Etwas amüsiert las ich die Beiträge zum Husten während des Konzerts. Als leidvolle Husterin seit über 30 Jahren passiert es mir immer wieder, dass ich, obwohl Nichtraucherin und sonst gesund, bei schönstem Musikgenuss anfangs ein leises Kratzen im Kehlkopfbereich verspüre, einseitig Tränen fließen und sehr viel Schleim herunter würgen muss. Natürlich ist der Hustenreiz gewaltig wegen des die Kehle herabfließenden Schleims. Das Ganze fing an bei einem Konzert mit Swjatoslaw Richter vor über 30 Jahren, ich saß in der 2. Reihe Parkett Mitte und konnte den starken Hustenreflex nicht mehr unterdrücken. Strafende Blicke von Richter verwirrten mich zusätzlich. Irgendwie überstand ich es. Bei den nächsten Konzerten flüchtete ich nach draußen. Natürlich mied ich in den folgenden Jahren, Aufmerksamkeit des Publikums so zu erregen. Ich las, dass auch Anne Sophie Mutter selber nicht ins Konzert geht, wegen eines bei ihr auftretenden Konzerthustens.
Was ist das nun für ein Leiden ?
Es ist eine Neurose mit nicht steuerbaren Reflexen, ausgelöst durch Anspannung und Stress, ähnlich wie beim Erröten. Bonbons helfen nur bedingt (Schluckreflex), Hustenstiller aber gar nicht! Der Hustenreiz geht vom Kehlkopf über den Vagusnerven und nicht von den Bronchien aus!
Folgendes Mittel probate Mittel habe ich nun ausprobiert: bei Beginn des leichten Kratzens im Hals umfasse ich mit leichtem Druck den Kehlkopf, halte ihn solange gedrückt, bis der "hüpfende" Kehlkopf sich beruhigt hat und der Hustenreflex aufhört. So innerlich vorbereitet gehe ich wieder gerne ins Konzert, da sich diese Methode bewährt hat.
