisher habe ich noch keine Erfahrungen mit neuzeitlichen Opern. Ich habe zwar über die "Elegie für junge Liebende" (wird/wurde in Lübeck gespielt) nachgedacht, bin aber nicht hingegangen.

    Auf der Website von Sonic.art gibt es ein Tonbeispiel für Saxophonquartett unter http://www.sonicartquartett.de/deutsch.html . Dort sind auch die Konzerttermine zu finden.
    Nach Berlin und Umgebung kommen sie allerdings bis Ende September nicht. Dafür im September nach Bad Segeberg. Ich habe nach dem Programm gefragt.


    Das Konzert am 23.9.08 wird vom Konzert-Ring Bad Segeberg veranstaltet und findet im Bürgersaal des Rathauses statt.
    (Lübecker Str.9).
    Auf dem Programm stehen folgende Werke:


    György Ligeti 6 Bagatellen
    Alexander Glasunow Quartett op. 109
    Florent Schmitt Quartett op. 102
    Claude Debussy Quartett op.10


    Das Lamentatio ist also leider nicht dabei.


    Auch wenn es mitten in der Woche ist, will ich versuchen hinzugehen.

    Ich habe mal bei Wikipedia nachgesehen http://de.wikipedia.org/wiki/Erkki-Sven_T%C3%BC%C3%BCr:
    Erkki-Sven Tüür (* 16. Oktober 1959 in Kärdla/Insel Hiiumaa, Estland) ist ein estnischer Komponist.
    Nach autodidaktischen Anfängen studierte Tüür von 1976 bis 1980 zunächst Flöte und Perkussion an der Musikschule Tallinn. Von 1980 bis 1984 studierte er Komposition bei Jaan Rääts an der Estnischen Musikakademie in Tallinn sowie privat bei Lepo Sumera.
    Von 1979 bis 1984 war er Komponist, Flötist, Keyboarder und Sänger des von ihm gegründeten kammermusikalischen Rockensembles In Spe, das schnell zu einer der beliebtesten Rockgruppen in Estland avancierte.
    Von 1989 bis 1992 unterrichtete er Komposition an der Estnischen Musikakademie.
    Erkki-Sven Tüür ist Mitbegründer des Festivals für Gegenwartsmusik Nyyd ("Jetzt").
    Auszeichnungen und Ehrungen
    Estnischer Kulturpreis 1991 und 1996
    Werke
    Zu Tüürs bedeutendsten Werken zählen Zeitraum, Action, Passion und Illusion. Tüür kombiniert moderne Elemente wie Cluster, Polyrhythmik, Atonalität und Klangschichten mit traditionellen Elementen wie Diatonik, Modalität und Dreiklangsharmonik, wobei ein Kernfaktor die Versöhnung zwischen musikalischen Welten ist.


    etwas ausführlicher https://www.edition-peters.de/…&idart=90&composer_id=451C. F. Peters Musikverlag:
    Erkki-Sven Tüür
    * 16.10.1959


    Der 1959 in Kärdla auf der estnischen Insel Hiiumaa gebürtige Erkki-Sven Tüür gehört zu den bemerkenswertesten Komponisten seiner Generation. Seine musikalische Ausbildung erfolgte zunächst autodidaktisch, dann an der Musikschule Tallinn (1976-80); später studierte er Komposition bei Jaan Rääts an der Musikakademie Tallinn sowie privat bei Lepo Sumera (1980-84).


    1979 gründete Tüür ein kammermusikalisches Rockensemble "In Spe", das bald zu den beliebtesten Rockgruppen in Estland zählte. Für dieses Ensemble engagierte sich Tüür als Komponist, Flötist, Keyboarder und Sänger.


    Von 1989 bis 1992 unterrichtete er Komposition an der Estonian Academy of Music.


    Mit den Anfängen der "Perestroika" wurde die Musik Tüürs zum erstenmal auch außerhalb von Estland aufgeführt. Sein erster durchschlagender Erfolg in Finnland (mit "Insula deserta" von 1989) führte zu einer Reihe von Auftragswerken, darunter "Searching for Roots: Hommage à Sibelius" (1990) für das Philharmonische Orchester Helsinki und "Architectonics VI" (1991) im Auftrag des Helsinki-Festivals. Später erhielt er weitere Kompositionsaufträge für das American Waterways Wind Symphony Orchestra, das Stockholmer Saxophon-Quartett, das Hilliard-Ensemble, den Piano Circus, das Grieg-Trio, den Kölner Rundfukchor und das Raschèr Saxophon-Quartett, das Symphonische Staatsorchester Estland, das Königliche Flandrische Philharmonische Orchester, das City of Birmingham Symphony Orchestra, das BBC National Orchestra of Wales, die Oper Dortmund (Oper: "Wallenberg"), das RSO Stuttgart, das Detroit Symphony Orchestra und Philharmonia Orchestra.


    Die wichtigsten Aufnahmen mit Werken Tüürs sind bei ECM erschienen.


    Seine Musik erklingt immer häufiger nicht nur in ganz Europa, sondern auch in Nordamerika, Australien und Japan. Paavo Järvi, künstlerischer Leiter des Cincinnati Symphony Orchestras, ging im März 2004 mit Tüürs "Exodus" auf USA-Tournee, unter anderem mit einem Auftritt in der Carnegie Hall in New York.
    Tüürs Violin-Konzert wurde mit Isabelle van Keulen und dem BBC Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Paavo Järvi bei den BBC Proms im August 2003 in der Royal Albert Hall, London, aufgeführt.


    Zurzeit arbeitet er an einer ganzen Reihe von Kompositionsaufträgen, so unter anderem an einem Klavierkonzert, einem Akkordeonkonzert sowie einem umfangreichen Orchesterwerk.


    Werke von Tüür wurden bei vielen Festivals aufgeführt; so zum Beispiel bei Bang on a Can (New York), Border Crossings (Toronto), Musica (Strasbourg), Stockholm New Music, Vale of Glamorgan Festival, Berlin Festwoche, Salzburg Festival, Lockenhaus Chamber Music Festival, Luzern Festival, Klangspuren, Wien Modern, Gstaad Festival, Emerging Light (London), Huddersfield Contemporary Music Festival oder Musica Nova Helsinki.


    Zu den zahlreichen Preisen, die Tüür zugesprochenen wurden, zählen der Kulturpreis der Republik Estland (1991 und 1996) und der Art Prize of Baltic Assemble 1998.
    Heute lebt er als freischaffender Komponist abwechselnd in Tallinn und auf der Insel Hiiumaa.


    "Bei meinem kompositorischen Schaffen handelt es sich ausschließlich um das Verhältnis zwischen geistiger und emotionaler Energie sowie um die Möglichkeiten, diese zu lenken, zu konzentrieren, zu liquidieren und wieder ansammeln zu lassen. Meine Stücke stellen abstrakte, klingende Dramen dar mit vielen agierenden Personen und extrem dynamischen Handlungssträngen; sie entfalten sich innerhalb eines Raumes, der sich unablässig verschiebt, ausdehnt und zusammenzieht, aber nicht etwa wie ein feingliedriges Mosaik, sondern eher wie eine säulenhafte Skulptur.
    Ich hege ein starkes Interesse für die Verbindung von Gegensätzen - Tonalität/Atonalität, regelmäßig wiederkehrende Rhythmen/unregelmäßige komplexe Rhythmen, Besonnenheit/explosive Theatralik - und vor allem für die Art und Weise, wie sich diese Gegensätze allmählich durchdringen und gegenseitig ablösen.


    Seit etwa 2002 hingegen folgen meine neueren Kompositionen (Oxymoron, Meditatio, 5. Sinfonie, Noesis) einem anderen kompositorischen Ansatz: Ich habe eine Methode entwickelt, die ich „vektorielles Schreiben“ nenne, da das Prinzip der Stimmführung im weiteren Sinn den Projektionen von Vektoren in unterschiedliche Richtungen folgt. Gleichzeitig wird das zu Grunde liegende kompositorische Material durch einen bestimmten numerischen Code definiert, der wie ein Gen funktioniert, das die gesamte kompositorische Formung und alle möglichen Variantenbildungen und Transformationen erzeugt.
    Diese Technik erlaubt mir, eine sehr viel größere harmonische Varianz zu erreichen, ohne den Zusammenhalt des Werkes zu gefährden.“


    Website: http://www.erkkisventuur.com


    Bei C. F. Peters Musikverlag ist auch das Notenmaterial erhältlich.

    Beim Schleswig-Holstein Musik Festival habe ich das Saxophonquartett sonic.art (Ruth Velten, Alexander Doroshkevich, Martin Posegga und Annegret Schmiedl) mit neuzeitlichen Werken gehört (Ich habe darüber berichtet. Besonders gut gefiel mir Erkki-Sven Tüür: Lamento.
    Es war ein fließendes Klangerlebnis und der Ton verschmolz zu fließenden Tongebilde, der in Richtung Orgel ging ohne sakral zu klingen. Das war ganz wunderbar und hat mich sehr bewegt.
    Kennt jemand dies Stück und teilt meine Empfindung?

    Ich habe gerade im Internetauftritt der Siegfried-Wagner-Gesellschaft gesehen, dass der Autor des hier besprochenen Buches verstorben ist. Dort stand unter http://www.siegfried-wagner.org/html/mitteilungen2008.html folgendes:


    Während der Proben zur Aufführung von Siegfried Wagners op. 13, Der Schmied von Marienburg, in Danzig bestürzte uns die Nachricht vom Tode des Autors Jonathan Carr. – Der Verlag Hoffmann & Campe teilte mit:
    Jonathan Carr, Autor und langjähriger Korrespondent der Financial Times in Frankfurt und Bonn, ist tot. Der Autor, dessen Buch »Der Wagner Clan« vor wenigen Tagen erst im Hoffmann und Campe Verlag erschienen ist, verstarb am 12. Juni.


    Carr, der sein Buch »so witzig, scharfzüngig und unterhaltsam« schrieb, »wie man es in der umfangreichen Wagner-Literatur nur selten findet« (Welt am Sonntag), wurde 1942 in Berkhamsted bei London geboren.


    Mehr als drei Jahrzehnte war er Auslandskorrespondent und Büroleiter der Financial Times in Frankfurt und Bonn. Für seine Reportagen aus Deutschland bekam er mehrere Preise. 1985 veröffentlichte er seine anerkannte und erfolgreiche Biografie von Helmut Schmidt. Es folgte unter anderem 1997 eine ebenso gelobte Biografie von Gustav Mahler. Als Wagner-Kenner und -Liebhaber besuchte er seit 1970 regelmäßig Bayreuth.


    Hoffmann und Campe-Verlagsleiter Günter Berg und Prof. Dieter Borchmeyer werden den »Wagner-Clan« am 28. Juli in der Markgrafenbuchhandlung in Bayreuth präsentieren und Jonathan Carr würdigen, der den großen Erfolg seines Buches leider nicht mehr erleben konnte.

    Vielen Dank für die zwei Buchtipps. Ich werde heute mal in den Buchladen meines Vertrauens gehen.


    Ich hatte nach den Besprechungen nicht erwartet, dass es um die Musik selbst sondern um eine Art kritischer Familienchronik geht. Das löst Carr ein, ist aber bei vielem zu ungenau und bleibt beim Überblick und der Chronologie des latenten Antisemitismus hängen. Nach dem 25mal Betonen, dass Wolfgang Wagner ein Stellungnahme dazu abzugeben versäumt hat, dürfte es dann auch der letzte Leser verstanden haben. Dagegen ist die Analyse der Arbeit für die Festspiele unpräzise. Geschäftlicher Erfolg wird nur mit diesen Begriffen benannt. Auch eine nähere Betrachtung der künstlerischen Arbeit unterbleibt.
    Fazit: Wenn im Titel auf DEUTSCH abgestellt wird, geht es um Antisemitismus und die Rolle im III.Reich.


    Trotzdem würde ich das Buch bei allen technischen Fehlern nicht mißlungen nennen. Immerhin liest es sich gut und flüssig.

    Ich habe gerade Der Wagner-Clan. Geschichte einer deutschen Familie gelesen und möchte mich etwas kundiger über die Opern Siegfried Wagners machen.


    Wird eine davon irgendwo gegeben oder gibt es was gepresstes?


    Eine Übersicht habe ich unter http://de.wikipedia.org/wiki/Siegfried_Wagner gefunden. Außerdem gibt es eine Siegfried Wagner Gesellschaft http://www.siegfried-wagner.org/html/eingang.html
    Dort gibt es auch eine Aufführungsübersicht unter http://www.siegfried-wagner.org/html/auffuehrungen.html


    Ist das alles über ihn?

    Ich habe mir - nach guten Besprechungen in Zeitungen - Der Wagner-Clan. Geschichte einer deutschen Familie von Jonathan Carr (Autor), Hermann Kusterer (Übersetzer) gekauft und in der erstzen Woch e meines Urlaubs gelesen.


    Der positiven Besprechung kann ich nicht zustimmen. Zugegeben: das Buch liest sich flüssig und ist durchaus spannend. Ich habe auch eine ganze Menge erfahren. Ob das vorher schon Bekannte zwingendes kulturelles Allgemeinwissen ist, wage ich zu bezweifeln. Weiter zugegeben: Das Buch bringt eine Geschichte der moralischen Fehltritte eines Familienclans. Aber leider bringt mich das Buch eben nicht weiter auf dem Verständnis der Arbeit am Gesamtkunstwerk. Es gibt mir keine Aufarbeitung der Festspielpolitik. Zudem wird für mich zu deutlich Partei ergriffen, obwohl dies natürlich das Recht eines Autors ist.


    Trotzdem habe ich es mit großem Interesse gelesen und werde es als Ausgangspunkt für weitere "Forschung" zum Thema Wagner - Bayreuth und Festspiele nehmen.

    Es war wie erhofft großartig, auch wenn nicht alle Lieder der Show im Film dabei waren und dadurch Mamma Mia noch mehr ein "Donna"-Show wurde. Aber was solls: es war witzig, es war spritzig, es war etwas überdreht und es war unterhaltsam. Was will man mehr?
    Auch wenn die meisten Kinobesucher wie ich, die Show aus dem hamburger Operettenhaus kannten - hinter uns sassen offensichtlich hardcorefans - hat das ganze Publikum mitgelacht und am Schluß
    Meryl Streep war phantastisch: sie hat wie im Rausch gespielt, gesungen und agiert.
    Auch der Kitsch, der einen besonderen Reiz der Show ausmacht, ist gut integriert worden. An der mangelnden Logik wurde ein bischen herumrepariert, als wenn es jemanden stören würde.
    Ein paar Eindrüpcke bekommt man hier:
    http://movies.universal-pictur…nal-germany.de/mammamia/#