Beiträge von Sinfonie

    Hallo,


    Von EMI gibt es auch eine Jubiläumsausgabe:


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    Diese CD-Box enthält unter anderem einige Orgelaufnahmen mit Messiaen selbst an der Orgel, einige Klavierwerke mit Michel Béroff, die Turangalîla mit André Previn und die Eclairs sur l'au-delà mit Simon Rattle. Enthalten ist unter anderem auch das Frühwerk "La mort du nombre".


    Hat schon jemand in diese CD-Box reingehört? Ist sie zu empfehlen?


    Viele Grüße


    Sinfonie


    :hello:

    Hallo maticus,


    Zitat

    Original von maticus
    Da fragt jemand nach neuer/zeitgenössischer Musik, und ich sehe z.T. Antworten wie Prokofjew, Schostakowitsch, Bartok etc. Aber nach meinem Verständnis handelt es sich dabei nicht um "neue" Musik. Oder sehe ich das falsch?


    Damit wirfst Du die Frage auf, was unter dem Begriff der neuen Musik zu verstehen ist. Ich verstehe darunter Musik, die nach dem zweiten Weltkrieg geschrieben wurde oder deren Rezeption nach dem zweiten Weltkrieg begann. Ich würde „neue Musik“ als Epochenbegriff verstehen. Damit fällt Schostakowitsch darunter. Inhaltliche Abgrenzungen der neuen Musik (neue Instrumente, neue Spielweisen, Performancecharakter, Negierung des Werkes, neue Notation, Verwendung von Elektronik ...), halte ich nicht für sinnvoll, da sie lediglich einen bestimmten Ausschnitt der modernen Musik, nämlich die Avantgarde von 1950-1970 erfassen. Meiner Meinung nach sollte deswegen getrennt werden zwischen der einen Frage, ob Musik zeitlich zur neuen Musik zählt, und der anderen Frage, wie innovativ oder „modern“ die jeweilige Musik ist. Ich glaube allerdings nicht, dass gute Musik zwingend innovativ sein muss. Viele hervorragende Komponisten der Vergangenheit haben wunderschöne Musik geschrieben, ohne zukunftsweisenden Einfluss auf die Musik ausgeübt zu haben (Tschaikowsky, Rachmaninov). Schostakowitschs Werke nach der erzwungen Wende und insbesondere auch sein Spätwerk sind einfach wunderschöne Musik!



    Zitat

    Original von maticus
    Eher interessant finde ich die Frage, wie lange die Musik überlebt und auch tatsächlich gespielt wird. Und da zählt Schostakowitsch (bisher) sicherlich zu den ganz großen nicht nur dieses Jahrhunderts. Ich kenne mich in der "neuen" Musik kaum aus, aber ich habe meine Zweifel, ob die heutige "neue" Musik jemals diesen Status erreichen wird.


    Diese Zweifel teile ich nicht. Um nur ein Beispiel zu nennen: Die Werke von Olivier Messiaen werden immer häufiger in Konzerten gespielt und auf CD aufgenommen. Viele Werke Messiaens liegen mittlerweile in zahlreichen verschiedenen Einspielungen mit namhaften Interpreten vor.


    Viele Grüße


    Sinfonie


    :hello:

    Hallo Loge,
    da gebe ich Dir Recht. Es handelt sich dabei wahrscheinlich nicht um ein zukunftsweisendes, die weitere musikalische Entwicklung maßgeblich beeinflussendes Schlüsselwerk, wobei dies natürlich ein generelles Problem von Schostakowitsch ist. Aber ich persönlich finde es trotzdem sehr schön. Ich höre es mir sehr gerne an. Deswegen habe ich es in die Liste mit aufgenommen.


    Viele Grüße


    Sinfonie


    :hello:

    Meine persönlichen Schlüsselwerke in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts (und im 21. Jahrhundert)


    Olivier Messiaen: Les éclairs sur l’au-delà, Turangalîla-Sinfonie, Et expecto resurrectionem mortuorum, Quatuor pour la fin du temps, Visions de l’Amen, O sacrum convivium …
    György Ligeti: Atmosphères, Cellokonzert, Violinkonzert, Klavierkonzert, Lux aeterna
    Krzysztof Penderecki: Lukas-Passion, Credo, Klarinettenkonzert
    Dimitrij Schostakowitsch: 10. Sinfonie, e-Moll, op. 93
    Karl Amadeus Hartmann: 1. Sinfonie (Versuch eines Requiems), 2. Sinfonie (Adagio)
    Pierre Boulez: Structures II, 1. Klaviersonate, Rituel in memoriam Bruno Maderna
    Karlheinz Stockhausen: Mädchenprozession
    Iannis Xenakis: Metastaseis, Jonchaies
    Kazimierz Serocki: Pianophonie
    Bernd Alois Zimmermann: Sonate für Bratsche solo, Musique pour les soupers du Roi Ubu
    Jörg Widmann: Lied für Orchester
    Toru Takemitsu: Fantasma/Cantos
    Bohuslav Martinu: Mahnmal für Lidice
    Hans Werner Henze: Fünf neapolitanische Lieder


    Viele Grüße


    Sinfonie


    :hello:

    Hallo,
    ich finde diese Bach-Kantate bei jedem Hören wieder aufs Neue überwältigend. :jubel:


    Zunächst der betrübte Beginn, der sich langsam im Verlauf der weiteren Teile aufhellt, um schließlich in dem herrlich, strahlenden Chorsatz "Das Lamm, das erwurget ist" zu gipfeln. Ich empfinde es bei jedem Hören so, als ob der homophone Satz, bevor die Fuge über "Lob und Ehre und Preis und Gewalt sei unser’m Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit" einsetzt, wie ein gewaltiger "Doppelpunkt" wirkt: "Seht her!! Stimmt alle mit ein!!" "Lob und Ehre und Preis und Gewalt sei unser’m Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit".


    Besonders gut kommt dies für meinen Geschmack in der Aufnahme mit Ton Koopman zum Ausdruck:



    Das flotte Tempo tut diesem Chorsatz sehr gut. Die Fuge über "Lob und Ehre und Preis und Gewalt sei unser’m Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit" hat vom ersten Ton ab einen unheimlichen "Drive". (Da verfliegt jede schlechte Laune.)


    Weniger gewaltig klingt IMO der Chorsatz in der Aufnahme mit Philippe Herreweghe. Er wählt für meinen Geschmack das Tempo etwas zu langsam, besonders in der Fuge.



    Viele Grüße


    Sinfonie


    :hello:

    Hallo,


    ich kenne vor allem seine Einspielung der Mozart-Sonaten, die mir sehr gut gefällt. Besonders seine Aufnahme der 8. Klaviersonate, a-Moll, KV 310. Endlich einmal ein Mozartspieler, der die Dramatik dieser Sonate zulässt und sie nicht in bloßem perlendem, reinen Schönklang erstarren lässt. Es ist allerdings auch schon eine Weile her, dass ich mir andere Einspielungen (Uchida, Haebler, Schnabel) dieses Werkes angehört habe. Ich kenne nur einen Interpreten, der eine bessere Verbindung zwischen Dramatik und Reinheit dieser Sonate hinbekommt: Dinu Lipatti.


    hallo Miguel54,

    Zitat

    Original von miguel54
    Wegen des Kuriositätenwertes hatte ich diese wenn ich mich recht erinnere sehr limitierte CD auch in der Hand, aber eine Hörsitzung im Laden überzeugte mich, daß ich sie nicht haben muss ....


    Was hat Dir denn an dieser CD nicht gefallen? Ich wollte mir diese CD nämlich immer schon anschaffen, da ich die Idee, ein und dieselbe Scarlatti-Sonate in verschiedenen Interpretationen desselben Interpreten zu hören, sehr faszinierend finde. Ich habe allerdings noch nicht reingehört.


    Viele Grüße


    Sinfonie


    :hello:

    Hallo,


    ich möchte Euch noch auf ein weiteres Klavierduo aufmerksam machen: das Klavierduo Hans-Peter und Volker Stenzl (http://www.stenzl-pianoduo.net). Ich hatte schon öfters die Gelegenheit, sie live zu hören. Ihre Konzerte hatten mich jedesmal begeistert.


    Mein Lieblingsklavierduo!!! :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel:


    Von ihren Einspielungen gefallen mir zwei ganz besonders:


    1. Die 4. Sinfonie von Brahms in einer Version für zwei Klaviere von Brahms selbst. Das besondere an dieser Aufnahme ist, dass das Klavierduo Stenzl die 4. Sinfonie zweimal aufgenommen hat. Einmal auf modernen Fazzioli Konzertflügeln und einmal auf historischen Instrumenten. Verplüffend, wie unterschiedlich diese beiden Aufnahmen sind: Ich kann mich nicht entscheiden, welche Aufnahme mir besser gefällt.



    2. Die erste CD des Klavierduos (aus dem Jahr 1990): mit Werken von Britten, Ravel, Strawinsky und Lutoslawski. Besonders gut gefallen mir "La Valse" (Ravel) und die Paganini-Variationen (Lutoslawski). Ich finde das CD-Cover zu dieser CD leider momentan nicht.



    Viele Grüße


    Sinfonie


    :hello:

    Hallo pt_concours,


    vielen Dank für Deine Informationen. Ich werde versuchen, ob ich die Gelegenheit finde in die von Dir empfohlene Einspielung reinzuhören. Sie ist ja leider derzeit nicht mehr zu haben.



    Zitat

    Original von pt_concours
    Ich habe es auch schon öfter im Chor selber mitgesungen


    Darum beneide ich Dich!!


    Viele Grüße


    Sinfonie


    :hello:

    Guten Morgen,


    soeben habe ich eines der - meiner Meinung nach - schönsten Werke französischer sinfonischer Musik aufgelegt: die Sinfonie in d-Moll von César Franck, hier in einer Einspielung mit Jean Martinon und dem Orchestre National de l'ORTF,



    Viele Grüße


    Sinfonie


    :hello:

    Hallo,


    ich vermisse in den bisherigen Beiträgen das Werk von Olivier Messiaen "Et expecto resurrectionem mortuorum". Es wurde 1964 im Auftrag der Republik Frankreich zum Gedenken an die Toten der beiden Weltkriege geschrieben. Es vertont zwar nicht den lateinischen Requiemstext, aber andere Texte um Tod, Trauer und Auferstehung, weshalb ich dieses Werk der Sache nach zu den Requien zählen würde.


    Mir gefällt folgende Aufnahme besonders gut:



    "Et expecto resurrectionem mortuorum" gehört meiner Meinung nach neben Hatmann (1. Sinfonie) und Bach (Actus tragicus) zu den ergreifendsten Requienkompositionen.


    Viele Grüße,


    Sinfonie


    :hello:

    Hallo,


    wenn ich richtig sehe, fehlt in der Aufzählung an Einspielungen eine Aufnahme von Lipatti mit dem dritten Klaiverkonzert von Bartok:



    Die Aufnahmequalität ist zwar misserabel, aber was Lipatti besonders im zweiten Satz (Adagio religioso) auf dem Klavier zaubert, ist unglaublich.


    Viele Grüße,


    Sinfonie :hello:

    Hallo zusammen,


    die f-Moll-Fantasie gehört meiner Meinung nach zu den schönsten Klavierkompositionen von Schubert. Ich kenne sie nur in einer Einspielung, die mir aber sehr, sehr gut gefällt: mit dem Klavierduo Stenzl.



    Ich hatte auch schon die Gelegenheit, das Klavierduo Hans-Peter und Volker Stenzl mit diesem Stück im Konzert zu hören: sehr zu empfehlen!!


    Viele Grüße,


    Sinfonie
    :hello:

    Hallo zusammen,


    meine zehn liebsten Klaviersonaten sind:
    1. Beethoven, Nr. 31, op. 110 (Solomon)
    2. Chopin, Nr. 3, op. 58 (Dinu Lipatti)
    3. Schumann, Nr. 1, op. 11 (Emil Gilels)
    4. Mozart, Nr. 8, KV 310 (Dinu Lipatti oder Christian Zacharias)
    5. Beethoven, Nr. 32, op. 111 (Elly Ney oder Solomon)
    6. Schubert, Nr. 20, D 959 (Arthur Schnabel)
    7. Prokofieff, Nr. 7, op. 83 (Martha Argerich)
    8. Beethoven, Nr. 23, op. 57 (Arthur Schnabel)
    9. Beethoven, Nr. 29 op. 110 (Solomon)
    10. Beethoven, Nr. 3, op. 2 Nr. 3 (Brendel)


    Viele Grüße,


    Sinfonie
    :hello:

    Hallo pt_concours,


    kennen gelernt habe ich "O Sacrum convivium" in einer Aufnahme mit dem Sofia Chamber Choir, die mir in den Höhen allerdings etwas zu schrill klingt. Daneben kenne ich noch folgende Einspielung mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks



    sowie folgende Aufnahme mit dem Danish National Radio Choir



    Besonders letztere Aufnahme gefällt mir auch recht gut.
    Gibt es sonst noch empfehlenswerte Aufnahmen von "O Sacrum Convivium"?


    Ich glaube, mich zu erinnern, dass Messiaen 1937 von dieser Motette auch eine Version für Sopran und Orgel veröffentlicht hat. Kennt jemand eine empfehlenswerte Aufnahme dieser Version?


    Viele Grüße,


    Sinfonie
    :hello:

    Hallo zusammen,


    Zitat

    Original von Edwin Baumgartner


    Gar nichts.


    Auch wenn ich die grundsätzliche Skepsis gegen solche Zusammenstellungen von aus dem musikalischen Kontext gerissenen Sätzen teile, halte ich die CD "Garden of Love's Sleep" wegen ihres ersten Tracks für hörenswert: Sie enthält nämlich eine wunderbare Aufnahme von Messiaens Mottette "O Sacrum Convivium" (das einzige Werk, das auf dieser CD vollständig ist). Mir gefällt diese Einspielung mit Chung von "O Sacrum Convivium" am besten. Das im Vergleich zu den sonstigen Aufnahmen deutlich langsamere Tempo (Chung braucht über 7 Minuten) passt sehr gut zu diesem a-capella-Werk. Soweit ich weiß, ist diese CD (leider) die einzige, auf der sich diese Aufnahme von "O Sacrum Convivium" findet.
    :hello: