Beiträge von Gunter Hämel

    Ich habe eine schöne Aufnahme der "Schönen Galathee" vom WDR aus 1979 !


    'Galatheé - Renate Holm


    Pygmalion - Reinhold Bartel


    Ganymed - Ferry Gruber


    Mydas - Kurt Großkurth


    Kölner Rundfunkchor und Orchester


    Leitung Franz Marszalek


    Mit Renate Holm und Rudolf Schock gab es auch eine TV-Fassung .

    Von allen Papagenos , die ich auf der Bühne erlebt habe, ist mir immer noch Hermann Prey der liebste. Ich werde nie seinen Papageno in Salzburg (1969 ?) vergessen ! Außer ihm gefielen mir Christian Boesch und Wolfgang Brendel am besten. Ich fand ihn in München nie langweilig, er war zwar etwas burschikoser als Prey und Boesch, aber das passte zu Everdings Inszenierung trotzdem - und gesungen hat er prächtig !

    Ich mag Orchesterlieder sehr - aber nur die, die vom Komponisten so komponiert wurden, wie es z.B. Strauss und Mahler getan haben. Bearbeitungen anderer Komponisten von Klavierliedern mag ich nicht so sehr. Am schlimmsten sind "Arrangements" von Unterhaltungskünstlern, leider haben auch grosse Interpreten nicht davor zurückgeschreckt, diese zu singen ! Als Beispiel nenne ich nur die Cornelius Weihnachtslieder gesungen von Fritz Wunderlich mit Orchester und Summchor.

    Ja - gesungen hat Fritz Wunderlich mit Hubert Giesen als Begleiter Anfang 1965 in Hamburg !


    Ob es die Winterreise war, kann ich nicht sagen. Er machte eine kleine Deutschlandtournee von Augsburg bis Kiel. In Augsburg wurde er von Rolf Reinhardt begleitet und sang Beethoven, Schubert und Schumann (Dichterliebe), also glaube ich eher, dass er dieses Programm auch in Hamburg gesungen hat.



    Quelle: Werner Pfister "Fritz "Wunderlich"

    Vor allen Dingen ist es ja doch auch oft das erste Podium für die jungen , noch studierenden Sänger, die nur die Möglichkeit haben, in kleinen Räumen mit einem Klavier-Begleiter aufzutreten und zu üben, wie es ist , vor einem Publikum zu stehen.
    Ich habe - wie schon mal geschrieben - die Möglichkeit, studierende der Detmolder Hochschule zu hören und es ist wunderbar, wenn ihre Entwicklung begleitet, sie hört und nach einigen Jahren wieder und merkt, dass sie weitergekommen sind, dass sich die Stimme gefestigt hat und ihre anfängliche Ängstlichkeit gewichen ist und sie immer professioneller und bühnensicherer werden.
    Natürlich sind da immer Stimmen dabei, die nicht zu den entwicklungsfähigen gehören und denen man einen Berufswechsel empfehlen möchte, aber auch dazu dienen ja diese Liederabende.
    Meistens haben sie ja erst viel später in ihrem Studium die Möglichkeit in Opernproduktionen ihrer Hochschule mitzuwirken.
    Daher finde ich es sehr wichtig, wenn es weiterhin einen Kreis von Liedbegeisterten gibt, damit Sänger auch die Möglichkeit haben, sich zu präsentieren.

    Lieber "hart",


    auch ich war überrascht, wie sehr seine Interpretation sogar gewonnen hat, gegenüber früheren Aufnahmen und finde auch die stimmlichen Möglichkeiten noch erstaunlich. Da ich H.P. aber in seinen "besten Jahren" einige Male - gerade als Liedinterpret - im Konzertsaal erleben durfte, empfand ich trotzdem "stimmliche Defizite" . Daß er auch in dem fortgeschrittenen Alter noch beeindruckender war, als manch junger Sänger würde ich unterstreichen. Was ich nicht glaube, ist das , was ich als "stimmliches Defizit" empfunden habe, gewollte Interpretation von ihm war. Aber das sind halt persönliche Empfindungen !

    In meiner großen Platten-Sammlung von Tenören ist natürlich auch J.Schmidt vertreten. Es war wohl eine der ersten LP`s mit Tenorgesängen, die ich mir gekauft habe. Ganz wunderbar finde ich heute noch die Arie aus Halévy`s Jüdin "Recha , als Gott dich zur Tochter mir gegeben" !


    Vor langer Zeit, wahrscheinlich Anfang der 60er Jahre gab es eine mehrfach ausgestrahlte Sendung über J.S. mit Pelz von Felinau. Das ging wirklich unter die Haut, wie er das Schicksal des Sängers beschrieb und seine Lieder spielte. Für mich unvergessen.

    Ich finde es sehr gut, dass René Pape sehr selbstkritisch seine Rollen auswählt und auch schon mal eine Partie wieder "abgibt", er wird sie studiert und ausprobiert haben und zu dem Ergebnis gekommen sein, dass die Zeit noch nicht reif für einen Wotan an der Scala ist !


    Ich mag Pape`s Stimme sehr und habe seine Karriere seit seinem Auftritt bei dem Bertelsmann-Wettbewerb "Neue Stimmen" im Jahr 1989 verfolgt. Ich wünsche ihm weiterhin viel Erfolg und Mut, sich auch gegen Agenten und Platten-Bosse durchzusetzen !!

    Wer heute vormittag die TV - Sendung über Prey versäumt hat, kann sich auch die DVD kaufen ! Wunderbar die Aufnahmen aus seinen letzten Jahren, obwohl stimmliche Defizite unüberhörbar sind !


    Ich habe mich immer geärgert, dass man Prey und Dieskau immer verglichen hat. Sie waren so verschieden und man konnte bei beiden wunderbare musikalische Abende erleben. Bei beiden gab es natürlich Licht und Schatten aber wir können glücklich sein, dass wir zwei solch großartige Sänger im gleichen Stimmfach zur gleichen Zeit erleben durften. Ich bin jedenfalls sehr froh , dass ich sie beide auf der Opernbühne und im Konzertsaal erleben durfte.

    wenn ich die Kritiken der Forumsteilnehmer über diese Münchner Aufführung lese, kann ich nur sehr traurig sein. Wie schön wurden früher in München (Everding/Sawallisch oder noch eher Rennert/Keilberth) Opern auf die Bühne gebracht. Ich habe einige Male die Otto Schenk Inszenierung von Rusalka gesehen mit wunderbaren Sängern in schönen Kulissen und Kostümen !


    Immer mehr komme ich auch zu dem Entschluss mir die Opern nur noch in konzertanter Form anzusehen, eines der schönsten Opern-Erlebnissen der letzten Zeit war die kürzliche Otello-Aufführung im Konzerthaus Dortmund, die hier schon ausführlich besprochen wurde.


    Ich finde man müsste Sängern und Dirigenten Mut machen, sich gegen solch unsägliche Regieeinfälle wie in der derzeitigen Rusalka in München zu wehren !

    in meiner Sammlung von "Müllerinnen" habe ich noch die Aufnahme der Decca von 1994 mit Uwe Heilmann und James Levine.


    Der junge Tenor erinnert manchmal an Wunderlich und gestaltet sehr schön, Levine begleitet einfühlsam und mit Wärme und Temperament. Leider hat ja Uwe Heilmann sehr früh aufgehört zu singen. Er hat immer unter Versagungsängsten gelitten und Live-Auftritte häufig abgesagt. Er lebt heute mit seiner japanischen Ehefrau Tomoko Nakamura (Sopran) in Japan, beide haben eine Gesangs-Professur.

    Leider, leider nur drei, dabei hätte ich mindestens 100 ....


    aber wenn schon, dann:


    Tristan, Bayreuth 1966 unter Böhm, mit Nilson, Windgassen, Ludwig, Wächter u.a.


    Rosenkavalier, v. Karajan mit Schwarzkopf, Ludwig, Stich-Randall, Edelmann (1956)


    Cosi (nach langem Überlegen) unter Böhm, mit Schwarzkopf, Ludwig, Berry u.a. (1962)


    ginge nicht noch eine ?? - Boheme, Hänsel u. Gretel, Meistersinger, Arabella, Zauberflöte, Giovanni, Lohengrin u.u.u.u. --- :D

    Die Handlung des Rosenkavalier erlaubt sicherlich eine moderne Deutung. Alles das, was passiert, könnte heute ebenso ablaufen.


    Aber ich finde, man nimmt den Personen die "Magie" - vor allen Dingen der Marschallin, sie muss doch absolut die über allen anderen erhabene , tonangebende Person sein, sonst stimmt doch alles nicht ! Ich habe vor einigen Jahren in Münster einen Rosenkavalier gesehen, der wirklich gut besetzt war. Dort musste im dritten Akt die Marschallin in einem hässlichen Büro-Hosenanzung in Rot erscheinen, sie wirkte so bieder und bürgerlich, niemand konnte glauben, dass sie die "Macht" hat, dem Spuk ein Ende zu setzen. Ich habe damals den Münsterschen GMD Will Humburg nicht verstehen können, dass er seine Frau - die Marschallin - so auf die Bühne gelassen hat.


    Alles was Hoffmansthal geschrieben hat und Strauss komponiert hat (im Rosenkavalier) ist absolut "künstlich", soll an Rokokko und Mozart erinnern, da fehlt bei einer modernen Fassung halt alles. Nicht umsonst läuft in München immer noch die alte Inszenierung von Otto Schenk aus dem Jahre 1972 - wenn auch immer mal wieder aufgefrischt - in den herrlichen Bühnenbildern von J. Rose. Immer wenn im zweiten Akt der Vorhang aufgeht, gibts Applaus !

    Für mich war die beste Isolde auf Tonträger (LP) Birgit Nilsson - dann Martha Mödl und Astrid Varnay.


    Auf der Bühne habe ich besonders gerne Catarina Ligendza, Waltraud Meier und Ingrid Bjoner gehört.


    Weiter oben fragte jemand mal nach Anja Silja - die Stimme muss man mögen - . Von einer Aufführung in Rom 1965 gibt es Ausz´üge, die auf einer "Opernwelt" -CD von 2000 erschienen sind. Vielleicht ist sie über den Verlag der Opernwelt zu bekommen ?

    ja rodolfo - dass hat mir auch besonders gut gefallen, endlich mal ein Publikum, dass nicht sofort nach dem letzten Ton losgebrüllt hat.


    Leider findet man das ja nur noch selten, selbst in Bayreuth hat man immer das Gefühl, die Leute warten förmlich darauf, ihre Meinung zu verkünden !

    Es ist schade, wenn ältere Sänger nicht aufhören können und sich damit ihren Ruf beschädigen. Ich hörte vor einiger Zeit von Freunden, die sich ein Konzert mit Kollo angetan hatten, wie schrecklich es gewesen ist. Da hat er Kirchengesänge ect. vorgetragen.


    Andererseits singt er jetzt den Herodias in der Salome und soll da ganz gut sein, er ist ja auch ein ganz passabler Schauspieler , z.B. als Jedermann in Berlin. Aber dort, wo es auf intakte Stimme und Intonationsreinheit ankommt, sollte er doch besser schweigen !


    Ich habe ihn in seiner besten Zeit oft auf der Bühne erlebt und sehr gute, aber auch mittelmässige Leistungen gehört, auch seine Platteneinspielungen waren ja nur teilweise wirklich gut. Er war halt kein "echter" Heldentenor, aber wegen seines recht guten Aussehens und seiner Bühnenpräsenz - und weil ja die Konkurrenz fehlte, durfte oder musste er halt "alles" singen.

    Ich habe erst heute hier davon gelesen, dass "Dame Joan" gestorben ist. In den Tageszeitungen oder auch im TV war davon noch nicht die Rede , man sieht, wie schnell der Ruhm verblasst !


    Ich habe ihre Stimme geliebt und auch viele LP`s mit ihr gesammelt, so z.b. die WDR Aufnahme von Händels Alcina von 1959 mit dem jungen Wunderlich oder ihre späteren Aufnahmen mit Pavarotti (Lucia, Regimentstochter) u.v.a.


    Als semi-professionellem Sänger hat mich ihre Gesangstechnik und ihr unendlicher Atem immer fasziniert, außerdem fand ich ihre Interview-Aussagen über Regietheater und die Manie im Barock-Repertoire alles mit Countern zu besetzen herzerfrischend.


    Ich hoffe, dass ihr Tod nun Anlass sein wird, wieder mehr von ihr im Rundfunk zu hören und vielleicht auch noch weitere Live-Aufnahmen aus den verschiedenen Opernhäusern zu erhalten.

    von den noch aktiven Sängern sei doch noch Thomas Hampson genannt, der komplette CD`s mit Strauss-Liedern eingespielt hat.


    Außerdem möchte ich die Strauss-Liebhaber auf eine Aufnahme mit Margret Price und Wolfgang Sawallisch hinweisen !


    Ebenso gibt es viele Aufnahmen mit Orchesterliedern, bei den Damen meisstens mit den "Vier letzten Liedern" gekoppelt, aber auch von Wunderlich ect.

    Ich bin zwar nicht immer der gleichen Meinung wie Jürgen Kesting, muss aber bestätigen, dass er für mich unter den heutigen Musikkritikern der grösste Kenner von "Stimmen" ist. Ich habe ihn auch einige Male bei Podiums-Diskussionen erlebt, wo er seine Meinung noch genauer "untermauert" hat, als in seinen Büchern.


    Ich habe mir nun auch die Neuausgabe der "großen Sänger" angeschafft und muss sagen, dass er seine Meinung über einige SängerInnen doch auch geändert hat und heute manchmal milder urteilt als in der ERstausgabe.


    Ansonsten finde ich haben die berühmten Musikkritiker doch alle ihre Schwerpunkte, so z.B. J. Kaiser beim Klavier, wo er unübertrefflich ist (abgesehen von seiner Formulierungskunst, die unnachahmlich ist !) H.H. Stuckenschmidt war der große Kenner der "Moderne", so kann man viele weitere nennen - aber man muss doch auch feststellen, dass alle Kritiker auch normale Menschen sind, die persönliche Vorlieben und Abneigungen haben, die man durchaus in ihren Kritiken lesen kann .

    Lieber Helmut,


    es ist keinesfalls so, daß ich dafür plädiere, Frauen die "Winterreise" singen zu lassen. Es war nur eine Frage, die ich aufwerfen wollte, was die anderen Teilnehmer darüber denken. Die Aufnahmen der Sängerinnen, die sich diesem Werk gewidmet haben wurden ja doch teilweise sehr gut beurteilt. Ich persönlich würde mir auch keine Aufnahme mit einer Frau kaufen, im Konzert würde es mich schon mal interessieren, eine weibliche Interpretation zu hören.


    Ansonsten finde ich auch, dass es halt ausgesprochene Männerlieder sind. Es käme ja auch keiner Frau in den Sinn die "Müllerin" zu singen, oder keinem Mann , die "Frauenliebe und Leben". Interessant finde ich z.B. auch, dass bisher kein Mann die "vier letzten Lieder" von Strauss gesungen hat (meines Wissens), obwohl ich glaube, dass auch ein Tenor die Lieder bewältigen könnte. Aber sie sind halt von Anfang an für eine Frauenstimme geschrieben worden.

    Ich wundere mich, dass niemand hier Aufnahmen einer Winterreise, die von einer Sängerin gesungen worden sind, besitzt ?


    Es gibt doch m.E. Aufnahmen von Christine Schäfer, Brigitte Fassbänder und Christa Ludwig - mich interessiert es, mal zu hören, wie den großen Liedsammlern hier im Forum die Damen gefallen ?

    Wir - meine Frau und ich - waren ebenfalls in Dortmund und wir können den Eindruck, den Wotan oben vermittelt hat nur bestätigen.


    Selten habe ich eine Aufführung erlebt, in der ALLE Sänger so gróßartig waren. Das "Sahnehäubchen" war für mich natürlich Krassimira Stoyanova, die ich zum ersten Mal "live" erleben konnte. Ein Chorsänger des WDR-Chors, mit dem ich nach der Vorstellung sprach, sagte über ihren Gesang nur "makellos" - dem ist nichts hinzuzuführen ! Aber auch der Einspringer-Otello war wunderbar, ich habe Ben Heppner nicht sonderlich vermisst.

    Auch ich habe darüber nachgedacht, was eigentlich mein schönstes Opernerlebnis war - wie viele andere muss ich sagen, es gab sehr viele schöne und natürlich auch furchtbare.
    Ich bin zu der Erkenntnis gekommen, dass fast immer die "ersten" Besuche eines Opernhauses, das erste Live-Erlebnis eines Werkes am eindringlichsten im Gedächtnis geblieben sind.
    Auch mein "allererster" Besuch im Gütersloher Theater mit "Zar und Zimmermann" ist mir in guter Erinnerung. Dann die ersten Besuche in Bielefeld und Münster.
    Das erste Mal Berlin in der DOB in Aida in einer Wieland Wagner Inszenierung mit Karl Böhm am Pult , das erste Mal Verona mit dem Maskenball - mit einem jungen, mir unbekannten Pavarotti, Maria Chiara und der damals noch Alt singenden Elizabet Conell.
    Der erste Rosenkavalier in München unter C. Kleiber mit C. Watson, B. Fassbender, Lucia Popp und K. Ridderbusch, Boheme in München, ebenfalls unter Kleiber mit Freni und Pavarotti. Der erste Tristan in Bayreuth in der Ponelle-Inszenierung. Der erste Ring in München von Rennert unter Sawallisch usw.
    Unerfreulich dagegen mein erster Besuch in der Met, da ich mit falschen Erwartungen gekommen war. Die (Un-)Art der amerikanischen Besucher, zu spät, mit Mänteln, die sie unter die Sitze der Vorderleute steckten, die Kniee in den Sitzlehnen vor ihnen und die auch nicht immer überragenden Sängerleistungen enttäuschten mich denn doch sehr.
    Das unerfreulichste Opernerlebnis bescherte mir der Parsifal von Schlingensiefen in Bayreuth.

    @rodolfo,


    da gebe ich Dir recht ! Die Chefs der "alten Machart" sind ausgestorben, ebenso , wie die Ensemblesänger, die ihren Häusern treu blieben und nur gelegentlich gastierten ! Ich denke wehmutsvoll an die Münchner Zeiten unter Keilberth und Sawallisch, was haben die nicht alles dirigiert. Ihre Zeiten als GMD`s waren wirklich eine Aera ! Ich weiss, dass man nicht immer die alten Zeiten loben sollten und heutzutage alles schlecht finden, aber leider gibt es immer mehr Beispiele für diesen Trend, da kann ich mir nicht helfen !

    Für mich war/ist Kurt Rydl immer ein Sänger, der als Darsteller überzeugend ist, aber als Sänger seine Defizite hatte und heute natürlich noch stärker hat (altersbedingt). So richtig glücklich war ich nie, wenn ich ihn auf der Bühne erlebt habe. Manchmal hat er auch darstellerisch - für meinen Geschmack - überzogen, zuviel gemacht.
    Trotzdem ist er für mich einer der grossen Bassisten seiner Zeit.
    Wie er heute singt, kann ich nicht beurteilen,da ich ihn doch schon längere Zeit nicht gehört habe.

    Mozarts Ausnahmerang besteht m.E. ja dadurch, dass er in ALLEN Musiksparten aussergewöhnliches komponiert hat, daher sind seine Lieder in seinem Schaffen zwar nicht ganz oben anzusiedeln, aber grosse Qualität haben sie allemal.
    Vielleicht - ich bin kein Musikwissenschaftler - hat er ja die Lieder eher für Laiensänger komponiert und ihnen selber nicht die ganz große Bedeutung beigemessen !
    Trotzdem ist für mich die "Abendempfindung" eines der schönsten Lieder, die überhaupt komponiert wurden.